T4T Eine JĂźngerschafts-Re-Revolution
Die Story der schnellstwachsenden GemeindegrĂźndungsbewegung der Welt, und wie dasselbe auch in deiner Umgebung geschehen kann!
T4T - Eine Jüngerschafts-Re-Revolution Steve Smith & Ying Kai © Christus für Europa e.V. ISBN 978-3-944108-07-0 2. Auflage April 2013
© der englischen Ausgabe: T4T – A Discipleship Re-Revolution 2011 WIGTake Resources, LLC Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie Vervielfältigung in irgendeiner Form (Fotokopie, Mikrofilm oder andere Verfahren) oder Verarbeitung durch elektronische Systeme ohne schriftliche Einwilligung des Autors und des Verlages sind verboten. Bibelstellen wurden – mit wenigen Ausnahmen – der Elberfelder Übersetzung entnommen. © R. Brockhaus Verlag, Witten
Covervorlage: Mike Mirabella Übersetzung: Markus Rapp Lektorat: Riccardo Meusel, www.stiftung-fuer-weltmission.de Druck: Booksfactory, www.booksfactory.de Christus für Europa e.V. Markus Rapp, Direktor Berliner Straße 1 16356 Werneuchen 033398-918771
Kontakt: info@christusfuereuropa.de www.christusfuereuropa.de www.isddbibelschule.de http://cfeshop.rakuten-shop.de
Was andere über dieses Buch sagen
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Was andere über dieses Buch sagen „Ein atemberaubendes Buch, das biblische Prinzipien und praktische Erfahrung miteinander verbindet. Die Umsetzung der Prinzipien dieses Buches hat unsere Gemeindegründungsarbeit weltweit transformiert und uns ermöglicht, in einem afrikanischen Land innerhalb von nur zwei Jahren 4.000 neue Gemeinden zu gründen. Dies geschah durch einfache Gläubige, die Gottes Wirken durch ihr Leben und ihren Dienst erfuhren. Ich empfehle die gründliche Lektüre dieses Buches von ganzem Herzen!“ Pastor Raymond Belfield, Executive Missions Direktor, Vorstandsmitglied des Assemblies of God World Ministries Council in England a.D.
„T4T spricht die grundlegendste, jedoch oft übersehene Aufgabe eines jeden an, dessen Verlangen es ist, eine Gemeindegründungsbewegung zu erleben: Das intensive, fokussierte, anhaltende Training von Jüngern. Ich empfehle dieses Buch in höchstem Maße für all diejenigen, die Gott auf erstaunliche Weise in einer Volksgruppe oder Nation wirken sehen wollen.“ Richard Schlitt – Internationaler Direktor von OMF International
„Eine Pflichtlektüre für jede missionsorientierte Person und jeden Gemeindegründungs-Praktiker! T4T: Eine Jüngerschafts-Re-Revolution ist außerordentlich praxisnah und biblisch einwandfrei. Es vermittelt Inspiration, um Gott heute für das Unmögliche zu vertrauen: Gemeindegründungsbewegungen, die allein aus Gott entspringen.“ Alvin W. Hull, Direktor von New Ministries
„Gott bewegt sich auf beispiellose Weise, um – während wir tiefer ins 21. Jahrhundert vorstoßen – Seine globale Mission zu erfüllen. Aufgrund Seiner göttlichen Fürsorge und Kraft ereignet sich die explosive Ausdehnung des Zeugnisses einheimischer Christen und die Multiplikation von Gemeinden durch eine reproduzierbare Methode namens „Training für Trainer“. Steve Smith und Ying Kai präsentieren dieses Phänomen aus der Sicht von Praktikern, die diese absolut biblische, effektive Methode der Evangelisation und Gemeindegründung geleitet haben und es immer noch tun.“ Dr. Jerry Rankin, Präsident i.R., International Mission Board, SBC
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T4T - Training für Trainer
„Revolutionär in seiner eleganten Einfachheit und schonungslos in seiner fokussierten Entschiedenheit, Menschen zu Christen zu führen, die wieder andere zu Christus führen, enthält T4T die besten Methoden aktueller Mission. Wenn es eine „Top Gun Einheit“ für Missionare gäbe, dann bestünde der Lehrplan in Gemeindegründungsbewegungen und T4T. Doch das Beste lediglich zu lehren, um besser zu werden, verfehlt den Genius von T4T. Stattdessen kann es jedem Christen helfen, jedem Menschen Zeugnis zu geben, den er kennt. Versuche es selbst! Teile es mit deinen Freunden! Ich selbst werde es schnellstmöglich als Leitfaden gebrauchen!“ Dr. Bob Garrett, Direktor, MA in Global Leadership, Dallas Baptist University
„2. Petrus 3,9 sagt uns, dass es Gottes Verlangen ist, dass niemand verloren geht, sondern jeder umkehrt und gerettet wird. Er segnet uns, indem Er uns gestattet, als Sein Instrument zu dienen und andere zu Ihm zu führen. Steve und Ying haben für uns einen enorm praktischen und gleichzeitig absolut biblischen Leitfaden erarbeitet, die richtigen Dinge zu tun, damit wir von Gott gebraucht werden, Gemeindegründungsbewegungen zur Geburt zu bringen. Dieses Buch wird dich lehren, ermutigen und inspirieren, während du erkennst, dass du gehorsam und effektiv andere erreichen und trainieren kannst – um zu erleben, was unser mächtiger Gott beabsichtigt zu tun!“ Dr. Clyde Meador, Interimspresident und Executive Vice President, International Mission Board, SBC
