B U A L G ICH . H C I D AN -GOTT Schneide
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Daniel Schneider ICH GLAUB AN DICH. – GOTT 52 Begegnungen der besonderen Art
Der SCM-Verlag ist eine Gesellschaft der Stiftung Christliche Medien, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt. Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne vorherige schriftliche Einwilligung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Die Bibelverse wurden, soweit nicht anders angegeben, folgender Ausgabe entnommen: Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Weiter wurden verwendet: Hoffnung für alle®, Copyright © 1983, 1996, 2002 by Biblica US, Inc., verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlags. (HFA) Neues Leben. Die Bibel, © Copyright der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 by SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten. (NLB) Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung. Copyright © 2009 Genfer Bibelgesellschaft, CH-1204 Genf. Wiedergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten. (NGÜ) Bibeltext der Schlachter Bibelübersetzung. Copyright © 2000 Genfer Bibelgesellschaft. Widergegeben mit freundlicher Genehmigung. Alle Rechte vorbehalten. (SCH) © 2014 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG · Bodenborn 43 · 58452 Witten Internet: www.scmedien.de; E-Mail: info@scm-brockhaus.de Umschlaggestaltung: Sebastian Reichardt, Herrenberg Satz: Christoph Möller, Hattingen Druck und Bindung: Leo Paper Products ISBN 978-3-417-26604-7 Bestell-Nr. 226.604
VORWORT VON SABINE HEINRICH
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Wenn die „Kirche in 1Live“ kommt, dann schalte ich ab. Dann lehne ich mich im Studio zurück, atme durch, lasse die Schultern fallen und höre einfach nur zu. Eine Minute und dreißig Sekunden Pause in einer Sendung, in der es oft sehr hektisch und turbulent zugeht. In einer Sendung, in der ich die Fäden zusammenhalte und immer darauf gefasst bin, dass die nächste Nachricht eine schreckliche sein könnte. Wenn aber die Kirche beginnt, weiß ich: Das geht gut aus. Ich nenne die „Kirche in 1Live“ auch gerne „Gedanken to go“ – die kommen nämlich zu mir und ich kann sie überall haben. Wir müssen dazu nicht in die Kirche gehen, sie können uns – je nachdem, wo das Radio läuft – überall antreffen. An Daniels Geschichten mag ich besonders, dass sie mich treffen. Oft treffen sie mich da, wo ich selbst gerade im Leben stehe. Daniel hält keine großen Reden, ist kein Schlaumeier oder Moral-Horst, der einfach mal alles weiß und alles kann und nach neunzig Sekunden eine Lösung parat hat. Vielmehr nimmt er mich an die Hand und zeigt mir sehr warmherzig die kleinen Dinge im Leben, an denen ich sonst vielleicht vorbeigerannt
wäre oder an die zu glauben ich vergessen habe. Er gibt mir Ruhe. Und für diese neunzig Sekunden bin ich ihm sehr dankbar. Nun hat Daniel Schneider all diese kostbaren Gedanken in ein Buch gebracht, und ich muss nicht mehr auf ein Treffen im Radio hoffen, sondern kann sie mitnehmen. Es funktioniert: Ich habe es selbst erlebt. Diese Geschichten sind kleiQH ZDUPKHU]LJH $XVÀ JH XQG EULQJHQ 5XKH Viel Freude damit!
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Sabine Heinrich, Moderatorin bei 1Live
VORWORT VON TITUS REINMUTH
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„Daniel Schneider, Löhne“. Ein Name, ein Ort. So endet jeder Beitrag bei „Kirche in 1Live“. Jedenfalls wenn Daniel dran ist. Oft ist er Sprecher, manchmal auch Autor – so wie bei den Geschichten in diesem Buch. Das Persönliche ist Programm. In den 90 Sekunden „Verkündigung“ gibt es keine allgemeinen Wahrheiten, sondern Daniel spricht von dem, was sich heute für ihn bewährt. „Kirche in 1Live“ ist für Menschen, die in Bewegung sind. Noch nicht angekommen, noch nicht fertig, sondern auf der Suche. Ihnen erzählt Daniel von seinen persönlichen Erfahrungen. Was ihn überzeugt, was ihn trägt, wie er sucht. Er erzählt es für Judith aus Bochum, Tobias aus Nörvenich oder Melanie aus Neuss. Menschen aus der „Zielgruppe“ von 1Live. In ihrem Leben geht es um Wohnungssuche, Arbeit, Freunde; um Ängste, Fragen, Positionen; um Liebe, Trauer, Mut. Um ein Leben in Bewegung. Daniel Schneider erzählt auf Augenhöhe. Von dem, was ihn umtreibt, und von Gott. Er liebt biblische Geschichten. Wie er sie versteht und wie sie ihn weiterbringen, das erzählt er in diesem Buch. 8UVSU QJOLFK VLQG GLH $QGDFKWHQ I U HLQ À FKWLges Medium geschrieben. Das Radio läuft nebenbei. Im Auto, beim Friseur, in der Kantine; beim
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Frühstücken, Aufräumen, Arbeiten. Wenn ich morgens nach Düsseldorf ins Büro fahre, will ich bei der „Stauschau“ konzentriert zuhören: Ist die A52 dabei? Und dann sind die Meldungen doch an mir vorbeigerauscht. Viele hören jedoch bewusst zu, wenn der Jingle ertönt: „Kirche in 1Live“. Sicher, spannender als die Staumeldungen ist es immer. Aber richtig gut wird es dann, wenn die Geschichte mich dazu bringt „abzuschalten“. Aus meinen eigenen Gedanken auszusteigen und zuzuhören. Sogar manchen 1Live-Moderatorinnen soll es so gehen … Manchmal passiert es, dass ich noch Minuten danach in Gedanken bin. In den Gedanken der Andacht. Dann hat sie ihr Ziel erreicht: mich. Es kommt dann schon mal vor, dass ich vor einer grünen Ampel stehen bleibe. Oder der Kaffee auf dem Schreibtisch kalt wird. Mit diesem Buch kann ich nun den Zeitpunkt selbst bestimmen, wann ich den Gedanken und Geschichten von Daniel noch einmal nachgehe. Dann geht es plötzlich um Josef in Ägypten, Rut in Moab, Jonathan in Jerusalem, um die Menschen der Bibel und ihre Erfahrungen mit dem Unterwegssein. Aber ich stoße auch auf den kürzesten Gottesdienst der Welt, die Weisheit eines Comics oder einen Notizzettel in Berlin, der alles verändert. Wunderbar!
