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... zum Weiterdenken ...

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Filme wirken in uns nach und bieten Stoff zum Nachdenken oder für Gespräche. Die Texte der folgenden Kapitel greifen verschiedene Themen und Motive aus dem Film „Kampf am Limit“ auf und laden zum Weiterdenken und Diskutieren ein. Die Kapitel enthalten Impulstexte, Bibelstellen und Fragen zum Nachdenken oder für Gespräche in einer Gruppe. Sie können auch als Anregung für eine Filmpredigt dienen. Für eine einzelne Andacht oder Gruppenstunde empfiehlt es sich, ein bis maximal zwei Themen auszuwählen und sich auf die Fragen zu konzentrieren, die für den Anlass bzw. die Gruppe am passendsten sind. Für eine Andachtsreihe bzw. für mehrere Gruppentreffen hintereinander kann es sinnvoll sein, sich auf ein Thema pro Einheit zu beschränken und dabei eine dem jeweiligen Zeitrahmen entsprechende Auswahl bezüglich der Fragen und Bibeltexte zu treffen. Natürlich kann die Reihenfolge auch variiert werden. Alle Bibelzitate stammen aus der Übersetzung: Neues Leben. Die Bibel, © Copyright der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten.

Inhaltsübersicht Ohne uns die Schuld zu geben – Wie Menschen mit Trauer umgehen

S. 3

Welcher Gott kann das sein? – Die Frage nach dem Leid und Gottes Güte

S. 5

Du willst wieder fahren? – Rückkehr ins Leben

S. 7

Nicht Trophäen oder Medaillen – Was wahre Champions ausmacht

S. 9

Ich hätte am Steuer sitzen sollen – Kontrolle und Loslassen

S. 11

Welchem Gott dienst du? – Unsere modernen Götzen

S. 13

Auch in dunklen Zeiten da sein – Freunde fürs Leben

S. 15

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Ohne uns die Schuld zu geben – Wie Menschen mit Trauer umgehen Als die kleine Hana bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt, bricht für Sara und Chris eine Welt zusammen. Sie können nicht glauben, dass ihre Tochter so plötzlich aus dem Leben gerissen wurde. Obwohl beide, Chris und Sara, den gleichen Verlust zu beklagen haben, gehen sie ganz unterschiedlich mit ihrer Trauer um. Das ist normal, denn jeder Mensch hat seine eigene Art, auf schwere Verluste zu reagieren. Es macht das gemeinsame Verarbeiten der Trauer aber sehr schwer und manchmal sogar unmöglich. Deshalb kann der Verlust eines Kindes für eine Ehe zu einer Zerreißprobe werden. Die Phasen der Trauer (Schock bzw. Verdrängung, Aktivität bzw. Schuldzuweisung, Rückzug, Rückkehr ins Leben) mit ihren jeweiligen Emotionen können in sehr ungleichen Zyklen und mit unterschiedlicher Intensität verlaufen. Auch die Art und Weise, wie sich Menschen in der jeweiligen Phase verhalten und worin sie letztlich Trost finden, kann sehr unterschiedlich sein. Sara bringt ihren Schmerz, ihre Fragen und ihr Leid zu Gott. Sie liest in der Bibel, betet und geht zum Gottesdienst, um Trost und Hilfe bei ihrem himmlischen Vater zu finden. Gleichzeitig versucht sie, ihrem Mann zu helfen und ihm eine Stütze zu sein. Doch Chris lässt niemanden, nicht einmal seine Frau oder seinen besten Freund Xavier an sich heran. Auch von Gott will er nichts wissen. Er spricht nicht über seine Gefühle, hat nachts immer wieder Albträume und weiß sich nicht anders zu helfen, als mit Alkohol seinen Schmerz zu betäuben. Für ihn ist Hanas Tod insofern besonders bitter, als er weiß, dass er Hana oft vernachlässigt hat. All die versäumten Gelegenheiten, mit ihr zusammen und für sie da zu sein, schmerzen ihn nun zutiefst. Zur Trauer kommt das Gefühl von Schuld hinzu – auch, weil er selbst in der Unfallnacht nicht am Steuer saß: „Verstehst du nicht? Ich hätte am Steuer sitzen sollen, Sara! Ich hätte am Steuer sitzen sollen!“ In Chris’ Selbstanklage versteckt sich auch ein gewisser Vorwurf an Sara, die in jener Nacht gefahren war. Damit verletzt er sie zutiefst. Und so beschließt Sara, vorübergehend zu ihrer Mutter zu ziehen. In ihrem Abschiedsbrief an Chris schreibt sie: „Es tut mir leid, aber ich denke es ist besser, wenn ich für eine Weile zu meiner Mutter ziehe. Bitte versuch´ nicht mich anzurufen oder zu sehen, bis du mich wieder lieben kannst, ohne einem von uns beiden die Schuld zu geben.“ Sara weiß, dass weder sie noch Chris an dem Unfall schuld sind, und sie erträgt es nicht, dass ihr Mann sich mit Selbstvorwürfen zerfleischt und sich zugleich auch von ihr distanziert. Sie glaubt, dass sie Chris in dieser Situation nicht wirklich helfen kann. Aber sie weiß, dass Gott eingreifen und Chris über den Verlust hinweghelfen kann. Und so schreibt sie weiter: „Ich bete sehr dafür, dass du Gott wieder in dein Herz lässt, um die Leere in deinem Leben auszufüllen.“ Doch noch ist Chris nicht dazu bereit. Er bleibt zurück mit seiner Selbstanklage und einem bitteren Zorn auf Gott.