„Die Inhalte dieses Buches sind klar, praktisch und bewährt. Wichtiger noch: Die Autoren sind treue, fruchtbare Diener Gottes, welche diese Methoden ausleben und an unzählige geistliche Generationen weitergegeben haben. Viele hören über die Prinzipien von Gemeindegründungsbewegungen, wissen jedoch nicht, wo sie beginnen sollen. T4T ist ein wertvolles Werkzeug, das viele der Prinzipien verkörpert, die in Gemeindegründungsbewegungen eine zentrale Rolle spielen, und vermittelt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie diese Prinzipien umgesetzt werden können. Ich kenne Ying und Steve seit den Anfängen ihrer eigenen Ausbildung und spreche ihnen meine Empfehlung als außergewöhnliche Leiter mit einem dienenden Herzen aus. Jemand sagte einmal: „Erfahrung ist ein guter Lehrer, doch Erfolg ist ein großartiger Mentor“. Lass in diesem Sinne Ying und Steve deine Mentoren sein!“ Dr. Curtis Sergeant, Vice President, Global Strategies, e3 Partners Ministry
Was andere über dieses Buch sagen
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„Während unseres Dienstes in einigen der härtesten Teile der muslimischen Welt haben wir die praktischen Einsichten von T4T als Antwort auf unsere Gebete erlebt, um geistgeleitete Multiplikation von Gemeinden zu erfahren. Steve und Ying teilen mit uns das Geschenk der Multiplikation von Gemeinden, die sogar unter besonders resistenten Volksgruppen funktioniert. Doch dieses Buch nur zu lesen wäre nicht genug! Wenn du die Prinzipien anwendest, die du in T4T findest, dann wirst du das Geschenk entdecken. Verpasse nicht, was der Herr uns durch diese Brüder lehrt!“ John, Strategischer Leiter der Affinity Group für Nordafrika und den Nahen Osten, International Mission Board, SBC
„Ein herausragendes Buch von zwei Männern, die Gemeindegründungsbewegungen voll und ganz verstehen. Inspirierend und lehrreich für jeden, dessen Leidenschaft es ist, Menschen zu Jüngern zu machen.“ Steve Addison, Autor von „Movements that Change the World“
„Die Prinzipien in diesem Buch sind solide, biblisch, reproduzierbar, leicht anwendbar und universell. Gott ist dabei, etwas in unserer Generation zu bewirken, das kommende Generationen studieren und worüber sie reden werden. Dieses Buch gibt dir einen Einblick in das, was Er vorhat zu tun. Doch ein Wort der Warnung: Es ist schwer, darüber zu lesen und danach nicht ein Teil dessen sein zu wollen, was Gott in der Welt heute tut. Lesen auf eigene Gefahr!“ Neil Cole, Gründer und Direktor von Church Multiplication Associates, Autor von „Organische Gemeinde“
„Steve Smith schreibt nicht nur mit biblischer Autorität sondern auch aus tiefer Lebenserfahrung heraus. Alle Gemeinden, mit denen ich weltweit arbeite, wurden durch Steve‘s Lehre und Leiterschaft sowie durch sein Leben transformiert. Mein Gebet ist, dass dieses Buch nicht nur dein Herz berührt, sondern dich bevollmächtigt, die Welt zu verändern. Danke, Steve, dass du bewährte, biblische Wahrheiten mit uns teilst, die Leben verändern werden.“ Dr. Jimmy Seibert, Pastor der Antioch Community Church und Präsident von Antioch Ministries International
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Inhaltsverzeichnis Vorwort Begriffserklärung
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1. Teil: Die Grundlagen von T4T Kapitel Kapitel Kapitel Kapitel
1 2 3 4
Königreich komm! Es geschieht wieder! Die Entstehungsgeschichte von T4T Warum es funktioniert
13 23 41 61
2. Teil: Der Prozess von T4T Kapitel 5 Kapitel 6 Kapitel 7 Kapitel 8 Kapitel 9 Kapitel 10
Der richtige Anfang – Treffen 1 Aufbau einer Bewegung durch die 20 Prozent Der Drei-Drittel-Prozess Die fett gedruckten Teile Starten neuer Generationen Mentor einer Bewegung
87 109 127 147 159 175
3. Teil: Die Anwendung von T4T Kapitel 11 Kapitel 12 Kapitel 13 Kapitel 14 Kapitel 15 Kapitel 16 Kapitel 17 Kapitel 18 Kapitel 19 Kapitel 20 Kapitel 21
Dein T4T-Paket: Visionsvermittlung Dein T4T Paket: Brücken zum Evangelium Dein T4T-Paket: Evangeliums-Präsentation Dein T4T-Paket: Jüngerschaft Dein T4T-Paket: Der Schritt zur Taufe Dein T4T-Paket: Gemeinden formen Dein T4T-Paket: Reproduktion von Leitern Dein T4T-Paket: Was ist anwendbar und was nicht? T4T für den kirchlichen Kontext Tod – Ausharren für die Geburt einer Bewegung Präzedenzfall und Verheißung
191 211 225 235 251 263 273 299 309 323 339
Anhang Fussnoten
Von der Schöpfung zu Christus Anmerkungen und Erklärungen
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Danksagungen
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Danksagungen Ich gebe Jesus ganz und gar die Ehre für alles, was in diesem Buch wertvoll ist und übernehme die volle Verantwortung für alles, was fehlerhaft ist! Der König hat dieses Buch seit Jahren auf mein Herz gelegt, und schließlich habe ich die Zeit gefunden, die Einsichten aufzuschreiben, die ich aus Seinem Wort und Seinen Werken gelernt habe.
