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Josh McDowell

Die Tatsache der Auferstehung

Christliche Literatur-Verbreitung Postfach ¡ 33661 Bielefeld


© der amerikanischen Ausgabe: 1981 Campus Crusade for Christ, Inc. Originaltitel: »The Resurrection Factor«, Here’s Life Publishers, Inc., San Bernardino, CA, USA © der deutschen Ausgabe: 1993 by CLV · Christliche Literatur-Verbreitung Postfach 1101 35 · 4800 Bielefeld 11 Übersetzung: Klaudia Limper Umschlag: Dieter Otten, Bergneustadt Satz: CLV Druck und Bindung: Ebner, Ulm

ISBN 3-89397-712-0


Inhaltsverzeichnis Der Kampf Die Suche beginnt Der Kampf geht weiter Die entscheidende Frage

7 7 10 14

Neun klare Beobachtungen Beobachtung 1 – Zeugnis der Geschichte Beobachtung 2 – Vorhersage der Auferstehung Beobachtung 3 – Historische Basis Beobachtung 4 – Intelligenter Glaube Beobachtung 5 – Die Möglichkeit von Wundern Beobachtung 6 – Tatsache, nicht Legende Beobachtung 7 – Naturwissenschaftliche Methode nicht anwendbar Beobachtung 8 – Historische Kriterien Beobachtung 9 – Zuverlässiges historisches Dokument

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Sicherheitsmaßnahmen Sicherheitsmaßnahme 1 – Der Prozeß Sicherheitsmaßnahme 2 – Tod durch Kreuzigung Sicherheitsmaßnahme 3 – Massives Felsgrab Sicherheitsmaßnahme 4 – Jüdisches Begräbnis Sicherheitsmaßnahme 5 – Sehr großer Stein Sicherheitsmaßnahme 6 – Römische Wache Sicherheitsmaßnahme 7 – Römisches Siegel

57 57 62 73 74 77 79 85

Tatsachen, mit denen man rechnen muß Tatsache 1 – Gebrochenes römisches Siegel Tatsache 2 – Das leere Grab

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Tatsache 3 – Großer Stein bewegt 93 Tatsache 4 – Römische Wache ohne Erlaubnis abwesend 95 Tatsache 5 – Grabtücher erzählen eine Geschichte 97 Tatsache 6 – Sein Erscheinen bestätigt 98 Tatsache 7 – Frauen sahen ihn zuerst 102 Verschiedene Erklärungsversuche Die Theorie vom unbekannten Grab Die Theorie vom falschen Grab Die Legendentheorie Die Theorie von der geistigen Auferstehung Die Halluzinationstheorie

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Eine Theorie ist so gut wie die andere Historische Tatsache: Ein leeres Grab Von den Jüngern gestohlen Behörden stahlen den Leib Jesu Wiederbelebungstheorie Die Passah-Komplott-Theorie Er ist auferstanden!

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Der Indizienbeweis Indizienbeweis 1 – Die Kirche Indizienbeweis 2 – Sonntagsgottesdienst Indizienbeweis 3 – Verändertes Leben

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Er veränderte mein Leben Indizienbeweis 4 – Er hat mein Leben verändert

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Gott persönlich kennenlernen

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Quellenverzeichnis

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Der Kampf Warum versetzen drei einfache Fragen die Zuhörerschaft fast jeder Universität der Welt in furchtsames Schweigen? Es geschieht jedesmal, wenn ich frage: »Wer sind Sie? Warum sind Sie hier? Wohin gehen Sie?«

Die Suche beginnt Als Student konnte ich diese Fragen ebenfalls nicht beantworten. Vielleicht können Sie es auch nicht. Aber ich wollte eine Antwort darauf finden. Wie alle Menschen wollte ich einen Sinn für mein Leben erkennen. Ich wollte glücklich sein. Ich wollte der glücklichste Mensch auf Erden sein. Und was sollte an meinem Wunsch falsch sein, solange mein Glück nicht auf Kosten anderer ging?

