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Patricia St. John Flecky und Flauschi


Patricia St. John

Flecky und Flauschi

Verlag Bibellesebund Marienheide / Winterthur

Christliche Literatur-Verbreitung Bielefeld


5. Auflage 2007 Originaltitel: »The Other Kitten« erschienen bei: Scripture Union (Bibellesebund), London © 1984 by Patricia St. John Deutsch von Ingeburg Bedke © der deutschsprachigen Ausgabe: Verlag Bibellesebund, Marienheide Umschlag: Georg Design, Münster Illustrationen: Judy Sivyer Satz: Horst Klatt, Bielefeld Druck: Ebner & Spiegel, Ulm ISBN 978-3-87982-127-3 (BLB) ISBN 978-3-89397-558-7 (CLV)


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Mark lag noch schlaftrunken im Bett und versuchte, sich zu erinnern. Als er schließlich vollends aufgewacht war, trat ihm wieder alles lebhaft vor Augen. Er sprang aus dem Bett und rannte zum Fenster, öffnete es weit und lehnte sich hinaus. Was für ein Morgen! Am Ende des Gartens ging gerade die Sonne hinter den Bäumen auf, und die Tautropfen im Rasen glitzerten wie Silber. Die Narzissen, die an verschiedenen Stellen wuchsen, leuchteten wie Gold. Die Vögel sangen aus voller Kehle. Mark kleidete sich schnell an und öffnete den Koffer, um nachzusehen, ob er nichts vergessen hatte. Er schob die Wäsche beiseite, die Mama eingepackt hatte, und suchte nach den Dingen, die ihm wichtig waren: Rollschuhe, Anorak, Schlagball, Badezeug, Taucherbrille und Schnorchel. Er war fest entschlossen zu baden; mochte Großmutter auch noch so sehr warnen, es sei noch zu kalt. Sein Schläger und das Netz zum Garnelenfangen waren auf dem Koffer ver7


schnürt; den Fußball konnte er im Arm tragen. Es war für alles gesorgt. Jetzt wollte er aber Karen wecken, damit sie sich wegen ihr nicht verspäteten, falls sie mit dem Packen noch ein Weilchen brauchen sollte. Er lief über den Flur in ihr Zimmer. Ihr offenes Haar bedeckte das Kissen. Er zog ihr die Bettdecke weg und kitzelte sie am Zeh. Sie setzte sich auf und wollte gerade lospoltern, als auch sie sich an das erinnerte, was ihnen bevorstand. »Ist jetzt heute?«, fragte sie. »Natürlich, du Dummerchen. Oder denkst du vielleicht, es sei gestern?« Sie rannte ans Fenster. »Es ist schönes Wetter«, rief sie. »Ich will mich gleich noch von den Kaninchen verabschieden.« Karen wusste genau, was sie mitnehmen wollte, und hatte alles schon am Vortag fertig verpackt – Schaufel und Eimer waren auf dem Koffer befestigt. Sie zog sich ihre Jeans und eine Bluse an und sauste nach unten in den Garten. Als Abschiedsgeschenk pflückte sie ein paar Löwenzahnblätter und verschwand damit hinter der Hausecke. Mark blieb allein zurück. 8


»Ich wecke am besten Mama und Papa«, überlegte er. »Wir wollen bis zum Mittagessen bei Großmutter sein, und sie brauchen immer viel länger zum Anziehen als wir.« Er beschloss, sie mit einer Tasse Tee zu wecken. Er bereitete ihn sehr sorgfältig zu, wärmte zuerst die Teekanne an und goss Sahne in den Milchtopf. Als er mit dem Tablett vor dem Schlafzimmer ankam, stieß er die Tür auf. Seine Eltern öffneten die Augen, blinzelten und gähnten. »Was machst du denn hier, Mark?«, rief Papa entsetzt. »Es ist erst Viertel nach sechs.« Mark setzte das Tablett auf dem Nachttisch ab. Er goss drei Tassen Tee ein und ließ sich mit seiner Tasse auf dem Bettvorleger nieder. »Du wolltest doch früh abfahren«, erinnerte er seinen Vater. »Ich hatte Angst, ich könnte verschlafen.« »Ich habe nicht so früh gemeint«, knurrte Papa und gähnte nochmals. Aber dann setzten sich die Eltern im Bett auf und tranken ihren Tee. Es war gemütlich und noch halb dunkel im Schlafzimmer, und Mark fragte sich plötzlich, ob er überhaupt wegwollte. »Ihr sagt uns aber Bescheid, wenn das Baby kommt, nicht wahr?«, erinnerte 9


