Hanna Hetterich
Paul hat Punkte
Best.-Nr. 271 799
ISBN 978-3-86353-799-9
Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg
Es wurde folgende Bibelübersetzung verwendet: NeÜ bibel.heute,
© 2010 Karl-Heinz Vanheiden und Christliche Verlagsgesellschaft
1. Auflage
© 2022 Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg www.cv-dillenburg.de
Satz und Umschlaggestaltung:
Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg
Illustrationen: Hanna Hetterich
Druck: Gutenberg Beuys Feindruckerei GmbH, Langenhagen Printed in Germany
Hanna Hetterich



inzig klein waren die vier rosafarbenen Mäusebabys. Die Mäusemama hatte sie noch vor Sonnenaufgang zur Welt gebracht. Ohne Fell und mit geschlossenen Augen lagen sie eng aneinander gekuschelt im Mäusenest.
Und wenn man ganz, ganz still war, hörte man sie zwitschern und piepsen, damit ihre Mäusemama bloß nicht vergaß, sie zu füttern. Das hätte sie niemals vergessen, denn sie hatte ihre vier Mäusebabys lieb.

Die kleinen Mäusekinder wurden größer. Ein seidiges Fell bedeckte ihre rosafarbene Haut, und eines Tages öffneten sie zum ersten Mal ihre Augen. Neugierig kletterten sie aus dem Mäuseloch und erkundeten ihr neues Zuhause. Voller Tatendrang wuselten die Mäusekinder über die Wiese. Alle vier waren kerngesund, doch Paul …
... hatte Punkte.


nbeschwert konnte Paul wie seine Geschwister die Hecke hochklettern und auf dem Ast balancieren.
Genau wie sie konnte er blitzschnell Körnchen einsammeln.
Er konnte in Sekundenschnelle ein Mäuseloch buddeln.
Wenn er jedoch sein glänzendes Fell betrachtete, bemerkte er, dass er anders war als sie. Pauls Mäusefell war von dunkelbraunen Flecken überzogen. Von zwischen seinen Ohren bis hinunter zur Schwanzspitze.
Alle wunderten sich über Pauls Punkte.
Doch am meisten wunderte sich Paul.


ach einiger Zeit machte Paul sich auf den Weg, denn er wollte herausfinden, warum er Punkte hatte. Als Erstes begegnete er dem alten Hauskater. Niemand fürchtete sich vor ihm. Er war schon so alt, dass seine zittrigen Beine ihn nicht mehr weit trugen. An eine Mäusejagd konnte er gar nicht mehr denken. Seine Besitzer gaben ihm jeden Morgen eine Portion Katzenfutter aus der Dose. Den
Rest des Tages zog er es vor, einfach an seinem Lieblingsplatz zu sitzen. Der alte Kater war sehr klug, sodass die Tiere gerne bei ihm vorbeischauten, um ihn nach Rat zu fragen. Vorsichtig schlich sich
Paul an den Kater heran, der gerade ein Vormittagsschläfchen hielt.
Ja, es mochte schon ein sehr alter Kater sein, aber Raubtier bleibt Raubtier. Da kann eine kleine Maus schon etwas vorsichtiger sein.
„Guten Morgen, Herr Kater!“, piepste Paul schüchtern. „Sieh nur, ich habe Punkte, und ich weiß nicht, warum!“ Der alte Kater öffnete seine trüben Augen und blickte Paul erstaunt an. Dann gähnte er.