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Monika Dockter


Monika Dockter

Wimm und die brennende Stadt


Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne ¡ ϐ Ǥ insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

© 2013 SCM Kläxbox im SCM-Verlag GmbH & Co. KG Bodenborn 43 · 58452 Witten Internet: www.scm-kläxbox.de · E-Mail: info@scm-klaexbox.de Die Bibelverse sind folgender Ausgabe entnommen: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Umschlagillustration: Daniel Fernández, Ulm Umschlaggestaltung: Kathrin Retter, Weil am Schönbuch Satz: Breklumer-Print-Service, Breklum Druck und Bindung: CPI – Ebner und Spiegel, Ulm Gedruckt in Deutschland ISBN 978-3-417-28590-1 Bestell-Nr. 228.590


Inhalt 1 Im Dunkel der Nacht . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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2 Einzug in die Stadt . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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3 Ein unerwartetes Wiedersehen. . . . . . . . . . . .

23

4 Gefasst! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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5 Eine gerechte Strafe . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

35

6 Ein seltsamer Traum . . . . . . . . . . . . . . . . . .

41

7 Ein alter Widersacher . . . . . . . . . . . . . . . . .

49

8 Rachepläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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9 Neue alte Bekannte . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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10 Hilfe für Fred? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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11 Bei Blitz und Donner . . . . . . . . . . . . . . . . . .

79

12 Verlorene Schuhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

85

13 Der Übungskampf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

91

14 Meinholds Rache . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

99

ͳͷ o ò ϐ . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 16 Feuer! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114 17 Mitten im Flammenmeer . . . . . . . . . . . . . . . 120 18 Alles umsonst? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 19 Eingeschlossen! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 135 20 Fred der Freie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 21 Neue Schuhe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149

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„Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.“ Epheser 6,13-17

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1 Im Dunkel der Nacht Wie ein großer, runder Laib Ziegenkäse stand der Mond am Nachthimmel. Silbern glitzerte sein Licht auf dem dunklen Wasser des Trügerischen Flusses. Die Wellen plätscherten leise und sanft über die glatt geschliffenen Steine am Ufer. Leise und sanft raschelte auch der Wind durch das hohe Ufer Ǥ ϐ und plusterte die fedrigen Büschel an ihrem oberen Ende auf, wie den bunten Federbusch an der Haube einer feinen Dame. Ganz und gar nicht leise und sanft dagegen quakten die Frösche im raschelnden Schilfwald. „Quook, quoook, quooook!”, dröhnte ihr durchdringendes Quaken; und immer wieder verriet entweder ein laut platschendes oder ein dumpfes, schmatzendes Geräusch, dass einer der Frösche vom sumpϐ hüpfte. ϐ ¡ ¡ Ǥ Fröschen sein, die sich heute Nacht ausgerechnet hier, neben ϐ ǡ melt hatten! Konnten seine Mitreisenden bei diesem Krach tatsächlich schlafen? Wimm richtete sich halb auf, stützte sich mit den Ellbogen ab und warf einen Blick in die Runde. Rechts von ihm glühte schwach das Wachfeuer, und in einem Kreis um dieses herum lag die kleine Reisegruppe des Ritters Konrad vom Wolfsberg, Wimms Dienstherrn. ϐ ¡ 9


