Unsere Städte fßr Gott erreichen Wie Gemeiden in Einheit ihre Stadt gewinnen
Unsere Städte für Gott erreichen Wie Gemeiden in Einheit ihre Stadt gewinnen Autor: Daniel Bernard Titel der amerikanischen Originalausgabe: “The Church at its Best” (vorheriger Titel: “City Impact”, 2004) © der amerikanischen Originalausgabe: Daniel Bernard, 2008 © Christus für Europa / William Carey Verlag ISBN 978-3-944108-68-1 1. Auflage April 2015 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfältigung in irgendeiner Form (Fotokopie, Microfilm oder andere Verfahren) oder Verarbeitung durch elektronische Systeme ohne schriftliche Einwilligung des Autors und des Verlages sind verboten. Bibelstellen wurden in der Regel der SchlachterÜbersetzung von 2000 entnommen, © Die Genfer Bibelgesellschaft, sowie einige Stellen direkt aus dem Englischen übersetzt.
Umschlaggestaltung: Albrecht Fietz Coverfoto: S-F, Shutterstock.com Übersetzung: Riccardo Meusel (Kapitel 1, 2, 3, 5, 6, 12, 13) Übersetzung der übrigen Kapitel: Siehe Danksagungen Buchsatz & Layout: Riccardo Meusel, www.buchlayout.net Druck: Booksfactory, www.booksfactory.de Christus für Europa e.V. Berliner Straße 1, 16356 Werneuchen 033398-918771 Kontakt: info@christusfuereuropa.de www.christusfuereuropa.de www.wcvshop.de
INHALTSVERZEICHNIS
Vorwort von Axel Nehlsen, „Gemeinsam für Berlin“
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Vorwort von Bischof Vaughn McLaughlin
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Danksagung des Herausgebers
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Kapitel 1
Gottes Geschenk an Ihre Stadt
010
Kapitel 2
Jesus will Ihre Stadt umarmen
019
Kapitel 3
Ein Wehe Gottes oder ein Werk der Wunder
028
Kapitel 4
Böse in den Augen des Herrn
036
Kapitel 5
Der Gnade Gottes in Ihrer Stadt zur Geburt verhelfen
047
Kapitel 6
Einheit ist unser Befreier
059
Kapitel 7
Eine Kreuzung namens Gilgal
079
Kapitel 8
Gottes Botschaft an den Teufel
093
Kapitel 9
Gemeinde – angetrieben von Seinem Königreich
105
Kapitel 10
Die Rolle der Geschäftswelt in der Erreichung einer Stadt
113
Kapitel 11
Barmherzigkeit – der Schlüssel für City Impact
125
Kapitel 12
Die Kraft des Einen
140
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Nachwort von Doug Stringer, „Somebody Cares America“
173
Initiativen der „Großen Stadtgemeinde“
176
Geistliches Konzept für Treffen der Stadtleiterschaft
177
Einheit im Neuen Testament – Bibelstellen
186
Weiterführende Internetseiten
190
Quellenangaben
191
Worterklärungen
192
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
Vorwort von Axel Nehlsen, GfB e.V. Es sind bis heute unvergessliche und prägende Tage, die ich in den Rocky Mountains von Colorado – teils mit Pastor Hans-Peter Pache – als Vertreter von „Gemeinsam für Berlin“ (Gf B) zwischen 2004 und 2007 erlebte. Leitende Mitarbeiter aus 12 bis 15 Städten waren fünfmal für drei Tage zusammen, um sich über Gottes Wirken zur Transformation der großen Städte unserer Erde auszutauschen, miteinander zu beten und voneinander zu lernen. Je zwei aus jeder Stadt – von Peking über Mumbai/Bombay und Berlin bis Mexiko City und Atlanta – kamen zusammen, um zu lernen, wie Gott unsere Städte verändert. Modelle und Erfahrungen wurden ausgetauscht in dieser International Learning Community. Ermutigung und Inspiration waren die Frucht. Manches, was wir heute bei Gf B denken und praktizieren, hat hier seinen Ausgang genommen. Es war spannend zu hören, welche Prozesse des Wirkens Gottes in den Städten erlebt wurden. Ein Leiter aus El Salvador mahnte aus eigener leidvoller Erfahrung eindringlich: „Konzentriert euch nicht ausschließlich auf Bekehrungen und Gemeindewachstum, das verändert die Gesellschaft nicht langfristig! Sondern: Trainiert die Leute in einem christlichen Lebensstil, der auch in die Gesellschaft hinein transformierend wirkt; baut Bewegungen (nicht nur Events), die die nächste und übernächste Generation mit christlichen Werten und gelebtem Glauben prägen!“ Einer der Teilnehmer stach insofern heraus, als er schon von mehrjährigen Erfahrungen erfolgreicher Vernetzung durch Gebet und Hilfsaktionen in der Region Tampa Bay, Florida, berichten konnte: Daniel Bernard. In dieser Zeit entstand sein Buch, das hier in deutscher Übersetzung vorliegt. Damals und heute denke ich: „Ja, in Amerika ist fast alles anders, Modelle und Erfahrungen sind nicht direkt auf uns übertragbar.“ Und doch gilt auch hier der bekannte Grundsatz: nicht kopieren, sondern kapieren! Wenn wir schon diese und andere Konzepte nicht kopieren können und wollen, so können wir doch von der geistlichen DNA und Dynamik, den Werten und Wegen für uns in Berlin und Deutschland lernen. Deswegen freue ich mich auch sehr über die nun vorliegende Übersetzung des Buches „City Impact“ von Daniel Bernard. Je nach
Einführung
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geistlicher Prägung werden uns seine Zugänge und Denkweisen eher vertraut oder fremder sein. Aber das tut nichts zur Sache. Wenn wir uns von seiner Leidenschaft für die Einheit des Leibes Christi und für das Reich Gottes in seiner Stadt und Region anstecken lassen, kann uns das in den deutschen Großstädten nur gut tun. Neben Berlin gibt es auch in einigen anderen Städten überkonfessionelle Netzwerke, gemeinsames Gebet, stadtweite evangelistische oder diakonische Aktionen – oft als Initiative oder in Kooperation mit der örtlichen Evangelischen Allianz, teils unter dem Motto „Gemeinsam für ...“. Entscheidend ist nicht, was drauf steht, sondern was drin ist. Und das alles sind nur Ansätze, denen noch viel mehr folgen kann. Sicher, unsere Lage mit Großkirchen, Freikirchen und unabhängigen Gemeinden ist ganz anders als in den USA. Und der Anteil der erweckten Christen evangelikaler oder charismatischer Prägung ist weit geringer. Aber das Bewusstsein für die Einheit ist in den letzten Jahren gewachsen. Die Abgrenzungen und Berührungsängste vergangener Jahrzehnte haben massiv abgenommen. Die Dringlichkeit von Mission und Evangelisation, verbunden mit dem Dienst der Liebe, ist vielen (wieder) ein Herzensanliegen geworden. Die vom Evangelium überhaupt nicht berührten Milieus in unseren Großstädten brauchen dringend das gemeinsame und glaubwürdige Zeugnis der Christen. Die Menschen in ihren ernsten sozialen und geistlichen Probleme sehnen sich (manchmal ohne es zu wissen) nach dem dienenden und liebevollen Engagement der Gemeinden und christlichen Werke. Wir sollen – und können! – mehr und mehr „zu einem Geschenk an unsere Städte“ werden, wie Daniel Bernard es sagt. Es beginnt mit dem gemeinsamen Gebet und Beziehungsbau der Verantwortlichen; es setzt sich fort in Partnerschaften und Vernetzung zwischen Gemeinden und Kirchen zum Besten der Stadt; es zielt hin auf die Veränderung der Herzen und Verhältnisse, auf die Transformation unserer Städte durch die Impulse des Reiches Gottes. Daniel Bernards Buch hilft uns auf diesem Weg voran – wenn wir es beherzigen in Gebet und Tat! Axel Nehlsen, Geschäftsführer von „Gemeinsam für Berlin“ e. V.
