271324

Page 1


Jaeger

JA, ABER...

Fragen, Einwände und Antworten zu Gott und der Welt

Wenn nicht anders angegeben, sind die Bibelzitate nach der Revidierten Elberfelder Bibel zitiert.

© 2011 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co.KG

idea-Dokumentation 1203

Jaeger, Hartmut: Ja, aber ...

Fragen, Einwände und Antworten zum Leben

Best.-Nr. 271 324

ISBN 978-3-86353-324-3

6. Auflage 2021

© Copyright 1996/1999/2007 und 2012/2015 (Koproduktion): Christliche Verlagsgesellschaft mbH, Dillenburg, www.cv-dillenburg.de

idea.ev – Evangelische Nachrichtenagentur, Wetzlar www.idea.de

Satz: CV Dillenburg

Umschlaggestaltung: Jana Klappert

Umschlagmotiv: © unpslash.com/Florian Klauer

Druck: GGP Media GmbH, Pößneck

Printed in Germany

INHALT

TEIL 1: FRAGEN ZUM LEBEN

1 Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens habe ich keine Antwort. ...................10

2 Wie kann ich denn wirklich frei werden? ......13

3 Erziehung gestern und heute –was sollte man auf jeden Fall darüber wissen?..16

4 Kann man denn heute noch nach biblischen

Maßstäben erziehen? .....................19

5 Es gibt doch keine Gesetze, die zu jeder Zeit und für alle gelten! .......................22

6 Im Grunde muss doch jeder mit seinen Problemen selbst fertig werden. ............24

7 Ich habe keine Zeit. Um Gott kümmere ich mich später, wenn ich älter bin. .............27

8 Dann wäre ja jeder ein Sünder ... ............29

9 Gott besorgt mir ja auch keinen Arbeitsplatz!..32

10 Wie soll es in der Zukunft weitergehen? ......35

11 Ich kann tun, was ich will! Gott greift ja doch nicht ein. ................37

12 Was soll’s? Wenn es in diesem Leben nicht so recht geklappt hat, kann’s ja beim nächsten Mal besser laufen! ................40

TEIL 2: FRAGEN ÜBER GOTT

25 Wie kann ich wissen, ob Jesus wirklich auferstanden ist? .........................75

26 Was ist mit den Menschen, die nie etwas über Jesus Christus gehört haben? ...........78

27 Wenn Gott so groß ist, wird er am Ende nicht alles mit sich versöhnen? ..............81

28 Wozu glauben?

Ich habe doch meinen Verstand! ............84

TEIL 3: EINWÄNDE UND FRAGEN ZUM CHRISTSEIN

29 Wie werde und bleibe ich denn glücklich und zufrieden? ...........................88

30 Ich – Christ werden? Nein, danke! Dann ist es doch mit dem Spaß vorbei! .......91

31 Natürlich bin ich Christ. Ich bin doch getauft!..95

32 Es kann doch keiner wissen, ob er in den Himmel kommt. ...................98

33 Kann man denn heute noch der Bibel glauben? .......................100

34 Jeder legt die Bibel doch anders aus! Wem soll ich da glauben? .................102

35 Beten bringt mir nichts! ..................104

36 Christsein – bringt das nicht mehr Verlust als Gewinn? ...........................107

37 Wer ist schon wirklich frei? Christen auf jeden Fall nicht! ..............110

38 Wenn es so viele verschiedene Kirchen gibt, dann kann doch mit dem Christentum irgendetwas nicht stimmen! ...............112

39 Ihr Christen seid doch intolerant. Warum lehnt ihr denn andere Religionen ab?.115

40 Als Christ bin ich doch erst recht isoliert von den anderen! .......................118

41 Mit dem Tod ist doch alles aus. ............120

42 Ihr Christen redet doch immer davon, dass Jesus wiederkommt. Wo bleibt er denn?.122 Fünf Schritte zu einem neuen Leben ...........125

TEIL 1: FRAGEN ZUM LEBEN

Auf die Frage nach dem Sinn des Lebens habe ich keine Antwort.

