Ich bin der Herr, der dich heilt!
Ich bin der Herr, der dich heilt! Autor: Christian Stockmann © Neues Leben in Christus e.V., Christian Stockmann
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, VRZLH 9HUYLHOIlOWLJXQJ LQ LUJHQGHLQHU )RUP )RWRNRSLH 0LFURÀOP RGHU andere Verfahren) oder Verarbeitung durch elektronische Systeme ohne schriftliche Einwilligung des Autors und des Verlages sind verboten.
Alle Rechte verwendeter Zitate liegen bei den entsprechenden Verlagen und Autoren.
Alle Bibelstellen – mit wenigen Ausnahmen – wurden der Elberfelder Übersetzung entnommen. © R. Brockhaus Verlag. Passagen aus anderen Übersetzungen wurden entsprechend gekennzeichnet NEÜ: Neue Evangelistische Übersetzung GN: Gute Nachricht Übersetzung NGÜ: Neue Genfer Übersetzung NL: Neues Leben Übersetzung HFA: Hoffnung für Alle L: Luther Übersetzung
Umschlaggestaltung: Matthias Rossner & Christian Stockmann Druck: Booksfactory, www.booksfactory.de
Heile Du mich, HERR, so werde ich geheilt! Rette mich, so werde ich gerettet! Denn Du bist mein Ruhm. Jeremia 17,14
4
Ich bin der Herr, der dich heilt!
INHALTSVERZEICHNIS VORWORT VON CHRISTOPH HÄSELBARTH
6
VORWORT DES AUTORS
7
GEBRAUCHSANWEISUNG
10
VORBEMERKUNGEN 1. GOTT IST GUT
14
2. WARUM DAS LEID
18
3. GOTTES GERECHTIGKEIT
23
4. SEELISCHE GESUNDHEIT
27
5. GÖTTLICHE PRIORITÄTEN
33
TEIL 1 – JESUS, DER ALLERBESTE ARZT 1. GOTTES WORT
38
2. JESUS
40
3. RUFE DEN ARZT
44
4. GEHORSAM
47
5. HEILUNG IM NAMEN JESU
54
6. JESUS HEILTE ALLE, DIE ZU IHM KAMEN
58
7. JESUS HEILT NOCH HEUTE
62
8. JESUS WILL UNS HEILEN
65
9. EINE BERÜHRUNG GENÜGT
67
10. DIE BLICKRICHTUNG MUSS STIMMEN
69
11. DAS BLUT DES LAMMES
72
12. DAS BROT DER KINDER
76
13. CHRISTUS IN DIR
79
14. GOTTES HEILUNGSWILLE IST OFFENBAR
83
15. WAS KANN JESUS HINDERN
88
Einleitung
5
TEIL 2 – ECHTER GLAUBE 1. VERTRAUEN
94
2. KEINE SORGE
97
3. EIN SENFKORN GENÜGT
100
4. WIE KOMMT ECHTER GLAUBE ZUSTANDE
106
5. WIE KANN ECHTER GLAUBE WACHSEN
107
6. GLAUBE VERSETZT BERGE
113
TEIL 3 – DIE RICHTIGE HERZENSHALTUNG 1. DEMUT
118
2. GOTTESFURCHT
122
3. EIN DIENENDES HERZ
124
4. DANKBARKEIT
127
5. FREUDE UND RETTUNGSJUBEL
129
6. STARK UND MUTIG
132
7. GEDULD UND BEHARRRLICHKEIT
137
TEIL 4 – VERSCHIEDENE ANSÄTZE 1. HEILUNG DURCH GLAUBEN
144
2. HEILUNG DURCH GEBET
147
3. HEILUNG DURCH TATEN
156
4. HEILUNG DURCH DEINE WORTE
160
5. HEILUNG DURCH HANDAUFLEGUNG
165
6. HEILUNG DURCH ÖLSALBUNG
167
SCHLUSSBEMERKUNGEN 1. LEBEN UND TOD
172
2. DER TEUFEL IST BESIEGT
176
3. UNSER AUFTRAG
178
4. ZEICHEN UND WUNDER
181
NACHWORT
192
6
Ich bin der Herr, der dich heilt!