Glück Vor nicht allzulanger Zeit fuhr ich mit einem Freund zusammen in Newport Beach, Kalifornien, auf dem Motorrad. Wir unterhielten uns, lachten und hatten viel Spaß miteinander. Ich genieße das Leben. Wenn ich meinem Arzt Glauben schenken darf, ist das auch einer der Gründe, warum ich niemals Magengeschwüre haben werde. Ich lache viel und sage offen und ehrlich, was ich denke. Als wir so dahinfuhren, bemerkten wir zwei junge Frauen in einem neuen Sportwagen auf der Spur neben uns. Bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h schauten sie ständig zu 7


uns herüber. Schließlich drehte die Dame auf dem Beifahrersitz ihr Fenster herunter und fragte in einem fast vorwurfsvollen Ton: »Welches Recht haben Sie eigentlich, so glücklich zu sein?« Ehe wir ihr antworten konnten, drehte sie das Fenster wieder hoch, und sie fuhren davon. Die Antwort auf ihre Frage ist einfach: Ich will glücklich sein, und ich habe die Quelle der Freude gefunden.

Freiheit Noch wichtiger ist es für mich, frei zu sein. Ich will einer der freiesten Menschen der Welt sein. Freiheit bedeutet für mich nicht, alles tun zu dürfen, was mir in den Sinn kommt. – Das kann jeder. Und viele Leute tun es. – Freiheit bedeutet für mich, die Kraft zu besitzen, das zu tun, wovon ich weiß, daß ich es tun sollte. Nach dieser Definition sind die meisten Menschen nicht frei. Sie wissen zwar, was sie tun sollten, aber sie haben nicht die Kraft, es zu realisieren. Sie sind in Knechtschaft – unfrei! Und als Student war ich es auch.

Religion Ich begann, ernsthaft nach Antworten zu suchen. Es schien mir, daß fast jeder Mensch irgendeiner Religion angehört. Also ging ich in die Kirche – morgens, mittags und abends. Aber ich mußte wohl die falsche Kirche gewählt haben, denn ich fühlte mich drinnen elender als draußen. Als praktischer Mensch lasse ich alles sausen, was nicht im Alltag anwendbar ist. Und so ließ ich die Religion fallen. Alles, was ich der Religion jemals abgewann, waren die 25 Cents, die ich in den Opfer8


korb legte – und die 35 Cents, die ich wieder für einen Milchshake herausnahm. Das ist mehr, als die meisten Leute jemals von der Religion zu erhoffen haben, redete ich mir selbst ein.

Ansehen Ich begann zu überlegen, ob Ansehen die Antwort auf die Sinnfrage des Lebens sein könnte. Vielleicht wäre es richtig, Führer einer Gruppe zu werden, mich einer Sache anzunehmen, mich ihr zu widmen, bekannt zu werden. An der ersten Universität, die ich besuchte, hielten die Studentenführer die Zügel fest in der Hand und machten ihren Einfluß geltend. So kandidierte ich als Präsident der Erstsemester und wurde gewählt. Ich genoß es, Entscheidungen treffen zu können, das Geld der Studenten und der Universität ausgeben zu dürfen, um Redner zu engagieren, die ich gerne hören wollte. Jeder auf dem Campus kannte mich, und jeder begrüßte mich mit einem anerkennenden »Hi, Josh!« Aber wie alles andere, das ich vorher bereits versucht hatte, verlor es schnell an Glanz. Montags morgens wachte ich gewöhnlich mit Kopfschmerzen von der vorausgegangenen Nacht auf, und meine ganze Motivation für die bevorstehende Woche war: »Also, wieder mal fünf fürchterliche Tage.« Ich ertrug den Montag nur durch den Ausblick auf den Freitag. Das ganze Glück bestand aus drei Nächten: Freitag, Samstag, Sonntag. Es war ein Teufelskreis.

