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n e h c d ä M tt o G n o uv Wie d dacht bist ge


1. Auflage 2017 © der Originalausgabe mit dem Titel Growing Up God's Way for Girls 2014 by Dr. Chris Richards and Dr. Liz Jones (originally published by EP Books). Translated and printed by permission. All rights reserved. © der deutschen Ausgabe 2017 by CLV Christliche Literatur-Verbreitung Ravensberger Bleiche 6 · 33649 Bielefeld Internet: www.clv.de Übersetzung: Hermann Grabe, Meinerzhagen Zeichnungen: Hanna Hetterich Satz und Umschlag: Anne Caspari, Marienheide Druck: www.schreckhase.de Artikel-Nr. 256126 ISBN 978-3-86699-126-2 Falls nicht anders vermerkt, sind die Bibelzitate der Elberfelder Übersetzung 2003, Edition CSV Hückeswagen, entnommen.

Dr. Chris Richards ist Kinderfacharzt in Newcastle upon Tyne. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. Er ist Diakon in der Gateshead Presbyterian Church.

Dr. Liz Jones ist pensionierte Gemeinde-Kinderärztin. Sie ist verheiratet, hat drei verheiratete Töchter und sieben Enkelkinder. Sie besucht mit ihrem Mann die Welbeck Road Evangelical Church in Newcastle upon Tyne.


Inhalt 1. Die Pubertät – Was ist das? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 2. Die Ehe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 3. Die Pubertät und wie sie beginnt . . . . . . . . . . . . . . . 24 4. Wie sich dein Körper verändert . . . . . . . . . . . . . . . . . .32 5. Wie sich der Körper von Jungen verändert . . . . . . . 42 6. Körperliche Intimität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 7. Veränderungen im Denken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .56 8. Einander kennenlernen und darüber hinaus . . . . . 64 9. Vorbereitung für die Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .72


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Die Pubertät Was ist das?


Wenn du nach draußen gehst und dich umschaust, wirst du Leute in vielen verschiedenen Lebensabschnitten sehen – Neugeborene in Kinderwagen, Kleinkinder in Buggys, Kinder auf dem Schulweg, Erwachsene, die zur Arbeit fahren, und ältere Leute, die einen kurzen Spaziergang machen.

Ein König mit Namen Salomo sah ebenfalls all diese Lebensabschnitte und nannte sie bestimmte Zeiten , die er dann im Buch Prediger in der Bibel beschrieb:

»Alles hat seine bestimmte Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit.« Prediger 3,1

Während der Pubertät gelangen junge Menschen von einem Lebensabschnitt in den anderen; sie verlassen die Kindheit 5 und bereiten sich auf das Erwachsensein vor. Die Pubertät ist eine Zeit großer Veränderungen in Körper und Geist. Diese Veränderungen laufen schnell ab. Außer bei einem Neu-


geborenen gibt es keinen Zeitabschnitt, in dem man so schnell wächst wie während der Pubertät. Die Veränderungen sind sehr grundlegend und betreffen sowohl deinen Körper (hinsichtlich Größe, Körperbau und Beschaffenheit) als auch deinen 6 Geist (bezüglich der Art und Weise, wie du Dinge verstehst, Entscheidungen triffst und Pläne für die Zukunft machst).

Erwachsenwerden ist Gottes Idee Wenn man an die Veränderungen denkt, die vor dir liegen, ist es gut, folgende Dinge im Gedächtnis zu behalten: Diese Veränderungen gehören zu Gottes Plan für dich. In seiner Weisheit hat Gott niemanden von uns plötzlich als Erwachsenen ins Leben treten lassen. Vielmehr richtete er es so ein, dass wir in diese Rolle hineinwachsen sollten. Sogar Jesus, der Sohn Gottes, machte diese Veränderungen während seines Lebens durch, indem er [zunahm] an Weisheit und an Größe (Lukas 2,52). Wann diese Veränderungen eintreten, steht unter Gottes Kontrolle. Gott gibt einem Baby nach etwa sechs Monaten seine ersten Zähnchen. Das ist genau zu dem Zeitpunkt, zu dem sich das Baby von einer vor allem aus Milch bestehenden Ernährung auf überwiegend feste Nahrung umstellen muss.