gen Edda und Ekkehard, ihrem Onkel Ritter Konrad und den beiden Kriegsknechten, ihren bewaffneten Reisebegleitern. Wahrhaftig, sie schliefen allesamt. Jedenfalls lagen sie reglos und gleichmäßig atmend an Ort und Stelle, Wimm konnte es deutlich erkennen. Offenbar war er der Einzige, den die nächtliche Froschversammlung nicht ruhen ließ. Dabei war er eigentlich zum Umfallen müde! Ritter Konrad hatte tagsüber ein strammes Reisetempo angeschlagen, um noch vor dem Einbruch der Dunkelheit die große Stadt am Flussufer zu erreichen. Die Stadt der Tausend Wünsche war das letzte Teilziel der Reise, die Ritter Konrads kleinen Trupp von ihrer Heimatburg Wolfsberg zuerst an den Trügerischen Fluss und nach Burg Seefels geführt hatte, und nun mit einem Aufenthalt in der großen Stadt und der baldigen Heimkehr enden sollte. Ritter Konrad, Edda und Ekkehard hatte das rasche Marschtempo auch nicht geschadet, da sie ihren Reitpferden das Laufen überließen – doch Wimm und die beiden Kriegsknechte als Fußgänger hatten gegen Abend vor Erschöpfung kaum mehr einen Fuß vor den anderen setzen können. Immer langsamer waren sie vorangekommen, bis Ritter Konrad schlussendlich einsah, dass sie ihr Ziel an diesem Tag nicht mehr erreichen würden, und den Befehl gab, das Nachtlager am Flussufer aufzuschlagen. Hier lagen sie nun, wenige Meilen von der Stadt und ihren schützenden Mauern entfernt, und Wimm versuchte trotz aller Müdigkeit vergeblich, einzuschlafen. Am liebsten hätte er einen großen Stein mitten hinein in die Versammlung der quakenden Quälgeister geworfen! Da er aber sehr wohl wusste, dass die Frösche ihr Maul nicht lange halten oder gar verschwinden würden, ließ er es blei10


ben. Stattdessen zog er seine Schlafdecke bis über den Kopf, steckte zusätzlich seine Finger in die Ohren und kniff seine Augen fest zusammen. Auf diese Weise gelang es ihm tatsäch ǡ ϐ Ǥ Aber Wimm hatte sich zu früh gefreut. Schon nach kürzester Zeit, so schien es ihm, wachte er erneut auf. Die raue Wolldecke glitt ruckartig und unangenehm kratzend über seine Ȃ ǡ ¡ Gesicht gezogen. Was sollte das bedeuten? War es etwa schon Tag und deswegen Zeit, aufzustehen? Verschlafen öffnete Wimm seine Augen, nahm die Finger aus den Ohren und blickte sich um. Die Decke lag in einem unordentlichen Knäuel neben ihm, die Frösche quakten unverdrossen und noch lauter als vorher und eine dicke Wolke hatte sich vor den Mond geschoben – aber sonst war alles genau wie zuvor. All seine Reisegefährten schliefen tief und fest. Dann hatte er seine Decke wohl selbst im Schlaf weggestrampelt … doch halt, was war dort hinten los? War da nicht eine auffällige Bewegung unter der Baumgruppe, wo sie die Pferde und das Gepäck abgestellt hatten? Irgendetwas huschte dort über den Boden, von einer Tasche zur nächsten! Vielleicht ein kleines Tier, das zuerst über ihn hinweggeklettert war und nun die Lebensmittelvorräte in ihrem Gepäck witterte? Aber in diesem Fall müssten eigentlich die Pferde unruhig werden oder zumindest Ritter Konrads Jagdhunde, die ein Stückchen seitwärts angebunden waren … ǡ ǡ Mond hinter einer Wolke verschwunden war und man in der Dunkelheit kaum die Pferde von den Bäumen unterscheiden konnte. In der Hoffnung, wenigstens etwas mehr zu erkennen, rieb Wimm sich noch einmal die schläfrig-schweren Au11