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
Vorwort von Bischof Vaughn McLaughlin Viel wird zum Thema der Einheit unter Gläubigen und darüber, wie der Leib Christi zusammenfinden kann, geschrieben und gesagt. Jeder scheint das Problem zu erkennen, doch wenige scheinen eine brauchbare, vernünftige und umsetzbare Lösung für das Problem fehlender Einheit und die Entzweiung unter Gläubigen zu haben. Wenn es Ihnen geht wie mir, haben Sie dieselben Stellen darüber, dass der Leib ein Leib und die Gemeinde die eine Gemeinde ist, wieder und wieder gelesen. Ich habe die geistliche Literatur intensiv nach einer Offenbarung durchsucht, die mich herausfordern würde, Teil der Lösung und nicht des Problems zu sein. Und ich glaube, ich habe diese Offenbarung in Daniel Bernards Buch gefunden. Sie werden ergreifende Geschichten unserer Tage darüber lesen, wie der Gehorsam einfacher Christen einen entscheidenden Einfluss haben kann. Daniel bringt die Wahrheit in einer Weise zur Anwendung, die uns sowohl fesselt als auch überführt. Er erfasst das Herz Gottes für die „Große Gemeinde der Stadt“. Die in diesem Buch beschriebenen Schlüssel haben das Potenzial, nicht nur eine Stadt, sondern die gesamte Welt zu verändern, wenn es uns gelingt, unsere eigene Kleinlichkeit, unser privates Glück und unsere eigenen Agendas beiseite zu legen, und stattdessen sowohl in großen Dimensionen als auch in Einheit zu denken. Von Reue motivierte Umkehr, Einheit und Liebe sind die Kennzeichen der Gemeinde Jesu Christi. Dieses Buch erinnert uns an die Notwendigkeit jeder dieser drei Eigenschaften, um Gottes Herrlichkeit in diesen letzten Tagen zu erfahren. Gott erweckte Ehud, „Einheit“, um das Schicksal einer Stadt zu wenden. Doch Einheit muss nicht nur zustande kommen, sondern auch bewahrt werden. Ich wurde herausgefordert, die Einheit des Geistes in meiner Stadt zu bewahren, und das Gebet unseres Herrn nicht aufzugeben, in welchem Er betet: „Vater, mach sie eins“.
Einführung
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Während Sie dieses Buch lesen, werden Sie einige Fragen zu beantworten und einige Arbeit zu vollbringen haben. Einheit erfordert Anstrengung. Einheit erfordert Opfer. Einheit erfordert Selbstlosigkeit. Sie können sich weder verborgene Agendas noch heimliche Motive leisten, wenn Sie erwarten zu erleben, was die Apostel und die frühe Gemeinde erlebten. Diese glaubten und verkündeten, dass es einen Herrn, einen Glauben und eine Taufe gibt. Die Schrift lehrt, dass der Leib tatsächlich ein Leib ist. Haben Sie bereits eine göttliche Offenbarung darüber empfangen, wie Einheit erreicht und Gott durch unsere Beziehung zueinander verherrlicht werden kann? Wenn dies bisher noch nicht der Fall war, dann kann dieses Buch Sie darin unterstützen. Wenn Sie sich der Aufgabe bereits verschrieben haben, dann wird dieses Buch Ihr Verständnis weiter erhöhen und Sie noch besser darin unterstützen, Ihre Gemeinde und Ihre Stadt zu transformieren. Lesen Sie es! Tun Sie es! Lassen Sie uns das Geschenk Gottes an unsere Städte sein, so wie es Seinen Absichten entspricht. Bischof Vaughn McLaughlin „The Potter’s House Christian Fellowship“, Jacksonville, Florida
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
Danksagung des Herausgebers Immer wieder begeistert es mich zu sehen, wie einfach Dinge geschehen, wenn wir in den Werken wandeln, die Gott zuvor bereitet hat (Eph. 2, 10), und Christen als ein Leib operieren. Gott hat die Entstehung der deutschen Übersetzung dieses Buches überaus gesegnet. Innerhalb von weniger als zwei Monaten gelangte es – vollkommen ehrenamtlich – zur Druckreife. Die Geschichte begann, als ich zum „Transforum 2010“ auf einem Büchertisch von Kerstin Hack die englische Ausgabe von „City Impact“ entdeckte und erwarb. Schnell wurde mir klar, um was für einen geistlichen Schatz es sich handelt. Während die Gemeinde vermutlich niemals wieder in den Zustand zurückkehren wird, an welchem es pro Ortschaft oder Stadt nur eine einzige „Gemeinde des Ortes“ gibt (auch wenn dies in einer idealen Welt tatsächlich Gottes Willen entspräche), könnte die Funktionalität des Leibes Christi dennoch wiederhergestellt werden, wenn einfach alle an den Zielen Jesu orientierten Gemeinden über die Grenzen von Denominationen und Einzelgemeinden hinweg als Leib Christi der Stadt zusammenarbeiten und auf diesem Wege ihre Funktionalität als Körper Jesu auf dieser Erde wiedergewinnen würden. Als ich Daniel Bernard, den Autor des Buches, fragte, ob er einer deutschen Übersetzung des Buches seine Erlaubnis erteilen würde, waren seine Worte im wesentlichen: „Go ahead“. Ich liebe die Unkompliziertheit weiter Teile der amerikanischen Mentalität! Möge Gott uns helfen, wie so viele andere wertvolle Impulse aus den USA bereits zuvor, auch diese Unkompliziertheit in Deutschland demnächst zu implementieren. Bereits in der Entstehung und Fertigstellung der deutschen Ausgabe war ich dankbarer Zeuge dessen, wie Zusammenarbeit in den Zielen Jesu und die Ergänzung als Glieder des einen Leibes funktioniert.