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er sie. »Hoffentlich ist es ein Junge. Karen ist hoffnungslos im Fußballspielen.« Mama lachte. »Es kann jetzt nicht mehr lange dauern«, versicherte sie. »Aber Karen wünscht sich ein Mädchen. Einer von euch wird also enttäuscht sein. Papa und ich haben beschlossen, uns über das zu freuen, was kommt. Übrigens, wo ist Karen?« »Sie sagt den Kaninchen ›Auf Wiedersehen‹. Papa, du solltest jetzt lieber aufstehen – und du auch, Mama. Ihr braucht immer so lange zum Anziehen. Ich kann ja schon den Frühstückstisch decken und das Gepäck nach unten bringen.« Papa brummte noch vor sich hin, meinte dann aber, es könne nicht schaden, früh abzufahren. »Je eher wir fahren, desto früher bin ich wieder zurück«, meinte er zu Mama, als er sich zu rasieren begann. Mark wartete schon mit dem Frühstück, als die Eltern oben endlich fertig waren. Schließlich erschienen sie doch, und Karen kam vom Garten herein. Sie schluchzte verstohlen und sah traurig aus. 11


»Ich werde gut auf deine Kaninchen aufpassen, Karen«, versprach Mama. »Du brauchst dir darum keine Sorgen zu machen. Auf der Weide gegenüber von Großmutters Haus gibt es wilde Kaninchen.« »Und im Wald laufen Eichhörnchen herum«, sagte Papa. »Und Lämmer auf dem Bauernhof«, ergänzte Karen und sah schon wieder etwas fröhlicher aus. »Und das alte Pferd, das seinen Kopf über den Zaun hängen lässt«, warf Mark ein. »Diesmal werde ich auf ihm reiten. Mr. Robertson hat es mir versprochen.« »Mir auch«, versicherte Karen. »Nein, du bist noch zu klein, hat Mr. Robertson gesagt.« »Das ist nicht wahr!« »Wohl.« »Nein, das hat er nicht gesagt.« »Schluss jetzt«, befahl Mama. »Wenn ihr euch die ganze Zeit so streitet bei Großmutter, schickt sie euch gleich wieder zurück. Mark, du bist der Ältere. Versprich mir, dass …« 12


»O.K.«, antwortete Mark. »Ich will es versuchen, aber Karen fängt immer an.« »Tu ich aber nicht«, rief Karen. »Tust du wohl.« »Tu ich nicht.« »AUFHÖREN!«, rief Papa so laut, dass sie beide gleichzeitig still waren. Sie stopften sich ihren Marmeladentoast in den Mund und stießen sich unter dem Tisch mit den Füßen. »Lasst uns aufbrechen«, schlug Papa vor. »Das war eine gute Idee, uns so früh zu wecken, Mark. Wenn wir sofort losfahren, erreichen wir die Autobahn fast noch, bevor der Berufsverkehr einsetzt.« Sie umarmten Mama und setzten sich auf die Rücksitze des Autos. Dann lehnten sie sich aus dem Wagen und warfen ihr Kusshände zu. Die Straßen waren noch menschenleer und die Geschäfte geschlossen. Bald hatten sie die Stadt hinter sich gelassen und fuhren durch die Frühlingslandschaft, in der die Wiesen mit Narzissen übersät waren und das junge Grün der Bäume zu treiben begann. Obwohl Karen es durch das Geräusch des Wagens nicht hören konnte, wusste sie 13


doch, dass alle VĂśgel sangen und ihre Nester bauten. Sie hielt den Kopf aus dem Fenster und lachte vor Freude. Es wĂźrden bestimmt herrliche Ferien werden.