gen, ehe er erneut zu der Baumgruppe hinĂźberblickte. Tatsächlich, seine MaĂ&#x;nahme wirkte: Wimm erkannte so etwas wie einen rĂśtlichen Fleck, der von einem GepäckstĂźck zum anderen schwebte. Gerade eben machte er neben Ritter Konrads groĂ&#x;er lederner Satteltasche Halt. „Also ist es nur ein Fuchs mit rotbraunem Fell!“, murmelte Wimm vor sich hin, obwohl er sich nicht erklären konnte, weshalb das rĂśtliche Fuchsfell ein ganzes StĂźck Ăźber dem Boden schwebte. Und wie GĂśtz, sein Liebling unter den Jagdhunden, in der Gegenwart eines Fuchses seelenruhig weiterschlafen konnte. Ein Fuchs hatte schlieĂ&#x;lich eine besonders scharfe Witterung, die musste ein guter Jagdhund sogar im Schlaf wahrnehmen kĂśnnen! ǡ ĂšÂ–ÂœÇ¨Ç˛ÇĄ ™‹•’‡”–‡ ‹Â?Â? ‡Â?––¥—•…Š–Ǥ ǡ ‘•ǥ ƒ—ˆ Â?‹– †‹”ǥ Œƒ‰ dieses Vieh davon!“ Doch ehe GĂśtz reagieren konnte, reagierte der „Fuchs“: Als er Wimms Stimme hĂśrte, fuhr er ruckartig in die HĂśhe – und plĂśtzlich wurde unter dem rĂśtlichen „Fell“ das ovale, weiĂ&#x;e Gesicht eines Menschen sichtbar, und wieder ein StĂźck darunter ein dunkler, langer MenschenkĂśrper. Es war kein Tier, sondern ein Mensch, der sich dort an ihrem Gepäck zu schaffen machte! Ohne Zweifel war er gerade dabei, sie zu berauben. Wimm spĂźrte fĂśrmlich, wie ihm bei dieser Erkenntnis das Herz in die Hose rutschte. Sämtliche Schauergeschichten von ƒ—„”‹––‡”Â? —Â?† „‡™ƒˆˆÂ?‡–‡Â? oÂ„Â‡Â”ÂˆÂĄÂŽÂŽÂ‡Â?ÇĄ †‹‡ ‡” Œ‡Â?ƒŽ• ‰‡hĂśrt hatte, standen ihm vor Augen. Wegelagerer, wie dieser ‡‹Â?‡” œ— •‡‹Â? •…Š‹‡Â?ÇĄ Ď?‹‡Ž‡Â? ‘ˆ– ‹Â? ”—’’‡Â? 򄇔 ‹Š”‡ ’ˆ‡” Ї”ǥ in einsamen Gegenden raubten sie diese bei helllichtem Tag aus, sonst verĂźbten sie ihre Untaten bei Nacht. Oft tĂśteten sie ihre Opfer im Schlaf und machten sich dann mit deren Eigentum aus dem Staub. MĂśglicherweise war dieser eine Räu12


ber dort drüben nur die Vorhut einer ganzen Bande, die sich ¡ ò würde! Kalter Schweiß stand auf Wimms Stirn, seine Glieder waren wie gelähmt. Hier ging es nicht nur um sein eigenes Leben, sondern auch um das seiner Freunde Edda und Ekkehard, um das Leben von Ritter Konrad! Eigentlich wollte er laut Alarm schlagen, aufspringen und sich auf den Räuber stürzen, und zwar alles gleichzeitig – aber weder seine Stimme noch seine Beine wollten ihm gehorchen. Götz befreite ihn aus seiner Schreckensstarre. Als Jagdhund war er nicht darauf abgerichtet, Fremde zu verbellen, doch er spürte Wimms Angst: Heulend fuhr er in die Höhe und riss mit aller Kraft an seiner Leine. Das wiederum gab Wimm neuen Mut, sodass er sich endlich wieder bewegen konnte. „Hilfe, Räuber! Wir werden überfallen!“, brüllte er aus voller Kehle, sprang auf die Füße und raste, so schnell diese ihn trugen, in Richtung Gepäck, um den Räuber zu schnappen. Fast im selben Augenblick waren auch Ritter Konrads Kriegsknechte auf den Beinen. Sie griffen nach ihren Waffen, Ǥ Nur – es war zu spät. Sowie der Räuber Wimms Aufwachen bemerkt hatte, hatte er die Flucht ergriffen. Ohne Rücksicht auf den Lärm, den er dabei veranstaltete, trampelte er keu ϐ Ǥ die beiden Kriegsknechte brauchten dem Krachen und Splittern von Ästen und dem Keuchen des Flüchtlings nur zu folgen – und dennoch hatten sie keinen Erfolg. Der Vorsprung des anderen war viel zu groß. Leiser und leiser wurde sein Getrampel, bis es schlussendlich gar nicht mehr zu hören war. 13