Einführung
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Um mich selbst auf Editierung der Texte und Layout des Buches konzentrieren zu können, bat ich Gott für die zweite Hälfte des Buches um weitere, ehrenamtliche Übersetzer, und Gott erhörte das Gebet auf großzügige Weise. Christoph Tiedeke übersetzte Kapitel 4, 8 und 9. Armin Völckers übernahm die Übersetzung der Kapitel 7 und 10 sowie einiger weiterer Passagen. Mein Bruder Claudius übersetzte Kapitel 11. Euch allen meinen aufrichtigen Dank! Christiane Keller erklärte sich bereit, Übersetzungen auf ihre sachliche Richtigkeit zu prüfen sowie die Wiedergabe schwieriger umgangssprachlicher Idiome und Phrasal Verbs zu ergänzen. Christiane, you did a great, invaluable job! Dorothea und Christian Stockmann von NLIC (Neues Leben in Christus) e.V. übernahmen das ehrenamtliche Lektorat. Ein zweites Gesamtlektorat wurde durch Christoph Tiedeke erbracht. Nach der Überzeugung Vieler hat Berlin eine geistliche Schlüsselrolle für Deutschland, und Deutschland wiederum für viele weitere Nationen Europas und der Welt. Möge der Leib Christi Berlins, Deutschlands und des deutschsprachigen Raums durch die Inhalte dieses Buches gesegnet werden, so wie bereits seine Entstehung ein lebendiges Zeugnis dafür ist, wie einfach Dinge in Existenz kommen, wenn die Vielen in der Erreichung gemeinsamer Ziele zusammenarbeiten und jeder in der ihm von Gott verliehenen Begabung mit Freude dient. 15.05.2011, Riccardo Meusel
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
Kapitel 1 Gottes Geschenk an Ihre Stadt
Kapitel 1 – Gottes Geschenk an Ihre Stadt
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„Dort, wo die Welt am schlechtesten ist, braucht sie die Gemeinde so, wie sie am besten ist.“ Diesen Spruch fand ich auf der Markise einer Gemeinde in der Gegend von Tampa Bay. Was für ein Gedanke! Die Gemeinde in der besten Weise, die ihr möglich ist! Wie könnte das aussehen? Was würde es bewirken? Ich will den Versuch unternehmen, diese Fragen zu beantworten. Da es sich nicht um gewöhnliche Fragen handelt, können es auch nicht die gewöhnlichen Antworten sein, während wir beginnen zu verstehen, wie die Gemeinde in der besten Weise operieren könnte, die ihr möglich ist. Was ist Gottes Geschenk an Ihre Stadt? Ist es die neue Industrie, die entschieden hat, ihre Fabrik in Ihrer Ortschaft zu errichten? Ist es der neue Bürgermeister, der kürzlich gewählt wurde? Ist es frisches staatliches Geld, um bessere Straßen, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen zu bauen? Diese und andere Dinge sind gewiss materielle Segnungen, die wir Christen als letztendlich von Gott kommend identifizieren, denn alle guten Gaben kommen von oben. Doch Gottes größtes Geschenk an unsere Gesellschaft ist die Gemeinde, der Körper Seines Sohnes. Und dies ist so gewesen, seit die Gemeinde zu Pfingsten geboren wurde. Vielleicht haben wir bisher nicht so ausgesehen oder uns so verhalten, doch die Gemeinde ist Gottes Geschenk an unsere Städte. Gott will, dass Städte Orte sind, an denen Systeme entwickelt werden, von denen Menschen profitieren. Mit anderen Worten: Städte wurden geschaffen für das Wohlergehen der Menschen der Gesellschaft. In Genesis 10 sehen wir, dass Nimrod ein „Mächtiger“ war, der Städte baute. Doch diese Städte dienten nicht ihrem eigentlichen Zweck. Deshalb wurden die Menschen Babylons zerstreut. In Genesis 12 suchte Gott dann einen Mann – und durch ihn ein Volk – welche Er segnen konnte, damit dieses Volk seinerseits ein Segen wäre. Jetzt – als der Same Abrahams – ist
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die Gemeinde dieses Volk. Eine der Aufgaben dieses Volkes besteht darin zu gewährleisten, dass Städte ihren Zweck erfüllen – Wohlergehen für die Menschen, die in ihnen leben. Sie werden sich erinnern, dass Gott Sodom und Gomorra zerstörte, weil sie zwar wohlhabend waren, aber dennoch darin versagten, für das Wohlergehen ihrer Bürger zu sorgen. Ein anderes biblisches Beispiel für Gottes Absicht im Blick auf Städte findet sich in der Geschichte von Jona. Gott tadelte Jona für seinen Mangel an Barmherzigkeit für die Stadt Ninive: „Sollte ich nicht Mitleid haben mit Ninive, der großen Stadt, in der mehr als 120.000 Menschen sind, die nicht den Unterschied zwischen ihrer rechten und ihrer linken Hand kennen?“ Gott sandte Erweckung und Umkehr zu den Menschen dieser heidnischen Stadt, was ein Volk hervorbrachte, das Ihm und Seinen Zwecken folgte. Wenn Gott sagte, dass Er Mitleid empfand für die Tausenden, die nicht in der Lage waren, zwischen ihrer rechten und ihrer linken Hand zu unterscheiden, nahm Er Bezug auf die unschuldigen Kinder, welche unter der Rebellion der Erwachsenen litten. Indem Er Tiere erwähnte, zeigte Gott den Umfang Seines Erbarmens und Seiner Sorge in Bezug auf die ökonomische Entwicklung dieser Stadt. Er sagte: „Ich sorge mich um das künftige Wohlergehen dieser Stadt und der Menschen, die in ihr leben. Ihr als meine Diener sollt dasselbe tun.“ Als Gottes Geschenk an unsere Städte sind wir es, die Ausschau halten nach dem Wohlergehen der Schöpfung Gottes in einer jeden Stadt. Im nächsten Kapitel werden Sie lesen, wie Jesus danach verlangte, Jerusalem zu umarmen. Er wollte, dass die Stadt Seine Fürsorge und Seinen Schutz erfuhr. Seine Sorge war das Wohlergehen der Menschen Jerusalems als auch der anderen Städte. Die ultimative Quelle des Wohlergehens der Menschen jeder beliebigen Stadt besteht darin, unter die sanfte Herrschaft Jesu, des Retters und Königs, zu kommen. Damit wir zu Gottes Geschenk an unsere Städte werden, müssen wir zuerst die „Große Stadtgemeinde“ sein. Ich werde Ihnen sagen, warum ich glaube, dass wir dieses Geschenk bisher nicht gewesen sind, wie wir jedoch zu diesem Geschenk werden können, wenn wir uns in Seinem Dienst vereinen.