Auf die gleiche Weise erinnern uns die Veränderungen, die Gott während der Pubertät an deinem Körper geschehen lässt, daran, wie gut und weise er ist. Diese Veränderungen hast du nicht unter Kontrolle; aber warte nur geduldig, und du wirst erkennen, dass die Ergebnisse für dich von großem Vorteil sind. Gott verspricht, dich durch alle Lebensabschnitte zu führen. Gott weiß alles, was wir durchmachen, und jede Veränderung, die in unserem Körper vor sich geht, kennt er im Voraus ganz genau und bis ins kleinste Detail! König David kannte Gottes sichere und beständige Hand über seinem Leben, und das auch unter den herausforderndsten Umständen. So konnte er sagen:

»Ich aber, ich habe auf dich vertraut, HERR; ich sprach: Du bist mein Gott! In deiner Hand sind meine Zeiten.« Psalm 31,15-16

Deine Eltern werden dir durch diesen Lebensabschnitt helfen. Vielleicht liest du dieses Buch mit deinem Vater bzw. deiner Mutter oder mit beiden Eltern zusammen. Gott hat deinen Eltern eine besondere Verantwortung gegeben, dich während dieser aufregenden und herausfordernden Zeit zu begleiten und dir zu helfen. Denke daran, mit ihnen zu reden und ihren Rat anzunehmen!

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Die Veränderungen haben ein von Gott gegebenes Ziel. Die Veränderungen während der Pubertät sind von Gott geplant, um dich für die Zukunft vorzubereiten. Die Pubertät soll dazu dienen, dich ins Erwachsenenalter zu bringen, damit du unabhängig von deinen Eltern leben kannst, sodass du eines Ta8 ges in der Lage sein wirst, eine eigene Familie zu haben. Die Veränderungen der Pubertät werden dir ganz neue Möglichkeiten geben, für Gott zu leben und die aufregende Aussicht zu haben, neue Rollen zu übernehmen, neuen Leuten zu begegnen und mehr von der Welt zu sehen.

Noch bist du nicht fertig Im Augenblick könntest du noch kein eigenes Heim oder eine Familie gründen, auch wenn du es gern wolltest. Dafür gibt es mehrere Ursachen: Es gibt gefühlsmäßige Gründe. Du fühlst dich einfach noch nicht in der Lage dazu! Und wenn du klug bist, merkst du, dass du noch Unterweisung, regelmäßige Fürsorge und den Schutz deiner Eltern benötigst. Es gibt körperliche Gründe. Dein Körper ist noch nicht erwachsen genug, um Kinder haben zu können.


Es gibt geistliche Gründe. Du bist noch nicht in der Lage, allen Versuchungen und Schwierigkeiten zu begegnen, die in den Verantwortungsbereich des Erwachsenenlebens gehören. Es gibt gesetzliche Gründe. Die Gesetze der meisten Länder berücksichtigen die oben genannten Gründe und machen es Kindern klugerweise unmöglich, unabhängig von ihren Eltern oder Erziehern zu leben. In Deutschland und in vielen anderen Ländern ist es verboten zu heiraten, bevor man 16 ist, und auch dann nur mit der Erlaubnis der Eltern. Die Veränderungen, die von nun an bis zum Ende der Pubertät auf dich zukommen werden, werden dir helfen, erwachsen zu werden, selbstständig zu leben und eine eigene Familie zu gründen. An dieser Stelle sollen drei Aspekte dieser Veränderungen genannt werden:

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Du wirst neue Wünsche und Gefühle entwickeln … sodass du dich vom anderen Geschlecht angezogen fühlst. Du wirst dich körperlich verändern … sodass du Kinder bekommen kannst. Du wirst reifer werden … damit du verantwortliche Entscheidungen treffen kannst.

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Die Herausforderungen dieser Veränderungen So wichtig alle diese Veränderungen sein mögen, bleibt die wichtigste Herausforderung doch, weise Entscheidungen zu treffen. Dein wachsender und reifer werdender Körper und dein Geist werden dir erlauben, ganz neue und andere Dinge zu tun. Und du wirst entscheiden müssen, ob du diese Dinge auf die richtige oder auf die falsche Weise tun willst.