Frustration Ich führte sie alle an der Nase herum. Jeder an der Universität hielt mich für einen der sorglosesten Bur9


schen. Der Slogan auf meinen Wahlkampfbuttons lautete: »Happiness Is Josh!« Mit Studentengeldern veranstaltete ich mehr Parties als irgend jemand zuvor. Aber mein Glück war wie das so vieler anderer Leute: es hing von meiner jeweiligen Situation ab. Wenn alles gutging, fühlte ich mich großartig. Wenn die Dinge lausig liefen, fühlte ich mich auch lausig. Ich war wie ein Boot auf dem Ozean, von den Wellen der Umstände hin und hergeworfen. Alle um mich herum lebten auf die gleiche Weise. Die Dozenten konnten mir zwar erklären, wie ich meinen Lebensunterhalt besser verdienen konnte, aber sie konnten mir nicht sagen, wie ich besser leben konnte. Jeder konnte mir sagen, was ich tun sollte, aber niemand war in der Lage, mir die Kraft, die Fähigkeit zu geben, es auch zu tun. Die Frustration begann, mich zu quälen.

Der Kampf geht weiter Nur wenige Menschen an Universitäten und Colleges haben jemals ernsthafter als ich versucht, Sinn, Wahrheit und ein Ziel im Leben zu finden. Was ich auch unternahm, diese Werte blieben für mich unerreichbar; sie entzogen sich mir. In dieser Zeit fiel mir eine kleine Gruppe von Menschen an der Universität auf – acht Studenten und zwei Mitglieder der Lehrerschaft. Irgend etwas in ihrem Leben war anders. Sie schienen zu wissen, warum sie glaubten, was sie glaubten. Ich mag es, mit solchen Menschen zusammen zu sein. Es macht mir nichts aus, wenn die Leute nicht immer meiner Meinung entsprechen. Einige meiner engsten Freunde sind gegen manche Dinge, für die ich ent10


schieden eintrete. Aber ich bewundere einen Menschen, der eine feste Überzeugung hat. – Vielleicht, weil es nur so wenige davon gibt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Studenten schienen die Menschen in dieser kleinen Gruppe zu wissen, wohin sie gingen.

Gelebte Liebe Diese Leute sprachen nicht nur einfach über Liebe. Sie handelten auch danach. Sie schienen über den Gegebenheiten des Universitätslebens zu stehen, während alle anderen diesen Gegebenheiten offenbar unterlagen. Dann bemerkte ich auch ihr Glücklichsein. Sie schienen eine ständige innere Quelle der Freude zu besitzen. Sie waren schon fast »unverschämt« glücklich. Offensichtlich hatten sie etwas, was mir fehlte. Mir ging es wie jedem durchschnittlichen Studenten: wenn jemand etwas besaß, was ich nicht hatte, wollte ich es auch haben. Deshalb muß man auch sein Fahrrad auf dem Collegegelände abschließen. Jemand könnte es haben wollen. Wenn Erziehung wirklich die Antwort wäre, müßte eine Universität die moralisch aufrechteste Gemeinschaft überhaupt sein. Aber sie ist es nicht. Ich wollte besitzen, was ich sah, und so beschloß ich, mich mit diesen interessanten Leuten anzufreunden. Zwei Wochen später saßen wir alle versammelt um einen Tisch im Aufenthaltsraum: sechs Studenten und zwei Mitglieder der Lehrerschaft. Das Gespräch kam auf Gott. Wenn man verunsichert ist und ein Gespräch beginnt, sich auf Gott zu konzentrieren, neigt man dazu, große Worte zu führen. Auf jedem Campus, in jeder Gemeinschaft, in jedem Büro gibt es 11


immer ein »Großmaul«, jemand, der sagt: »Ach, Christentum, ha, ha! Das ist etwas für Schwachköpfe, das ist nicht intellektuell.« Gewöhnlich ist es so: Je größer das Maul, um so größer die Unsicherheit.