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Es war eine wunderbare Fahrt, und sie stritten sich nicht ein einziges Mal. Sie spielten »Wer sieht die meisten Tiere?« Es ging darum, als Erster 100 Punkte zu erreichen. Ein Schaf zählte einen Punkt, eine Kuh einen, ein Pferd zwei, ein Schwein, eine Katze oder ein Hund je drei Punkte und ein Kaninchen vier Punkte. Karen sah sogar einen Igel. Der zählte fünf Punkte. Als sie durstig waren, hielten sie an einer Raststätte, und jeder bekam eine Dose Limo und ein Eis. Bevor sie dann zum Wagen zurückrannten, probierten sie noch schnell einen Spielautomaten aus. Jetzt wurde es schon langsam warm, und der Verkehr hatte stark zugenommen. Mark war traurig, als sie die Autobahn verließen. Es machte ihm Spaß, die Lastwagen zu überholen. Aber Karen war froh. Sie mochte die kleinen, engen Straßen lieber, die sich aufwärts und abwärts wanden, auch die jungen Lämmer, die 15


auf den Weiden der Berghänge grasten. Dann stießen sie plötzlich einen Freudenschrei aus, denn vor ihnen tauchte das Schild DEVONSHIRE auf. Das war die Grafschaft, in der die Großmutter wohnte. »Jetzt dauert es nicht mehr lange«, versicherte Papa. »Bald werden wir den Fluss sehen, der von Ebbe und Flut bestimmt wird, und dann das Meer.« Der erste Anblick des Meeres war immer ein besonderes Erlebnis. Heute war es sehr bewegt, und wohin man sah, tanzten kleine weiße Schaumkronen auf dem Wasser. Sie fuhren jetzt nach Süden. Die Kinder erkannten die Brücke wieder, die den Fluss überquerte, die steile Anhöhe zur Spitze der Klippen und die breite Küstenstraße. Dann sahen sie die kleinen Häuser des Dorfes und den Laden, bei dem sie links in Großmutters Gasse einbogen. Noch weitere zwei Minuten, und das Auto hielt vor Großmutters Haus. Da stand sie auch schon persönlich vor der Tür, um sie zu begrüßen. Sie sprangen in Windeseile aus dem Wagen, und Karen rannte direkt in ihre Arme. 16


»Darf ich in dem kleinen Zimmer schlafen, in dem die Decke bis auf den Fußboden reicht?«, flüsterte Karen. »Hallo Großmutter«, rief Mark, schob Karen zur Seite und gab Großmutter einen Kuss. »Dürfen wir heute Nachmittag ans Meer, und darf ich schwimmen?« Großmutter sah entsetzt drein. »Im April?«, rief sie. »Das ist doch viel zu kalt. Was sagt denn Papa dazu?« »Sie sind abgehärtet«, erwiderte Papa. »Kaltes Wasser schadet ihnen nichts. Wie geht es dir, Mutter? Es ist schön, dich wiederzusehen.« Sie trugen das Gepäck ins Haus und brachten es nach oben. Karen bekam das Zimmer, in dem das Dach bis auf den Fußboden reichte, und Mark schlief in dem Raum mit Blick auf das Meer. Von dort konnte er die Schiffe beobachten, die den Kanal von Bristol hinauf- und hinunterfuhren. Sie hatten nicht viel Zeit zum Auspacken, denn das Mittagessen wartete schon auf sie. Sie eilten die Treppe hinunter in die kleine Küche, wo Großmutter mit Brathähnchen und Pommes frites wartete. Zum Nachtisch gab es Pudding. 17