Dieses Buch hätte nicht ohne die unerschütterliche Unterstützung meiner kostbaren Frau Laura geschrieben werden können. Abgesehen von Jesus ist sie meine größte Ratgeberin und mein größter Beistand. Vieles von dem, was du in diesem Buch lesen wirst, resultierte aus unseren unzähligen täglichen Gesprächen über ein gottgefälliges Leben und den Dienst. Ebenso möchte ich David Garrison danken, dass er an dieses Projekt geglaubt und daran mitgewirkt hat, es in Realität zu bringen. Ying Kai hat das Zustandekommen dieses Buches großzügig unterstützt und viele seiner Inhalte – entnommen aus Audioaufnahmen unserer gemeinsamen Trainingsseminare – beigetragen. Mehrere weitere Personen haben jedes Wort gelesen und wertvolle Einsichten und Korrekturen aufgrund ihres umfassenden Wissens über Gemeindegründungsbewegungen und T4T beigetragen: Bill Smith, Stan Parks, Bill Fudge, Hal Cunnyngham, Allen James, Neill Mims und David Garrison. Stan Parks und seine zwei Söhne Kaleb und Seth haben viele Stunden mit der Erstellung von Skripten der Lehraufnahmen von Ying Kai verbracht und sich um die Logistik in Bezug auf dieses Buch verdient gemacht. Auch danke ich Mike Mirabella und Megan Chadwick für ihre exzellente Arbeit an Grafik und Design für dieses Buch. Meine Mutter Jean Smith, eine Englischprofessorin, untersuchte sorgfältig jedes Wort und korrigierte grammatikalische Ungenauigkeiten.
Viele andere haben Ideen, Fallstudien und Beispiele beigetragen, die in diesem Buch enthalten sind. Wo immer die Sicherheit es erlaubt habe ich sie namentlich zitiert. Mein tiefer Dank gilt besonders Dr. Thom Wolf und Carol Davis, deren Einsichten viele dieser Seiten füllen.
Besonders möchte ich meinen drei Söhnen Cris, Josh und David danken, sowie dem Team, den nationalen Partnern und den Leitern der Gemeindegründungsbewegung unter den „Ina“, deren Teil wir waren. Gemeinsam haben wir die Apostelgeschichte von neuem erlebt.
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Vorwort von David Garrison Selten war ich so begeistert über ein neues Buch! In den letzten zwei Jahrzehnten bin ich in die Welt der Gemeindegründungsbewegungen eingetaucht – die schnelle Multiplikation von neuen Gemeinden, welche eine Volksgruppe oder Stadt durchdringt. Meine Untersuchungen haben mich buchstäblich in jede Region der Welt geführt. Keine der vielen Bewegungen, die ich untersucht habe, hat den Titel „Beste Anwendung einer Gemeindegründungsbewegung“ mehr verdient als die bemerkenswerte T4T oder „Training für Trainer“-Bewegung, die in einem verschlossenen und überbevölkerten Land Asiens explosiv gewachsen ist.
Seit ihrer Entstehung im Jahre 2001 hat diese Bewegung mehr als 1,7 Millionen Taufen und mehr als 150.000 neu gegründete Gemeinden dokumentiert. Tatsächlich haben wir nie etwas vergleichbares wie diese Bewegung gesehen, die jetzt andere missionarische Bemühungen in der ganzen Welt beeinflusst.
Aufgrund des Engagements von Steve Smith erlangen wir nun zum ersten Mal tiefen Einblick, wie und warum sich diese Bewegung so schnell multipliziert. Steve hat einen Ruf als einer der besten Trainer für Gemeindegründungsbewegungen des IMB (International Mission Board der Southern Baptists) erlangt. In diesem aufschlussreichen Buch gibt uns Steve gemeinsam mit Ying Kai – dem Vater der T4T-Bewegung – einen tief geistlichen, biblisch fundierten und ungemein praktischen Einblick, wie genau Gott in dieser außergewöhnlichen Bewegung wirkt. T4T: Eine Jüngerschafts-Re-Revolution verspricht, Licht auf die Wege zu werfen, mittels derer Gott neues Leben in Christus sowie Gemeinschaften des Glaubens multipliziert – doch es tut noch viel mehr. Dieses Buch vermittelt Lektionen für unser Leben und unseren Dienst, die überall angewandt werden können und bereits jetzt missionarische Dienste in der ganzen Welt transformieren. Es ist eine Ehre für mich, mit der Herausgabe dieses Buches in Verbindung zu stehen, und ich bete, dass Gott es gebraucht, Sein Reich dort auszudehnen, wo du dienst.
