David und Samuel Bibeltext: 1 Samuel 16,1-13 Zielgedanke: Gott urteilt anders als wir Menschen. Er lässt sich nicht vom Äußeren beeindrucken. Hintergrund zum Bibeltext:
Hauptteil:
Ursprünglich hatte Gott für das Volk Israel keinen König vorgesehen, nachdem er ihnen das Land Kanaan als Besitz gegeben hatte. Die „Richter“ sorgten im Land für Gerechtigkeit und kämpften, wenn es sein musste, gegen die benachbarten Feinde. Samuel war der letzte Richter in dieser Reihe, denn die Israeliten wünschten sich, einen König zu haben, so wie die Nachbarvölker. Saul war der erste König Israels, vom Richter und Propheten Samuel im Auftrag Gottes persönlich gesalbt. Aber Saul war ungehorsam. Gott hat ihn „verstoßen“ (Vers 1). Jetzt schickt Gott Samuel nach Betlehem. Dort soll er den neuen König finden.
● Die Geschichte aus 1 Samuel 16,1-13 er-
Einstieg: Bilder von Stars (aus der Zeitung, aus Zeitschriften, von Kinoplakaten, evtl. auch aus Mode-Katalogen) aufhängen oder verteilen. Gespräch: Wer von diesen Leuten ist wohl am nettesten? Wen hättest du gerne als Freund, als großen Bruder, große Schwester, als Lehrer? Wer von ihnen kann wohl am besten Streit schlichten, wer kann die besten Witze erzählen, kann am besten singen, am besten Fußball spielen?
Überleitung: Letztlich wissen wir nicht, wie nett oder gemein jemand ist, bevor wir ihn kennengelernt haben. Oft machen wir es aber trotzdem so: Wir sehen jemanden und haben über ihn schon unser Urteil gefällt: Die sieht nett aus, die ist bestimmt eine gute Freundin. Der sieht langweilig aus, den will ich gar nicht erst kennenlernen. Auch die Leute aus einer Geschichte in der Bibel haben sich vom Äußeren stark beeindrucken lassen.
zählen, dabei die Hinweise zum Hintergrund beachten.
Gespräch: Geht es dir manchmal so, dass du andere schon als gut oder schlecht bezeichnest, obwohl du sie nicht kennst? Oder geht es dir umgekehrt sogar so, dass andere dich vorschnell beurteilen, obwohl sie dich nicht kennen? Vielleicht sagen einige über dich: „Die ist langweilig!“ „Der ist doof!“ Dabei kennen sie dich noch überhaupt nicht. Ein Glück: Gott macht es nicht so. Er weiß, wie es in deinem Herzen aussieht. Er sieht, ob es dir gut oder schlecht geht. Er weiß, was du dir wünschst, wovor du Angst hast oder wo du mit dir selbst unzufrieden bist. Gott macht sich nichts daraus, ob du sportlich bist, die modernsten Klamotten trägst oder das neueste Spiel hast. Andere lassen sich oft davon beeindrucken. Gott nicht. Frage: Findest du das gut oder bedrohlich, dass Gott in dein Herz schaut? Hier wäre es gut, wenn ein Mitarbeiter von sich erzählt, warum es für ihn keine Bedrohung, sondern ein Trost ist, dass Gott in sein Herz, seine Gedanken schaut.
