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James R. Adair (Hg.) Erneuert

Durchs Jahr mit Warren W. Wiersbe

Vorwort

Dieses Buch wurde in Amerika zum ersten Mal 1986 unter dem Titel „A Time to Be Renewed“ („Zeit zur Erneuerung“) veröffentlicht. Mein Freund Jim Adair hat aus meinen Kommentaren zur Bibel, die sogenannte Be-Serie, Texte ausgewählt und zu diesem Andachtsbuch zusammengestellt. Ich bin Jim sehr dankbar für die exzellente Arbeit, die er als Herausgeber geleistet hat.

Doch ist das Ihnen nun vorliegende Buch Ihr ganz persönliches Buch. Gebrauchen Sie es zu Ihrem Nutzen, auf eine Weise, die Ihnen in Ihrer persönlichen Nachfolge des Herrn hilft. Obwohl es die Bibel auslegt, ist es kein Ersatz für die Bibel; aber wenn es Ihnen dabei hilft, Gottes Wort besser zu verstehen und anzuwenden, dann hat es seinen Zweck erfüllt. Und denken Sie immer daran: Der Segen kommt nicht, wenn wir das Wort Gottes lesen oder studieren, er kommt, wenn wir dem Wort gehorchen und tun, was uns unser Herr befiehlt (Jakobus 1,25).

Warren W. Wiersbe

James R. Adair (Hg.)

Erneuert

Durchs Jahr mit Warren W. Wiersbe

Best.-Nr. 271900

ISBN 978-3-86353-900-9

Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg

Originally published in English under the title:

Through the Year with Warren W. Wiersbe

366 Daily Devotionals

Copyright © 1999 by Warren W. Wiersbe

Published by Baker Books, a division of Baker Book House Company, Grand Rapids, MI, USA. All rights reserved. Translated by permission.

Es wurde folgende Bibelübersetzung verwendet: Elberfelder Bibel 2006, © 2006 by SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH Witten/Holzgerlingen.

2. Auflage 2023

© 2001–2023

(bereits unter dem Titel Durchs Jahr – Andachten von Warren W. Wiersbe erschienen)

Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg www.cv-dillenburg.de

Übersetzung: Scarlett Luger-Klein

Satz und Umschlaggestaltung: Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg Umschlagmotiv: © canva.com/Sabina Alcaraz

Druck: GGP Media, Pößneck

Printed in Germany

Wenn Sie Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler entdeckt haben, können Sie uns gerne kontaktieren: info@cv-dillenburg.de

Werdet erneuert:

»Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.«

Römer 12,2

Veränderungen müssen keine Kompromisse sein

Paulus ermahnt: »... dass die alten Männer nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren ... Ebenso ermahne die jungen Männer, besonnen zu sein, indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst! In der Lehre beweise Unverdorbenheit, würdigen Ernst, gesunde, unanfechtbare Rede.« (Titus 2,2.6-8)

Es ist schlimm, wenn die Einigkeit unter Gottes Kindern zerbricht, weil die unterschiedlichen Generationen in verschiedene Richtungen blicken. Die älteren Männer in Esra 3 weinten, als sie sehnsuchtsvoll zurückblickten; sie hatten den ursprünglichen Tempel noch gesehen, bevor er zerstört wurde, und das neue Bauwerk war nichts dagegen. Die jüngeren Männer betrachteten den Tempel hingegen voller Freude. Sowohl die Älteren als auch die Jüngeren hätten aufschauen und den Herrn dafür loben sollen, was er vollbracht hat. Heute erleben wir ähnliche generationsbedingte Meinungsverschiedenheiten in unseren Gemeinden, besonders wenn es um die Art des Lobpreises geht. Den Älteren bereitet es Freude, die traditionellen Lieder mit ihren Glaubenslehrsätzen zu singen, die jüngeren Gemeindeglieder wünschen sich beim Lobpreis eine etwas mehr zeitgenössische Vorgehensweise. Aber es geht nicht darum, die jeweils andere Form zu akzeptieren oder abzulehnen, es sei denn, man möchte Familien auseinanderbringen und die Gemeinde spalten. Es ist vielmehr eine Frage der Ausgewogenheit: Die Alten müssen von den Jungen und die Jungen von den Alten lernen, und zwar im Geist der Liebe und Unterordnung (1. Petrus 5,1-11).