David Garrison, Ph. D., Autor „Gemeindegründungs-Bewegungen“
Widmung
Widmung Meiner wundervollen Frau Laura, die durch ihre Einsichten all meine Lehre beeinflusst hat!
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Begriffserklärung Anfängliche Jüngerschaft (englisch: short-term discipleship) Mit anfänglicher Jüngerschaft sind die ersten sechs bis zehn Lektionen (Basislektionen) über Jüngerschaft gemeint. Der Begriff wird von den Autoren in Abgrenzung zu langfristiger Jüngerschaft (longterm discipleship) gebraucht.
Any3
Dieser Begriff steht als Eigenname und wurde nicht übersetzt. Es handelt sich um eine evangelistische Methode innerhalb der muslimischen Welt. Ihr englischer Ursprung lautet: Anyone, Anyhow, Anytime (Jedem, auf jede Weise, zu jeder Zeit). Die fettgedruckten Teile (englisch: The bold parts)
Innerhalb der sieben kleineren Einheiten während jeder Trainingssitzung finden sich vier, die von besonderer Bedeutung für die Entstehung einer Bewegung sind. Dabei handelt es sich um: Liebevolle Rechenschaft, Visionsvermittlung, Praktizieren des Gelernten, Zielsetzung & Gebet. In T4T heißen sie eigentlich „The red parts“ (die roten Teile); da jedoch das Buch in schwarz-weiß gedruckt ist, wurde die Bezeichnung vom Autor entsprechend in „The bold parts“ (die fettgedruckten Teile) geändert. Drei-Drittel-Prozess (englisch: The three thirds process)
Der Drei-Drittel-Prozess drückt aus, dass ein T4T-Treffen aus drei Teilen besteht. Innerhalb dieser drei Teile wiederum finden sich sieben verschiedene Abschnitte. GGB (englisch: CPM, Church Planting Movement)
GGB steht als Abkürzung für Gemeindegründungsbewegung. oikos
Dieses Wort entstammt dem Griechischen und wurde als Eigenbegriff nicht übersetzt. Seine Bedeutung ist: Der Haushalt, in dem jemand lebt, und der sich zusammensetzte aus Familie, im Haus
Begriffserklärung
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lebenden Angehörigen sowie Knechten, Mägden etc. Im erweiterten Sinne wird es für das persönliche Umfeld gebraucht. Induktives Bibelstudium
Bibelstudium „aus erster Hand“ – ohne Hilfsmittel und Kommentare. Dies wird auf den Seiten 138, 245 und 246 des Buches näher erklärt. Die einzige Möglichkeit, die Reinheit einer Bewegung über viele Generationen zu bewahren und Irrlehre zu vermeiden, besteht darin, dass jeder einzelne Gläubige, jeder Leiter und jede neue Generation von Gläubigen Dinge allein am Wort prüft und Antworten auf alle Fragen direkt im Wort Gottes sucht. Dieser Effekt wird noch verstärkt, indem Gruppen gemeinsam die Bibel auf diese Weise (induktiv) studieren und sich die Mitglieder der Gruppe auf natürliche Weise korrigieren. Oral Learners
Hierbei handelt es sich um einen missiologischen Begriff aus dem Englischen, der nur schwer mit einem prägnanten deutschen Begriff wiedergegeben werden kann. Deshalb haben wir ihn in den meisten Fällen als Eigenname belassen. Bei „Oral Learners“ handelt es sich um Einzelpersonen, Stämme oder Volksgruppen, die entweder über keine schriftliche Sprache verfügen, oder aber sie verfügen über eine solche, nutzen sie jedoch nur in geringem Maße. Es beschreibt auch sogenannte „Analphabeten“, die aufgrund mangelnder Bildung oder Fähigkeit nicht lesen bzw. schreiben können.
T4T-Treffen
Wöchentliches oder zweiwöchentliches Trainingstreffen von ca. zwei bis drei Stunden, innerhalb dessen der oben erwähnte Drei-DrittelProzess, bestehend wiederum aus sieben kleineren Abschnitten, stattfindet. Die Begriffe „T4T-Sitzung“, „T4T-Meeting“, „Treffen“ oder „Trainingseinheit“ stehen im Buch dafür synonym. Auch ist das Treffen in aller Regel identisch mit der jeweiligen Lektion: Lektion eins im ersten Treffen, Lektion vier im vierten Treffen und so fort, es sei denn, bestimmte Lektionen würden anfänglich oder zu einem späteren Zeitpunkt wiederholt.
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Erster Teil
Die Grundlagen von T4T
königreich komm!
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kapitel 1
königreich komm! Ich habe meinen Plan für eine Gemeindegründungsbewegung erfüllt. Was soll ich als nächstes tun? Zu Beginn des 21. Jahrhunderts begann Gott damit, in einer dicht besiedelten Region Asiens einen erstaunlichen Plan zur Ausbreitung Seines Reiches zu entfalten. Ying und Grace Kai arbeiteten in einem Stadtgebiet mit überfüllten Fabriken von 10.000 bis 100.000 Arbeitern; ein verrückter Mix aus hoch gebildeten College-Absolventen einerseits und nahezu ungebildeten, dörflichen Menschen andererseits, die wegen der Fabriken eingewandert waren.