Problem: Wozu lebe ich? Diese Frage stellt sich irgendwann jeder Mensch im Laufe seines Lebens. Von der Klärung dieser Frage hängt ab, ob man ein erfülltes Leben hat. Es ist deshalb wichtig, für sich persönlich darauf die richtige Antwort zu finden.

Manchmal hat man den Eindruck, dass Menschen Angst haben, die Sinnfrage zu stellen. So sagt ein bekannter deutscher Philosoph: „Bei der Frage nach dem Sinn von Sein wagen wir uns an den Rand der völligen Dunkelheit“ (Weischedel, W., 34 große Philosophen in Alltag und Denken, nymphenburger 1984, S. 331).

Viele haben keine Antwort

Von 1000 Befragten hatte jeder Zweite keine Antwort auf die Sinnfrage. Das ist erschreckend. Denn es ist eine der wichtigsten Fragen, die ein Mensch für sich zu klären hat.

Die häufigsten Antworten auf die Sinnfrage

Die Antwort auf die Sinnfrage hängt davon ab, wie wir unser Leben verstehen und welche Ziele wir uns stecken. Sind wir Karriere-Typen, werden wir den Sinn im beruflichen Erfolg sehen. Sind wir ausschließlich auf ein gutes Familienleben bedacht, verstehen wir den Sinn in einem aufopfernden Leben für die Familie. Sind wir auf Konsum aus, besteht der Sinn im totalen Genuss. Ich

sehe noch den 20-jährigen Soldaten in einer Kleinstadt am Rande des Ruhrgebietes neben mir sitzen: „Drei Dinge füllen mein Leben aus: Freundin, Beruf und ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Wenn ich allerdings zu Hause rausfliegen und meine Freundin verlieren würde, hätte mein Leben keinen Sinn mehr. Der Beruf allein reicht nicht aus.“

Hier wird deutlich: Wenn die Bezugspunkte, an denen wir die Sinnfrage festmachen, plötzlich nicht mehr vorhanden sind, kommen wir ins Schleudern.

Der Sinn des Lebens und ein unveränderliches Gegenüber

Der Theologe Hellmut Thielicke sagt: „Den Sinn des Lebens gewinne ich nur, wenn ich die Erfüllung meines Lebens finde, wenn ich also das verwirkliche, wozu ich entworfen bin“ (Wanner, M., Treffend gesagt, Brunnen 1989, S. 287).

Das heißt doch: Die Antwort ist nicht im Leben selbst zu finden, sondern in einem unveränderlichen Gegenüber. Die Sinnfrage lässt sich nur befriedigend im Zusammenhang mit dem Schöpfer beantworten. Wenn man allerdings davon ausgeht, dass der Mensch ein Zufallsprodukt ist, werden die großen Fragen des Lebens unbeantwortet bleiben.

Was wir unbedingt brauchen, ist eine persönliche Beziehung zu Gott. Denn Gott allein ist unveränderlich. Unser Schöpfer sagt uns in der Bibel, was ein erfülltes Leben kennzeichnet. Die wichtigste Aufgabe nennt Jesus Christus: „Hierin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet“(Johannes 15,8).

Gott gibt Aufgaben, die wir mit seiner Hilfe erfüllen können. Aufgaben in Familie und Beruf, Aufgaben in

Gemeinde und Gesellschaft, Aufgaben, die auch dann noch einen Sinn ergeben, wenn wir arbeitslos, verwitwet oder krank sind. Denn man kann zur Ehre Gottes leben, unabhängig davon, ob die Umstände angenehm oder schlecht sind. Entscheidend ist allein die intakte Beziehung zu ihm. Das Bekenntnis der Sünde vor Gott und der Glaube an Jesus Christus sind die Vorbedingungen. Wer die persönliche Beziehung zu seinem Schöpfer wiedergefunden hat, der kann die Frage nach dem Sinn seines Lebens positiv beantworten.

Bibeltext:

Was bleibt dem Menschen von all seinem Mühen und vom Streben seines Herzens, womit er sich abmüht unter der Sonne? ... selbst nachts findet sein Herz keine Ruhe.

... Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote! Denn das soll jeder Mensch tun.

Prediger 2,22-23 und 12,13

Wie kann ich denn wirklich frei werden?

