Shauna Niequist
Der Geschmack von Leben Den Alltag zum Fest machen
Die amerikanische Originalausgabe erschien unter dem Titel Cold Tangerines im Verlag Zondervan, Grand Rapids, Michigan © 2007 Shauna Niequist Deutsch von Silvia Lutz
© der deutschen Ausgabe R. Brockhaus Verlag im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten Umschlaggestaltung: Johannes Schermuly, Wuppertal Satz: Breklumer Print-Service, Breklum Druck: CPI – Ebner & Spiegel, Ulm ISBN 978-3-417-26266-7 Bestell-Nr. 226.266
Inhalt
Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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I Warten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Funke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eine Familie werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Junge Hunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Altes Haus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Insel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schwimmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Französischunterricht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mein Gewicht und ich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ganz besondere Tage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Visionen und Geheimnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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II Babyzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Der rote Baum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 Exodus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Wenn alles zerbricht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Brüder, Schwestern und Grillfeste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 Fastenzeit und Fernsehen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 Eine Beerdigung und eine Hochzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98 Mütter und Söhne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 Einfach großartig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 Cents . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108
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III Versteckspiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kaputte Flaschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gebet und Sport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Beichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schalom . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gute Sachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Haken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der schĂśnste Moment des Sommers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Segen und Fluch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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IV Gebete einer Mutter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Sportstar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marienkäfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mein Gewicht und ich, zum Zweiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mit Bleistift schreiben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frohes Thanksgiving . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Suppe aus Knochen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Keller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nadel und Faden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fest statt Frust . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Einleitung
Dieses Buch ist eine unverschämte Aufforderung zu feiern. Ich weiß, dass die Welt um uns herum völlig verrückt ist. Ich weiß, dass es einem manchmal vorkommt, als seien Pessimismus und Trübsinn die einzigen verantwortungsbewussten Reaktionen darauf. Ich wache nachts auf und denke an Pestizide und internationale Politik und Fundamentalismus und Krankheiten und Straßenbomben und daran, dass meine Eltern eines Tages sterben werden. Das letzte Jahr war sehr schwer für mich, das härteste Jahr, das ich je erlebt habe. Ich mache mir Sorgen um die Welt, die wir meinem kleinen Sohn hinterlassen. Ich werde pessimistisch und verbissen. Und genau aus diesem Grund