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Papa fuhr bald nach dem Mittagessen wieder ab. Großmutter verzichtete auf ihr Mittagsschläfchen und holte das Auto heraus, denn die Straße zu den Klippen war lang und steil. Mark und Karen warfen ihr Badezeug, Schnorchel, Schaufel und Eimer auf den Rücksitz. »Müssen wir im Auto fahren?«, fragte Mark. »Können wir nicht laufen?« »Wenn ihr am Straßenrand bleibt, ja«, erlaubte Großmutter. »Aber ich laufe nicht; ihr werdet noch froh sein, im Auto zurückfahren zu dürfen. Na, dann bis später.« Sie liefen durch die dunklen Wäldchen, in denen die Bäche an der Straße entlangplätscherten, und dann wieder hinaus in den Sonnenschein, wo kleine Häuschen die Straßen säumten und große Büschel Primeln am Weg wuchsen. Großmutter fuhr hinter ihnen her, parkte das Auto und ging mit ihnen den steinigen Pfad hinunter, der an den Strand führte. Sie waren am Ziel. Die Sonne schien, und kleine Wellen trugen Schaum auf den Sand. »Schnell«, rief Mark und zog schon seine Kleider aus. »Wo ist mein Schnorchel?« Er lief zum Meer, aber Karen hatte es nicht so eilig. Es 19


war sehr kalt, und sie blieb nicht lange im Wasser. Dafür baute sie zusammen mit Großmutter eine ganz große Sandburg, um die Flut fernzuhalten. »Wie weit kommt das Wasser?«, wollte Karen wissen. »Bis an die Mauer«, erklärte Großmutter, »und es steigt sehr schnell. Schau, es ist fast kein trockener Sand mehr da. Wir müssen die Handtücher bald wegholen, und unsere Burg wird auch nicht mehr lange stehen.« Mark kam aus dem Wasser, um ihnen zu helfen. Sie schaufelten noch mehr Sand auf die Rückseite der Burg und legten Steine davor. Aber es half nichts. Sie fiel bald zusammen, und es schien, als ob das Meer die Küste hinauflaufen wollte. Die anderen Leute am Strand packten jetzt ihre Sachen zusammen. Mark und Karen waren froh, dass sie nicht zu Fuß auf den Hügel zurücklaufen mussten. Es war ein langer, ereignisreicher Tag gewesen. Als sie endlich zu Hause ankamen, Tee getrunken und das Pferd besucht hatten, waren sie richtig müde. Gegen sieben Uhr fielen Karen die Augen zu. 20


»Du kannst doch noch nicht ins Bett gehen«, rief Mark entsetzt. »Es ist noch viel zu früh.« »Das kommt von der Meeresluft«, erklärte Großmutter, »und vom frühen Aufstehen. Ich schlage vor, ich mache euch jetzt etwas zu essen, und dann geht ihr ins Bett. Ich erzähle euch noch eine Geschichte.« »O ja«, rief Karen. Sie hörte Großmutter gern zu. Mark dachte, für Gute-Nacht-Geschichten sei sie eigentlich schon zu alt. Aber er hatte nichts dagegen, sich Karens Geschichte mit anzuhören. Er gähnte herzhaft. »Ich glaube, ich gehe auch ins Bett«, sagte er. »Vielleicht komme ich auch zu der Geschichte. Handelt sie von Schmugglern und Piraten?« Großmutter lachte. »Nein«, antwortete sie. »Davon erzähle ich euch, wenn wir das Museum besichtigen. Kommt jetzt erst mal zum Abendessen.« Eine halbe Stunde später hatte sich Karen in ihr Bett gekuschelt, und Großmutter saß neben ihr. Durch das offene Dachfenster konnten sie den Himmel sehen, der vom Sonnenuntergang rot angeleuchtet war. Ein Wind blies vom Meer 21