Als kirchlicher Redakteur bin ich immer der erste Leser von Daniels Beiträgen, im Studio der erste Hörer. Jetzt freue ich mich darauf, sie als Buch noch ganz oft in die Hand nehmen zu können. Dr. Titus Reinmuth, Pfarrer Stellvertretender Evangelischer Rundfunkbeauftragter beim WDR
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# EINFÜHRUNG Ich mag Geschichten – deshalb mag ich die Bibel. Die biblischen Autoren waren die besten Geschichtenerzähler der Welt. Aber sie haben nicht nur toll erzählt, sondern auch in besonderer Weise zugehört und weitergedacht. Und das hat Folgen. Eine jüdische Schriftauslegung spricht vom weißen und vom schwarzen Feuer. Das schwarze Feuer besteht aus den Buchstaben, dem geschriebenen Text. Er steht fest, bestätigt, provoziert, wirft Fragen auf und erklärt. Das weiße Feuer dagegen ist das, was zwischen den Zeilen passiert. Das, was der Text nicht erzählt. Das, was im Kopf des Lesers oder Zuhörers passiert. Ich versuche, die Bibel mit Offenheit für das weiße Feuer zu lesen. Ohne mir die Texte zurechtzulegen und unbequeme und unpassende Stellen glattzubügeln. Aber auch ohne meinen Verstand und persönlichen Hintergrund vorher abzulegen. Denn wenn Gott so ist, wie er in der Bibel beschrieben wird, dann hat er kein Problem mit meinen unbequemen Fragen und Zweifeln. Dann freut er sich darüber, wenn ich mich ehrlich mit ihm auseinandersetze. Und dabei kann man Gott erfahren. Deswegen müssen biblische Geschichten, Begegnungen zwischen Gott und Mensch, weitererzählt werden. Immer
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und immer wieder. Und jeder Mensch erzählt die Geschichten aus seiner Perspektive. Mit einem eigenen Schwerpunkt. Das ist in diesem Buch ganz genauso. Diese Andachten sind ein Teil von mir. Entstanden innerhalb der letzten vier Jahre im Rahmen meiner Rundfunkandachten fĂźr die Sendung „Kirche in 1Live“ im WDR. Während der Ăœberarbeitung der Texte fĂźr dieses Buch habe ich gemerkt: 2 0DQQ GX ELVW HLQ JDQ] VFK|QHU =ZHLĂ€HU 'DV LVW ja frustrierend. Habe ich Ăźberhaupt etwas zu sagen? Aber dann habe ich mich an Thomas erinnert. (LQHQ - QJHU YRQ -HVXV HLQHQ =ZHLĂ€HU 'HU KDW Jesus nicht geglaubt, dass er von den Toten auferstanden ist. Und Jesus hat ihm nicht gesagt: „Du musst mir aber glauben!“ Nein, Thomas durfte Jesus so nah kommen wie sonst niemand. Er durfte die Wunden vom Kreuz nicht nur sehen, sondern berĂźhren. Erst dann hat er geglaubt. Das hat mich beruhigt. Gott nimmt Zweifler ernst. Und so lange ich die Wunden von Jesus nicht persĂśnlich sehen kann, so lange darf ich zweifeln, fragen und trotzdem glauben. ,KU ZHUGHW KRIIHQWOLFK 7H[WH ÂżQGHQ GLH HXFK gefallen, und ebenso Texte, Ăźber die ihr euch (hoffentlich) ärgert. Dieses Buch soll in erster Linie als Inspirationsquelle oder als unterhaltsame LektĂźre
zwischendurch dienen. Es soll aber auch zur persÜnlichen Auseinandersetzung mit Gott und der Welt anregen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Bitte habe ich: Schreibt mir euer Lob und eure Kritik an info@danielschneider.org. Was habt ihr mit Gott erlebt? Ich mag Geschichten – aus der Bibel und aus dem Leben. Daniel Schneider, im Herbst 2014
#1 DIE BIBEL – EIN BUCH VOLLER ERZĂ„HLKUNST Die Bibel ist ein Buch voller Erzählkunst. Und das wiederum ist ein Markenzeichen des Orients bis heute. Da werden nicht einfach nur die Fakten auf den Tisch geknallt nach dem Motto: So und so sieht’s aus. Nein, da werden Anliegen, Antworten und Weisheiten in Bilder verpackt und bleiben dadurch nicht bloĂ&#x;e Theorie. Da bleibt Spielraum fĂźr eigene Interpretationen und eine Geschichte wird so erzählt, dass die Menschen sie verstehen. So hat es auch Jesus gemacht, zum Beispiel bei diesem Gleichnis:
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Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er „eins“ von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der WĂźste lässt und geht dem verORUHQHQ QDFK ELV HUÂśV ÂżQGHW" 8QG ZHQQ er’s gefunden hat, so legt er sich’s auf GLH 6FKXOWHUQ Âą YROOHU )UHXGH 8QG ZHQQ er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein Ăźber „ei-
nen“ Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen (Lukas 15,4-7).
