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Jennifer Larcombe Rees

Wir Kinder vom Park

Christliche Literatur-Verbreitung e.V. Postfach 11 01 35 路 33661 Bielefeld


1. Auflage 1996

© der englischen Ausgabe 1992 by Jennifer Rees Originaltitel: The Park People © der deutschen Ausgabe 1996 by CLV Christliche Literatur-Verbreitung Postfach 11 01 35 · 33661 Bielefeld

Übersetzung: Heike Vornholt Illustrationen: Sarah Hedley Satz: CLV Umschlag: Dieter Otten, Bergneustadt Druck und Bindung: Druckhaus Gummersbach

ISBN 3-89397-752-X


Inhalt Achim und der beinahe traurige Geburtstag

7

Georg und die roten Punkte

21

Oliver braucht einen Freund

33

Mark und Susi, die Schreckliche

47

Matthias und das Gespenst

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Sven, der Kรถnig des Parks

71


Meinem jüngsten Sohn Richard, für all‘ seine Hilfe und Ratschläge


Achim und der beinahe traurige Geburtstag Der Park war wie ein großes, grünes Feld mit einem Karussell, Schaukeln und einer Rutsche. Dort wuchsen viele Blumen und große schattige Bäume. Ein kleiner Mann namens Gerd war der Parkwächter. Er hinkte mit einem Bein, weil es lahm war. Er rupfte das Unkraut aus den Blumenbeeten, fegte die Wege und hatte für jeden ein Lächeln. Alle Leute vom Park wohnten in kleinen, alten Häusern am Rande des Parks. An der einen Ecke stand die Kirche und an der anderen die Schule. Karens Haus war sehr unordentlich. Das lag vielleicht daran, daß ihre Mutter eine Künstlerin war und fast den ganzen Tag lang Bilder malte. „Sie ist viel zu beschäftigt, um aufzuräumen“, erzählte Karen ihren Freunden im Park. Achim wohnte im Nachbarhaus von Karen, aber sein Haus war immer sauber und 7


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ordentlich. Die Häuser standen so nahe beieinander, daß Achim aus seinem Zimmer direkt in Karens Zimmer schauen konnte. „Was für ein Durcheinander!“ sagte Achims Mutter, doch Achim dachte: Der Raum sieht gemütlich aus. Er war voll verschiedener Modelle, die Karen gebastelt, Bilder, die sie gemalt und Spielsachen, Kleider und Bücher, die sie durcheinander in fröhlichen Haufen auf dem Fußboden zurückgelassen hatte. Achim wünschte sich auch so ein Zimmer, aber er sagte es nicht. „Daß du mir niemals in dieses unordentliche Haus gehst“, sagte seine Mutter. Wenn er seine Nase gegen die Fensterscheibe seines Zimmers drückte, konnte er genau in Karens Küche hinuntersehen. Karen und ihre Mutter und ihr Vater lachten stets und hatten Spaß miteinander. Manchmal, wenn er im Schlafanzug an seinem Fenster stand, winkte Karen ihm eine gute Nacht zu, bevor sie die Vorhänge zuzog. Er winkte nie zurück, seine Mutter hätte es sicher nicht gewollt. Achim und seine Mutter hatten nicht immer in dem alten Haus am Park gewohnt. Er konnte 9


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sich daran erinnern, einst einen Vater und einen Garten gehabt zu haben. „Muß ich wieder zu Frau Bäcker gehen, wenn ich zur Schule komme?“ fragte Achim, als er sein Abendbrot in der sauberen und aufgeräumten Küche aß. Frau Bäcker nämlich paßte auf Achim auf, während seine Mutter bei dem Friseur weiter unten an der Straße arbeitete. Er mochte sie nicht sehr. Aber er sagte es nicht. „Natürlich mußt du nach der Schule zu ihr gehen“, meinte seine Mutter verstimmt. „Ich arbeite doch bis um sechs Uhr!“ „Ich könnte solange im Park spielen, bis du nach Hause kommst“, schlug Achim voller Hoffnung vor. „Was? Mit all diesen rauhen, dreckigen Kindern spielen?“ rief seine Mutter mit Schrecken aus. Achim dachte, daß die Kinder vom Park sehr nett aussähen. Aber er sagte es nicht. Am Tag, als Achim in die Schule kam, schrubbte seine Mutter ihn so sauber, daß er meinte, keine Haut mehr zu haben. Seine 10


neuen Kleider fühlten sich steif und komisch an, als er über den Park zum Schultor ging. Er mochte seine Lehrerin ganz gerne, bis sie sagte: „Wir wollen jetzt malen, aber ohne Pinsel. Wir benutzen unsere Finger.“

