Ana Méndez Ferrell
Iniquität Die geistliche DNS des Menschen Wie du das größte Hindernis entlarven und einreißen kannst, das dich daran hindert, in der Fülle der Herrlichkeit Gottes zu leben
cube8 & Voice Of The Light Ministries
Die Bibelstellen sind, sofern nicht anders angegeben, aus der revidierten Elberfelder Bibel 2003 zitiert. Ergänzungen in Klammern sowie Hervorhebungen einzelner Worte oder Passagen innerhalb von Bibelstellen sind Anmerkungen bzw. Hervorhebungen der Autorin, soweit sie nicht anders gekennzeichnet sind.
Titel der spanischen Originalausgabe: La Iniquidad – Descubra el obstáculo que esta deteniendo la mayor manifestacion de la gloria de Dios en su vida. © 2006 Ana Méndez Ferrell
Erschienen bei Voice of The Light Ministries, Florida, USA www.VoiceOfTheLight.com
Übersetzung aus dem Englischen: Julia Schittkowski Korrektorat: Gabriele Pässler Redaktion und Satz: cube8 © cube8
Bücklestraße 13 | 78467 Konstanz | www.cube-8.eu 3. überarbeitete Auflage 2010, cube8, Konstanz ISBN
978-3-941123-16-8
Druck: Schönbachdruck, Erzhausen Cover: k-effect, Konstanz
Widmung
Ich widme dieses Buch meinem geliebten himmlischen Vater, meinem Retter Jesus Christus und dem Heiligen Geist. Ich widme es auch meinen geliebten Schwestern – meiner Zwillingsschwester Mercedes MÊndez und meiner Schwester Cecilia Pezet sowie meinen Neffen Santiago und Pablo.
Für eine neue Reformation Unser Herz brennt für Veränderung in Europa. Wir sehnen uns danach, dass Gott seine Kraft und Herrlichkeit zeigen kann. Unser Geist will verbunden sein mit den Dingen des Himmels und wir sind davon überzeugt, dass Gott seine Pläne denen offenbaren will, die ihn darum bitten und danach suchen. Deshalb glauben wir, dass es eine Plattform braucht – damit das, was der Heilige Geist momentan zu sagen hat, im Land gehört werden kann. Eine solche Plattform will cube8 sein. Unser Land braucht eine echte Reformation – nicht nur das Prinzip der kleinen Schritte und der ruhigen Hand, sondern einen richtigen Ruck. Es ist Zeit für Regeneration und Transformation. Unser Gott ist nicht so sehr an Kirchen interessiert als vielmehr an den Menschen, die auf dem Globus leben. Er hat innovative Lösungen für die Probleme der Menschheit; und die will er unters Volk bringen durch uns Christen, die wir an ihn glauben. Dazu müssen wir auf wesentlichen Gebieten umdenken und uns erst einmal sein Denken aneignen. Denn Gott will, dass wir die Dinge kennen, die er in seiner Weisheit vorbereitet hat. Deshalb wollen wir das Reden des Heiligen Geistes für diese Generation aufnehmen, anstatt nur alte Ideen neu aufzulegen. Der Geist der Prophetie legt Zeugnis ab von Jesus Christus (Offenbarung 19,10). Deshalb braucht es neue Botschaften. Prophetische Botschaften. Göttliche Ideen. Das alles wollen wir aufgreifen, verbreiten und ins Land hinaussenden. Mit allen Mitteln und mit unserer ganzen Kraft – damit Gottes Stimme
eine Plattform bekommt. Denn er ist der König der Könige. Seine Herrschaft hat kein Ende. Wir laden dich ein, ein Teil dessen zu werden, was Gott jetzt tut. Es braucht dafür dein offenes Herz, damit Gott auch in dich Neues hineinlegen kann. Rechne damit, dass dir der Heilige Geist beim Lesen dieses Buches völlig neue Einsichten, einen ganz neuen Kurs aufzeigt. Er tut einfach Neues, wenn wir offen dafür sind! – Merkst du es schon? Bitte schreib uns deine Erlebnisse mit diesem Buch. Wenn du selbst neuartige Dinge erlebst oder Gott zu dir redet, lass es uns wissen. Wir sind echt gespannt darauf zu hören, was Gott im ganzen Land tut (feedback@cube-8.eu). Werde Teil einer neuen Reformation!