Möglichkeit zur Vertiefung: ● Jedes Kind erhält ein Blatt, auf dem
einige Fragen notiert sind, zum Beispiel: „Das esse ich am liebsten“ - „Davor habe ich Angst“ - „Das ist mir in der letzten Zeit gut gelungen“ - „Da war ich mit mir unzufrieden“ - „Das möchte ich einmal werden“ und so weiter. Unten auf dem Blatt steht in fetter Schrift: „Alles das weiß Gott über dich. Und mit all dem liebt Gott dich.“
Stundenentwurf 2/7 zum Kinderbuch „Der Schlunz und die barfüssigen Riesen“ © 2008 Bibellesebund
Die Kinder sollen jedes für sich das Blatt ausfüllen. Sie müssen mit niemandem darüber reden. Anschließend die Möglichkeit geben, mit Gott im Stillen über das zu reden, was sie aufgeschrieben haben. „Mit Gott kannst du darüber reden. Ihm brauchst du nichts vorzumachen. Er weiß ja sowieso, wie es dir geht und was du gut kannst und was nicht.“
Spiele zur Vertiefung: ● Spiele mit Schafen: Schafe (auf Kärtchen,
Stofftiere) verstecken und suchen lassen ● Spiele, bei denen der Kleinste, der Jüngste
größere Chancen hat zu gewinnen: Staffel, bei der man unter eine sehr schmale Hürde kriechen muss; Staffel, bei der man sich viel zu kleine Kleidungsstücke überziehen muss; Strecke laufen, die nur die Kleinsten in der Gruppe trägt. ● Spiele, bei denen andere Fähigkeiten gefragt sind als üblicherweise. Nicht der Schnellste und Sportlichste gewinnt, sondern zum Beispiel der Geschickteste (indem auf einem Flaschenhals Streichhölzer gestapelt werden sollen) oder der mit dem besten Gedächtnis (indem man sich eine möglichst lange Zahlen- oder Gegenstände-Reihe merken soll). ● Wenn Sie die Arbeitsmappe Spiele 4 „Mit David in Aktion“ aus der Reihe „Kreativ für Kids“ vom Bibellesebund besitzen, passt das Spiel „Aufregung in Betlehem – Puzzle mit Aktionen“ hier gut.
Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der SchlunzGeschichte erzählen
David und Goliat Bibeltext: Bib lt t 1 S Samuell 17,1-51 Zielgedanke: : Gott steht dir zur Seite, auch wenn du eine Riesenangst hast.
Einstieg: Die Gruppe in Mannschaften einteilen. Jede Gruppe erhält ein Plakat, auf dem die Umrisse eines Riesen aufgezeichnet sind. Aufgabe: „Ihr habt jetzt eine Minute Zeit. Welcher Mannschaft fallen die meisten Dinge ein zum Thema: ‚Davor haben Menschen Angst’?“ Auf Kommando beschriften die Kinder die gezeichneten Riesen. Wenn der Schwierigkeitsgrad noch gesteigert werden soll, hat sich der Leiter vorher auf einem verdeckten Zettel fünf Dinge notiert, wovor Menschen Angst haben (z. B. vor Streit in der Familie, vor älteren Schülern auf dem Schulhof, vor Klassenarbeiten, vor Krankheiten, vor Unfall). Für jede Übereinstimmung mit den Ergebnissen der Kinder gibt es einen Sonderpunkt.
Hauptteil: ● Geschichte von David und Goliat
(1 Samuel 17,1-51) erzählen Es gibt vieles, was uns Angst macht: Angst vor Krieg, vor anderen Menschen, die uns verletzen wollen, Angst davor, dass uns oder unseren liebsten Angehörigen oder Freunden etwas Schlimmes passiert. Manche verkriechen sich vor Angst. David hat es nicht so gemacht. Dabei war er noch ein Jugendlicher. Goliat ein drei Meter hoher Riese. Genau genommen hat David keine Chance gehabt. Aber David hat es dem Riesen ins Gesicht gesagt, warum er keine Angst hat: „Du trittst gegen mich an mit Säbel, Spieß und Schwert. Ich aber komme mit dem Beistand des Herrn, des Herrschers der Welt“ (Vers 45). David ist sich sicher gewesen: Gott ist
größer und stärker als der stärkste Riese. Letztlich war es nicht die Steinschleuder von David, die den Riesen besiegt hat, sondern sein Mut und sein Vertrauen auf Gott. Können wir das denn auch so einfach tun? Hier wäre es gut, wenn ein Mitarbeiter davon erzählen könnte, wie er vor etwas große Angst hatte, ihm aber das Gebet oder ein Vers aus der Bibel den Mut gab, sich der Angst zu stellen und sie damit zu überwinden.
Gespräch: Wie verhältst du dich, wenn du Angst hast? Was tust du gegen die Angst? Was tun die Mitarbeiter gegen Angst?
Vertiefung: Auf kleine Zettel notiert jeder, der will, wovor er Angst hat. Dann kann er im Stillen mit Gott darüber reden. Oder mit einem der Mitarbeiter darüber reden oder auch beten.
