Charles C. Ryrie
DIE BIBEL
verstehen
Falls nicht anders angegeben, sind die Bibelstellen nach der Revidierten Elberfelder Bibel (Wuppertal: R.Brockhaus Verlag 1986) zitiert. Ebenfalls werden die Abkürzungen der Bibelbücher nach dieser Übersetzung verwendet.
Charles C. Ryrie
Die Bibel verstehen
Das Handbuch systematischer Theologie für jedermann
Best.-Nr. 271 628
ISBN 978-3-86353-628-2
Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg
Best.-Nr. 180 210
ISBN 978-3-85810-564-6
Verlag Mitternachtsruf, www.mnr.ch
Titel des englischen Originals: Basic Theology ©1986 by SP Publications (Victor Books)
7. Auflage 2021
©1996 –2021 der deutschen Ausgabe: Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg www.cv-dillenburg.de
Übersetzung: BAO, Österreich
Satz und Umschlaggestaltung: Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg Umschlagmotiv: © Shutterstock.com/Modern Icons Store
Druck: GGP Media GmbH, Pößneck
Printed in Germany
Teil I: Prolegomena 1.
II. Merkmale der Erkenntnis Gottes
b)
c) Ihre fortschreitende Offenbarung
III. Voraussetzungen der Erkenntnis Gottes
a) Gott hat sich selbst offenbart
b) Gott schuf die Sprache als Kommunikationsmittel
c) Er schuf den Menschen in seinem Bilde
d)
5. Die Offenbarung Gottes
I. Merkmale der allgemeinen Offenbarung
II. Träger der allgemeinen Offenbarung
l) Unendlichkeit
m) Unveränderlichkeit
n) Wahrheit
I. Elohim
a) Verwendung
b) Bedeutung
c) Die Mehrzahlform
d) Beziehungen des Namens
e) Zusammensetzungen
II. Jahwe
a) Herkunft des Wortes
b) Offenbarung des Namens
c) Die Heiligkeit des Namens
d) Die Bedeutung des Namens.
III. Adonai
II.
a)
III. Überlegungen zu einer Definition
IV. Vergleiche für die Trinität
V. Historischer Abriss der Lehre über die Trinität
a) Der Monarchianismus
b) Der Arianismus
c) Das Konzil von Konstantinopel (381)
d) Augustinus (354-430)
e) Die Synode von Toledo (589)
f) Die Reformation und ihre Lehre über die Dreieinheit
g) Moderne Ansichten
VI. Einige praktische Folgerungen
Teil III: Die Bibel: Gottes Wort
9. Die spezielle Offenbarung
I. Kanäle der speziellen Offenbarung
Das Los
a) Offenbarung als Handeln
b)
10. Die biblische Inspirationslehre
I. Was die Bibel über ihre eigene Inspiration zu sagen hat
a) 2. Timotheus 3,16
b) 2. Petrus 1,21
c) 1. Korinther 2,13
11. Unbiblische Inspirationstheorien
II. Dynamische oder mystische Inspiration
III. Graduelle Inspiration
IV. Teilweise
V. Ideeninspiration
VI. Inspiration nach Barth: Neoorthodoxie
12. Die Irrtumslosigkeit der Bibel
I. Warum ist Irrtumslosigkeit so wichtig?.
a) Verteidigung ihrer Wichtigkeit
b) Verwässerung ihrer Wichtigkeit.
II. Was ist Irrtumslosigkeit?
III. Menschwerdung und Irrtumslosigkeit
13. Irrtumslosigkeit und die Lehre Christi
I. Hinweise aus Matthäus 4,1-11
II. Hinweise aus alttestamentlichen Zitaten Christi
III. Hinweise aus Matthäus 5,17-18
IV. Hinweise aus Johannes 10,31-38
V. Hinweise aus Matthäus 22,23-33
VI. Hinweise aus Matthäus 22,41-46
14. Problemstellen
I. Einige Problemstellen im Alten Testament
a) Zwei Schöpfungsberichte?
b) Woher nahm Kain seine Frau?
c) 4. Mose 25,9
d) Wer brachte David dazu, Israel zu zählen (2Sam 24,1; 1Chr 21,1)?
e) Wer tötete Goliat (2Sam 21,19; 1Sam 17,50)?
f) Unterschiedliche Zahlen in 2. Samuel 24 und 1. Chronik 21 .
g) »Das Meer« in 2. Chronik 4,2
II. Einige Problemstellen im Neuen Testament
a) Einen Stab nehmen (Mt 10,9-10; Mk 6,8; Lk 9,3)
b) Das Senfkorn (Mt 13,32)
c) Die Blinden von Jericho (Mt 20,29-34; Mk 10,46-52; Lk 18,35-43)
d) Der Vater von Zacharias (Mt 23,35)
e) Sacharja oder Jeremia? (Mt 27,9-10)
f) Jesaja oder Maleachi? (Mk 1,2-3)
g) Abjathar oder Ahimelech? (Mk 2,26)
h) Der Tod des Verräters
i) Probleme in Apostelgeschichte 7
15. Der biblische Kanon
I. Einige Grundgedanken
a) Was ist ein Kanon?.
b) Einige Grundüberlegungen zur Erforschung der Kanonizität
II. Der alttestamentliche Kanon
a) Das Zeugnis des Alten Testaments
b) Das Zeugnis der Schriftrollen vom Toten Meer
c) Das Zeugnis aus anderen Quellen
d) Das Zeugnis des Neuen Testaments
III. Der Kanon des Neuen Testamentes
a) Voraussetzungen der Kanonizität
b) Anerkennung des neutestamentlichen Kanons
16. Die Auslegung der Bibel
I. Prinzipien der Hermeneutik
a) Was ist Hermeneutik?
b) Welche hermeneutischen Systeme gibt es?
c) Warum eine wörtliche Hermeneutik?
d) Prinzipien der natürlichen Hermeneutik
e) Ein Einwand gegen die natürliche Hermeneutik
II. Die Erleuchtung durch den Geist
a) Was ist Erleuchtung?
b) Wodurch geschieht
Teil IV: Engel: Dienstbare Geister
17. Die Existenz der Engel .
18. Die Erschaffung
II. Die Ordnung der Engel
III. Die Stellung der Engel
a) Der Erzengel
b) Fürsten
c) Engelmächte
d) Cherubim
e) Seraphim
IV. Einzelne Engelgestalten.
a) Gabriel
b) Engel mit besonderen Aufgaben
c) Die mit dem künftigen Gericht betrauten Engel
d) Die Engel der sieben Gemeinden in Offenbarung 2–3
e) Der Engel Jahwes
21. Die Aufgabe der Engel
I. Dienste an Gott
a) Sie loben ihn (Ps 148,1-2; Jes 6,3) 161
b) Sie beten ihn an (Hebr 1,6; Offb 5,8-13)
c) Sie freuen sich an seinen Werken (Hiob 38,6-7) .
161
d) Sie dienen ihm (Ps 103,20; Offb 22,9) 161
e) Sie erscheinen vor ihm (Hiob 1,6 2,1) . .
f) Sie sind Werkzeuge der Gottesgerichte (Offb 7,1; 8,2) .
161
161
II. Am Beginn neuer Zeitalter 161
a) Sie stimmten ins Lob Gottes ein, als die Erde erschaffen wurde (Hiob 38,6-7). .
161
b) Sie waren daran beteiligt, das mosaische Gesetz zu übermitteln (Gal 3,19; Hebr 2,2)
161
c) Sie waren am ersten Kommen Christi beteiligt (Mt 1,20; 4,11) 161
d) Sie wirkten während der Frühzeit der Gemeinde (Apg 8,26; 10,3.7; 12,11)
e) Sie werden an den Ereignissen bei der Wiederkunft Christi teilhaben (Mt 23,31; 1Thes 3,13) .
III. Am Wirken Christi
a) Bei seiner Geburt
b) Während seines Lebens
c) Nach der Auferstehung
d) Bei seiner Wiederkunft
IV. An den Nationen der Welt
a) Am Volk Israel
b) An den übrigen Völkern
V. An den Ungerechten
a) Engel kündigen Gerichte an (1Mo 19,13; Offb 14,6-7; 19,17-18)
b) Engel vollziehen das Gericht (Apg 12,23; Offb 16,1)
161
. 161
161
c) Engel werden die Gerechten von den Ungerechten trennen (Mt 13,39-41) .
VI. An der Gemeinde
a) Wesen ihres Wirkens
b) Zugrundeliegender Dienst
c) Konkrete Aufgaben
Teil V: Unser Widersacher: Der Teufel
22. Die Existenz des Teufels
I. Das Zeugnis der Texte
II. Der Teufel als Person
a) Die Eigenschaften der Persönlichkeit
b) Persönliche Fürwörter
c) Die moralische Verantwortung einer Person
III. Sein Wesen
IV. Seine Namen
23. Die Erschaffung und Sünde des Teufels
I. Seine Erschaffung
b) Die Wesenszüge seiner Erschaffung
II. Seine Sünde
a)
24. Die Werke des Teufels
I. Der Teufel und Christus
II.