Die Herausforderung Das Gespräch beunruhigte mich. Schließlich sah ich zu einer der Studentinnen hinüber, einer gut aussehenden Frau – ich dachte immer, alle Christen seien häßlich. In meinem Stuhl zurückgelehnt – die anderen sollten mein starkes Interesse nicht bemerken – sagte ich: »Erzähl’ du mir mal, was dein Leben verändert hat! Warum unterscheidet es sich so von dem der anderen Studenten, der Führer auf dem Campus, der Professoren?« Die junge Frau muß eine sehr starke Überzeugung besessen haben. Sie sah mir geradewegs in die Augen, und mit einem kleinen Lächeln sagte sie zwei Worte, die ich niemals in einer Universität zu hören erwartet hätte: »Jesus Christus«, sagte sie. »Um Himmels willen, komm mir nur nicht mit diesem Unsinn über Religion«, sagte ich. Sie schoß zurück: »Mann! Ich sagte nicht Religion, ich sagte Jesus Christus.« Sie wies damit auf etwas hin, das ich nie gewußt hatte: Christentum ist keine Religion. Religion kann man definieren als den Versuch des Menschen, seinen Weg zu Gott durch gute Werke zu finden. Im Christentum dagegen kommt Gott durch Jesus Christus zu den Menschen und bietet ihnen eine Verbindung zu ihm an. Wahrscheinlich gibt es an den Universitäten mehr Leute mit einer falschen Vorstellung vom Christentum als sonst irgendwo in der 12


Gesellschaft. Kürzlich traf ich in einem Oberseminar einen Assistenten, der bemerkte: »Jeder, der in eine Kirche geht, wird ein Christ.« – »Werden Sie denn auch ein Auto, wenn Sie in eine Garage gehen?« fragte ich zurück. Das hat nichts miteinander zu tun. Christ wird man nur, wenn man sein Vertrauen auf Christus setzt. Meine neuen Freunde forderten mich auf, die Behauptung, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist, intellektuell zu überprüfen; so auch die Behauptungen, daß er menschliche Gestalt annahm und unter wirklichen Männern und Frauen lebte, daß er am Kreuz für die Sünden der Menschheit starb, daß er begraben wurde und drei Tage später wieder auferstand und daß er das Leben eines Menschen im 20. Jahrhundert verändern kann.

Intellektueller Selbstmord Ich hielt das für eine Farce. Ich war der festen Meinung, die meisten Christen seien wandelnde Idioten. Ich war einigen von ihnen begegnet. Ich wartete nur darauf, daß ein Christ im Hörsaal das Wort ergriff, um dem Professor zuvorzukommen und ihn auseinanderzunehmen. Ich dachte, wenn ein Christ auch nur eine Gehirnzelle hätte, müßte sie vor Einsamkeit sterben. Ich hatte damals vom Christsein keine Ahnung. Diese Leute forderten mich immer und immer wieder heraus. Schließlich ging ich darauf ein. Aber ich tat es aus Stolz, um ihre Aussagen zu widerlegen. Ich wußte nicht, daß es Beweismaterial gibt, das man mit dem Verstand beurteilen kann. Nach umfangreichen Untersuchungen und Nachforschungen kam mein Verstand schließlich zu dem 13


Ergebnis, daß Jesus Christus der gewesen sein muß, der zu sein er behauptet hatte. Mein Versuch, das Christentum zu widerlegen, wurde zum Hintergrund für meine ersten beiden Bücher. Als ich es nicht widerlegen konnte, wurde ich am Ende selber zum Christen. Ich habe jetzt 13 Jahre damit verbracht, zu dokumentieren, warum ich überzeugt bin, daß der Glaube an Jesus Christus den intellektuellen Ansprüchen standhalten kann. Eine der entscheidenden Fragen bei meinem Versuch, das Christentum ad absurdum zu führen, konzentrierte sich auf die Auferstehung Jesu Christi. Ein Student der Universität von Uruguay fragte mich: »Professor McDowell, warum können Sie das Christentum nicht intellektuell widerlegen?« »Ich kann ein Ereignis der Geschichte nicht wegerklären.« Nachdem ich dieses Thema mehr als 1000 Stunden lang studiert und dessen Grundlagen eingehend erforscht hatte, sah ich mich zu der Schlußfolgerung gezwungen, daß die Auferstehung Jesu Christi entweder einer der gottlosesten und bösartigsten Schwindel ist, der dem menschlichen Geist jemals zugemutet wurde, oder sie ist die großartigste Tatsache der Geschichte. Sie ist entweder die größte Täuschung, oder das größte Wunder, von dem die Geschichte berichtet.