Innerhalb von Wochen nach seiner Ankunft begann Ying Resultate zu sehen, die man sich kaum vorstellen kann. Gott war dabei, eine unglaublich explosive Bewegung in diesem Teil des Landes zu schenken.
Seit Jahren trainierte unser MissiIn all meinen Jahren des onswerk Missionare und GemeindeTrainings anderer hatte leiter, wie sie mit Gott für die Entsteich noch nie erlebt, dass hung von Gemeindegründungsbeein Missionar die Vision wegungen (GGBs) zusammenarbeiseines Plans für eine ten können, damit es zu einer sich Gemeindegründungsbeüber Generationen fortpflanzenden, wegung erfüllte – bis ich beschleunigten Multiplikation von Ying Kai begegnete! Jüngern und Gemeinden in der Vollmacht des Geistes kommt. Am Ende der Ausbildung entwickelt jeder Teilnehmer seinen eigenen Gemeindegründungsplan. Ihre Pläne beginnen mit Gottes Vision für eine Bewegung, fokussieren sich dann aber auf die praktischen Schritte des Dienstes, die sie gehen müssen, um ihre große Vision zu erfüllen. Im Laufe der Jahre haben viele dieser Missionare und Gemeindeleiter große Fortschritte und Durchbrüche in dem Dienst erfahren, zu dem Gott sie berufen hat. Doch in all den Jahren des Trainings hatten wir
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noch nie erlebt, dass ein Missionar oder Gemeindeleiter seine Vision voll erfüllen und die Ziele seines Gemeindegründungsplanes ganz erreichen konnte. Der Zweck der Vision besteht darin, so groß und gottgemäß zu sein, dass sie den Missionar und seine Partner für viele Jahre leiten kann. Diese finale Vision treibt sie an, Dinge im Glauben zu unternehmen, die sie andernfalls nie versucht hätten.
Nach nur drei Monaten der Umsetzung seines Gemeindegründungsplans rief Ying den Regionalleiter unserer Missionsgesellschaft an. Er sagte: „Bill, ich habe meinen GGB-Plan erfüllt. Was soll ich als nächstes tun?“ Bill fiel vor Erstaunen die Kinnlade herunter. Nach einer Pause antwortete er: „Mach einfach weiter, Ying!“ Immerhin war Yings Vision seiner GGB die Gründung von 200 Gemeinden. Ying erreichte dieses Ziel in nur drei Monaten! Das ließ uns alle aufmerken und machte uns neugierig. Nach einigen weiteren Monaten waren aus den hunderten bereits tausende von Gemeinden geworden, (1) die sich zumeist in Wohnungen, Restaurants, Parks und Fabriken trafen. Zehntausende kamen zum Glauben und gaben diesen Glauben sofort an andere weiter, in einer Jüngerschafts-Explosion wie zur Zeit der Apostelgeschichte.
Die Bewegung wuchs täglich. Ying und seine Frau Grace führten genauestens Buch über die Entwicklung, da ihnen die neu eingesetzten Leiter aus den verschiedenen Netzwerken ihrer GGB monatliche Berichte lieferten. Die Zahlen wurden sorgfältig eingetragen und dann auf konservative Weise weitergegeben – abzüglich möglicher UngeDie letzte Zählung ergab, nauigkeiten. Im Jahr 2005 besuchte dass mehr als 1,7 Milein unabhängiges Forschungsteam lionen Gläubige getauft unterschiedliche Gruppen von Gläuund mehr als 150.000 Gemeinden gegründet bigen und Leitern, um die Natur dieworden waren. ser sich so schnell multiplizierenden GGB besser zu verstehen. Sie bestätigten nicht nur die Genauigkeit der Reporte über die Bewegung, sondern entdeckten auch, dass die Zahlen, die an Ying und Grace gemeldet wurden, nur die Leitungsspitze der Bewegung erfassten. Sie spiegelten nicht das gesamte Ausmaß des dortigen Wachstums von Gottes Reich wieder. In jeder Bewegung einer solchen Größenordnung ist es irgendwann unmöglich, Kontakt zu weit entfernten Generationen von Gläubigen und Gemeinden aufrecht zu erhalten.
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In einer seiner Stichproben traf das Forschungsteam Gläubige aus 18 verschiedenen „Generationen“, die innerhalb dieser vier bis fünf Jahre Christen geworden waren. Dies bedeutete, dass die erste Generation dafür verantwortlich war, die zweite Generation zum Glauben zu führen und zu Jüngern zu machen. Die Forschungsgruppe konnte 18 Generationen von Jüngerschaft und Gemeindegründung zurückverfolgen, bis hin zu Gläubigen der 18. Generation, die ihr Zeugnis gaben. Als sie dem Gläubigen aus der 18. Generation zuhörten waren sie erstaunt, wie sehr seine Weise der Verkündigung als auch der Jüngerschaft mit dem übereinstimmte, was in der ersten Generation gelehrt wurde. Der Dienst von Ying und Grace hat sich inzwischen zur wahrscheinlich schnellstwachsenden Gemeindegründungsbewegung der jüngeren Geschichte entwickelt. Im Folgenden findet sich eine Zusammenfassung der monatliche Berichte ihrer Leiter. Die Zahlen erfassen auf konservative Weise nur die Spitze dieser Bewegung Gottes. Wenige Monate nach ihrem Start waren bereits über 12.000 Menschen getauft und 908 kleine Gemeinden entstanden. Jahr
Jahr 1:
Taufen
Neue Gemeinden
53.430
3.535
90.648
9.307
Jahr 2:
104.542
Jahr 4:
121.859
12.548
Jahr 6:
204.055
18.194
Jahr 3: Jahr 5: Jahr 7:
153.625 210.951
Jahr 8:
313.598
Jahr 10:
206.204
Jahr 9: Gesamt:
279.231 1.738.143
9.320
15.193 19.921 28.602 24.005 24.490
158.993
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Heute lässt sich diese Bewegung wohl am besten als eine Art SuperGemeindegründungsbewegung bezeichnen. Sie ist so groß geworden, dass es unmöglich ist, alles zu erfassen, was geschieht. Doch es ist klar, dass eine ganze Region in Asien mit dem Reich Gottes durchdrungen wurde und die Auswirkungen jetzt auch Volksgruppen in anderen Ländern und auf anderen Kontinenten berühren.