VORWORT VON CHRISTOPH HÄSELBARTH Der Glaube an Heilung durch Gebet nimmt stark zu in unserem Land. Dieses Buch von Christian Stockmann ist eine weitere Ermutigung und Anleitung, wie unser Glaube an Heilung zunehmen wird und wie wir dann tatsächlich geheilt werden können. Wenn wir Heilung durch Gebet bekommen wollen, sollten wir uns nicht durch Meinungen und Tradition und auch nicht durch Erfahrungen bestimmen lassen, sondern allein von den Aussagen und dem Handeln Jesu und vom Wort Gottes insgesamt. Dieses Buch gibt gute, positive Antworten auf die oft gestellte Frage: „Warum werden durch Gebet nicht alle geheilt?“ In weiten Teilen des Buches wird die Frage in eine hilfreiche Antwort umgedreht. Nämlich: „Was können wir gemäß biblischen Anweisungen tun, um Heilung zu erhalten?“ Wenn wir das Buch mit einem offenen Herzen lesen, wird unser Glaube an Heilung durch sehr viele Verheißungen des Wortes Gottes aufgebaut werden und wir werden richtig zugerüstet, um Heilung zu empfangen und für andere Menschen glaubensvoll um Heilung zu beten. Schließlich hat Jesus uns, d. h. alle Christen, beauftragt, Kranke zu heilen. Dieses Buch hilft uns, diesen Auftrag anzunehmen und zur Verherrlichung Jesu auszuführen. Dr. Christoph Häselbarth
Einleitung
7
VORWORT DES AUTORS Es ist mein Gebet, dass viele Menschen durch dieses Buch gesegnet, ermutigt und geheilt werden. Gott ist Liebe und Liebe hofft alles, glaubt alles, erträgt alles und hört niemals auf. Liebe sucht nicht das Ihre. Liebe wünscht das Beste für die anderen. Daher möchte Gott, dass es uns wirklich gut geht! 3. Johannes 2:
Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohlergeht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohlergeht. Er schaut auf uns wie ein liebevoller Vater und wünscht sich, wie jeder echte Vater, dass es Seinen Kindern wohlergeht und sie gesund sind. Oder haben Sie schon mal jemandem „viel Schmerz und Krankheit“ zum Geburtstag gewünscht? (Damit die Person durch diese Prüfungen noch mehr an Reife und Charakterfestigkeit zunimmt?) Wohl kaum ... Kranke Menschen möchte ich durch dieses Buch auf keinen Fall unter einen religiösen Druck bringen, unbedingt geheilt werden zu müssen! Glaube ist Gnade und Heilung ist Gnade. Selig ist, wer gelernt hat, in allem dankbar und fröhlich zu sein, selbst wenn er unter Schmerzen leidet oder krank ist. Aber seliger ist, wer gelernt hat, sich von Gott beschenken zu lassen und Seine Gnadengeschenke auch auszupacken. Ich selbst bin im April 1992 durch die Gnade Gottes errettet und von neuem geboren worden. Ich erlebte eine völlige Verwandlung meines Lebens und Denkens durch die Liebe und das Wort Gottes. Eines Tages stieß ich auf Psalm 103 Vers 3. Und wie ein Blitz traf mich der Gedanke: Wenn der erste Teil des Verses: „Der da vergibt alle deine Sünden ...“ immer und überall für jeden Menschen in Jesus Christus Gültigkeit hat, dann muss ja der zweite Teil des Verses: „... der da heilt alle deine Krankheiten.“ ganz genauso gelten!
8
Ich bin der Herr, der dich heilt!