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Heute hört sich die Geschichte etwas altbacken an, das gebe ich zu. So hat das Martin Luther vor knapp 500 Jahren eben übersetzt. Und Luther hat bei der Bibelübersetzung einen richtig guten Job gemacht. Er hat „dem Volk aufs Maul geschaut“. Damals war das also die absolut angesagte Sprache der Leute. Die haben sich so unterhalten. Wenn die Bibel für mich mehr sein soll als ein interessantes Geschichtsbuch, dann muss ich mir die Geschichte a) noch mal in meine heutige Sprache übersetzen und b) im Zusammenhang anschauen. Bei der Geschichte mit dem verlorenen Schaf habe ich das folgendermaßen versucht: Früher gab es viele Schafhirten. Das Bild, das Jesus wählte, ist simpel, aber wirkungsvoll. Jeder hatte den Hirten vor Augen. Aber dass ein Hirte alle anderen Schafe im Stich lässt, um ein einziges zu suchen, das irritierte. Das war unnormal, wirtschaftlich gedacht nicht tragbar. Jesus hat diese Geschichte ganz gezielt religiösen Besserwissern erzählt. Die haben sich näm-
lich vorher darüber aufgeregt, dass sich Jesus zu viel mit Dieben, Prostituierten oder Obdachlosen abgibt. Mit dieser Schafsuche sagte er ihnen: Gott liebt besonders diese Menschen. Er überspitzte es sogar, indem er ausdrückte: Diese Menschen sind interessanter. Ich schätze, heute würde Jesus im Zweifelsfall die Sonntagsmorgengottesdienste schon nach der Begrüßung verlassen. Er würde zum Bahnhofsvorplatz gehen. Bestimmt würde er sich in der Kirchentür noch umdrehen und sagen: „Kommt mit und unterstützt mich! Ihr wisst doch schon, wovon ich rede. Diese Leute noch nicht. Lasst uns Gottes Liebe nicht nur theoretisch weitergeben. Lasst den Worten auch Taten folgen.“
Die Bibel wurde nicht nur von Martin Luther ins Deutsche übersetzt. Eine neuere, zeitgemäße Übersetzung ist zum Beispiel die der BasisBibel: www.basisbibel.de
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hichte. Dein Leben. Deine Gesc sammen aus Das Leben setzt sich zu schlechten, d n Geschichten – guten u erkwürdigen m , n e g i r u lustigen und tra sich, viele und skurrilen. Es lohnt n. davon weiterzuerzähle r und Sprecher o t u A D a n i e l S c h n e i d e r, bei „Kirche n e t h c a d n a k der Rundfun r Geschichten in 1Live“, hat 52 solche hres – gesama J s – f ü r j e d e Wo c h e d e st er sowohl i n e d r o w e melt. Fündig g Alltag des in der Bibel als auch im er Gott, aber t e Lebens. Dabei begegn n Fragen e l l a t i m , auch sich selbst ich herums t i m r e e i d , n l e und Zweif enken an: d h c trägt. Das regt zum Na r großen e d t i m n Wa s h a t d e i n L e b e en Sinn d d n u t t o G r e b ü Geschichte lassen e i w des Lebens zu tun? Und gs so a t l l A s e n i s i c h d i e „ Wo r t e “ d e oluter s b a n i e s s a d , n e zusammenfüg Bestseller daraus wird? n mag ich „An Daniels Geschichte h treffen. Sie c i m e i s s s a d , s besonder Ausflüge e sind kleine warmherzig “ . und bringen Ruhe atorin bei 1Live Sabine Heinrich, Moder
www.scmedien.de €D 9,95 | €A 10,30 | CHF 14.90
ISBN 978-3-417-26604-7
9 783417 266047