Während Gläubige Jesus treu als gehorsame Jünger nachfolgten und das Evangelium als auch Jüngerschaft an die weitergaben, die sie zum Glauben geführt hatten, entstand eine Jüngerschafts-Revolution. Ying nannte dies Training für Trainer (T4T), weil er von jedem Jünger erwartet, dass er auch andere trainiert. Diese JüngerschaftsRevolution kommt denen, die die Apostelgeschichte lesen, sehr vertraut vor und lässt sich zurückführen auf die Prophetie Jesu, dass Seine Jünger größere Werke tun würden als Er. „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“ (Joh. 14,12)
Aus Liebe für Jesus entfachten die ersten Apostel die ursprüngliche Jüngerschafts-Revolution in der Erwartung, dass neue Gläubige, erfüllt vom Heiligen Geist, Jesus mit ganzem Herzen nachfolgen und zu Menschenfischern werden würden. Sie setzten eine JüngerschaftsRevolution in Gang, die den Alten Bund weit übertraf und die Herrschaft ihres Königs im ganzen römischen Reich und darüber hinaus ausbreitete. Dies war tatsächlich ein „größeres Werk“ – eine größere Ausdehnung Seiner Herrschaft. Die Gemeindegründungsbewegung, welche durch Yings Dienst entstand, fordert unsere normalen Erwartungen in Bezug auf Jüngerschaft und Gemeindegründung heraus. Sie bringt uns zurück zur ursprünglichen Jüngerschafts-Revolution. Als Rückkehr zu dieser ursprünglichen Revolution ist es eine Re-Revolution!
Parallel zu Ying Kais Super-GGB entfaltete sich ein weiteres Wirken Gottes, und zwar in unserem eigenen Dienst.
Dreieinhalb Jahre!
Unsere Missionsarbeit unter der entlegenen Volksgruppe, die wir „Ina“ nennen, (2) fing endlich an zu wachsen. In diesem asiatischen
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Land herrscht Verfolgung, und wir hatten fünf Jahre gebraucht, um an diesen Punkt zu gelangen. Die Ina waren die ärmste Volksgruppe des Landes. Viele unter ihnen waren ungebildete Analphabeten, die mehrere Tagesreisen von irgendeiner Stadt entfernt wohnten. Fünftausend ihrer Dörfer lagen verstreut in einer bergigen Region des Landes, soweit das Auge reichte.
Wir beteten und arbeiteten verzweifelt für den Ausbruch einer Bewegung des Reiches Gottes innerhalb dieser animistischen Volksgruppe, welche fest in ihrer Furcht vor dämonischen Mächten verhaftet war. Doch es war bereits schwierig, überhaupt Zugang zu ihnen zu bekommen.
Ich hatte versucht, mich in Dörfer der Ina einzuschleichen, um ihnen das Evangelium zu bringen. Mit hochgeschlagenem Kragen, den Hut tief ins Gesicht gezogen und aufgesetzter Sonnenbrille schlich ich mich im Schutz der Abenddämmerung in ein Dorf, um es beim ersten Morgenlicht wieder zu verlassen. Mein Team und ich teilten den Ina in ihren Häusern heimlich das Evangelium mit, während wir trüben Tee tranken und Bienenlarven aßen. Doch nach unserem Weggehen machte die Polizei häufig eine Razzia und zerstörte unser Werk. Wir fühlten uns so hilflos. „Vater“, betete ich, „selbst wenn sie gläubig werden, wie sollen sie je die Chance haben, im Glauben zu wachsen, bevor alles wieder zerschlagen wird?!“
Durch wiederholtes Lesen von Matthäus 10, Lukas 10 und der Apostelgeschichte führte Gott uns zu einer anderen Strategie. Wenn Gläubige, die wie die Ina aussahen – also selbst Asiaten waren – unbemerkt in die Dörfer der Ina gelangen könnten, um ihnen das Evangelium mitzuteilen und sie zu Jüngern zu machen, dann würde die Regierung es vielleicht für einige Zeit nicht bemerken. Und wenn diese neuen Gläubigen unter den Ina dann sowohl dieses Zeugnis als auch Jüngerschaft und Gemeindegründung ihrerseits an andere Dörfer der Ina weitergeben würden – dann könnten sie vielleicht an Orte gelangen, wohin zu gehen uns und unseren asiatischen Mitarbeitern nicht möglich war.