III. Der Teufel und die Nationen
IV. Der Teufel und die Ungläubigen
V. Der Teufel und die Gläubigen
a) Der Teufel als Versucher
b) Der Teufel als Widersacher
25. Die Welt des Teufels
I. Was ist der Kosmos?
II. Der Teufel und der Kosmos
a) Seine Macht über den Kosmos
b) Sein Ziel im Kosmos
III. Gott und der Kosmos
a) Bevorstehende Vernichtung
b) Gegenwärtiges Gewährenlassen
IV. Der Christ und der Kosmos
a) Von der Welt getrennt
b) In der Welt
c) Der Welt gewachsen
Teil VI: Dämonen: Unreine Geister
26. Die Existenz der Dämonen
I. Das Zeugnis der Schrift
a) Das Zeugnis Christi
b) Das Zeugnis des übrigen Neuen Testaments
c) Das Zeugnis des Alten Testaments
II. Der Ursprung der Dämonen
a) Sie sind die Geister verstorbener, böser Menschen
b) Sie sind die entleiblichten Geister eines präadamitischen Geschlechts
c) Sie sind die Nachkommen der Göttersöhne nach 1. Mose 6,1-4 187
d) Sie sind gefallene Engel
III. Die Gefangenschaft mancher gefallener Engel
27. Wer sind die Dämonen?
I. Sie besitzen Persönlichkeit
b) Sie sind Geistwesen
II. Sie besitzen Vernunft
III. Sie sind verwerflich
a) Ihrem Wesen nach
IV. Die Macht der Dämonen
a) Ihre Stärke
b) Ihre Intelligenz
c) Ihr Vorkommen
28. Was tun die Dämonen?
I. Die Dämonen und der Teufel
II. Die Dämonen und Gott
a) Sie stellen sich gegen den Plan Gottes
b) Sie werden von Gott für seine Zwecke verwendet
III. Die Dämonen und die Religion
a) Sie fördern den Götzendienst
b) Sie fördern falsche Religiosität
IV. Die Dämonen und die Völker. .
V. Die Dämonen und die Menschen
a) Krankheit
b) Verderblichkeit
c) Besessenheit
Teil VII: Der Mensch: Ebenbild Gottes
29. Die Entstehung des Lebens
I. Theorien über die Entstehung des Lebens
a) Die Evolution
b) Theistische Evolution
c) Die Schöpfung
II. Die Grundthesen der Evolution
a) Die Prinzipien der Evolution
Der Prozess
III. Die Probleme
b)
II.
Der Zeitpunkt der Schöpfung
a) Gott plante die Erschaffung des Menschen (1Mo 1,26) . .
b) Gott schuf den Menschen direkt, speziell und unmittelbar (1Mo 1,27; 2,7)
c) Gott schuf den Menschen als Körper und Geist
II. Erschaffen im Bild Gottes
a) Was bedeuten die Wörter »Bild« und »Ähnlichkeit«
b) Die Bedeutung der Gott-Ebenbildlichkeit
c) Auswirkungen der Gott-Ebenbildlichkeit
III. Die Weitervererbung des Bildes Gottes
a) Die Präexistenz
b) Der Kreationismus
c) Der Traduzianismus
32. Wer ist der Mensch?
I. Das Wesen des Menschen
a) Einheit in der Zweiheit
b) Keine Trichotomie (Dreiteilung)
II. Die Vielfalt des unsichtbaren Menschen.
a) Die Seele
c) Das Herz
d) Das Gewissen
e)
c) Seine Aufgaben
II. Die Prüfung
III. Der Versucher
IV. Die Versuchung
a) Die teuflische Fälschung
b) Die Selbstrechtfertigung Evas
V. Die Bestrafung
a) Die Bestrafung der Menschen (1Mo 3,7-13)
b) Die Bestrafung der Schlange (1Mo 3,14)
c) Die Bestrafung des Teufels (1Mo 3,15)
d) Die Bestrafung Evas und der Frauen (1Mo 3,16)
e) Die Bestrafung Adams und der Männer (1Mo 3,17-24)
VI. Die Folgen .
Teil VIII: Die Sünde
34. Eine biblische Definition der Sünde
I. Im Alten Testament
a)
b)
c) Pascha.
d)
e) Schagag
f)
g)
h) Ta’ah
II. Im Neuen Testament
a)
b)
e)
h)
i)
k) Paráptoma
35. Christi Lehre über die Sünde
I. Einige konkrete Sünden.
a) Entweihung (Mk 11,15-18)
b) Heuchelei (Mt 23,1-36)
c) Habsucht (Lk 12,15)
d) Gotteslästerung (Mt 12,22-37)
e) Gesetzesbruch (Mt 15,3-6)
f) Stolz (Mt 20,20-28)
g) Anlass zur Sünde geben (Mt 18,6)
h) Mangelnde Loyalität (Mt 8,19-22)
i) Ehebruch (Mt 5,27-32)
j) Fruchtlosigkeit (Joh 15,16)
k) Zorn (Mt 5,22)
l) Zungensünden (Mt 5,33; 12,36
m) Prahlerei (Mt 6,1-18)
n) Kleinglaube (Mt 6,25)
o) Verantwortungslose Haushalterschaft (Mt 25,14-30; Lk 19,11-27) .
p) Gebetslosigkeit (Lk 18,1-8)
II. Kategorien der Sünde
a) Verstöße gegen das mosaische Gesetz
b) Offene Sünden
c) Falsche innere Einstellungen
d) Sauerteig
III. Einige Quellen der Sünde
a) Der Teufel
b) Die Welt
c) Das Herz
IV. Alle Menschen sind Sünder
V. Einige Folgen der Sünde
a) Sünde und das ewige Schicksal des Menschen
b) Sünde und der Wille des Menschen
c) Sünde und Krankheit
d) Sünde und der Nächste
VI. Die Vergebung der Sünde
a) Die Grundlage für die Vergebung
b) Folgen der Vergebung
VII. Sünde und die Endzeit
a)
und Weltpolitik
b) Sünde und der Einzelne
c) Sünde im geistlichen Bereich
36. Die Erbsünde
Belegstellen
III. Die totale Verworfenheit
IV. Die Strafe für die Erbsünde.
V. Abhilfe für die Erbsünde
VI. Die Weitergabe der Erbsünde
VII. Gottes Heilsplan für die Erbsünde
VIII. Angriffe gegen die Lehre von der Erbsünde
a) Der Pelagianismus
b) Der Semipelagianismus
c) Der Sozinianismus
d) Der Arminianismus
e) Die Neoorthodoxie
37. Die Zurechnung der Sünde
I. Was bedeutet Zurechnung?
II. Drei Grundarten der Zurechnung
a) Die Sünde Adams wird allen Menschen zugerechnet (Röm 5,12-21) .
b) Die Sünde des Menschen wird Christus zugerechnet (2Kor 5,19; 1Petr 2,24)
c) Die Gerechtigkeit Christi wird dem Gläubigen zugerechnet (2Kor 5,21) .
III. Die Zurechnung der Sünde Adams
a) Die Kernstelle (Röm 5,12)
b) Die Beziehung Adams zur übrigen Menschheit
IV. Die Weitergabe der zugerechneten Sünde
V. Die Strafe für zugerechnete Sünde
VI. Die Abhilfe für zugerechnete Sünde
38. Persönliche Sünden
I. Belegstellen in der Bibel
II. Einige Merkmale der persönlichen Sünde
a) Jeder ist sündig
b) Nicht alle Sünden sind gleich offenkundig
c) Abstufungen der Sünde
III. Die Weitergabe der persönlichen Sünden
IV. Die Folgen der persönlichen Sünden
V. Die Abhilfe für persönliche Sünden
I. Der Maßstab für den Gläubigen
II. Die Feinde des Gläubigen
b)
Die Welt
c) Der Teufel
III. Die Strafe für die Sünde
a) Für den Ungläubigen
b) Für den Gläubigen, der in Sünde fällt
c) Für den Gläubigen, der in Sünde lebt
IV. Schutzmaßnahmen vor der Sünde
a) Das Wort Gottes
b) Die Fürbitte Christi
c) Die Innewohnung des Geistes
V. Sünde bekennen
VI. Ein abschließender Gedanke
Teil IX: Jesus Christus: Unser Herr
40. Der ewige Gottessohn
I. Die Präexistenz Christi
a) Was bedeutet Präexistenz?
b) Warum ist die Präexistenz wichtig?
c) Beweise für die Präexistenz
II. Die ewige Existenz Christi
a) Was bedeutet ewige Existenz?
b) Warum ist die ewige Existenz wichtig?
c) Beweise für die ewige Existenz Christi
III. Das Wirken Christi vor der Menschwerdung
a) Sein Wirken als Schöpfer
b) Sein Wirken als Engel des Herrn
c) Sein übriges Wirken
41. Die Menschwerdung Christi
I. Was bedeutet Menschwerdung?
II. Vorhersage der Menschwerdung
a) Vorhersage des Gottmenschen
b) Vorhersage der Jungfrauengeburt (Jes 7,14)
III. Die Jungfrauengeburt Jesu
a) Beweise
b) Die Stammtafeln Christi
IV. Der Zweck der Menschwerdung
a) Um Gott zu offenbaren
b) Um uns Vorbild zu sein
c) Um wirksames Opfer für unsere Sünde zu sein
d) Um den Davidsbund zu erfüllen
e) Um die Werke des Teufels zu vernichten (1Jo 3,8)
f) Um als mitfühlender Hoherpriester wirken zu können (Hebr 4,14-16)
g) Um die Welt richten zu können
42. Die zwei Naturen Christi
I. Die volle Göttlichkeit des menschgewordenen Christus
a) Er besitzt Eigenschaften, die nur Gott hat
b) Er vollbringt Werke, die nur Gott tun kann
c) Er erhält die Namen und Titel Gottes
d) Er behauptete, Gott zu sein
II. Die vollkommene Menschlichkeit des menschgewordenen Christus
a) Er hatte einen menschlichen Leib
b) Er hatte eine menschliche Seele und einen menschlichen Geist
c) Er glich in allem einem Menschen
d) Er wird mit menschlichen Namen bezeichnet
III. Die Vereinigung von Göttlichkeit und Menschlichkeit in Christus 287
a) Die Bedeutung von »Natur«
b) Worin besteht diese Einheit?
c) Die Vereinigung der Eigenschaften
d) Der Bewusstseinsstand Christi
e) Hatte Christus einen oder zwei Willen?