Die entscheidende Frage Das Problem der Auferstehung entfernt die Frage »Ist das Christentum wahr?« aus dem Bereich der Philoso14


phie und macht sie zwingend zu einer Frage der Geschichte. Hat das Christentum eine historisch akzeptable Basis? Existieren ausreichende Beweise, um den Glauben an die Auferstehung zu rechtfertigen? Einige der Tatsachen, die für die Auseinandersetzung mit der Auferstehung Bedeutung haben, sind folgende: Jesus von Nazareth, ein jüdischer Prophet, behauptete, der Christus zu sein, der in den jüdischen Schriften angekündigt worden war. Er wurde gefangengenommen, als politischer Verbrecher verurteilt und gekreuzigt. Drei Tage nach seinem Tod und Begräbnis gingen einige Frauen zu seinem Grab und stellten fest, daß der Leib verschwunden war. Seine Jünger behaupteten, daß Gott ihn von den Toten auferweckt habe und daß er ihnen mehrmals erschienen sei, bevor er in den Himmel auffuhr. Von dieser Grundlage aus verbreitete sich das Christentum im gesamten Römischen Reich und hat in all den vergangenen Jahrhunderten großen Einfluß ausgeübt. Hat die Auferstehung tatsächlich stattgefunden? War das Grab Jesu wirklich leer? Die Kontroverse über diese Frage hält noch heute an.

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Zusammenfassung Im College war ich ein Studentenführer. Ich war aber, wie jeder Mensch, auf einer frustrierenden Suche nach der wahren Quelle des Glücks und der Freiheit. Ich begegnete einer kleinen Gruppe von Studenten und Professoren, die behaupteten, daß Jesus ihr Leben verändert habe. Ich hörte deshalb zu, weil sie die Liebe auch lebten, von der sie sprachen. Als Skeptiker akzeptierte ich ihre Herausforderung, die Behauptungen verstandesmäßig zu untersuchen, daß Jesus Christus Gottes Sohn ist, daß er begraben wurde und drei Tage später wieder auferstand und daß er das Leben eines Menschen im 20. Jahrhundert verändern kann. Überraschenderweise konnte ich das Christentum nicht widerlegen, da ich ein entscheidendes Ereignis der Geschichte nicht ausklammern konnte – die Auferstehung Jesu Christi. Ich wurde überzeugter Christ. Dieses Buch dokumentiert, was ich in mehr als 1000 Stunden des Studiums dieser kontroversen Frage entdeckt habe.

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Neun klare Beobachtungen Bei meinem Versuch, das Christentum zu widerlegen, machte ich neun klare Beobachtungen zur Auferstehung, die mir vorher vollkommen unbewußt waren.

Beobachtung 1 – Zeugnis der Geschichte Vor meinen Forschungen über die Auferstehung war mir niemals bewußt geworden, daß es so viele positive historische, literarische und juristische Fakten gibt, die ihre Glaubwürdigkeit unterstützen.

Fachmann für römische Geschichte Professor Thomas Arnold, 14 Jahre lang Rektor von Rugby, Autor der dreibändigen »Geschichte Roms« und Lehrstuhlinhaber für Neue Geschichte in Oxford, war mit dem Wert von Beweisen zur Bestimmung historischer Fakten wohl vertraut. Dieser große Gelehrte sagte: »Ich bin seit vielen Jahren gewohnt, die Geschichte früherer Zeiten zu studieren und die Berichte derer zu untersuchen und zu bewerten, die darüber geschrieben haben, und ich kenne keine Tatsache in der Geschichte der Menschheit, die bei einer fairen Untersuchung durch bessere und vollständigere Belege aller Art bewiesen wird, als das große Zeichen, das Gott uns gegeben hat, nämlich, 17


daß Christus starb und wieder von den Toten auferstand.«1

Textkritik Brooke Foss Westcott, ein englischer Wissenschaftler, sagte: »Wenn man alle Zeugnisse zusammennimmt, ist es nicht übertrieben, zu sagen, daß kein historisches Ereignis durch mehr oder verschiedenartigere Beweise gestützt wird als die Auferstehung Christi. Nichts anderes als die vorgefaßte Meinung, sie müsse falsch sein, konnte die vermessene Idee hervorbringen, es gäbe einen Mangel an Beweismaterial.«2

