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Das Evangelium nach Johannes Das Johannes-Evangelium wurde von dem Apostel Johannes (vgl. Joh 21,20-24) etwa 85-90 n. Chr. verfasst, vermutlich in Ephesus. Als Augenzeuge der g ttlichen Herrlichkeit Jesu wurde er vom Heiligen Geist geleitet, Jesus Christus besonders als den Sohn Gottes zu offenbaren und als den, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Johannes betont, dass die Menschen nur durch den Glauben an Jesus Christus ewiges Leben empfangen und Gottes Kinder werden k nnen (vgl. 1,12; 3,14-18; 3,36; 6,33.40.47; 14,6; 20,30-31). Sein Zeugnis erg nzt in vieler Hinsicht die anderen Evangelien; es berichtet ber viele Handlungen und Lehren des Herrn Jesus Christus, die die anderen Evangelienschreiber nicht erw hnen, und l sst daf r vieles aus, was jene berichten. Es beginnt mit dem Zeugnis von der Gottheit und Herrlichkeit des Sohnes als des ewigen Wo^rtes, das Fleisch wurde, d.h. wahrer Mensch (Kap. 1); es bezeugt die Notwendigkeit der Wiedergeburt und des Glaubens f r die Errettung eines Menschen (Kap. 3); es offenbart Christus in den sieben »Ich bin«-Worten und berichtet von seinen Abschiedsreden an die J nger sowie vom hohepriesterlichen Gebet Jesu (Kap. 13-17). Ziel und Zweck des Evangeliums finden wir in Joh 20,31.

Das Wort wurde Fleisch

len des Mannes, sondern aus Gott geboreng sind. Im Anfang war das Worta, und das Wort 14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine war bei Gott, und das Wort war Gott. Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des 2 Dieses war im Anfang bei Gott. 3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und Eingeborenen vom Vater, voller Gnade ohne dasselbe ist auch nicht eines ent- und Wahrheit. standen, was entstanden ist.b 4 In ihm war das Lebenc, und das Leben Das Zeugnis Johannes’ des T ufers von Jesus Christus war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, Mt 3,1-12; Lk 3,15-18; Mal 3,1 und die Finsternis hat es nicht begriffen. 15 Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief 6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt; und sprach: Dieser war es, von dem ich sein Name war Johannes. sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir 7 Dieser kam zum Zeugnis, um von dem gewesen, denn er war eher als ich. Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch 16 Und aus seiner F lle haben wir alle ihn glaubten. empfangenh Gnade um Gnade. 8 Nicht er war das Licht, sondern er sollte 17 Denn das Gesetz wurde durch Mose Zeugnis geben von dem Licht. gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist 9 Das wahre Licht, welches jeden Men- durch Jesus Christus geworden. schen erleuchtetd, sollte in die Welt kom- 18 Niemand hat Gott je gesehen; der men. eingeborenei Sohn, der im Schoß des e 10 Er war in der Welt , und die Welt ist Vaters ist, der hat Aufschluss [ ber ihn] durch ihn geworden, doch die Welt er- gegeben. 19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, kannte ihn nicht. 11 Er kam in sein Eigentum, und die als die Juden von Jerusalem Priester und Seinen nahmen ihn nicht auf. Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer 12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen bist du? gab er das Anrechtf, Kinder Gottes zu 20 Und er bekannte es und leugnete nicht, werden, denen, die an seinen Namen sondern bekannte: Ich bin nicht der glauben; Christus!j 13 die nicht aus dem Blut, noch aus dem 21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Willen des Fleisches, noch aus dem Wil- Elia? Und er sprach: Ich bin’s nicht! Bist 1Joh 1,1-3; Kol 1,15-17; Hebr 1,1-12; 1Tim 3,16

1 Offb 19,13; R m 9,5; Phil 2,6; Joh 17,5 Anfang 1Mo 1,1; Ps 90,2 3 Ps 33,6; Eph 3,9 4 Ps 36,10; 1Joh 5,11 5 Mt 4,16; Ps 18,29 6 Lk 3,2-4

7 Apg 19,4

8 V. 31; 3,28

9 Lk 2,32; Hi 25,3

10 1Kor 2,7-8

11 Apg 13,27 12 Apg 17,31; Gal 3,26; 1Joh 3,1 13 Eph 1,5.13; Jak 1,18; 1Joh 5,1

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a (1,1) »Das Wort« (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offb 19,13). b (1,3) od. … durch Ihn … ohne Ihn… c (1,4) gr. zoe; ein Wort, das im NT fast nur f r das ewige, wahre Leben gebraucht wird; vgl. u.a. auch Joh 3,16; 5,29; 6,35; 10,10; 14,6; 17,3; 20,31. d (1,9) od. ins Licht stellt. e (1,10) »Welt« (gr. kosmos) steht hier und des fteren im NT f r die von der S nde gezeichnete Sch pfung und besonders f r die von Gott abgefallene Menschheit. f (1,12) od. die Vollmacht. g (1,13) od. gezeugt. h (1,16) od. genommen. i (1,18) od. einziggeborene / einziggezeugte. j (1,20) d.h. der Messias, der von Gott gesandte Retter und K nig (vgl. Fn. zu Mt 1,16).

14 Fleisch Gal 4,4; 1Tim 3,16; Jes 40,5 Herrlichkeit 17,5.24; Kol 2,9-10

15 kommt Mk 1,7 eher V. 1; 8,58

16 F lle Kol 1,19 Gnade Eph 1,7 17 Gesetz Mal 3,22 Gnade Ps 85,10-11 18 gesehen 14,9-10; Mt 11,27; 1Tim 6,16

19 Lk 3,15

20 3,28-36

21 Lk 1,17; Mal 3,23-24


Johannes 1

23 Mk 1,3; Jes 40,3

24 Pharis. 3,1-2; 7,47-49; Apg 23,6-8 25 Mt 21,25; Apg 4,5-7

26 mitten V. 14-15

27 Mk 1,7

28 10,40

du der Propheta? Und er antwortete: Nein! 22 Nun sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben: Was sagst du ber dich selbst? 23 Er sprach: Ich bin »die Stimme eines Rufenden, [die ert nt] in der W ste: Ebnet den Weg des Herrn!«,b wie der Prophet Jesaja gesagt hat. 24 Die Gesandten geh rten aber zu den Pharis ern. 25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet? 26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt; 27 dieser ist’s, der nach mir kommt, der vor mir gewesen ist; und ich bin nicht w rdig, ihm den Schuhriemen zu l sen. 28 Dies geschah in Bethabara, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte. Das Lamm Gottes 1Joh 2,2; 2Mo 12,1-13; 1Pt 1,19; 1Kor 5,7; Offb 5,6-10; Mt 3,13-17

29 Lamm 1Kor 5,7; 2Mo 29, 38-43; Jes 53,7; Offb 5,6-10 S nde Apg 13,38; Eph 1,7; Hebr 9,28; 1Joh 2,2; Offb 1,5 30 V. 15 31 V. 7

32 Mk 1,10

33 Geist 3,34; Jes 11,2; Apg 1,5

34 V. 49; Lk 3,22; 1Joh 4,14

29 Am folgenden Tag sieht Johannes Jesusc auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die S nde der Welt hinwegnimmt!d 30 Das ist der, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. 31 Und ich kannte ihn nicht; aber damit er Israel offenbar w rde, darum bin ich gekommen, mit Wasser zu taufen. 32 Und Johannes bezeugte und sprach: Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabsteigen, und er blieb auf ihm. 33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Der, auf den du den Geist herabsteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist’s, der mit Heiligem Geist tauft. 34 Und ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser der Sohn Gottes ist.

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35 Am folgenden Tag stand Johannes

wiederum da und zwei seiner J nger. 36 Und indem er auf Jesus blickte, der

vor berging, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes!e

36 V. 29; 1Kor 2,2

Die ersten J nger Joh 17,6; 6,44-45

37 Und die beiden J nger h rten ihn

reden und folgten Jesus nach. 38 Als aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sprachen zu ihm: Rabbi (das heißt bersetzt: »Lehrer«), wo wohnst du? 39 Er spricht zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.f 40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die es von Johannes geh rt hatten und ihm nachgefolgt waren. 41 Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (das heißt bersetzt: den »Gesalbten«g). 42 Und er f hrte ihn zu Jesus. Jesus aber sah ihn an und sprach: Du bist Simon, Jonas Sohn, du sollst Kephas heißen (das heißt bersetzt: »ein Stein«). 43 Am folgenden Tag wollte Jesus nach Galil a reisen; da findet er Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach! 44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. 45 Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nazareth. 46 Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh! 47 Jesus sah den Nathanael auf sich zukommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist! 48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und

a (1,21) d.h. der verheißene Prophet aus 5Mo 18,18. b (1,23) Jes 40,3. c (1,29) Jesus ist die gr. Umschrift des hebr. Jehoschua; dieser Name bedeutet »Der Herr ist Rettung«. d (1,29) od. das die S nde der Welt auf sich nimmt / tr gt. Diese Bezeichnung Jesu Christi bezieht sich auf das Opferlamm, das eine wichtige Rolle in den Opfern des AT spielte (vgl. u.a. 1Mo 4,4; 2Mo 12,3-11; 13,13; 29,38; 3Mo 14,10-18; Jes 53,7). e (1,36) Andere bersetzung: Schaut auf das Lamm Gottes! f (1,39) d.h. ca. 10 Uhr vormittags nach der r mischen Zeitrechnung. g (1,41) gr. Christus. Das ist der besondere Titel des verheißenen Retters und K nigs f r Israel und die Welt, der von Gott durch »Salbung« in seine K nigsw rde eingesetzt ist (vgl. u.a. Ps 2,2; Dan 9,25).

37 Offb 14,4

38 12,21; Jes 57,15; Ps 27,8

39 Kommt 21,12; Jes 45,19-20

40 6,8; Mk 1,16

41 Lk 8,39 gefunden Hl 3,4; Spr 8,17

42 sah Mk 10,21 Simon 21,15-16 Stein Mt 16,18 43 Mk 2,14

44 Mt 11,21

45 Nathan. 21,2 gefunden V. 41; Lk 24,27 Sohn Lk 3,23 46 Gutes 7,41.52 Komm V. 39 47 Israelit R m 2, 28-29; 9,6-7 Falschheit Ps 26,4; 32,2 48 Ps 139,2; Hebr 4,13


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49 Sohn V. 34; Mt 16,16 K nig Ps 2,6; Jer 23,5 50 weil 20,29

51 Himmel Mt 3,16 Engel 1Mo 28,12 Sohn Dan 7,13; Apg 7,55-56

Johannes 1 – 2

sprach zu ihm: Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich! 49 Nathanael antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der K nig von Israel! 50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum? Du wirst Gr ßeres sehen als das! 51 Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlicha, ich sage euch: K nftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschenb ! Die Hochzeit von Kana Joh 5,36

1 4,46; 21,2

2 Hebr 13,2; 1Pt 4,9 3 Jes 24,11

4 Lk 2,49; 1K 17,18; 2K 3,13 Frau 19,26; 20,13 Stunde vgl. 7,6.8 5 Lk 5,5-6 6 Mk 7,3-5

8 R m 4,17 vgl. Spr 3,5-6 9 Ps 33,9

11 Herrlich. 1,14.51 glaubten 4,41-42; 2Mo 14,31

Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galil a, und die Mutter Jesu war dort. 2 Aber auch Jesus wurde samt seinen J ngern zur Hochzeit eingeladen. 3 Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein! 4 Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun?c Meine Stunde ist noch nicht gekommen! 5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! 6 Es waren aber dort sechs steinerne Wasserkr ge, nach der Reinigungssitte der Juden, von denen jeder zwei oder drei Eimerd fasste. 7 Jesus spricht zu ihnen: F llt die Kr ge mit Wasser! Und sie f llten sie bis obenhin. 8 Und er spricht zu ihnen: Sch pft nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es hin. 9 Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte (und er wusste nicht, woher es war; die Diener aber, die das Wasser gesch pft hatten, wussten es), da rief der Speisemeister den Br utigam 10 und sprach zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt behalten! 11 Diesen Anfang der Zeichen machte

2

Jesus in Kana in Galil a und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden, und seine J nger glaubten an ihn. 12 Danach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und seine Br der und seine J nger, und sie blieben wenige Tage dort.

12 Kapern. Mt 4,13

Die erste Tempelreinigung Mt 21,12-13; Mk 11,15-18; Lk 19,45-46

13 Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. 14 Und er fand im Tempel die Verk ufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Wechsler, die dasaßen. 15 Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus, samt den Schafen und Rindern, und den Wechslern versch ttete er das Geld und stieß die Tische um; 16 und zu den Taubenverk ufern sprach er: Schafft das weg von hier! Macht nicht das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus! 17 Seine J nger dachten aber daran, dass geschrieben steht: »Der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt«.e 18 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Was f r ein Zeichen zeigst du uns, dass du dies tun darfst?f 19 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten! 20 Da sprachen die Juden: In 46 Jahren ist dieser Tempel erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 21 Er aber redete von dem Tempel seines Leibes. 22 Als er nun aus den Toten auferstanden war, dachten seine J nger daran, dass er ihnen dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte. 23 Als er aber am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an seinen Namen, weil sie seine Zeichen sahen, die er tat. 24 Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle kannte, 25 und weil er es nicht n tig hatte, dass jemand von dem Menschen Zeugnis gab; denn er wusste selbst, was im Menschen war.

a (1,51) w. Amen, Amen; so auch sp ter. b (1,51) Sohn des Menschen ist eine Bezeichnung f r den Messias (vgl. Dan 7,13; 1Mo 3,15; Joh 1,14; 1Tim 3,16; Phil 2,7; Hebr 2,14-18). c (2,4) Andere bersetzung: Was willst du von mir? w. Was ist zwischen mir und dir? d (2,6) gr. metretes, ein Fl ssigkeitsmaß von ca. 39 Litern. e (2,17) Ps 69,10. f (2,18) Die Juden wollten von dem Herrn ein g ttliches Zeichen als Best tigung f r seine Autorit t als Messias sehen (vgl. Mt 16,1-4; 1Kor 1,22).

13 Passah 6,4; 11,55; 2Mo 12; 5Mo 16,1-8; Lk 2,41 14 5Mo 14, 24-26 15 Mal 3,1-2

16 Lk 2,49; Jer 7,11

17 Ps 69,10; 119,139

18 6,30

19 Mk 14,58

21 vgl. V. 19; 1Kor 6,19 22 Lk 24,8

23 V. 11; 3,2; 7,31

24 6,15.64

25 1Chr 29,17; Mt 9,4; Apg 1,24


Johannes 3

1 7,50-51

2 kam 6,37 Nacht Ps 112,4 Zeichen 2,11.23; Apg 2,22

3 Tit 3,4-5; Jak 1,18; 1Pt 1,23

4 1Kor 2,14

5 Wasser Hes 36,25; Eph 5,26; R m 8,9

6 Fleisch 1Mo 5,3; 6,3; R m 8,5-6 Geist 1Kor 15, 44-49; Eph 4,23-24 7 neuem V. 3 vgl. 2Kor 5,17; Eph 1,13-14; Tit 3,4-7 8 Pred 11,5; 1Kor 2,11 9 1Kor 2,14

10 5Mo 30,6; Hes 11,19; Mt 11,25 11 V. 32; 1,11; 8,38; Offb 1,5

12 14,2-4

13 Eph 4, 9-10 Sohn 1,18.51; Spr 30,4

1105

Jesus und Nikodemus. Die Notwendigkeit der Wiedergeburt

Der Sohn Gottes ist als Retter in die Welt gekommen

Joh 1,12-13; 2Kor 5,17; Gal 6,15; 1Pt 1,3.23

1Joh 4,9-10; R m 5,6-11; Joh 6,38-40

Es war aber ein Mensch unter den Pharis ern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. 2 Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbia, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wirdb, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! 4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geistc geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr m sst von Neuem geboren werden! 8 Der Wind weht, wo er will, und du h rst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen? 10 Jesus erwiderte und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. 12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde? 13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der im Himmel ist.

14 Und wie Mose in der W ste die Schlange erh hte, so muss der Sohn des Menschen erh ht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. 16 Denn so [sehr]d hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.e 19 Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren b se. 20 Denn jeder, der B ses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, dass sie in Gott getan sind.

3

14 Schlange 4Mo 21,9 erh hte 8,28 15 Jes 45,22; Hebr 7,25

16 R m 8, 31-39; 1Joh 4,9-10

17 12,47; Lk 9,56

18 5,24; 6,29; 16,8-11; Mk 16,16; Hebr 2,3

19 1,5.11; 5,40 Werke Hos 5,4

20 1K 22,8; Hi 24,13; Eph 5,11-13 21 Ps 26,1-2; Kol 3,17; 1Th 5,4-5 Gott 1Joh 3,24

Johannes der T ufer und sein Zeugnis von Christus 22 Danach kam Jesus mit seinen J ngern

in das Land Jud a, und dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. 23 Aber auch Johannes taufte in non, nahe bei Salim, weil viel Wasser dort war; und sie kamen dorthin und ließen sich taufen. 24 Denn Johannes war noch nicht ins Gef ngnis geworfen worden. 25 Es erhob sich nun eine Streitfrage zwischen den J ngern des Johannes und einigen Juden wegen der Reinigung. 26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der, welcher bei dir war jenseits des Jordan, f r den du Zeugnis abgelegt hast, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm!

a (3,2) eine ehrenvolle Anrede f r j dische Lehrer. b (3,3) od. von oben gezeugt wird. c (3,5) gr. pneuma = Geist; manchmal auch »Wind« (so wird das Wort in V. 8 bersetzt). d (3,16) andere bersetzen: so, auf diese Weise. e (3,18) vgl. Fn. zu Joh 1,29.

22 taufte V. 26; 4,1-2

23 kamen Mt 3,5-6; Mk 1,4-5; Lk 3,7

24 Lk 3,20

26 4,1-2


1106 27 1Kor 3,5; Jak 1,17; Hebr 5,4 28 1,20.26

29 Braut Ps 45,12; Hl 7,11; 2Kor 11,2 Freude Mt 9,15

30 wachsen Jes 52,13; Mt 13,32 31 ber Hebr 1,1; 2,4; 3,3; 8,6 Erde 1Kor 15,47; Mt 11,11 32 Jes 53,1

33 1Joh 5,10 vgl. Lk 7,29 34 Worte 8,47; Lk 5,1; 1Pt 1,23-25; Offb 1,9; 19,13 Geist Apg 10,38; Kol 2,9; Jes 11,2 35 liebt Mt 3,17 gegeben Mt 28,18 36 glaubt Hab 2,4; 1Joh 5,13 Zorn Lk 3,7; R m 1,18

Johannes 3 – 4

27 Johannes antwortete und sprach: Ein a

Mensch kann sich nichts nehmen , es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben. 28 Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm her gesandt. 29 Wer die Braut hat, der ist der Br utigam; der Freund des Br utigams aber, der dasteht und ihn h rt, ist hocherfreut ber die Stimme des Br utigams. Diese meine Freude ist nun erf llt. 30 Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.b 31 Der von oben kommt, ist ber allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der aus dem Himmel kommt, ist ber allen. 32 Und er bezeugt, was er gesehen und geh rt hat, und sein Zeugnis nimmt niemand an. 33 Wer aber sein Zeugnis annimmt, der best tigt, dass Gott wahrhaftig ist. 34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß. 35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. 36 Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubtc, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. Jesus und die Frau aus Samaria. Das Wasser des Lebens. Die wahren Anbeter Gottes Jes 55,1; Joh 7,37-39; Offb 22,17

1 3,26

2 1Kor 1,17

4 Lk 9,52 5 Feld 1Mo 48,22; 33,19; Jos 24,32 6 m de Hebr 4,15

7 Ps 50,12; Lk 9,58

Als nun der Herr erfuhr, dass die Pharis er geh rt hatten, dass Jesus mehr J nger mache und taufe als Johannes 2 – obwohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine J nger –, 3 da verließ er Jud a und zog wieder nach Galil a. 4 Er musste aber durch Samaria reisen. 5 Da kommt er in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab. 6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus m de war von der Reise, setzte er sich so an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. 7 Da kommt eine Frau aus Samaria, um

4

Wasser zu sch pfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Denn seine J nger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. 9 Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie erbittest du als ein Jude von mir etwas zu trinken, da ich doch eine samaritische Frau bin? (Denn die Juden haben keinen Umgang mit den Samariternd.) 10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes erkennen w rdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken!, so w rdest du ihn bitten, und er g be dir lebendiges Wasser. 11 Die Frau spricht zu ihm: Herr, du hast ja keinen Eimer, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn das lebendige Wasser? 12 Bist du gr ßer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, samt seinen S hnen und seinem Vieh? 13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder d rsten. 14 Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht d rsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt. 15 Die Frau spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich nicht d rste und nicht hierherkommen muss, um zu sch pfen! 16 Jesus spricht zu ihr: Geh hin, rufe deinen Mann und komm her! 17 Die Frau antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann! Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann! 18 Denn f nf M nner hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesprochen! 19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist! 20 Unsere V ter haben auf diesem Berg angebetet,e und ihr sagt, in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten soll. 21 Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.

a (3,27) od. kann nichts empfangen. b (3,30) Andere bersetzung: Er muss gr ßer werden, ich aber muss kleiner (od. geringer) werden. c (3,36) od. sich weigert, dem Sohn zu glauben. d (4,9) Die Samariter waren ein von den Juden verachtetes Mischvolk. e (4,20) Den Samaritern galt der nahe bei Sichar gelegene Berg Garizim als heilige St tte.

8 6,5-7; Lk 9,13 9 R m 10,12; Kol 3,11

10 Gabe 2Kor 9,15 wer 17,3 Wasser Jes 12,3; Jer 2,13; Sach 13,1; 1Kor 10,4

12 vgl. Mt 12,41-42

14 7,37-38; Ps 36,9-10; Jes 58,11; Mt 11,28

15 vgl. 6,27-28

17 3,20

18 Mt 19,9; R m 7,3

19 Lk 7,39

20 Berg 5Mo 27,12; Ri 9,7 Jerusalem Ps 122,2-4; Jes 2,3 21 Mal 1,11; Mt 18,20


Johannes 4 22 beten Ps 95,6; Lk 4,8 Heil Lk 1,69; R m 9,5 23 Geist R m 7,6; Phil 3,3 sucht Jes 58,8-9; Ps 34,5.11 24 Geist 2Kor 3,17; Jes 66,1-2 25 5Mo 18,18

26 9,37; Mt 11,25

28 V. 7

29 1,40.47

30 1,42-43

22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir

beten an, was wir kennen, denn das Heil kommt aus den Juden. 23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, m ssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25 Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, welcher Christus genannt wird; wenn dieser kommt, wird er uns alles verk ndigen. 26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet! 27 Unterdessen kamen seine J nger und verwunderten sich, dass er mit einer Frau redete.a Doch sagte keiner: Was willst du? oder: Was redest du mit ihr? 28 Nun ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt und sprach zu den Leuten: 29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ob dieser nicht der Christus ist? 30 Da gingen sie aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm. Das weiße Erntefeld Mt 9,37-38; 1Kor 3,5-9

31 Inzwischen aber baten ihn die J nger

und sprachen: Rabbi, iss! 32 5Mo 8,3

34 Willen 6,38; Ps 40,9 Werk 17,4; Lk 2,49

35 Mt 9, 37-38; Mk 4,29; Offb 14,15 vgl. Ps 126,5-6 36 Lohn 1Kor 9,10; Dan 12,3 Leben R m 6,22 S mann 1Kor 3,5-9; Ps 126,6; Phil 2,14-16; 1Th 2,19 38 Apg 8, 14-17; 1Pt 1,12

32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine

Speise zu essen, die ihr nicht kennt! 33 Da sprachen die J nger zueinander: Hat ihm denn jemand zu essen gebracht? 34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. 35 Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und seht die Felder an; sie sind schon weiß zur Ernte. 36 Und wer erntet, der empf ngt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, damit sich der S mann und der Schnitter miteinander freuen. 37 Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine s t, der andere erntet. 38 Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.

1107

Der Glaube der Samariter Apg 8,12.14; Joh 20,30-31

39 Aus jener Stadt aber glaubten viele Samariter an ihn um des Wortes der Frau willen, die bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. 40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb zwei Tage dort. 41 Und noch viel mehr Leute glaubten um seines Wortes willen. 42 Und zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen; wir haben selbst geh rt und erkannt, dass dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus ist!

39 viele 10,41-42; 11,45

40 Samarit. V. 9; 8,48; Lk 9,52-55; 10,33; 17,16 bleiben Lk 24,29

42 erkannt 3,2; 6,69; 17,8; 1Joh 4,14

Jesus heilt den Sohn eines k niglichen Beamten Hebr 11,1.6

43 Nach den zwei Tagen aber zog er fort

und ging nach Galil a. 44 Jesus selbst bezeugte zwar, dass ein Prophet in seinem eigenen Vaterland nicht geachtet wird. 45 Als er aber nun nach Galil a kam, nahmen ihn die Galil er auf, weil sie alles gesehen hatten, was er w hrend des Festes in Jerusalem getan hatte; denn auch sie waren zu dem Fest gekommen. 46 Jesus kam nun wieder nach Kana in Galil a, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und da gab es einen k niglichen Beamten, dessen Sohn lag krank in Kapernaum. 47 Als dieser h rte, dass Jesus aus Jud a nach Galil a gekommen sei, ging er zu ihm und bat ihn, er m chte herabkommen und seinen Sohn gesund machen; denn er lag im Sterben. 48 Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht! 49 Der k nigliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! 50 Jesus spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Und der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging hin. 51 Als er aber noch unterwegs war, kamen ihm seine Knechte entgegen und berichteten ihm und sprachen: Dein Sohn lebt! 52 Nun erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es mit ihm besser geworden war. Und sie sprachen zu ihm:

a (4,27) Nach j discher Sitte galt dies als unschicklich.

44 Lk 4,24; Mt 13,57

45 2,23; 5Mo 16,16

46 2,1-10

47 Mk 5, 22-23

48 vgl. 11,40; 20,29; 1Kor 1,22 49 Ps 88, 10-14 50 Mt 8,13; 9,28-30; Lk 17,14

51 1K 17,23


1108

53 V. 50; Ps 107,20; Mk 7,29-30; Eph 3,20 glaubte Apg 16,34; 18,8 54 2,11

Johannes 4 – 5

Gestern um die siebte Stunde verließ ihn das Fieber. 53 Da erkannte der Vater, dass es eben in der Stunde geschehen war, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt! Und er glaubte samt seinem ganzen Haus. 54 Dies ist das zweite Zeichen, das Jesus wiederum tat, als er aus Jud a nach Galil a kam. Jesus heilt am Sabbat einen Kranken beim Teich Bethesda Apg 10,38; Joh 7,19-24

1 Ps 122,1

2 Schaftor Neh 3,1.32; 12,39 3 warteten Spr 8,34; Kla 3,26; Jak 5,7

4 vgl. Hebr 1,7.14

5 Lk 8,43; 13,10-13; Apg 3,2; 4,22 6 vgl. Hos 7,1.13

7 keinen Ps 142,5

8 Mt 9,6

10 Sabbat 9,14 erlaubt Mt 23,4 11 9,7; Mk 2,9-11

13 vgl. 10,12

Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. 2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der auf Hebr isch Bethesdaa heißt und der f nf S ulenhallen hat. 3 In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen und Abgezehrten, welche auf die Bewegung des Wassers warteten. 4 Denn ein Engel stieg zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch geplagt war. 5 Es war aber ein Mensch dort, der 38 Jahre in der Krankheit zugebracht hatte. 6 Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, dass er schon so lange Zeit [in diesem Zustand] war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? 7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser bewegt wird; w hrend ich aber selbst gehe, steigt ein anderer vor mir hinab. 8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm deine Liegematte und geh umher! 9 Und sogleich wurde der Mensch gesund, hob seine Liegematte auf und ging umher. Es war aber Sabbat an jenem Tag. 10 Nun sprachen die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat; es ist dir nicht erlaubt, die Liegematte zu tragen! 11 Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm deine Liegematte und geh umher! 12 Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm deine Liegematte und geh umher? 13 Aber der Geheilte wusste nicht, wer es

5

war, denn Jesus war weggegangen, weil so viel Volk an dem Ort war. 14 Danach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; s ndige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres widerf hrt! 15 Da ging der Mensch hin und verk ndete den Juden, dass es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. 16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu t ten, weil er dies am Sabbat getan hatte.

14 Tempel Ps 116,12; 116,18-19 s ndige 8,11 Schlimm. Lk 11,26; 2Pt 2,21

16 Mt 12,14

Jesus offenbart sich als der Sohn Gottes Joh 10,30-38; 17,1-3; 20,31; 1Kor 15,20-26; 1Joh 5,11-13

17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch. 18 Darum suchten die Juden nun noch mehr, ihn zu t ten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit er sich selbst Gott gleich machte. 19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn. 20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm noch gr ßere Werke zeigen als diese, sodass ihr euch verwundern werdet. 21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn bergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort h rt und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen. 25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes h ren werden, und die sie h ren, werden leben.

a (5,2) bed. »Haus der Gnade« / »Haus der Barmherzigkeit«.

17 9,4; 14,10

18 10,30-33; Lk 1,35; Phil 2,6

19 V. 30; 8,29; 14,9; Eph 5,1

20 liebt 3,35

21 17,2; 1Sam 2,6

22 Mt 25,31; Apg 10,42; 2Kor 5,10 23 Phil 2,10; 1Joh 2,23; Offb 5,13 24 Leben 3,16.36 Tod Eph 2,5; 1Joh 3,14

25 Toten Mt 8,22; Eph 2,1 leben V. 21.24; R m 8,2


Johannes 5 – 6 26 1,4; 14,6; 1Kor 15,45; 1Joh 1,1-2

27 V. 22; Dan 7,13

28 Gr ber. 11,38-44 vgl. Hi 19,25-27; Jes 26,19; Hos 13,14; 1Kor 15, 21-23; 1Th 4,14-17; Offb 20,12 29 Lebens Dan 12,2; Apg 24,15; R m 8,11; 1Kor 15, 22-23; Phil 3,11; Hebr 9,27; Offb 20,12 30 tun V. 19; 8,28-29 Willen 4,34; Ps 40,9; Hebr 10, 5-10 31 Spr 27,2

32 Mt 3,17

33 1,19-34

34 20,31

35 Lk 1, 13-17; Mt 21,26 36 3,2; 10,25; Apg 2,22

37 Mk 1,11; Lk 9,35 geh rt 6,45 gesehen Mt 5,8; 3Joh 11 38 Wort Kol 3,16; 1Joh 2,14 39 Schriften 7,49; Lk 24,27.45 Leben Hes 20,11 Zeugnis 1Pt 1,10; Offb 19,10

26 Denn wie der Vater das Leben in sich

selbst hat, so hat er auch dem Sohn verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des Menschen ist. 28 Verwundert euch nicht dar ber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gr bern sind, seine Stimme h ren werden, 29 und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das B se getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie ich h re, so richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat. Der Vater legt Zeugnis ab von seinem Sohn 1Joh 5,6-13; Joh 10,29-38; 3,16-19

31 Wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis nicht glaubw rdiga. 32 Ein anderer ist es, der von mir Zeugnis ablegt; und ich weiß, dass das Zeugnis glaubw rdig ist, das er von mir bezeugt. 33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. 34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen an, sondern ich sage das, damit ihr gerettet werdet. 35 Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde an ihrem Schein erfreuen. 36 Ich aber habe ein Zeugnis, das gr ßer ist als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gab, dass ich sie vollbringe, eben die Werke, die ich tue, geben Zeugnis von mir, dass der Vater mich gesandt hat. 37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt weder seine Stimme jemals geh rt noch seine Gestalt gesehen; 38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat. 39 Ihr erforscht die Schriftenb, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.

1109

40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kom-

men, um das Leben zu empfangen. 41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen, 42 aber bei euch habe ich erkannt, dass ihr

die Liebe Gottesc nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen. 44 Wie k nnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre von dem alleinigen Gott nicht sucht? 45 Denkt nicht, dass ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist einer, der euch anklagt: Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 Denn wenn ihr Mose glauben w rdet, so w rdet ihr auch mir glauben; denn von mir hat er geschrieben. 47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?

40 Mt 23,37; 5Mo 30,15 41 V. 34; 8,50; 1Th 2,6 42 V. 23; 8,42 43 Mt 24, 5.24; Apg 5, 36-37; 21,38

44 12,43

45 R m 2,12

46 1Mo 3,15; 5Mo 18,15 47 Lk 16,31

Die Speisung der F nftausend Mt 14,13-21; Mk 6,30-44; Lk 9,10-17; 2K 4,42-44

Danach fuhr Jesus ber den See von Galil a bei Tiberias. 2 Und es folgte ihm eine große Volksmenge nach, weil sie seine Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. 3 Jesus aber ging auf den Berg und saß dort mit seinen J ngern beisammen. 4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden. 5 Da nun Jesus die Augen erhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kam, sprach er zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, damit diese essen k nnen? 6 (Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wusste wohl, was er tun wollte.) 7 Philippus antwortete ihm: F r 200 Denare Brot reicht nicht aus f r sie, dass jeder von ihnen auch nur ein wenig bekommt! 8 Da sprach einer von seinen J ngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zu ihm: 9 Es ist ein Knabe hier, der hat f nf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das f r so viele? 10 Jesus aber sprach: Lasst die Leute sich setzen! Es war n mlich viel Gras an dem

6

a (5,31) od. beweiskr ftig / wahrhaftig. Nach dem Gesetz war eine menschliche Aussage nur aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen g ltig (vgl. 5Mo 19,15; 2Kor 13,1; 1Tim 5,19). b (5,39) d.h. die heiligen Schriften des AT. c (5,42) d.h. entweder die Liebe zu Gott oder die Liebe, die von Gott kommt; das Gr. kann beides bedeuten.

1 V. 23; 21,1

2 vgl. 2,23

3 V. 15

4 2,13

5 Philippus 1,44-45

6 1Mo 22,1; 5Mo 8,2.16

7 4Mo 11, 21-23; 2Chr 25,9 8 1,40-41

9 2K 4,43

10 2Kor 9,8-9; Phil 4,19


1110

11 Dank V. 23; Lk 22,19; 24,30

12 Ps 103, 1-5; Mt 15,27

13 Spr 11, 24-25

14 7,40; 5Mo 18,15

15 Mt 14,23

Johannes 6

Ort. Da setzten sich die M nner; es waren etwa 5 000. 11 Und Jesus nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den J ngern aus, die J nger aber denen, die sich gesetzt hatten; ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten. 12 Und als sie ges ttigt waren, sprach er zu seinen J ngern: Sammelt die brig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt! 13 Da sammelten sie und f llten zw lf K rbe mit Brocken von den f nf Gerstenbroten, die denen brig geblieben waren, welche gegessen hatten. 14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll! 15 Da nun Jesus erkannte, dass sie kommen w rden, um ihn mit Gewalt zum K nig zu machen, zog er sich wiederum auf den Berg zur ck, er allein. Jesus geht auf dem See Mt 14,22-34; Mk 6,45-53

16 Als es aber Abend geworden war, gin17 2,12; 4,46; Mk 6,45

18 Ps 107, 25-27; 135,7 19 Mt 14,26

20 Ps 35,3; Jes 43,1-2; Offb 1,17

gen seine J nger hinab an den See, 17 und sie stiegen in das Schiff und fuhren ber den See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden, und Jesus war nicht zu ihnen gekommen. 18 Und der See ging hoch, da ein starker Wind wehte. 19 Als sie nun ungef hr 25 oder 30 Stadien gerudert hatten, sahen sie Jesus auf dem See gehen und sich dem Schiff n hern; und sie f rchteten sich. 20 Er aber sprach zu ihnen: Ich bin’s, f rchtet euch nicht! 21 Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen, und sogleich war das Schiff am Land, wohin sie fahren wollten. Das Volk sucht nach ußerlichem, nicht nach dem wahren Heil 5Mo 8,3; Joh 5,39

22 Volksm. V. 2 vgl. V. 26

22 Am folgenden Tag, als die Volksmenge, die am jenseitigen Ufer des Sees stand, gesehen hatte, dass kein anderes Schiff dort war, als nur das eine, in welches seine J nger gestiegen waren, und dass Jesus nicht mit seinen J ngern in das Schiff

gestiegen war, sondern dass seine J nger allein abgefahren waren, 23 (es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen hatten nach der Danksagung des Herrn) 24 – da also die Volksmenge sah, dass Jesus nicht dort war, auch nicht seine J nger, stiegen auch sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25 Und als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, sprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? 26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. 27 Wirkt nicht [f r] die Speise, die verg nglich ista, sondern [f r] die Speise, die bis ins ewige Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat Gott, der Vater, best tigtb ! 28 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, um die Werke Gottes zu wirkenc? 29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn f r ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31 Unsere V ter haben das Manna gegessen in der W ste, wie geschrieben steht: »Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu essen«.d

24 1,39; 7,11; 11,56; 12,21; Mk 1,37

25 Rabbi 1,38-39

27 Speise V. 51.58; 4,13-14; Jes 55,2; Mt 6,33; 16,26; Lk 10,42 best tigt 1,33; 5,36; 14,9; Jes 42,1 28 Lk 10,25; Apg 2,37; 16,30 29 Apg 10, 30-31.34-35; 1Joh 3,23 30 V. 11; 2,18; 12,37; 1Kor 1,22 31 Brot 2Mo 16, 14-16; Neh 9,15; Ps 78,24; 1Kor 10,3

Jesus Christus – das Brot des Lebens 2Mo 16,4; Ps 78,23-25; 1Kor 10,3-4

32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich,

wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot aus dem Himmel. 33 Denn das Brot Gottes ist derjenige, der aus dem Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt. 34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot! 35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens.e Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals d rsten.

a (6,27) od. die verdirbt. b (6,27) w. versiegelt. c (6,28) d.h. das zu tun, was vor Gott wohlgef llig ist und seinem Willen entspricht; es kann auch bedeuten: die von Gott gewirkten Werke (vgl. V. 29). d (6,31) vgl. Neh 9,15. e (6,35) Dies ist die erste der sieben »Ich bin«-Offenbarungen Jesu Christi (vgl. Joh 8,12; 9,5; 10,7.9; 10,11.14; 11,25; 14,6; 15,1.5.)

32 Mose 2Mo 16,4.8

33 V. 51.58; Phil 1,21

34 4,15 35 Lebens vgl. 11,25; 14,6 hungern Jes 55,2-3; Offb 7,16 d rsten 4,14; 7,37-38


Johannes 6 36 vgl. 5,39-40; Lk 16,31 37 17,2; Jes 55,7; Mt 11,28; Lk 23,43; Apg 13,48; 1Tim 1,15 38 5,30; Phil 2,8

39 verliere 10,28; 17,12; Mt 18,14 auferwecke R m 8,11; 1Th 4,14

40 V. 47.54; 3,16.36

41 murrten Lk 5,30; 1Kor 10,10 42 1,45-46; 7,27; Mk 6,3; Lk 4,22

44 Mt 16,17; Apg 13,48; 16,14; Phil 2,13

45 Hi 36,22; Jes 54,13; 1Kor 2,12

46 1,18; Lk 10,22

47 V. 40; 3,36; Apg 16,31 48 V. 33.35

50 V. 35.58

51 Hebr 9,28; 10,5; 1Joh 2,2

52 3,4.9

36 Aber ich habe es euch gesagt, dass ihr

mich gesehen habt und doch nicht glaubt. 37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoĂ&#x;en. 38 Denn ich bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tag. 40 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 41 Da murrten die Juden ber ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist, 42 und sie sprachen: Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann dieser denn sagen: Ich bin aus dem Himmel herabgekommen? 43 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander! 44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 45 Es steht geschrieben in den Propheten: ÂťUnd sie werden alle von Gott gelehrt seinÂŤ.a Jeder nun, der vom Vater geh rt und gelernt hat, kommt zu mir. 46 Nicht, dass jemand den Vater gesehen h tte; nur der, welcher von Gott ist, der hat den Vater gesehen. 47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat ewiges Leben. 48 Ich bin das Brot des Lebens. 49 Eure V ter haben das Manna gegessen in der W ste und sind gestorben; 50 dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit, wer davon isst, nicht stirbt. 51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Wenn jemand von diesem Brot isst, so wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, das ich geben werde f r das Leben der Welt. 52 Da stritten die Juden untereinander a (6,45) vgl. Jes 54,13.

1111

und sprachen: Wie kann dieser uns [sein] Fleisch zu essen geben? 53 Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. 54 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. 55 Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig Trank. 56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich um des Vaters willen lebe, so wird auch der, welcher mich isst, um meinetwillen leben. 58 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; es ist nicht wie das Manna, das eure V ter gegessen haben, und sind gestorben; wer dieses Brot isst, der wird leben in Ewigkeit! 59 Dies sprach er, als er in der Synagoge von Kapernaum lehrte.

53 1Kor 10,16-17; 11,24-25

54 Blut 3Mo 17,11; 1Joh 1,7 55 V. 35; Mt 26,26-28; Lk 22,19-20 56 Gal 2,20; Eph 3,17; 1Joh 4,15 57 5,26; Phil 1,21; Kol 3,3-4

58 V. 48-51

59 V. 24

Jesu Worte erzeugen eine Scheidung unter den J ngern Hebr 4,12-13; 10,38-39; 1Pt 2,6-9

60 Viele nun von seinen J ngern, die das

h rten, sprachen: Das ist eine harte Rede! Wer kann sie h ren? 61 Da aber Jesus bei sich selbst erkannte, dass seine J nger dar ber murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein rgernis? 62 Wie nun, wenn ihr den Sohn des Menschen dorthin auffahren seht, wo er zuvor war? 63 Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch n tzt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben. 64 Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten w rde. 65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben! 66 Aus diesem Anlass zogen sich viele seiner J nger zur ck und gingen nicht mehr mit ihm. 67 Da sprach Jesus zu den Zw lfen: Wollt ihr nicht auch weggehen? 68 Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr,

60 Mt 19,22; 2Pt 3,16

62 3,13; Mk 16,19; Apg 1,9-11; Eph 4,8-10 63 Geist R m 8,5-17; 1Kor 2,14; 2Kor 3,6 Leben V. 68; Spr 13,14 64 wusste 2,25; 2Tim 2,19 verraten V.71 65 V. 44

66 V. 15; Lk 9,62; Hebr 10,38 67 Wollt Jos 24,15; Rt 1,11-12; 2Sam 15, 19-22 68 Apg 5,20; 2Tim 1,10; 1Joh 5,11


1112

70 erw hlt 15,16

zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; 69 und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes! 70 Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zw lf erw hlt? Und doch ist einer von euch ein Teufel! 71 Er redete aber von Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, denn dieser sollte ihn verraten, er, der einer von den Zw lfen war. Die ungl ubigen Br der Jesu Joh 15,18-19

1 V. 25; 5,16

2 3Mo 23,34

4 vgl. Mt 5,15

6 V. 8; 2,4

7 15,18 b se 3,20 8 V. 30

10 2,13; 5,1

11 1,39; 6,24

12 Lk 2,34

Johannes 6 – 7 13 Doch redete niemand freim tig ber

ihn, aus Furcht vor den Juden. 14 Als aber das Fest schon zur H lfte verossen war, ging Jesus in den Tempel hinauf und lehrte. 15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Woher kennt dieser die Schriften? Er hat doch nicht studiert! 16 Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand seinen Willen tun will, wird er erkennen, ob diese Lehre von Gott ist, oder ob ich aus mir selbst rede. 18 Wer aus sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm. 19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und doch tut keiner von euch das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu t ten? 20 Die Menge antwortete und sprach: Du hast einen D mon! Wer sucht dich zu t ten? 21 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch. 22 Darum [sage ich euch:] Mose hat euch die Beschneidung gegeben (nicht dass sie von Mose kommt, sondern von den V tern), und ihr beschneidet den Menschen am Sabbat. 23 Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empf ngt, damit das Gesetz Moses nicht bertreten wird, was z rnt ihr mir denn, dass ich den ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe? 24 Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern f llt ein gerechtes Urteil!

Und danach zog Jesus in Galil a umher; denn er wollte nicht in Jud a umherziehen, weil die Juden ihn zu t ten suchten. 2 Es war aber das Laubh ttenfest der Juden nahe. 3 Da sprachen seine Br der zu ihm: Brich doch auf von hier und zieh nach Jud a, damit auch deine J nger die Werke sehen k nnen, die du tust! 4 Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht zugleich ffentlich bekannt zu sein. Wenn du diese Dinge tust, so offenbare dich der Welt! 5 Denn auch seine Br der glaubten nicht an ihn. 6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeita ist noch nicht da; aber eure Zeit ist immer bereit. 7 Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber hasst sie; denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke b se sind. 8 Geht ihr hinauf zu diesem Fest; ich gehe noch nicht zu diesem Fest hinauf, denn meine Zeit ist noch nicht erf llt. 9 Und als er dies zu ihnen gesagt hatte, Ist Jesus der Christus? Mt 16,13-17 blieb er in Galil a. 25 Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist Jesus lehrt am Laubh ttenfest. das nicht der, den sie zu t ten suchen? Der Unglaube der Juden Joh 8,19-24 26 Und siehe, er redet ffentlich, und sie 10 Nachdem aber seine Br der hinauf- sagen ihm nichts. Haben etwa die Obersgegangen waren, ging auch er hinauf zum ten wirklich erkannt, dass dieser in WahrFest, nicht ffentlich, sondern wie im heit der Christus ist? Verborgenen. 27 Doch von diesem wissen wir, woher er 11 Da suchten ihn die Juden w hrend des ist; wenn aber der Christus kommt, so Festes und sprachen: Wo ist er? wird niemand wissen, woher er ist. 12 Und es gab viel Gemurmel seinetwe- 28 Da rief Jesus, w hrend er im Tempel gen unter der Volksmenge. Etliche sagten: lehrte, und sprach: Ja, ihr kennt mich und Er ist gut!, andere aber sprachen: Nein, wisst, woher ich bin! Und doch bin ich sondern er verf hrt die Leute! nicht von mir selbst gekommen, sondern

7

a (7,6) gr. kairos, d.h. die rechte, gelegene Zeit, der gelegene bzw. g ttlich festgesetzte Zeitpunkt.

13 9,22; 1Joh 4,18 14 8,2; 18,20

15 Mt 13,54; Apg 4,13; Jes 8,14 16 5,19; 8,28; Hebr 1,1 17 8,40-42; Ps 112,4

18 Ehre 8,50; Apg 8,9; Gal 1,10 wahrhaftig Lk 20,21

19 Mose 1,17; 9,28; 5Mo 33,4 tut R m 2, 17-23 t ten V. 25; 5,18 20 D mon 8,48.52

22 3Mo 12,3; 1Mo 17,10-14; R m 4,11

23 5,9.14.16; Mt 12,1.5.8

24 Ps 82,2

25 V. 19-20

26 redet Ps 40,10 Obersten V. 48

27 wissen 6,42 28 gekomm. 8,42 wahrhaftig 8,26; R m 3,4; 1Joh 5,20 nicht 8,19.55; Hos 4,1


Johannes 7 – 8

29 Lk 10,22 gesandt 5,38; 1Joh 4,9-10 30 Stunde 8,20; 13,1

31 glaubten 4,39.42; 8,30 Zeichen 2,23; 3,2

32 Lk 22,47

33 12,35; 13,33; 16,5

34 8,21; Hos 5,6; Am 8,12 35 Griechen 12,20-21; Apg 11, 20-21; 17,4; R m 10,12; 1Kor 12,13; Gal 3,28 36 16,17-18

37 Tag 3Mo 23,36 trinke Jes 55,1; 1Kor 10,4; Offb 21,6 38 4,14; Spr 18,4; Jes 35,6-7; 58,11; Jer 31,12 39 Geist Apg 2,38; Eph 1,13; Jes 44,3; Joel 3,1 verherrlicht Apg 2,33; Eph 4,8

der ist wahrhaftig, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. 29 Ich aber kenne ihn, weil ich von ihm bin, und er hat mich gesandt. 30 Da suchten sie ihn zu ergreifen; aber niemand legte Hand an ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. 31 Viele aber aus der Volksmenge glaubten an ihn und sprachen: Wenn der Christus kommt, wird er wohl mehr Zeichen tun als die, welche dieser getan hat? 32 Die Pharis er h rten, dass die Menge diese Dinge ber ihn murmelte; darum sandten die Pharis er und die obersten Priester Diener ab, um ihn zu ergreifen. 33 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit bin ich bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. 34 Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und wo ich bin, dorthin k nnt ihr nicht kommen. 35 Da sprachen die Juden untereinander: Wohin will er denn gehen, dass wir ihn nicht finden sollen? Will er etwa zu den unter den Griechen Zerstreuten gehen und die Griechen lehren? 36 Was ist das f r ein Wort, das er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, dorthin k nnt ihr nicht kommen?

aus dem Samen Davids kommt und aus dem Dorf Bethlehem, wo David war? 43 Es entstand nun seinetwegen eine Spaltung unter der Volksmenge. 44 Und etliche von ihnen wollten ihn ergreifen, doch legte niemand Hand an ihn. 45 Nun kamen die Diener zu den obersten Priestern und Pharis ern zur ck, und diese sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? 46 Die Diener antworteten: Nie hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch! 47 Da antworteten ihnen die Pharis er: Seid auch ihr verf hrt worden? 48 Glaubt auch einer von den Obersten oder von den Pharis ern an ihn? 49 Aber dieser P bel, der das Gesetz nicht kennt, der ist unter dem Fluch! 50 Da spricht zu ihnen Nikodemus, der bei Nacht zu ihm gekommen war, und der einer der Ihren war: 51 Richtet unser Gesetz einen Menschen, es sei denn, man habe ihn zuvor selbst geh rt und erkannt, was er tut? 52 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du etwa auch aus Galil a? Forsche nach und sieh: Kein Prophet ist aus Galil a hervorgegangen! 53 Und so ging jeder in sein Haus. 5Mo 22,22; Joh 3,17; R m 2,1-3.17-23

Jesus aber ging an den lberg. 2 Und fr h am Morgen kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie. 3 Da brachten die Schriftgelehrten und Pharis er eine Frau zu ihm, die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte 4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist w hrend der Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du? 6 Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen k nnten. Jesus aber b ckte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne S nde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!

37 Aber am letzten, dem großen Tag des

Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand d rstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Str me lebendigen Wassers fließen. 39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

40 Viele nun aus der Volksmenge sagten, als sie das Wort h rten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. 41 Andere sprachen: Dieser ist der Christus! Andere aber sagten: Kommt der Christus denn aus Galil a?

42 Samen Ps 132,11; Jer 23,5 Bethlehem Mi 5,1; 1Sam 17,12

44 V. 30

46 Mt 7,29; Lk 4,22; Ps 45,3; Offb 19,13 47 verf hrt 2K 18, 29-31 48 12,42; 1Kor 1,26 49 9,34

50 3,1-2

51 5Mo 1,17; 19,16-18; Spr 18,13 52 1,45; Jes 9,1

Jesus und die Ehebrecherin

Joh 4,10-14; Offb 22,17

Lk 12,51; Jer 8,8-9

41 Christus 6,69 Galil a V. 52; 1,45-46

42 Sagt nicht die Schrift, dass der Christus

Str me lebendigen Wassers

Spaltung unter den Juden 40 6,14

1113

8

2 Lk 21,38; Pred 11,6; Jes 50,4

5 3Mo 20,10

6 versuchen Mt 19,3; 22,15 schrieb Jer 17,13; Dan 5,5 7 R m 2,22


1114

9 R m 2,1; Hebr 4,12

10 wo? Jes 41,11-12

11 verurteile V. 15; 3,17; Ps 103,13-14 s ndige 5,14; R m 5,20; 6,1

Johannes 8

8 Und er b ckte sich wiederum nieder

21 Nun sprach Jesus wiederum zu ihnen:

und schrieb auf die Erde.

Ich gehe fort, und ihr werdet mich suchen, und ihr werdet in eurer S nde sterben. Wohin ich gehe, dorthin k nnt ihr nicht kommen! 22 Da sagten die Juden: Will er sich etwa selbst t ten, dass er spricht: Wohin ich gehe, dorthin k nnt ihr nicht kommen? 23 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. 24 Darum habe ich euch gesagt, dass ihr in euren S nden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin,a so werdet ihr in euren S nden sterben. 25 Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Und Jesus sprach zu ihnen: Zuerst das, was ich euch eben sage! 26 Ich habe vieles ber euch zu reden und zu richten; aber der, welcher mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm geh rt habe, das rede ich zu der Welt. 27 Sie verstanden aber nicht, dass er vom Vater zu ihnen redete. 28 Darum sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Sohn des Menschen erh ht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin; und ich tue nichts von mir selbst aus, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich. 29 Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; der Vater l sst mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm wohlgef llt. 30 Als er dies sagte, glaubten viele an ihn.

9 Als sie aber das h rten, gingen sie – von

ihrem Gewissen berf hrt – einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den ltesten bis zu den Geringsten; und Jesus wurde allein gelassen, und die Frau, die in der Mitte stand. 10 Da richtete sich Jesus auf, und da er niemand sah als die Frau, sprach er zu ihr: Frau, wo sind jene, deine Ankl ger? Hat dich niemand verurteilt? 11 Sie sprach: Niemand, Herr! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und s ndige nicht mehr! Jesus Christus – das Licht der Welt Joh 1,4-5.9-12; 5,36-37; 12,46-50

12 Licht 9,5; Jes 60,1; Eph 5,14; Offb 21,23 Finsternis 12,35.46; 2Mo 13,21; Spr 4,19 13 5,31-32

14 3,11.13; 9,29

15 3,17

16 allein V. 29; 16,32

17 5Mo 17,6; Hebr 10,28 18 5,36-37

19 V. 55; 16,3

20 Opferk. Mk 12,41 Stunde 7,30

12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und

sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben. 13 Da sprachen die Pharis er zu ihm: Du legst von dir selbst Zeugnis ab; dein Zeugnis ist nicht glaubw rdig! 14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis doch glaubw rdig, denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe. 15 Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte niemand. 16 Aber auch wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig; denn ich bin nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat. 17 Es steht aber auch in eurem Gesetz geschrieben, dass das Zeugnis zweier Menschen glaubw rdig ist. 18 Ich bin es, der ich von mir selbst Zeugnis gebe, und der Vater, der mich gesandt hat, gibt auch Zeugnis von mir. 19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Wenn ihr mich kennen w rdet, so w rdet ihr auch meinen Vater kennen. 20 Diese Worte redete Jesus bei dem Opferkasten, als er im Tempel lehrte; und niemand ergriff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

21 suchen 7,34 sterben 3,36; Spr 11,7 kommen 13,33; Mk 10,38

23 oben 3,31; 1Kor 15,47 Welt 17,16; 18,36 24 Mk 16,16; 1Joh 2,22

25 Wer? Lk 22,67

26 wahrha. 7,28; 5Mo 32,4; Jes 65,16 rede V. 28.40 27 Mt 13,14

28 erh ht 3,14; 12,32 nichts 5,19.30; Jes 50,4-6

29 allein V. 16; 16,32; Ps 73,23 wohlgef llt 1Joh 3,22 30 10,42

Allein die g ttliche Wahrheit macht frei. Die Ursache f r den Widerstand gegen die Wahrheit 1Joh 1,5-10; 2Kor 4,3-4; Gal 3,7.29

31 Da sprach Jesus zu den Juden, die an

ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine J nger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen! 33 Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Sameb und sind nie jemandes Knechte gewesen; wie kannst du da sagen: Ihr sollt frei werden? 34 Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die S nde tut, ist ein Knecht der S nde. 35 Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Haus; der Sohn bleibt ewig.

a (8,24) w. dass ich bin. Manche Ausleger sehen hier einen Bezug zu dem at. Gottesnamen »Ich bin, der ich bin« (2Mo 3,14). b (8,33) bildhaft f r Nachkommen.

31 Kol 1,23; 2,6-7; 1Joh 2,24

32 frei R m 6,22; Jak 1,25 33 1Mo 15,13; Neh 9,36; Jes 26,13

34 R m 6,16; 2Pt 2,19 35 Knecht 1Mo 21,10; Gal 4,25


Johannes 8 – 9 36 R m 8,2; Gal 4,7; 5,1 37 t ten 7,1.32 Wort V. 43; 2Kor 4,3-4 38 rede V. 26; 3,11 Vater V. 44 39 Vater V. 56; R m 4,11-12.18; Jak 2,21

40 1Mo 18,19

41 Vaters V. 44; Jes 57,4; 63,16

42 lieben 1Joh 5,1 gesandt 7,28; 17,8

43 Jer 6,10

44 Teufel Mt 13,38-39; 1Joh 3,8 M.-m rder 1Mo 3,1-6 L gner 1Mo 3,13; Apg 5,3; Offb 12,9

45 Gal 4,16; 2Tim 4,4 46 Hebr 7,26; 1Pt 2,22 47 10,26-27; 1Joh 4,6

36 Wenn euch nun der Sohn frei machen

51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:

wird, so seid ihr wirklich frei.

Wenn jemand mein Wort bewahrt , so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit! 52 Da sprachen die Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, dass du einen D mon hast! Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit! 53 Bist du gr ßer als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind auch gestorben. Was machst du aus dir selbst? 54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts; mein Vater ist es, der mich ehrt, von dem ihr sagt, er sei euer Gott. 55 Und doch habt ihr ihn nicht erkannt; ich aber kenne ihn. Und wenn ich sagen w rde: Ich kenne ihn nicht!, so w re ich ein L gner, gleich wie ihr. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort. 56 Abraham, euer Vater, frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte; und er sah ihn und freute sich. 57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht 50 Jahre alt und hast Abraham gesehen? 58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich! 59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hindurch, und entkam so.

37 Ich weiß, dass ihr Abrahams Same seid;

aber ihr sucht mich zu t ten, denn mein Wort findet keinen Raum in euch. 38 Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe; so tut auch ihr, was ihr bei eurem Vater gesehen habt. 39 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater! Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder w rt, so w rdet ihr Abrahams Werke tun. 40 Nun aber sucht ihr mich zu t ten, einen Menschen, der euch die Wahrheit gesagt hat, die ich von Gott geh rt habe; das hat Abraham nicht getan. 41 Ihr tut die Werke eures Vaters! Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht unehelich geborena; wir haben einen Vater: Gott! 42 Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Gott euer Vater w re, so w rdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt. 43 Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht h ren k nnt! 44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun! Der war ein Menschenm rder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die L ge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein L gner und der Vater derselben. 45 Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer unter euch kann mich einer S nde beschuldigen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht? 47 Wer aus Gott ist, der h rt die Worte Gottes; darum h rt ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid. Entehrung und Ablehnung des Sohnes Gottes R m 10,21; Apg 7,51; Mt 23,37-39; Hebr 12,3

48 Samarit. 4,9 D mon 7,20

49 5,23; 7,18

50 Ehre 5,41 richtet 1Pt 2,23

1115

48 Da antworteten die Juden und spra-

chen zu ihm: Sagen wir nicht mit Recht, dass du ein Samariter bist und einen D mon hast? 49 Jesus erwiderte: Ich habe keinen D mon, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr entehrt mich. 50 Ich aber suche nicht meine Ehre; es ist Einer, der sie sucht und der richtet. a (8,41) w. durch Hurerei gezeugt.

51 11,25-26

b

52 Sach 1,5

53 4,12

54 5,37; 17,1; 2Pt 1,17

55 Tit 1,16; 1Joh 2,4

56 Hebr 11,13; Mt 13,17

58 Mi 5,1; Kol 1,17; Offb 1,8.17 59 Steine 10,31 entkam Lk 4,30

Die Heilung eines Blindgeborenen Jes 35,5; 42,7; Mal 3,20; 2Kor 4,6

9

Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt

an. 2 Und seine J nger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat ges ndigt, sodass dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern? 3 Jesus antwortete: Weder dieser hat ges ndigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden! 4 Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. 5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.

b (8,51) d.h. auch: an ihm festh lt, es befolgt.

1 V. 32

3 ges ndigt Lk 13,2-5 Werke 11,4; Ps 146,8 4 Lk 2,49

5 8,12; Lk 1,78-79; 2,32


1116 6 Mk 8,23

7 2K 5, 10-14 Siloah Neh 3,15; Jes 8,6 D. Gesandte V. 4 8 Rt 1,19 dasaß Apg 3,2

10 V. 15.26; Pred 11,5 11 Siloah s. V. 7

12 vgl. 5,12-13

Johannes 9

6 Als er dies gesagt hatte, spie er auf die

Erde und machte einen Brei mit dem Speichel und strich den Brei auf die Augen des Blinden 7 und sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich im Teich Siloah (das heißt bersetzt: »Der Gesandte«)! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder. 8 Die Nachbarn nun, und die ihn zuvor als Blinden gesehen hatten, sprachen: Ist das nicht der, welcher dasaß und bettelte? 9 Etliche sagten: Er ist’s! – andere aber: Er sieht ihm hnlich! Er selbst sagte: Ich bin’s! 10 Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen ge ffnet worden? 11 Er antwortete und sprach: Ein Mensch, der Jesus heißt, machte einen Brei und bestrich meine Augen und sprach zu mir: Geh hin zum Teich Siloah und wasche dich! Als ich aber hinging und mich wusch, wurde ich sehend. 12 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist er? Er antwortete: Ich weiß es nicht! Verh r des Geheilten durch die Pharis er Mt 23,13; Joh 10,37-38

14 5,10

15 V. 10; V. 26-27

16 Sabbat Lk 6,7.9; 13,14-15 Zeichen V. 31; 3,2 Spaltung 7,12.43

17 Prophet 4,19; Lk 7,16

18 1Mo 19,14

19 Ist V. 8-9; Apg 3,10; 4,14

13 Da f hrten sie ihn, der einst blind gewesen war, zu den Pharis ern. 14 Es war aber Sabbat, als Jesus den Teig machte und ihm die Augen ffnete. 15 Nun fragten ihn auch die Pharis er wieder, wie er sehend geworden war. Und er sprach zu ihnen: Einen Brei hat er auf meine Augen gelegt, und ich wusch mich und bin nun sehend! 16 Da sprachen etliche von den Pharis ern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht h lt! Andere sprachen: Wie kann ein s ndiger Mensch solche Zeichen tun? Und es entstand eine Spaltung unter ihnen. 17 Sie sprachen wiederum zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, weil er dir die Augen ge ffnet hat? Er aber sprach: Er ist ein Prophet! 18 Nun glaubten die Juden nicht von ihm, dass er blind gewesen und sehend geworden war, bis sie die Eltern des Sehendgewordenen gerufen hatten. 19 Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er

blind geboren ist? Wieso ist er denn jetzt sehend? 20 Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, dass dieser unser Sohn ist und dass er blind geboren ist; 21 wieso er aber jetzt sieht, das wissen wir nicht; und wer ihm die Augen ge ffnet hat, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug; fragt ihn selbst. Er soll selbst f r sich reden! 22 Das sagten seine Eltern deshalb, weil sie die Juden f rchteten; denn die Juden waren schon bereingekommen, dass, wenn einer ihn als den Christus anerkennen w rde, dieser aus der Synagoge ausgeschlossen werden sollte.a 23 Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug; fragt ihn selbst! 24 Da riefen sie zum zweiten Mal den Menschen, der blind gewesen war, und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein S nder ist. 25 Da antwortete jener und sprach: Ob er ein S nder ist, weiß ich nicht. Eines weiß ich: dass ich blind war und jetzt sehend bin! 26 Sie sprachen aber wiederum zu ihm: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er dir die Augen ge ffnet? 27 Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht darauf geh rt; warum wollt ihr es noch einmal h ren? Wollt auch ihr seine J nger werden? 28 Sie beschimpften ihn nun und sprachen: Du bist sein J nger! Wir aber sind Moses J nger. 29 Wir wissen, dass Gott zu Mose geredet hat; von diesem aber wissen wir nicht, woher er ist. 30 Da antwortete der Mensch und sprach zu ihnen: Das ist doch verwunderlich, dass ihr nicht wisst, woher er ist, und er hat doch meine Augen ge ffnet. 31 Wir wissen aber, dass Gott nicht auf S nder h rt; sondern wenn jemand gottesf rchtig ist und seinen Willen tut, den h rt er. 32 Von Ewigkeit her hat man nicht geh rt, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen ge ffnet hat. 33 Wenn dieser nicht von Gott w re, so k nnte er nichts tun!

a (9,22) Das bedeutete den Ausschluss aus dem Judentum und aus seinem religi sen Leben, einschließlich des Tempelbesuchs und der Opfer, aber auch Verfolgung und chtung im Alltagsleben – eine sehr schwerwiegende Drohung.

22 f rchtet. 7,13; Spr 29,25 ausgeschl. 12,42; 16,2

24 Ehre Jos 7,19 S nder V. 16; 7,24.51; 8,15.46; 1Kor 4,5; 1Joh 2,20

28 Mt 5,11 Moses 5,45-46 29 geredet Mal 3,22 diesem vgl. 7,27-28 30 wisst Jes 29,14; Mt 16,2-3 ge ffnet Jes 42,7 31 h rt Ps 66,18 gottesf. 1Sam 2,30; Ps 34,16; 145,19; Mal 3,16; 1Joh 3,21-22

33 w re V. 16; 3,2; Apg 5,38-39


Johannes 9 – 10 34 S nden V. 2 stießen Jes 66,5

34 Sie antworteten und sprachen zu ihm:

Du bist ganz in S nden geboren und willst uns lehren? Und sie stießen ihn hinaus.a Blinde sehen und Sehende werden blind Lk 10,21; 2Kor 4,3-6; Jes 6,9-10; Mt 15,14

35 Ps 12,6; Zeph 3,19 Glaubst 3,16; 20,31; Apg 26,27

37 gesehen V. 25 der 4,26 38 glaube 11,27; 20,28-29; Apg 8,37 fiel Mt 14,33 39 Gericht Lk 2,34 sehend Apg 26,18; 1Pt 2,9 blind 3,19; Mt 13,13 40 R m 2, 17-21; Offb 3,17 41 15,22.24; Lk 12,48; 18,14; Jes 5,21

35 Jesus h rte, dass sie ihn ausgestoßen

hatten, und als er ihn fand, sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes? 36 Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube? 37 Jesus aber sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der ist es! 38 Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel anbetend vor ihm nieder. 39 Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, damit die, welche nicht sehen, sehend werden und die, welche sehen, blind werden. 40 Und dies h rten etliche der Pharis er, die bei ihm waren, und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind? 41 Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind w rt, so h ttet ihr keine S nde; nun sagt ihr aber: Wir sind sehend! – deshalb bleibt eure S nde. Der gute Hirte Hes 34,1-19; Jes 40,11; Ps 23; 1Pt 2,24-25; 5,4

1 Jer 23,32; 2Kor 11,13; Gal 4,17; 2Joh 7

2 2Kor 2,17; 4,2; 5,11.14 3 h ren 9,35-38 auf 6,37.45; Apg 16,14 ruft Jes 43,1; R m 8,30 f hrt Ps 78,52; Jes 49,9; 55,12 4 geht Jes 52,12 Stimme Hl 2,8 5 9,24-33 6 nicht vgl. 6,41.52; 6,60; 8,27; Mt 13,13.19 7 Eph 2,18

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die T r in die Schafh rdeb hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und ein R uber. 2 Wer aber durch die T r hineingeht, ist der Hirte der Schafe. 3 Diesem ffnet der T rh ter, und die Schafe h ren auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und f hrt sie heraus. 4 Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme. 5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie kennen die Stimme der Fremden nicht. 6 Dieses Gleichnis sagte ihnen Jesus. Sie verstanden aber nicht, wovon er zu ihnen redete. 7 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen:

10

1117

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die T rc f r die Schafe. 8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und R uber; aber die Schafe h rten nicht auf sie. 9 Ich bin die T r. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu t ten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im berfluss haben.d 11 Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte l sst sein Leben f r die Schafe. 12 Der Mietlinge aber, der kein Hirte ist, dem die Schafe nicht geh ren, sieht den Wolf kommen und verl sst die Schafe und flieht; und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe. 13 Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe k mmert. 14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin den Meinen bekannt, 15 gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben f r die Schafe. 16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafh rde sind; auch diese muss ich f hren, und sie werden meine Stimme h ren, und es wird eine Herde und ein Hirte sein. 17 Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wieder nehme. 18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen. 19 Da entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden um dieser Worte willen; 20 und viele von ihnen sagten: Er hat einen D mon und ist von Sinnen, weshalb h rt ihr auf ihn? 21 Andere sagten: Das sind nicht die Worte eines Besessenen. Kann denn ein D mon Blinden die Augen ffnen? 22 Es fand aber in Jerusalem das Fest der Tempelweihef statt; und es war Winter.

a (9,34) d.h. wohl, dass sie den Ausschluss aus der Synagoge (s. V. 22) vollzogen. b (10,1) d.h. ein mit Mauern oder Z unen gesch tzter Weideplatz, in dem oft mehrere Schafherden ber Nacht bewacht wurden. c (10,7) od. der Eingang / Zugang. d (10,10) od.damit sie Leben und volle Gen ge / berreiche F lle haben. e (10,12) d.h. der Lohnknecht. f (10,22) hebr. Chanukkah; gefeiert im Nov. / Dez. zum Gedenken an die Wiedereinweihung des Tempels 164 v. Chr., nach der Entweihung durch Antiochus Epiphanes.

8 kamen V. 1; Hes 22,25-28; Zeph 3,3-4 9 gerettet Apg 4,12; Hebr 7,25 Weide Ps 23,1-2; Hes 34, 12-16 10 stehlen Mt 23,13-15; Apg 20, 29-30 Leben 6,33 berfluss 1,16; 7,38 11 Hirte 1Sam 17, 30-35; Jes 40,11; Hebr 13,20; 1Pt 2,25 l sst V. 15.17-18; 15,13; Eph 5,2; Mt 20,28 12 Hes 34,2-6; Sach 11,17 13 Schafe Mt 9,36; Lk 15,6; 1Pt 2,25; Hes 34,3-8 14 Hirte V. 11 kenne Spr 27,23; 2Tim 2,19 15 kennt Mt 11,27 lasse V. 11 16 Jes 49,6; Apg 28,28 eine 11,52; Eph 2,14-18 17 Mt 3,17; Lk 9,31; Phil 2,8-9; Hebr 2,9; Jes 53,12 18 lasse Mt 26,53; Tit 2,14 Auftrag 6,38

19 9,16

20 D mon 7,20 Sinnen Mk 3,21 21 9,17.32


1118 23 1K 7,12; Apg 3,11 24 Mt 26, 63-64; Mk 14,61-62

25 Werke 5,36

26 V. 3; 18,37; Ps 95,7 27 17,8 kenne V. 14 folgen V. 4; 1Joh 2,6; Offb 14,4 28 Leben R m 6,23; 1Joh 5,11 reißen R m 8, 35-39; 2Tim 1,12; Hebr 7,25 29 gr ßer Jes 40,18; Dan 4, 31-32; Eph 4,6 reißen 1Pt 1,5 30 1,1; 14,9 31 8,59

32 V. 25

33 Gottesl . 3Mo 24,16; Mk 2,7 Mensch Phil 2,8; Hebr 2,14.17 Gott 5,18 34 Ps 82,6

35 Jes 40,8

36 Sohn 1,34; Phil 2,6

37 14,11

Johannes 10 – 11

23 Und Jesus ging im Tempel in der Halle

38 Tue ich sie aber, so glaubt doch den

Salomos umher.

Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und glaubt, dass der Vater in mir ist und ich in ihm! 39 Da suchten sie ihn wiederum zu ergreifen; doch er entging ihren H nden. 40 Und er zog wieder jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuerst getauft hatte, und blieb dort. 41 Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes hat zwar kein Zeichen getan; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, ist wahr! 42 Und es glaubten dort viele an ihn.

a

24 Da umringten ihn die Juden und spra-

chen zu ihm: Wie lange h ltst du unsere Seele im Zweifel? Bist du der Christus, so sage es uns frei heraus! 25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese geben Zeugnis von mir; 26 aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. 27 Meine Schafe h ren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. 29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist gr ßer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters reißen. 30 Ich und der Vater sind eins. Unglaube und Widerstand gegen den Sohn Gottes Joh 8,51-59; 14,9-11

31 Da hoben die Juden wiederum Steine

auf, um ihn zu steinigen. 32 Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? 33 Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gottesl sterung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst! 34 Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: »Ich habe gesagt: Ihr seid G tter«b? 35 Wenn es diejenigen G tter nennt, an die das Wort Gottes erging – und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werdenc –, 36 wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du l sterst!, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? 37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht!

38 14,10

39 8,59

40 1,28

41 1,30-34; Mt 3,11

42 4,39.42; 7,31; 8,30

Die Auferweckung des Lazarus Joh 5,20-29; 1Kor 15,20-27.54

Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha, 2 n mlich der Maria, die den Herrn gesalbt und seine F ße mit ihren Haaren getrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank. 3 Da sandten die Schwestern zu ihm und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, ist krank! 4 Als Jesus es h rte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht wird! 5 Jesus aber liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus. 6 Als er nun h rte, dass jener krank sei, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war. 7 Dann erst sagte er zu den J ngern: Lasst uns wieder nach Jud a ziehen! 8 Die J nger antworteten ihm: Rabbi, eben noch wollten dich die Juden steinigen, und du begibst dich wieder dorthin? 9 Jesus erwiderte: Hat der Tag nicht zw lf Stunden? Wenn jemand bei Tag wandelt, so st ßt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser Welt. 10 Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so st ßt er an, weil das Licht nicht in ihm ist. 11 Dies sprach er, und danach sagte er zu ihnen: Unser Freund Lazarus ist eingeschlafend; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. 12 Da sprachen seine J nger: Herr, wenn

11

a (10,23) vgl. Fn. zu Apg 5,12. b (10,34) Ps 82,6. c (10,35) od. aufgel st / zunichtegemacht werden; d.h. sie kann nicht in ihrer Autorit t und bindenden G ltigkeit aufgehoben werden. d (11,11) od. entschlafen.

1 Lk 10, 38-39

2 12,3; Mk 14,3

3 V. 5.36; 5Mo 33,12

4 V. 40; 9,3; Ps 118, 15-17; Jes 38,19-20

5 V. 3; 13,1

6 13,7; Jes 55,8-9

7 10,40

8 Apg 20,24 steinigen 10,31 9 st ßt 12,35; Spr 3,23; Jer 31,9

10 9,4; 12,35

11 vgl. Apg 7,60


Johannes 11

15 glaubt 2,11; 6,29; 20,31 16 Thomas 14,5; 20,24-29 17 V. 39

18 Stadien 6,19 19 1Chr 7,22; Hi 2,11; 6,14; 42,11; R m 12,15 20 entgegen Apg 28,15; 1Mo 24,65 21 V. 37; Lk 24,21

22 9,31; Mt 9,28-29; R m 4, 20-21

24 5,29; Apg 24,15

25 Auferst. 6,40.44 Leben 1,4; 5,21; 5,24-26; 1Kor 15,45; Kol 3,4; 1Joh 1,2; 5,11-13 stirbt 1Th 4,14 26 8,51; Offb 2,7 27 6,69; 9,38; 1Joh 5,5 28 Meister 13,13; 20,16 ruft Mk 10,49 29 Mt 11,28

31 weinen 1Mo 37,35

er eingeschlafen ist, so wird er gesund werden! 13 Jesus aber hatte von seinem Tod geredet; sie dagegen meinten, er rede vom nat rlichen Schlaf. 14 Daraufhin nun sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben; 15 und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubt. Doch lasst uns zu ihm gehen! 16 Da sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Mitj ngern: Lasst uns auch hingehen, damit wir mit ihm sterben! 17 Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier Tage im Grab liegend. 18 Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, ungef hr 15 Stadiena weit entfernt; 19 und viele von den Juden waren zu denen um Martha und Maria hinzugekommen, um sie wegen ihres Bruders zu tr sten. 20 Als Martha nun h rte, dass Jesus komme, lief sie ihm entgegen; Maria aber blieb im Haus sitzen. 21 Da sprach Martha zu Jesus: Herr, wenn du hier gewesen w rst, mein Bruder w re nicht gestorben! 22 Doch auch jetzt weiß ich: Was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben. 23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen! 24 Martha spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag. 25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; 26 und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das? 27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr! Ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll. 28 Und als sie das gesagt hatte, ging sie fort und rief heimlich ihre Schwester Maria und sprach: Der Meister ist da und ruft dich! 29 Als diese es h rte, stand sie schnell auf und begab sich zu ihm. 30 Jesus war aber noch nicht in das Dorf gekommen, sondern befand sich an dem Ort, wo Martha ihm begegnet war. 31 Als nun die Juden, die bei ihr im Haus

a (11,18) d.h. ca. 3 km.

1119

waren und sie tr steten, sahen, dass Maria so schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach und sprachen: Sie geht zum Grab, um dort zu weinen. 32 Als aber Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie zu seinen F ßen nieder und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen w rst, mein Bruder w re nicht gestorben! 33 Als nun Jesus sah, wie sie weinte, und wie die Juden, die mit ihr gekommen waren, weinten, seufzte er im Geist und wurde bewegt 34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprechen zu ihm: Herr, komm und sieh! 35 Jesus weinte. 36 Da sagten die Juden: Seht, wie hatte er ihn so lieb! 37 Etliche von ihnen aber sprachen: Konnte der, welcher dem Blinden die Augen ge ffnet hat, nicht daf r sorgen, dass auch dieser nicht gestorben w re? 38 Jesus nun, indem er wieder bei sich selbst seufzte, kam zum Grab. Es war aber eine H hle, und ein Stein lag darauf. 39 Jesus spricht: Hebt den Stein weg! Martha, die Schwester des Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon vier Tage hier! 40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? 41 Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erh rt hast. 42 Ich aber weiß, dass du mich allezeit erh rst; doch um der umstehenden Menge willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. 43 Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! 44 Und der Verstorbene kam heraus, an H nden und F ßen mit Grabt chern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umh llt. Jesus spricht zu ihnen: Bindet ihn los und lasst ihn gehen! 45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, was Jesus getan hatte, glaubten an ihn. 46 Etliche aber von ihnen gingen zu den Pharis ern und sagten ihnen, was Jesus getan hatte.

32 gestorb. V. 21

33 weinte Ps 34,19; Jes 38,5; Lk 7,13 bewegt V. 38 34 1,39

35 Jer 14,17; Lk 19,41; Hebr 5,7 37 9,6-7

38 H hle 1Mo 23,19 Stein Mt 27,60 39 Mk 16,3; Lk 24,2

40 glaubst Mk 9,23 Herrlichkeit 1,14; 4,23-26; Jes 35,2 41 erh rt V. 22; Apg 10,31; Hebr 5,7 42 V. 4; 12,30 erh rst Ps 21,3; 1Joh 4,14 43 5,28; Eph 5,14 44 Verstorb. Lk 7,15; 1K 17,22; 2K 4,35; Apg 20,12 Schweißt. 20,7 45 V. 42; 10,42; 12,11.17 46 5,15; 2Kor 2,16


1120

Johannes 11 – 12

Der Mordplan des Hohen Rates Lk 16,31; Ps 71,10; Lk 20,13-15 47 Ps 2,2 Hohen Rat Mt 5,22 Zeichen Apg 2,22; 4,16 48 12,19

49 18,13; Lk 3,2

50 stirbt 18,14; Lk 2,11; 24,46-47

51 3Mo 16,9; Jes 53,8; Mal 2,7

52 1,29; 12,32; 1Joh 2,2; Jes 49,6 Kinder 1,12 eins 10,16 53 Mt 26,4; 27,1 54 ffentl. 7,1 Ephraim 2Sam 13,23; 2Chr 13,4

55 Passah 2,13; 6,4 reinigen 2Chr 30, 17-20 56 suchten 6,24 Tempel Jes 1,12; Jer 7,4.8-11 Fest 7,10; 10,22-23 57 Lk 20,19; 22,2

47 Da versammelten die obersten Priester

und die Pharis er den Hohen Rat und sprachen: Was sollen wir tun? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen! 48 Wenn wir ihn so fortfahren lassen, werden alle an ihn glauben; und dann kommen die R mer und nehmen uns das Land und das Volk weg! 49 Einer aber von ihnen, Kajaphas, der in jenem Jahr Hoherpriester war, sprach zu ihnen: Ihr erkennt berhaupt nichts, 50 und ihr bedenkt nicht, dass es f r uns besser ist, dass ein Mensch f r das Volk stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht! 51 Dies redete er aber nicht aus sich selbst; sondern weil er in jenem Jahr Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte f r das Volk sterben, 52 und nicht f r das Volk allein, sondern auch, um die zerstreuten Kinder Gottes in eins zusammenzubringen. 53 Von jenem Tag an beratschlagten sie nun miteinander, um ihn zu t ten. 54 Darum ging Jesus nicht mehr ffentlich unter den Juden umher, sondern zog von dort weg in die Gegend nahe bei der W ste, in eine Stadt namens Ephraim, und hielt sich dort auf mit seinen J ngern. 55 Es war aber das Passah der Juden nahe. Und viele aus dem ganzen Land gingen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen. 56 Da suchten sie Jesus und sprachen zueinander, als sie im Tempel standen: Was meint ihr, kommt er nicht zu dem Fest? 57 Sowohl die obersten Priester als auch die Pharis er hatten aber einen Befehl gegeben, dass, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeigen solle, damit sie ihn ergreifen k nnten. Maria salbt die F ße Jesu Mt 26,6-13; Mk 14,3-9

1 11,1

2 Martha Lk 10,40 Lazarus 11,2

Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus dann nach Bethanien, wo Lazarus war, der tot gewesen war und den er aus den Toten auferweckt hatte. 2 Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus aber

12

war einer von denen, die mit ihm zu Tisch saßen.a 3 Da nahm Maria ein Pfund echten, k stlichen Nardensalb ls, salbte Jesus die F ße und trocknete seine F ße mit ihren Haaren; das Haus aber wurde erf llt vom Geruch des Salb ls. 4 Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner J nger, der ihn danach verriet: 5 Warum hat man dieses Salb l nicht f r 300 Denare verkauft und es den Armen gegeben? 6 Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen k mmerte, sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt wurde. 7 Da sprach Jesus: Lass sie! Dies hat sie f r den Tag meines Begr bnisses aufbewahrt. 8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit. 9 Es erfuhr nun eine große Menge der Juden, dass er dort war; und sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er aus den Toten auferweckt hatte. 10 Da beschlossen die obersten Priester, auch Lazarus zu t ten, 11 denn seinetwegen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.

3 Maria 7,38; 11,32; Lk 10,39

5 Denare 6,7

6 13,29; 2K 5,20-22

7 Mt 26, 10.12; 2Chr 25,9; 1Kor 4,5 8 13,33; Mt 26,11 9 11,43; Apg 3,10-11; 4,14

10 t ten Mt 26,4; Lk 18,33; Apg 3,15 11 11,45

Der Einzug des Messias Jesus in Jerusalem Mt 21,1-11; Mk 11,1-10; Lk 19,29-44

12 Am folgenden Tag, als viele Leute, die

zum Fest erschienen waren, h rten, dass Jesus nach Jerusalem komme, 13 da nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und riefen: Hosianna! Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn, der K nig von Israel!b 14 Jesus aber hatte einen jungen Esel gefunden und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: 15 »F rchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein K nig kommt, sitzend auf dem F llen einer Eselin«c. 16 Dies verstanden aber seine J nger anfangs nicht, doch als Jesus verherrlicht war, da erinnerten sie sich, dass dies von ihm geschrieben stand und dass sie ihm dies getan hatten. 17 Die Menge nun, die bei ihm war, als er

a (12,2) eig. lagen. Die G ste lagen nach der damaligen Sitte mit halb aufgerichtetem Oberk rper, auf Kissen gest tzt, um einen halbhohen Tisch. b (12,13) vgl. Ps 118,25-26. c (12,15) Sach 9,9.

12 11,55-56

13 Palmzw. Offb 7,9 K nig 18,33-37

15 Ri 5,9-10; 1K 1,37-38; Sach 9,9 16 verstand. Lk 18,34 verherrlicht 7,39; 17,1 erinnerten 14,26 getan Apg 3,17-18 17 11,42.48


Johannes 12

19 V. 9; 11,47-48

20 Griechen Apg 17,4; R m 1,16 anzubeten Apg 8,27; 1K 8,41-43 21 Philipp. 1,45 Galil a Mt 4,15-16 sehen V. 45; 6,40; Lk 19,2-3; Mt 13,17; Ps 27,4

Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt hatte, legte Zeugnis ab. 18 Darum ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie geh rt hatte, dass er dieses Zeichen getan hatte. 19 Da sprachen die Pharis er zueinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet. Siehe, alle Welt l uft ihm nach! 20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um w hrend des Festes anzubeten. 21 Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galil a war, baten ihn und sprachen: Herr, wir m chten gerne Jesus sehen! 22 Philippus kommt und sagt es dem Andreas, und Andreas und Philippus sagen es wiederum Jesus. Der Messias k ndigt seinen Opfertod und seine Verherrlichung an Lk 9,21-25; Hebr 2,9-10

23 13,32

24 1Kor 15,36; Jes 53,10; Hebr 2,14

25 Mt 10,39; Lk 17,33

26 folge 10,27; Eph 5,1-2; 1Pt 2,21 ehren 14,21; 1Sam 2,30; Spr 27,18 27 hilf Mt 26,38-39 Stunde 13,1; 17,1; Mk 10,45; Lk 12,50 28 Namen Phil 1,20; Mt 6,9; Jes 24,15 Stimme Mt 3,17; 17,5 verherrlicht Jes 40,5; R m 6,4; Phil 2,11 29 Apg 23,9 30 11,42

23 Jesus aber antwortete ihnen und

sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Sohn des Menschen verherrlicht werde! 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde f llt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. 25 Wer sein Lebena liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. 26 Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn [mein] Vater ehren. 27 Jetzt ist meine Seele ersch ttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen. 28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen! 29 Die Menge nun, die dabeistand und dies h rte, sagte, es habe gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet! 30 Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese Stimme geschehen, sondern um euretwillen.

1121

31 Jetzt ergeht ein Gericht ber diese Welt.

Nun wird der F rst dieser Welt hinausgeworfen werden; 32 und ich, wenn ich von der Erde erh ht bin, werde alle zu mir ziehen. 33 Das sagte er aber, um anzudeuten, durch welchen Tod er sterben w rde. 34 Die Menge antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetz geh rt, dass der Christus in Ewigkeit bleibt; wie sagst du denn, der Sohn des Menschen m sse erh ht werden? Wer ist dieser Sohn des Menschen? 35 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht berf llt! Denn wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. 36 Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes werdet! Dies redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen.

31 Lk 10,18 F rst 14,30; 2Kor 4,4 32 erh ht 3,14-15 alle 2Kor 5,18-21 1Tim 2,4 33 18,32 34 Ewigkeit Ps 89,37; Jes 9,6; Dan 7,14 Wer? Mt 16,13

35 11,10; Jer 13,16; Spr 4,19 Finsternis 7,33; 11,10; 1Joh 2,11

36 Licht V. 46 Kinder Eph 5,8

Das Volk verharrt im Unglauben Jes 6,9-10; Hebr 3,7-8; 5Mo 18,18-19

37 Obwohl er aber so viele Zeichen vor

ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn; 38 damit das Wort des Propheten Jesaja erf llt w rde, das er gesprochen hat: »Herr, wer hat unserer Verk ndigung geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn geoffenbart worden?«b 39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja hat wiederum gesprochen: 40 »Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verh rtet, damit sie nicht mit den Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile«.c 41 Dies sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm redete. 42 Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen der Pharis er bekannten sie es nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen w rden. 43 Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes.d 44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. 45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.

a (12,25) od. seine Seele; gemeint ist das seelische Eigenleben. b (12,38) Jes 53,1. Jes 6,10. d (12,43) od. Die Ehre bei den Menschen war ihnen lieber als die Ehre bei Gott.

c (12,40)

37 vgl. 2,23; 5,36; 20,30

38 Lk 16,31; Jes 53,1

40 Herz Ps 81,13; Jes 6,10; Mt 13,15

41 Jes 6,1-5

42 9,22; Lk 9,26

43 5,44

44 1Pt 1,21

45 14,9; 10,30; Kol 1,15


1122 46 1,4.9; 8,12; 9,5

47 3,17

48 5,45; 5Mo 18,19; R m 2, 12-16

49 7,16

50 Gebot 1Joh 3,23; 5,11-12 rede 3,11-13; 14,24

Johannes 12 – 13

46 Ich bin als ein Licht in die Welt gekom-

men, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. 47 Und wenn jemand meine Worte h rt und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette. 48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag. 49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Und ich weiß, dass sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat. Das letzte Passahmahl und die Fußwaschung Mt 26,19-20; Mk 10,43-45; 14,17; Lk 22,14-18.24-27

1 Passahf. Lk 22,7 Stunde 12,27; 17,1 liebte Eph 5,2; Offb 1,6

2 Lk 22,3-6

3 gegeben 3,35; 17,2 ausgeg. V. 1; 7,28

5 Lk 7,38.44; 12,37; 22,27; 1Sam 25,41

6 Mt 3,14

7 V. 12.15; 1Pt 5,5

Vor dem Passahfest aber, da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.a 2 Und w hrend des Mahls, als schon der Teufel dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, 3 da Jesus wusste, dass ihm der Vater alles in die H nde gegeben hatte und dass er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging, 4 stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab, nahm einen Schurz und umg rtete sich; 5 darauf goss er Wasser in das Becken und fing an, den J ngern die F ße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umg rtet war. 6 Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, du w schst mir die F ße? 7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber danach erkennen. 8 Petrus spricht zu ihm: Auf keinen Fall sollst du mir die F ße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht

13

wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. 9 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht nur meine F ße, sondern auch die H nde und das Haupt! 10 Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat es nicht n tig, gewaschen zu werden, ausgenommen die F ße, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. 11 Denn er kannte seinen Verr ter; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. 12 Nachdem er nun ihre F ße gewaschen und sein Obergewand angezogen hatte, setzte er sich wieder zu Tisch und sprach zu ihnen: Versteht ihr, was ich euch getan habe? 13 Ihr nennt mich Meister und Herrb und sagt es mit Recht; denn ich bin es auch. 14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die F ße gewaschen habe, so solltc auch ihr einander die F ße waschen; 15 denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. 16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Knecht ist nicht gr ßer als sein Herr, noch der Gesandte gr ßer als der ihn gesandt hat. 17 Wenn ihr dies wisst, gl ckselig seid ihr, wenn ihr es tut!

9 Ps 26,6; 51,4.9

10 15,3; 1Kor 6,11

11 6,64.70

12 Mt 13,51

13 Mt 23,8; Phil 2,11 14 Mt 20, 26-28; R m 12,10; Phil 2,5 15 12,26; Mt 11,29; 1Joh 2,6 16 Mt 10,24

17 Lk 11,28; Jak 1,25

Jesus und der Verr ter Mt 26,21-25; Mk 14,18-21; Lk 22,21-23

18 Ich rede nicht von euch allen; ich weiß, welche ich erw hlt habe. Doch muss die Schrift erf llt werden: »Der mit mir das Brot isst, hat seine Ferse gegen mich erhoben«.d 19 Jetzt sage ich es euch, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschehen ist, dass ich es bin. 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer den aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. 21 Als Jesus dies gesagt hatte, wurde er im Geist ersch ttert, und er bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! 22 Da sahen die J nger einander an und wussten nicht, von wem er redete. 23 Einer seiner J nger aber, den Jesus

a (13,1) od. bis zur Vollendung / bis zum ußersten. b (13,13) »Meister« (gr. didaskalos) bedeutet auch »Lehrer«; »Herr« (gr. kyrios) ist ein wichtiger Titel Jesu Christi, gleichbedeutend mit dem at. Titel adon, und umfasst die Bedeutungen »Herrscher / Gebieter / Besitzer / oberster Machthaber«. c (13,14) w. so seid auch ihr schuldig / verpflichtet, einander... d (13,18) Ps 41,10.

18 weiß 10,14; 2Tim 2,19 erw hlt 15,16 erf llt Mt 26,54; Lk 24,44 Brot Ps 41,10 19 14,29; 16,4 20 12,44; Mt 10,40

21 ersch tt. 12,27 vgl. 14,1 verraten 6,70-71; Mt 26,21 22 Lk 22,23 23 19,26; 21,7.20


Johannes 13 – 14

25 21,20

26 Mt 26,23

27 Satan Lk 22,3

29 12,6

30 11,10; Lk 22,53

liebte, hatte [bei Tisch] seinen Platz an der Seite Jesu.a 24 Diesem winkt nun Simon Petrus, dass er forschen solle, wer es sei, von dem er rede. 25 Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, wer ist’s? 26 Jesus antwortete: Der ist’s, dem ich den eingetauchten Bissen geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot. 27 Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn. Da spricht Jesus zu ihm: Was du tun willst, das tue bald! 28 Es verstand aber keiner von denen, die zu Tisch saßen, wozu er ihm dies sagte. 29 Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu ihm: Kaufe, was wir zum Fest ben tigen!, oder er solle den Armen etwas geben. 30 Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er sogleich hinaus. Es war aber Nacht. Die Verherrlichung Jesu und das neue Gebot Joh 15,12-14.17; 17,1-5; 1Joh 3,10-18.23; 4,7-21

31 Sohn 12,23; Apg 3,13 Gott 17,4; 1Pt 4,11 32 Lk 24,26

33 7,33-34

34 Gebot 1Joh 2,7-8 liebt 15,12; Phil 2,1-4; Kol 3,12-14; 1Th 4,9; Hebr 13,1; 1Pt 1,22; 1Joh 3, 11.23; 4,20-21 35 17,21; Apg 4,32-33

31 Als er nun hinausgegangen war, sprach

Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihnb ! 32 Wenn Gott verherrlicht ist durch ihn, so wird Gott auch ihn verherrlichen durch sich selbst, und er wird ihn sogleich verherrlichen. 33 Kinderc, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dorthin k nnt ihr nicht kommen!, so sage ich es jetzt auch zu euch. 34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. 35 Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine J nger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. Die Ank ndigung der Verleugnung durch Petrus Mt 26,31-35; Mk 14,27-31; Lk 22,31-34

36 21,18-19

36 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr,

37 Mt 26,35; 1Kor 10,12

wohin gehst du? Jesus antwortete ihm: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber sp ter folgen. 37 Petrus spricht zu ihm: Herr, warum

1123

kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich f r dich lassen! 38 Jesus antwortete ihm: Dein Leben willst du f r mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Der Hahn wird nicht kr hen, bis du mich dreimal verleugnet hast!

38 Hahn Mt 26,34; Mk 14,30; Lk 22,34

Der Herr tr stet seine J nger. Jesus Christus, der einzige Weg zum Vater Apg 4,12; Kol 1,15-22; 1Tim 2,5; Hebr 1,3

Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! 2 Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so h tte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine St tte zu bereiten. 3 Und wenn ich hingehe und euch eine St tte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin. 4 Wohin ich aber gehe, wisst ihr, und ihr kennt den Weg. 5 Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie k nnen wir den Weg kennen? 6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! 7 Wenn ihr mich erkannt h ttet, so h ttet ihr auch meinen Vater erkannt; und von nun an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen. 8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so gen gt es uns! 9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen: Zeige uns den Vater? 10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht aus mir selbst; und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. 11 Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen! 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird gr ßere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe. 13 Und alles, was ihr bitten werdet in

14

a (13,23) w. lagerte an der Brust Jesu (vgl. Fn. zu Joh 12,2). b (13,31) Andere bersetzung: in ihm; so auch in V. 32 in ihm… in sich selbst. c (13,33) w. Kindlein, ein Ausdruck liebevoller F rsorge.

1 erschr. 16,33; Jes 43,1-3; Ps 42,12; Offb 2,10 glaubt Mk 11,22 2 Haus 2Kor 5,1.8 3 17,24 wieder V. 18-21; 1Th 4,17

5 Thomas 11,16; 20,24-29 6 Weg Hebr 10,20 Wahrheit 1Joh 5,20; 2Joh 2; Offb 3,14 Leben 1,4; 6,63; 11,25; 17,2-3; 1Joh 1,2 niemand Mt 11,27; Apg 4,12 7 V. 9; 1,18 8 Eph 1,17; Gal 4,6-7 9 Kol 2,9; Hebr 1,3

10 Worte 3,34 Werke 5,19; 10,37-38

11 5,36; 10,38 12 Werke Mk 16,17 gr ßere 1,50 gehe Apg 2,33 13 V. 14; Mt 21,22; 1Joh 3,22


1124

Johannes 14 – 15

meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. 14 Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun. Die Verheißung des Heiligen Geistes. Gehorsam und Liebe Joh 16,5-15; Apg 2,32-33; 1Joh 5,3; 2,3-6 15 Ps 97,10 16 bitten Hebr 7,25 Beistand 15,26; 1Joh 2,1 bleibt Mt 28,20 17 Geist 16,13 empfangen 1Kor 2,14 bleibt R m 8,9; 1Kor 3,16 18 2Tim 4,17 19 sieht Apg 10, 40-41; 2Kor 3,18 leben Eph 2,5; 2Kor 4,11 20 2Kor 13,5 21 V. 23; 1Joh 5,3

22 Judas Lk 6,16; Apg 1,13; Jud 1 23 2Mo 25,8-9; 3Mo 26,11; 1Joh 3,24; Offb 3,20

24 befolgt 1Joh 2,4

26 Beistand V. 16; Apg 2,33 lehren 1Kor 2,12; 1Joh 2,20 27 Frieden R m 5,1; Eph 2,14; 2Th 3,16 gibt 16,33; Mt 5,45 erschrecke R m 8,37; Mk 4,40

15 Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote! 16 Und ich will den Vater bitten, und er

wird euch einen anderen Beistanda geben, dass er bei euch bleibt in Ewigkeit, 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie beachtet ihn nicht und erkennt ihn nicht; ihr aber erkennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. 18 Ich lasse euch nicht als Waisen zur ck; ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich; weil ich lebe, sollt auch ihr leben! 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. 21 Wer meine Gebote festh lt und sie befolgt, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. 22 Da spricht Judas – nicht der Ischariot – zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? 23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 24 Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr h rt, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. 25 Dies habe ich zu euch gesprochen, w hrend ich noch bei euch bin; 26 der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht! 28 Ihr habt geh rt, dass ich euch sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Wenn ihr mich lieb h ttet, so w rdet ihr euch freuen, dass ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn mein Vater ist gr ßer als ich. 29 Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. 30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der F rst dieser Welt, und in mir hat er nichtsb. 31 Damit aber die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater geboten hat: Steht auf und lasst uns von hier fortgehen!

28 komme V. 3.18 Vater V. 12 gr ßer 1Kor 15,28

29 13,19

30 F rst 12,31

31 geboten 10,17-18 fortgehen Mt 26,30

Der Weinstock und die Reben Gal 2,20; 5,22; Eph 3,17-19; Kol 2,6-7

Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weing rtner. 2 Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mirc k nnt ihr nichts tun. 6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie brennen. 7 Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden. 8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine J nger werdet. 9 Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe Der Friede Jesu Christi Joh 16,33; Phil 4,6-7 ich euch; bleibt in meiner Liebe! 27 Frieden hinterlasse ich euch; meinen 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich

15

a (14,16) Andere bersetzung: Tr ster / F rsprecher (gr. parakletos = »der Herbeigerufene«). b (14,30) d.h. in mir hat er keine Handhabe, gegen mich hat er keinen Anklagegrund, keine M glichkeit des Zugriffs. c (15,5) od. ohne mich / außerhalb von mir.