IV. Geschichte der Zwei-Naturen-Lehre
a) Der Doketismus
b) Der Ebionismus
c) Der Arianismus
d) Der Apollinarismus
e) Der Nestorianismus
f) Der Eutychianismus
43. Christus: Prophet, Priester und König
I. Christus als Prophet
a) Hinweise auf Christus als Propheten
b) Christi Wirken als Prophet
c) Christi prophetische Reden
d) Christus als Prophet beglaubigt
II. Christus als Priester
a) Das Priestertum Aarons
b) Das Priestertum Melchisedeks
III. Christus als König
44. Die Entäußerung Christi
I. Herkunft des Begriffs
II. Die wahre Bedeutung der Entäußerung
a) Die Kernstelle
III. Falsche Auslegungen des Begriffs
a) Christus hat einige oder alle göttlichen Eigenschaften aufgegeben
b) Christus erschien als Mensch, indem er seine Göttlichkeit verschleierte
45. Die Sündlosigkeit Christi
I. Die Bedeutung seiner Sündlosigkeit
II. Das Zeugnis für seine Sündlosigkeit
a) Beweisstellen
b) Die Streitfrage
III. Die Erprobung der Sündlosigkeit Christi
a) Der Zusammenhang zwischen Versuchung und Impekkabilität.
b) Das Wesen der Versuchungen Christi
c) Auswirkungen der Versuchung Christi
d) Ein Beispiel
46. Auferstehung und Himmelfahrt Christi
I. Die Auferstehung
a) Die zentrale Bedeutung der Auferstehung Christi
b) Beweise für die Auferstehung Christi
c) Auswirkungen der Auferstehung Christi
II. Die Himmelfahrt Christi
a) Bibelstellen
b) Das Ereignis der Himmelfahrt
c) Probleme mit der Himmelfahrt
d) Die Bedeutung der Himmelfahrt
47. Das Wirken des erhöhten Christus
Vergangenes Wirken
II. Gegenwärtiges Wirken
a) Als Haupt der Gemeinde
b) Als Priester für die Seinen
c) Um uns eine Wohnung zu bereiten
III. Künftiges
a) Die Auferweckung der Toten
b) Gericht über die Menschen
Teil X: Das Wunder der Errettung 48. Einige grundsätzliche Überlegungen
I. Der Umfang des
Gottes Motive für die Errettung
49. Die biblische Terminologie
I. Errettung im Alten
II. Errettung im Neuen
50. Die Passion Christi
III. Die Leiden der Passion
IV. Die Ereignisse der
c) Die Methode der Kreuzigung
51. Die Bedeutung des Todes Christi
I. Ein Opfer für den Sünder
a) Was ist Stellvertretung?
b) Biblische Beweise für das stellvertretende Opfer
c) Einwände gegen die Stellvertretung Christi
II. Erlösung von der Sünde
a) Die Lehre des Alten Testaments
b) Die neutestamentlichen Ausdrücke
c) Zusammenfassung der Lehre
III. Versöhnung mit Gott
a) Die Notwendigkeit der Versöhnung – Warum?
b) Die Verwirklichung der Versöhnung – Wie?
c) Der Gegenstand der Versöhnung – Wer?
d) Ermöglichung und Zueignung der Versöhnung
IV. Erlösung durch Sühne
a) Die Notwendigkeit der Sühne: der Zorn Gottes
b) Ermöglichung der Sühne: das Opfer Christi
c) Die Verneinung der Sühne: die Lehre C. H. Dodds.
d) Der Unterschied zwischen Sühne und Reinigung
52. Folgen der Errettung
I.
a) Die Bedeutung der Rechtfertigung
b) Das Problem der Rechtfertigung
c) Der Vorgang der Rechtfertigung (Röm 3,21-26)
d) Der Beweis für die Rechtfertigung
II. Das Gericht über die Sündennatur
a) Das Gericht befreit uns aus dem Herrschaftsbereich der Sünde (Röm 6,2-10)
b) Das Gericht befreit uns von der Herrschaft der Sünde
III . Die Grundlage für die Familie der Gläubigen
IV. Das Ende des Gesetzes
a) Das Wesen des Gesetzes
b) Das Ende des Gesetzes
c) Das Problem
d) Lösungsvorschläge
V. Die Sohnschaft
a) Die Bedeutung der Sohnschaft
b) Der Hintergrund der Sohnschaft
c) Die paulinische Lehre der Sohnschaft
d) Folgen der Sohnschaft
53. Theorien der Versöhnung
54. Die Erwählung der Gläubigen
I. Die wichtigsten Erwählungstheorien
a) Erwählung als Vorauswissen
b) Gemeindliche Erwählung
c) Individuelle, vorzeitliche Erwählung
II. Terminologie der Erwählung
a) Hintergrund-Terminologie
b) Direkte Terminologie
c) Entgegengesetzte Terminologie
III. Zusammenfassung der Lehre
a) Gottes Erwählung gründet sich auf sein Wesen
b) Gott erwählte Einzelpersonen
c) Gott erwählte nicht aufgrund von Vorherwissen (im Sinne von Wahrnehmung)
d) Gott erwählte vor Grundlegung der Welt
e) Die Erwählung allein kann nicht erretten
f) Erwählung ist zielgerichtet, nicht willkürlich
IV. Einwände gegen die Erwählungslehre
a) Sie fördert den Fatalismus
b) Sie widerspricht der menschlichen Freiheit
c) Sie macht Gott zum Urheber der Sünde
55. Das Ausmaß der Versöhnung
III. Einige wesentliche Grundtatsachen
IV. Exegetische Überlegungen
a) 2. Petrus 2,1
c) 1. Timotheus 2,4-6; 1. Timotheus 4,10
d) Hebräer 2,9
e) Johannes 3,16
f) Apostelgeschichte 17,30
V. Theologische Überlegungen
a) Die weltweite Verkündigung des Evangeliums
b) Der Wert des Todes Christi
c) Sind die Sünden der Nicht-Erwählten doppelt bezahlt?
a) Was ist Überführung?
b) Wer wird überführt?
c) Wessen werden sie überführt?
d) Wie geschieht die Überführung?
II. Berufung
a) Die allgemeine Berufung
b) Die spezielle Berufung
III. Wiedergeburt
a) Was ist die Wiedergeburt?
b) Wodurch geschieht die Wiedergeburt?
c) Wie stehen Wiedergeburt und Glaube zueinander?
d) Welche Folgen hat die Wiedergeburt?
IV. Glaube .
a) Die Bedeutung des Glaubens
b) Die Notwendigkeit des Glaubens
c) Arten des Glaubens
57. Die ewige Sicherheit des Gläubigen .
Definition und Abgrenzung
II. Die Lehre von der Heilsgewissheit
III. Ewige
IV. Grundlagen der ewigen Sicherheit
a) Gott Vater und die ewige Sicherheit
b) Jesus Christus und die ewige Sicherheit
c) Der Heilige Geist und die ewige Sicherheit
V. Einige »Problemstellen«
a) Warnungen, dem Gesetz statt der Gnade zu vertrauen
b) Warnungen vor dem Verlust der Belohnung (nicht aber des Heils)
c) Hebräer 6,1-8.
58. Was ist das Evangelium?
I. Einige Irrtümer in der Präsentation des Evangeliums
a) Der Irrtum, das Evangelium hätte nicht vorrangig mit der Sünde zu tun
b) Der Irrtum, es gebe verschiedene Evangelien für verschiedene Altersgruppen
c) Der Irrtum, Wahrheit könne man anderswo als im Wort Gottes finden
d) Der Irrtum, Argumente könnten überführen
e) Der Irrtum, geübtes Auftreten könne Ergebnisse garantieren
f) Der Irrtum, Methoden könnten Bekehrungen herbeiführen
Teil
II. Einige Irrtümer über den Inhalt des Evangeliums
a) Der Irrtum, die Taufe sei heilsnotwendig
b) Der Irrtum einer falsch verstandenen Buße
c) Der Irrtum, Hingabe wäre ein Teil des Evangeliums
XI: Der Heilige Geist
59. Wer ist der Heilige Geist?
I. Er ist eine Person
a) Er besitzt und beweist Eigenschaften einer Person
b) Er handelt wie eine Person
c) Ihm werden Dinge zugeschrieben, die nur von einer Person behauptet werden können
d) Er tritt als Person mit anderen Personen in Beziehung
e) Eine grammatische Überlegung
II. Er ist Gott
a) Seine Namen beweisen seine Göttlichkeit
b) Seine Eigenschaften sind Gott allein vorbehalten
c) Seine Handlungen kann nur Gott alleine tun
d) Seine Beziehungen zu den anderen Personen der Gottheit beweisen seine Göttlichkeit
60. Der Heilige Geist im Alten Testament
I. Das Schöpfungswerk des Geistes
a) Belegstellen
b) Sein Wirken
II. Das Offenbarungsund Inspirationswirken des Geistes
III. Das persönliche Wirken des Geistes im Alten Bund
a) Die Art seines Wirkens
b) Das Ausmaß seines Wirkens
61. Der Heilige Geist im Leben Christi
I. Die Geburt Christi
II. Das Leben Christi
a) Aspekte des Wirkens des Geistes
b) Wirkensbereiche des Geistes
c) Der Streit über das Wirken des Geistes: Lästerung des Geistes 393
d) Die Bedeutung des Geisteswirkens
III. Der Tod Christi
62. Die Innewohnung des Geistes
I. Der Geist wohnt in allen Gläubigen
a) Die Innewohnung des Geistes ist eine Gottesgabe für alle Gläubigen
b) Jeder, in dem der Geist nicht wohnt, ist noch unerlöst . . . . 397
c) Der Geist wohnt auch in sündigen Gläubigen .