herüber, und Karen fragte sich, wie es jetzt wohl am Strand aussah mit den hohen Wellen, die sich an den Klippen brachen. Es schauderte sie. »Ist jetzt Flut?«, fragte sie. »Sie läuft gerade wieder ab«, antwortete Großmutter. »Morgen wird sehr viel Sand angeschwemmt sein. Soll ich dir die Geschichte von dem Schiff im Sturm erzählen?« Am Bett war ein heftiger Aufprall zu spüren. Mark kam im Schlafanzug dazu. »Ich auch«, sagte er und kroch unter die Wolldecke. Da erzählte die Großmutter ihnen von einer dunklen Nacht vor langer Zeit, als der Wind vom Gebirge herunterfegte, die Wellen hochpeitschte und die zwölf Freunde Jesu vom Sturm überrascht wurden, als sie den See überqueren wollten. Sie glaubten, ihr Schiff würde versinken, und wünschten sich, Jesus bei sich zu haben. Aber Jesus war am Ufer zurückgeblieben. »Dann sahen sie, wie jemand auf sie zukam, der auf den Wellen ging. Sie waren sehr erschrocken und dachten, es sei ein Gespenst. Doch es war Jesus. Er redete sie an und sagte ihnen, sie sollten keine Angst haben.« 22


»Die Geschichte habe ich schon gehört«, unterbrach Mark. »Ich glaube nicht, dass sie stimmt. Niemand kann auf dem Wasser gehen.« »Du nicht«, sagte Großmutter, »aber wenn Jesus wirklich Gott ist, dann hat er das Meer und das Land selbst gemacht. Und wer etwas erschafft, kann damit machen, was er will.« »Ach, sei doch still, Mark«, warf Karen ein. »Erzähl weiter, Großmutter, was geschah dann?« Großmutter fuhr fort: »Petrus, einer der Freunde, sagte zu Jesus: ›Herr, wenn du es bist, dann befiehl mir, auf dem Wasser zu dir zu kommen.‹ ›Komm‹, sagte Jesus, und Petrus stieg aus dem Schiff und ging auf dem Wasser. Dabei sah er Jesus die ganze Zeit an. Aber plötzlich sah er die großen schwarzen Wellen. Er bekam Angst und fing an zu sinken. ›Herr, rette mich!‹, rief er. Jesus ergriff ihn bei der Hand. ›Warum hattest du Angst?‹, fragte er. ›Warum hast du mir nicht vertraut?‹ Sie gingen zusammen zum Schiff. Sobald sie eingestiegen waren, legte sich der Wind. Alles war ruhig. Sie waren sicher, weil Jesus bei ihnen 23


im Schiff war. – Und so ist es auch heute noch«, ergänzte Großmutter. »Jesus hat uns lieb. Wenn er bei uns ist und auf uns achtgibt, dann sind wir sicher und glücklich. Aber wir müssen ihn darum bitten.« Draußen war es jetzt dunkel geworden, und zwei Sterne schienen ins Dachfenster. Karen war fast eingeschlafen. Es war eine spannende Geschichte gewesen, und sie war froh, dass sie so gut ausgegangen war. Sie waren geliebt, sicher und glücklich, weil Jesus da war. Sie dachte an den Wind und die Wellen und die Flut. Sie wollte auch gern immer so sicher und glücklich sein. Sie nahm sich vor, Großmutter zu bitten, ihr an einem anderen Abend mehr von Jesus zu erzählen.

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Die nächsten drei Tage verliefen in froher Einmütigkeit. Wenn die Sonne schien, blieben sie am Strand, und wenn es trübe oder regnerisch war, gingen sie zum Bauernhof und fütterten ein mutterloses Lamm mit der Flasche. Eines Morgens wurde ein Lamm geboren, und sie sahen zu, wie es seine ersten wackeligen Geh-

versuche unternahm. Jeden Abend telefonierten sie mit Mama, um zu hören, ob das Baby schon angekommen sei. Aber es schien sich Zeit zu lassen. Sie hörten Neuigkeiten über die Kaninchen 25


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