1 Weinstock Jes 4,2; Hos 14,8 Weing rtner Jes 27,3 2 weg Lk 13,9 reinigt Hebr 12,10 3 Apg 15,9; 1Pt 1,22 4 Frucht 2Kor 3,5 bleibt 1Joh 2,6; 1Kor 6,17; Gal 2,20; Eph 3,17 5 Reben R m 12,5 Frucht V. 16; Ps 1,3; Jes 65,21; Phil 1,11 6 Mt 3,10

7 bleibt 8,31 zuteil Ps 37,3-6

8 verherrl. Mt 5,16; 1Pt 2,12 J nger 2,11; 8,31 9 17,26; Jud 21 10 8,29


Johannes 15 – 16

11 16,24; Hebr 1,9

die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin. 11 Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch bleibe und eure Freude v llig werde. Das Gebot der Liebe Joh 13,34-35; 1Joh 3,16-18; 4,7-12

12 V. 17 vgl. Phil 1,8 13 R m 5,7-8 14 3,29; 3Joh 15 15 Freunde Lk 12,4; Jak 2,23

16 erw hlt 2Th 2,13; 1Joh 4,10 bestimmt Mk 3,14; Mt 28,19; Eph 2,10 Frucht Lk 8,15 gibt V. 7; 14,13 17 13,34

18 Hebr 12,3; 1Joh 3,1 19 Welt 1Joh 4,5 hasst 2Tim 3,12

20 Knecht 13,16 achtgehabt vgl. Lk 14,1; Apg 16,14; 2Pt 1,19

21 Namens Mt 10,22 kennen 8,19 22 V. 24; Jak 4,17

12 Das ist mein Gebot, dass ihr einander

liebt, gleichwie ich euch geliebt habe. 13 Gr ßere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben l sst f r seine Freunde. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was immer ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verk ndet habe, was ich von meinem Vater geh rt habe. 16 Nicht ihr habt mich erw hlt, sondern ich habe euch erw hlt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen. 17 Das gebiete ich euch, dass ihr einander liebt.

1125

23 Wer mich hasst, der hasst auch meinen

Vater. 24 Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan h tte, die kein anderer getan hat, so h tten sie keine S nde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater; 25 doch [dies geschieht,] damit das Wort erf llt wird, das in ihrem Gesetz geschrieben steht: »Sie hassen mich ohne Ursache«.b 26 Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben; 27 und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir gewesen seid.

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Anstoß nehmt. 2 Sie werden euch aus der Synagoge ausschließen; es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch t tet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.c 3 Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen. Der Hass der Welt gegen die J nger. 4 Ich aber habe euch dies gesagt, damit Ank ndigung von Verfolgungen ihr daran denkt, wenn die Stunde kommt, Mt 10,22-33; 2Tim 3,12 dass ich es euch gesagt habe. Dies aber 18 Wenn euch die Welt hasst, so wisst, habe ich euch nicht von Anfang an gesagt, dass sie mich vor euch gehasst hat. weil ich bei euch war. 19 Wenn ihr von der Welt w rt, so h tte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht Das Wirken des Heiligen Geistes von der Welt seid, sondern ich euch aus Joh 14,16-17.26; 15,26; 1Kor 2,7-16; 1Joh 2,20-21.27 der Welt heraus erw hlt habe, darum 5 Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich hasst euch die Welt. gesandt hat, und niemand unter euch 20 Gedenkt an das Wort, das ich zu euch fragt mich: Wohin gehst du?, gesagt habe: Der Knecht ist nicht gr ßer 6 sondern weil ich euch dies gesagt habe, als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so ist euer Herz voll Traurigkeit. werden sie auch euch verfolgen; haben sie 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist auf mein Wort [argw hnisch] achtgehabt, gut f r euch, dass ich hingehe; denn wenn so werden sie auch auf das eure [argw h- ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nisch] achthabena. nicht zu euch. Wenn ich aber hingegan21 Aber das alles werden sie euch antun gen bin, will ich ihn zu euch senden. um meines Namens willen; denn sie 8 Und wenn jener kommt, wird er die kennen den nicht, der mich gesandt hat. Welt berf hren von S nde und von 22 Wenn ich nicht gekommen w re und Gerechtigkeit und vom Gericht; zu ihnen geredet h tte, so h tten sie keine 9 von S nde, weil sie nicht an mich S nde; nun aber haben sie keinen Vor- glauben; wand f r ihre S nde. 10 von Gerechtigkeit aber, weil ich zu

16

a (15,20) Dieses Wort bedeutet im NT meist »bewahren / befolgen«; hier aber hat es mehr den Sinn »beobachten / auflauern«. b (15,25) Ps 69,5. c (16,2) w. meinen wird, Gott Gottesdienst darzubringen.

23 5,23

24 9,41

25 Gesetz R m 9,4 hassen Ps 69,5

26 Beistand 14,16.26 Zeugnis Apg 5,32; 1Joh 5,6-7

27 Zeugnis Apg 1,8; 2Pt 1,16 Anfang Apg 1,21-22 1 1Th 3,3-4

2 Apg 26,9; Mk 13,9

3 1Kor 2,8

4 13,19

5 V. 28; 7,33 vgl. 13,36

6 Mt 9,15

7 7,39; Apg 1,4-5

8 1Th 1,5; 1Kor 2,4

9 3,18-19; Apg 2,37 10 Apg 5,30; 1Tim 3,16; R m 4,25


1126

11 12,31; Apg 3,21; R m 2,16; Hebr 2,14; Offb 20,10 12 1Kor 3,1-2 13 leiten Ps 25,5; 1Kor 2,16; 2Tim 2,7; 1Joh 2,20; 2Joh 1-2 zuk nftig Apg 21,11; 1Th 5,4-5; 1Tim 4,1-3 14 verherrl. 13,32; 1Pt 4,11.14 verk ndigen Eph 1,17-23; 3,8.18-19 15 Mt 11,27

Johannes 16 – 17

meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; 11 vom Gericht, weil der F rst dieser Welt gerichtet ist. 12 Noch vieles h tte ich euch zu sagen; aber ihr k nnt es jetzt nicht ertragen. 13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er h ren wird, das wird er reden, und was zuk nftig ist, wird er euch verk ndigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verk ndigen. 15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, dass er von dem Meinen nehmen und euch verk ndigen wird. K nftige Trauer und Freude der J nger Joh 14,18-19.27-29

16 sehen V. 10; Apg 1,3

17 vgl. Mk 9,10.32; Lk 9,45; 18,34

18 Lk 24,25

19 erkannte vgl. Mk 2,8; Lk 11,17

20 Welt Mt 27,39-44 Freude Jes 61,3; Ps 42,12; Pred 3,4

21 Traurigk. 1Mo 3,16; Jes 26,17 Freude 1Sam 2,1

22 Traurigk. V. 6 freuen Lk 24,52; Phil 4,4; 1Pt 1,8 23 fragen V. 13.25 geben 14,13

16 Noch eine kurze Zeit, und ihr werdet

mich nicht sehen, und wiederum eine kurze Zeit, und ihr werdet mich sehen; denn ich gehe zum Vater. 17 Da sprachen etliche seiner J nger zueinander: Was bedeutet das, dass er sagt: Noch eine kurze Zeit, und ihr werdet mich nicht sehen, und wiederum eine kurze Zeit, und ihr werdet mich sehen, und: Ich gehe zum Vater? 18 Deshalb sagten sie: Was bedeutet das, dass er sagt: Noch eine kurze Zeit? Wir wissen nicht, was er redet! 19 Da erkannte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Ihr befragt einander dar ber, dass ich gesagt habe: Noch eine kurze Zeit, und ihr werdet mich nicht sehen, und wiederum eine kurze Zeit, und ihr werdet mich sehen? 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und wehklagen, aber die Welt wird sich freuen; und ihr werdet trauern, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. 21 Wenn eine Frau gebiert, so hat sie Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, dass ein Mensch in die Welt geboren ist. 22 So habt auch ihr nun Traurigkeit; ich werde euch aber wiedersehen, und dann wird euer Herz sich freuen, und niemand soll eure Freude von euch nehmen. 23 Und an jenem Tag werdet ihr mich

nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was auch immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben! 24 Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude v llig wird! 25 Dies habe ich euch in Gleichnissen gesagt; es kommt aber die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch offen vom Vater Kunde geben werde. 26 An jenem Tag werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater f r euch bitten will; 27 denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, weil ihr mich liebt und glaubt, dass ich von Gott ausgegangen bin. 28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. 29 Da sagen seine J nger zu ihm: Siehe, jetzt redest du offen und gebrauchst kein Gleichnis! 30 Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und es nicht n tig hast, dass dich jemand fragt; darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist! 31 Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt ihr? 32 Siehe, es kommt die Stunde, und sie ist jetzt schon da, wo ihr euch zerstreuen werdet, jeder in das Seine, und mich allein lasst; aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. 33 Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedr ngnis; aber seid getrost, ich habe die Welt berwunden! Das Gebet Jesu Christi f r seine J nger

24 bittet Mt 7,7-8; Jak 1,5 Freude 15,11

26 meinem Mt 18,20; Mk 16,17; Joh 14,13 27 lieb 1Joh 3,1; R m 5,8; Eph 1,5 ausgeg. V. 30; 17,8; 1Joh 1,2 28 1,14; 13,3 29 V. 25

30 weißt 21,17

31 20,29 32 zerstreu. Mt 26,31.56 allein 8,16.29 vgl. Ps 4,9; Pred 4,9-12

33 Frieden 14,27; Phil 4,7.9 Bedr ngnis Apg 14,22 berwund. R m 8,37; 1Joh 4,4

R m 8,34; Hebr 7,24-28; 9,24

Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche 2 – gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast ber alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast. 3 Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 4 Ich habe dich verherrlicht auf Erden; ich habe das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tun soll.

17

1 Himmel Mk 6,41; Mt 6,9; Ps 115,3 Stunde Mk 14,41; Pred 8,6 verherrliche 12,23; Phil 2,8-11 2 Vollmacht 3,35 Leben 6,39-40 3 Gott Jer 9,23; 1Kor 8,6 Jesus 1Joh 5,11-13 4 vollendet 14,31; 19,30


Johannes 17 – 18 5 1,1-2

6 offenbar V. 26; 14,9; Lk 10,22 gegeben 6,37.44 bewahrt Hebr 3,6; 1Joh 2,14; Offb 3,8 7 6,68-69 8 1Joh 4,14

9 sie Hebr 9,24 Welt 1Joh 5,19 dein 1Kor 3,23 10 alles 16,15 verherrlicht 2Kor 2,15; Phil 1,20 11 komme 13,1 Vater R m 8,15; 1Pt 1,17; 1Joh 3,1-3 bewahre V. 15; Ps 16,1; 1Th 5,23 eins V. 21-23 12 Namen Mt 6,9 verloreng. 18,9 Verderbens Apg 1,16-18; 2Th 2,3 13 15,11; Ps 43,4; Hebr 12,2 14 V. 8; 15,19

15 nimmst 1Kor 5,10 bewahrst Mt 6,13; 2Th 3,3; Ps 25,19-20 16 1Joh 2, 15-17; 5,19 17 Heilige 15,3; 1Pt 1,15-16 Wort Jak 1,18; Ps 119,151 18 20,21; Mt 10,16 19 V. 17; Hebr 10, 5-10 20 10,16; R m 10,17 21 eins Jer 32,39; Eph 2,17-19; 1Joh 1,3 Vater 14,10 gesandt V. 8; 13,35

5 Und nun verherrliche du mich, Vater,

bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. 6 Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt. 7 Nun erkennen sie, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir kommt; 8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und glauben, dass du mich gesandt hast. 9 Ich bitte f r sie; nicht f r die Welt bitte ich, sondern f r die, welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind. 10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verherrlicht. 11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; diese aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir! 12 Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen; die du mir gegeben hast, habe ich beh tet, und keiner von ihnen ist verlorengegangen als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erf llt w rde. 13 Nun aber komme ich zu dir und rede dies in der Welt, damit sie meine Freude v llig in sich haben. 14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. 15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem B sen. 16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. 17 Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. 18 Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. 19 Und ich heilige mich selbst f r sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. 20 Ich bitte aber nicht f r diese allein, sondern auch f r die, welche durch ihr Wort an mich glauben werden, 21 auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; auf dass

1127

auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 22 Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen gegeben, auf dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, damit sie zu vollendeter Einheit gelangen, und damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, gleichwie du mich liebst. 24 Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt. 25 Gerechter Vater, die Welt erkennt dich nicht; ich aber erkenne dich, und diese erkennen, dass du mich gesandt hast. 26 Und ich habe ihnen deinen Namen verk ndet und werde ihn verk nden, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen. Das Leiden und Sterben Jesu Christi Kapitel 18 – 19

Als Jesus dies gesprochen hatte, ging er mit seinen J ngern hinaus ber den Winterbach Kidron; dort war ein Garten, in den Jesus und seine J nger eintraten.

18

22 Herrlich. 1,14; 2Kor 3,18 23 mir 14,20 Einheit Phil 2,2 liebst 1Joh 3,1

24 seien 12,26; 14,3 Herrlichk. 1,14; Eph 1,20-22 Grundleg. Spr 8,22-30 25 Gerecht. R m 3,26 Welt 1Kor 1,21 ich 8,55 gesandt V. 8 26 verk nd. V. 6; 1,18; 20,17 liebst R m 5,5 ich Gal 2,20; Eph 3,17-19 1 Mt 26,36; Lk 22,39 Kidron 2Sam 15,23; Jer 31,40

Die Gefangennahme Jesu Mt 26,47-56; Mk 14,43-50; Lk 22,47-53

2 Aber auch Judas, der ihn verriet, kannte

den Ort; denn Jesus versammelte sich oft dort mit seinen J ngern. 3 Nachdem nun Judas die Truppe und von den obersten Priestern und Pharis ern Diener bekommen hatte, kam er dorthin mit Fackeln und Lampen und mit Waffen. 4 Jesus nun, der alles wusste, was ber ihn kommen sollte, ging hinaus und sprach zu ihnen: Wen sucht ihr? 5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazarener! Jesus spricht zu ihnen: Ich bin’s! Es stand aber auch Judas bei ihnen, der ihn verriet. 6 Als er nun zu ihnen sprach: Ich bin’s!, wichen sie alle zur ck und fielen zu Boden. 7 Nun fragte er sie wiederum: Wen sucht ihr? Sie aber sprachen: Jesus, den Nazarener! 8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es bin. Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese gehen!

2 Lk 21,37

3 Mt 26,47 Diener vgl. 7,32; 7,45-46

4 sucht vgl. 1,38-39; Mt 28,5 5 Nazarener V. 7; 19,19; Mt 2,23; Mk 14,67; Apg 2,22; 22,8 Judas Apg 1,16 6 Ps 27,2; 40,15


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