II. Die Innewohnung des Geistes ist unaufhebbar .
III. Einige Probleme im Zusammenhang mit der Innewohnung des Geistes
397
398
a) Ist Gehorsam nicht Bedingung für die Innewohnung? . . . . 398
b) Gibt es nicht Beispiele von Menschen, die der Heilige Geist verlassen hat?
c) Haben die Samariter den Geist erst nach ihrer Bekehrung bekommen (Apg 8,14-17)?
d) Beweist Apostelgeschichte 19,1-6 nicht, dass die Innewohnung auf die Bekehrung folgt?
e) Wie hängen Innewohnung und Salbung zusammen?
63. Die Versiegelung des Geistes
I. Wer wird versiegelt?
II. Wann geschieht die Versiegelung?
III. Wer bewirkt die Versiegelung?
IV. Die Zeitdauer der Versiegelung
V. Folgen der Versiegelung
64. Die Taufe des Geistes
I. Verwirrung über die Geistestaufe
II. Merkmale der Geistestaufe
a) Die Geistestaufe ist auf das gegenwärtige Heilszeitalter beschränkt
b) Sie ist allen Gläubigen in diesem Heilszeitalter gemein .
c) Sie findet bei der Bekehrung statt
III. Folgen der Geistestaufe
a) Sie verbindet uns mit dem Leib Christi
405
405
406
406
b) Sie bringt uns die Kreuzigung mit Christus zu Bewußtsein . 406
IV. Die Lehre von den zwei Geistestaufen
65. Die Gaben des Geistes
I. Definition der Geistesgaben . .
a) Was sind Geistesgaben? .
b) Was sind Geistesgaben nicht?
II. Wie werden die Geistesgaben gegeben?
a) Sie stammen vom auferstandenen und aufgefahrenen Christus (Eph 4,11)
406
409
409
409
409
410
410
b) Sie werden vom Heiligen Geist nach freiem Ermessen verteilt (1Kor 12,11.18) . .
c) Sie sind allen Gläubigen gegeben .
d) Sie sind dem Leib Christi insgesamt gegeben .
III. Wie entdecke und fördere ich meine Geistesgaben?
411
411
411
a) Erkennen Sie die Gesamtheit der Gaben in Ihrem Leben . . 412
b) Ergreifen Sie die sich bietenden Gelegenheiten .
c) Engagieren Sie sich im Werk des Herrn .
d) Seien Sie ein guter Verwalter, ob verheiratet oder unverheiratet
412
413
414
e) Seien Sie bereit, für Gott alles zu tun 414
IV. Welche Geistesgaben gibt es?
a) Apostelamt (1Kor 12,28; Eph 4,11) . .
b) Weissagung (Röm 12,6; 1Kor 12,10; 14,1-40; Eph 4,11) .
c) Wunderkräfte (1Kor 12,28) und Heilungen (V. 9.28.30) . . .
d) Zungenrede und Auslegung von Zungenrede (1Kor 12,10) . 415
e) Evangelisation (Eph 4,11)
f) Hirte (Eph 4,11)
g) Dienen (Röm 12,7; 1Kor 12,28; Eph 4,12)
h) Lehren (Röm 12,7; 1Kor 12,28; Eph 4,11)
i) Glauben (1Kor 12,9)
j) Ermahnen (Röm 12,8).
k) Unterscheidung der Geister (1Kor 12,10)
l) Barmherzigkeit (Röm 12,8)
m) Mitteilen (Röm 12,8)
n) Vorstehen (Röm 12,8; 1Kor 12,28)
o) Weisheit und Erkenntnis (1Kor 12,8)
66. Die Fülle des Geistes
I. Welcher Unterschied besteht zwischen Fülle des Geistes und Geistlichkeit?
a) Was ist Geistlichkeit?
b) Welche Rolle spielt der Geist, um Geistlichkeit hervorzubringen?
c) Was schließen wir aus dieser Definition von Geistlichkeit?.
II. Die Fülle des Geistes
III. Was bewirkt die Fülle des Geistes?
a) Christusgleichheit (Gal 5,22)
b) Evangelistisches Engagement
418
418
418
419
420
420
421
c) Lobpreis und Anbetung, Dank, Unterordnung (Eph 5,19-21) 442
IV. Wie werde ich vom Geist erfüllt?
422
67. Andere Werke des Geistes
I. Unterweisung
a)
b) Inhalt
c) Ergebnis
d) Lehrmethoden
II. Führung
III. Gewissheit
IV. Gebet.
a) Die Kernstelle
b) Die Notwendigkeit
c) Die Methode
d) Das Ergebnis
68. Geschichtlicher Abriss der Lehre vom Heiligen Geist
I. Bis zum Nizäischen Konzil
a) Das orthodoxe Zeugnis
b) Der Montanismus (170)
c) Der Sabellianismus (215)
d) Der Arianismus (325)
II. Von Nizäa bis zur Reformation
a) Das Konzil von Konstantinopel (381)
b) Augustinus (354-430)
c) Das Konzil von Chalzedon (451)
d) Die Synode von Toledo (589)
e) Abälard (1079-1142)
f) Thomas von Aquin (1225-1274)
III. Von der Reformation bis zur Gegenwart
a) Die Reformation (1517)
b) Sozinianismus und Arminianismus
c) John Owen (1616-1683)
d) Abraham Kuyper (1837-1920)
e) Die Plymouth-Brüder (1825)
f) Die Neoorthodoxie
g) Der Neoliberalismus
h) Die Pfingstgemeinden
Teil XII: »Ich werde meine Gemeinde bauen«
69. Was ist die Gemeinde?
I. Die Bedeutung des Wortes
a) Kirche und Gemeinde
b) Das hebräische Wort.
c) Das griechische Wort
II. Der Wortgebrauch im Neuen Testament
a) Apostelgeschichte 19,39.40
b) Apostelgeschichte 7,38
c) Epheser 1,22.23
d) Römer 16,5; 1. Korinther 16,19; Kolosser 4,15; Philemon
III. Der neutestamentliche Gemeindebegriff
IV. Andere Gemeindebegriffe
a) Die römisch-katholische Kirche
b) Die anglikanische Kirche
c) Die reformierte Kirche
d) Die Baptisten
70. Die Besonderheit der Gemeinde
I. Die Gemeinde und das Gottesreich
a) Was ist das Gottesreich?.
b) Die verschiedenen Gottesreiche in der Schrift
c) Wie verhält sich die Gemeinde zu diesen Reichsbegriffen?
II. Die Gemeinde und das Volk Israel
III. Die Gemeinde und das gegenwärtige Zeitalter
IV. Die Gemeinde und der Herr Jesus Christus
V. Die Gemeinde und der Heilige Geist
71. Prinzipien und/oder Regeln?
72. Gemeindestrukturen
I. Die minimalistische Gemeindestruktur
II. Die Landeskirchenstruktur
a) Kennzeichen dieser Strukturform
b) Einige Bibelstellen
III. Die hierarchische Organisationsform
a) Einige Beispiele
b) Argumente von Befürwortern
IV. Die kongregationalistische Gemeindeform
c) Bewertung des Kongregationalismus
V. Die förderative Gemeindestruktur
73. Qualifizierte Gemeindeleiter
I. Die Notwendigkeit von Gemeindeleitern
II. Arten von Gemeindeleitern.
III. Der Unterschied zwischen Gabe und Amt
IV. Älteste.
a) Ihre Anzahl
b) Ihre Aufgabe
c) Ihre Eignungen.
d) Auswahl der Ältesten
V. Diakone
a) Ihre Anzahl
b) Ihre Aufgabe
c) Ihre Eignungen (1Tim 3,8-10.12-13)
d) Ihre Auswahl
VI. Diakoninnen
a) Ein Amt oder ein Dienst?
b) Ihre Eignungen
c) Ihre Aufgaben
VII. Treuhänder
74. Symbole der Gemeinde
I. Symbol und Sakrament
II. Wie viele Symbole gibt es?
III. Die Taufe
a) Die Wichtigkeit der Taufe
b) Die Bedeutung der Taufe
c) Die Frage der Kindertaufe
d) Die Wiedertaufe
e) Der Zeitpunkt der Taufe
f) Die Form der Taufe
g) Die dreifache Untertauchung
IV. Das Abendmahl
a) Die Einsetzung des Abendmahls
b) Die Ordnung des Abendmahls
c) Die Bedeutung des Abendmahls
d) Voraussetzungen für das Abendmahl
e) Häufigkeit des Abendmahls
f) Einige Fragen
V. Das Liebesmahl
VI. Die Fußwaschung
75. Der Gottesdienst der Gemeinde
I. Anbetung und Gottesdienst.
a) Biblische Begriffe
b) Definition
II. Das Wesen der Anbetung (Joh 4,24)
III. Elemente des öffentlichen Gottesdienstes
a) Das Wort
b) Das Gebet
c) Singen
d) Spenden
e) Gemeinschaft
IV. Der Tag des Gottesdienstes
a) Der Ursprung des Tages des Herrn
b) Die Besonderheit des Tages des Herrn
c) Aktivitäten am Tag des Herrn
d) Die gegenwärtige Vernachlässigung des Tages des Herrn
76. Andere Dienste der Gemeinde .
I. Der Dienst der Gemeindezucht .
a) Ziele der Gemeindezucht
b) Die richtige Einstellung zur Gemeindezucht
c) Prinzipien für die Gemeindezucht 482
d) Wer soll der Gemeindezucht unterzogen werden?