Wer erfahren hat, was für ein Wunder es ist, wenn Gott einem Menschen die Sünden vergibt – einfach all unsere Fehler, egal wie schrecklich sie waren, austilgt – und uns freisetzt, dem muss eigentlich einleuchten, dass körperliche Heilung kein größeres oder kleineres Wunder ist, sondern ganz nach dem gleichen Prinzip wie Sündenvergebung abläuft: aus Gnade durch Glauben. (vgl. Epheser 2,8) Dies habe ich dann tatsächlich an meinem eigenen Körper und auch bei meiner Frau, meinen Kindern und anderen Menschen erlebt. Meine Frau war unfruchtbar – heute haben wir 7 Kinder. Unser Tochter Magdalena wurde mit 732 g 3 ½ Monate zu früh geboren und ist heute vollkommen gesund – für die Ärzte ein Wunder. Ein taubstummer Junge in Indien, für den ich betete, wurde augenblicklich geheilt und konnte wieder hören und sprechen. Ob Schlafstörungen, Ohrenschmerzen, Warzen oder Krebs ... wir haben immer wieder das Eingreifen Gottes und Heilungen erlebt. Wir müssen aber doch ehrlich zugeben, dass wir – verglichen mit dem Neuen Testament – nach wie vor viel zu wenig echte Heilungen erleben und eine deutliche Zunahme an Heilungen erwarten. Wir haben keine Knopfdruckmethode gefunden. Und wir haben auch sehr schmerzhaft erleben müssen, dass unsere Gebete manchmal nicht so beantwortet wurden, wie wir es uns gewünscht haben, sondern Menschen, die uns sehr lieb waren und für die wir Monate gebetet haben, krank blieben oder gar gestorben sind. Wir haben nicht auf alles eine Antwort, aber eines wissen wir dennoch ganz sicher: Psalm 33,4:
Des HERRN Wort ist wahrhaftig und was ER zusagt, das hält ER gewiss. Egal wie unsere Erfahrungen bisher gewesen sind: Das Wort Gottes bleibt unser Maßstab! Nicht unsere Erfahrungen. Wir wollen nicht Gottes Wort verwässern und unseren Erfahrungen anpassen, sondern unsere Erfahrungen an das Wort Gottes anpassen.
Einleitung
9
Möge dieses Buch dazu dienen, unser oft noch so ungläubiges, aufgeklärtes Denken Stück für Stück wieder auf das Niveau des Wortes Gottes zu bringen. Damit aus Zweifel kindliches Vertrauen wird, aus Sorge vollkommene Gewissheit des Glaubens, aus Krankheit und Bedrückung Heilung und Gesundheit im Namen Jesu. Dabei brauchen wir Geduld, bis sich unser Denken, Fühlen und Handeln wirklich von Grund auf erneuert und wir dann auch die entsprechenden Erfahrungen machen. Hebräer 10,36:
Ausharren habt ihr nötig, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung davontragt. Also: Gib nicht auf! Sondern bleibe dran. Der Erfolg wird kommen. Ich bete dafür, dass Gottes Wort so sehr aus den Seiten dieses Buches herausspringt und sich in unsere Herzen einwurzelt und wirksam wird, dass wir mit Zuversicht und Hoffnung aufstehen und erleben, wie Zeichen und Wunder in unserem eigenen Leben, unserem Land und bis an die Enden der Erde geschehen. Und das alles zur Verherrlichung des Namens Jesu! Der HERR schenke Ihnen (in Zukunft werde ich Du sagen ...) ein offenes Herz und viel Freude beim Lesen Seines Wortes! Dein Christian Stockmann
10
Ich bin der Herr, der dich heilt!