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Diese Art von Entscheidungen nennt man moralische Entscheidungen. Bei diesen neuen Entscheidungen musst du Gott bitten, dass er dir hilft, sie richtig zu treffen. Du musst dich darauf vorbereiten, mit den neuen Fähigkeiten und der Verantwortung, die du als Erwachsene haben wirst, so zu denken und zu handeln, dass es Gott gefällt. In diesem Buch möchten wir dir dabei helfen, die Veränderungen verstehen zu lernen, die während der Pubertät in deinem Körper und in deinem Geist vor sich gehen. Außerdem möchten wir dich befähigen, gute Entscheidungen zu treffen, die Gott in deinem weiteren Leben gern bei dir sehen will.


Richtig oder falsch?

Wie kann ich Gott gefallen?


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Die Ehe

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Warum muss man etwas über die Ehe lernen? In seiner Weisheit hat Gott uns ein Grundmodell für die Bildung einer Familie gegeben, und dieses Grundmodell ist die Ehe. In den nächsten paar Jahren wirst du Entscheidungen treffen, die einen starken Einfluss darauf haben werden, ob es für dich möglich ist, eine Familie nach Gottes Willen zu haben. Du wirst so denken und handeln müssen, dass es Gott gefällt, und solltest alles unterlassen, was diese Möglichkeit verdirbt. Aus diesem Grund ist es wichtig, jetzt schon etwas über die Ehe zu lernen, auch wenn es in Wirklichkeit noch lange dauern mag, bis du wirklich heiratest.

Die Ehe – Gottes besonderer Plan Warst du schon einmal auf einer Hochzeit? Waren da nicht alle glücklich? Und die Atmosphäre – war die nicht spannend? Ja, es ist jedem klar, dass eine Hochzeit etwas ganz Besonderes ist. Die Gründe sind nicht nur das schöne Kleid, das Konfetti, die Hochzeitskutsche und das besondere Essen. Bei einer Hochzeit zeigt das Paar seine gegenseitige Liebe, indem es eine lebenslange Ehegemeinschaft beginnt. Die Ehe wurde von Gott geplant. Der erste Mann und die erste Frau, die Gott geschaffen hatte, Adam und Eva, waren auch Ehemann und Ehefrau. Damit wurden sie zum Muster, dem Männer und Frauen in der Zukunft folgen sollten.

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Die folgenden Worte aus dem ersten Buch der Bibel, dem 1. Buch Mose, zeigen, dass Gott dies so gewollt hat:

»Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.« 1. Mose 2,24

Aus diesem Grund wird die Ehe eine Schöpfungsordnung genannt. Eine Schöpfungsordnung ist eine Regelung, die Gott einsetzte und die seit Erschaffung der Welt existiert. Die Ehe gab es zu allen Zeiten und weltweit bei allen Völkern, auch bei solchen, die Gott nicht als den Planer der Ehe anerkennen. Die Ehe ist als die Grundlage jedes Familienverbands vorgesehen, sodass die Kinder in eine Familie hineingeboren werden und aus der Liebe und Sicherheit dieses Familienlebens Nutzen ziehen können. Das ist der von Gott auserwählte Weg, eine Generation nach der anderen entstehen zu lassen, damit sie alle für seine Welt arbeiten und sich um sie kümmern. Alle Generationen sollen dem Befehl nachkommen, fruchtbar zu sein, sich zu mehren, die Erde zu füllen und sie sich untertan zu machen (1. Mose 1,28). So wie ein Gebäude aus einzelnen Ziegelsteinen gebildet wird, so will Gott, dass alle Völker und


ihre Gesellschaften sich aus den einzelnen Ziegelsteinen , den Familien, aufbauen, deren Grundlage die Ehe ist. Ohne stabile Ehen ist es um ein Volk schlecht bestellt: Es beginnt zu zerfallen. Wundern wir uns noch, dass wir von Hochzeiten begeistert sind, wenn wir begreifen, dass Gott der Schöpfer der Ehe ist? Dabei können wir ja sehen, dass sein Plan in die Praxis umgesetzt wird, wenn sich eine neue Familie bildet und eine neue gesellschaftliche Einheit Gestalt annimmt.