Wenn die Erwartung des Reiches Gottes, dass jeder neue, gehorsame Jünger zu einem Zeugen Jesu, und jede Gemeinde zu einer Gemeinde würde, die ihrerseits Gemeinden gründet, Schule machte, dann bestünde Hoffnung, dass die Bewegung – wie ein Senfkorn – aufkeimt an jedem Ort, bis nichts mehr sie stoppen könnte.
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So mobilisierten und trainierten wir asiatische Mitarbeiter, die in die abgelegene Bergwelt gingen, wo die Ina lebten. Viele dieser Mitarbeiter wurden ins Gefängnis geworfen und geschlagen, doch konnten sie gleichzeitig den Ina das Evangelium bringen, neue Gläubige zu Jüngern machen und Gemeinden unter ihnen gründen. Innerhalb von nur zwei Jahren gründeten sie die ersten Gemeinden unter den Ina, was sich zu einer Bewegung des Reiches Gottes entwickelte. Asiatische Mitarbeiter waren für einen Teil dieses Erfolges verantwortlich, doch am aufregendsten war, dass die Jüngerschafts-Revolution die Ina selbst ergriffen hatte. Die Mehrzahl der neuen Gemeinden war von neuen Gläubigen unter den Ina gegründet worden, die danach trachteten, ihre Liebe für Jesus, den König, in andere Dörfer zu tragen.
Ich war außer mir vor Freude. Dennoch gab es etwas, das mir auf der Seele brannte. „Herr, das ist nicht genug! Wir haben bisher nur 80 Dörfer erreicht. Doch es gibt immer noch 4.900 Dörfer, die vom Evangelium berührt werden müssen! Lass uns nicht mit dem Zweitbesten zufrieden sein und dabei verpassen, was nötig wäre, alle fünftausend Dörfer mit dem Evangelium zu erreichen.“
Ich saß in einem kleinen Raum an einem geheimen Ort mit zwölf neuen Ina-Leitern und drei ausländischen Mitarbeitern. Diese InaLeiter waren mit Bussen auf lebensgefährlichen Bergstraßen angereist, um die 80 neuen Gemeinden bei unserem ersten Leitertraining zu repräsentieren. Während der Woche gaben wir ihnen grundlegende Leiterschaftsschulung, welche sie zurück in diejenigen Gemeinden bringen sollten, die sie repräsentierten. Wir tauschten uns über viele Themen aus – Ehe, Jüngerschaft, gute Leiterschaft, wie man liebt, wie man Verfolgung erträgt, ein richtiges Verständnis der Bibel und anderes mehr.
Doch vor allem sprachen wir über die Revolution des Reiches Gottes, die seit der Zeit der Apostelgeschichte dabei war, sich von Land zu Land und von Volksgruppe zu Volksgruppe auszubreiten. Es war Gottes Zeit, die Ina zu erreichen, wie auch dafür, dass sie ihren Platz in Gottes anhaltendem Plan einnahmen, Sein Reich in jeder Volksgruppe zu bauen. Obwohl diese Brüder und Schwestern sich so treu in der Gründung neuer Gemeinden erwiesen hatten, waren 80 Gemeinden nicht genug! Diese zwölf Leiter brauchten eine größere Vision; eine Vision, die sie antreiben würde, alle fünftausend Dörfer und darüber hinaus auch andere Volksgruppen und Nationen zu erreichen.
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Ich hatte diese Vision.
Meine asiatischen Partner hatten diese Vision.
Doch hatten auch die Ina-Gemeinden diese revolutionäre Vision empfangen?
Ich verbrachte viele Stunden damit, die Gruppe über Gemeindegründungsbewegungen zu lehren, als auch darüber, wie Gott sie gebrauchen könnte, ihre ganze Volksgruppe und darüber hinaus sogar weitere Volksgruppen zu erreichen. Ich lehrte sie, wie jeder gehorsame Gläubige ein effektiver Zeuge Christi werden, andere zu Jüngern machen und immer aufs neue nach wenigen Wochen oder Monaten weitere Generationen von Jüngern und Gemeinden beginnen kann. Doch irgendwie drang es noch nicht zu ihnen durch. Eines Morgens vermittelte ich ihnen erneut die Vision, wie eine Gemeindegründungsbewegung sich auf alle 5.000 Dörfer ausweiten kann. Als der Vormittag voran schritt und ihre Verwirrung anhielt, gab ich beinahe auf. Frustriert sagte ich: „Es ist Mittagspause und ich muss zu einem Termin. Während der Pause möchte ich, dass ihr über einen Plan nachdenkt, wie 80 Gemeinden in fünf Jahren – oder weniger – alle 5.000 Dörfer erreichen können! Wenn ich zurück bin werde ich euch fragen, was ihr dazu denkt.“
Ich konnte die Nervosität in ihren Augen sehen, doch ich wusste nicht, was ich sonst tun sollte. So ließ ich sie mit sich selbst – und dem Heiligen Geist – allein.