GEBRAUCHSANWEISUNG Das Wort Gottes ist Nahrung für unseren Geist und Heilung für unseren Körper! Denn: Matthäus 4,4:
Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht. Die in diesem Buch abgedruckten Bibelstellen müssen als Worte Gottes regelrecht gegessen werden; das heißt also: kauen, runterschlucken und verdauen. Das Buch ist nicht zum einmaligen Durchlesen gedacht, sondern als eine Art Hausapotheke, die immer bei Bedarf geöffnet wird. Die Heilungszusagen Gottes müssen genau wie jede andere Medizin in der richtigen Dosierung eingenommen werden und zwar solange, bis alle Krankheitssymptome verschwunden sind. Ich empfehle, 2 bis 3 mal täglich je 1 oder 2 Kapitel einzunehmen. Wenn die Medizin nur auf dem Nachttisch herumsteht oder zu gering dosiert ist, kann sie ihre Wirkung nicht entfalten. „Die Medizin des Wortes Gottes einzunehmen, heißt: über Heilungszusagen der Bibel nachzusinnen; sie Gott, mir und dem Teufel vorzuhalten; Gott über seine Zusagen zu preisen; das Wort dem aufkommenden Zweifel entgegenzuhalten; zum Teufel proklamierend zu sagen: ,Es steht geschrieben: ...’; sich an der Kraft des Wortes zu freuen und dem Heiligen Geist für seine Heilungskraft zu danken; mit Freuden die uns im Wort zugesagte Vollmacht zu ergreifen und den Krankheitssymptomen entgegenzusetzen. Zu der Kraft, die im Wort liegt, erwarten wir das Gnadengeschenk des Glaubens hinzu. Wort Gottes, Glaube und Heilungskraft des Heiligen Geistes bewirken in uns Heilung.“ (C. Häselbarth)
Einleitung
11
Wichtig: • Die Medizin in Verbindung mit Lobpreis und Gebet einnehmen. So öffnen wir unser Herz und werden aufnahmefähig für das Wort Gottes. • Die Bibelstellen laut aussprechen, Tag und Nacht darüber nachsinnen und möglichst so im Herzen bewahren, dass man sie auswendig zitieren kann (vgl. Psalm 1). • Nicht zu viele Schriftstellen auf einmal ‚einnehmen‘, sonst stopfen wir unseren geistlichen Magen zu voll und können das Wort Gottes nicht richtig verdauen. Guten Appetit & Gottes reichen Segen wünscht Dir, Christian Stockmann
Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Matthäus 6,8
VORBEMERKUNGEN
14
Ich bin der Herr, der dich heilt!
1. GOTT IST GUT Psalm 106; 107; 118; 136:
Preist den HERRN, denn er ist gut, denn seine Gnade währt ewig. Die wichtigste und grundlegendste Erkenntnis, die wir brauchen, um von Gott etwas zu empfangen, lautet: Gott ist gut! Er meint es wirklich gut mit uns. Nahum 1,7:
*XW LVW GHU +(55 (U LVW HLQ =XÁXFKWVRUW am Tag der Bedrängnis; und er kennt die, die sich bei ihm bergen. Es ist interessant, dass sowohl im Deutschen wie auch im Englischen die Worte „Gott“ und „gut“ (God – good) sprachlich so dicht beieinander liegen! Weil Gott durch und durch gut ist, ist auch alles, was Er tut, automatisch gut! 1. Mose 1,31:
Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. So bewertet der Allmächtige Sein eigenes Schöpfungswerk. „Und siehe, es war sehr gut!“ Wann immer Gott etwas tut und schafft, macht Er ganze Sache. Er produziert keine „B-Ware“. Jakobus 1,17:
Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.
Vorbemerkungen
15
Wenn Gott Geschenke und Gaben gibt, dann sind sie vollkommen, z.B. die Gabe des Heiligen Geistes (Apg. 2,38) oder die Gabe des ewigen Lebens (Römer 6,23). Er ist wie ein guter Vater (nein, besser als der beste Vater), der Seinen Kindern niemals eine Schlange geben würde, wenn sie Ihn um ein Brot bitten. Matthäus 7,11:
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten. Wir halten fest: Güte ist Gottes ureigenes Wesensmerkmal – gut sein und Gutes tun daher Seine Lieblingsbeschäftigung. Er möchte uns alles geben, was wir benötigen. Matthäus 6,8:
Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Ja sogar noch mehr: Er will uns das geben, was wir uns wirklich wünschen: Psalm 37,4:
Habe deine Lust am HERRN, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt. Wie bei einem Vater, der weiß, dass sein Sohn unbedingt ein grünes Mountainbike haben möchte ... Er wird im Laden nicht nach einem roten, gelben oder blauen, sondern eben nach einem grünen Fahrrad Ausschau halten. Die Wahrheit ist: GOTTES REALITÄT ist besser als unsere KÜHNSTEN TRÄUME. Was Er uns ganz real schenken möchte (vollkommene )UHXGH /HEHQ LP hEHUÁXVV N|USHUOLFKH XQG VHHOLVFKH *HVXQGKHLW HZL-
16
Ich bin der Herr, der dich heilt!