Problem: Der Traum von der Freiheit bewegt jeden Menschen. Jeder wünscht sich mehr Freiheit. Kann der christliche Glaube den Menschen frei machen? Hält die Bibel, was sie in Bezug auf Freiheit verspricht?

Was ist Freiheit?

Da sagt eine junge Studentin: „Ich bin frei, wenn ich mich frei fühle.“ Eine Schülerin schreibt: „Ich will endlich tun und lassen, was ich will.“ Im Lexikon steht: „Freiheit ist Abwesenheit von Zwang.“ Freiheit gehört zu den großen Sehnsüchten des Menschen. Täglich kämpfen Menschen um mehr oder weniger große und kleine Freiheiten. Aber auf der Suche nach Freiheit stellt man fest:

Freiheit im Sinne von Unabhängigkeit gibt es nicht

Der Mensch strebt zwar nach Unabhängigkeit, aber er ist und bleibt ein „abhängiges Wesen“. Im Grunde ist jeder Säugling eine „physiologische Frühgeburt“. Das bedeutet: Der Mensch ist von Anfang an auf die Hilfe anderer angewiesen. Wir können nur überleben, wenn wir gewisse Abhängigkeitsverhältnisse akzeptieren. Wir sind aufeinander angewiesen. Kein Mensch kann auf Dauer ganz alleine irgendwo auf einer Insel leben. Wir leben alle in gewissen Beziehungen.

Auf der Suche nach Freiheit sollten wir einmal den Menschen hören, der wirklich frei ist: Jesus Christus, der Sohn Gottes. Er macht deutlich, dass die Suche nach Freiheit immer in Verbindung mit der Wahrheit steht (vgl. Johannes 8,31ff). Wenn wir frei werden wollen, müssen wir zunächst die Wahrheit über uns selbst hören.

Auf der Suche nach Freiheit kommen wir an der Wahrheit nicht vorbei. Die Wahrheit über sich selbst hören, das kann hart und gleichzeitig heilsam sein. Das wissen wir schon aus den zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir sind vielleicht zunächst geschockt, wenn uns jemand die Wahrheit sagt. Aber es hilft, neu über das Leben nachzudenken. Jesus Christus macht deutlich, dass jeder Mensch ein Sklave der Sünde ist (Johannes 8,34). Sünde ist ein Beziehungskiller. Sie trennt den Menschen von Gott. Gleichzeitig erleben wir, dass Schuld auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zerstört. Die Sünde macht den Menschen kaputt. „Der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Johannes 8,21.24; Römer 6,23a). Sünde ist ein Zustand, in den der Mensch hineingeboren wird. Sie gleicht einem Sumpf, aus dem wir allein nicht herauskommen. Jesus Christus ist in diese Welt gekommen, um Menschen aus „dem Sumpf der Sünde“ zu befreien. Deshalb sagt Jesus Christus, dass „der Sohn ... frei machen wird“ (Johannes 8,36).

Keine Freiheit ohne Bindung

Wer sich an Jesus Christus, den Sohn Gottes, bindet (das bedeutet „Glaube“), wird frei vom Zwang zur Sünde. Er braucht nicht mehr zu sündigen. Jesus Christus macht deutlich, dass der Mensch so von der Stellung eines

Sklaven in die Stellung eines Sohnes kommt (Johannes 8,34-36). Durch die Bindung an Jesus Christus wird der Mensch ein Gotteskind. Dann muss ich nicht mehr das tun, was ich will, sondern ich darf das tun und lassen, was Jesus Christus will.

Das ist wahre Freiheit!

Als Christ lebe ich bewusst in der Gemeinschaft mit Gott. Das bedeutet Schutz und Geborgenheit. Ich habe klare Werte und Normen für mein Leben. Das hat befreiende Wirkung für mein Leben. Dazu ein Beispiel:

Ein Architekt baut eine hohe Brücke mit einer Besonderheit – er lässt die Leitplanken weg. Stellen Sie sich vor, Sie würden mit einer Menschengruppe über diese Brücke gehen. Wo würden Sie sich aufhalten? Doch möglichst in der Mitte der Brücke, damit Sie nicht zu nah an den Rand kommen, denn das könnte ja sehr gefährlich werden. Sobald Leitplanken angebracht würden, könnten Sie sich frei auf der Brücke bewegen, bis an den Rand der Brücke gehen und die schöne Aussicht genießen.