Kapitel 1 – Gottes Geschenk an Ihre Stadt
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Auch werden wir an Orte schauen, an denen sich die Gemeinde bereits als dieses Geschenk erweist. Die folgende Geschichte aus Steve Sjogrens Buch „The Perfectly Imperfect Church“ (Die perfekt unvollkommene Gemeinde) ist ein Beispiel, wie wir dieses von Gott beabsichtigte Geschenk sein können, wenn wir zur „Großen Gemeinde der Stadt“ werden: „Als die Frau in ihrem Garten arbeitete, kam ihr Nachbar, der noch kein Christ war, auf sie zu und fragte: „Bist du ein Mitglied dieser großen Gemeinde?“ Früher an diesem Tag war die Frau Teil eines stadtweiten Events ihrer Heimatstadt Abbotsford, British Columbia, nahe Vancouver im westlichen Kanada, gewesen. Etwa 100.000 Christen dieser Stadt begannen einige Jahre zuvor mit einem Experiment. Sie vereinigten sich darin, ihrer Stadt in großangelegter, kreativer und tiefgründiger Weise zu dienen. Ich hatte das Vorrecht, Teil derer zu sein, welche die mitarbeitenden Christen trainierten. Es ist immer begeisternd, motivierte Menschen zu trainieren. Auf dem letzten Event, das sie veranstalteten und „Love Abbotsford“ tauften, gingen etwa eintausend vierhundert Personen aus dreißig örtlichen Gemeinden für verschiedene Dienstprojekte innerhalb der Stadt hinaus. Jeder von ihnen trug ein T-Shirt mit einem großen Herzen darauf und verteilte Karten, auf denen die Projekte erklärt waren. Die Karten warben nicht für einzelne Gemeinden, sondern für die Große Stadtgemeinde. Sie sprachen über das „Love Abbotsford“-Event und leiteten Menschen auf eine gemeinsame Website, welche das gesamte Projekt näher erklärte. Der Tag verlief reibungslos. Tausende Menschen wurden berührt und die Teilnehmer kehrten begeistert heim. Doch zurück zu der Frau, die am Nachmittag in ihrem Garten arbeitete. Ihr nicht gläubiger Nachbar fragte sie: „Sag mal, ich war heute in der Stadt und sah all die Leute mit den T-Shirts. Bist du auch Teil dieser großen Gemeinde mit den T-Shirts?“ Sie dachte einen Augenblick an ihre eigene Gemeinde mit einigen hundert Mitgliedern und antwortete: „Ja, meine Gemeinde ist ziemlich groß.“ Der Nachbar entgegnete: „Nein, die richtig große Gemeinde, die mit den Hunderten von Menschen, die heute in der Stadt unterwegs
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war – diese Gemeinde.“ Da begriff sie. Ihr Herz wurde berührt. Sie brach in Tränen aus, als sie sagte: „Ja, tatsächlich, ich bin Teil dieser großen Gemeinde.“ Gott ist in diesen Tagen dabei, die Große Gemeinde zu bauen. Wenn wir zu einer „perfekt unvollkommenen Kirche“ werden, dann müssen wir größer sein als eine einzelne Gemeinde. Gott hat viel für uns bereit, das wir erreichen sollen. Doch wir werden unser volles Potenzial nur dann ausschöpfen, wenn wir als stadtweite Gemeinde Jesu kooperieren. Sjogren schließt diese Geschichte mit einigen eindringlichen Fragen: Was wäre ... wenn wir uns der Wahrheit bewusst würden, dass wir unsere Stadt nicht allein erreichen können, nicht einmal, wenn die Gemeinde, zu der wir gehören, groß und gut ausgestattet ist? Wir brauchen eine Armee, bestehend aus allen Gemeinden der Stadt. Was wäre ... wenn wir bereit wären, mit anderen Gemeinden zu kooperieren, auch mit denen, die nicht unbedingt dieselben Traditionen und Meinungen teilen wie wir? Was wäre ... wenn wir Gott jedes Wochenende darum bitten würden, die anderen Gemeinden zu segnen, noch bevor Er uns segnet, und wir es tatsächlich so meinen würden? Was wäre ... wenn wir gut miteinander auskämen? Was wäre ... wenn wir aufeinander achthaben würden in der Gemeindeszene unserer Stadt? Hat eine Gemeinde einen guten Ruf, so profitieren alle davon. Hat eine Gemeinde jedoch einen schlechten Ruf, so werden alle darunter leiden. Deshalb macht es nur Sinn, dass wir alle damit beginnen, die Reputation der gesamten Gemeinde der Stadt im Blick zu haben.