Achim wußte nicht, was er tun sollte. Seine Mutter mochte es überhaupt nicht, wenn er seine Hände schmutzig machte. „Sie wird böse werden, wenn ich es tue“, dachte er. 12


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Aber er sagte es nicht. Er setzte sich fest auf seine sauberen Hände und beobachtete alle anderen, wie sie sich schmutzig machten. Auf dem Schulhof war es noch schlimmer. Alle rannten lärmend herum, nur Achim nicht: Er steckte seinen Daumen in den Mund und stand ganz alleine an der Mauer. „Hallo“, sagte eine Stimme, die er erkannte. „Du bist der Junge, der niemals winkt.“ Karen war älter als Achim, doch sie hatte solch ein nettes lächelndes Gesicht, daß er sich sicher war, sie sehr gut leiden zu können. Wenn sie nur nicht so unordentlich gewesen wäre. „Nimm dir eine Karamelle“, sagte Karen, „ich habe sie selber gemacht. Meine Mama malt Bilder und verkauft sie“, fuhr sie mit vollem Munde fort. „Ich male auch gerne“, fügte sie hinzu. Achim fragte sich, ob dies der Grund war, warum beide stets mit Farbe bekleckst waren. Aber er sagte es nicht. „Wenn meine Mama dich an deinem Zimmerfenster stehen sieht, sagt sie immer, sie würde gern einmal ein Bild von dir malen. Sie meint, in einem Rahmen sähe dein Gesicht wohl nett aus.“ 13


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In der folgenden Nacht mußte Achim viel nachdenken. Eine Idee begann in seinem Kopf herumzuschwirren. Am nächsten Tag traf er Karen auf dem Schulhof und sagte: „Wenn deine Mutter mich malt, kann ich das Bild dann kaufen? Ich habe fünfzig Pfennig.“ Am nächsten Sonntag hatte seine Mutter Geburtstag. Er erinnerte sich an ihren letzten Geburtstag: Er und sein Papa hatten ihr viele Geschenke gekauft, und er hatte sie in buntem Papier eingewickelt. Dieses Jahr hatte er sich schon Sorgen gemacht, ob sie überhaupt Geschenke haben würde. Karen lächelte. „Ich bin sicher, daß Mama für fünfzig Pfennig ein Bild von dir malen wird“, sagte sie. „Wenn du morgen zu uns kommst, macht sie es ruckzuck.“ Achims Mundwinkel bogen sich traurig nach unten. „Ich darf nicht in euer Haus kommen. Deine Mutter kann mich dann doch nicht malen.“ „O Schreck“, sagte Karen. „Mach dir keine Sorgen, ich werde mit dem Parkwächter darüber reden; er weiß immer, was zu tun ist.“ 14


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Achim konnte sich nicht vorstellen, wie der kleine, lustig aussehende Mann überhaupt etwas wissen konnte. Aber er sagte es nicht. Auf dem Nachhauseweg durch den Park traf Karen Gerd, den Parkwächter. Er pflanzte einige junge Bäume in der Nähe seines Schuppens. Er war ihr besonderer Freund. Er war auch ihr Leiter in der Kinderstunde, die in der Kirche an der einen Ecke des Parks stattfand. Wie immer hatte er eine gute Idee. Am nächsten Tag konnte Karen es kaum erwarten, Achim zu treffen. Sie sprühte vor Aufregung. „Gerd meinte, du könntest doch heute abend aus deinem Schlafzimmerfenster schauen. Dann kann meine Mama dich von meinem Fenster aus zeichnen. Sie sagt, sie würde es gerne tun.“ Achim war so erfreut, daß er die ganze Zeit lächelte, während er gezeichnet wurde. Das Lächeln kam auf dem Bild wunderbar zur Geltung. „Aber wie bekomme ich das Bild?“ fragte er Karen am nächsten Tag auf dem Spielplatz. 16


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Karen schloß ihre Augen, um besser nachdenken zu können. „Ich weiß. Ich packe es in Geschenkpapier ein, und ganz früh am Geburtstag von deiner Mama verstecke ich es unter eurer Türmatte.“ Achim lächelte sein breitestes Lächeln. „Ich lege das Geld unter die Fußmatte, damit sie sie findet“, dachte er. Aber er sagte es nicht. Ganz früh am Sonntagmorgen schlich Achim hinunter und öffnete die Hintertür. Seine fünfzig Pfennig waren verschwunden, und ein hübsches Päckchen lag an seiner Stelle. Leise schlich er in das Schlafzimmer seiner Mutter. Sie setzte sich im Bett hin und weinte, als er sein Geschenk neben sie legte. Achim dachte, daß sie traurig sei, weil sie überhaupt keine Geschenke erwartete. Aber er sagte es nicht. Zuerst freute sie sich sehr über das Bild. Dann fragte sie: „Woher hast du es?“ „Karens Mutti von nebenan malt Bilder und verkauft sie, und ich habe ihr meine fünfzig Pfennig gegeben“, sagte Achim stolz. „Du bist doch nicht in dieses schmutzige Haus gegangen!“ schrie seine Mutter ärgerlich. 17