fordere ich unverschämt zum Feiern auf. Weil ich das brauche – ich brauche Optimismus und Frohsinn und Hoffnung angesichts der Gewalt und Verzweiflung und Sorgen. Und weil der andere Weg in eine Sackgasse führt. Verzweiflung ist ein langsamer Tod. Ein Leben mit Bitterkeit ist wie ein Leben mit Alkohol: Man sieht es unserem Gesicht und unseren Augen an, und man hört es unseren Worten an, auch wenn wir das selbst nicht wahrhaben wollen. Der einzige Ausweg, den ich sehe, ist dieses zarte Ineinanderweben von Handeln und Feiern, von Zielsetzungen und Erwartungen. Lassen Sie uns handeln, lesen, protestieren, schützen, streiken, lernen, für etwas kämpfen, gegen etwas kämpfen, aber lassen Sie uns aufpassen, dass wir inmitten dieses ganzen Tuns und Organisierens nicht eine Welt niederwalzen, die uns gleichzeitig mit blühender Schönheit und Hoffnung und Vergebung umgibt. Lange bevor die Kriege vorbei sein werden, bevor die Heilmittel gefunden werden, bevor das Unrecht beseitigt wird, haben wir das Heute, das demütige Heute, das uns mit der Festlichkeit und dem Funkeln eines Diamantrings anstrahlt. Streife mich über, fordert es uns auf. Genieße mich. Liebe mich, tauche in mich ein, entdecke mich, überredet es uns. 5
Diese Grundeinstellung, das Leben zu feiern, verändert mein Leben. Diese Lebensweise beschenkt mich immer wieder mit reichen Entdeckungen. Deshalb lade ich Sie ein, es ebenfalls zu praktizieren. Diese Geschichtensammlung ist ein Stepptanz auf den frischen Gräbern der Gleichgültigkeit und des Zynismus, des immer mehr um sich greifenden Glaubens, dies wäre alles, was es gibt, und Gott wäre dem Chaos der Welt, in der wir leben, nicht gewachsen. Was Gott in den winzigen Winkeln unseres täglichen Lebens wirkt, ist erstaunlich und umwerfend und schreibt Schlagzeilen, aber wir haben die schlechte Angewohnheit, die Schlagzeilen nur für das Groteske und Beängstigende zu reservieren. Es gibt viele gute Bücher, in denen es darum geht, was falsch läuft, was kaputt ist, was repariert, demontiert und verbessert werden muss. Diese Bücher sind gute Bücher. Ich lese sie, und ich hoffe, Sie lesen sie auch. Aber vielleicht meldet sich auch in Ihnen eine leise Stimme, eine Stimme, die fragt: »Ist das alles? Ist das alles, was ich zu erwarten habe?« Dieser leisen, heiligen Stimme antworte ich: »Auf keinen Fall. Es gibt so viel mehr, und es ist überall um uns herum, und es ist direkt vor unseren Augen.« Die Entscheidung, in der Welt, in der wir heute leben, zu feiern, klingt vielleicht verantwortungslos. Sie klingt vielleicht oberflächlich wie Zuckerwatte und klimpernde Armbänder. Aber ich glaube, es ist eine ernste Angelegenheit, eine Angelegenheit, die das Potenzial in sich trägt, uns wieder zum Besten, was wir sind, zurückzuführen, uns wieder zu den Männern und Frauen zu machen, als die Gott uns geschaffen hat; zu Menschen, die sich entscheiden, das Beste zu sehen, das Beste zu glauben, sich nach dem Besten zu sehnen. Durch diese Sehnsucht, das Beste zu sein, was wir sein können, werden wir verändert, inspiriert und geadelt, und wir werden fähig, dort die Handschrift des heiligen Gottes zu sehen, wo andere vielleicht nur die gleichen alten, langweiligen Straßen und Gehwege sehen. Die Geschichten in diesem Buch sind meine Geschichten, die Geschichten des Lebens, wie ich es sehe. Die Mitwirkenden sind meine Freunde, meine Familienangehörigen und meine Nachbarn. Ich erzähle diese Geschichten, weil sie die einzigen Geschichten sind, die 6
ich kenne, und die einzigen Geschichten, die zu erzählen ich ein Recht habe. Ich erzähle sie Ihnen, weil ich glaube, dass Sie in ihnen Ihre eigenen Geschichten entdecken werden, mit Ihren eigenen einmaligen Mitwirkenden und Handlungsabläufen. Ich glaube, dass diese Liebesbriefe an mein eigenes tägliches Leben die winzigen Funken der Hoffnung und Freude zu neuem Leben entfachen können, die sich in Ihrer Nische der Welt als Alltag verkleiden. Die Welt ist lebendig, sie leuchtet und funkelt und blinzelt uns zu und lädt uns ein, aufzustehen und zur Musik zu tanzen, die seit Anbeginn der Zeit gespielt wird und die wir hören können, wenn wir uns ganz nach unten beugen und das Ohr auf die Erde legen.