Fragen und Gesprächsstoff: • • •

Wie verhalten sich Chris und Sara nach Hanas Tod? Kannst du ihre Reaktionen nachvollziehen? Und wie reagierst du selbst in Situationen, die dich schwer belasten? Denkst du, dass Saras Entscheidung, vorübergehend zu ihrer Mutter zu ziehen, in dieser Situation richtig ist? Oder sollte sie deiner Meinung nach bei Chris bleiben? Was würde möglicherweise passieren, wenn sie bleiben würde? Chris bereut, nicht mehr für Hana da gewesen zu sein. Hast du schon einmal etwas aus tiefstem Herzen bereut, das du nicht mehr ändern konntest? Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

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• •

In seinem Schmerz lässt Chris niemanden an sich heran. Hast du etwas Ähnliches schon mal erlebt? Beim Partner, bei Freunden oder Angehörigen? Wenn ja, wie hast du dich gefühlt und wie bist du damit umgegangen? Es kann schwierig sein, trauernde Menschen zu unterstützen und zu begleiten, weil nicht alle Menschen auf die gleiche Art und Weise trauern. Überlege dir, was du persönlich in Zeiten der Trauer wichtig, tröstlich und hilfreich findest bzw. was für dich störend oder sogar verletzend ist, und tausche dich mit anderen darüber aus.

Ein Blick in die Bibel 1. Mose 37,31-35 Josefs Brüder schlachteten einen Ziegenbock, holten das prächtige Gewand von Josef und tauchten es in das Blut. Dann brachten sie es ihrem Vater. „Wir haben das hier gefunden”, logen sie. „Sieh es dir genau an. Das ist doch Josefs Gewand, oder nicht?“ Als der Vater es sich genau angesehen hatte, rief er: „Ja, es ist das Gewand meines Sohnes. Ein wildes Tier muss ihn gefressen haben. In Stücke gerissen wurde Josef, in Stücke gerissen!” Jakob zerriss seine Kleider und wickelte sich ein grobes Tuch um seine Hüften. Lange Zeit trauerte er um seinen Sohn. Seine ganze Familie versuchte ihn zu trösten, aber Jakob wollte sich nicht trösten lassen. „Ich werde vor Trauer um meinen Sohn sterben!”, weinte er. Und er trauerte weiter um seinen Sohn. Prediger 7,2-4 Geh lieber in ein Haus, in dem getrauert wird, als in ein Haus, in dem ein fröhliches Fest gefeiert wird. Denn dort wird dir bewusst, dass jeder Mensch einmal sterben muss – daran sollte sich jeder Mensch während seines Lebens erinnern. Kummer ist besser als Lachen, denn Traurigkeit reinigt den Menschen. Der Weise ist mit seinen Gedanken und seinem Herzen bei denen, die trauern; ein Dummkopf überlegt nur, wie er es sich gut gehen lassen kann. Psalm 13 Herr, wie lange willst du mich noch vergessen? Wie lange willst du dich noch von mir abwenden? Wie lange soll meine Seele noch sorgen und mein Herz täglich aufs Neue trauern? Wie lange wird mein Feind noch die Oberhand behalten? Wende dich mir zu und erhöre mich, Herr, mein Gott! Mach es wieder hell vor meinen Augen, damit ich nicht sterbe. Lass nicht zu, dass meine Feinde triumphieren und sagen: „Wir haben ihn besiegt!” Lass nicht zu, dass sie jubeln, weil ich unterliege. Ich vertraue auf deine Gnade. Ich freue mich, dass du mich retten wirst. Ich will dem Herrn ein Loblied singen, weil er so gut zu mir war.