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„Nein“, sagte Achim. „Sie hat mich durch das Fenster gemalt.“ Es war kein froher Geburtstag. Mutter hängte das Bild an die Wand vom Wohnzimmer. Doch sie weinte fast den ganzen Tag und schrubbte und putzte die kleinen, sauberen Zimmer. Immer wenn sie traurig war, machte sie Sachen sauber. Zur Teezeit klopfte es an der Tür. Es war Karen. Sie hielt eine Schachtel, die mit allen Arten von Papier und Bändern geschmückt war. Innen drin waren Honigplätzchen, die sie gerade gebacken hatte. Aber Achims Mutter hörte nicht auf zu weinen. Achim hoffte, daß ihre Tränen nicht die Plätzchen weich machen würden. Dann kam Karens Mutter mit einer Geburtstagskarte in der Hand. Es war keine richtige Karte, sondern ein kleines Bild vom Park, das sie selber gemalt hatte. Und Achims Mutter weinte sogar noch mehr. Plötzlich nahm Karens Mutter Achims Mutter in die Arme, und weil das lange keiner gemacht hatte, tat es Achims Mutter gut. „Wir sind eigentlich gekommen, um sie zum Teetrinken in unsere Küche einzuladen“, sagte 18


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Karen. „Wir haben Ihnen einen Geburtstagskuchen gebacken.“ Achim hielt den Atem an. Es klang so gut, aber Mutter würde es nie erlauben. Aber er hatte nicht recht. „In Ordnung“, sagte sie unerwartet. „Schon seit Jahren hat mir keiner einen Geburtstagskuchen gemacht.“ Der Kuchen war so gut, daß Achim drei Stücke aß. Dann bastelten Karen und er Modelle aus Pappschachteln am einen Ende des Tisches. Am anderen Ende tranken die Mütter Tee und redeten und redeten. All das über Achims Vater, der fortgegangen war, und wie schwer die Arbeit beim Friseur ist. „Aber ich muß die Miete bezahlen“, sagte Achims Mutter. „Und Frau Bäcker, die auf Achim aufpaßt.“ „Warum kommt er nach der Schule nicht hierher?“ meinte Karen. „Mama verlangt kein Geld, wenn er mit mir spielt.“ „O nein!“ sagte Achims Mutter und wurde rot. „Achim ist gerne bei Frau Bäcker.“ Achim war gerade dabei, wie üblich nichts zu sagen, 19


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als er statt dessen rief: „Nein, mir gefällt es nicht bei Frau Bäcker. Ich hasse es, dorthin zu gehen!“ Er malte gerade einen Pappkarton rot an und beschmierte sich dabei. „Bei Frau Bäcker ist es zu sauber“, fügte er etwas ruhiger hinzu. Plötzlich lachte Achims Mutter zum ersten Mal seit langem. „Sicherlich ist es hier nicht zu sauber“, sagte Karens Mutter, die auch lachte. „Er kann aber gerne zu uns kommen. Karen braucht jemanden, mit dem sie spielen kann.“ Bald war alles geregelt, und als sie nach Hause gingen, sagte Achims Mutter: „Ich wußte gar nicht, daß hier am Park so nette Leute wohnen.“ Und ihre Stimme klang fröhlich und anders. „Vielleicht“, dachte Achim, „ist Fröhlichkeit genauso ansteckend wie Schnupfen.“ Aber er sagte es nicht.