„Ich geb auf! Den erwischen wir nie und nimmermehr!“, keuchte einer von Ritter Konrads Männern, und der andere fügte hinzu: „Lass uns besser zu Ritter Konrad zurückkehren und sehen, ob er uns braucht. Man kann nie wissen, ob dieser Räuber nicht am Ende noch Kumpane bei sich hatte!“ Ƿ ¡ ǥDz Ǥ seinem Eifer, diesen einen Räuber zu fassen, hatte er gar nicht mehr an diese Möglichkeit gedacht! Was, wenn in der Zwischenzeit noch mehr Räuber aus dem Dickicht gekrochen waren und soeben über Ritter Konrad und Wimms wehrlose ϐ ǫ ǡ in die entgegengesetzte Richtung, zurück zu Ritter Konrad, Edda und Ekkehard. Die Kriegsknechte waren immer einige Schritte hinter ihm. In der Finsternis stolperte Wimm über eine Baumwurzel, schlug hart auf dem Boden auf, rappelte sich hastig wieder in die Höhe und hinkte mit schmerzenden Knien weiter. Wenn ihre Hilfe für Ritter Konrad nur nicht zu spät kam! Doch Wimms Sorge war unbegründet. Als sie den Lagerplatz erreichten, hatte Ritter Konrad zwar sein Schwert gezückt und sich schützend vor Edda und Ekkehard gestellt, ansonsten aber war alles still. Ihr Räuber war offenbar ein Einzeltäter gewesen. Wimm wurde ganz schwindelig vor Erleichterung und Erschöpfung. Er musste sich an einen Baumstamm lehnen, um nicht gleich ein zweites Mal am Boden zu landen. „Habt ihr ihn erwischt, Wimm?“, rief Edda, sobald sie ihn erblickte. Wimm schüttelte den Kopf, und einer der Knechte antwortete an seiner Stelle: „Hatte zu viel Vorsprung, dieser Gauner. Nicht einmal zu sehen gekriegt haben wir ihn, nur seine Schritte gehört.“ 14


ǡ „‡” ‹…Š Šƒ„‡ ‹ŠÂ? ‰‡•‡Š‡Â?ÇĄ Â?—”œ „‡˜‘” ‡” ‰‡Ď?ޑЇÂ? ‹•–ǨDzǥ warf Wimm ein. Allmählich kam er wieder zu Atem und das SchwindelgefĂźhl lieĂ&#x; nach. „Er hatte rotes Haar – so rot, dass ich zuerst dachte, ein Fuchs schnĂźffelt an unserem Gepäck herum!“ „Ob er rotes, schwarzes oder meinethalben blaues Haar ÂŠÂƒÂ–ÇĄ ‹•– Â?—Â?ÇĄ †ƒ ‡” ‰‡Ď?ޑЇÂ? ‹•–ǥ ˜‘ŽŽÂ?‘Â?Â?‡Â? ‰Ž‡‹…ЉòŽ–‹‰ ÂˆĂ˛Â” —Â?•ǨDzǥ ‡”Â?Ž¥”–‡ ‹––‡” ‘Â?”ƒ† „‡•–‹Â?Â?–Ǥ ǡ ‹” Â?ĂšÂ?Â?‡Â? ‹ŠÂ? Œƒ doch nicht mehr ĂźberfĂźhren. Lasst uns lieber nachsehen, was er eigentlich gestohlen hat!“ Ritter Konrad entzĂźndete eine Fackel. Neben ihrem Gepäck steckte er sie in den Boden und machte sich daran, die einzelnen Kisten und Säcke zu untersuchen. Die anderen folgten seinen Bewegungen mit bangen Blicken. Endlich sah Ritter Konrad wieder auf. „Wir haben noch mal GlĂźck gehabt!“, stellte er fest. „Bis auf ein paar Lebensmittel aus unserem Vorratssack und das schĂśne neue Trinkhorn, das einer der Burgknechte kĂźrzlich aus dem Horn der alten Kuh extra fĂźr mich anfertigte, scheint nichts zu fehlen. ‡‹Â?‡Â? ‡Ž†„‡—–‡Ž –”ƒ‰‡ ‹…Š Œƒ •‹…Ї”Ї‹–•ŠƒŽ„‡” ‹Â?Â?‡” †‹rekt bei mir!“ Damit wies er auf den prall gefĂźllten Lederbeutel, der an einem kurzen Ende Lederschnur von seinem GĂźrtel baumelte. „Puh!“, amtete Ekkehard erleichtert auf. Edda raunte Wimm bewundernd zu: „Das haben wir nur dir zu verdanken, Wimm! Wenn du nicht aufgewacht wärst und den Räuber Ăźberrascht hättest – wer weiĂ&#x;, was er uns dann noch alles gestohlen hätte! Am Ende hätte er uns alle umgebracht, um an das Geld zu kommen â€Śâ€œ „So etwas darfst du gar nicht denken, Edelgard!“, ermahnte Ritter Konrad. „Dennoch, ich muss dir recht geben: Ohne 15