Wer kann heiraten? Wir können die Antwort finden, wenn wir Gottes eigene Beschreibung der Ehe betrachten, die wir soeben gelesen haben:

»Ein Mann [wird] seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.« 1. Mose 2,24

Daraus können wir lernen, dass Gott die Ehe als eine Einheit von einem Mann und einer Frau geplant hat. Gott hat es so gewollt, dass Mann und Frau unterschiedlich sind – nicht nur, was den Körper betrifft, sondern auch in ihrem Fühlen und Denken. Diese Unterschiede zwischen Mann und Frau erlauben ihnen, unterschiedliche Rollen in der Ehe einzunehmen. Gott hat Eva

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als Adams Hilfe und als seine Gefährtin erschaffen. Dabei war und ist es Gottes Absicht, dass beide, Ehemann und Ehefrau, zusammenarbeiten. Sie sollen sich so ergänzen, dass sowohl sie als auch ihre Kinder daraus Nutzen ziehen. Gegenseitige Ergänzung bedeutet, dass beide Ehepartner auf unterschiedliche Weise zu ihrem gemeinsamen Wohl zusammenarbeiten. Als Haupt der Familie soll der Mann die Führung übernehmen, indem er für seine Familie sorgt, sie vor Bedrohungen beschützt und seine Kinder lehrt. Die Frau soll ihren Mann in seiner Verantwortung unterstützen und einen größeren Anteil an der Haushaltsführung übernehmen, das heißt, sie wird vor allem die Familie ernähren sowie die Kinder betreuen und sich um sie kümmern. Wir lernen aus diesem Vers (1. Mose 2,24) auch, dass nach Gottes Willen die Ehe aus nur einem Mann und einer (seiner) Frau besteht. Außerdem sehen wir, dass Adam und Eva Erwachsene waren, als sie heirateten. Gott hat bestimmt, dass die Ehe nur für solche ist, die die Pubertät durchlaufen haben, sodass sie die nötige geistige Reife besitzen und alt genug sind, Kinder großziehen zu können.


Verlassen und eins werden Derselbe Vers zeigt noch mehr über die Ehe. Er stellt fest, dass ein Mann, wenn er heiratet, Vater und Mutter verlässt. Sicher hast du beobachtet, dass bei einer Hochzeit die Braut von ih17 rem Vater hineingeführt wird und dass sie mit ihrem Mann wieder hinausgeht. Das zeigt uns eine wichtige Voraussetzung für eine Heirat: Der Mann und die Frau müssen ihre Eltern verlassen und sich zusammentun, um als verheiratetes Paar eine neue Familie zu gründen.

Liebe Dabei erkennen wir auch Folgendes: Wenn ein Mann und eine Frau heiraten, sind sie in vielen wichtigen Punkten vereinigt . Sie wohnen zusammen und teilen alles miteinander: Nahrung, Geld, Nachnamen, Urlaub … Sie teilen sich ihre Gedanken mit und treffen gemeinsame Entscheidungen. Auch vereinigen sie ihre Körper in einer besonderen leiblichen Nähe, was in der Bibel als ein Fleisch werden beschrieben wird. Die Reihenfolge, in der wir etwas tun, ist vor Gott sehr wichtig. In 1. Mose 2,24 wird der zeitliche Ablauf beschrieben: Zuerst verlassen die beiden Ehepartner ihre elterlichen Familien, danach kommt dann die Vereinigung in der Ehe, was wiederum dazu führt, dass die zwei ein Fleisch werden.


Heute widersetzen sich viele Menschen in unserer Gesellschaft dieser von Gott gegebenen Reihenfolge. Meistens vereinigen sie ihre Körper, ohne vorher verheiratet zu sein. Andere versuchen, eine neue Familie zu gründen, ohne gänzlich das Heim ihrer Eltern verlassen zu haben. Wenn man sich in dieser Weise 18 über Gottes Ordnung hinwegsetzt, muss man mit vielerlei Problemen rechnen.

Das Trauversprechen Die Ehe basiert auf Versprechen, die vom Ehemann (dem Bräutigam) und von der Ehefrau (der Braut) am Hochzeitstag abgelegt werden. Die Braut und der Bräutigam tauschen gewöhnlich Ringe aus, die sie dann für den Rest ihres Lebens tragen, um sich immer an die gegebenen Versprechen zu erinnern. Weil Ringe keine Enden haben, sind sie ein schönes Beispiel für die nie endende Liebe zwischen Mann und Frau. Die Trauversprechen sind sehr ernst zu nehmen, da sie vor Gott und den bei der Hochzeit Anwesenden abgelegt worden sind. Sie werden auch manchmal Gelübde genannt. Bei einem Gelübde sprichst du aus, was du zu tun vorhast, und dann musst du alles in deiner Macht Stehende tun, um es zu erfüllen. Wenn Gott seinem Volk etwas verspricht, hält er es immer. Das ist ein Zeichen seiner Treue uns gegenüber. Genauso verlangt Gott von uns, dass wir unsere Versprechen halten. Einen Christen sollte man daran erkennen, dass er seine Versprechen hält, auch wenn ihm das schwerfällt (siehe Psalm 15,4). Das eine zu sagen


