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Advent –24 Andachten

Norbert Lieth

Thomas Lieth

Elia Morise

Philipp Ottenburg

Fredy Peter

Samuel Rindlisbacher

Nathanael Winkler

Advent – 24 Andachten

Copyright deutsche Ausgabe:

Verlag Mitternachtsruf, CH-8600 Dübendorf www.mitternachtsruf.ch

1. Auflage 2023 (Koproduktion)

Verlag Mitternachtsruf, CH-8600 Dübendorf www.mitternachtsruf.ch

Bestell-Nr. 180221

ISBN 978-3-85810-600-1

Christliche Verlagsgesellschaft mbH, DE-35683 Dillenburg www.cv-dillenburg.de

Bestell-Nr. 271902

ISBN 978-3-86353-902-3

Umschlag, Satz und Layout: Verlag Mitternachtsruf Herstellung: ARKA Druck, PL-43-400 Cieszyn Bildnachweis Titelseite: shutterstock.com/Kevin Sanderson

Bibelzitate folgen, wenn nicht anders bezeichnet, der Schlachter Version 2000, © 2000 Genfer Bibelgesellschaft.

Advent –24 Andachten

Norbert Lieth

Thomas Lieth

Elia Morise

Philipp Ottenburg

Fredy Peter

Samuel Rindlisbacher

Nathanael Winkler

1. dezember

«Euch ist heute in der Stadt Davids ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr. Und dies sei euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.»

LUKAS 2,11-12, ELB

Alle Jahre wieder. Die Kinder warten schon mit Hochspannung auf die Weihnachtszeit und deren Höhepunkt, den Tag der Bescherung und der Geschenke. Dass dieses Kind, das dort in Bethlehem geboren wurde, unser Schöpfer ist, kann man kaum begreifen, aber man darf es im Glauben ergreifen.

Besucht ein Staatsmann, ein König oder eine Königin ein anderes Land, werden die aufwendigsten Vorbereitungen getroffen.

Wenn der amerikanische Präsident einen Staatsbesuch macht, reist er mit einem eigenen Jumbojet an, der Air Force One. Man sagt, dass sich darin und in den Flugzeugen, die ihn begleiten, verschiedene Limousinen befinden, mit denen der Präsident dann nachher unterwegs ist, dazu eine Reihe Bodyguards, eine Menge Kleidung usw.

Wie war das, als der König aller Könige auf diese Erde kam, um uns zu besuchen; unser Gott, der Sohn Gottes, der Schöpfer von allem?

Keine Air Force One, keine verschiedenen Limousinen, keine Bodyguards und keine Mengen an Kleidung. Die Zeichen, mit denen der Herr uns besuchte, waren die Windeln und die Krippe. Und später sagte er, dass der Menschensohn nicht einmal ein Kopfkissen oder einen Stein hätte, worauf er sein Haupt niederlegen könnte, um sich auszuruhen.

Als er starb und ins Grab gelegt wurde, war es nicht einmal sein eigenes Grab, sondern das eines anderen Menschen. Warum das alles? Ein Bibelvers bringt es auf den Punkt: «Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, da er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet» (2. Korinther 8,9).

Er wollte uns nicht seinen Prunk vor Augen stellen, sondern etwas viel Grösseres: die Ewigkeit und das Mittel dazu, das uns in diese Ewigkeit bringt, nämlich die Vergebung unserer Sünden. Wir dürfen heil werden an Seele und Geist. Wir dürfen gereinigt werden und mit Gott in Verbindung treten. Und jeder, der das glaubt, dass Jesus arm wurde, um ihn selbst reich zu machen, der wird den Reichtum Gottes eines Tages auch erleben.

In diesem Sinne denken wir daran: Gott kam anders. Er wurde arm, um Sie und mich reich zu

machen, nicht begrenzt, sondern unbegrenzt für alle Ewigkeit. Gott segne Sie.

NORBERT LIETH

2. dezember

«Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit.»

JOHANNES 1,14, ELB

Kennen Sie Jesus? Wie lernt man einen Menschen am allerbesten kennen, was meinen Sie? Indem man mit ihm zusammenlebt, beispielsweise in einer Wohngemeinschaft und besonders natürlich auch in der Ehe.

Christus wurde, was Sie und ich sind: ganz Fleisch. Er wurde uns gleich, wurde in Bethlehem geboren und wohnte unter den Menschen. Gott ist kein Theoretiker, nein. Er offenbarte sich in seinem Sohn. Dieser wurde sicht- und erfahrbar. Er konnte

durch seinen Geruch, durch sein Reden und Handeln wahrgenommen werden.

Er schlug sein Zelt mitten unter den Menschen auf, weil die Menschen ihn gänzlich kennenlernen sollten. Das ist Gottes sehnlichster Wunsch.

Wer ihn genauer in Augenschein nimmt, erkennt seine Herrlichkeit wie die vertrautesten Freunde, seine Jünger, damals auf dem Berg der Verklärung.

Deshalb ist mein Wunsch für Sie und mich, dass Sie und ich in dieser Advents- und Weihnachtszeit ganz eng mit Jesus zusammenleben und ihn so noch viel besser kennenlernen.

PHILIPP OTTENBURG

3. dezember

«Wie köstlich ist deine Güte, o Gott! Und Menschenkinder nehmen Zuflucht zum Schatten deiner Flügel.»

PSALM 36,8, ELB

In diesem Bibelvers finden wir drei wesentliche Dinge: Liebe (oder Güte), Flügel und Schutz. Wenn wir an das Gebot Jesu, uns zu lieben, denken, sehen wir, dass durch ihn die Liebe seines Vaters auf der Erde erschienen ist. Durch diese Liebe erkennen wir, wie er uns beschützt. Auch im Alten Testament beschützte der Herr sein Volk. Das lesen wir in 2. Mose 19,4: «Ihr habt gesehen … wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.»

Ein Adler kann bei ausgebreiteten Flügeln eine Spannweite von bis zu nahezu 3 Metern erreichen. Die Flügel dieses Vogels sind sehr stark. Das ist ein Symbol für unseren Herrn Jesus Christus, der wie ein Adler seine Gemeinde behütet. In Psalm 91,4 steht: «Mit seinen Fittichen wird er dich decken, und du wirst Zuflucht finden unter seinen Flügeln; Schild und Schutz ist seine Wahrheit.»

Unter diesen grossen Flügeln gibt es eine wunderbare Wärme und Geborgenheit. Dort finden wir Zuflucht. So behütet der Herr seine Gemeinde. Er bewahrt uns und schenkt uns Freude. Bei ihm finden wir echte, beschützende Liebe. Ich wünsche uns allen eine gesegnete Weihnachtszeit.

4. dezember

«Mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter.»

LUKAS 1,47, SLT

Diese Worte sagte Maria erst, nachdem Elisabeth sie laut begrüsst hatte mit den Worten: «Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Und woher wird mir das zuteil, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?» (Lukas 1,42-43).

Ohne dass Maria es erwähnt hatte, verkündet Elisabeth, dass Maria schwanger ist, und sie fügt noch hinzu, dass das Kind in ihr der Herr sei.

Diese Ermutigung bzw. Bestätigung bewegte Maria zu dem Lobpreis, indem sie spricht: «Mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter.»

Maria kann sich glücklich preisen, denn das Kind in ihr ist Gott, der ersehnte Retter, der verheissene Immanuel, genannt Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Fürst des Friedens.

Gott, der Sohn, der Ewige, der Schöpfer aller Dinge, erniedrigte sich selbst und wurde Mensch –der Retter wurde geboren, um uns Frieden mit Gott zu bringen.

NATHANAEL WINKLER

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