Professor für Alte Geschichte Dr. Paul L. Maier, Professor für Alte Geschichte an der Western Michigan Universität, kam zu dem Ergebnis: »Wenn man alle Zeugnisse sorgfältig und fair abwägt, ist es nach den Gesetzen der historischen Forschung tatsächlich gerechtfertigt zu schließen, daß das Grab, in dem Jesus bestattet worden war, am Morgen des ersten Ostertages wirklich leer war. Nicht die Spur eines Beweises ist bisher in den literarischen Quellen, Inschriften oder in der Archäologie gefunden worden, die diese Feststellung widerlegen könnte.«3

Oberrichter Lord Caldecote, Oberrichter von England, schrieb: »Der Anfang meines Glaubens gründete auf das, was nach meiner Meinung in der Bibel enthüllt wurde. Besonders als ich zum Neuen Testament kam, schienen mir die Evangelien und die anderen Schriften der Männer, die Freunde Jesu gewesen waren, einen über18


wältigenden Beweis darzustellen – einfach ein genaues Zeugnis der Tatsachen, die darin festgestellt wurden. Je näher ich dem wichtigsten Test für die Behauptungen Jesu Christi kam, nämlich seiner Auferstehung, und so oft ich die Zeugnisse untersuchte, haben sie mich zu der festen Überzeugung geführt, daß es sich fraglos um eine Tatsache handelt.«4

Juristische Autorität Ein Mann, der große Erfahrung im Umgang mit Beweismitteln hatte, war Dr. Simon Greenleaf, Professor für Jura an der Harvard Universität. Greenleaf verfaßte ein berühmtes dreibändiges Werk mit dem Titel »A Treatise on the Law of Evidence« (Eine Abhandlung über das Gesetz der Beweisführung), das immer noch als eine der größten Einzelautoritäten zu diesem Thema in der gesamten Literatur über Prozeßverfahren gilt. Greenleaf untersuchte den Wert der historischen Zeugnisse für die Auferstehung Jesu Christi, um die Wahrheit zu ermitteln. Er wandte die Prinzipien an, die sein dreibändiges Werk über Beweisführung enthält. Seine Ergebnisse wurden in seinem Buch »An Examination of the Testimony of the Four Evangelists by the Rules of Evidence Administered in the Courts of Justice« (Eine Untersuchung der Zeugnisse der vier Evangelisten nach den Beweisregeln, wie sie vor Gericht gehandhabt werden) festgehalten. Greenleaf kam zu der Feststellung, daß nach den Gesetzen der Beweisführung, wie sie vor Gericht angewandt werden, mehr Beweise für die historische Tatsache der Auferstehung Jesu Christi existieren als für jedes andere Ereignis in der Geschichte. 19


Kronanwalt Der Engländer John Singleton Copley, besser bekannt als Lord Lyndhurst, ist als einer der größten Juristen der britischen Geschichte anerkannt. Er war zweiter Kronanwalt der britischen Regierung, Kronanwalt von Großbritannien, dreimal Großkanzler von England und wurde zum Großhofmeister der Universität Cambridge gewählt. Damit hatte er die höchsten Ämter inne, die jemals ein Richter in Großbritannien in seiner Lebenszeit auf sich vereinen konnte. Nach Copleys Tod fand man in seinen persönlichen Unterlagen seine Kommentare hinsichtlich der Auferstehung im Licht juristischer Beweisführung und auch eine Begründung, warum er Christ geworden war: »Ich weiß sehr gut, was ein Beweis ist; und ich versichere Ihnen, eine solche Beweisführung wie die für die Auferstehung ist noch niemals zusammengebrochen.«5 Der Oberrichter von England, Lord Darling, sagte einmal, daß »kein vernünftiges Gericht der Welt zu einer anderen Entscheidung kommen könnte, als daß die Geschichte von der Auferstehung wahr ist«.6