ge Herrlichkeit & Gemeinschaft mit Gott), übertrifft alles, was wir uns jemals vorstellen können, bei weitem. Unser Problem ist meist, dass wir denken, das ist einfach zu gut, um wahr zu sein. Und wenn es doch wahr wäre, dann gilt es sicher nicht für mich. Dabei sagt die Bibel: Epheser 3,20 (GN):
Gott kann unendlich viel mehr an uns tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns ausdenken können. So mächtig ist die Kraft, mit der er in uns wirkt. Es ist wahr! Jesus stellt uns den himmlischen Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn als so herausragend gut und liebevoll dar, dass es kaum fassbar scheint: Als der verlorene Sohn alles Erdenkliche falsch gemacht und sein Erbe verprasst hatte und dann wieder zurück nach Hause kam, wurde er von der Güte des Vaters geradezu überwältigt. Lukas 15,20:
Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin XQG ÀHO LKP XP VHLQHQ +DOV XQG N•VVWH LKQ Unser himmlischer Vater ist der, der uns sieht, wenn wir noch weit weg von Ihm sind; der im Inneren Seines Herzens bewegt ist, wenn wir durch unsere Fehlentscheidungen unser eigenes Leben zerstört haben; der uns entgegenläuft, wenn wir anfangen, Schritte in Seine Richtung zu gehen; und der uns voller Liebe um den Hals fällt, wenn wir Seine Umarmung zulassen. Während wir dann noch beschämt versuchen, Ihm zu erklären, dass wir unwürdig und nutzlos sind und Seine Liebe eigentlich nicht verdient haben, ist er schon dabei, das allerbeste Gewand für uns herauszusuchen und eine Willkommensparty zu organisieren.
Vorbemerkungen
17
Lukas 15,22:
Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße, und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein! Dieses beste Gewand ist für Dich. Du sollst Sohn oder Tochter Gottes sein. Nicht mehr Sklave oder Knecht! Wir dürfen und müssen lernen, uns von Gott knuddeln und beschenken zu lassen, sonst gehen wir am Wichtigsten im Leben vorbei. Nur wer sich demütigt und wie ein Kind zu seinem himmlischen Vater kommt, wird erleben, wie gut Gott wirklich ist: Jakobus 1,5:
Gott, der allen willig gibt und keine Vorwürfe macht ... Er macht grundsätzlich keine Vorwürfe, sondern gibt gerne und willig. Und zwar allen, die zu Ihm kommen und Ihn bitten. Ausnahmslos für jeden Menschen auf der Erde gilt: Psalm 86,6:
Denn du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen. Gottes Güte und Barmherzigkeit sind in einer völlig anderen Kategorie als alles menschlich Vorstellbare. Daher wies auch Jesus das Lob als „guter Lehrer“ zurück und sagte: Lukas 18,19:
Niemand ist gut als Gott allein.
18
Ich bin der Herr, der dich heilt!
2. WARUM DAS LEID? Es wird oft die Frage gestellt: „Wenn Gott wirklich so gut und liebevoll ist, warum gibt es dann überhaupt Krankheit, Leid und so viel Böses auf der Welt?“ Ich antworte gern folgendermaßen: „Den perfekten Willen Gottes und die Welt, wie Gott sie sich eigentlich gedacht hat, siehst du nur in den ersten und letzten beiden Kapiteln der Bibel. Alles andere, was dazwischen liegt – von Genesis 3 bis Offenbarung 20, ja fast die gesamte Bibel – beschreibt uns die kaputte, abgefallene Welt und den Weg, auf dem Gott versucht, uns Menschen wieder zu sich zurück ins Paradies zu lieben.“ Ich erkläre dann weiter: „Wenn du verstehst, warum Gott in Kapitel 4 der Bibel, gleich nach dem Sündenfall, bereits dabei zuschauen konnte, wie Kain seinen Bruder Abel umbringt und scheinbar nichts dagegen unternimmt. Und wenn du verstehen kannst, warum Gott dabei zuschauen konnte, wie Sein eigener geliebter Sohn Jesus auf brutale Weise gefoltert und hingerichtet wurde – und das zu Unrecht. Und wenn Du verstehen kannst, warum Gott nicht eingegriffen hat, bzw. es nicht verhindern konnte oder wollte, dann verstehst du auch, warum es das Böse auf der Welt gibt.“ 1. Mose 6,5-6:
Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. Und es reute den HERRN, dass er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein. Die Wahrheit ist: Der allmächtige, liebende Vater ist tief betrübt und im Herzen bekümmert über all das Böse, welches seit dem Sündenfall in unserer Welt geschieht. Krankheit, Schmerz und Leid gehören nicht zum ursprünglichen Schöpfungswerk Gottes dazu, sondern sind die traurige Konsequenz des Ungehorsams der Menschen.
Vorbemerkungen
19
Römer 5,12:
Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. Wir dürfen uns hier nicht vom Teufel, dem Durcheinanderbringer, täuschen lassen: Das Böse in unserer Welt kommt nicht von Gott! Sondern vom Teufel und uns Menschen. Krankheit, Krieg, Naturkatastrophen, Hungersnöte etc. sind nicht der gute und vollkommene Wille Gottes, sondern nur Sein zugelassener Wille bzw. die Konsequenz der Sünde. Jakobus 1,13:
Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand. Vor dem Sündenfall gab es noch keinen Streit, keine Krankheit und keinen Tod. Die Tiere lebten mit den Menschen in vollkommener Harmonie. Der Mensch ernährte sich von Früchten, die Tiere aßen nur 3ÁDQ]HQ .HLQ V•‰HV 5REEHQEDE\ ZXUGH YRQ HLQHP (LVElUHQ ]HUÁHLVFKW Kein Zebra von einem Löwen gejagt und kein unschuldiges Lamm von einem Menschen geschlachtet – nicht mal eine Mücke wurde erschlagen, denn es gab noch keine blutsaugenden Mücken! Die Menschen brauchten keine Waffen, denn es gab keinen Krieg! (vgl. Jesaja 11,6-9) Kaum vorstellbar. Aber genau diesen und nur diesen paradiesischen Zustand nennt Gott „sehr gut“! 1. Mose 1,31:
Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
20
Ich bin der Herr, der dich heilt!
Leider haben ein paar christliche Kinderbücher Verwirrung in unser Denken gebracht: Ein süßer kleiner Spatz wird gezeigt, ein paar kleine Mäuse, eine schöne Blumenwiese, ein knuffeliger Löwe etc. Dann wird gefragt: „Guck mal, der kleine Löwe ... wer hat den gemacht? Gott – Er hat alles wunderbar gemacht!“ So wird den Kindern beigebracht, dass diese unsere Welt mit all den Tieren die wunderbare Schöpfung Gottes sei! Bis wir dann eines Tages aufwachen und feststellen: Dieser süße, knuffelige Löwe ist ein hinterhältiger Mörder, der kleine Spatz frisst die lustigen Raupen und Regenwürmer und eine Mäusemutter beißt plötzlich alle ihre kleinen Jungen tot. Fressen und gefressen werden. Die Tierwelt ist nicht besonders nett, sondern Teil der abgefallenen, erlösungsbedürftigen Welt – und die Krone der Schöpfung, der Mensch, ist noch schlimmer: Er kann sogar Artgenossen absichtlich foltern. Diese Welt ist krank und kaputt. Das wäre die Lektion, die man von klein auf lernen müsste. Römer 8,22:
Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt. Leider gibt es in dieser Welt Mord und Totschlag, Krankheit und Leid. All dies gibt es bei Gott im Himmel und einst in Seiner neuen Welt nicht, denn in Seiner Gegenwart können diese Dinge nicht bestehen. Diese bösen Dinge sind das Gegenteil Seines guten und vollkommenen Willens. Deshalb arbeitet der ganze Himmel auch seit dem Sündenfall daran, jenen ursprünglichen, paradiesischen Zustand wieder herzustellen und das Böse vollständig zu vernichten. (vgl. Offb. 20,10+14) 1. Korinther 15,25-26:
Denn er (Christus) muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod weggetan. Aber erst dann, in Gottes neuer Schöpfung, wird es wirklich wieder so wie damals im Paradies sein:
Vorbemerkungen
21
Offb. 21,4-5:
„Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu“. Für den gesamten Zeitraum dazwischen gilt (leider): Johannes 16,33:
In der Welt habt ihr Bedrängnis; Also auch Schmerzen und Leid.
... aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden. Dass wir hier und heute bereits immer wieder stückweise ein Anbrechen des Reiches Gottes erleben dürfen, ist Gnade und ein Vorgeschmack auf die Realität des Himmelreiches. Lukas 17,21:
Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Seit dem Kommen Jesu vor 2000 Jahren ist die Königsherrschaft Gottes bereits hier auf Erden angebrochen und breitet sich aus. Aber doch eben nur bruchstückhaft. Gott hat in Seiner Souveränität entschieden, die gesamte Geschichte des Universums als einen dramatischen Liebesroman mit vielen Kämpfen, einer langen Leidensperiode und einem Happy End zu inszenieren. In diesem Stück ist Gott der Hauptakteur und kämpft leidenschaftlich um Seine verlorene Menschheit ... Er hat entschieden, das Geheimnis der LIEBE zu erschaffen und das Wagnis ei-
22
Ich bin der Herr, der dich heilt!
ner echten Liebesbeziehung mit uns Menschen einzugehen. Mit im Paket war dabei die Wahlmöglichkeit, „Ja“ oder „Nein“ zu sagen, Gutes oder Böses zu tun. 5. Mose 30,19:
... das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch! So wähle das Leben, damit du lebst. Gott hat auch entschieden, nicht jedes Mal sofort einzugreifen, wenn ein Mensch die falsche Wahl trifft, sondern unsere Entscheidungen zu respektieren, geduldig zu warten und schließlich doch noch zum Ziel zu kommen! Er hat sich entschieden, das Böse erst einmal gewähren zu lassen und am Ende mit dem Guten zu überwinden. Er hat diesen Weg der Erlösung ein für alle Mal im Leben, Sterben und in der Auferstehung Jesu sichtbar und erfahrbar gemacht. Dort am Kreuz hat Gott bewiesen, dass wahre Liebe stärker ist als Hass, das Leben stärker als der Tod und das Gute stärker als das Böse. Das ist die Gute Nachricht! Gottes Liebe siegt und verleiht auch uns die Kraft, das Böse zu überwinden. 1. Johannes 5,4-5:
Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
Vorbemerkungen
23
3. GOTTES GERECHTIGKEIT 1. Mose 18,25
Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben? Wenn uns plötzliches Leid trifft oder wir grundlos leiden müssen, kommt RIW 9HU]ZHLÁXQJ XQG :XW LQ XQVHU +HU] 'LHVHV ERKUHQGH Warum will uns nicht loslassen. Was habe ich getan? Womit habe ausgerechnet ich das verdient? Eine liebevolle Mutter stirbt an Krebs und lässt ihre Kinder zurück, ein unschuldiger kleiner Junge wird missbraucht und umgebracht, mein bester Freund springt vor die U-Bahn und begeht Selbstmord. Wieso gerade mein Kind? Meine Mutter? Mein bester Freund? Das Leben scheint manchmal so furchtbar ungerecht. Der Brudermord von Kain (1. Mose 4) war schrecklich und ungerecht – geradezu unerträglich. Besonders für die Eltern. Und nicht wieder gut zu machen. Hat Gott bei alledem einfach tatenlos zugeschaut? Hat Er geschlafen? Was ist los mit dem gerechten Richter der ganzen Erde? Er hat nicht tatenlos zugeschaut. Er redete mit Kain und warnte ihn. Als Eifersucht Kains Herz zerfraß, gab Gott ihm wichtige Hinweise und versuchte ihn liebevoll wieder auf den rechten Weg zu bringen, um ihn von dieser schrecklichen Tat abzuhalten. Und doch nahm Er ihm nicht den freien Willen. Er ließ ihm die Wahl. Als Kain dann doch das unsagbar Schreckliche getan hatte, kam Gott erneut zu ihm, wies ihn zu Recht und teilte ihm die lebenslangen Konsequenzen und die gerechte Strafe für sein Verhalten mit. So ist es bis heute bei jedem Einzelnen von uns. Gott redet uns liebevoll ins Gewissen, ermahnt uns und versucht das Böses zu verhindern, aber er zwingt uns nicht. So bekommen wir dann auch immer wieder die Konsequenzen unseres Handelns zu spüren. Gott ist sehr, sehr gnädig und geduldig, aber: Er lässt sich nicht verspotten.
