... zum Weiterdenken ...
Filme wirken in uns nach und bieten Stoff zum Nachdenken oder für Gespräche. Die Texte der folgenden Kapitel greifen verschiedene Themen und Motive aus dem Film „Im letzten Augenblick“ auf und laden zum Weiterdenken und Diskutieren ein. Die Kapitel enthalten Impulstexte, Bibelstellen und Fragen zum Nachdenken oder für Gespräche in einer Gruppe. Sie können auch als Anregung für eine Filmpredigt dienen. Für eine einzelne Andacht oder Gruppenstunde empfiehlt es sich, ein bis maximal zwei Themen auszuwählen und sich auf die Fragen zu konzentrieren, die für den Anlass bzw. die Gruppe am passendsten sind. Für eine Andachtsreihe bzw. für mehrere Gruppentreffen hintereinander kann es sinnvoll sein, sich auf ein Thema pro Einheit zu beschränken und dabei eine dem jeweiligen Zeitrahmen entsprechende Auswahl bezüglich der Fragen und Bibeltexte zu treffen. Natürlich kann die Reihenfolge auch variiert werden. Alle Bibelzitate stammen aus der Übersetzung: Neues Leben. Die Bibel, © Copyright der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten.
Inhaltsübersicht Auf Jesus hinweisen – Wie wir die gute Botschaft weitersagen
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S. 3
Sehnsucht, Angst und neue Prioritäten – Wenn Menschen zu Gott finden
S. 5
Bin ich nicht gut genug? – Worauf es bei Gott wirklich ankommt
S. 7
Zwischen Karriere und Eheversprechen – Wie wir Beziehung leben
S. 10
Im letzten Augenblick – Wie das Ende der Zeiten aussehen könnte
S. 12
Auf Jesus hinweisen – Wie wir die gute Botschaft weitersagen In dem Film „Im letzten Augenblick“ kommen drei Menschen zum Glauben: Lori, David und Lindsey. Jedes Mal spielen dabei andere Menschen eine wichtige Rolle. Gott wirkt durch sie und manchmal auch trotz ihnen. Lori ist eigentlich eine Frau, der es an nichts zu fehlen scheint. Sie ist schön, gesund und gut abgesichert. Doch in ihrer Ehe kriselt es, was sie sehr unglücklich macht. Mehr oder weniger bewusst macht Lori ihren Mann David für ihre Unzufriedenheit verantwortlich. Sie erwartet, dass David sich ändert, und dass es ihr dann besser gehen wird. Ihre Freundin Suzette merkt das und spricht Lori darauf an. Einfühlsam zeigt sie Lori, was sie verändern kann und was nicht. „Ändern können wir nur uns selbst“, erklärt sie ihr in einem Gespräch. Sie weist Lori darauf hin, dass sie zuallererst Gottes Vergebung und Liebe in ihrem Leben braucht (im Film ca. ab 00:17:13). Lori kann den Rat und die Hilfe ihrer Freundin annehmen, weil sie an Suzette sieht, wie positiv der Glaube an Gott und die Beziehung zu Jesus ihr Leben prägen. Sie nimmt bei Suzette einen Frieden wahr, den sie selbst auch gerne erfahren möchte, und sie erkennt, dass Suzettes Ehe mit Larry sehr viel harmonischer ist als ihre eigene Ehe mit David. Daher ist sie offen für das, was Suzette zu sagen hat. Und so kann Suzette auf Loris Situation eingehen und ihr anhand von wenigen Bibelstellen erklären, dass Lori in Gottes Augen wertvoll ist, dass er auf ihre Rückkehr in seine Arme wartet und sie zu seinem Kind machen möchte – unabhängig von Loris Verhalten in der Vergangenheit. Loris Mann David ist das Thema „Gott“ ein ziemlicher Dorn im Auge: Sein Freund und Kollege Larry ist Christ und lässt das für Davids Empfinden viel zu sehr „raushängen“. Larry lässt keine Gelegenheit ungenutzt, über Gott und den Glauben zu sprechen, was David gehörig auf die Nerven geht. Larry ist David gegenüber nicht unbedingt einfühlsam: Er spricht David ständig darauf an, wie unglücklich er wirke und wie wenig Frieden und Freude er ausstrahle. Er sagt David, dass er Gott brauche, um ein zufriedenerer Mensch zu werden. David sagt Larry sehr deutlich, dass er das an ihm nicht mag: „Ich bin lieber mit dir zusammen, wenn wir zwei auf Verbrecherjagd sind“ (im Film ca. bei 00:20:46). Als David schließlich doch zum Glauben kommt, tut er dies nicht in erster Linie, weil Larry ihn überzeugt hätte, sondern weil Gott durch Träume in sein Leben hineinspricht. Doch Larry begleitet diese Entwicklung und ist für David da, als dieser mit seinem wiederkehrenden Traum nicht zurechtkommt und Fragen zum Glauben hat. David weiß, dass Larry Christ ist und sich in der Bibel auskennt. Und so ist Larry seine erste Anlaufstelle, als er zu ahnen beginnt, dass seine Träume etwas mit Gott zu tun haben könnten. Interessant ist, wie Larry sich verhält, als David sich schließlich für den Glauben öffnet. Obwohl er zuvor relativ aufdringlich war, hält er sich im entscheidenden Moment zurück: Er bietet David an, mit ihm zu beten. Doch als David ablehnt, lässt er ihn in Ruhe. Er weiß, eine Lebensübergabe kann man nicht erzwingen, und zu einem Übergabegebet sollte man niemanden überreden. Er spürt, dass David noch nicht so weit ist, und er vertraut darauf, dass Gott den richtigen Zeitpunkt für David kennt. Und tatsächlich kommt David später wieder auf Larry zu und fragt ihn: „Warum ist dein Glaube anders als meiner?