Spiele: Es gibt Dinge, die können wir nicht verändern. Ob es Krieg gibt, ob wir oder unsere Freunde krank werden oder einen Unfall haben, das wissen wir nicht. Diese Angst kann uns so lähmen, dass wir zum Beispiel aus lauter Angst vor einem Unfall gar nicht mehr auf die Straße gehen. Solche Angst können wir bei Gott abgeben. Wir können beten: „Gott, du bist bei mir. Bitte pass auf mich auf. Und bitte pass auf die auf, die ich lieb habe. Ich weiß nicht, was mir heute passieren wird. Aber du weißt es. Und du gehst mit mir. Das ist gut zu wissen. Amen.“ Und dann gibt es Dinge, durch die müssen wir einfach durch, auch wenn wir Angst davor haben: Prüfungen, ein Gespräch, bei dem wir uns entschuldigen oder etwas anderes Unangenehmes sagen sollen. Da können wir so, wie es David getan hat, in dem festen Vertrauen auf die Sache zugehen: „Ich komme mit dem Beistand des Herrn!“ Und dann können wir uns überlegen, ob uns andere Leute vielleicht bei dem helfen können, wovor wir Angst haben.
Stundenentwurf 3/7 zum Kinderbuch „Der Schlunz und die barfüssigen Riesen“ © 2008 Bibellesebund
● Mit einer Steinschleuder auf Flaschen,
Dosen, Zielscheiben schießen. ● Mit Tischtennisbällchen in einen
Eimer zielen. Auf den Eimer vorher das grimmige Gesicht von Goliat malen. ● Wenn Sie die Arbeitsmappe Spiele 4 „Mit David in Aktion“ aus der Reihe „Kreativ für Kids“ vom Bibellesebund besitzen, passt das Spiel „Mit Köpfchen und Steinschleuder - Ratespiel“ hier gut.
Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der SchlunzGeschichte erzählen.
David und Jonatan Bibeltext: Bib lt t 1 S Samuell 18,1-9; 8 19,1-7; 20,1-42 Zielgedanke: Freunde sind füreinander da und halten zusammen.
Einstieg: Die Kinder in Mannschaften aufteilen, Zettel und Stifte austeilen. Der Leiter erklärt: „Jemand hat 100 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren gefragt: ‚Was muss ein guter Freund tun?’ Ihr habt eine Minute Zeit, möglichst viel aufzuschreiben, von dem ihr denkt, dass es viele der 100 Kinder geantwortet haben. Für jede Antwort, die ihr findet, erhaltet ihr nachher so viele Punkte, wie Kinder die Antwort gegeben haben. Also wenn 5 von 100 Kindern ‚streiten’ geantwortet haben und ihr ‚streiten’ notiert habt, erhaltet ihr für diese Antwort 5 Punkte. Und so weiter.“ Und das sind die Antworten der 100 Kinder, in Klammern die Anzahl der Kinder, die so geantwortet haben: helfen (21), zu einem halten (15), muss mir vertrauen (13), nett sein (7), treu sein (7), nicht lügen (7), mit einem spielen (6), sich vertragen (im Sinne von „nicht streiten“, 3), Versprechen einhalten (3), Geheimnis nicht ausplaudern (3), lieben (3), man muss ihm vertrauen können (2), versöhnen (1). Wenn sich eine Antwort nicht eindeutig zuordnen lässt, improvisiert der Mitarbeiter.
Hauptteil: In der Bibel wird von einer sehr guten Freundschaft erzählt. ● Die Geschichte von David und Jonatan erzählen. Die Bibelstellen sind sehr umfangreich, aber manches wird erst deutlich, wenn der Hass von Saul auf David klar ist. Von daher wird der Erzähler eine Auswahl treffen, die seiner Meinung nach dem Stundenziel gerecht wird. Einige Aspekte, die wichtig sein könnten: Jonatan schenkt David seine königliche Rüstung (Kap. 18,3-4), Jonatan warnt
David (Kap. 19,1-2), Jonatan setzt sich bei seinem Vater für David ein (Kap. 19,4-7), Jonatan und David verabreden Geheimzeichen (Kap. 20,18-22), Jonatan setzt sein Leben für David aufs Spiel (Kap. 20,30-34), Jonatan und David versprechen, einander treu zu bleiben und einander zu schützen (Kap. 20,8-9+42).