Wimm hätte das Ganze schlimmer ausgehen können. Danke für deine Wachsamkeit, Knabe!“ „Oh!“ Verlegen wie immer, wenn er gelobt wurde, senkte Wimm den Kopf und dachte im Stillen: „Wer hätte gedacht, dass diese furchtbaren Frösche am Ende doch noch zu etwas nütze waren. Ohne ihr Gequake hätte ich sicherlich tief und fest geschlafen.“ Und einen Augenblick später fragte er sich ǡ ò machte, ihre Vorräte verspeiste und dabei Wein aus Ritter Konrads schönem neuen Trinkhorn trank. Es war wirklich zu dumm, dass er ihnen entwischt war!

2 Einzug in die Stadt An Schlaf war in dieser Nacht nicht mehr zu denken, zumin ò ǣ gen und Jagdhelfer Wimm, den ritterlichen Pagen Ekkehard und Edelgard, das adelige kleine Fräulein. Sie waren viel zu ò ǡ ϐ Ǥ ¡ Konrad seine Kriegsknechte bis zum Tagesanbruch zur Wache einteilte, saßen die drei ums Feuer und malten sich aus, welche Untaten der Räuber wohl noch begangen hätte, wenn Wimm ihn nicht rechtzeitig vertrieben hätte. „Es wäre genau so gekommen, wie ich vorhin schon sagte“, prophezeite Edda. „Zuerst hätte er sämtliches Gepäck durch16


In dieser Reihe bereits erschienen: Monika Dockter

Wimm und der Ritter vom Löwenthron Wimm, ein zehnjähriger Bauernjunge, würde so gerne Ritter werden! Unterwegs in den Wäldern trifft er auf einen geheimnisvollen Fremden, dessen Schild das Zeichen des großen Königs jenseits der Wälder trägt: einen Löwen und ein Lamm. Wimm schließt sich dem fremden Ritter an … Gebunden, 13,5 x 20,5 cm, 144 S. Nr. 226.425

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Wimm und das Wappen des feuerroten Drachen Der fiese Ritter Meinhold will alle Burgen nahe der Grenze zum Königreich jenseits der Wälder einnehmen – und von dort aus das Königreich selbst! Als Wimm von diesem Plan erfährt, ist er entsetzt: Das Königreich vom Löwenthron ist in Gefahr! Er muss etwas unternehmen! Gebunden, 13,5 x 20,5 cm, 144 S. Nr. 228.528

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Wimm und das Königreich der Edelsteine Wimm wird zum echten Helden: Er rettet Lazuli, die Prinzessin der Edelstein aus dem Trügerischen Fluss. Als Dank dafür möchte sie ihn zum Ritter der Edelsteine machen. Aber durchschaut Wimm ihre Hintergedanken? Eine packende Geschichte mit einer starken Botschaft! Gebunden, 13,5 x 20,5 cm, 160 S. Nr. 228.558


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