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Agnes Spiecker

Emiliano Migliardo (Illustration)

Die Weihnacht s g e s chichte

Mein V o r l e s e

Wimmelbuch

Auf jedem Bild hat sich die kleine Maus Luki versteckt. Kannst du sie entdecken?

SCM ist ein Imprint der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

© 2021 SCM Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH Max-Eyth-Straße 41 · 71088 Holzgerlingen Internet: www.scm-verlag.de; E-Mail: info@scm-verlag.de

Hier findest du die Weihnachtsgeschichte in der Bibel: Der Engel spricht mit Maria: Lukas 1,26-38 Der Engel spricht mit Josef: Matthäus 1,18-25 Die Reise nach Betlehem und der Besuch der Hirten: Lukas 2,1-20 Der Besuch der Sterndeuter: Matthäus 2,1-12

Für meine Mutter, die beste Geschichtenerzählerin

Gesamtgestaltung: Kathrin Spiegelberg, www.spika-design.de

Titelbild: Emiliano Migliardo Druck und Verarbeitung: dimograf Gedruckt in Polen ISBN 978-3-417-28922-0 Bestell-Nr. 228.922

So viele Fragen purzelten durch Lukis kleinen Kopf:

Wieso war der Engel denn ausgerechnet zu Maria gekommen?

Ein Gotteskind musste doch in einem Schloss wohnen, oder nicht?

Warum war Maria dann keine Königin?

Und was hatte Gott wohl mit diesem Kind vor?

Auf alle diese Fragen fand Luki keine Antwort. Nur eins stand für ihn fest: Gott hatte bestimmt einen ganz besonderen Plan, und Luki wollte wissen, wie es weitergehen würde.

Schon früh am nächsten Morgen machte er sich deshalb wieder auf den Weg zu der Stadt Nazareth. Schon von Weitem sah er, dass Maria draußen vor ihrem Haus stand. Neben ihr war ein Mann. Die beiden unterhielten sich miteinander.

Als Luki näher kam, konnte er verstehen, was sie sagten. »Josef«, sagte Maria gerade, »du bist mein Verlobter. Ich weiß, dass das alles sehr merkwürdig klingt.« Bestimmt hatte sie ihm gerade von dem Engel erzählt.

Josef schwieg eine Weile.

»Er glaubt ihr nicht«, dachte Luki traurig. »Was wird er jetzt wohl tun?« Vor lauter Aufregung hielt Luki die Luft an.

Doch da sagte Josef: »Letzte Nacht hat mich im Traum auch ein Engel besucht. Er hat mir von Jesus erzählt. Keine Sorge, Maria – ich werde mich um dich und das Kind kümmern. Wir gehören zusammen.«

Er nahm Marias Hand und gemeinsam gingen sie ins Haus.

Das war noch einmal gut gegangen! Luki freute sich.

Siehst

du Josef?

Z hle alle gelben Blumen.Wie viele sind es?

Wo ist die graue Katze?

In den nächsten Tagen schaute Luki oft bei dem Haus vorbei. So bekam er auch mit, dass Maria zu einer Reise aufbrach: Sie wollte ihre Cousine Elisabeth besuchen und ein paar Wochen bei ihr bleiben.

In der Zwischenzeit war Josef sehr fleißig. Er war Zimmermann und konnte Möbel aus Holz herstellen: Tische, Stühle, Schränke und Bänke.

Jeden Tag sägte und hämmerte er. In seiner Werkstatt gefiel es Luki.

Endlich kam Maria zurück. Ihr Bauch war schon ein bisschen dicker geworden. Sie begann, Sto e herzurichten, in die sie wohl das Baby wickeln wollte, wenn es geboren war.

Luki war ungeduldig. Immer nur warten, warten, warten. Das Kind sollte doch endlich kommen!

So verging die Zeit.

Als Luki eines Morgens um die Hausecke schaute, staunte er: Viele Leute standen auf dem großen Platz hinter Josefs Werkstatt. Was war denn hier los?

»Geht doch mal zur Seite, ich möchte auch etwas sehen!«, hätte Luki am liebsten gerufen. Aber wer nahm schon Rücksicht auf eine kleine Maus?

Aufgeregt unterhielten sich die Leute. »Ein Bote des Kaisers ist unterwegs zu uns«, sagte der eine.

»Er soll gleich da sein«, meinte ein anderer.

Jetzt entdeckte Luki auch Josef. Er stand neben ein paar Männern.

»Was will der Kaiser Augustus nur von uns?«, fragte er stirnrunzelnd.

Plötzlich wurde es still. Luki hörte hinter sich nur das Klappern von Pferdehufen. Die Leute drängten sich an den Wegrand, um einen Reiter durchzulassen. Luki konnte sich gerade noch mit einem großen Sprung hinter einen Stein retten.

Wo steht Josefs Axt?

Findest du diese S ge?

Wie viele Kr ge entdeckst du?

Der Bote zügelte sein Pferd. Dann rief er laut: »Ich komme aus Rom mit einer Nachricht des Kaisers Augustus! Er möchte alle Menschen seines Landes zählen. Dafür muss jeder in seine Heimatstadt reisen und sich dort in eine Liste eintragen lassen.«

»Aber das ist eine weite Reise! Ich muss nach Betlehem, weil meine Familie von dort kommt«, rief Josef aufgeregt.

Doch der Reiter achtete gar nicht auf ihn. Das war ein Befehl des Kaisers, daran gab es nichts zu rütteln. Jeder musste gehorchen.

Aufgeregt lief Luki zu Josef hinüber. Es war gar nicht so einfach, zwischen den vielen Füßen der Leute hindurchzukommen.

Josef ging sofort zu Maria. Sie saß auf einer Bank vor dem Haus und nähte eine Decke für das Baby.

»Maria«, sagte Josef, »ich muss nach Betlehem. Der Kaiser hat es befohlen. Auch du musst mitkommen. Wir müssen uns schon bald auf den Weg machen.« Er setzte sich zu ihr.

»Ausgerechnet jetzt?« Maria schüttelte den Kopf. »Was soll denn dann aus dem Baby werden? Es wird doch bald geboren.« Ängstlich sah sie ihn an.

»Wir können nicht warten«, erklärte Josef. »Es ist besser, wenn wir gleich morgen früh aufbrechen. Vielleicht scha en wir dann die Reise nach Betlehem, bevor das Kind auf die Welt kommt. Und in Betlehem finden wir sicher einen guten Platz, wo wir bleiben können. Gott wird auf dich aufpassen, auf dich und das Kind.«

Luki merkte, dass Josef Maria trösten wollte. Gerne hätte er ihr auch geholfen. Aber er war ja nur eine kleine Maus.

Trotzdem wollte Luki unbedingt mit auf diese Reise gehen. Das konnte ein großes Abenteuer werden!

Was h lt diese Frau in ihren H nden?

Siehst du den Boten des Kaisers?

Wie viele M nner haben einen Bart?

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