und das andere zu tun, ist eine Form des Lügens. In den Zehn Geboten untersagt uns Gott zu lügen. Dort heißt es:

»Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen gegen deinen Nächsten.« 2. Mose 20,16

Darum ist es wichtig, ernsthaft nachzudenken, bevor man ein Trauversprechen abgibt. Hier kannst du ein Trauversprechen sehen, wie es die Braut in vielen Kirchen und Gemeinden ablegt:

Ich, …, nehme dich, …, zu meinem Mann, um mit dir zu leben und mit dir zu gehen – von diesem Tag an und immerfort, in guten und in schlechten Zeiten, in Reichtum und in Armut, in Krankheit und Gesundheit, dich zu lieben und zu schätzen, bis dass der Tod uns scheidet, gemäß Gottes heiligem Gesetz und nach diesem meinem feierlichen Eid.

Diese Worte eines Gelübdes drücken die Liebe aus, die die Braut und der Bräutigam füreinander haben. Beachte das Wort schätzen , das heute meist in einem anderen Sinn gebraucht wird. Hier bedeutet es, dass man jemanden für äußerst wertvoll hält. Ein Mann und seine Frau schätzen einander, wenn sie sich alle Mühe geben, nur das Allerbeste füreinander zu suchen.

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Was zu dieser Liebe alles gehört, wird in der folgenden Bibelstelle beschrieben, die oft bei Hochzeiten vorgelesen wird:

»Die Liebe ist langmütig, ist gütig; die Liebe neidet nicht, die Liebe tut nicht groß, sie bläht sich nicht auf, sie gebärdet sich nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit, sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Die Liebe vergeht niemals.« 1. Korinther 13,4-8

Das ist die Art von Liebe, die sich die Braut und der Bräutigam gegenseitig versprechen, wenn sie ihr Ehegelübde ablegen.

Noch mehr über die Liebe in der Ehe Die Bibel gibt uns zwei Beschreibungen davon, wie ein Ehemann seine Frau lieben soll. Erstens sollte er seine Frau genauso lieben, wie Christus seine Gemeinde liebt und sich selbst für sie hingegeben hat (Epheser 5,25). Zweitens sollte er sie wie seinen eigenen Körper lieben (Epheser 5,28). Mit anderen Worten: Der Ehemann sollte sich um seine Frau genauso kümmern, wie er sich um sich selbst kümmert. Welch eine Herausforderung! Junge Männer sollten sorgfältig darüber nachdenken! Es ist nicht 20 leicht für sie, ein Ehemann zu sein, so wie Gott es haben will. Die Anforderungen, die Gott an die Ehefrau stellt, sind genauso herausfordernd. Sie muss sich darauf vorbereiten, den Ehemann zu respektieren und sich ihm unterzuordnen (Epheser 5,22). Dar-


um musst auch du sorgfältig überlegen, ob du bereit bist, das für den Mann zu tun, den du heiraten möchtest. Beachte, dass es im Trauversprechen kein Wenn und Aber gibt. Du versprichst deinem Ehemann, dich ihm hin21 zugeben – einerlei, wie sich die Umstände entwickeln. Das wird manchmal bedingungslose Liebe genannt. Du magst einen Millionär oder einen Athleten heiraten, aber du hast deinem Mann versprochen, ihm immer treu zu sein. Das gilt auch dann noch, wenn kein Geld mehr da ist oder wenn er eines Tages im Rollstuhl sitzen wird. Diese Art von Liebe entspringt einer Entscheidung, diese Person zu lieben. Sie hängt also letztlich nicht von deinen Gefühlen oder von dem ab, was in deiner Ehe passiert. Du versprichst ganz schlicht, die Interessen der anderen Person über deine eigenen zu stellen.