Dein cube8-Team
Inhalt
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Iniquität
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Zweierlei Samen im Konflikt
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Wahre Gerechtigkeit befreit uns von Iniquität
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Erscheinungsformen und Wirkungsweise von Iniquität 79
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Die Anziehungskraft geistlicher Mächte
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Fazit: Iniquität – was tun?
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Iniquität
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Schon sehr lange frage ich den Herrn, warum wir immer noch nicht in der Lage sind, in die Zeit der Herrlichkeit hineinzukommen, die er doch für uns vorbereitet hat. Denn in der Bibel lese ich von einer herrlichen Gemeinde in Kraft (Epheser 3,21)! Dort lese ich außerdem von herrlichen Manifestationen des Heiligen Geistes. Aber nur sehr wenige Menschen erleben bisher, was die Bibel der Gemeinde eigentlich verheißt. Wir sind so stark geprägt von so vielen verschiedenen Lehrmeinungen und allen möglichen überlieferten Traditionen. Haben wir noch einen Blick für die mächtige und starke Gemeinde, für die Jesus mit seinem kostbaren Blut bezahlt hat? Ich möchte von ganzem Herzen sehen, dass Menschen frei werden, weil der Herr mich selbst aus dem Abgrund der Hölle befreit hat. Ich bete leidenschaftlich und ich lebe dafür, die Gefangenen zu befreien. Es zerreißt mich beinahe, und ich will endlich sehen, dass Menschen und ganze Völker frei werden.
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Jedes Mal, wenn ich das Herz Gottes berühre, habe ich nur die eine Bitte: Lass mich die Nationen befreien zu deiner Herrlichkeit. In dieser Position hat mir der Herr eine Botschaft offenbart, die die Gemeinde heute hören muss. Ja, ich glaube, dass dies eine der wichtigsten Botschaften unserer Tage ist. Und ich glaube, dass sie die Wurzel all der Hindernisse trifft, die die Gemeinde davon abhalten, in die ganze Fülle der Herrlichkeit in Christus einzutreten.
Ein neuer Begriff Fast jede Gemeinde und jeder Gläubige hat sich schon mit dem Thema der Sünde befasst oder sollte dies zumindest tun. Wenn es um Sünde geht, werden wir immer aufgefordert, Buße zu tun. Aber es wird kaum dazu aufgerufen, die Wurzel von Sünde zu verstehen und sich dieser Wurzel zu entledigen. Diese Wurzel nenne ich Iniquität. Im Englischen, im Französischen, im Spanischen und in vielen anderen Sprachen ist dieses Wort bekannt. Aber im Deutschen wie auch im Holländischen scheint es kein richtiges Wort zu geben für das, was das lateinische iniquitas ausdrückt.1 Doch dahinter verbirgt sich eine der wichtigsten Wahrheiten, die wir verstehen müssen. Wenn wir diesbezüglich unwissend sind und keine Erkenntnis darüber haben, ist dies eine unerschöpfliche Quelle 1 Das Wort Iniquität wird in deutschen Wörterbüchern aus dem 19. Jahrhundert u.a. mit Unebenheit, Unbilligkeit, Härte und Ungerechtigkeit übersetzt. Heutzutage ist die Bedeutung und Verwendung des Begriffs im deutschen Sprachgebrauch nahezu gänzlich in den Hintergrund gerückt; er wird aber immer noch in diversen Lexika geführt. Vgl. beispielsweise Duden – Das große Fremdwörterbuch 2007. Anmerkung des Verlags.
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von Versagen, Bedrückung und Hindernissen, die das Volk Gottes verunreinigt. Selbst wenn heute dieses Wort üblicherweise nicht im deutschen Sprachgebrauch verwendet wird – es steht in Gottes Wörterbuch. Und damit wir Gottes Reden verstehen können, möchte ich diesen Begriff an dieser Stelle erneut in der deutschen Sprache verwenden. Iniquität ist der Same, der später alle möglichen Sünden hervorbringt. Wenn wir uns bisher mit Sünde beschäftigt haben, dann ging es häufig nur um die Zweige oder die Früchte aus dieser Wurzel. Um diesen neuen Begriff Iniquität besser zu verstehen, brauchen wir ein biblisches Verständnis von Sünde. Sünde, Verfehlung, Schuld, Missetat, Vergehen ... was verbirgt sich hinter all diesen Begriffen? Verschiedene Ausdrücke für immer dasselbe – oder hat das System? Im hebräischen Wortlaut der Bibel entdecken wir ein differenziertes Verständnis, das uns bisher weithin verborgen war.