Die Gemeinde ist eine Familie, und als solche wächst und reift sie. Immer wieder müssen Dinge losgelassen werden, um Platz für Neues zu schaffen. Dies geschieht in unserem Zuhause und muss auch im Haus Gottes geschehen. Für viele Menschen ist »Veränderung« gleichbedeutend mit »Kompromiss«, aber wo die Liebe herrscht, wird »Veränderung« zum Synonym für »Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme«.

G Lesen Sie: Esra 3.

© Praktische Schritte: Beten Sie für Gemeinden – eventuell auch Ihre eigene –, in denen es aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen von jüngeren und älteren Menschen Konflikte gibt.

Ein gutes Verhältnis zu anderen haben

Das ist wahr: »Der Fluch des Herrn fällt auf das Haus des Gottlosen, doch die Wohnung des Gerechten segnet er.« (Sprüche 3,33)

Ein gutes Verhältnis zu anderen (Sprüche 3,27-35) ist ein Segen, an dem sich der Glaubende freuen kann, wenn er in der Weisheit Gottes wandelt. Weise Christen sind großzügig zu ihren Nächsten und leben mit ihnen in Frieden (V. 27-30). Sie versuchen ihr Bestes zu geben, um unnötige Meinungsverschiedenheiten zu vermeiden (Römer 12,18). Wenn wir Gott wirklich lieben, sollten wir unsere Nächsten schließlich so lieben können, wie auch wir von ihnen geliebt werden wollen.

Wenn wir andererseits von Menschen umgeben sind, die sich über unseren Glauben lustig machen (Sprüche 3,31-35), so wird der Herr uns führen, damit wir unser Licht scheinen lassen und seine Liebe sichtbar wird, sodass die anderen uns nicht vom Weg abbringen, sondern vielmehr von uns beeinflusst werden. Mitunter bedarf es viel Gebetsarbeit und einer gehörigen Portion Geduld und Weisheit, um Zugang zu Menschen zu finden, die mit Christen nichts zu tun haben möchten. Aber vielleicht hat Gott uns genau deswegen an diesen Platz gestellt.

Es ist möglich, inmitten einer von Gott abgewandten Umgebung ein gottgefälliges Zuhause zu haben, denn »die Wohnung der Gerechten segnet er« (V. 33). Wir sind das Salz der Erde und das Licht der Welt, und ein engagierter Christ kann in seiner Umgebung sehr viel bewirken und ein entscheidender Zeuge des Herrn sein.

G Lesen Sie: Sprüche 3.

© Praktische Schritte: Stehen Sie mit jemandem auf schlechten Fuß? Dann bitten Sie den Herrn, dass er Ihnen zeigt, wie Sie zu diesem Menschen ein gutes Verhältnis aufbauen können. Haben Sie dieses Problem nicht, so schauen Sie sich die heutige Lesung einfach noch einmal an und beten Sie dafür, dass Sie unter Ihren Nächsten, in Ihrer Familie und Ihrem Freundeskreis Salz und Licht sein können.

Seine Herrlichkeit sehen

Vers des Tages: »Vater, ich will, dass die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.« (Johannes 17, 24.

Sie und ich kommen erst dann in den Himmel, wenn wir sterben oder wenn unser Herr wiederkehrt. In der Zwischenzeit ist es uns eine wunderbare Ermutigung, dass wir bereits heute als Sieger und mit Autorität ausgestattet unseren Platz bei Christus im Himmel innehaben. Auch wenn wir Gottes Herrlichkeit nicht gesehen haben wie Paulus, so haben wir nun doch Anteil daran; eines Tages werden wir in den Himmel gelangen und die Herrlichkeit Christi schauen (Joh 17,22.24).