Rationalistischer Rechtsanwalt Dr. Frank Morrison, ein Rechtsanwalt, der in einer rationalistischen Umgebung aufgewachsen war, kam zu der Überzeugung, daß die Auferstehung nichts weiter sei als das märchenhafte Happy End, das die unvergleichliche Geschichte von Jesus einfach verlangte. Er glaubte, es sich selbst und anderen schuldig zu sein, ein Buch zu schreiben, das die Wahrheit über Jesus enthielt und die mythische Geschichte von der Auferstehung zerstreute. 20


Als er jedoch die Tatsachen überprüfte, kam auch er zu einem anderen Ergebnis. Das pure Gewicht der Beweise zwang ihn zu der Erkenntnis, daß Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist. Morrison schrieb sein Buch – aber nicht so, wie er es geplant hatte. Es trägt den Titel »Who Moved the Stone?« (Wer bewegte den Stein?) Das erste Kapitel trägt bezeichnenderweise die Überschrift: »Das Buch, das sich weigerte, geschrieben zu werden.«

Literarisches Genie Der Gelehrte C. S. Lewis, früher Professor für englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Cambridge, wies in seinem Bericht über seinen Übertritt zum Christentum darauf hin, daß er geglaubt hatte, die Christen seien im Unrecht. Das letzte, was Lewis wollte, war, das Christentum zu akzeptieren. Er schrieb: »Im Frühjahr 1926 saß mir der hartgesottenste Atheist, den ich kannte, in meinem Zimmer am Kamin gegenüber und bemerkte, die Beweislage für die historische Wahrheit der Evangelien sei überraschend gut. Seltsame Sache«, fuhr er fort, »nach all dem Gerede Frazers über den sterbenden Gott. Seltsame Sache! Es sieht fast so aus, als ob es wirklich einmal geschehen wäre.« Um die erschütternde Wirkung dieser Aussage auf mich zu verstehen, müßten Sie den Mann kennen, der bisher niemals irgendein Interesse am Christentum gezeigt hatte. Wenn er, der zynischste der Zyniker, der härteste der Harten, nicht »sicher« war, wohin konnte ich mich dann noch wenden? Gab es denn kein Entkommen? Nachdem Lewis Grundlagen und Beweise des Christentums abgewägt hatte, stellte er fest, daß es in den 21


anderen Religionen »keinen so historischen Anspruch gibt wie im Christentum«. Seine Kenntnis der Literatur führte ihn zwangsweise dazu, die Evangelien als glaubhaften Bericht anzusehen. »Ich war inzwischen in der Literaturkritik zu erfahren, um die Evangelien als Mythen zu betrachten.« Schließlich mußte Professor Lewis seine starke ablehnende Haltung zum Christentum aufgeben und eine vernünftige Entscheidung treffen: »Sie müssen sich vorstellen, wie ich Nacht für Nacht allein in meinem Zimmer in Magdalen saß. Sobald sich mein Geist auch nur eine Sekunde von meiner konzentrierten Arbeit entfernte, fühlte ich die ständige hartnäckige Annäherung dessen, dem ich nicht begegnen wollte. Was ich so sehr gefürchtet hatte, geschah am Ende mit mir. Im Sommersemester 1929 gab ich auf und gestand mir ein, daß Gott Gott war, kniete nieder und betete. In jener Nacht war ich wahrscheinlich der niedergeschlagenste und widerstrebendste Bekehrte in ganz England.«7 Einer der Hauptgründe, warum ich dieses Buch schreibe, ist es, die historischen Beweise vorzulegen, die diese Männer und zahllose andere entdeckten, als sie mit der Feststellung konfrontiert wurden, daß »am dritten Tag das Grab leer war«.