Drei Arten von Sünde Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Jahwe, Jahwe, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue, der Gnade bewahrt an Tausenden von Generationen, der (1.) Schuld, (2.) Vergehen und (3.) Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, an der dritten und vierten Generation.
2. Mose 34,6-7
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Mose hatte Gott darum gebeten, seine Herrlichkeit sehen zu dürfen. Und der Herr wollte sich ihm tatsächlich offenbaren und ihm diese ganze Angelegenheit erklären – mit seiner Herrlichkeit. Was lernen wir daraus? Wenn jetzt wieder die Zeit kommt, in der Gott seine Herrlichkeit offenbart, müssen wir mehr verstehen, was alles mit seiner Herrlichkeit zusammenhängt. Besonders alles rund um Sünde und Gottes Lösungen dafür. Sonst können wir nicht zur Herrlichkeit Gottes vordringen. Die Bibel gebraucht im Hebräischen für das, was wir im Allgemeinen als Sünde bezeichnen, an dieser Stelle drei unterschiedliche Worte: 1. „awon“; 2. „pesha“ und 3. „chatah“. Diese drei Begriffe werden wohl am besten mit 1. Iniquität, 2. Rebellion und 3. Sünde übersetzt. Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Jahwe, Jahwe, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue, der Gnade bewahrt an Tausenden von Generationen, der (1.) Schuld (Iniquität; hebr. „awon“), (2.) Vergehen (Rebellion; hebr. „pesha“) und (3.) Sünde (Sünde; hebr. „chatah“ von „chet“) vergibt. 2. Mose 34,6 Dieselben drei Begriffe kommen auch in anderen wichtigen Schriftstellen vor: … und Aaron soll seine beiden Hände auf dieses lebendigen Bockes Kopf stützen und auf ihn alle Missetaten (Iniquität; hebr. „awon“) der Kinder Israel und alle ihre Übertretungen (Rebellion; hebr. „pesha“) samt ihren Sünden (Sünden; hebr. „chatah“) bekennen, und soll sie dem Bock auf den Kopf legen
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und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste jagen lassen. 3. Mose 16,21 (Schlachter) Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um das Verbrechen (Rebellion; hebr. „pesha“) zum Abschluss zu bringen und den Sünden (Iniquität; hebr. „awon“) ein Ende zu machen und die Schuld (Sünden; hebr. „chatah“) zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben. Daniel 9,24 Sei mir gnädig, o Gott, nach deiner Gnade; tilge meine Vergehen (Rebellion; hebr. „pesha“) nach der Größe deiner Barmherzigkeit! Wasche mich völlig von meiner Schuld (Iniquität; hebr. „awon“), und reinige mich von meiner Sünde (Sünden; hebr. „chatah“)! Psalm 51,3-4 Gehen wir zurück zu 2. Mose 34. Nachdem Gott Mose diese Begriffe genannt und seine Vergebungsbereitschaft erklärt hat, geht er auf den bedeutendsten der drei ein: Aber ungestraft lässt er niemanden, sondern er sucht die Schuld (Iniquität; hebr. „awon“) der Väter heim an den Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied. 2. Mose 34,7
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Ich möchte, dass du eines wirklich verstehst: Wenn Gott hier von Iniquität spricht, dann hat das mit dem Erbe zu tun, das wir den nachfolgenden Generationen hinterlassen. Wir haben vielleicht schon viele Lehren gehört über „Flüche brechen“, aber über Iniquität hören wir eigentlich nichts. Was hat es nun damit auf sich?