Die Ehre, die Paulus zuteil wurde, hätte viele Menschen sehr stolz werden lassen. Anstatt vierzehn Jahre lang darüber zu schweigen, hätten sie es die Welt sofort wissen lassen und wären sehr berühmt geworden. Aber Paulus wurde nicht stolz. Er erzählte einfach nur die Wahrheit – es war keine leere Prahlerei – und ließ die Fakten für sich selbst sprechen. Seine größte Sorge war, dass niemand Gott seine Herrlichkeit nimmt.

G Mehr von Gottes Wort: Jeremia 9,23-24; Johannes 17,4-5; 1. Korinther 1,26-31; Galater 5,26; 6,14; Epheser 2,6-7.

© Praktische Schritte: Wie wird es sein, wenn wir im Himmel wahrhaftig Gottes Herrlichkeit schauen? Malen Sie sich diese Situation einige Minuten lang aus. Wenn Christus jetzt körperlich bei Ihnen wäre, wie würden Sie dann reagieren? Danken Sie Gott, dass er auch dann bei Ihnen ist, wenn Sie seine Herrlichkeit nicht erblicken können. Danken Sie ihm für seine Anwesenheit durch den Heiligen Geist, der Sie so zu sensibilisieren vermag, dass Sie Gottes Güte, Gnade und Herrlichkeit zu schätzen wissen.

Wer ist die Nummer 1 in Ihrem Leben?

Merkvers: »Und er [Christus] ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe.« (Kolosser 1,18)

Jesus stellte klar, dass der Sohn genauso wie der Vater verehrt werden soll, »damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat« (Johannes 5,23-24).

Der verstorbene Dr. M. R. DeHaan, ein durch das Radio in Amerika bekannter Bibellehrer, berichtete einmal von einem Prediger, der sich mit einem Sektierer auseinanderzusetzen hatte, der das Gottsein Jesu verneinte.

»Jesus kann nicht der ewige Sohn Gottes sein, denn ein Vater ist immer älter als sein Sohn«, argumentierte der Mann. »Wenn der Vater nicht ewig ist, dann ist er nicht Gott. Wenn Jesus sein Sohn ist, dann ist er nicht ewig.«

Der Prediger hatte darauf folgende Antwort parat: »Eine Person wird dadurch zum Vater, dass sie einen Sohn hat. Wenn Gott aber ein ewiger Vater ist, dann muss er auch einen ewigen Sohn haben! Das wiederum heißt, dass Jesus Christus ewig ist – und dass er Gott ist!«

Jesus Christus ist der Erlöser, der Schöpfer, das Haupt der Gemeinde und der geliebte Sohn des Vaters. Er ist ewiger Gott ... und verdient es, den Vorrang in unserem Leben zu haben.

Hat Jesus in Ihrem Leben den Vorrang?

G Weitere Bibelstellen: Sprüche 8,22-25; Jesaja 9,6; Micha 5,2; Johannes 1,1; Offenbarung 1,8.

© Praktische Schritte: Denken Sie darüber nach, was es wirklich heißt, Jesus den Vorrang in Ihrem Leben zu geben. Wie wird Ihr Leben in den nächsten paar Stunden beeinflusst, wenn Christus den Vorrang hat? Sprechen Sie mit Gott darüber.

Die Wahrheit leben

Vers des Tages: »Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen! Denn wenn du dies tust, so wirst du sowohl dich selbst erretten als auch die, die dich hören.« (1. Timotheus 4,16)

Wenn Sie das nächste Mal ein Glaubenslied singen, so denken Sie an die folgende Geschichte. Der Komponist des Lieds »Komm, du Quelle allen Segens«, Robert Robinson, bekehrte sich durch die eindrucksvollen Predigten von George Whitefield, entfernte sich dann aber später wieder von Gott. Obwohl der Herr ihn auf großartige Weise als seinen Diener gebrauchte, vernachlässigte Robinson doch die geistlichen Dinge. Im Versuch, Frieden zu finden, begann er zu reisen. Auf einer seiner Reisen begegnete er einer jungen Frau, die ihm ein Liederbuch reichte und ihn fragte: »Was halten Sie von dem Lied, das ich gerade gelesen habe?«

Es war sein eigenes Lied! Er versuchte, ihrer Frage auszuweichen, wusste aber, dass Gott eben jetzt zu ihm sprach. Schließlich brach er zusammen, gab sich zu erkennen und bekannte, wie er von Gott entfernt gelebt hatte.