Das ist Freiheit! Freiheit finden wir in den Grenzen, die Gott liebevoll gezogen hat. Die Bibel, Gottes Norm, gleicht dem Geländer einer Brücke. Die Bindung an Gott, seinen Sohn Jesus Christus und sein Wort machen jeden Menschen frei, seiner eigentlichen Bestimmung gerecht zu werden.

Bibeltext

„Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein.“

Johannes 8,36

Erziehung gestern und heute –was sollte man auf jeden Fall darüber wissen?

Problem: Noch nie sind so viele Erziehungsbücher erschienen wie in den letzten Jahren. Und immer wieder entdeckt man Titel wie „Erziehung in der Krise“ oder „Erziehung am Ende“. Was ist los?

Der pädagogische Dschungel

Die Beschäftigung mit erziehungswissenschaftlichen Modellen gleicht buchstäblich dem mühsamen Gang durch einen Dschungel. So können immer nur einige Schneisen geschlagen werden, die das nahezu undurchdringliche Dickicht zugänglich machen. Deshalb sollten wir weniger die einzelnen Pflanzen untersuchen, sondern vielmehr den Boden, aus dem sie hervorschießen. Die Grundideen gilt es zu durchschauen, um sich Klarheit zu verschaffen.

Der Nährboden moderner Pädagogik

Da sind die humanistische und die evolutionistische Idee. Der Humanismus geht davon aus, dass der Mensch einen guten Kern hat. Der evolutionistische Gedanke beschreibt die Höherentwicklung des Menschen aus niedrigeren Daseinsformen. Vereinfacht ausgedrückt: Gemäß diesen Weltanschauungen sind wir höher entwickelte Tiere mit einem guten Kern. Das ist der Ausgangspunkt. Das erklärte Ziel für den Menschen heißt danach Selbstverwirklichung. Zwischen Ausgangspunkt und Ziel liegt eine Strecke, auf der der Mensch erzogen

werden muss bzw. im Sinne der Anti-Pädagogen so viel Freiräume wie möglich zur Entfaltung des guten Kerns im Menschen geschaffen werden sollen.

Wie ist die Vielfalt zu erklären?

Ganz einfach! Die Grundideen entsprechen nicht den Tatsachen. So stellen wir fest, dass viele gut gemeinte pädagogische Tipps nicht zu dem erklärten Ziel führen und die gesellschaftlichen Probleme zunehmen. Also werden sie verworfen oder in einem neuen Kleid angeboten. Pädagogische Konzepte, die von der humanistischen und der evolutionistischen Idee ausgehen, sind zum Scheitern verurteilt.

Das moderne Menschenbild

Viele wollen es nicht wahrhaben. Aber es ist tatsächlich so: Das modernste Menschenbild finden wir in der Bibel. Im ersten Buch Mose heißt es, dass Gott den Menschen schuf und der Mensch eine lebendige Seele wurde. Der Mensch ist ein Geschöpf und eine Einheit von Seele und Leib, Stichwort Psychosomatik. Hinzu kommt, dass der Mensch von Gott abfiel und seitdem ein Sünder ist, d. h., der Mensch ist in sich nicht gut. Jesus Christus sagt, dass aus dem Herzen des Menschen die bösen Gedanken kommen. Das deckt sich mit der täglichen Beobachtung. Das erklärte Ziel für den Menschen heißt nicht Menschenverherrlichung, sondern Verherrlichung Gottes, nicht Selbstverwirklichung, sondern Selbsterkenntnis und dazu gehört das Begreifen, dass man eben nicht gut, sondern in der Wurzel faul ist und dringend die Hilfe Gottes braucht.