Was ist Iniquität? Seiner Wortabstammung nach bedeutet Iniquität „das, was verdreht ist“. Iniquität ist alles, was von Gottes geradem und vollkommenem Weg abweicht. Iniquität ist das verdrehte Denken oder die Gesamtsumme all dessen, was im Menschen böse ist. Im Himmel war ursprünglich alles gerecht und in totaler Harmonie mit Gott. Der Ursprung von Iniquität findet sich im Sündenfall eines Engelfürsten, man nimmt an, dass er Luzifer hieß. Dieser Engel war voller Schönheit und Vollkommenheit. Doch dann ließ er einen Gedanken zu, der von Gott abwich. Er begann, etwas zu glauben, das nicht göttlich und gerecht war. Unser Glaube ist die „Substanz“ dessen, was wir hoffen, und eine Kraft, die die unsichtbare Welt der Himmel in Bewegung setzt. Auch im Herzen dieses Erzengels brachte der verdrehte Gedanke eine geistliche Substanz hervor. Diese Substanz ist der Ursprung des Bösen. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht an dir fand. Hesekiel 28,15
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Luzifer hatte also einen Gedanken, der seinen Sinn und sein Herz verdrehte und ihn in eine andere Richtung als die der Gerechtigkeit Gottes lenkte. Wir lesen deshalb bei Hesekiel: Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht (hebr. „evel“) an dir fand. … Durch die Menge deiner Sünden (Iniquität, hebr. „awon“), in der Unredlichkeit (hebr. „evel“) deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht. Darum habe ich aus deiner Mitte ein Feuer ausgehen lassen, das hat dich verzehrt, und ich habe dich zu Asche auf der Erde gemacht vor den Augen aller, die dich sehen. Hesekiel 28,15 und 18 In diesem Moment entstand der Same des Bösen im Herzen Luzifers. Seit diesem Augenblick gibt es einen Konflikt, einen Kampf zwischen zwei Samen. Nachdem die ersten Menschen gesündigt hatten, sprach der Herr Feindschaft aus zwischen diesen beiden Samen. Seither ist beständig Kampf zwischen dem Samen des Teufels und dem Samen Gottes. Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen und du wirst ihm die Ferse zermalmen. 1. Mose 3,15 Im Teufel war also der Same der Iniquität. Und in dem Augenblick, in dem der Mensch sich entschied, sich wie Satan von Gott abzuwenden, empfing er in seinem Geist ebenfalls den Samen der Iniquität. Von da an legte dieser Same das geistli-
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che Erbe fest, das Adam und Eva ihren Nachkommen in ihrer Blutslinie vererben würden. Iniquität ist das Erbgut deines geistlichen Seins. Der Herr sagt zu Mose: „Ich werde Iniquität heimsuchen bis ins dritte und vierte Glied.“
Der Same des Bösen in unserem Geist Wir sind Geist! Das ist ein weiteres Wort, das im Deutschen leider oft nicht im biblischen Sinn verwendet wird. Häufig wird Geist mit Verstand übersetzt oder geistlich wird als religiös verstanden. Aber Geist ist der Grundstoff deines Wesens. Er ist das, was dich ausmacht. Gott ist Geist und wir sind Geist. Ich bin ein Geist, aber ich lebe in einem Körper und ich habe eine Seele, die die Dinge des Geistes aus dem geistlichen Bereich in den natürlichen Bereich transportiert. Iniquität ist also der Same, der in unseren Geist hineingesät wird. Von unserem Geist aus wird diese Iniquität an die Seele weitergegeben und diese bringt dann Sünde hervor. Wenn wir uns nur mit unseren Sünden beschäftigen, dann beschneiden wir lediglich die Auswüchse von Iniquität. Solange wir aber nicht verstanden haben, wie wir mit der Wurzel dieser Sünden, also mit unserer Iniquität umzugehen haben und uns ihrer entledigen, geben wir dieses verdrehte Erbgut an die nächste Generation weiter. Die Bibel spricht davon, dass wir in Iniquität geboren sind. Siehe, in Schuld (Iniquität; hebr. „awon“) bin ich geboren, und in Sünde (hebr. „chet“) hat mich meine Mutter empfangen. Psalm 51,7