Zwei Stunden später kam ich in den Trainingsraum zurück und war über die spürbar veränderte Atmosphäre erstaunt. Sie waren überglücklich! Die zwölf Ina-Leiter strahlten vor Begeisterung. Als ich im Raum umherschaute fiel mein Blick auf die Zahlen, die sie auf die Tafel geschrieben hatten:
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T4T - Training für Trainer 80 160 320 640 1.280 2.560 5.120
Einer der Ina-Leiter kam auf mich zu und hüpfte begeistert auf und nieder. Er war der Sprecher der Mittagspausen-Gruppe.
„Bruder Steve, du wirst nicht glauben, was wir entdeckt haben!“
(Weiterhüpftend) „Wie du weißt, vertreten wir 80 Ina-Gemeinden. (Hüpfend) Wir können sehr leicht zurückgehen und jede unserer 80 Gemeinden trainieren, innerhalb von sechs Monaten – oder weniger – eine weitere Gemeinde zu gründen. In einem halben Jahr, noch vor der Erntezeit, werden wir 160 Gemeinden haben!“ (Er hüpft weiter, während ich den Ahnungslosen spiele.)
„Doch das ist noch nicht alles. Wir können auch die neuen 80 Gemeinden trainieren, jeweils eine weitere Gemeinde zu gründen, und sechs Monate später, bevor die Aussaat beginnt, werden wir 320 Gemeinden haben. (Er hüpft noch höher; ich simuliere einen Schock – obwohl tatsächlich ein Schock bei mir einzusetzen beginnt.) Die Bewegung kam in Schwung. Einige Jahre später kommentierte mein Supervisor meinen Monatsbericht mit den Worten: „Steve, das klingt wie die Apostelgeschichte!“
„Das ist noch nicht alles. Alle sechs Monate können wir den neuen Gemeinden helfen, dasselbe Muster zu wiederholen, so dass wir unsere Zahl jedes halbe Jahr verdoppeln, von 320 auf 640 (er zeigt auf die Zahlen), dann auf 1.280, auf 2.560 und schließlich auf 5.120!“
Jetzt hüpften alle zwölf Ina im Raum auf und nieder, mit Lachen auf ihren Gesichtern. Ich fing an zu begreifen, dass der Heilige Geist ihnen
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schließlich ein Verständnis für Gemeindegründungsbewegungen und ihre Rolle darin eröffnet hatte. Plötzlich wallte in meinem Herzen die Hoffnung auf, dass die Ina tatsächlich zu meinen Lebzeiten mit dem Evangelium erreicht werden könnten. Sie hatten die Idee begriffen, dass jeder Gläubige trainiert werden könnte und man von ihm erwarten kann, einen Lebensstil des Zeugnisgebens und des Trainierens neuer Gläubiger zu entwickeln und auszuleben. Ich dachte, der Ina-Leiter sei mit seinem Vortrag zu Ende, doch er hatte noch eine weitere Sache mitzuteilen. Mit großen Buchstaben schrieb er eine Zahl an die Tafel und rief dabei mit lauter Stimme:
3 1/2 Jahre
„Bruder Steve, in dreieinhalb Jahren werden wir es geschafft haben!“ Jetzt wusste ich, dass die Vision des Reiches Gottes sie gepackt hatte. Sie hatten es verstanden. Die DNA des Königreiches Gottes war zu ihrer DNA geworden. „Geist Gottes“ betete ich, „befähige sie, die Vision umzusetzen!“ Diese Ina-Leiter wurden nun zu Trainern, die andere Gläubige trainierten, welche wiederum andere neue Gläubige trainierten – und darin anhielten, dies von Generation zu Generation zu wiederholen.
Die Bewegung kam in Schwung. Obwohl die Ina hinter ihrem Ziel, alle 5.000 Dörfer in dreieinhalb Jahren zu erreichen, zurückblieben, fingen sie an, sich unablässig und fleißig auf die Erfüllung der Vision zuzubewegen. Während der nächsten drei Jahre verdoppelte sich die Zahl der Ina-Gemeinden auf 176. In den folgenden Jahren musste die Bewegung viele Hindernisse überwinden, doch die Ina halten darin an, neue Gemeinden zu gründen und sandten vor kurzem ihre ersten internationalen Missionare aus. Was mit der Vision eines einzelnen ausländischen Missionars begann wird heute von hunderten Gläubigen unter den Ina fortgesetzt, was meinen Supervisor zu der Aussage veranlasste: „Steve, das klingt wie die Apostelgeschichte!“ Und so ist es! Es ist wahrhaft „Sein Reich gekommen.“ – eine Rückkehr zur ursprünglichen Jüngerschafts-Revolution: eine Re-Revolution!
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T4T - Training für Trainer
Tritt ein und entdecke! Die geistlichen Prinzipien, welche Gott uns sowohl durch die T4TBewegung als auch durch unsere eigene Gemeindegründungserfahrung unter den Ina zeigte, beeinflussen und unterstützen inzwischen die Arbeit von vielen anderen GGB-Missionaren und Gemeindeleitern in der ganzen Welt. Der König selbst will uns durch diese Gemeindegründungsbewegungen – diese Jüngerschafts-Re-Revolutionen – viele tiefe Prinzipien und deren Anwendung lehren, welche dort, wo ein jeder von uns tätig ist, zum Einsatz gelangen können.
Ying und ich laden dich ein, in die Seiten dieses Buches einzutauchen und herauszufinden, worin diese Prinzipien und ihre Anwendung bestehen ...