Das zeitlose Erziehungsprogramm

Für diese Wegstrecke zwischen Ausgangspunkt und Ziel gibt es ein eindeutiges Erziehungsprogramm, das zeitlos ist. Denn Gott, der Schöpfer selbst, zeigt es uns in seinem Wort. Notwendigerweise müssen wir die Bibel als Handbuch für Erziehung zur Hand nehmen und darin lesen. Das wichtigste Erziehungsziel, das Gott sei Dank noch in einigen Landesverfassungen enthalten ist, heißt: Erziehung zur Ehrfurcht vor Gott. Das ist unser großes Problem: Wir nehmen Gott nicht mehr ernst. Wir achten ihn nicht und verweigern ihm die Ehre. Wer als Erzieher nach göttlichen Maßstäben handelt, wird die nachfolgende Generation positiv prägen.

Lesen Sie doch dazu bitte einmal im fünften Buch Mose die Kapitel 5 und 6!

Bibeltext

„Möge doch diese ihre Gesinnung bleiben, mich allezeit zu fürchten und alle meine Gebote zu halten, damit es ihnen und ihren Kindern ewig gut geht!“

5. Mose 5,29

Kann man denn heute noch nach biblischen Maßstäben erziehen?

Problem: Die Schwierigkeiten in der Erziehung nehmen zu. Immer wieder kommen neue Erziehungskonzepte und Schulreformen auf den Markt. Was hat eigentlich die Bibel zum Thema „Erziehung“ zu sagen?

Erziehung in der Krise

„War der Lehrer früher Wissensvermittler, ist er heute Dompteur und Disziplinator, der um jede Minute vernünftigen Unterrichts kämpfen muss.“ So ein Kommentar aus einer Spiegel-Spezialausgabe zum Thema „Erziehung“. Die Ratlosigkeit wächst. Disziplinschwierigkeiten nehmen zu. Was ist los? Darüber sind sich die meisten Pädagogen und Soziologen einig: Die Erziehung steckt in einer Krise.

„Keine Götter mehr“

So überschreibt der amerikanische Professor für Medienökologie, Neil Postman, eines seiner Bücher und schlägt Wege zu einer neuen, an Werten orientierten Pädagogik vor. Über Jahre hat man traditionelle, christliche Werte hinterfragt und sich mehr oder weniger von Gott losgesagt. Damit ist der Bezugsrahmen verloren gegangen, der unbedingt notwendig ist – auch für Antworten auf Erziehungsfragen.

Neuorientierung

... ist notwendig. Familie und Gesellschaft können auf Dauer nur existieren, wenn Übereinstimmung bezüglich positiver Werte besteht. Und wer könnte uns auf der Suche nach Werten besser helfen als Gott?!

In den Landesverfassungen einiger Bundesländer wird das vorrangige Ziel der Erziehung noch mit der Ehrfurcht vor Gott verbunden, aber leider seit Jahren wenig oder gar nicht beachtet. Eine Neuorientierung hin zu Gottes Maßstäben ist bisher jeder Gesellschaft gut bekommen. Die Bibel zeigt sie uns. Und Jesus Christus hat sie vorgelebt. Sein positiver Einfluss auf die Menschen ist einer der klarsten Beweise für die Richtigkeit biblischer Maßstäbe.

Vorbild sein

Biblische Erziehung ist in erster Linie Erziehung durch Vorbild. Auch das zeigt uns Jesus Christus. Die schwierige Lektion, einander zu dienen, erteilte er seinen Jüngern, indem er selbst niedrige Dienste tat (vgl. Johannes 13,1ff). Durch einen glaubwürdigen Lebensstil schuf er Vertrauen. Jeder Mensch konnte erkennen, dass Jesus in Achtung und Ehrfurcht vor Gott lebte. Damit wurden seine Forderungen nach Gehorsam für seine Schüler glaubwürdig. Sie mussten ihm abnehmen, was er sagte. Sein ganzes Leben spiegelte Gottes Maßstäbe wider.

Und das ist unsere Chance. Die persönliche Beziehung zu Jesus Christus gibt neue Kraft und neuen Mut trotz aller Erziehungskrisen. Wir müssen unsere Kinder wieder bewusst zur Ehrfurcht vor Gott erziehen.

Die Voraussetzung dafür ist, dass wir selbst uns Gott wieder zuwenden. Darin liegt Zukunft – für uns und unsere Kinder.

Bibeltext

„Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst.“

5. Mose 6,6-7

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Issuu converts static files into: digital portfolios, online yearbooks, online catalogs, digital photo albums and more. Sign up and create your flipbook.