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Iniquität ist der Same des Bösen. Dieser Same bringt nacheinander Wurzeln, Stamm, Zweige und Früchte hervor. Ich habe miterlebt, wie Menschen sich ständig mit Flüchen beschäftigen. Aber nachdem sie die Flüche abgeschnitten haben, erleben sie bald wieder dieselben Auswirkungen! Das liegt daran, dass Iniquität eine geistliche Macht ist. Sie ist eine verdrehte Wurzel – eben die geistliche DNS des Menschen. Im Moment der Zeugung durchtränkt Iniquität den Geist des Menschen. In genau diesem Moment werden all die geistlichen Daten, also das geistliche Erbgut des Bösen, in diesem Menschen gespeichert. Iniquität ist wie eine geistliche Nabelschnur für die geistliche DNS des Bösen. So wird von einer Generation zur nächsten das verdrehte, sündige Vermächtnis des Menschen auf seine Kinder übertragen und ihnen eingeprägt. Die Kinder werden dieses Vermächtnis durch ihre Sünden noch weiter verdrehen und geben es wie eine Stafette an die nächste Generation weiter. Die Sünde Judas ist geschrieben mit eisernem Griffel, mit diamantener Spitze; sie ist eingegraben in die Tafel ihres Herzens und an die Hörner eurer Altäre. Jeremia 17,1 Iniquität ist also eine geistliche Kraft. Und wie jede andere geistliche Kraft hat sie die Macht, andere geistliche Kraft anzuziehen. Iniquität ist das Gegenteil von Gerechtigkeit. Über Gerechtigkeit hat Jesus gesagt: Sucht zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. Matthäus 6,33
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So wie Iniquität eine geistliche Kraft ist, ist auch Gerechtigkeit eine geistliche Kraft. Gerechtigkeit hat die Macht, alles anzuziehen, was mit dem Reich Gottes zu tun hat. Wenn Gerechtigkeit sichtbar und manifest wird, dann wirkt sie wie ein Magnet. Dieser Magnet zieht alles aus Gott Geborene an: göttliche Heilung, göttliche Gesundheit, göttlichen Wohlstand, göttliche Offenbarung, göttliche Reichtümer. Alles, was zum Reich Gottes gehört, wird von dieser Kraft der Gerechtigkeit angezogen. Iniquität dagegen wirkt in die entgegengesetzte Richtung – als Magnet in das Reich der Finsternis hinein.
Auswirkungen von Iniquität auf unser Leben Iniquität kann mit dem gleichgesetzt werden, was die Bibel den „Leib der Sünde“ nennt. Später werden wir sehen, wie Iniquität einen Teil des geistlichen Leibes im Menschen geformt hat. Wir werden erkennen, wie Iniquität unser Verhalten, die Grundlagen unserer Denkprozesse und sogar unsere körperliche Gesundheit beeinträchtigt. Der Leib der Sünde hat seinen Ursprung im Geist und dringt von dort aus in die Seele und den Körper ein – wie Schlamm, der alles verschmutzt, womit er in Berührung kommt. Iniquität ist untrennbar mit der geistlichen Welt der Finsternis verbunden. Dort macht der Feind die Flüche fest, die von unseren Vorfahren kommen. An diesem Ort befindet sich auch der rechtmäßige Anspruch von Krankheit: Krankheiten, die von Eltern auf ihre Kinder übergehen und dann an die Enkel weitergegeben werden. Hier findet Satan seine legale Berechtigung zu rauben, zu zerstören und sogar zu töten. Unsere In-
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iquität hindert uns daran, die Fülle der Segnungen Gottes zu empfangen. Iniquität ist wie eine Zugangstür für den Teufel im Leben eines jeden Menschen – unabhängig davon, ob er Christ ist oder nicht. Durch Iniquität dringt „das Böse“ in das Herz des Menschen ein, um ihm alle Arten von perversen, sündigen Begierden („Lust“) einzuflößen. Bei der Zeugung wird so das Erbgut an Bösem weitergegeben und so wird die Seele für die Sünde vorgeprägt. Dieses Erbgut ist eine unwiderstehliche Kraft, die selbst anständige Menschen dazu drängt, abscheuliche Sünden zu begehen. Aus diesem Grund haben oft Söhne von Alkoholikern irgendwann im Erwachsenenalter ein unkontrollierbares Verlangen nach zu viel Alkohol. Manchmal betrifft dies auch Söhne von Christen oder sogar von Pastoren – und keiner kann irgendeinen Grund dafür erkennen. Nun, der wahre Grund liegt darin, dass ihre Iniquität noch nicht entwurzelt und entfernt wurde. Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, bringt sie Sünde hervor; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Jakobus 1,14-15 Der Teufel ist nicht der einzige, der sich durch Iniquität in das Leben des Menschen einmischt. Auch Gott selbst mischt sich ein – als Richter. Er ist es, der Iniquität richtet. Iniquität widersteht göttlicher Gerechtigkeit und verursacht einen dauernden Konflikt mit Gott. Gottes Gerechtigkeit ist Teil seines Wesens
