Catherine Mackenzie Wie ist es in Afrika?

Die Geschichte von Mary Slessor
Mary Slessor war ein abenteuerlustiges schottisches Mädchen mit feuerroten Haaren.
Ihre Familie war in die Stadt Dundee gezogen in der Hoffnung, dort ein besseres Leben zu haben. Doch auch hier fand Marys Vater keine Arbeit; er schlug ihre Mutter immer noch, so wie er es schon zuvor getan hatte, und sie hatten immer noch nicht genug zu essen. Eigentlich hatte sich nichts verändert. Mary musste mit der Schule aufhören, um in der Jutefabrik zu arbeiten. Dort wurden

Seile hergestellt.
„Wie ist es in der Fabrik?“, fragte ihre kleine Schwester, als Mary nach Hause kam. Mary fuhr sich über die Stirn und seufzte: „Schmutzig, laut und anstrengend.“

Mary musste mit der Schule aufhören, um in der Jutefabrik zu arbeiten.
Eines Tages hatte Marys Mutter gute Nachrichten.
„In der Fabrik werden jetzt Abendkurse angeboten.“ Mary konnte es kaum erwarten. Sie lernte dort viele Dinge. Auf dem Globus guckte sie sich all die verschiedenen Länder an, in die man reisen konnte.
„Wie ist es in Afrika?“, wollte Mary von ihrer Mutter wissen, als sie am Sonntag vom Gottesdienst nach Hause kamen.
„Viele Menschen in Afrika wissen nicht, dass Gott seinen einzigen Sohn in diese Welt geschickt hat, um sie von der Sünde zu erlösen“, antwortete Marys Mutter.
Mary runzelte die Stirn. „Sollte es ihnen dann nicht jemand erzählen?“, fragte sie sich.


„Wie ist es in Afrika?“, wollte Mary von ihrer Mutter wissen.
Als sie älter wurde, verbrachte Mary viel Zeit in der Kirche und half dort mit. Sie liebte Jesus und wünschte sich, dass andere ihn auch liebten. Eines
Tages wurde Mary auf dem Weg zur Kirche von ein paar Jungen belästigt. Einer von ihnen hatte ein großes Bleigewicht an einem Strick bei sich, das er wie eine Waffe einsetzte.
Mary ließ sich nicht einschüchtern. Laut rief sie: „Lass das Bleigewicht so dicht an meinem Gesicht vorbeikreisen wie möglich! Wenn ich zucke, hast du gewonnen – doch wenn ich es aushalte, müsst ihr mit mir in den Gottesdienst gehen.“
Die Jungen waren sich sicher, dass sie gewinnen würden.

Doch das war nicht der Fall. Am Ende folgten sie Mary in den Gottesdienst.

Einer der Jungen hatte ein großes Bleigewicht an einem Strick bei sich.