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Was wäre ... wenn Gott uns gar nicht als verschiedene Gemeinden sehen würde? Was wäre, wenn Er diejenigen Menschen sieht, die Seiner Gemeinde noch nicht angehören? Es macht überhaupt keinen Sinn, zu anderen Gemeinden der Stadt in Wettbewerb zu stehen. Stattdessen sollten wir alle uns ausstrecken nach denen, die noch zu überhaupt keiner Gemeinde gehören, und davon gibt es Tausende genau in unserer Nähe. Was wäre ... wenn wir den geistlichen Träumen anderer zur Seite stehen und sie darin segnen würden? Was wäre ... wenn wir unser Wohlergehen mit dem anderer Gemeinden unserer Stadt verwoben sehen würden? Wenn all diese „was wäre wenn“ Realität würden, dann werden wir von Jesus durchdrungene Städte bekommen. Wir werden als Große Stadtgemeinde zu Gottes Geschenk an unsere Stadt. Und das hat Wirkung! Jesus sagt, wir würden Impact haben. In Matthäus 5, 14 - 16 sagt Er, dass wir das Licht dieser Welt sind und in einer Weise leuchten werden, die andere dazu bringt, unsere guten Werke zu sehen und unseren Vater im Himmel zu preisen. In Johannes 14, 12 sagt Jesus, dass unsere Werke sogar größer sein werden als die seinen. Mit anderen Worten, wir sollen Einfluss auf die gesamte Welt haben. Und die Mehrheit der Menschen dieser Welt lebt in Städten. Deshalb – um den Missionsbefehl zu erfüllen, müssen wir Einfluss auf unsere Städte nehmen. In Apostelgeschichte 1, 8 wiederum sagt Jesus, dass die Jünger des ersten Jahrhunderts große Wirkung haben würden, wenn der Heilige Geist auf sie kommt. Ihr Einfluss würde im eigenen Hinterhof beginnen und sich ausbreiten bis zu den Enden der Welt. Wie haben wir Einfluss auf unsere Städte? Die Antwort liegt in der Frage. Der Schlüssel ist, dass wir es tun. Die frühe Gemeinde hatte sowohl stadtweiten als auch weltweiten Einfluss, weil die Menschen in ihr eins waren (siehe Apg. 4, 32).
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Als ich Missionar in Nigeria war, nahm ich neun junge Männer zu mir, um sie zu Jüngern auszubilden. Ein Konzept, das ich ihnen zu vermitteln suchte, bestand darin, ihnen zu zeigen, dass ihr jeweiliger Dienstbereich dabei half, Gottes Reich in Westafrika zu bauen. Wenn ich das Gebäude betrat, traf ich die Männer oftmals dabei an, wie sie ihre täglichen Arbeiten verrichteten. Einer säuberte die Küche, andere wischten die Räume. Ich fragte sie: „Was tut ihr gerade?“. „Wir wischen und putzen“, antworten sie, zumindest am Anfang. Ich schüttelte den Kopf. „Nein, ihr wischt nicht einfach oder reinigt das Geschirr“, sagte ich. „Euer Dienst besteht darin, Christus in euch heranreifen zu lassen, damit ihr am Reich Gottes in Westafrika Anteil haben könnt. Indem Mitglieder von Gottes Gemeinde Ihm in Treue dienen, helfen sie, das Königreich Gottes zu bauen.“ Es dauerte ein wenig, doch schließlich erfassten sie die Idee. Wenn wir zu dem Einfluss gelangen wollen, von dem Christus sagte, dass wir ihn haben würden, müssen wir verstehen, dass das, was wir tun, nicht nur unsere eigenen Programme fördert oder unsere eigenen Gemeinden baut, sondern gleichzeitig das Königreich Gottes unserer Stadt. Während Sie dieses Buch lesen, werden Sie eine Menge in Bezug auf den Bau des Reiches Gottes mit einer großen, weiten Perspektive als auch die Aktivitäten lernen, die eine Stadt wirklich erreichen. Wenn Sie diese Berichte lesen, seien Sie sich bewusst, dass nichts von dem hätte stattfinden können ohne einzelne Menschen, die verstehen, dass ihr Gehorsam in einem kleinen Bereich des Dienstes erst den großen Einfluss möglich macht. Die folgende fiktive Geschichte soll diesen Punkt verdeutlichen: Ein Arzt in einem kleinen französischen Dorf schickte sich an, in den Ruhestand zu gehen. Viele Jahre hatte er sich selbst aufgeopfert, um Menschen zu dienen. Sie konnten ihm nicht viel bezahlen, doch er sorgte für sie, so gut er konnte. Als der Tag seines Ruhestands kam, wollten die Menschen ihm ihren Dank und ihre Zuneigung erweisen. Jemand schlug vor, dass, da sie so wenig Geld hatten, das sie ihm geben konnten, jede Familie als Zeichen ihrer Dankbarkeit Wein aus ihren Kellern bringen sollte, um es in ein großes Fass auf dem Dorfplatz zu gießen.
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Der Abend kam und das Fass mit Wein wurde zum Haus des Arztes gebracht, wo die Menschen es zusammen mit all den unvermeidlichen Dankesreden präsentierten. Nachdem die Zeremonie geendet hatte, strömten die Menschen wieder nach Hause und ließen den Doktor im Schein ihrer Liebe zurück. Einige Zeit später ging dieser zu dem Fass, um sich ein Gläschen Wein zu zapfen und es am Kamin zu genießen. Bereits der erste Schluck war ein Schock; es schmeckte wie Wasser. Er versuchte es noch einmal: Es war immer noch Wasser. Er ging zum Fass zurück und zapfte mehr, in dem Glauben, es müsse sich um einen Irrtum handeln. Doch – das Fass war mit Wasser gefüllt. Ihm dämmerte die Wahrheit. Jede Person des Ortes hatte sich gesagt: „Mein Anteil des Weines wird keinen Unterschied machen. Andere werden sich darum kümmern. Das kleine bisschen Wasser, das ich hineintue, wird niemand bemerken.“ Eine tragische Geschichte. Doch sie zeigt, in welcher Weise viele Menschen auf Verantwortung reagieren. Gottes Werk kommt voran, wenn jeder von uns etwas beiträgt. Wir haben die Macht – so traurig das ist – den Wein der Vision in Wasser zu verwandeln – wenn wir es versäumen, unseren Teil zu tun. „Lass es jemand anderes tun“ oder „Das, was ich kann, wird keinen Unterschied bewirken“ sind Ideen, die wir uns in diesen letzten Tagen nicht leisten können. Unsere Kraft wurde verwässert, weil die Besucher unserer Gemeinden viel zu oft zu reinen Zuschauern wurden, welche Pastoren und Werken zwar Geld zuwerfen, sich selbst jedoch nicht in den Dienst einbringen. Mit dieser Haltung machen wir unsere Autorität unwirksam und schwächen unseren Einfluss auf unsere Städte. Meine Botschaft an Sie ist, dass wir wirklichen Impact auf ganze Städte haben können. Doch wir müssen wissen, dass wir selbst eine bedeutende Rolle darin spielen, wenn es darum geht, dass Sein Wille in Ihrer Stadt zustande kommt. So hoffe ich, dass Sie mit Hilfe der Ideen und der Beispiele in diesem Buch Ihren Teil erkennen, wenn Sie es nicht bereits schon tun.