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und verurteilt alles, was sich ihm entgegenstellt. Das Gericht Gottes hat den Zweck, alles mit seinem Willen und seiner Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Wenn die Wege eines Menschen verdreht sind, ist er unter dem Gericht Gottes. Das heißt, Gottes beständiges Eingreifen will ihn durch Prüfungen, Trübsal usw. zur Umkehr bringen, zurück zur göttlichen Ordnung. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld (Iniquität) der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen. 2. Mose 20,5 Bitte bedenke, dass der Herr hier nicht zu Ungläubigen redet, sondern zu seinem Volk. Und erkenne, dass es nicht Sünde ist, die heimgesucht wird, sondern Iniquität. Sünde ist die Frucht von Iniquität. Sie ist der oberflächliche, sichtbare Teil von etwas, das tief im Menschen verwurzelt ist. Sünde könnte als die Äste beschrieben werden, als das Äußere eines großen Baumes, der von einer Generation zur nächsten wächst und gedeiht. Iniquität wäre dann die Wurzel dieses Baumes, und dort müssen wir die Axt ansetzen. Die große Mehrheit der Christen bekennt ihre Sünden vor Gott, aber sie bittet ihn nie, ihre Iniquität auszulöschen. Und so leidet sie weiterhin an den Konsequenzen wie Flüchen (zum Beispiel finanzieller Art), unheilbaren Familienkrankheiten, Scheidungen, Unfällen und Tragödien, die sich unter dem Schutz eines allmächtigen Gottes nie ereignen würden.
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Gott unterscheidet zwischen Iniquität und Sünde Wie ich bereits erwähnte, ist die Frucht nicht dasselbe wie die Wurzel. Der Ursprung ist etwas anderes als das, was sichtbar ist. Jesus kam nicht nur, um die Sünde in uns zu besiegen, sondern um alle Werke des Feindes zu zerstören. Als Mose zu Gott rief und ihn bat, seine Herrlichkeit sehen zu dürfen, da offenbarte sich der Herr ihm und sagte: Jahwe, Jahwe, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue, der Gnade bewahrt an Tausenden von Generationen, der Schuld (Iniquität), Vergehen (Rebellion) und Sünde (chatah) vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, sondern die Schuld (Iniquität) der Väter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, an der dritten und vierten Generation. 2. Mose 34,6-7 Es gibt ein Prinzip, das wir verstehen müssen und das uns viel Freiheit bringen wird: Gott geht das Böse nicht auf eine allgemeine, generelle Art an – er versprüht sozusagen keine Pflanzenschutzmittel. Er ist äußerst spezifisch, und genau so müssen auch wir gegen das Reich der Finsternis vorgehen. Ich sehe im Leib Christi eine Tragödie. Ich meine die allgemeinen Gebete wie „Herr, vergib mir alle meine Sünden“ oder „Herr, vergib mir alles, was ich früher Böses getan habe“ oder auch: „Herr, vergib mir alle sexuellen Sünden.“ Gott sieht unser Herz und vergibt uns – er wird uns also nicht verdammen. Wir sind errettet. Aber diese generellen, allgemein gehaltenen,
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unspezifischen Gebete beseitigen nicht die legalen Anrechte des Feindes. Gott möchte, dass wir unsere Herzen prüfen und das Böse mit all seinen Konsequenzen so sehen, wie er selbst es sieht. Er will nicht, dass der Teufel auch nur die geringste Handhabe hat, uns anzugreifen. Jesus starb für unsere vollständige und totale Befreiung. Sein Leiden in allen Einzelheiten war Teil eines sehr präzisen Planes für unsere völlige Erlösung. Jesus hat uns damit ermöglicht, in seiner ganzen Fülle zu leben. Er hat nicht nur den Preis bezahlt für die Vergebung unserer Sünden, sondern für noch viel, viel mehr. Das Kreuz stellt ein vollkommenes Werk dar, durch das jeder Teil unseres Geistes, unserer Seele und unseres Körpers erlöst wurde. Jedoch unsere Leiden – er hat sie getragen, und unsere Schmerzen – er hat sie auf sich geladen. … Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden (Iniquität) willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. … Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat, wird er Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen. Um der Mühsal seiner Seele willen wird er Frucht sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden (Iniquität) wird er sich selbst aufladen. Jesaja 53,4-5 und 10-11 In diesem Jesajatext sehen wir, dass Jesu Opfer am Kreuz jeden Aspekt abdeckt, in dem wir Freiheit benötigen.