Beobachtung 2 – Vorhersage der Auferstehung Christus sagte voraus, daß er am dritten Tag auferstehen werde. Seine Aussagen werden in allen vier Evangelien bestätigt. Als Jesus nach Jerusalem ging, nahm er die zwölf Jünger zur Seite und sagte ihnen: 22


»Seht, wir gehen nach Jerusalem. Und des Menschen Sohn wird dem Tod überantwortet werden. Sie werden ihn dem Spott der Heiden ausliefern und ihn geißeln und kreuzigen lassen. Und am dritten Tag wird er auferstehen.«8 Markus berichtet in seinem Evangelium: »Und er fing an, sie zu lehren, daß der Sohn des Menschen vieles leiden und verworfen werden müsse von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und daß er getötet werden und nach drei Tagen auferstehen müsse.«9 Johannes bestätigt das: »Jesus antwortete und sprach zu ihnen: ›Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten.‹ ›Sechsundvierzig Jahre ist an diesem Tempel gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?‹«10

Beobachtung 3 – Historische Basis Die historische Tatsache der Auferstehung ist die eigentliche Basis für die Echtheit des Christentums. Um es auf einen Nenner zu bringen: die Auferstehung Jesu Christi und das Christentum stehen und fallen gemeinsam. Das eine kann ohne das andere nicht existieren.

Kein Christentum ohne Auferstehung Der Apostel Paulus unterstrich diesen Punkt, als er schrieb: »Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes 23


erfunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, daß er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden.«11 Dr. J. N. D. Anderson, Professor für Orientalisches Recht und Direktor des »Institute of Advanced Legal Studies« an der Universität London, schloß seine Nachforschungen über die Auferstehung ab mit der Aussage: »Es ist unmöglich, daß jemand das Neue Testament zum ersten Mal liest und dabei nicht den überwältigenden Eindruck gewinnt, daß er hier eine Glaubensgrundlage vorfindet, die fest in einigen angeblich historischen Ereignissen wurzelt. Es ist ein Glaube, der falsch und irreführend wäre, wenn diese Ereignisse nicht wirklich stattgefunden hätten, aber der – wenn sie stattgefunden haben – einmalig in seiner Bedeutung und ausschließlich in seiner Forderung nach unserer Gefolgschaft ist.«12 Das Neue Testament geht noch einen Schritt weiter und lehrt, daß gerade die Auferstehung glaubhaft bezeugt, daß Jesus der Sohn Gottes ist.13 Die Auferstehung war so entscheidend, daß Jesus bereit war, auf diese Möglichkeit hin alles zu riskieren. Selbst Dr. David Friedrick Strauss, ein ungläubiger Skeptiker, der alles Übernatürliche in den Evangelien heftig kritisiert hat, war gezwungen, anzuerkennen, daß die Auferstehung »der Prüfstein, nicht nur für das Leben Jesu, sondern für das gesamte Christentum« ist. Sie »berührt das Christentum in seinem Innersten« und ist »entscheidend für die gesamte Betrachtung des Christentums«. 24


Zu sagen, daß Jesus eine starke Betonung auf seine Auferstehung legte, ist nur ein schwacher Ausdruck.

Ein verwirrter Hindu Alles, was Jesus Christus lehrte, wofür er lebte und starb, war abhängig von seiner Auferstehung. Anhängern anderer Religionen fällt es besonders schwer, diese Betonung zu verstehen. Fast alle anderen Religionen basieren auf theologischen Ansprüchen oder einer Ideologie, nicht aber auf der historischen Tatsache der Identität ihres Gründers oder einem Ereignis in Raum und Zeit. Die Abhängigkeit des christlichen Glaubens von der Geschichte ist für viele Hindus fast unglaublich. Leslie Newbigin berichtet vom Erstaunen eines Ramakrishna-Missionslehrers. Dieser gebildete Hindu war von der Behauptung eines Christen verblüfft, daß sein christlicher Glaube auf »der grundlegenden historischen Wahrheit des Berichtes über Jesus im Neuen Testament« beruhe. Der Hindu, der das Christentum nicht verstand, hielt es für »unumstößlich, daß solch wesentliche Angelegenheiten religiöser Wahrheit nicht von den Zufällen der Geschichte abhängen durften. Wenn die Wahrheiten, die Jesus verkörperte und lehrte, wahr sind, dann sind sie immer und überall wahr.«14

Beobachtung 4 – Intelligenter Glaube Meine vierte Beobachtung hinsichtlich des Christentums war eine ziemliche Überraschung. Es war mir oft unterschwellig in den Sinn gekommen, daß die 25


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