»Aber diese ›Ströme der Gnade‹ fließen immer noch«, versicherte ihm die geistlich sensible Frau. Durch sie ermutigt fand Robinson wieder in die Gemeinschaft Gottes zurück.

Müssen auch Sie wieder in die Gemeinschaft Gottes zurückfinden?

G Zum Nachdenken: Matthäus 21,28-32; 2. Chronik 29,8-11; 1. Korinther 11,29-32.

© Praktische Schritte: Schreiben Sie drei Ratschläge auf, die Sie in der letzten Woche jemandem gegeben haben oder geben wollten. Haben Sie selbst Ihre Ratschläge befolgt? Bitten Sie Gott darum, Ihnen zu helfen, entsprechend der Weisheit zu handeln, die er Ihnen bereits gegeben hat.

Die Güte Gottes

Vers des Tages: »Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.« (Jakobus 1,17)

Größe ohne Güte würde Gott zu einem selbstsüchtigen Tyrannen machen; Güte ohne Größe hieße, dass Gott uns zwar helfen wollte, aber handlungsunfähig wäre. Alles, was Gott denkt, sagt, tut, plant und vollbringt, ist gut. Er kann nie etwas Böses für uns wollen, denn von ihm stammt alles Gute. Auch wenn es so viel Böses in der Welt gibt und das Böse zu siegen scheint, so ist die Erde doch »voll der Gnade des HERRN« (Psalm 33,5). Wäre dies nicht wahr, könnten wir niemals Römer 8,28 (»Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken«) zitieren und ernsthaft daran glauben!

Gottes Güte ermöglicht es uns, dem Leben ohne Angst ins Auge zu blicken. Wir singen »Das ist meines Vaters Welt«, und das ist sie auch. Die Welt ist kein Gefängnis, das errichtet wurde, um uns unglücklich zu machen; sie ist eine Schule, in der uns der Vater zur Herrlichkeit erzieht. Weil er gut ist, gestaltet sich für diejenigen alles zum Guten, die Gott lieben und ihm gehorchen. Gott geht vor uns her »mit den Segnungen der Güte«. Wenn wir zurückblicken, sehen wir nur »Güte und Gnade«. Warum sollen wir uns mit Sorgen quälen und Angst haben, wenn Gottes Güte vor uns hergeht und uns nachfolgt?

G Lesen Sie auch: 2. Mose 33,19; Psalm 33,5; 23,6; 86,5; 100,5; 106,1; Jeremia 31,14; Johannes 10,11.

© Praktische Schritte: Eine gute Methode, die Angst aus unserem Leben zu vertreiben, besteht darin, die Bibel auf Gottes Güte hin zu durchforschen und seinen Versprechen Glauben zu schenken. Erstellen Sie nach dem Lesen der heutigen Verse eine Liste mit allem Guten und sehr Guten in Ihrem Leben. Listen Sie danach auch die schlechten Dinge auf. Bitten Sie Gott um Geduld, Verständnis, Liebe und Gehorsam. Danken Sie ihm dann für Ihre Gewissheit, dass er gut ist und in der Schule des Lebens in jeder Hinsicht nur auf Ihr Bestes hinarbeitet.

Auf der Suche nach Weisheit

Vers des Tages: »Der Weise höre und mehre die Kenntnis, und der Verständige erwerbe weisen Rat.« (Spr 1,5)

Bitten Sie Gott um Weisheit (Jakobus 1,5) und machen Sie auch fleißig Gebrauch von den Mitteln, die Gott uns gibt, um seine Weisheit zu erlangen, vor allem indem Sie das Wort Gottes kennenlernen und danach handeln (Matthäus 7,21-29). Bibellesen allein reicht nicht; wir müssen auch befolgen, was Gott uns sagt (Johannes 7,17). Wenn wir im Glauben wandeln, entdecken wir die Weisheit Gottes in den alltäglichen Dingen des Lebens. Geistliche Weisheit ist nichts Abstraktes: Sie ist sehr persönlich und sehr praktisch.