“ (im Film ca. bei 1:16:04). So kann Larry ihm schließlich erklären, worauf es wirklich ankommt, und ihm helfen, sein Leben Jesus anzuvertrauen. Nachdem David zum Glauben gefunden und Jesus sein Leben übergeben hat, ist es ihm sehr wichtig, auch anderen Menschen den Weg zu Gott zu zeigen. Er schreibt eine Mail an seinen Chef, in der er von seiner Bekehrung erzählt und den Captain vor dem möglicherweise bevorstehenden Weltuntergang warnt. Außerdem geht er zu Lindsey, um sie auf eine Bibelstelle hinzuweisen, von der er durch seine Träume weiß, dass sie Lindsey ansprechen und ihr auf der Suche nach Gott weiterhelfen wird.
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Fragen zum Weiterdenken und Diskutieren: • Was hältst du von Suzette und Larry und von ihrer Art, über den Glauben zu sprechen? Siehst du einen Unterschied zwischen den beiden? Und welchen Anteil haben sie deiner Meinung nach an Loris und Davids Bekehrung? • Wie bist du selbst zum Glauben gekommen? Und welche Menschen hatten möglicherweise Anteil daran? • Was, glaubst du, ist entscheidend dafür, dass ein Mensch zu Jesus findet? Welche Faktoren könnten eine Rolle spielen? • Wie geht es dir selbst unter Nichtchristen? Wie lebst du deinen Glauben und wie sprichst du darüber? Ist es dir ein Herzensanliegen, andere Menschen auf Jesus hinzuweisen? Sind deiner Meinung nach bestimmte Voraussetzungen nötig, bevor man mit jemandem über den Glauben sprechen kann? • Bist du darauf vorbereitet, einen anderen Menschen zu Jesus zu führen? Worüber könntest du dir vielleicht vorher Gedanken machen? Welche Rolle spielen für dich dabei das Gebet, die Bibel und der Heilige Geist? • Hast du schon einmal erlebt, dass Gott dich auf Menschen aufmerksam macht, die offen für den Glauben sind? Oder ist es dir schon einmal passiert, dass du Menschen auf Jesus hinweisen wolltest, die absolut nicht offen dafür waren? • Kennst du Menschen, die so wie Lindsey tief in ihrem Herzen Sehnsucht nach Jesus haben, ohne richtig zu wissen, wonach sie eigentlich suchen? Wenn ja, wie könntest du ihnen helfen?
Ein Blick in die Bibel Matthäus 28,18-20 Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.“ Johannes 17,21 [Jesus betet:] Ich bete für sie alle, dass sie eins sind, so wie du und ich eins sind, Vater – damit sie in uns eins sind, so wie du in mir bist und ich in dir bin, und die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Jakobus 2,14+19+20 Liebe Brüder, was nützt es, wenn jemand von seinem Glauben spricht, aber nicht entsprechend handelt? Ein solcher Glaube kann niemanden retten. Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt? Da hast du recht! Das glauben auch die Dämonen, und sie zittern vor Angst! Aber trotzdem bist du ein Dummkopf! Wann wirst du einsehen, dass ein Glaube, der nicht zu guten Taten führt, wertlos ist? 1. Korinther 12,4-10 Nun gibt es verschiedene geistliche Gaben, aber es ist ein und derselbe Heilige Geist, der sie zuteilt. In der Gemeinde gibt es verschiedene Aufgaben, aber es ist ein und derselbe Herr, dem wir dienen. Gott wirkt auf verschiedene Weise in unserem Leben, aber es ist immer derselbe Gott, der in uns allen wirkt. Jedem von uns wird eine geistliche Gabe zum Nutzen der ganzen Gemeinde gegeben. Dem einen gibt der Geist also die Fähigkeit, guten Rat zu erteilen, einem anderen verleiht er die Gabe besonderer Erkenntnis. Dem einen schenkt er einen besonders großen Glauben, dem anderen die Gabe, Kranke zu heilen – das alles bewirkt der eine Geist. Dem einen Menschen verleiht er Kräfte, dass er Wunder tun kann, einem anderen die Fähigkeit zur Prophetie. Wieder ein anderer wird durch den Geist befähigt zu unterscheiden, ob wirklich der
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Geist Gottes oder aber ein anderer Geist spricht. Und dem einen gibt der Geist die Gabe, in anderen Sprachen zu sprechen, während er einen anderen befähigt, das Gesagte auszulegen.