Gespräch: David und Jonatan haben nicht nur zusammengehalten, als sie gemeinsam in Frieden im Königspalast gelebt und gearbeitet haben. Sie haben auch in den größten Schwierigkeiten zueinander gestanden. Jonatan hat David beschützt, obwohl er dabei selbst in Gefahr geraten ist. Er hat sich für den Freund eingesetzt und mit dem noch mal geredet, der dem Freund eigentlich schaden wollte. Jonatan hat David großzügige Freundschaftsgeschenkte gemacht. Und so weiter. Habt ihr so einen guten Freund, so eine gute Freundin? Erzählt den anderen doch mal, wie ihr schon mal euren Freund, eure Freundin beschützt, verteidigt, beschenkt, gewarnt habt – oder, wie euer Freund, eure Freundin dasselbe für euch getan hat. Welchen Tipp könnt ihr denen geben, die so einen guten Freund, so eine Freundin nicht haben? Wie wird man denn ein guter Freund, eine gute Freundin? Evtl. kann der Mitarbeiter davon erzählen, wie er mal keinen Freund hatte, später aber einen bekommen hat. Ganz wichtig ist dabei, dass gerade die in der Gruppe, die keinen Anschluss haben, durch diese Geschichte nicht entmutigt („Schade, dass ich nicht so einen Freund habe.“), sondern ermutigt werden („Klasse, so könnte ich auch einen Freund bekommen.“)
Stundenentwurf 4/7 zum Kinderbuch „Der Schlunz und die barfüssigen Riesen“ © 2008 Bibellesebund
Möglichkeiten zur Vertiefung: ● Den Satz aus Sprichwörter/Sprüche 17,17
verrätseln (als Galgenmännchen lösen lassen; auf ein Blatt schreiben und zum Puzzle zerschneiden; als Geheimschrift mit Symbolen lösen lassen oder ähnlich): „Ein Freund steht allezeit zu dir, auch in Notzeiten hilft er dir wie ein Bruder.“ ● Freundschaftsbändchen knüpfen. ● Goldmedaillen bemalen mit der Aufschrift „Du bist mein bester Freund“. Die Medaille sollen die Kinder ihrem besten Freund, ihrer besten Freundin schenken. ● Wenn Sie die Arbeitsmappe Spiele 4 „Mit David in Aktion“ aus der Reihe „Kreativ für Kids“ vom Bibellesebund besitzen, passt das Spiel „Freund oder Feind - Staffel“ hier gut.
Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der SchlunzGeschichte erzählen.
David und Saul Bibeltext: 1 Samuel 24 24,1-23 1 23 Zielgedanke: Du musst dich nicht rächen, aber du musst dir auch nicht alles gefallen lassen. Einstieg: Beispielgeschichte: Der Lehrer reißt zwei Kinder auseinander, die sich wie wild prügeln. „Der hat angefangen!“, rufen beide gleichzeitig und zeigen jeweils auf den anderen. „Du hat mir in den Bauch geboxt!“, beschwert sich der eine. „Ja, weil du mir das Bein gestellt hast!“, wehrt sich der andere. „Aber nur, weil du mich vorher mit Dreck beworfen hast!“, ruft wieder der erste. „Ja, aber vorher hast du mich die Treppe runtergestoßen!“ – „Und davor hast du …“ – „Aber vorher hast du …“ Wer hat denn nun angefangen? Kann man das jetzt überhaupt noch herausfinden?
Gespräch: Wie soll sich der Lehrer entscheiden? Welche Tipps bekommen wohl die beiden Jungs, die sich geprügelt haben, nachher von ihren Freunden? An welcher Stelle hätte der Streit schon vorher aufhören können, ohne dass es zu einer Schlägerei kam? Was fällt euch dazu ein? Wo habt ihr schon mal was Ähnliches erlebt?
Hauptteil: David war viele Jahre von König Saul gemein behandelt worden. Saul wollte ihn töten. David musste sich verstecken. Vielleicht dachte er manchmal verzweifelt: Wenn ich den Saul einmal vor mir hätte, dem würde ich es zeigen! Und dann – eines Tages hatte David Saul vor sich. Und das war so. ● Die Geschichte aus 1 Samuel 24,1-23 erzählen. David hat sich nicht an Saul gerächt, obwohl er die Möglichkeit dazu gehabt hat. Ist David deshalb ein Schwächling? Hätte David es nicht leichter gehabt,
wenn er seinen Feind ein für alle Mal beseitigt hätte? Nein. David hat Saul nicht einfach nur verschont. Er hat ihm deutlich gesagt, dass das, was Saul gemacht hat, nicht richtig gewesen war. David war mutig. Etwa tausend Jahre später hat Jesus einmal etwas Unglaubliches dazu gesagt: ● Lukas 6,27-35 vorlesen lassen.