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
Indem ein jeder von uns Ja sagt zu Gottes Plan, unsere Städte zu erreichen, werden wir zu dem Geschenk, das Gott uns bestimmte zu sein. Eine Gemeinde, die zu einem solchen Geschenk wird, kann ihre Stadt tatsächlich beeinflussen. Stellen Sie sich vor, was geschehen könnte, wenn die Gemeinden Ihrer Stadt zusammenarbeiten würden als die eine Große Gemeinde der Region! Fragen Sie Gott, wie Sie dazu beitragen können! Sie können keinen der Größe Gottes entsprechenden Einfluss haben, ohne dass Gott die Gemeinde in Ihrer Stadt umarmt. Doch seien Sie ermutigt: Jesus will Ihre Stadt umarmen!
Kapitel 2 – Jesus will Ihre Stadt umarmen
Kapitel 2 Jesus will Ihre Stadt umarmen
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George Otis Jr., christlicher Autor und Präsident der „Sentinel Group“ (Wächtergruppe), stellte die bekannten Dokumentationsvideos, genannt „Tranformation“, zusammen, welche zeigen, was geschieht, wenn Gemeinden zur „Großen Gemeinde“ in ihrer Stadt werden. Sie zeigen im Detail die Resultate, wenn die „was wäre wenn‘s“ von Steve Sjogren zu den „was ist‘s“ bzw. Realität werden. Die Resultate sind beeindruckend. In Cali, Kolumbien, wurde der Einfluss der Drogenkartelle drastisch reduziert, und fünfzigtausend Gläubige füllten ein Stadion, um Jesus zu preisen. In Alamonga, Guatemala, wurden die Gefängnisse geschlossen, da es keine Kriminalität mehr gibt. Die Menschen dort erfahren Wohlstand wie nie zuvor, weil das Land Früchte und Gemüse von gigantischem Ausmaß hervorbringt. Wissenschaftlern gelingt es nicht, dieses Phänomen zu deuten. Es kann nur erklärt werden durch 2. Chronik 7, 14, wo Gott verheißt, Er werde unser Land heilen, wenn Sein Volk, das nach Seinem Namen benannt ist, sich demütigt, indem es betet, Sein Angesicht sucht und von seinen verkehrten Wegen umkehrt. In diesem Kapitel werde ich zeigen, wie Jesus die Stadt Jerusalem zu umarmen suchte, aber es nicht konnte. Auch heute will Jesus Städte umarmen. Unsere Reaktion Ihm gegenüber wird den Unterschied bewirken und Ihm ermöglichen, es zu tun. „Wollten“ oder „Wollten nicht“ – Städte In Lukas 13, 34 lesen wir, wie Jesus sich bemühte, Jerusalem in die Arme zu schließen: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden! Und wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!“. Jesus sagte zu Jerusalem: „Ich wollte euch umarmen. Ich wollte, dass ihr meinen Schutz, meine Fürsorge und Voraussicht erfahrt, aber ihr wart nicht dazu bereit.“ Sie weigerten sich. Sie wiesen die Umarmung des Bräutigams zurück.
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In diesen letzten Tagen sind die Arme unseres Retters erneut ausgestreckt, hin zu Städten rund um die Welt. Der Bräutigam, Jesus, ruft Seine Braut an jedem Ort, Ihn zu empfangen. Jesus spricht das Volk Gottes in Lukas 13 an, speziell seine Leiter. Und heute, genauso wie in den Tagen Seines irdischen Lebens, wird es Städte geben, die positiv auf Seinen Ruf reagieren und solche, die es nicht tun. Von uns, Seiner Gemeinde, hängt es ab, ob Menschen in unseren Städten die volle Umarmung Christi erfahren oder nicht. Beachten Sie Lukas 13, 35: „Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden! Und wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mich nicht mehr sehen, bis die Zeit kommt, da ihr sprechen werdet: Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen des Herrn!“ Mit anderen Worten sagt Jesus: „Weil ihr meine Umarmung zurückgewiesen habt, wird euer Haus verwüstet zurückgelassen werden. Und um zu beweisen, dass das, was ich sage, wahr ist, werdet ihr mich nicht sehen bis zu der Zeit, wenn ihr sagen werdet: Gesegnet ist, der da kommt im Namen des Herrn.“ Diese Prophetie fand ihre Erfüllung in Jesu triumphalem Einzug nach Jerusalem, in der letzten Woche, bevor Er gekreuzigt wurde. In Lukas 19, 37 - 41 finden wir die Erfüllung der Worte Jesu: „Und als er sich schon dem Abhang des Ölberges näherte, fing die ganze Menge der Jünger freudig an, Gott zu loben mit lauter Stimme wegen all der Wundertaten, die sie gesehen hatten, und sie sprachen: Gepriesen sei der König, der kommt im Namen des Herrn! Friede im Himmel und Ehre in der Höhe! Und etliche der Pharisäer unter der Volksmenge sprachen zu ihm: Meister, weise deine Jünger zurecht! Und er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wenn diese schweigen sollten, dann würden die Steine schreien! Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie.“ Es scheint, dass die Pharisäer, die von Jesus in Lukas 13 angesprochen wurden und mit denen Jesus dieses übernatürliche Wort der Erkenntnis vom Vater teilte, sich ebenfalls in der Menge befanden. Da die Pharisäer hier die Erfüllung der Prophetie selbst erleben, haben sie keine
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