II. Der Dienst an den Witwen
a) Die Verantwortung der Familie
b) Die Verantwortung der Gemeinde
III. Die Verwaltung von Spenden
Teil XIII: Die letzten Dinge
77. Einleitung in die Eschatologie
I. Was ist Eschatologie?
II. Womit befasst sich Eschatologie?
III. Einteilung der Eschatologie
IV. Die Bedeutung der Eschatologie
II. Charkateristische Lehren des Postmillennialismus
b)
d) Über die Wiederkunft Christi
e) Über das Tausendjähriges
f)
485
III. Beweise für eine Besserung der Weltsituation. .
IV. Biblische Argumente für den Postmillennialismus
a) Stellen über ein Goldenes Zeitalter
b) Stellen, in denen das Evangelium als kraftvoll und weltumspannend beschrieben wird
c) Andere Stellen
V. Historischer Abriss des Postmillennialismus
a) Joachim von Fiore (ca. 1135-1202)
b) Daniel Whitby (1638-1726)
c) Andere Vertreter des Postmillennialismus
79. Der Amillennialismus
I. Eine Definition des Amillennialismus
II. Kennzeichen der amillennialistischen Lehre
a) Über die Bibel
b) Über das Tausendjähriges Reich
c) Über die Bundesschließungen
d) Über die Gemeinde
III. Die Hermeneutik des Amillennialismus
IV. Die amillennialistische Schriftauslegung
a) Auslegung des Abrahambundes
b) Auslegung von Epheser 3,4-5
c) Die 70 Wochen
V. Historischer Abriss des Amillennialismus
a) Vom Neuen Testament bis Augustinus
b) Augustinus (354-430)
c) Die Eschatologie der Reformatoren
d) Die Neuzeit.
80. Der Prämillennialismus
I. Definition des Prämillennialismus
II. Merkmale der prämillennialistischen Lehre
a) Über die Bibel
b) Über das Tausendjährige Reich
c) Über die Bundesschließungen
d)
III. Die Hermeneutik des Prämillennialismus
IV. Geschichte des Prämillennialismus
491
492
492
493
II. Die Verheißungen des Abrahambundes . . . .
504
a) Die persönlichen Verheißungen für Abraham (1Mo 12,2) . . 504
b) Allgemeine Verheißungen (1Mo 12,3) .
c) Nationale Verheißungen (1Mo 15,18-21)
504
505
III. Die feierliche Ratifizierung des Abrahambundes . . . . . . . . 505
IV. Die angebliche Bedingtheit des Abrahambundes .
a) 1. Mose 12,1 .
b) 1. Mose 12,2
c) 1. Mose 17,1 . .
d) 1. Mose 22,16-18; 1. Mose 26,5
V. Standpunkte zur Erfüllung des Abrahambundes .
a) Die amillennialistische Auslegung
b) Die prämillennialistische Auslegung .
82. Der Davidbund .
I. Die Verheißungen des Bundes (2Sam 7,12-16) .
506
506
506
506
506
507
507
508
509
509
a) Verheißungen für David 509
b) Verheißungen für Salomo
II. Alttestamentliche Bestätigungen des Bundes
509
III. Neutestamentliche Bestätigungen des Bundes 510
a) Die Predigt Johannes des Täufers
b) Die Predigt Christi
83. Die Reihenfolge der künftigen Ereignisse
I. Das Ende des Gemeindezeitalters
a) Der Abfall
b) Vorbereitung der Ökumene
II. Die Entrückung der Gemeinde
513
a) Was ist die Entrückung? 513 b) Einzelereignisse der Entrückung (1Thes 4,13-18)
III. Die Trübsalszeit
IV. Die Wiederkunft Christi
a) Die Wiederkunft
b) Die Gerichte bei der Wiederkunft
V. Das Tausendjährige Reich
84. Die Große Trübsal .
I. Ihre Einzigartigkeit
II. Der Beginn der Trübsal
III. Die Gerichte der Trübsalszeit
a) Die Reihenfolge
513
514
514
514
515
515
517
517 b) Die Siegelgerichte in Offenbarung 6
IV. Die Erlösten der Trübsal
517
519
V. Ägypten und die Mächte aus dem Norden in der Großen Trübsal 520
VI. Der Antichrist und sein Programm
a) Der Mord an den zwei Zeugen
b) Die Forderung nach Anbetung
c) Macht über den Handel
VII. Die Posaunenund Schalengerichte
a) Die Posaunengerichte in Offenbarung 8–9
b) Die Schalengerichte in Offenbarung 16
VIII. Die Schlacht von Harmagedon
85. Die Entrückung der Gemeinde
I. Was ist die Entrückung?.
II. Verschiedene Ansichten
III. Das Ausmaß der Entrückung teilweise oder vollständig?
a) Definition der Teilentrückung
b) Vertreter dieser Theorie
c) Theologische Grundlagen dieser Theorie
d) Zusammenfassung dieser Theorie 532
e) Biblische Argumente für diese Theorie
f) Einige Probleme dieser Theorie
IV. Der Zeitpunkt der Entrückung 534
86. Der Prätribulationismus
Vertreter dieser Theorie
III. Argumente für diese Theorie
a) Offenbarung 3,10
b) 1. Thessalonicher 5,1-11
c) Die Gemeinde
87. Die Bevölkerung des Tausendjährigen Reiches
Das Problem
II. Die Lösung im Prätribulationismus
III. Die Lösung im Posttribulationismus
IV. Die 144.000 Juden in Offenbarung 7
V. Matthäus 24,40-41
VI. Wann findet das Gericht über die Schafe und Böcke statt? Matthäus 25,31-46
VII. Schluss.
88. Der Mitt-Tribulationismus
I. Definition dieser Theorie
II. Vertreter dieser Theorie
III. Argumente für diese Theorie
a) Die Betonung der Zeitspanne von dreieinhalb Jahren . . . . 551
b) Die Rede am Ölberg . . .
c) Die letzte Posaune
89. Der Posttribulationismus
I. Definition dieser Theorie
II. Vertreter dieser Theorie .
III. Prä- und Posttribulationismus im Vergleich
a) Prätribulationismus
b) Posttribulationismus
IV. Argumente für den Posttribulationismus
a) Bezeichnungen für die Wiederkunft
554
b) Die Gemeinde ist während der Trübsal nicht im Himmel, sondern auf der Erde (Offb 4–18) 557
c) 2. Thessalonicher 1,5-10 lässt sich am besten posttribulationistisch auslegen
90. Das Tausendjährige Reich
I. Die Dauer des Tausenjährigen Reiches
II. Die Regierung des Tausendjährigen Reiches 564
a) Regierungsform
b) Regierungssitz
c) Regierungsämter
d) Die Untertanen des Reiches
III. Merkmale des Tausendjährigen Reiches
Gerecht
c) Friedvoll
Wohlhabend
e) Religiös
IV. Was das Tausendjährige Reich für Christus bedeutet
91. Die kommenden Gerichte
I. Das Gericht über die Werke der Gläubigen
a) Bibelstellen
b) Das Gericht selbst
c) Folgen dieses Gerichts.
II. Das Gericht über die alttestamentlichen Heilige
III. Das Gericht über die Märtyrer der Trübsalszeit
IV. Das Gericht über die jüdischen Überlebenden der Trübsal .
565
566
567
567
567
567
568
569
. 569
V. Das Gericht über die nichtjüdischen Überlebenden der Trübsal 569
VI. Das Gericht über den Teufel und die gefallenen Engel
VII. Das Gericht über die ungläubigen Toten
570
570
92. Auferstehung und Ewigkeit
I. Die Tatsache der Auferstehung
a) Im Alten Testament
b) Im Neuen Testament
II. Die Reihenfolge der Auferstehungen
a) Die Auferstehung Christi
b) Die Auferstehung der Nachfolger Christi bei seiner Wiederkunft
c) Die Auferstehung der Unerlösten am Ende
III. Zwischen Tod und Auferstehung
a) Die Unerlösten im Alten Testament
b) Die Unerlösten im Neuen Testament
c) Die Erlösten im Alten Testament
IV. Die Allversöhnung
a) Biblische Argumente
b) Theologische Argumente
V. Der Konditionalismus
a) Biblische Argumente
b) Theologische Argumente
Teil XIV: Zentrale Bibelstellen
93. Einige Kernstellen zum Studium der Theologie
Teil XV: Definitionen
94. Einige Definitionen zum Studium der Theologie
Teil XVI: Index
Wer soll sich mit Theologie befassen?
Theologie betrifft jeden. Niemand kommt ohne Theologie aus. In gewissem Sinne ist jeder Mensch Theologe.
Und gerade hier liegt das Problem. Es geht nicht darum, ob wir Laien- oder Berufstheologen sind. Problematisch ist es nur, ein unkundiger oder gedankenloser Theologe zu sein. Darum muss sich eigentlich jeder mit Theologie befassen.
Theologie bedeutet, über Gott nachzudenken und seine Erkenntnisse in Worte zu kleiden. Im ersten Kapitel werden wir den Begriff genauer definieren. Grundsätzlich aber ist jedermann Theologe. Sogar der Atheist hat eine Theologie. Er denkt über Gott nach, leugnet seine Existenz und drückt dies manchmal in seinem Reden und immer in seinem Handeln aus. Anhänger nichtchristlicher Religionen haben den wahren Gott durch falsche Gottheiten ersetzt, was sich auf unterschiedliche Weise äußert.
Die meisten Leser dieses Buches sind wohl Theisten, wahrscheinlich sogar Nachfolger Jesu Christi. Ihr Denken, ob ungeordnet oder wohldurchdacht, zielt auf den lebendigen Gott, den einzig wahren Schöpfer hin. Darum haben sie um so mehr Grund, sich mit Theologie zu beschäftigen, denn die Zeit und Kraft, die sie in das Nachdenken über den wahren Gott investieren, erleuchtet nicht nur ihren Verstand, sondern verändert ihr Leben.
Dass unsere Theologie unser Leben beeinflusst, erkennen wir sehr gut am Thema der Verantwortlichkeit. Jeder von uns ist auf mehreren Ebenen Rechenschaft schuldig. Wir alle sind uns selbst verantwortlich; dafür sorgt unser Gewissen. Das Gewissen kann aber entstellt, abgebrüht oder verhärtet sein, wodurch unsere Verantwortlichkeit uns selbst gegenüber beeinträchtigt ist. Wir sind der Gesellschaft gegenüber verantwortlich. Aber verschiedene Gesellschaftssysteme haben unterschiedliche Normen für Recht und Ordnung. Auch kann man zuweilen Gesetze umgehen, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden. Des Weiteren sind wir Rechenschaft schuldig in Familie und Gemeinde, am Arbeitsplatz usw. Wer aber an den wahren Gott glaubt, erkennt seine unbedingte Verantwortlichkeit ihm gegenüber. Manchmal scheint es, wir könnten der Verantwortung vor Gott eine Zeitlang entgehen. Auf Dauer wird uns das aber nicht gelingen, denn einmal stehen wir vor dem Richterstuhl Christi. Die Theologie des Gerichts zwingt uns, über einen Wesenszug Gottes nachzudenken, der uns hier und jetzt zu einer sorgsamen Lebensführung bewegt.
Gute Theologen können sehr unterschiedlich sein. Manche sind nach den Maßstäben der Welt unwissend; dennoch erkennen sie viel über Gott. Andere sind eifrige Forscher, wenn auch ohne Sachwissen. Andere wiederum sind bestens informiert und weit belesen. Manche sind Berufstheologen, die meisten nicht.
Dieses Buch ist für die überwiegende Mehrzahl der theologischen Laien geschrieben. Wollte ich mich an den Fachmann wenden, hätte ich manches
Wer soll sich mit Theologie befassen?
anders gemacht. Ich hätte mich nicht um eine einfache Sprache bemüht und um unkomplizierte Erklärungen, denn der Fachmann versteht schwierige Sätze und komplexe Zusammenhänge. Ich hätte keine Abbildungen verwendet (obwohl sie manchen Fachbüchern guttäten!). Ich hätte mehr Literaturverweise eingebracht. Ein Fachmann will sichergehen, dass ein Autor alle Bücher über ein Thema gelesen hat (nur, wer hat das schon?). Zum mindesten fordern Fachleute eine lange Liste von Büchern und Fußnoten, unter denen Publikationen sehr jungen Datums sein müssen. Ich glaube, ich habe in anderen Büchern bewiesen, die Fähigkeit auch dazu zu haben. In diesem Buch habe ich mich entschieden, ein Minimum an Literaturhinweisen zu verwenden. Ich habe sie dort eingebracht, wo der Leser mir eine Aussage nicht glauben oder denken könnte, meine Darstellung einer Theorie wäre verzerrt. In den meisten Fällen verweise ich auf Bücher und Artikel, die ich als besondere Hilfe beim Studium eines Themas empfunden habe. Damit hat der Leser die Möglichkeit, ein Thema genauer zu untersuchen.
Definieren wir Theologie als das Nachdenken über Gott und das Formulieren unserer Gedanken, dann beurteilen Sie dieses Buch bitte daran, ob es wahre Gedanken über Gott enthält und diese Gedanken zutreffend und verständlich formuliert, sodass das Denken und Leben der Leser nicht unberührt bleibt.
Paulus spricht an mehreren Stellen von der »gesunden Lehre« (z. B. 2Tim 4,3; Tit 1,9). Eine gesunde Lehre, eine gesunde Theologie muss zu heiliger Lebensführung anreizen. Wo immer Paulus für seine Gemeinden betet, bittet er um zunehmende Erkenntnis, weil er weiß, dass daraus ein heiliges Leben erwächst (z. B. Phil 1,9-11; Kol 1,9-10). Gesunde Theologie prägt nicht nur das Wissen über Gott, sondern bewirkt ein fruchtbringendes Leben; und ein heiliges Leben beruht immer auf gesunder Theologie.
Wie die Theologie mein und Ihr Leben beeinflusst, das ist unsere persönliche und unveräußerliche Verantwortung. Doch ist es das Endziel aller Theologie, unser Leben dem Bild Christi gleichzugestalten. Das allerdings kann kein Buch bewirken. Das können nur Gott und Sie selbst.
Teil I
Prolegomena
Kapitel 1
Begriffsbestimmungen
Prolegomena – so der Titel von Teil I – bedeutet »Einleitendes«. Hier hat der Autor die Gelegenheit, den Leser über seine allgemeinen Absichten zu informieren, was er tun will und was nicht, welche Voraussetzungen seinem Denken zugrunde liegen und welcher Vorgangsweise er sich zu bedienen gedenkt. Prolegomena geben dem Leser die Route an, die der Autor ihn in seinem Buch führen möchte.
I. Der Begriff der Theologie
Dass dieses Buch von Theologie handelt, sagt bereits etwas über seine Thematik, Schwerpunkte und Grenzen. Das Wort »Theologie« (von theos = Gott und logos = Lehre) bedeutet die vernunftgemäße Präsentation des Glaubens. Christliche Theologie ist darum die vernunftgemäße Darstellung des christlichen Glaubens.
Dieser allgemeine Theologiebegriff umfasst mindestens drei Elemente:
• Theologie ist begreifbar. Der menschliche Verstand kann sie in geordneter und vernunftgerechter Weise erfassen.
• Theologie erfordert Sachverstand. Dazu sind wiederum Exegese und Systematisierung vonnöten.
• Die Quelle des christlichen Glaubens ist die Bibel. Darum wird christliche Theologie auf der Bibel aufbauen. Theologie ist somit das Erforschen, Systematisieren und Formulieren von Wahrheiten über Gott.
II. Arten der Theologie
Theologische Lehrgebäude können auf verschiedene Arten klassifiziert werden:
• Nach ihrer Epoche; z. B. Theologie der Kirchenväter, des Mittelalters, der Reformationszeit, der Moderne.
• Nach ihrem theologischen System; z. B. arminianische Theologie, calvinistische Theologie, katholische Theologie, Barthsche Theologie, Befreiungstheologie usw.
• Nach ihrem Schwerpunkt; z. B. historische Theologie, biblische Theologie, systematische Theologie, apologetische Theologie, exegetische Theologie usw.
Einige dieser Gruppen sind für jeden theologisch Denkenden von Bedeutung.
a) Historische Theologie
Die historische Theologie befasst sich damit, was die Bibelgelehrten früherer Zeiten in ihren jeweiligen Publikationen oder kollektiv (in den Äußerungen der Konzile) über die Lehre der Bibel schrieben. Wie die Kirche vergangener Zeiten Wahrheit und Irrtum formuliert hat, dient als Richtschnur für den Theologen in seinem eigenen Verstehen und Formulieren biblischer Lehre. Es ist viel leichter, sich selbst ein Verständnis der Wahrheit anzueignen, wenn man die Errungenschaften und Fehler der Kirchengeschichte kennt. Stellenweise werde ich mir in diesem Buch Rückgriffe auf die Kirchengeschichte erlauben.
b) Biblische Theologie
Der Begriff »biblische Theologie« kann verschiedene Dinge bedeuten, bezieht sich heute aber größtenteils auf einen bestimmten Schwerpunkt der theologischen Forschung. Im weitesten Sinn bedeutet der Ausdruck pietistische Theologie (im Gegensatz zur philosophischen) oder biblisch begründete Theologie (im Gegensatz zu einer vom zeitgenössischen Denken beeinflussten), aber auch exegetische Theologie (im Gegensatz zur spekulativen). Heute sind viele liberale Theologen »biblisch« im Sinne von »exegetisch«, ihre Exegese weicht jedoch vom biblisch fundierten Denken ab. Häufig stützen sie ihre Exegese auf einen allgemeinen Begriff wie Reich Gottes, Bund oder Gott (alttestamentliche biblische Theologie) beziehungsweise Jesus, Paulus und das frühe Christentum (neutestamentliche biblische Theologie).
Biblische Theologie im engeren Sinne ist viel genauer definiert. Sie befasst sich systematisch mit der Selbstoffenbarung Gottes in der Bibel, wie sie sich vor ihrem historischen Hintergrund abspielt. Aus dieser Definition ergeben sich vier Merkmale:
• Die Ergebnisse bibeltheologischer Forschung müssen systematisch formuliert sein. Hier liegt ein Berührungspunkt mit anderen Bereichen der biblischen und theologischen Forschung. Das System oder Schema, in dem die biblische Theologie erfasst wird, muss freilich nicht gleich untergliedert sein wie das der systematischen Theologie. Die biblische Theologie kann dieselben Sparten verwenden, muss dies aber nicht.
• Die biblische Theologie berücksichtigt den historischen Hintergrund, vor dem sich Gott geoffenbart hat. Sie untersucht das Leben der Bibelautoren, die Umstände, unter denen sie schrieben, und die jeweiligen Umstände der ursprünglichen Empfänger.
• Die biblische Theologie untersucht die Offenbarung Gottes in der zeitlichen Abfolge. Gott hat sich nicht an einem einzigen Punkt der Geschichte vollständig offenbart, sondern nahm seine Selbstoffenbarung in vielen Einzelschritten an vielen verschiedenen Menschen vor. Die Bibel ist die Niederschrift dieser fortlaufenden Offenbarung. Das zu
erforschen ist Aufgabe der biblischen Theologie. Im Gegensatz dazu betrachtet die systematische Theologie die Selbstoffenbarung Gottes als vollendetes Ganzes.
• Die Quelle der biblischen Theologie ist die Bibel selbst. Dasselbe gilt für die konservative systematische Theologie. Damit ist nicht gesagt, die biblische oder systematische Theologie bediene sich keines Wissens aus anderen Quellen. Die Theologie oder Lehre selbst kann aber nur aus der Bibel stammen.
c) Systematische Theologie
Die systematische Theologie vereinigt die Einzelteile der biblischen Offenbarung zu einem Ganzen, um das Gesamtbild der Selbstoffenbarung Gottes systematisch aufzuzeichnen.
Die systematische Theologie enthält auch Angaben über historische Entwicklungen, Apologetik und Verteidigung des christlichen Glaubens und Exegese des Bibeltextes. Vor allem aber konzentriert sie sich auf das Gesamtbild der biblischen Lehre.
Zusammenfassung: Theologie ist das Erforschen, Systematisieren und Formulieren von Wahrheiten über Gott. Die historische Theologie stützt sich dabei auf die Aussagen früherer Bibelgelehrter über die biblische Wahrheit. Die biblische Theologie untersucht vor allem die fortlaufende Selbstoffenbarung Gottes. Die systematische Theologie gießt die gesamte Wahrheit in ein einheitliches Schema.
Kapitel 2
Einige Voraussetzungen
I. Die Grundvoraussetzung
Bewusst oder unbewusst geht jedermann von bestimmten Denkvoraussetzungen aus. Der Atheist muss an die Voraussetzung glauben, dass es keinen Gott gibt. Ausgehend von diesem Glauben betrachtet er die Welt, den Menschen und die Zukunft ganz anders als der Theist. Der Agnostiker behauptet nicht nur, nichts über Gott wissen zu können, sondern er glaubt daran als Fundament seiner Weltund Lebensanschauung. Ist seine Grundannahme falsch, und wir können etwas über Gott wissen, gerät sein ganzes System ins Wanken. Der Theist glaubt an einen Gott. Er sammelt Beweismaterial, um diesen Glauben zu belegen, den Glaubensschritt selbst aber kann ihm niemand ersparen.
Der Trinitarier glaubt an die Dreieinheit Gottes. Dieser Glaube stützt sich auf die Bibel. Darum glaubt er auch, dass die Bibel wahr ist.
Das ist unsere entscheidende Grundvoraussetzung. Ist die Bibel nicht wahr, dann ist der Trinitarismus widerlegt, und Jesus Christus ist nicht derjenige, für den er sich ausgab. Die Natur und die menschliche Vernunft zeigen uns nichts über die Dreieinheit oder Christus. Und woher sollen wir wissen, ob die biblische Lehre über den dreieinen Gott wahr ist, solange wir nicht bedingungslos an die Bibel selbst glauben? Darum ist der Glaube an den Wahrheitsgehalt der Bibel unsere Grundvoraussetzung. Darauf werden wir im Kapitel über Inspiration und Irrtumslosigkeit noch detaillierter eingehen.
II. Die abgeleiteten Voraussetzungen
Da unsere Wissensquelle, die Bibel, von ausschlaggebender Bedeutung ist, müssen wir sorgfältig entscheiden, wie wir damit umgehen. Eine richtige Theologie beruht auf einer entsprechenden Exegese. Exegetische Studien sind der Ausgangspunkt für jede theologische Systematisierung, so wie wir Ziegel brennen müssen, um ein Haus zu bauen.
a) Die Notwendigkeit der normalen und einfachen Auslegung Obwohl wir in Teil III näher auf die Prinzipien der Hermeneutik eingehen werden, möchte ich an diesem Punkt die Wichtigkeit der normalen Auslegung als Grundlage für die richtige Exegese vorwegnehmen. Als Gott sich selbst offenbarte, suchte er die Wahrheit mitzuteilen, nicht zu verschleiern. Darum müssen wir mit ganz gewöhnlichen Auslegungsmaßstäben an die Bibel
I Teil I: Prolegomena nhalt herangehen. Jede Symbolik, Gleichnisrede, Typologie usw. geht von einer wörtlichen Bedeutung aus. Ohne wörtliche Grundbedeutung könnte sie gar nicht existieren. Darum müssen wir uns bei der Auslegung immer von dem Grundkonzept leiten lassen, dass Gott sich in normaler, einfacher, nicht bildhafter Sprache mitteilt. Wer dieses Prinzip verletzt, gelangt zu einer wirren, spekulativen Exegese, wie sie bei den altkirchlichen und mittelalterlichen Exegeten verbreitet war.
b) Der Vorrang des Neuen Testaments
Zwar ist die gesamte Heilige Schrift inspiriert und nutzbringend, doch hat das Neue Testament als Quelle für Lehraussagen Vorrang. Die alttestamentliche Offenbarung ist wegbereitend und bruchstückhaft. Die neutestamentliche hingegen ist abschließend und vollständig. Die Lehre von der Dreieinheit zum Beispiel wird zwar im Alten Testament nicht ausgeschlossen, tritt aber erst im Neuen deutlich zutage. Welch ein Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament in der Versöhnungs-, Rechtfertigungsund Auferstehungslehre! Damit wollen wir das Alte Testament nicht abwerten noch seine Inspiration leugnen, aber im Laufe der fortschreitenden Offenbarung Gottes liegt das Alte Testament zeitlich früher und ist daher theologisch vorläufig und unvollständig. Die alttestamentliche Theologie hat ihren Platz, ist aber ohne die neutestamentliche Wahrheit lückenhaft.
c) Die Legitimität von Beweistexten Oft werden konservative Theologen von Liberalen und Neoorthodoxen kritisiert, weil sie ihre Schlussfolgerungen mit Beweistexten belegen. Warum diese Kritik? Ganz einfach, weil Beweistexte konservative, nicht liberale Schlüsse belegen. Diese Methodik wird als ungerechtfertigt und unwissenschaftlich verworfen, dabei ist sie um nichts weniger wissenschaftlich als Fußnoten in einem Forschungsbericht.
Gewiss müssen Beweistexte mit Bedacht verwendet werden, genauso wie Fußnoten. Ihre Bedeutung muss genau übereinstimmen; sie dürfen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden; sie dürfen nicht bruchstückhaft zitiert sein, wenn die gesamte Stelle eine andere Bedeutung hätte. Vor allem darf alttestamentlichen Beweistexten kein Sinngehalt aufgezwungen werden, der erst im Neuen Testament offenbart ist.
III. Die systembezogenen Voraussetzungen
a) Die Notwendigkeit eines Systems
Der Unterschied zwischen Exegese und Theologie liegt im verwendeten System. Die Exegese analysiert; die Theologie verbindet die Einzelanalysen miteinander. Die Exegese erforscht den Sinngehalt von Texten; die Theologie verknüpft diese Sinngehalte. Der Exeget versucht die Bedeutung der Wahrheit
zu erklären, der Theologe das System der Wahrheit. Das Ziel der Theologie, sowohl der biblischen wie auch der systematischen, ist die Systematisierung der jeweiligen Lehrinhalte.
b) Die Grenzen eines theologischen Systems Grundsätzlich darf ein theologisches System die Grenzen der biblischen Offenbarung nicht überschreiten. Im Bemühen, ein vollständiges Gedankengebäude zu erhalten, ist der Theologe oft versucht, die Lücken der biblischen Offenbarung durch logische Schlüsse oder Ableitungen zu ergänzen, welche nicht immer berechtigt sind.
Logik und Ableitung haben ihre Daseinsberechtigung. Gottes Offenbarung ist geordnet und vernunftgerecht. Darum ist es beim wissenschaftlichen Nachdenken über diese Offenbarung sehr wohl angebracht, logische Schlüsse zu ziehen. Sooft Worte zu Sätzen gebildet werden, lassen sich aus diesen Sätzen Ableitungen bilden, die der Theologe erkennen muss.
Sobald die Logik aber dazu eingesetzt wird, Wahrheit neu zu schaffen, hat der Theologe sein System über die Grenzen der biblischen Wahrheit gedehnt. Die Ursache dafür liegt oft im Bemühen, Fragen zu beantworten, auf welche die Schrift keine Lösung bietet. In solchen Fällen (und von ihnen gibt es eine Reihe sehr wesentlicher) ist Schweigen die beste Antwort, nicht kluge Argumente, auch nicht naheliegende Ableitungen oder Luftschlösser. Beispiele für Themenbereiche, in denen biblisch unbegründbare Schlüsse besonders verlockend sind, wären die Souveränität Gottes und die Verantwortung des Menschen, der Umfang der Versöhnung und das Los von kleinen Kindern, die früh sterben.
IV. Die persönlichen Voraussetzungen
Auch an den Theologen selbst müssen wir einige Forderungen stellen.
a) Er muss glauben
Natürlich können auch Ungläubige Theologie studieren und darüber schreiben. Aber in den Dimensionen des Gläubigen kann ein Ungläubiger die Wahrheit Gottes nicht erkennen. Die Tiefen Gottes offenbart nur der Heilige Geist, darum hat ein Ungläubiger keinen Zugang zu ihnen (1Kor 2,10-16). Selbst der Gläubige muss daran festhalten, im Glauben zu leben, denn etliche Bereiche der göttlichen Offenbarung kann unser begrenzter Verstand nicht erfassen.
b) Er muss denken
Des Weiteren muss er sich bemühen, theologisch zu denken. Das bedeutet exegetisches Denken (um die genaue Bedeutung zu erfassen), systematisches Denken (um die Fakten richtig zu verknüpfen), kritisches Denken (um das Beweismaterial richtig abzuwägen) und synthetisches Denken (um die Wahrheit im Ganzen zu erfassen und weiterzugeben).
I: Prolegomena
Theologie und Exegese stehen in enger Wechselwirkung. Die Exegese kann nicht immer alle Fragen beantworten. Sooft mehr als eine exegetische Auslegung möglich ist, muss die Theologie die richtige von ihnen auswählen. Es gibt beispielsweise Stellen, welche die ewige Sicherheit des Gläubigen nicht ausschließen, sie aber nicht beweisen; die Entscheidung obliegt dem theologischen System. Andererseits darf kein theologisches System zu starr und unbeugsam sein, um Raum zur Veränderung und Klärung im Rahmen der Exegese freizulassen.
c)
Er muss sich öffnen
Das Denken allein macht keinen guten Theologen. Wer an die Unterweisung durch den Heiligen Geist glaubt, muss sie beim Studium der Theologie berücksichtigen (Joh 16,12-15). Der Heilige Geist lehrt die gesamte Wahrheit, vor allem aber die Offenbarung Christi selbst, wie wir sie natürlich in der Schrift finden. Wer dies erkennt, muss sich bewusst dem Wirken des Geistes öffnen, was sich auch in einer demütigen Herzenshaltung und im eifrigen Studium dessen äußert, was der Geist im Laufe der Geschichte andere gelehrt hat. Induktives Bibelstudium ist eine gute Sache, wer aber nur induktiv studiert, ignoriert das Werk anderer, und wer immer induktiv studiert, wiederholt dieselbe Arbeit, die andere bereits getan haben.
d) Er muss anbeten
Das Studium der Theologie ist eine akademische Übung, aber sie ist mehr als das. Es ist eine Erfahrung, die den Menschen verändert, überführt, seinen Horizont erweitert, sein Denken fordert und schließlich in die tiefe Ehrfurcht vor Gott führt. Anbetung bedeutet, den Wert des Objekts der Anbetung zu erkennen. Wie kann ein Sterblicher sich dem Studium über Gott widmen, ohne den Wert des Höchsten tiefer zu erkennen?
Kapitel 3
Die Frage der Autorität
Autorität ist das Grundprinzip des Theologiestudiums. Vermutlich wird jeder, der sich irgendwie als »christlicher« Theologe ausgibt, die Autorität Gottes als höchsten Maßstab für Wahrheit anerkennen. Nur, wie man sich die Autorität Gottes vorstellt und wie man sie formuliert, darüber bestehen in der »Christenheit« grundverschiedene Ansichten.
I. Autorität im Liberalismus
Der Liberalismus ruht ganz auf dem Fundament des Subjektivismus, wenn dieser Subjektivismus auch von einem Theologen zum anderen unterschiedliche Gestalt annimmt. Das Wort Gottes umfasst auch »jedes Handeln Gottes, durch das eine Kommunikation zwischen Gott und dem Menschen stattfindet« (L. Harold DeWolf: The Case for Theology in Liberal Perspective [Philadelphia: Westminster 1959], S. 17). Diese Kommunikation entsteht durch Vernunft, Gefühle oder Gewissen.
a) Die Vernunft
Im liberalen Denken spielt die Vernunft traditionsgemäß eine wesentliche Rolle. Selbstverständlich werden im Rahmen der Vernunft Begriffe geschaffen, die als Kommunikationsbasis von Person zu Person dienen. Die Vernunft ist ein notwendiger Kanal, um Wahrheit zu geben und zu nehmen – das anerkennt auch der Evangelikale. Der Liberalismus jedoch hat die menschliche Vernunft zum Richter über die Wahrheit ernannt, oft sogar zum Schöpfer der Wahrheit. Die Vernunft verselbständigt sich, sie wird von keiner übergeordneten oder äußeren Autorität kontrolliert. Und doch ist sie erheblich behindert durch ihre Begrenztheit und Fehlbarkeit.
b) Die Gefühle
Als Reaktion gegen den Rationalismus entwickelte Schleiermacher (17681834) seine Gefühlstheologie. Er betonte die Analyse der religiösen Erfahrung und stellte die Religion auf den Boden der Gefühle, der Erfahrung. Damit wurde die Theologie zur Anthropologie und Psychologie. Darum betrachtet Karl Barth Schleiermacher als den Inbegriff des religiösen Liberalismus.
c) Das Gewissen
Diese Form des Liberalismus betont das Gewissen als Grundlage der Autorität. Unsere Erkenntnis ist unverlässlich und bruchstückhaft. Darum sind die
I: Prolegomena
ursprünglichen moralischen Instinkte der Seele Grundlage für jede Autorität. Immanuel Kant (1724-1804) gilt als federführend für diese Gedankenschule. Wieder wird die Theologie zur Anthropologie.
In allen Formen des Liberalismus wird der Mensch selbst in seinen einzelnen Facetten zur Quelle religiöser Wahrheit. Die Bibel gilt als Produkt menschlichen Denkens und enthält die Vorstellungen des Menschen über Gott, sich selbst und seine Welt. Sie zeichnet die historische Entwicklung des religiösen Erlebens und Erkennens nach, ist aber entgegen der konservativen Ansicht nicht die Niederschrift einer Botschaft des transzendenten Gottes, der in den Lauf der Geschichte eingegriffen hat.
II. Autorität in der Neoorthodoxie
Die Neoorthodoxie wird zuweilen als liberal, zuweilen als konservativ eingestuft. Einerseits bricht sie nämlich mit dem Liberalismus, indem sie darauf besteht, dass Gott und nicht der Mensch Ausgangspunkt der Offenbarung ist (was sie mit den Konservativen verbindet); andererseits beharrt sie auf liberalen Anschauungen über die Bibel (worin sie den Liberalen gleicht).
Die Grundlage für jede Autorität in der Neoorthodoxie, wie sie jedenfalls Karl Barth formulierte (1886-1968), ist das Wort. Das Wort aber ist vor allem Christus. Die Bibel bezeugt das Wort, jedoch auf fehlbare Weise. Die christliche Verkündigung wird zu einem Wort über das Wort.
Der souveräne Gott hat die Initiative ergriffen, indem er sich selbst offenbarte, und zwar vor allem in Christus. Das Leben Christi auf Erden ist der Inbegriff der Offenbarung, sein Tod der Höhepunkt derselben. Die Bibel legt Zeugnis ab von der Offenbarung Gottes, obwohl sie mit dem Handwerkszeug des Liberalen ausgelegt wird. Die Bibel hat darum keine absolute Autorität, sondern nur mittelbare, da sie ein fehlbares Werkzeug ist, durch welches wir Christus, dem Wort, begegnen können. In dieser Glaubensbegegnung mit Gott an einem Krisenpunkt teilt Gott sich selbst mit. Das ist absolute Wahrheit. Obwohl die Neoorthodoxie durch die Betonung von Gottes souveräner Initiative nach Objektivität strebt, praktiziert sie im Erleben der Glaubensbegegnung den Subjektivismus. Die Bibel hat zwar an diesen Erfahrungen teil, ist aber nicht der letztgültige Maßstab für die Erfahrung. Die Neoorthodoxie verfügt über keinen äußeren, objektiven Maßstab für Autorität.
III. Autorität im Konservatismus
Im Konservatismus ist die Grundlage der Autorität außerhalb des Menschen und objektiv.
a) Der konservative Katholizismus
In der römisch-katholischen Kirche ist die Kirche selbst Trägerin der Autorität. Der Katholik glaubt zwar an die Bibel, allerdings in der Auslegung durch
die Kirche. Auch sind die kirchlichen Traditionen neben der Bibel eine Quelle der göttlichen Offenbarung. Die Kirchenkonzile und die Päpste haben bisweilen Aussagen getroffen, die als unfehlbar und daher für alle Getauften verbindlich gelten.
Auch die Ostkirche beruft sich auf die Autorität der Tradition, der Kirche selbst und der Bibel. Der Evangelikale lehnt zwar die Autorität der Tradition ab, das Fundament der Autorität ist aber für den Evangelikalen wie für den Katholiken nicht der Mensch selbst, wie es im Liberalismus der Fall ist.
b) Der konservative Protestantismus »Konservativ«, das schließt die humanistische und subjektive Autoritätsgrundlage der Liberalen aus. »Protestantismus«, das beseitigt die Kirche als Grundlage der Autorität. So können wir sagen, »der evangelikale Konservatismus ist jener Zweig der Christenheit, der das Fundament der religiösen Autorität auf die Bibel allein beschränkt« (Edward John Carnell: The Case for Orthodox Theology [Philadelphia: Westminster 1969], S. 13). Die Heilige Schrift enthält die objektive Offenbarung Gottes und ist daher die einzige Autoritätsgrundlage für den konservativen Protestanten.
Man braucht zum Verständnis der Gottesoffenbarung in der Bibel allerdings auch das erleuchtete, vernünftige Denken, den festen Glauben in allen Fragen, die nicht offenbart sind oder die man nicht versteht, die Abhängigkeit von der Unterweisung durch den Heiligen Geist, ein reines Gewissen vor Gott und ein Mindestmaß an Wissen über die Erfahrungen der Geschichte.
Es kommt vor, dass ein Konservativer zwar nicht in der Theorie, so doch in der Praxis die Bibel als einzige Autoritätsgrundlage leugnet.
• Etliche Traditionen oder Denominationen verleihen in der Praxis ihrem Glaubensbekenntnis dieselbe Autorität wie der Bibel. Glaubensbekenntnisse sind zuweilen hilfreiche Formulierungen der Wahrheit; sie dürfen sich aber niemals zum Richter über die Wahrheit aufschwingen. Glaubensausssagen sind unter allen Umständen fehlbar, verbesserungsbedürftig und der biblischen Autorität untergeordnet.
• Manche Gruppen verleihen in der Praxis ihrer Tradition und herkömmlichen Verhaltensmustern dieselbe Autorität wie der Bibel. Die Gemeinde hat den göttlichen Auftrag, hilfreiche Richtlinien für ihre Glieder zu erstellen (Hebr 13,7.17), aber auch diese Richtlinien können fehlbar sein, müssen regelmäßig überprüft werden und unterstehen in jedem Fall der biblischen Autorität.
• In der Praxis schreiben manche Konservative ihrer religiösen Erfahrung Autorität zu. Erfahrungen sind etwas Gutes als Frucht der Unterwerfung unter die biblische Autorität. Freilich müssen alle Erfahrungen unter der Anleitung, Kontrolle und Korrektur der Bibel stehen. Wer die Erfahrung für verbindlich erklärt, begeht denselben Irrtum wie der
Teil I: Prolegomena
Liberale, indem er subjektiven Existentialismus an die Stelle eines objektiven Maßstabes setzt.
Die folgende Abbildung soll zeigen: Wo objektive Autorität ersetzt, verwässert oder aufgegeben wird, kommt es zur Schwächung oder zum Absterben des Theismus.
Orthodoxie Neoorthodoxie Liberalismus glaubt (an)
objektiv
transzendent
Theismus