Gespräch:
beizutragen, dass Streit aufhört. Es ist sogar besser, als es dem anderen immer wieder heimzuzahlen. Das heißt nicht, dass man sich alles gefallen lassen soll. Trau dich, dem anderen zu sagen, wenn er dir Gemeines tut. Überleg auch, wen du zu Hilfe holen kannst, damit der Streit wirklich aufhört. Wenn andere dir Böses tun und du dabei Hilfe holst, hat das nichts mit Petzen zu tun. Hilfe holen, wenn man sich selbst nicht mehr helfen kann, ist immer richtig. Und dem anderen zu sagen, dass er aufhören soll, auch.
Was sagst du dazu? Ist das nicht ein bisschen zu viel verlangt? Wie kann man das denn umsetzen? So einen richtige „Feind“, wie David ihn Möglichkeiten zur Vertiefung: hatte oder wie Menschen im Krieg haben, ● Spiel: Anschleichen. Einer steht mit verhaben wir nicht. Trotzdem kennen wir sicher bundenen Augen in der Kreismitte und Leute, die uns das Leben schwer machen trägt einen Umhang (einen Stofffetzen), und denen wir nicht gern begegnen, an dem 10 Wäscheklammern angebracht weil es oft Streit und Ärger gibt. Welche sind. Zur Verteidigung hält er eine ZeitungsLeute sind das? rolle (besser und weicher: die Schaumstoff-Ummantelung von Heizungsrohren). ● Evtl. von den Kindern zusammentragen Nacheinander müssen sich einzelne Kinder lassen. Beispiele: Die andere Freundin anschleichen und versuchen, dem „Saul“ meiner besten Freundin, die immer auf in der Mitte eine Wäscheklammer zu mich eifersüchtig ist; der Junge aus dem stehlen. Nachbarhaus, der mir immer gemeine Sachen hinterher ruft; Erwachsene (Lehrer, ● Den Satz aus 1 Thessalonicher 5,15 Trainer, Gruppenleiter, Verwandte), die verrätseln oder verstecken oder sonst wie es stets auf mich abgesehen haben und lösen lassen: Achtet darauf, dass niemand mich immer beschuldigen, wenn was von euch Böses mit Bösem heimzahlt. vorgefallen ist. Bemüht euch vielmehr stets, das Gute zu tun, im Umgang miteinander und mit ● Würdest du als Schwächling dastehen, allen Menschen.“ wenn du es deinen „Feinden“ nicht heimzahlst? Was hat man davon, seinen „Fein● Wenn Sie die Arbeitsmappe Spiele 4 den“ mit Liebe zu begegnen? Wie könnte „Mit David in Aktion“ aus der Reihe „Kreativ denn ein Ende von einem Streit aussehen, für Kids“ vom Bibellesebund besitzen, wenn man es dem anderen nicht heimpasst das Spiel „Dem Mantel auf der Spur zahlt? Was könnte man seinem eigenen Würfelspiel“ hier gut. „Feind“ Gutes tun? Seinen Feinden zu vergeben, ist auf keinen Zum Abschluss: Fall leicht. Und das macht man nicht mal Den entsprechenden Teil der Schlunzeben mit links. Aber es tut gut, selbst dazu Geschichte erzählen.
Stundenentwurf 5/7 zum Kinderbuch „Der Schlunz und die barfüssigen Riesen“ © 2008 Bibellesebund
Ablehnung und Versöhnung in der Gemeinde Bibeltext: 1 Johannes 4,19-21
Zielgedanke: Gott liebt uns bedingungslos. Es ist deshalb gut, wenn wir uns wieder mit anderen vertragen, mit denen wir uns gestritten haben. Einstieg: ● Streit unter Freunden – das kennt jeder.
Meistens verträgt man sich aber kurz darauf wieder. Wer kann mal von sich erzählen, wie er oder sie sich mit seinem Freund, seiner Freundin ganz doll gestritten hat? Wie habt ihr euch dann wieder vertragen? Wie war das? ● Streit in der Gemeinde – gibt es das überhaupt? Streiten sich auch Christen? Und wenn ja, gibt es denn Streit, der so schlimm ist, dass man den anderen überhaupt nicht mehr mag? ● Johannes 13,34-35 verrätselt auf eine Tafel oder Pappe schreiben. Erklärung an die Kinder: Jesus hat seinen Jüngern ein „neues Gebot“ gegeben. Wer findet heraus, wie es heißt? ● In einer der frühen Gemeinden muss es aber solchen Streit gegeben haben, sonst hätte Johannes nicht diesen Brief schreiben müssen.