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Warten
Ich warte eigentlich immer auf etwas. Ich warte darauf, etwas anderes zu werden, ich warte darauf, der Mensch zu werden, der ich meiner Meinung nach immer bald sein werde, ich warte auf das Leben, das ich meiner Meinung nach irgendwann führen werde. In meinem Kopf war ich immer nur einen Schritt von dieser Zukunft entfernt. In der Schule saß ich nur meine Zeit ab, bis ich als Studentin aufblühen würde, als eine Studentin, die ich vor meinem geistigen Auge schon ganz deutlich sehen konnte. An der Uni ragte die »Erwachsene«, die das Studium abgeschlossen hat, immer vor mir auf: klüger, stärker, besser organisiert. Dann die verheiratete Frau, dann die Frau, die ich sein würde, wenn wir Kinder hätten. Seit buchstäblich zwanzig Jahren warte ich darauf, dass ich dünner werde, denn erst dann fängt mein Leben wirklich an. Und mitten in diesem ganzen Warten stehe ich hier. Mein Leben vergeht, Tag für Tag, und ich warte darauf, dass es irgendwann anfängt. Ich warte auf diesen Zeitpunkt, auf diese Person, auf dieses Ereignis, mit dem mein Leben endlich beginnt. Ich liebe Filme über den »großen Moment« – das Spiel oder den Erfolg oder den Hochzeitstag oder den Rekord, das große Schlüsselereignis, durch das meine Zeitrechnung neu aufgeteilt wird: in die Zeit vor diesem Tag und die Zeit danach, weil sich an diesem Tag alles verändert. Ich warte auf das große Ereignis, über das man einen Film drehen könnte, auf etwas, das alles verändert und mich aus diesem Wartezustand herausreißt und in den Wirbelwind, der sich vor mir abspielt, hineinzieht. Bei solchen Filmen weine ich immer, denn ich warte immer noch auf meinen großen Moment. Ich hatte Visionen vom Leben als einem großen Abenteuer, als etwas, das gefeiert und mit allen Sinnen erlebt werden muss. In Wirklichkeit tat ich nichts anderes, als zur Arbeit zu fahren und nach Hause zu kommen, doch so etwas gab es in diesen Filmen nie. 10
Von John Lennon stammt der Satz: »Das Leben ist das, was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Dinge zu planen.« Für mich war das Leben das, was passierte, während ich damit beschäftigt war, auf meinen großen Moment zu warten. Ich war darauf vorbereitet und glaubte, der Rest meines Lebens würde in den Hintergrund treten und verblassen und mein großer Moment würde mich wie ein Rettungsboot sicher durch das Leben tragen. Der »große Moment« ist leider ein Großstadtmythos. Einige Leute erleben ihn in einem gewissen Sinn, wenn sie zum Sportler des Jahres oder zum Superstar gewählt werden. Aber auch das Leben dieses Sportlers oder dieses Sängers besteht aus mehr als aus diesem einen Moment. Das Leben ist eine Ansammlung von einer Million Momenten, von einer Milliarde winzig kleiner Momente und Entscheidungen. Diese Momente sind wie eine Handvoll glitzernder, leuchtender Perlen. Wenn sie zusammen aufgefädelt werden, wenn sie aufeinander aufbauen, wenn sie Tag für Tag und Jahr für Jahr aufgereiht werden, machen sie ein Leben, eine Person aus. Diese Perlen und Momente sind klein und auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar und viel weniger märchenhaft und dramatisch als in den Filmen. Aber genau das finde ich in Augenblicken und aufblitzenden Momenten. Das ist die bestmögliche Art. Das, worauf ich warte, dieses große Abenteuer, diese filmreife Erfahrung, die sich vor mir ausbreitet. Das ist es. Das normale, tägliche Leben, das auf unseren Straßen und Gehwegen abläuft, in unseren Häusern und Wohnungen, in unseren Betten und an unseren Esstischen, in unseren Träumen und Gebeten und Kämpfen und Geheimnissen – dieses Leben, das wie ein Fußgänger vorübergeht, ist das Kostbarste, was wir haben. Ich glaube, diese Lebenseinstellung, diese Konzentration auf die Gegenwart, das Alltägliche, das Greifbare, dieser Blick – nicht auf die Schlagzeilen im Fernsehen, sondern auf die Blumen, die in unserem eigenen Garten wachsen, auf die Kinder, die in unserem eigenen Haus heranwachsen – diese Lebenseinstellung trägt das Potenzial in sich, den Himmel zu öffnen, eine Handvoll funkelnder Diamanten zu ernten, wo wir vorher nur Kohlenstoff sahen. Wenn wir anfangen, unsere Umgebung mit offenen Augen zu sehen, daran zu bauen und sie zu 11