Durch die Gemeinschaft mit anderen Christen in der Gemeinde und durch gegenseitige Anteilnahme können wir Weisheit lernen. Auch das Lesen geeigneter Bücher kann dazu beitragen, dass wir mehr Weisheit und Verständnis entwickeln. Die Hauptsache ist, dass wir uns an Christus orientieren, denn er ist unsere Weisheit (1. Korinther 1,24) und in ihm verborgen sind »alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis« (Kolosser 2,3). Je besser wir Christus kennen und je ähnlicher wir ihm werden, desto mehr werden wir in Weisheit wandeln und den Willen des Herrn verstehen. Wir müssen dem Heiligen Geist gestatten, die Augen unseres Herzens zu öffnen, damit wir Gott in seinem Wort erkennen und den Reichtum besser verstehen, den wir in Christus haben (Epheser 1,15-23).

G Lesen Sie: Jakobus 1,2-7; Sprüche 3,13-18; 1. Korinther 1,24; Kolosser 2,3.

© Praktische Schritte: Machen Sie sich einige der Möglichkeiten bewusst, wie Sie dem Alltagsgeschehen mit geistlicher Weisheit begegnen können. Denken Sie darüber nach, was mit der oben gemachten Aussage »Wir müssen dem Heiligen Geist gestatten, die Augen unseres Herzens zu öffnen, damit wir Gott in seinem Wort erkennen und den Reichtum besser verstehen, den wir in Christus haben« wohl gemeint ist. Teilen Sie Ihre Gedanken einem Familienmitglied oder einem Freund mit. Wunder der Gnade geschehen täglich! Halten Sie beim Lesen, in einem Gespräch oder bei der Arbeit nach einem solchen Wunder Ausschau! Denken Sie immer daran: Gott existiert!

Urteilen nach dem äußeren Schein

Denken Sie daran: »Meine Brüder, habt den Glauben Jesu Christi, unseres Herrn der Herrlichkeit, ohne Ansehen der Person!« (Jakobus 2,1)

Die Schriftgelehrten zur Zeit Jesu beurteilten Jesus nach menschlichen Maßstäben – und lehnten ihn ab. Er kam aus der falschen Stadt – Nazareth in Galiläa. Er war kein Absolvent der renommierten Schulen. Er genoss nicht die offizielle Anerkennung der Machtinhaber. Er war nicht begütert. Seine Anhänger bestanden aus einer undefinierbaren Menschenmenge, zu der auch Zöllner und Sünder gehörten. Und dennoch erschien in seiner Person die Herrlichkeit Gottes (Johannes 2,11)! Da wundert es nicht, dass Jesus die religiösen Führer warnte: »Richtet nicht nach dem Schein, sondern richtet das gerechte Gericht« (Johannes 7,24).

Es ist traurig, aber wir machen oft denselben Fehler. Wenn Besucher in unsere Gemeinde kommen, neigen wir dazu, sie nach ihrer Kleidung, Hautfarbe, Aufmachung und anderen oberflächlichen Kriterien zu beurteilen. Wir bemühen uns um die Reichen und machen einen Bogen um die Armen. So hat Jesus weder gehandelt noch kann er es gutheißen.

Wie setzen wir die Tatsache, dass Christus Gott ist, in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen um? Es ist eigentlich ganz einfach: Schauen Sie jeden mit den Augen Christi an. Ist der Besucher ein Christ, so nehmen Sie ihn an, weil Christus in ihm lebt. Ist er kein Christ, so nehmen Sie ihn auf, weil Christus für ihn gestorben ist. Christus ist die Brücke zwischen uns und den anderen, eine Brücke der Liebe.

G Verwandte Bibelstellen: Jakobus 2,1-12; 1. Korinther 16,19-20; Epheser 2,21-22.

© Praktische Schritte: Denken Sie darüber nach, was es heißen würde, alle mit den Augen Christi zu sehen. Sprechen Sie mit Gott darüber, dass er Ihnen dabei hilft.

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