Hauptteil: ● Den angegebenen Bibeltext lesen.
Klar, niemand versteht sich mit allen gleich gut. Und den anderen zu „lieben“ heißt nicht, für jeden der beste Freund, die beste Freundin zu sein. Jemanden zu lieben, heißt auch: ihn freundlich behandeln, ihm nicht Böses mit Bösem heimzahlen, ihm helfen, nicht über ihn herziehen, ihn so behandeln, wie du selbst behandelt werden willst. Wie du von anderen behandelt werden möchtest, weißt du ja (evtl. einige Vorschläge von den Kindern sammeln). Das Gebot, das Jesus seinen Jüngern gegeben hat (ihr habt es ja eben als Rätsel herausgefunden), ist an alle gerichtet, die sich als Gemeinde treffen. Wenn Johannes hier in seinem Brief vom „Bruder“ schreibt,
ist damit der jeweils andere in der Gemeinde gemeint. Alle, die Gott zum Vater haben, sind damit automatisch Geschwister. Natürlich streiten sich Geschwister auch mal. Aber sie sollten nicht verfeindet bleiben. Immerhin macht Gott es genauso. Er hätte genug Grund, uns abzuschieben. Aber er liebt uns. Er hat uns sogar zuerst geliebt. Wenn wir wieder auf andere zugehen und uns mit ihnen versöhnen, ist das wie eine Antwort darauf, wie sehr Gott uns liebt.
Gespräch: ● Gibt es Streit hier in der Gruppe? Wie
könntet ihr den gemeinsam zu einem guten Ende führen? Was könnten alle dazu beitragen? ● Falls es keinen Streit in eurer Gruppe gibt: umso schöner. Was könntet ihr heute dafür tun, damit es so bleibt? Womit könntet ihr euch gegenseitig Gutes tun? Wie könntet ihr den anderen in der Gruppe zeigen, dass ihr ihn oder sie wertschätzt?
Möglichkeiten zur Vertiefung: ● Jeder zieht einen Zettel mit dem Namen
eines anderen aus der Gruppe. Für den soll er heute oder in den nächsten Tagen einen Brief schreiben oder eine andere Möglichkeit finden, ihm eine nette Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Das darf auch heimlich geschehen oder, falls sich Jungen und Mädchen nichts gegenseitig schreiben wollen, auch nach Jungen und Mädchen getrennt. ● Spiel: Namensspiel mit Kofferpacken. Anstatt Gegenstände müssen Komplimente gesammelt werden, möglichst auch solche, die mit dem gleichen Buchstaben beginnen wie der Vorname. Der
Stundenentwurf 6/7 zum Kinderbuch „Der Schlunz und die barfüssigen Riesen“ © 2008 Bibellesebund
Erste zeigt auf seinen Nachbarn und sagt: „Das ist der freundliche Felix.“ Der Zweite deutet auf den vorherigen Teilnehmer, danach auf seinen Nachbarn: „Das ist der freundliche Felix, das ist die anmutige Annika.“ Und so weiter.
Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der SchlunzGeschichte erzählen.
Jesus als Freund? Bibeltext: Johannes 15,12-17 Zielgedanke: Jesus zum Freund zu haben, ist ein besonderes Geschenk. Aber es ist anders als ein Freund, den wir hier haben. Einstieg: ● Freunde-Memory: Der Leiter hat aus
Zeitschriften oder aus dem Internet berühmte Freunde ausgeschnitten bzw. ausgedruckt (Ernie und Bert, Winnetou und Old Shatterhand, Micky und Goofy, Sponge Bob und Patrick, Dick und Doof usw.), auf Kärtchen geklebt und die nun bildunten auf dem Tisch verteilt. Die Regeln sind wie beim normalen Memory, nur dass die Paare hier nicht zwei gleiche Bilder sind, sondern die beiden Teile eines Freunde-Paares. ● Falls auch die Lektion mit David und Jonathan behandelt wurde, kann der Leiter so das Gespräch eröffnen: „Ihr erinnert euch, dass wir schon einmal über Freundschaft gesprochen haben. Was wisst ihr noch, was den meisten Kindern beim Thema Freundschaft am wichtigsten war? Was muss ein guter Freund, eine gute Freundin tun?“ ● Falls die Lektion mit David und Jonathan (noch) nicht behandelt wurde, kann man trotzdem so einsteigen: „Was meint ihr: Was muss ein guter Freund, eine gute Freundin tun?“ Evtl. das Spiel, das in der erwähnten Lektion vorgeschlagen ist, hier einfügen.