Möglichkeit, diese zu leugnen. Unser barmherziger Vater gab ihnen eine finale Möglichkeit, Jesus als ihren Messias zu akzeptieren. Durch diese übernatürliche Erweisung streckte Jesus diesen religiösen Menschen Seine liebenden Arme ein letztes Mal entgegen. Und wie war ihre Reaktion? „Lehrer, weise deine Jünger zurecht.“ Auf diese Weise ging ihre letzte Chance vorbei. Als Jesus sich der Stadt näherte und sie sah, weinte Er über sie. Dann verwandelte sich Sein Schmerz in gerechten Zorn, als Er ausdrücklich Jerusalems Schicksal prophezeit. Bereits in Lukas 13, 35 hatte Er vorhergesagt, dass ihr Haus verwüstet zurückgelassen würde. Jetzt, in Lukas 19, 41 - 44, sehen wir das Ausmaß der Verwüstung, welche sie erfahren werden: „Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie und sprach: Wenn doch auch du erkannt hättest, wenigstens noch an diesem deinem Tag, was zu deinem Frieden dient! Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es werden Tage über dich kommen, da deine Feinde einen Wall um dich aufschütten, dich ringsum einschließen und von allen Seiten bedrängen werden; und sie werden dich dem Erdboden gleichmachen, auch deine Kinder in dir, und in dir keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast!“ Die Geschichte zeigt uns, dass im Jahre 70 nach Christus Jerusalem vollständig zerstört wurde und kein Stein auf dem anderen blieb. In den Worten zuvor sagt Jesus uns, weshalb sie diese Zerstörung erfahren mussten: „Weil ihr nicht erkanntet die Zeit eurer Heimsuchung.“ Auch in Bezug auf die Städte und Gesellschaften unserer Welt streckt Jesus sich erneut aus, sie zu umarmen. Können Sie es erkennen? Verwüstung, Heimsuchung oder Wohnstätte? Ich bin mir sicher, dass Sie, ebenso wie ich, nicht wollen, dass irgend etwas wie die Zerstörung Jerusalems in Ihrer Stadt geschieht. Doch dann müssen wir die Frage stellen: Sind wir bereit, über die Heimsuchung hinauszugehen und zu einem Ort zu werden, an dem Er wohnt? Wir –
Kapitel 2 – Jesus will Ihre Stadt umarmen
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Seine Gemeinde – haben uns oft mit einer Heimsuchung, einem Besuch Gottes zufrieden gegeben. Mit Besuch meine ich eine Zeit, in welcher Seine Gegenwart sich zeigt und ihr Werk tut unter Seinem Volk und in einer Stadt. Wenn wir gute Frucht sehen, indem Menschen errettet werden, vom Glauben Abgefallene zu Gott zurückkehren und Einheit und Dienst sichtbar werden in einer Stadt, so sind dies Zeichen einer Heimsuchung Gottes. Doch oftmals hält diese nicht länger an als für die Dauer der Erweckung oder der stattfindenden Evangelisation. Von Zeit zu Zeit wurden wir Zeugen besonderer Ausgießungen wie der Asbury- oder der Brownsville-Erweckung, beides authentische Heimsuchungen durch Gottes Geist. Im Oktober 1998 veranstalteten wir als Gemeinde von Tampa Bay eine Billy-Graham-Evangelisation. Über 70.000 Menschen kamen jeden Abend und mehr als 20.000 von ihnen trafen eine Entscheidung für Jesus. Es war eine großartige Heimsuchung für diese eine Woche. Eine frühere Billy-Graham-Evangelisation fand 1979 statt, und auch sie war eine großartige Erfahrung. Doch – so wundervoll diese Großevangelisationen waren – ich will keine weiteren 20 Jahre auf eine Heimsuchung warten, wenn wir stattdessen erfahren können, wie Gott beständig unter uns wohnt. Wenn Gottes Gegenwart unter uns wohnt, so ist dies nicht kurzfristig, sondern auf lange Dauer angelegt. Es bedeutet, dass ganze Städte und Regionen transformiert werden – und dies über Generationen hinweg. Doch wir müssen die Vorbereitungen treffen. Die Transformationen, welche Cali in Columbien und Alamonga in Guatemala erfuhren, benötigten Jahre, bevor sie zustande kamen. Ich glaube, dass Jesus, der Mann Gottes, vorbeizieht. Können Sie es wahrnehmen? Werden Sie tun, was erforderlich ist, um nicht nur einen Besuch des Sohnes Gottes zu sehen, sondern zu erfahren, wie Er in Ihrer Stadt Wohnung nimmt? Wir lernen eine entscheidende Lektion im Blick
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
darauf, ein solches dauerhaftes Bleiben sicherzustellen, von einer Frau der biblischen Geschichte, welche die Bedeutung dessen verstand, einen Ort für einen Mann Gottes zu bereiten. Die folgenden Kapitel werden beschreiben, wie man eine Atmosphäre für ein dauerhaftes Bleiben schafft und wie Sie Ihre Stadt für Jesus unwiderstehlich machen. Lassen Sie uns auf die Geschichte dieser bemerkenswerten Frau im zweiten Buch der Könige zurückblicken. Sie war eine Sunamitin, eine Frau mit Erkenntnis, die Schritte unternahm, welche zum Segen führten. Elisa kam oft an Sunem vorbei, und immer wenn er es tat, überredete sie ihn, anzuhalten und zu ruhen. „Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe doch, ich erkenne, dass dies ein heiliger Mann Gottes ist, der immer bei uns vorbeikommt. Lass uns doch ein kleines gemauertes Obergemach errichten und für ihn ein Bett sowie Tisch, Stuhl und Leuchter hineinstellen, damit er dort einkehren kann, wenn er zu uns kommt! Es geschah nun eines Tages, dass er dort hinkam, und er kehrte in das Obergemach ein und legte sich darin hin.“ (2. Könige 4, 9 - 11) Die sunamitische Frau erkannte, dass sich ein Mann Gottes unter ihnen befand. Sie gab sich nicht mit einem Besuch zufrieden. Stattdessen verlangte es sie nach einem bleibenden Aufenthalt des Mannes Gottes. Sie wollte, dass er es in ihrem Hause bequem hat und macht es ihm schwer, eine solch angenehme Atmosphäre wieder zur verlassen. Elisa ist überwältigt von dieser Freundlichkeit und fragt: „Was kann ich für dich tun?“ Sie hat nur eine wirkliche Not, und Elisas Diener, Gehasi, nimmt diese wahr: „Wahrlich, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.“ Elisa prophezeit über ihr, dass sie einen Sohn gebären wird, und bereits im folgenden Jahr erfüllt sich seine Prophetie. Diese Frau ähnelt der Gemeinde unserer Städte. Wir haben keine wirkliche Not, außer einer: Wir brauchen eine Bewegung Gottes, die in unseren Städten zur Geburt gelangt. Ebenso wie diese sunamitische Frau ist auch die Mehrheit unserer Städte in geistlicher Hinsicht unfruchtbar. Sie sind nicht fruchtbar im Blick auf eine wahre Bewegung Gottes. Viele von ihnen haben noch nie die manifestierte Gegenwart Gottes erfahren. Andere haben vor einigen Generationen eine Bewegung des Heiligen Geistes erfahren, doch seitdem hat sich nichts mehr ereignet.