Fragen zu den Bibeltexten: • In Matthäus 28 sagt Jesus sehr deutlich, dass es unsere Aufgabe ist, andere zu Jüngern zu machen. Wie könnte das aussehen? Was könnte daran problematisch sein? Und welche Priorität hat das in deinem Leben? • Jesus sagt: „Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben.“? Welche Konsequenz könnte diese Aussage für unseren Auftrag haben? • Welcher Zusammenhang besteht nach Johannes 17 und Jakobus 2 zwischen unserem Verhalten und unserem Zeugnis von Jesus? • Hast du es schon einmal erlebt, dass jemand auf Jesus aufmerksam geworden ist, weil er erlebt hat, wie du dich verhältst? • Fallen dir Beispiele ein, wo wir als Christen bzw. als christliche Kirche ein schlechtes Licht auf Jesus werfen? • Im 1. Korintherbrief schreibt Paulus, dass jeder Mensch bestimmte Gaben geschenkt bekommt und diese „zum Nutzen der ganzen Gemeinde“ einsetzen soll. Manche Menschen haben die Gabe der Evangelisation oder der Mission, anderen fehlt diese Begabung. Dennoch richtet Jesus seinen Missionsauftrag an alle seine Nachfolger. Wie gehst du mit diesem scheinbaren Widerspruch um? • Wie leicht oder schwer fällt es dir selbst, mit anderen Menschen über den Glauben zu sprechen? Welche Alternativen könnte es geben, wenn es dir eher schwerfällt? Welche deiner Gaben könnten dazu dienen, dass Menschen zum Glauben an Jesus finden?
Sehnsucht, Angst und neue Prioritäten – Wenn Menschen zu Gott finden
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Am Anfang des Films sieht man die entführte Sängerin Lindsey, die in Todesangst darauf wartet, aus der Hand des Geiselnehmers befreit zu werden. In dieser Situation fleht sie zu Gott, er möge ihr helfen. Als sie sich später bei David für die Rettung bedankt, erzählt sie ihm, dass dieses Erlebnis sie sehr ins Nachdenken gebracht und eine Veränderung in ihr bewirkt hat: „Ich will, dass Sie wissen, Sie haben Ihr Leben nicht umsonst riskiert“ (im Film ca. bei 00:12:54). Der Schock der Entführung und die Erfahrung von Todesangst haben Lindsey dazu gebracht, ihre Lebensweise zu hinterfragen, sich an den Glauben ihrer Kindheit zu erinnern und sich für Gott wieder zu öffnen. Lindsey ist eigentlich ein äußerst vielversprechender Star, deren aktueller Song bereits Millionen eingespielt hat. Sie ist beliebt, reich und mit einem erfolgreichen Musikproduzenten liiert. Doch in einem von Davids Träumen sagt sie einmal sehr deutlich, dass all das ihre tiefe Sehnsucht nach Liebe nicht stillen konnte. Erst in Jesus hat sie gefunden, wonach sie sich immer gesehnt hatte: eine Liebe, die bedingungslos und ewig ist (im Film ca. bei 1:06:50). Auch für Lori ist es letztlich eine tiefe Sehnsucht, die sie dazu bringt, sich für den Glauben zu öffnen: Sie sehnt sich nach dem inneren Frieden, den ihre Freundin Suzette ausstrahlt und nach einer gelingenden Ehe, wie sie es bei Suzette und Larry erlebt. Sie begreift, dass sie Gottes Hilfe braucht, damit sie nicht am Sinn ihres Lebens vorbeilebt. Und sie versteht, dass ihr Lebensglück nicht von ihrem Mann abhängt, sondern von ihrer Beziehung zu Gott. So kann sie die Prioritäten in ihrem Leben neu ordnen und Jesus den ersten Platz einräumen – den Platz, den zuvor ihr Mann eingenommen hatte. Im Laufe des Films erkennt auch David, dass er nicht weitermachen kann wie bisher – allerdings weniger durch die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit oder eine Sehnsucht nach Liebe,
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