24
Ich bin der Herr, der dich heilt!
Galater 6,7:
Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Weil Gott durch und durch gut ist, deshalb ist Er auch durch und durch gerecht. Und deshalb gibt es auch einen „Tag des Zorns“ und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, Römer 3,3-8:
... der einem jeden vergelten wird nach seinen Werken: denen, die mit Ausdauer in gutem Werk Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen, ewiges Leben; denen jedoch, die von Selbstsucht bestimmt und der Wahrheit ungehorsam sind, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm. Wenn ein Mensch dauerhaft nicht umkehrt, sondern in seiner Bosheit verharrt, wird er eines Tages die gerechte, ewige Strafe dafür tragen müssen. Mörder, Übeltäter und Kinderschänder kommen bei Gott nicht einfach mit einem blauen Auge davon, sondern sie werden ihre Bosheit eines Tages bitter bereuen, wenn sie nicht vorher ernsthaft davon umkehren. Für die Opfer dagegen, die unter der Bosheit anderer Menschen oder einem schrecklichen Schicksal wie Krankheit, Armut, Hunger oder Krieg grundlos leiden müssen, gibt es dreierlei Trost. Erstens: Gott selbst, der Gott allen Trostes (2. Korinther 1,3), wird dir eines Tages ganz persönlich jede Träne vom Gesicht abwischen und dir Seinen ewigen Trost und Seine vollkommene Liebe schenken. Jesaja 51,12:
Ich, ich bin es, der euch tröstet.
Vorbemerkungen
25
Offenbarung 21,4-5:
„Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein.“ Zweitens: Du bist mit deinem Schmerz nicht allein, sondern JESUS ist bei dir, mitten in deinem Leid. Er ist voll innigen Mitgefühls und barmherzig (Jakobus 5,11) und hat Mitleid mit unseren Schwachheiten (Hebräer 4,15). Er wurde ein Mensch wie du und ich und hat alles Leid und jeden Schmerz ganz persönlich durchlitten und stellvertretend für uns ertragen. Jesaja 53,4:
Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. Nicht nur unsere körperlichen Krankheiten, sondern auch all unsere seelischen Verwundungen hat Er am Kreuz getragen und erlitten. Er wurde für dich abgelehnt, verhöhnt und verspottet, für dich verraten und verkauft, geschlagen und angespuckt, für dich gegeißelt und gefoltert. Er hat jeden Schmerz und jede Ablehnung, die du mal erlebt hast, für dich getragen, und weiß, wie es ist, total enttäuscht und verletzt zu sein. Er kennt jeden Schmerz und hat jede Träne bereits geweint. Als Ihm dann die Nägel in die Hände gebohrt wurden, hat Er sich nicht bei Gott beschwert, sondern sogar noch für uns Menschen gebetet: Lukas 23,34
„Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Bis heute erinnern IHN die Wundmale in Seinen Händen an den hohen Preis, den Er für dich bezahlt hat. Deshalb kann Gott dir versprechen:
26
Ich bin der Herr, der dich heilt!
Jesaja 49,15-16:
Ich werde dich niemals vergessen. Siehe, LQ PHLQH EHLGHQ +DQGÁlFKHQ KDEH LFK GLFK eingezeichnet. Drittens: Die Täter werden tatsächlich eines Tages ihre gerechte Strafe von Gott bekommen. (Matthäus 25,41-46 / Offenbarung 21,8) Matthäus 25,46:
So werden diese an den Ort der ewigen Strafe gehen, die Gerechten aber in das ewige Leben. Die Zukunft für Übeltäter, die nicht Buße getan haben, beschreibt Jesus nicht gerade rosig: Matthäus 25,30:
Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußere Finsternis: da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Dies gibt uns aber dennoch nicht das Recht, in Hass und Bitterkeit gegenüber denen zu verharren, die Böses getan und uns verletzt haben, denn: Matthäus 6,15:
Wenn ihr den Menschen nicht (von Herzen) vergebt, so wird euer Vater eure Vergehungen auch nicht vergeben.