formen, werden die Filmszenen und Soundtracks, die uns verführen wollen, darauf zu warten, dass unsere eigene Lebensgeschichte endlich beginnt, in den Hintergrund gedrängt. Unser Blick wird offen für das Leben, an dem wir die ganze Zeit schon bauen, ohne dass es uns richtig bewusst war. Ich will nicht mehr warten. Ich will glauben, dass es nichts Heiligeres oder Tiefgründigeres gibt als den heutigen Tag. Ich entscheide mich zu glauben, dass im heutigen Tag tausend große Momente verborgen liegen, die nur darauf warten, wie winzige Goldkörnchen entdeckt zu werden. Die großen Momente sind die täglichen, winzigen Momente, in denen Mut,Vergebung und Hoffnung gefordert sind. Das ist der Film des Lebens, der sich um uns herum abspielt. Meistens sehe ich es nicht einmal, weil ich zu sehr damit beschäftigt bin, darauf zu warten, das zu werden, was ich meiner Meinung nach bald sein werde. Die großen Momente sind in jeder Stunde, in jedem Gespräch, in jeder Mahlzeit, in jedem Treffen mit anderen Menschen verborgen. Der Sportler des Jahres weiß das. Er weiß, dass sein großer Moment nicht der Augenblick war, in dem man ihm die Trophäe überreichte. Es waren die tausend Momente, in denen er morgens aufstand und trainierte, statt sich noch einmal im Bett umzudrehen. Es waren die vielen Kilometer, die er an Regentagen lief, die gesunden Mahlzeiten an den Tagen, an denen ihm ein Hamburger wie der Himmel auf Erden erschien. Dieser große Moment verkörperte die vielen Momente, die vorher kamen und den Weg für diesen Moment bereiteten. Ich glaube, wenn wir einen aufmerksamen Blick entwickeln, eine tiefe Fähigkeit, das zu sehen, was die ganze Zeit schon da war, werden wir in uns und um uns herum eine aufregende Welt entdecken, Träume, Geschichten und übersprudelnde Erinnerungen. Die Nuancen, Schattierungen, Geheimnisse und intimen Augenblicke der Liebe und Freundschaft, in unseren Ehen und mit unseren Kindern, sind farbenfroh und ereignisreich. Wir müssen nur den richtigen Blick dafür haben. Heute ist Ihr großer Moment. Besser gesagt: Ihre großen Momente. Das Leben, auf das Sie warten, läuft um Sie herum ab. Die Szene, die sich in diesem Augenblick vor Ihrem Fenster abspielt, ist wertvoller 12
als das schönste Gemälde, und die Kekse und die Marmelade, die Sie zum Kaffee auf dem Tisch stehen haben, sind auf ihre Weise genauso tief greifend wie das letzte Abendmahl. Das ist es. Das ist das Leben in all seiner Herrlichkeit, das sich um uns herum entfaltet und das übersprudelt, auch wenn es als eine Serie von kleinlichen, langweiligen, unauffälligen Momenten getarnt ist. Aber sehen Sie hinter die Maske und Sie werden Ihr Leben finden, das nur darauf wartet, erlebt, gewählt, gewebt und geformt zu werden. Ihr Leben sprudelt jetzt, heute, vor Energie, Kraft, kleinen und großen Dingen über. Es ist besser als der beste Film, den Sie je gesehen haben. Sie, Ihre Familie, Ihre Freunde, Ihr Haus, Ihr Esstisch und Ihre Garage haben alle Voraussetzungen für ein Leben mit epischen Ausmaßen, für eine Geschichte für die Ewigkeit. Das gilt für jedes Leben. Sie haben Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden, Erinnerungen, die es wert sind, sie zu bewahren, Träume, die es wert sind, darauf hinzuarbeiten, einen Körper, der es wert ist, ernährt zu werden, eine Seele, die es wert ist, gepflegt zu werden. Und über alledem wohnt der Gott des Universums in Ihnen, der alles Natürliche und Wunderbare übersteigt. Du bist mehr als Staub und Knochen. Du bist Geist und Kraft und Bild Gottes. Und Gott hat dir das Heute geschenkt.
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