Das ist der große Unterschied zu der Art von Liebe, von der wir oft im Fernsehen hören oder in Zeitschriften lesen, wo wir sehen, wie Leute heiraten und sich nach ein paar Jahren wieder voneinander trennen. Schließlich sind auch die Worte bis dass der Tod euch scheidet sehr wichtig. Gott will, dass die Ehe lebenslang hält und nur durch den Tod des Mannes oder der Frau beendet wird.

Was beabsichtigt Gott mit der Ehe? Die erste Absicht Gottes mit der Ehe wurde bereits angesprochen: Mann und Frau sollen einander lieben, füreinander sorgen und sich gegenseitig unterstützen. Dein Mann sollte also lebens22 lang dein allerbester Freund sein. Als Zweites beabsichtigte Gott, dass in der Ehe Kinder geboren werden. Gott will, dass Kinder im Schutzraum einer Familie zur Welt kommen und aufwachsen – in einer Sicherheit, die auf eine Ehe gegründet ist. Eine Pflanze wächst am besten, wenn sie ausreichend Wasser, Nährstoffe und Sonne bekommt. Aus Untersuchungen wissen wir, dass die beste Voraussetzung für die Entwicklung von Kin-


dern eine intakte Familie ist. Woran mag das liegen? Könntest du einige Gründe nennen, warum eine sichere und glückliche Ehe dem Kind hilft? Erinnere dich an das Trauversprechen: Denke an die Sicherheit und die Hilfe, die die Kinder dadurch erhalten, dass sie wissen: Wir haben eine Mutter und einen Vater, die sich gegenseitig versprochen haben, sich stets zu lieben – einerlei, was kommen mag.

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Die Pubertät und wie sie beginnt


Erinnerst du dich noch an das, was du im ersten Kapitel über die Pubertät gelesen hast? Die Pubertät ist ein 25 Lebensabschnitt, der für Geist und Körper große Veränderungen mit sich bringt, um dich für das Erwachsensein vorzubereiten. Als Erwachsene wirst du unabhängig von deinen Eltern leben, heiraten und eine Familie haben können.

Jungen und Mädchen – ähnlich, aber unterschiedlich Bevor wir ins Detail gehen, wollen wir uns daran erinnern, dass Gott die Menschen, als er die Welt machte, in seinem eigenen Bild erschuf (1. Mose 1,27). Aus diesem Grund haben Männer und Frauen Wichtiges gemeinsam. Sie sind beide gleich wertvoll vor Gott. Beide haben ein von Gott gegebenes Gewissen, um Richtig von Falsch zu unterscheiden. Wenn wir das bedenken, überrascht es nicht, dass manche Veränderungen während der Pubertät bei Jungen und Mädchen gleich verlaufen. Beide können damit rechnen, dass sie schnell wachsen werden und dass sich ihre Körperform verändern wird. Beide reifen nicht nur körperlich, sondern auch geistig.


Aber Gott schuf die Menschen [als] Mann und Frau (1. Mose 1,27). Aus diesem Grund sind Männer und Frauen auch deutlich unterschiedlich. Wir haben schon gesehen, dass Männer und Frauen unterschiedliche Aufgaben in der Ehe übernehmen sollen. Da ist es kein Wunder, dass ihre Vorbereitung auf das Erwachsenenleben jeweils anders verläuft – es gibt also auch bedeutende Unterschiede zwischen den Veränderungen während der Pubertät bei Jungen und Mädchen. Natürlich fangen diese Unterschiede nicht mit der Pubertät an – jeder, der schon einmal eine Windel bei einem Baby gewechselt hat, weiß das! Gott hat bestimmt, dass aufgrund der Veränderungen während der 26 Pubertät eine Frau hinsichtlich der Gründung einer Familie etwas tun kann, wozu kein Mann imstande ist. Sie kann schwanger werden und ein Kind bekommen und es in den ersten Lebensmonaten an ihrer Brust ernähren. Die deutlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Größe und Gestalt weisen auf grundsätzliche Unterschiede innerhalb ihrer Körper hin. Frauen haben andere Hormone als Männer (siehe S. 30 und 43-44), und ihr Hormonspiegel steigt und sinkt zu unterschiedlichen Zeiten während eines Monats, wohingegen die männlichen Hormone sehr beständig sind.


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