Überleitung: Den angegebenen Bibeltext lesen.
Gespräch: ● Vorhin haben wir einige Dinge festge-
stellt, die ein guter Freund, eine gute Freundin tun soll. Was davon tut Jesus als Freund? (Antworten der Kinder sammeln, evtl. noch mal im Bibeltext nachlesen. Vers 13: Er liebt so sehr, dass er bereit ist, für seine Freunde zu sterben; Vers 15: Er hat alles weitergesagt, was er von seinem
Vater gehört hat; Vers 16: Er hat sich seine Freunde auserwählt, also selbst ausgesucht.) ● Was ist mit den anderen Dingen über Freundschaft, die wir vorhin gesammelt haben? Was davon trifft auch auf Jesus zu?
Hauptteil: Wenn Jesus seine Jünger als „Freunde“ bezeichnet, meint er damit etwas anderes, als wir es uns heute vorstellen. Ein Freund, eine Freundin ist für uns jemand, mit dem wir uns treffen, mit dem wir Spaß haben und mit dem wir uns so gut verstehen, dass wir Geheimnisse teilen und auch in Schwierigkeiten zusammenhalten. Die Jünger, die mit Jesus zusammen waren, bezeichneten Jesus nicht als Freund. Jesus war ihr „Rabbi“, ihr Lehrer. Zu ihm schauten sie auf, von ihm wollten sie lernen. Als seine Schüler waren sie auch gleichzeitig seine Diener. Sie besorgten das Essen, sie bereiteten den Schlafplatz vor. Bei Jesus war es noch extremer: Jesus war nicht irgendein Rabbi. Er war der Sohn von Gott. Gott persönlich sozusagen. Klar, dass sie sich ihm gegenüber als Knechte, als Sklaven, als Diener bezeichneten. Dass sie überhaupt in seiner Nähe sein durften, war eine große Ehre. „Ich bin es noch nicht einmal wert, dir die Schnürsenkel an den Schuhen zu öffnen“, hatte Johannes der Täufer einmal zu Jesus gesagt. Und jetzt ist es Jesus, der dieses Bild auflöst. Er ist es, der sagt: „Nun sind wir nicht mehr Meister und Diener. Nun sind wir Vertraute. Ich habe euch alles gesagt. Ihr habt eure Schule bei mir beendet. Jetzt bezeichne ich euch nicht als Untergebene, sondern als Freunde.“ Vielleicht wird jetzt klar, dass Jesus seine
Stundenentwurf 7/7 zum Kinderbuch „Der Schlunz und die barfüssigen Riesen“ © 2008 Bibellesebund
Jünger damit auf dieselbe Stufe mit sich stellt. Er hat sie ins Vertrauen gezogen. Ein Freund ist also hier nicht der, mit dem man Quatsch macht oder Fußball spielt. Ein Freund ist der, der vom Diener zum nächsten Vertrauten aufgestiegen ist. „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr mein Gebot befolgt“, sagt Jesus. Das gilt für uns immer noch. Aber er meint damit nicht, dass er mit uns Quatsch machen will oder wir Jesus im Gebet Witze erzählen sollen. Er meint damit, dass wir uns ihm nähern dürfen wie einem Freund, obwohl er eigentlich verdient hätte, dass wir uns vor ihm auf die Knie werfen und seine Sklaven sind.
Gespräch: ● Habt ihr schon von anderen gehört, die
Freunde von Jesus sind? Was haben sie gesagt, warum sie ein Freund von Jesus sind? Was bedeutet ihnen diese Freundschaft? ● Die Mitarbeiter sollen erzählen, warum sie Freunde von Jesus sind und was ihnen die Freundschaft mit Jesus bedeutet (falls sie das von sich sagen können). ● Die Kinder können ausschwärmen und im Laufe der Woche andere Gemeindeglieder fragen, warum sie Freunde von Jesus sind. Kritisch nachfragen ist erlaubt. ● Gibt es auch Kinder in der Gruppe, die von sich sagen, sie sind Freunde von Jesus? Ob sie sich trauen, von ihrer Freundschaft mit Jesus zu erzählen?
Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen