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Der verlorene Groschen Bibeltext: Lukas 15,8-10 Zielgedanke: Gott geht jedem Menschen, der sich von ihm entfernt hat, nach und sucht ihn.

Einstieg:

Möglichkeiten zur Vertiefung:

Geld suchen: „Hier im Raum habe ich ein 50-Cent-Stück verloren“, erklärt der Mitarbeiter mit vor der Brust verschränkten Armen, „Wer es gefunden hat, verrät es nicht weiter, sondern flüstert es mir leise zu und setzt sich wieder.“ Während die Kinder wild suchend den Raum auseinandernehmen, geht der Mitarbeiter langsam durch den Raum spazieren und beobachtet sie dabei. Das 50-Cent-Stück trägt er am eigenen Körper, zum Beispiel zwischen zwei Fingern in den vor der Brust verschränkten Armen.

● Alle möglichen Spiele, die mit suchen und finden zu tun haben:

Überleitung: ● Etwas zu suchen, ist nicht nur nervig. Manchmal ist es auch schlimm, je nachdem, wie wertvoll etwas ist, das man sucht. ● Gespräch über Dinge, die andere schon gesucht haben. Welche Methoden hat man zur Suche gewählt? Wie hat man sich beholfen, als man das Gesuchte nicht wieder gefunden hat?

Topfschlagen (mit verbundenen Augen einen Topf auf dem Fußboden finden, unter dem sich Süßigkeiten befinden), Schatzsuche (die kann unterschiedlich aufwändig sein), allgemeines Verstecken, Suchbilder auf den Overhead-Projektor legen (bei Großgruppen); einen verkleideten Mitarbeiter im Ort suchen; Goldnuggets im Wald suchen (gold angesprühte Steine oder Tannenzapfen) ● Basteln: Schatzkiste aus Papier falten, Schatzkästchen (leere Umverpackungen aus schönen Schachteln) bekleben und anmalen, Perlen und schöne Steine hineinlegen und sammeln ● Goldtaler verteilen, auf ein Papier kleben und beschriften: „Ich bin Gottes Goldstück“

Zum Abschluss: Hauptteil: Lukas 15,8-10 aus einer Bibel vorlesen oder erzählen Die Frau hätte ja auch sagen können: „Egal, wenn mir ein Geldstück fehlt. Verdiene ich mir eben ein neues.“ Aber für sie war jede Münze absolut wertvoll. Sie hat einen ganzen Tag dafür arbeiten müssen. Vermutlich waren die Münzen sogar Teil eines Brautschmucks. Zu einer Brautkette gehörten genau zehn Silbermünzen. So gesehen, war das einzelne Geldstück noch mal ganz besonders wichtig und durfte in der Sammlung nicht fehlen. Weißt du, dass du ein wertvolles Einzelstück, ein Original bist? So jemanden wie dich gibt es auf der ganzen Welt nur ein einziges Mal! Dein Fingerabdruck ist einmalig, dein Lachen, die Art, wie du denkst und redest – alles ist von Gott einmalig hergestellt. Deshalb ist es Gott ganz wichtig, mit dir in Beziehung zu leben und er sucht deine Nähe. Gott sucht den Kontakt zu dir, so wie die Frau in der Geschichte die Münze gesucht hat. Und wenn du sagst: „Okay, ich interessiere mich auch für Gott, ich will auch auf Gott zugehen“, dann freut sich Gott genau so darüber, wie es die Frau mit ihren Nachbarinnen und Freundinnen getan hat, als sie die Münze gefunden hat.

Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen


Übers Beten Bibeltext: Philipper 4,6 Zielgedanke: Wir können Gott alles sagen: was uns Sorgen macht und wofür wir Gott dankbar sind.

Einstieg:

Möglichkeiten zur Vertiefung:

Den Bibelvers aus Philipper 4,6 auf mehrere große Plakate (unterschiedliche Farben) schreiben und in kleine Puzzleteile schneiden. Die Puzzleteile in einem vorher abgesteckten Gebiet (Raum, Haus, Gelände) verstecken. Die Gruppe in Mannschaften aufteilen. Auf Kommando sollen die Mannschaften die Puzzleteile ihrer Farbe finden und zusammensetzen. Wer kann als erstes den Bibelvers komplett vorlesen?

● Auf kleine Zettel schreiben, wofür man Gott dankbar ist. Die Zettel können nachher als Gebet vorgelesen oder auf ein großes Plakat an der Wand geklebt werden. ● Zum Basteln: Telefon aus 2 Jogurtbechern und Schnur: In die Jogurtbecher mit einem Nagel ein Loch reinhämmern, jeweils ein Ende der Schnur durch das Loch fädeln und mit einem Knoten fixieren. Jetzt kann man in einer erstaunlichen Entfernung zu zweit miteinander reden, wenn die Schnur straff gespannt ist.

Überleitung: ● Gespräch: Wer kennt vorformulierte Gebete (Tischgebete, Nachtgebete, Gottesdienstgebete)? Wer kann eins aufsagen? Wer hat schon mal selbst mit Gott gesprochen? Auch ohne auswendig gelernte oder abgelesene Gebete, sondern einfach so? Wie war das? ● Andere Möglichkeit für ein Gespräch: Wer hat schon mal gesehen, wie Menschen beten? Welche Haltungen nehmen sie dazu ein? Habt ihr auch schon mal ungewöhnliche Gebetshaltungen gesehen?

Hauptteil: Letztlich ist es egal, mit welcher Körperhaltung wir beten, was wir sagen oder mit welchen Worten wir das Gebet abschließen. Gott ist unser Vater. Er hört uns zu, egal, in welche Worte wir das Gebet verpacken. Ein Kind, das Hunger hat, wird nicht erst eine Bitte an die Mama vorformulieren, aufschreiben und dann schön aufsagen. Es wird einfach rufen: „Mama, ich hab Hunger!“ und die Mutter wird ihm geben, was es braucht. So ist es auch bei Gott. Er hört uns zu. Wir können ihm unsere Sorgen sagen, wir können ihm erzählen, was wir Schönes erlebt haben. ● Philipper 4,6 vorlesen In diesem Bibelvers werden beide Dinge genannt, die wir gut in ein Gebet packen können: Gott für das danken, das er uns Gutes geschenkt hat, und ihn für die Dinge bitten, die uns Sorgen bereiten. Gott sorgt für uns. Auch wenn manche Bitte nicht so erfüllt wird, wie wir es uns wünschen.

Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen


Der verlorene Sohn Bibeltext: Lukas 15,11-24 Zielgedanke: Gott ist unser Vater. Jeder kann zu ihm umkehren.

Hier kann das Guter Start Rätselheft zur kompletten Stundengestaltung genutzt werden (kann man kostenlos beim Bibellesebund bestellen). Zum Einstieg wird das Heft ausgeteilt. Gemeinsam mit den Kindern geht der Leiter eine Seite nach der anderen durch, liest den Text und löst die Rätsel dazu. Nach den Rätseln erteilt der Leiter eine Einführung ins Bibel Aufschlagen. Der Rest der Geschichte wird mit Hilfe des Rätselheftes und den Erklärungen zum Bibeltext gelesen. Damit ist der inhaltliche Schwerpunkt der Gruppenstunde schon durch das Gespräch über den Bibeltext und die dazugehörigen Erklärungen gelegt. Auf die Möglichkeiten zur Vertiefung kann man anschließend trotzdem noch zurückgreifen. Falls das Heft nicht vorliegt und auch nicht bestellt werden soll, gibt es folgende Möglichkeiten zur Gestaltung:

Einstieg: ● Spiele, bei denen Geld aufgeteilt werden soll: Spielgeldmünzen in Mannschaften so schnell wie möglich in zwei gleich große Teile sortieren. ● Anspiel über eine Familiensituation, bei der ein Kind am Ende sagt: „In dieser Familie halte ich es einfach nicht aus!“ Anschließend Gespräch über Familie. Aus welchem Grund möchtet ihr manchmal abhauen? ● Gespräch: Wenn dir jemand vorschlagen würde, du könntest 100.000 Euro ausgezahlt bekommen und solltest damit allein ohne deine Familie leben, würdest du das Angebot annehmen? Was würdest du mit dem Geld machen?

Überleitung: Dass Kinder oder Jugendliche nicht mehr in ihrer Familie leben wollen und von zu Hause ausziehen, dass kommt immer wieder vor. Auch wenn es den Eltern weh tut. Gott, den Vater, verlassen, das tun ganz viele. Und sie fragen nicht danach, wie weh es Gott, dem Vater tut. „Ich kann selbst auf mich aufpassen“, sagen sie oder: „Ich brauche Gott nicht.“ In der Bibel steht eine Beispielgeschichte, die das verdeutlichen soll.

Hauptteil: Auch wenn das Rätselheft nicht vorliegt, kann man Lukas 15,11-32 mit den Kindern in der Bibel lesen. Der Vater hätte allen Grund gehabt, wütend zu sein. Zum ersten Mal, als der Sohn ihn verlassen wollte. Zum zweiten Mal, als der Sohn zurück kam und das vom Vater geerbte Geld ausgegeben hatte. Aber der Vater ist nicht wütend. Der Vater liebt den Sohn. Er zwingt ihn nicht, bei ihm zu bleiben. Und er freut sich unendlich, wenn er wieder zu ihm umkehrt. So ist Gott. Gott ist unser Vater. Er hat uns geschaffen. Aber Gott zwingt niemanden, bei ihm zu bleiben. Wer ohne Gott leben möchte, kann das tun. Trotzdem freut sich Gott über jeden, der merkt: Bei Gott habe ich es viel besser. Ich kann mein Leben nicht selbst in die Hand nehmen. Wenn du dich Gott anschließt, wenn du zu Gott umkehrst, dann freut sich Gott so wie der Vater im Gleichnis.

Möglichkeiten zur Vertiefung: ● Spiel: den „Weg zum Vater“ gehen. Entweder mit verbundenen Augen einen Parcours gehen, den ein anderer führt. Oder auf einem gezeichneten Bild ein Labyrinth mit verschiedenen Wegen, aber nur einer kommt beim Vater an. ● Am Ende kann die Gruppe mit Kuchen und Saft ein Fest für den nach Hause gekommenen Sohn feiern.

Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen


Wer lügt, gewinnt? Bibeltext: Matthäus 7,24-27 Zielgedanke: Bei Jesus ist der Ehrliche nicht der Dumme. Wer sein Leben auf ein gutes Fundament baut, hat letztlich die Nase vorn.

Einstieg: Beispielgeschichte, evtl. sogar aus dem eigenen Leben, in der jemand, der unehrlich war, damit Erfolg hatte: ● Jemand hat in der Klassenarbeit abgeschrieben und dadurch eine gute Note erhalten. ● Jemand hat aus dem Internet schwarz Lieder und Spiele runtergeladen und dadurch Geld gespart, während ein anderer, der sich die Lieder und Spiele gekauft hat, kein Geld mehr hat. ● Jemand hat in der Klasse Lügen über einen anderen verbreitet und sich damit in den Mittelpunkt gespielt. Jetzt ist er beliebter als der andere Schüler, der ehrlich ist und über niemanden herzieht. ● Bestimmt fallen den Kindern Beispiele aus dem eigenen Erfahrungsbereich ein.

Überleitung: Oft scheint es doch so zu sein, dass diejenigen, die ehrlich sind, sich hinten anstellen und auf die anderen achten, das Nachsehen haben. Wer ehrlich ist, scheint auf der Verliererseite zu stehen. Muss man denn nicht lügen und betrügen, um zu seinem Recht zu kommen?

Schmalseite aufeinander gestapelt werden. Die Unterseiten der Kartons schauen zu den Zuschauern. Dadurch wirkt das Haus groß und aufwändig. Das sind die Bausteine von Freund 2: „Ich vertraue Gott.“, „Ich bleibe ehrlich und aufrichtig.“, „Ich vergebe anderen.“, „Mein Freund Jesus schützt mich, hört mir zu und versorgt mich mit dem, was ich brauche.“ Die Bausteine sind auch angemalte Schuhkartons mit Deckel, die aber normal gestapelt werden. Rein optisch sieht der Stapel von Freund 1 viel attraktiver aus als der von Freund 2. Und so ist es auch im Leben: Wer lügt, andere fertig macht und sich nur um sich selbst kümmert, scheint das bessere Leben führen zu können. Der hat die Nase vorn. Die Feuerprobe kommt aber, wenn der Sturm kommt. Ein Sturm im Leben könnte sein, wenn großer Streit kommt, Trennung der Eltern, eine Freundschaft geht auseinander, jemand stirbt oder andere schlimme Dinge. Wer dann nur auf sich selbst vertraut hat, bricht nun viel stärker ein, als jemand, der sein Fundament auf Gott gelegt hat. Im Sturm ist nämlich der Ehrliche nicht der Dumme. Dann zeigt sich, dass der, der auf Gott vertraut hat, Bestand hat. Darum lohnt es sich immer, ehrlich zu bleiben. Jesus gibt das bessere Fundament.

Hauptteil: Erzählung von Matthäus 4,24-27: Zwei Freunde wollen ein Haus bauen. Damit wollen sie gleichzeitig zeigen, was ihnen in ihrem Leben wichtig ist. Schon bei der Auswahl des Fundamentes unterscheiden sie sich: Freund 1 wählt als Fundament den schönen, weißen Sand. Damit zeigt er: „Ich mach, was ich will.“ (ein Schild auf den Tisch stellen mit der entsprechenden Aufschrift). Der andere sucht lange, bis er einen felsigen Untergrund gefunden hat. Er zeigt: „Ich will das tun, was Gott sagt.“ (ebenfalls ein Schild aufstellen, auf der das drauf steht) Jetzt bauen sie ihr Haus. Und das sind die einzelnen Bausteine von Freund 1: , „Ich vertraue nur mir selbst.“, „Wenn es mir Vorteile bringt, kann ich auch mal lügen.“, „Wer mir in die Quere kommt, wird niedergemetzelt.“, „Meine Alarmanlage schützt mich, mein Psychiater hört mir zu und mein Bankkonto versorgt mich gut.“ Die Bausteine sind bunt angemalte Schuhkartons, die mit der

Möglichkeiten zur Vertiefung: ● Die Beispielgeschichten vom Anfang noch mal anführen. Wie hätten sich die Kinder denn da verhalten können, um ehrlich zu bleiben und trotzdem nicht hinten runter zu fallen? ● Möglich sind auch Spiele, bei denen verschiedene Dinge um die Wette gestapelt werden: Streichhölzer (als Schwierigkeitssteigerung auf eine Flaschenöffnung stapeln), Dominosteine, Filzstifte, Wäscheklammern usw. Zur Steigerung kann der Untergrund erschwert werden: Auf einer Tischplatte, auf einem Teppichboden, auf dem Rasen, auf steinigem Untergrund, auf Sand.

Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen


Bibellesen ist wie Backbuch lesen Bibeltext: Psalm 119 in Auszügen Zielgedanke: Die Bibel ist eine Gebrauchsanweisung für unser Leben. Wer sie liest, erfährt, wie Gott sich unser Leben vorgestellt hat.

Anspiel:

Spiel zum Einstieg:

Jemand (evtl. ein Clown) erzählt den Kindern, er wollte eine Wanderung zu einem bestimmten Ziel (in der weiteren Umgebung des Ortes) unternehmen. Aber er wisse nicht, wie er dort hinkommen sollte. Aber er würde einfach mal eine Richtung einschlagen, er findet es bestimmt. Die Kinder weisen ihn vielleicht darauf hin, er könnte ja eine Wanderkarte mitnehmen. Der Wanderer findet das eine gute Idee. Er hat sogar schon eine besorgt (das kann er auch sagen, wenn die Kinder von alleine diesen Vorschlag nicht unterbreiten). Damit die Wanderkarte nicht dreckig wird, will er sie in den Bücherschrank stellen. Die Kinder werden ihm sagen, er muss sie mitnehmen, sonst nutzt sie nichts. Der Wanderer willigt ein. Er nimmt sie mit, steckt sie aber in den Rucksack. Mit der Karte im Rucksack kann ja nichts schief gehen. Die Kinder erklären ihm, er muss die Karte auch auspacken und lesen, damit er den Weg findet und auch beibehält.

Die Kinder sollen etwas zusammenschrauben oder stecken, das ohne Anleitung nicht zu leisten ist. Nach einigen Fehlversuchen teilt der Mitarbeiter zusätzlich die Anleitung aus.

Überleitung: Manche Dinge funktionieren nicht ohne Anleitung. Da brauchen wir jemanden, der uns das erklärt. Oder eben eine schriftliche Vorlage. Wer erklärt uns aber, wie wir durchs Leben kommen? Wer sagt uns, worauf es ankommt? Wie kommen wir ans Ziel? Und was ist überhaupt das Ziel?

Hauptteil: Der Mitarbeiter liest Teile aus Psalm 119 (kann auch von den Kindern gelesen werden). Kurz und eindrücklich sind folgende Verse: Dabei kann man „Wort“, „Regeln“, „Weisungen“, „Gesetz“ usw. durch „Bibel“ ersetzen. Vers 9: Sie hilft, das Leben zu meistern. Vers 15: Sie zeigt Gottes Weg mit uns. Vers 42: Sie liefert mir Argumente, wenn andere mich auslachen. Vers 89: Sie bleibt für alle Zeit gültig. Vers 104: Sie bewahrt vor krummen Wegen. Vers 105: Sie leuchtet mir für jeden nächsten Schritt im Leben. Vers 138: Sie zeigt, wie Gott ist: gerecht und treu. Vers 140: Man kann sich darauf verlassen.

Das Gleiche kann auch einer vorspielen, der sich einen Radiowecker oder ein anderes elektronisches Gerät gekauft hat und es ohne Gebrauchsanweisung versucht zusammenzubauen. Oder jemand hat die Einzelteile für ein IKEA-Regal mitgebracht und stellt die Bauanleitung fein säuberlich in den Gruppenschrank, damit sie nicht verstaubt. Oder die Kinder sollen einen Rührkuchen backen. Die Zutaten stehen da, aber kein Rezept. Wenn Bedenken auftauchen, dass die Kinder die Stichwörter nicht liefern, ist ein zweiter Mitarbeiter der Oberschlaue, der die entsprechenden Tipps gibt.

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Gott ist unser Erfinder. Er hat uns gemacht. Damit wir so leben können, wie Gott sich das vorgestellt hat, brauchen wir eine Gebrauchsanweisung. Die Bibel ist wie eine Gebrauchsanweisung. Haben die Kinder auch Bibelverse, die sie begleiten? Hier können wir nachlesen, was Gott uns über sich und über uns mitteilen möchte. Je mehr wir uns in der Bibel, in Gottes Gebrauchsanweisung für unser Leben, auskennen, um so besser können wir das Leben meistern und an das Ziel gelangen, das Gott sich für uns ausgedacht hat: Ganz enge Gemeinschaft mit ihm – für immer. Evtl. kann der Mitarbeiter erzählen, warum ihm selbst die Bibel wichtig ist. Welches sind seine Lieblingsverse, die ihm schon geholfen oder ihn ermutigt haben?

Möglichkeiten zur Vertiefung: ● einzelne Verse aus dem Psalm in Puzzleteile zerschneiden und in Mannschaften zusammenpuzzeln lassen. ● Schatzsuche, bei der der Schatz nur zu finden ist, indem man sich an eine genaue Anleitung hält: z.B. eine Schatzkarte mit verschlüsselten Codes, die zuerst geknackt werden müssen, Labyrinths, die man nur durchdringen kann, wenn man von außen eine konkrete Anleitung bekommt (rechts, links, zweimal rechts, geradeaus ...) ● Bibelverse, die durch einen Code (z.B. Geheimschrift) verschlüsselt sind. Nach Erledigung bestimmter Aufgaben bekommt die Mannschaft eine Anleitung, wie der Code zu knacken ist.

Weitere Hinweise: Nicht jeder gelesene Bibeltext ist auch ein verstandener Bibeltext. Der Mitarbeiter könnte anbieten, sich vor oder nach jeder Gruppenstunde mit Freiwilligen zum gemeinsamen Bibellesen zu treffen. „Guter Start“ Extrahefte helfen, eine Auswahl an Bibelstellen zu treffen, sie zu finden und mit Rätseln usw. ins Leben der Kinder zu übertragen. Der Mitarbeiter könnte auch „Guter Start“ für das persönliche Bibellesen zu Hause anbieten. Dann können die Kinder jeden Tag selbständig in der Gebrauchsanweisung Gottes lesen.

Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen

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Gott als Vater, mein Vater als Vater Bibeltext: Matthäus 7,9-11 Zielgedanke: Gott ist ein guter Vater

Einstieg: Auf einer Plakatwand sammeln: Was fällt euch zum Thema „Vater“ ein? Evtl. das Plakat aufteilen in zwei Hälften: „Das macht mein Vater Gutes“ und „Das gefällt mir nicht an meinem Vater“

Hauptteil: Wenn wir sagen, Gott ist unser Vater, dann fällt es manchmal schwer, uns das vorzustellen. Manche haben schlechte Erfahrungen mit ihrem Vater gemacht. Oder sie kennen ihn gar nicht oder er lebt nicht zu Hause oder ist oft weg. Dann ist es schwer, sich vorzustellen, wie Gott als Vater sein soll. Ob er auch so ist? Jeder, der so einen Vater hat, den man sich nicht gewünscht hat, träumt von einem guten Vater. Andere dagegen haben gute Erfahrungen mit ihrem Vater gemacht. Trotzdem bleibt die Frage, ob Gott genauso ist. Gott fährt nicht mit uns ins Schwimmbad und repariert nicht unser Fahrrad. Warum sagen wir, Gott ist dein Vater? Was macht Gott sogar noch besser als dein Vater? * Bibeltext lesen aus Matthäus7,9-11 „So schlecht ihr auch seid“, steht da. Die meisten Väter bemühen sich natürlich, gute Väter zu sein. Sie würden ihren Kindern nie etwas Gemeines antun oder ihnen etwas Schlimmes geben. Trotzdem bleiben auch die Väter, die wir hier in den Familien haben, normale Menschen. Sie haben auch Fehler. Das ist damit gemeint. Und trotzdem: Selbst die Väter, die so viel falsch machen, würden ihren Kindern nie etwas Gefährliches geben. Wie viel mehr wird es dann Gott tun, der ja ohne Fehler ist. Und noch was: Dem Vater in der Familie, den wir lieben, vertrauen wir meistens. Auch wenn er uns mal was verbietet oder etwas sagt oder tut, das uns verletzt. Beim nächsten Mal sind wir wieder stolz auf ihn.

Gott, der uns noch viel mehr liebt, verbietet uns auch manchmal Dinge oder er gibt uns nicht das, was wir uns gewünscht haben. Trotzdem tut er das nicht, weil er gemein wäre. Sondern, weil er es als Vater den Überblick hat und es besser weiß. Gott können wir ganz und gar vertrauen. Mindestens genauso wie dem eigenen Vater. Und wer sich an seinen Vater nicht erinnern kann oder einen Vater hat, über den er traurig ist, der kann sich noch mehr über Gott freuen: Denn er ist der wirkliche und gute Vater.

Möglichkeiten zur Vertiefung: Spiele in Zweiergruppen. Immer zwei zusammen sollen Dinge gegen die anderen Zweiergruppen spielen, die Vater und Sohn auch zusammen tun (oder tun könnten): * Arm drücken * Auf einem Parcours Huckepack laufen * Zeitung lesen (und bestimmte vorgegebene Wörter oder Überschriften darin finden – in dem Fall müsste die Zeitung für alle sichtbar an der Wand hängen) * Aktentasche packen (als Staffel: mit Schirm, Schlüssel, Brotdose, Thermoskanne usw.) * Rasen mähen (kann im Gruppenraum mit einem großen Besen gespielt werden: ein Blatt Papier muss über eine bestimmte Strecke vor dem Besen (= Rasenmäher) hergeschoben werden) * Nagel einschlagen (in einen Dachbalken) * und vieles mehr, das euch sicher selbst noch einfällt * Auch möglich: Eine Grußkarte für den Vater basteln, in der die Kinder ihrem Vater für das danken, das er für sie tut (falls sie ein intaktes Verhältnis zu ihrem Vater haben), oder ihm schreiben, was sie sich von ihm wünschen.

Zum Abschluss: Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen


Verlorene Söhne? Bibeltext: Lukas 15,25-32 Zielgedanke: Die Kinder, die schon immer zur Gemeinde gehören, können sich darüber freuen, nah bei Gott zu sein. Sie müssen nicht neidisch oder misstrauisch auf andere schauen. Einstieg: ● An einer Tafel hängt ein Bild von einem Männchen. Das soll

sitzen. Trotzdem ärgert er sich über den Vater. Anscheinend ist er misstrauisch und denkt, der Vater behandelt ihn nicht richtig. Was könnte man ihm denn Gutes über den Vater erzählen? (Gespräch mit den Kindern)

der ältere Sohn im Gleichnis vom „verlorenen Sohn“ sein. Das Männchen hat einen Drehkopf, das heißt, der Kopf ist gesondert ausgeschnitten und mit einer Musterklammer so befestigt, dass man den Kopf drehen kann. die Augen sind in der Mitte des Kopf-Kreises, rechts und links der Musterklammer. Unten ist ein lachender Mund. Wenn man den Kopf im Uhrzeigersinn ein halbes Mal dreht, ist der lachende Mund zur Stirnfalte über den Augen geworden, unten ist jetzt ein trauriger Mund. Zuerst ist der lachende Mund oben. Neben dem Männchen ist eine Sprechblase aufgemalt. Oben in der Sprechblase steht: „Ich gehöre zu Gott, dem Vater.“ Der Mitarbeiter fragt die Kinder: „Warum könnte sich dieser Mensch freuen, dass er zu Gott gehört?“ Die Vorschläge sammeln und in die Sprechblase eintragen. Dann dreht der Mitarbeiter das Gesicht so, dass das Männchen traurig aussieht. Auf der anderen Seite ist noch eine Sprechblase. Ebenfalls mit der Überschrift: „Ich gehöre zu Gott, dem Vater.“ Der Mitarbeiter fragt: „Warum könnte sich dieser Mensch denn ärgern oder enttäuscht oder traurig sein, dass er zu Gott, dem Vater gehört?“ Die Vorschläge der Kinder sammeln und in die Sprechblase eintragen. Falls nichts kommt, kann der Mitarbeiter nach und nach selbst Vorschläge eintragen: „Alles, was Spaß macht, darf ich als Christ nicht.“, „Ich will auch mal tun, was Nichtchristen tun!“, „Gemein, wenn Gott auch diejenigen liebt, die all die bösen und gottlosen Dinge tun!“ Vielleicht ergeben sich jetzt auch eigene Vorschläge der Kinder.

● Die Kinder können Gott in einem stillen Gebet, in Kleingruppen oder auch so in Gebetsgemeinschaft sagen, was sie an ihm gut finden. Wem das Gebet noch ganz fremd ist, der kann sein Gebet an Gott auch aufschreiben und an eine Gebetswand hängen.

Hauptteil:

Zum Abschluss:

Die Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukas 15,11-24) noch mal zusammenfassen, danach aber schwerpunktmäßig den Teil mit dem älteren Sohn erzählen oder vorlesen (lassen). Komisch, dass sich der ältere Sohn nicht freut. Er war doch immer ganz nah beim Vater. Er musste sich keine Sorgen darüber machen, woher er sein Essen bekam. Er musste nicht bei den Schweinen

Den entsprechenden Teil der Schlunzgeschichte erzählen

In den Gemeinden gibt es so viele Christen, auch Kinder, die schon immer nah bei Gott waren. Sie sind schon als frühestes Kind mit Gott und Jesus aufgewachsen. Aber irgendwann ärgern sie sich über Gott. Sie denken, Gott behandelt sie nicht richtig. Geht es euch auch so? (Gespräch mit den Kindern. Vermutlich werden sie es nicht zugeben, oder sie empfinden ihre Zugehörigkeit zu Gott wirklich noch als was Schönes.) Gut, wenn wir Christen uns immer wieder gegenseitig daran erinnern, wie gut wir es bei Gott haben. Gott liebt uns durch und durch. Wir können mit ihm reden. Er hat uns unsere Schuld vergeben. Und wir dürfen einmal für immer ganz nah bei ihm sein. In der ersten Sprechblase haben wir ja noch mehr Gutes aufgeschrieben, das wir bei Gott haben.

Möglichkeiten zur Vertiefung:


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