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Praxisbuch

Wie Christen Muslimen begegnen können

Matthias Knödler / Thomas Kowalzik / Klaus Mulch

Matthias Knödler/Thomas Kowalzik/Klaus Mulch

Praxisbuch Islam

Wie Christen Muslimen begegnen können

Best.-Nr. 271 554

ISBN 978-3-86353-554-4

2. Auflage 2022

© 2016 Christliche Verlagsgesellschaft mbH, Dillenburg und Orientierung: M

www.cv-dillenburg.de / www.orientierung-m.de

Covergestaltung: CV Dillenburg

Titelbild: Unsplash.com

Satz: CV Dillenburg

Druck: GGP Media GmbH, Pößneck

Printed in Germany

c.

Vorwort

–wichtig zu lesen!

Der Islam und die Muslime sind aus den europäischen Ländern nicht mehr wegzudenken. Christen begegnen Muslimen und werden herausgefordert, über Fragen des Zusammenlebens mit Muslimen nachzudenken. Zum Thema Islam gibt es zwar zahllose Publikationen, aber es fehlt an praktischer Anleitung:

• Wie kann ein Christ mit Muslimen ins Gespräch kommen?

• Wie kann er seine Angst vor dem Fremden überwinden?

• Womit muss er rechnen?

• Was haben Christen Muslimen zu bieten?

Dieses Buch will Ihnen bei genau diesen Fragen helfen. Dabei geht es einerseits um unsere innere Haltung und andererseits um unsere Worte und Taten. Mit diesem Buch möchten wir Christen eine Art „Islam-Führerschein“ für die Praxis anbieten. Im Anhang finden Sie ein Islam-Führerschein-Quiz zum Üben, das praktische Fragen enthält. Wenn Sie einen großen Teil der Fragen richtig beantworten, können Sie selbstbewusst auf Muslime zugehen.

Wir setzen nur geringe Vorkenntnis über den Islam voraus. Sollten Sie dennoch auf Begriffe stoßen, die Sie nicht verstehen, finden Sie sicherlich auf der Homepage von

Orientierung: M (www.orientierung-m.de) im „Minikurs Islam“ eine Erklärung zu dem entsprechenden Stichwort.

Vielleicht suchen Sie gezielt nach bestimmten Informationen, die Sie gerade für Ihre konkreten Herausforderungen benötigen. Wir hoffen, dass Ihnen dabei – neben dem ausführlichen Inhaltsverzeichnis – das Stichwortverzeichnis sowie das recht umfangreiche Medienverzeichnis am Ende des Buches eine Hilfe sind. Genauere Angaben zu Büchern und anderen Medien, die im Text erwähnt werden, finden Sie generell im Literaturverzeichnis.

Es ist nicht unsere Absicht, in diesem Buch zu bewerten und darzustellen, was wirklich der „echte“ Islam ist. Wir erwähnen, welchen Ansichten und Verhaltensweisen wir bei Muslimen begegnen können (Fatalismus, Mystik, Gewaltbereitschaft, Aberglaube …). Dabei behaupten wir nicht, dass alle Muslime so denken oder sich so verhalten. Wir beurteilen auch nicht, ob solche Denk- und Verhaltensweisen nun wirklich „islamisch“ sind oder nicht. In diesem Buch geht es um die Begegnung mit muslimischen Menschen – und die sind nun einmal sehr unterschiedlich, auch wenn sie sich alle zu einer Religion bekennen.

Christen werden hier Anregungen finden, wie sie Muslimen helfen können, Jesus Christus kennenzulernen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Menschen nun „orthodoxe“, „liberale“, „fanatische“, „aufgeklärte“ oder sogar „atheistische“ Muslime sind. Unsere Erfahrungen beziehen sich im Wesentlichen auf Begegnungen mit Muslimen in Deutschland, der Türkei und Nordafrika. Das meiste lässt sich aber auch auf die Begegnung mit Muslimen aus dem Iran, Afghanistan, Syrien oder Indonesien übertragen.

Hier und da benutzen wir Wörter wie „Mission“, „missionarisch“ etc. – auch wenn sie von manchen missverstanden und deshalb abgelehnt werden. Mit „Mission“ meinen wir nicht, jemand anderem die eigene Meinung überzustülpen

oder ihn gar zu etwas zu zwingen, was er eigentlich nicht will. Das Wort „Mission“ bedeutet ursprünglich „Sendung“. Wir sind der Überzeugung, dass Jesus Christus seinen Jüngern und durch sie allen Christen einen weltweiten Auftrag gegeben hat. Wir sollen in seinem Namen eine Einladung weitergeben. Durch den Glauben an Jesus Christus können Menschen Vergebung für ihre Schuld und Frieden mit Gott finden. Alle haben das Recht, diese Einladung zu hören. Und jeder einzelnen Person ist es völlig freigestellt, wie sie darauf antwortet. – Außerdem bedeutet für uns „missionarisch“: Wir gehen auf Menschen in Freundlichkeit und Offenheit zu, sind bereit, über unseren Glauben Auskunft zu geben – und heißen jeden willkommen, der mit uns gemeinsam den Weg mit Jesus Christus gehen will. Wir wollen hier keine Anleitung geben, wie man Muslime „bekehren“ kann. Wer das Evangelium hört, muss sich selbst entscheiden, ob er „sich bekehren“ will. Aber bekehrte Muslime sollten wissen und spüren, dass sie in der christlichen Gemeinschaft als Brüder und Schwestern herzlich willkommen sind.

Wir haben in dieses Buch drei Lebensberichte von ehemaligen Muslimen aufgenommen, die bewusst ihr Leben Jesus Christus anvertraut haben. Diese Berichte machen anschaulich, was Muslime dazu bewegen kann, sich Jesus Christus zuzuwenden. Außerdem zeigen sie, dass es nicht sinnlos und vergeblich ist, Muslimen das Evangelium weiterzusagen.

Wir sind uns bewusst, dass einiges von dem, was wir hier schreiben, nicht unbedingt mit dem übereinstimmt, was die Mehrheit der Christen in Europa denkt. Wir können hier nicht unsere theologischen Grundlagen im Detail erläutern und begründen. Es sei nur angemerkt, dass wir uns bemühen, unsere praktischen Anregungen erstens auf der Grundlage der Bibel zu formulieren und zweitens

auf den reformatorischen Grundpositionen: Allein Jesus Christus – Allein die Heilige Schrift – Allein aus Gnade –Allein durch Glauben. Von dieser Basis aus beurteilen wir auch den Islam.

Nach unserer Auffassung darf eine Ablehnung des Islams als Weg der Rettung niemals dazu führen, die Muslime abzulehnen. Wir hoffen, dass es uns gelingt, dies in unseren Ausführungen deutlich zu machen.

Als Autorenteam danken wir all den Personen, die zu diesem Buch mit ihren Tipps, Korrekturen und Ergänzungen beigetragen haben! Ohne sie würde sicherlich Wesentliches fehlen.

Die Autoren

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Unsere Grundeinstellung gegenüber Muslimen

Oft wird jemand einfach „ins kalte Wasser geworfen“ und befindet sich unvermittelt in einer ihm fremden Situation:

• Der neue Kollege ist Muslim, man kommt ins Gespräch, und schon bald geht es auch um Glaubensfragen.

• Bei einem Schulfest begegnen Sie den Eltern einer Klassenkameradin Ihrer Tochter: Die türkischen Eltern würden sich freuen, wenn ihre Tochter gemeinsam mit Ihrem Kind für die Schule lernen könnte.

Sie haben unter Umständen gar nicht lange Zeit zu überlegen, welche Grundeinstellung, Vorkenntnisse etc. Sie für eine Begegnung mit Muslimen mitbringen sollten. Ein Kontakt ergibt sich „einfach so“ – und Sie werden, ob Sie wollen oder nicht, mit einer Menge neuer Fragen konfrontiert.

Aber auch wenn ein Kontakt schon besteht, kann es sinnvoll sein, sich zu überlegen: Was sind Grundbedingungen, damit die Beziehung in guter Weise weiter wachsen kann? Welche Einstellungen könnten hinderlich oder sogar zerstörerisch wirken?

Und wenn Sie dieses Buch lesen, weil Sie neu starten wollen: Es ist gut, sich gründlich vorzubereiten. Aber legen Sie die Latte auch nicht zu hoch. Vieles lernt man erst richtig, wenn man auf dem Weg ist. Eines ist allerdings wichtig:

Wenn Sie als authentisch lebender Christ Muslimen begegnen und ihnen das Evangelium nicht vorenthalten wollen, reicht menschlicher Enthusiasmus nicht aus. Dafür gibt es in solchen Kontakten gewöhnlich zu viele Herausforderungen und Enttäuschungen. Wenn Sie aber das Vertrauen haben, im Einklang mit Gottes Willen und unter seiner Begleitung in diese Aufgabe einzusteigen, dann bereiten Sie sich betend vor und wagen Sie mutig die ersten Schritte!

a. Vorurteile

Wenn wir Fremden zum ersten Mal begegnen, bringen wir gewöhnlich eine ganze Reihe von Vorurteilen mit. Was wir in unserer Kultur gelernt haben, erscheint uns als „das Natürlichste von der Welt“. Fremdes kommt uns eigenartig, wenn nicht gar falsch vor, und es gibt mehr als genug Möglichkeiten für Missverständnisse.

Es ist gut, wenn wir uns bewusst sind: Das, was uns fremd vorkommt, können wir vielleicht nicht sofort richtig „einordnen“ und wir können uns täuschen – im Positiven wie im Negativen. Dann werden wir weniger stark „enttäuscht“.

Um Vorurteile zu überwinden und mehr Verständnis zu gewinnen, ist es wichtig nachzufragen. Das können wir mit dem Hinweis „Andere Länder, andere Sitten“ sehr leicht begründen – und unsere Gesprächspartner werden es verstehen, denn ihnen geht es meistens nicht anders. Durch Fragen, Beobachten – und zum Teil auch durch Erklären, wie etwas bei uns üblich ist – werden wir vieles lernen und viele Vorurteile nach und nach über Bord werfen.

b. Ängste

Ja, auch Ängste sind „normal“. Fremdes macht uns unsicher, und Unsicherheit macht ängstlich. Das kann aber auch bewirken, dass wir uns vorsichtiger bewegen.

Es mag nicht unbedingt die beste Lösung sein, sich sofort wagemutig und mit großer Offenheit in die fremde Kultur hineinzustürzen. Die Menschen, die wir kennenlernen wollen, empfinden uns zum Teil auch als fremd. Sie fühlen sich uns gegenüber vielleicht unsicher und ängstlich und wollen nicht „überfallen“ werden. Besser ist wohl, unsere Ängste ernst zu nehmen, uns aber nicht von ihnen völlig ausbremsen zu lassen.

Wie ängstlich oder wie mutig sind Sie? Welche Schritte können Sie gehen, ohne zu starkes „Herzklopfen“ zu bekommen: Ist es für Sie erst einmal genug, die neuen muslimischen Nachbarn freundlich zu grüßen und nach einiger Zeit ein Gespräch über das Wetter (oder ein ähnliches naheliegendes Thema) zu beginnen?

Oder haben Sie den Mut, schon gleich am nächsten Tag bei ihnen zu klingeln, ihnen als Willkommensgruß ein paar Süßigkeiten (islamisch erlaubte!) und ein paar Blumen zu bringen? – Dabei könnte es natürlich passieren, dass Sie eingeladen werden hereinzukommen. Wie aufregend wäre es dann für Sie, eventuell nicht zu wissen, ob Sie die Einladung sofort annehmen dürfen, ob Sie die Schuhe ausziehen müssen und wie bald Sie wieder gehen dürfen, ohne unhöflich zu erscheinen? – Können Sie sich als Frau im Wartezimmer neben die Muslima mit Kopftuch setzen und versuchen, ein Gespräch mit ihr anzuknüpfen?

Oder fällt es Ihnen leichter, am Jahresende in einem Asylbewerberheim oder in einem Wohnblock in Ihrem Stadtviertel Muslimen christliche Kalender weiterzugeben? Vielleicht würden Sie es sogar „riskieren“, Hausaufgabenhilfe oder Nachhilfeunterricht anzubieten? (Weitere Hinweise finden Sie in Kapitel 2.f.: Muslimische Kinder und Jugendliche.) Gehen Sie die Schritte, bei denen Sie sich nicht überfordert fühlen – beten Sie um Mut und gehen Sie!

Jedenfalls trifft zu: Ihre Ängste werden Sie am besten los, wenn Sie mit Freundlichkeit und Offenheit auf Muslime zugehen. Höchst selten werden Freundlichkeit und Offenheit mit Misstrauen oder Ablehnung beantwortet. Sollte Ihnen das doch passieren, vergeben Sie der entsprechenden Person und segnen Sie sie in Ihrem Herzen – und versuchen Sie es bei anderen erneut! Es wäre schon ein seltsamer Zufall, wenn Sie auch dort wieder nur die „kalte Schulter“ zu sehen bekämen.

Hilfreich, um Ängste zu überwinden, sind Gelassenheit und Humor. Sie müssen nicht alles perfekt machen. Die anderen werden auch nicht alles perfekt machen. Über Missverständnisse kann man sich furchtbar aufregen und ärgern. Man kann aber auch manches aufklären, wenn es einem später bewusst wird – und dann vielleicht sogar miteinander darüber lachen oder zumindest schmunzeln. Ohne diese oder jene „Panne“ wird es in der interkulturellen Begegnung nicht abgehen.

Ganz wichtig ist allerdings, dass Sie selber Muslime grundsätzlich als von Gott geliebte Menschen achten und annehmen. Menschen haben generell ein feines Gespür dafür, ob sie respektiert werden oder ob jemand sie innerlich ablehnt oder auf sie herab schaut – und Menschen aus dem Orient sind da unserer Beobachtung nach besonders empfindsam. Wer meint: „Sie müssen sich uns anpassen! Sie müssen werden wie wir!“, wird schwer einen persönlichen Zugang finden. Andererseits werden Sie sich manche kulturellen „Schnitzer“ erlauben können, wenn die Menschen spüren, dass Sie sie grundsätzlich akzeptieren und Gutes für sie wollen. Für viele Orientalen steht die Beziehung an allererster Stelle: Wenn die persönliche Beziehung gut ist, sind sie bereit, manches zu verzeihen und in vielem großzügig zu sein.

c. Der eigene Glaube

Wer in Kontakt mit Muslimen kommt, wird in der Regel sehr bald mit der Frage konfrontiert, was „er“ oder „sie“ denn selber glaubt. Religion ist bei den meisten Muslimen kein Tabu-Thema. Deshalb werden Sie sehr wahrscheinlich bald einmal gefragt, ob Sie Christ sind, ob Sie beten, ob Sie eigentlich auch fasten … Eventuell werden Sie dann hören: „Wir Muslime und die Christen glauben ja an denselben Gott“ – was so viel bedeuten kann wie: „Religion ist mir nicht so wichtig, dass ich darüber streiten würde. Ich lasse Sie glauben, was Sie glauben wollen, und wünsche mir für mich dasselbe.“ Vielleicht, und das ist gar nicht so selten, wird Ihr muslimischer Bekannter oder Ihre muslimische Bekannte Sie aber auch über den Islam informieren und versuchen, Ihnen den Islam „schmackhaft“ zu machen und Sie zum Islam einladen.

Da ist es hilfreich, wenn Sie sich möglichst früh klar werden, welche Bedeutung der christliche Glaube für Sie hat. Manche Christen sind in eine Beziehung zu Muslimen „hineingeschlittert“ und eigentlich erst in der Auseinandersetzung mit dem Islam zu einem lebendigen, persönlichen Glauben an Jesus Christus gekommen. Sie wurden herausgefordert, Antworten zu geben. Dabei haben sie den Schatz Gottes in der Bibel, den sie vorher kaum kannten, ganz neu entdeckt. Andere aber sind furchtbar ins Schleudern geraten. Manche sind sogar so ins Zweifeln gekommen, dass sie dem Christentum den Rücken gekehrt haben. Einige sind Muslime geworden – unserem Eindruck nach, ohne eigentlich den biblischen christlichen Glauben und den Islam wirklich zu kennen.

Wir schreiben dieses Buch im Wesentlichen für Menschen, die Jesus Christus als ihren persönlichen Retter kennen, das heißt für Menschen, die wissen, dass sie durch ihn Vergebung für ihre Schuld erhalten haben und

zu Kindern Gottes (Joh 1,12) geworden sind und nun in einer lebendigen Beziehung mit ihm leben. Natürlich gibt es viele verschiedene Arten, mit Muslimen positive Kontakte zu haben. Unverzichtbare Grundlage für die missionarische Begegnung mit Muslimen, die ja das Hauptthema dieses Buches darstellt, ist allerdings die Dankbarkeit für das persönliche Heil in Jesus Christus. Er schenkt uns ja die Gewissheit, durch ihn mit dem einen lebendigen Gott versöhnt zu sein. Wir sprechen hier von Heilsgewissheit. In der Begegnung mit Muslimen geht es für uns als wiedergeborene Christen nicht darum, lediglich eine religiöse Lehre zu vermitteln oder ein unverbindliches Gespräch über religiöse Ansichten zu führen. Wer durch Jesus Christus Gottes Liebe persönlich erfahren hat (Joh 15,9), möchte sie auch an andere Menschen weitergeben. Diese Liebe Gottes brauchen wir auch als beständige Kraftquelle. Sonst werden wir nicht den langen Atem haben, der nötig ist, um Menschen auch dann noch lieben zu können, wenn sie uns nicht schon bald mit Dankbarkeit oder Gegenliebe antworten oder uns sogar ablehnen.

Was Muslime über den Islam sagen – und vor allem ihre Anfragen an das Christentum –, stellen für die meisten von uns eine starke Herausforderung dar. Wer sich als Christ auf Glaubensgespräche mit überzeugten Muslimen einlässt, wird bald das Bedürfnis spüren, „bibelfester“ zu werden. Anhänger der Ahmadiyya-Gruppe wurden schon vor Jahren geschult, Christen argumentativ in die Enge zu treiben. Da ist es sehr hilfreich, solide Bibelkenntnisse zu besitzen und den eigenen Glauben gut durchdacht zu haben. – Sie müssen aber nicht auf alles sofort eine Antwort wissen. Der christliche Glaube ist zuerst eine persönliche Vertrauensbeziehung zu Jesus Christus. Das Wissen und Verstehen wächst mit der Zeit. Deshalb können Sie durchaus zugeben, wenn Sie auf eine Frage noch keine Antwort

wissen – und versuchen, sich die nötigen Informationen zu holen.

Unserem Eindruck nach wächst auch die Notwendigkeit, dass Eltern ihren Kindern und Pastoren ihren Gemeindegliedern helfen, die Bibel besser kennenzulernen und biblische Zusammenhänge gründlicher zu erfassen. Denn an immer mehr Orten kommen Christen in Kontakt mit Muslimen, die – mit islamischem Selbstbewusstsein, die scheinbar „beste Religion“ zu haben – das Christentum infrage stellen. Da werden wir ein gründlicheres Bibelwissen und auch ein gewisses Verständnis für geschichtliche und „dogmatische“ Fragen brauchen – schon um nicht selbst zu sehr verunsichert zu werden, aber auch um hilfreiche Antworten geben zu können: Wer hat wann die biblischen Bücher geschrieben? Was bedeutet der Ausdruck „Sohn Gottes“? Warum sprechen wir von einem „drei-einigen Gott“?

Jeder, der versucht, Jesus nachzufolgen, oder der in der Gemeinde mitarbeitet, erlebt „Anfechtungen“: Enttäuschungen, Zweifel, Entmutigung usw. Das wird auch nicht anders sein, wenn Sie Kontakte zu Muslimen aufnehmen, um sie mit Jesus Christus bekannt zu machen. Bleiben Sie in solchen Anfechtungen nicht allein! Suchen Sie das Gespräch mit anderen Christen, die Ihnen Rat und Hilfe geben können! Manchmal mag es schmerzlich erscheinen, wenn – bildlich gesprochen – Zweifel an den Ästen Ihres Glaubens rütteln. Es bedeutet aber zugleich eine Chance, dass die Wurzeln sich umso tiefer gründen und Ihr Glaube wächst und stärker wird.

d. Zeugen für Jesus Christus

Jesus Christus hat denen, die an ihn glauben, einen klaren Auftrag gegeben: „Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur“

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