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Viele im Leib Christi begnügen sich mit der Vergebung ihrer Sünden und arrangieren sich damit, weiterhin seelische und körperliche Schmerzen zu ertragen. Sie werden in Gefängnissen der Seele und des Geistes gefangen gehalten und sie leiden vor allem an der Last ihrer Iniquität. Jesus hat ein vollständiges Werk vollbracht, damit wir in ihm ein Leben in Fülle haben können. Sein ganzer Sieg wird in uns aber nicht zur vollen Auswirkung kommen, wenn wir nicht begreifen und ergreifen, was sein vollkommener Sieg am Kreuz für uns bedeutet – für unseren Geist, unsere Seele und unseren Körper. Bei der Sühnungszeremonie im Alten Bund können wir ganz klar sehen, dass Gott zwischen Iniquität und Sünde unterscheidet. Diese Zeremonie ist eine Vorschattung des Sühnetodes Jesu auf Golgatha: Und Aaron lege seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Ziegenbocks und bekenne auf ihn alle Iniquität der Söhne Israel und all ihre Vergehen (Rebellion) und alle ihre Sünden. Und er lege sie auf den Kopf des Ziegenbocks und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste. 3. Mose 16,21 (nach der englischen kjv-bibel) Gott reinigt sein Volk. Dafür gibt er eine detaillierte und spezifische Offenbarung der drei verdorbenen Zustandsformen des Menschen – und er tut dies auf eine sehr spezifische Art und Weise.
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Ana Méndez Ferrell Orte der Gefangenschaft
Wie wir durch den Einblick in die geistliche Welt erfolgreich befreit werden können
2. Auflage mit Erfahrungsberichten aus D/CH
Jesus heilte alle, die vom Teufel überwältigt waren. Sein Geheimnis? Er kannte die geistliche Welt und lebte aus ihr heraus. Der Heilige Geist war auf ihm, um Kerker zu öffnen und Freilassung auszurufen aus Gefangenschaft. Dies von Jesus zu lernen, befähigt uns, Nachfolger Jesu zu befreiten Jüngern zu machen. Ana Méndez Ferrell Iss mein Fleisch, trink mein Blut Das größte Erbe an Kraft und Offenbarung, das Jesus uns hinterlassen hat
Wenn wir das Abendmahl nehmen, ist das für uns heutige Christen häufig nur ein lebloses Ritual. Gott ist dabei, unser Verständnis darüber in eine echte Offenbarung zu verwandeln, die unser geistliches Leben total verändern wird. Wenn wir das Abendmahl wieder so nehmen, wie Jesus es verfügbar gemacht hat, wird sich in unserem Leben die Macht Gottes auf erstaunliche und reale Weise zeigen und uns Türen zu göttlicher Heilung und Gesundheit öffnen.
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Patrick Fontaine Ergreife das Königreich! Dein Heiliger Geist der Verheißung
Dieses Buch will weder das Königreich Gottes, noch den Heiligen Geist beschreiben. Es leitet dich vielmehr an, im und aus dem Königreich Gottes heraus zu leben. Dieses Leben ist frisch, dynamisch, lebendig, heilig, kraftvoll. In Jesus stehen dir bereits alle Verheißungen zur Verfügung. Ergreife sie! Entdecke das Königreich Gottes in dir! Entdecke deinen Heiligen Geist der Verheißung! Das Buch eignet sich hervorragend, einzelne Passagen herauszupicken, um es häppchenweise zu genießen und über die einzelnen Wahrheiten zu meditieren. Es warten auf jeden Fall neue Abenteuer mit dem Heiligen Geist. Ana Méndez Ferrell & Emerson Ferrell The power of his blood Prophetische Anbetung – den Himmel kennen
Diese CD will die Kraft des Abendmahls bekannt machen, die Gott seiner Gemeinde gegeben hat. Während der Aufnahme wurde die reale Kraft von Jesu Blut und die überwältigende Dimension von Gottes Gegenwart spürbar und nahm alle mit hinein in eine tiefe persönliche Begegnung mit Gott. Diese CD ist nicht nur Musik, sondern Begegnung mit dem Himmel und der Kraft, die uns Jesus in seinem Blut und seinem Leib gegeben hat.
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