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Lies mitmir!

Katrin Grieco

Tanja Husmann (Illustration)

Die Bienenbande

SCM ist ein Imprint der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört, einer gemeinnützigen

Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

© 2022 SCM Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH

Max-Eyth-Straße 41 | 71088 Holzgerlingen

Internet: www.scm-verlag.de; E-Mail: info@scm-verlag.de

Die Bibelverse aus Kapitel 6 findest du in der Bibel in 1. Korinther 12,19 und 1. Korinther 12,21-22.

Illustrationen: Tanja Husmann, www.dekoartistda.de

Satz: Katrin Schäder, Velbert

Druck und Bindung: Finidr s.r.o.

Gedruckt in Tschechien

ISBN 978-3-417-28949-7

Bestell-Nr. 228.949

Lesehilfe

In diesem Buch gibt es Wörter, die nicht leicht zu lesen sind. Sie gehören zur Bienenbande. Das sind sie:

basteln .............................

BASTELN

Bauernhaus .....................

BAUERN-HAUS

Buchhandlung .................

BUCH-HANDLUNG

Klimaanlage .....................

KLIMA-ANLAGE

kontrollieren ..................... KONTROLLIEREN

Kunstwerk ........................ KUNST-WERK

Schwarmfangkiste ........... SCHWARM-FANG-KISTE

Schwester ........................ SCHWESTER

Sprühflasche....................

SPRÜH-FLASCHE

vielleicht ........................... VIELLEICHT

wachsen ..........................

lies: WAKSEN

1. Ferien

„Wir alleine bei Oma!“ Fines große Schwester Mimi hopst durch den Garten. Mimi strahlt. „Das wird gut, das wird gut, das wird gut!“ Bei jedem „Das wird gut!“ hopst sie auf einen anderen Fuß. Dabei wippt ihr Zopf mit. „Stell dir das mal vor! Wir alleine bei Oma!“

Mimi nimmt Fines Hand.

Aber Fine will nicht hüpfen. Ferien sind gut. Und Zeit mit Oma auch. Aber ohne Mama und Papa? Es sind 80 Kilometer bis zu Oma. Das sind eine und eine halbe Stunde Fahrt mit dem Auto. Das ist weit. Fine beugt sich vor und krault Nala hinter den Ohren.

Der Hund schaut sie mit großen Augen an. „Wird das gut gehen?“ Nala schleckt Fine über das Gesicht.

Mama nimmt Fine in den Arm.

„Auf jeden Fall wird das gut. Oma freut sich. Und eure Hilfe kann sie gut gebrauchen.“

Mimi bleibt stehen. „Wieso Hilfe? Was sollen wir denn tun? Es sind Ferien!“

Oma hat ein altes Bauernhaus mit einem riesigen

Garten. Da gibt es immer Arbeit für Mama und Papa. Fine und Mimi basteln oder backen mit Oma. Warum braucht Oma nun Hilfe von Fine und Mimi?

„Oma ist von der Leiter gefallen. Ein Fuß tut sehr weh. Sie kann nur mit Krücken laufen.“

Das wusste Fine nicht. Arme Oma! Da muss sie unbedingt anrufen.

„Es ist gut, wenn ihr mit dem Garten helft“, sagt Mama. „Die Blumen und Beete brauchen Wasser. Und dann sind da ja noch die Bienen.“

„Die Bienen?“ Fine reißt die Augen auf. „Wir sollen mit den Bienen helfen? Aber, aber ...“, sie stottert.

Ihre Stimme ist noch leiser als sonst. „Aber ihr wisst doch, dass ich im letzten Sommer gestochen wurde!“ Wenn Fine nur das Wort „Biene“ hört, wird ihr am ganzen Körper kratzig und kribbelig.

Mimi versteht das nicht. „Echt? Du hast immer noch Angst vor Bienen? Du musst doch nur ruhig bleiben.

Ist doch kein großes Ding. Man muss kontrollieren, ob es den Bienen gut geht! Hab ich in meinem

Imkerkurs mit Oma gelernt. Oder willst du mit denen Gassi gehen?“ Mimi kichert bei dem Gedanken.

Fine verdreht die Augen.

Mimi ist die einzige Person auf der Welt, die sich selber zum Lachen bringt. Fine kann nicht lachen. Mimi ist drei Jahre älter. Fine durfte bei dem Imkerkurs nicht dabei sein, weil sie zu klein

war. Und dann wurde sie letztes Jahr im Freibad gestochen. Das hat wehgetan.

Deswegen mag sie keine Bienen.

Hat ihre Mutter überhaupt zugehört?

„Bssss“, Mimi summt und hopst um Fine herum.

Da sagt Mama laut: „Wilhelmine, Josefine!“

Wenn sie Fine und Mimi mit ihren vollen Namen anspricht, ist klar: kein Streit!

Da kommt Papa. Er bringt Eis für alle auf einem Tablett. „Na, hat Mama euch schon von den Ferien erzählt? Das wird bestimmt gut bei Oma!“

Eis mag Mimi immer. Klar, dass sie als Erste eine Schale nimmt.

Fines Magen grummelt. Ganz alleine bei Oma?

Und dann noch alleine bei Oma und den Bienen? „Du hast doch Nala bei dir! Sie bleibt mit bei Oma.“

Papa will Fine Mut machen. Er gibt ihr eine Schale mit drei Kugeln Kirscheis. Das mag Fine am liebsten. Sie will den ersten Löffel in den Mund schieben.

Da summt etwas an ihrem Ohr.

Eine Biene! Ganz sicher! Fine wedelt mit dem Arm. Nun summt es am anderen Ohr.

Mimi schimpft: „Nicht fuchteln!“

Fine schüttelt ihren Kopf. Es surrt weiter. Fine stellt das Eis ab. Sie schlägt mit den Armen um sich. Es surrt und summt. Fine will nur noch ins Haus. Sogar das Eis lässt sie stehen. Bienen kann sie nun mal nicht leiden. Wie soll das nur bei Oma werden?

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