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Georg und die roten Punkte Im anderen Nachbarhaus von Karen wohnte Georg. Karen mochte Georg nicht sehr. „Er ist ständig am jammern“, erklärte sie dem Parkwächter. „Er ist der griesgrämigste Junge, den ich kenne. Ständig nörgelt er über irgend etwas. Darum nenne ich ihn den griesgrämigen Georg.“ „Warum, denkst du, ist er so traurig?“ fragte Gerd, als er Unkraut zupfte. „Nun, er hat doch keinen Grund, traurig zu sein“, erwiderte Karen etwas verwundert. „Er hat nette Eltern, eine große Schwester und sogar ein Kaninchen. Er scheint nur schlimme Dinge zu sehen, und ich haben ihn niemals lachen gesehen.“ „Vielleicht sollten wir einige ‚Stille Worte‘ seinetwegen losschicken“, sagte Gerd. Karen wußte genau, was er meinte. In der Kinderstunde sagte Gerd den Kindern immer, daß sie zu jeder Zeit Gott ‚Stille Worte‘ schicken konnten. 21


„Aber ich will keine ‚Stillen Worte‘ wegen Georg losschicken“, sagte Karen, „weil ich ihn nicht mag.“ „Vielleicht magst du ihn, wenn Gott ihn fröhlich macht“, schlug Gerd vor, und er lächelte, als er die Schubkarre wegschob. Karen war noch voller Zweifel, als sie nach Hause kam. „Ich hoffe, daß Gott sich beeilt und den griesgrämigen Georg schnell fröhlich macht“, erzählte sie ihrer Mutter. „Er ist so ein dummer Junge.“ 22


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„Wir könnten ihn zum Tee einladen“, meinte ihre Mutter. „Achim und er spielen vielleicht gern zusammen mit den Autos. Das wird ihn etwas aufheitern. Du kannst deine Honigplätzchen backen, während ich sein Bild male.“ „O Schreck!“ sagte Karen. „Ich hätte es viel lieber, daß Gott Georg ohne meine Hilfe fröhlich macht. Wir werden uns alle Watte in die Ohren stopfen, wenn er kommt, damit wir von seinem Jammern keine Kopfschmerzen bekommen.“ Georg freute sich, als sie ihn zum Tee einluden, doch er schaffte es, dies nicht zu zeigen. Er war sehr stolz, daß eine echte Künstlerin ihn zeichnete, doch alles, was er dazu sagte, war: „Ich hoffe, sie braucht nicht lange dazu. Ich hasse es, still zu sitzen.“ Es war keine Freude, Georg zu Besuch zu haben. Er aß keine Fischstäbchen, und er mochte keine Würstchen, Hamburger oder Pizza. Er spielte nicht mit Achim und dessen Autos, und er sagte doch tatsächlich, er könne Honigplätzchen nicht ausstehen. 23


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Die Zeichnungen dauerten nur einige Minuten, und dann nahm Karen Georg mit zum Spielen in den Park. Ihre Mutter malte die Bilder, was viel länger dauerte. Selbst der Park machte Georg keinen Spaß. Er wollte nicht auf die Rutsche oder die Schaukeln. Er wollte weder mit dem Ball spielen noch Buden in den Büschen bauen. Schließlich fiel er hin und schrammte sein Knie auf. „Komm mit nach Hause“, sagte Karen mit müder Stimme. „Ich suche dir ein Pflaster.“ „Ich bin fertig“, rief Mutter aus ihrem Studio. „Ich habe zwei Bilder von dir gemalt, Georg. Komm mit und sage mir, welches dir am ähnlichsten ist.“ Georg schaute genau auf das erste Bild, und er sah einen sehr griesgrämig aussehenden Jungen, der ihn finster anblickte. Er mochte das Aussehen des Jungen gar nicht. Das zweite Bild war viel netter. Es zeigte einen Jungen mit einem breiten Lächeln. „Dies sieht mir überhaupt nicht ähnlich“, sagte Georg, auf den lächelnden Jungen blickend. „Stimmt“, sagte Mutter. „Aber meinst du nicht, du könntest so aussehen?“ 25


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„Wie denn?“ grummelte Georg, ging nach Hause und sagte nicht einmal „Danke schön“. Eine Woche später, als Karen mit Achim ins Haus sauste, kam Ihnen Karens Mutter im Flur entgegen. „Armer Georg“, sagte sie. „Nun hat er wirklich etwas, worüber er traurig sein kann. Seine Großmutter ist sehr krank. Seine Mutter muß zu ihr fahren und sich um sie kümmern.“ „Aber er hat doch einen Vater“, sagte Achim. „Ja, aber sein Vater muß auf eine Geschäftsreise nach England fahren“, sagte Karens Mutter. „Darum habe ich Georg und seine Schwester eingeladen, für eine Weile bei uns zu bleiben.“ Karen war entsetzt. „Ich habe Achim gern hier“, sagte sie, „aber Georg will ich nicht in unserem Haus haben.“ „Ich würde etwas Geld dafür bekommen“, meinte ihre Mutter. „Und das können wir gut für Weihnachtsgeschenke gebrauchen.“ „Ich wünschte, wir bräuchten Gott nicht auf diese Weise zu helfen“, sagte Karen, und sie klang fast so griesgrämig wie Georg. 26


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