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Die sunamitische Frau kannte materiellen Wohlstand; doch was sie wirklich benötigte, war ein übernatürliches Eingreifen Gottes, welches ihren unfruchtbaren Leib fruchtbar machen würde, um einen Sohn zu gebären. In gleicher Weise benötigen unsere Gemeinden eine Bewegung Seines Geistes in unseren unfruchtbaren Städten. Beachten Sie, dass die Frau Elisa bewegte. Er hatte das Empfinden, etwas für sie tun zu müssen. Gemeinde, stell dir dies einmal vor: Wir, ebenso wie die sunamitische Frau, können Jesus bewegen, sodass Er sagt: „Ich muss etwas tun für die Gemeinde dieser Stadt.“ Ich glaube, wir können eine Wohnung für Jesus bereiten, die unwiderstehlich für Ihn ist. Die vereinte Gemeinde einer Stadt, mit Liebe, Einheit, Demut und verzweifeltem Gebet ist ein Ort, der für Ihn unwiderstehlich wird. Wenn Jesus in unseren Städten diese Eigenschaften sieht, wird Er, wie Elisa, fragen: „Was kann ich für euch tun?“ Und unsere Antwort wird sein: „Wir brauchen nichts, außer dass Du kommst und Dich in unseren Städten mit all Deiner Fülle niederlässt. Wir brauchen eine Geburt Deines Geistes, damit Er in unseren Städten wohnt.“ Die sunamitische Frau nahm wahr, wie der Mann Gottes des öfteren vorbeizog, und sie handelte nach dem, was sie als den Willen Gottes erkannte. Dieses Buch ist ein Ruf zum Handeln für jeden, der die Zeiten erkennt, in denen wir uns befinden. Gail Henderson ist eine Frau, die der Sunamitin sehr ähnelt. Sie ist wohlhabend, und ihre physischen Bedürfnisse sind versorgt. Doch sie hat eine Last dafür, dass Jesus in ihrer Nachbarschaft Wohnung nimmt. Durch ihren Einfluss hilft sie hunderten anderer Frauen, entscheidenden Impact auf ihre Nachbarschaften in Tampa Bay zu haben. Hier ist ein Teil ihres Zeugnisses: „Eines Abends war ich gerade dabei, gemeinsam mit meinen Söhnen im Fernsehen Charlie Browns Weihnachts-Special zu sehen, als ich die Gegenwart des Herrn spürte. Ich begann, still zu weinen im Blick auf die Lieblichkeit und Kraft der Weihnachtsbotschaft, die durch Kinder verkündet wurde. Ich sah mich veranlasst, dasselbe einfache Stück in meinem Vorgarten aufzuführen, und meine Nachbarn und Freunde dazu einzuladen.
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City Impact – Wie Gemeinden in Einheit ihre Stadt für Gott gewinnen
Jesus muss einen Platz in der ersten Reihe eingenommen haben, denn Menschen wurden berührt, und während der folgenden Jahre mussten weitere Rollen eingebaut werden, da die Nachbarskinder ihre Freunde mitbrachten. Wir begannen mit Behelfslösungen und gebrauchten Bademänteln als Kostüme, doch schnell expandierten wir zu Mikrofonen, wiederverwendbaren Kostümen, lebendigen Tieren und Menschenmengen von hundert bis dreihundert Personen. Auch andere Nachbarschaften begannen, das Stück mit großartigen Resultaten aufzuführen. Am meisten war ich begeistert, als Frauen aus aller Welt mich nach dem Skript fragten, sodass auch sie es in ihren Ländern aufführen konnten. Während dieser Zeit versuchten wir, Anteil an den Menschen auf der Straße zu nehmen. Wir feierten einige Häuserblock-Parties, die uns in die Erfahrungswelt der Gastfreundschaft hineinführten. Ich wurde zubereitet für eine einmalige Gelegenheit, welche sich zu Floridas „Liebe deinen Nachbarn“ entwickelte, deren Koordinator ich wurde, eine Art der Freundschaftsevangelisation, die sich durch Gebet, hilfreiche Taten, Gastfreundschaft und einfühlsame evangelistische Einsätze ausgezeichnet. Ich kam zu der Erkenntnis, dass der Ort, an dem ich wohnte, kein Zufall war. Ich war handverlesen, um genau dort, wo ich lebte, einen Unterschied zu machen, und das sind auch Sie! Bemerkenswerter Weise interessierte ich mich zu dieser Zeit wenig dafür, Tee zu trinken, doch plötzlich fand ich das Thema als auch den Umstand, wie populär und beziehungsfördernd Zeiten des Teetrinkens für Frauen sind, faszinierend. Ich wusste nicht, dass Gott dabei war, dies dafür zu gebrauchen, Frauen überall in Amerika – und jetzt auch in anderen Teilen der Welt – zu ermutigen, gemeinsame Teezeiten dazu zu benutzen, sich mit ihren Nachbarn zu treffen und sie so zu evangelisieren. Ich begann mit einem „Tee-Büchlein“ (ein kleines Buch darüber, wie man nachbarschaftliche Zeiten des Teetrinkens nutzt, um Beziehungen zu bauen und letztendlich Christus mit anderen zu teilen). Zwischenzeitlich kamen drei weitere hinzu. So sahen wir, wie Menschen selbst beim weihnachtlichen Teetrinken gerettet wurden, während Menschen sich einfach begegneten. Die Reaktion der Menschen unserer Stadt auf diesen einfachen, herzlichen Weg, neue Freunde zu gewinnen, war außerordentlich positiv.