Fragen zu den Bibeltexten: • • •

Wie Chris und Sara, liebte auch Jakob sein Kind über alles. Als er vom Tod Josefs erfuhr, war er so tief erschüttert, dass er klagte: „Ich werde vor Trauer um meinen Sohn sterben!“ Kannst du dieses Gefühl nachvollziehen? Jakob starb nicht an der Trauer um Josef. Was glaubst du, hat ihn letztlich am Leben erhalten? Im alten Orient gab es bestimmte Trauerrituale, wie z. B. das Zerreißen der Kleider, wie Jakob es tat. Was sind heutige gängige Trauerpraktiken? Welche Funktion haben sie? Wenn du selbst schon mal einen geliebten Menschen verloren hast,

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überlege dir, welche dieser Rituale oder Traditionen dir besonders gut getan haben und warum. Wie verstehst du die Worte aus Prediger 7, und wie geht es dir damit? Hast du schon erlebt, dass Trauer bzw. Traurigkeit eine reinigende Wirkung hat? Wenn du dir bewusst machst, dass wir alle jederzeit sterben können, macht dir dieser Gedanke Angst? Oder ist er für dich eher ein Anreiz, dass Leben umso dankbarer zu genießen und deine Zeit besser zu nutzen? (vgl. dazu auch Psalm 90,12 „Lehre uns, unsere Zeit zu nutzen, damit wir weise werden.“) Psalm 13 lässt sich inhaltlich in drei Abschnitte unterteilen. Welche Überschrift würde jeweils dazu passen? Welche innere Entwicklung des Psalmbeters lässt sich daran ablesen? Und kannst du diese Veränderung nachvollziehen?

Welcher Gott kann das sein? – Die Frage nach dem Leid und Gottes Güte Xavier, der beste Freund und ehemalige Trainer von Chris, versucht nach dem Unfall, für seinen Freund da zu sein und ihm Mut zu machen: „Chris, ich weiß, es ist hart. Aber du musst Gott vertrauen. Gott macht keine Fehler.“ Für Chris klingt dieser Satz nach einer hohlen Phrase, und entsprechend aggressiv reagiert er darauf: „Sag mal, welchen Gott kannst du da meinen? Etwa den, der meine Tochter hat sterben lassen? Den Gott also? – Was kann das für ein Gott sein, der uns Hana genommen hat?“ Chris kann kein Vertrauen zu einem Gott haben, der den Tod seines kleinen Mädchens nicht verhindert hat. Er gibt einerseits sich selbst (und zum Teil auch seiner Frau) die Schuld an Hanas Tod. Noch viel mehr beschuldigt er aber Gott, der trotz seiner Allmacht und Allwissenheit nicht eingegriffen und den Unfall verhindert hat. Ein solcher Gott kann nicht gut und also auch nicht vertrauenswürdig sein, so denkt Chris. Ähnlich wie Chris geht es vielen Menschen, und sie fragen: Wie kann es sein, dass Gott allmächtig und vollkommen gut ist und doch zulässt, dass Menschen Leid widerfährt, für das sie nichts können? Seit Menschengedenken stellen Menschen diese Frage (die sog. „Theodizeefrage“) – meist dann, wenn etwas passiert, das nicht erklärbar scheint und das mit dem Bild von einem liebenden und allmächtigen Gott nicht zusammenpasst. Auch die Bibel beschäftigt sich damit. Im Alten Testament ist ein ganzes Buch dieser Frage gewidmet: das Buch Hiob. Die Geschichte von Hiob zeigt, wie ein Mensch ohne eigenes Verschulden von einem Unglück ins nächste stürzt und Gott deswegen heftig anklagt. Hiobs Freunde können sich dieses unermessliche Leid nur als Strafe Gottes erklären. Doch damit liegen sie falsch. Denn Hiob trifft das Leid völlig unverschuldet. Und er fragt zu Recht: Warum? „Kampf am Limit“ (wie auch das echte Leben) gibt auf diese Frage keine endgültige Antwort. Zwar gibt es eine Vielzahl an Büchern und Artikeln, die dieser Frage nachgehen, doch wird diese je nach Blickwinkel und Überzeugung sehr unterschiedlich beantwortet. Von Atheisten wird das Theodizee-Problem zum Beispiel gerne als Argument gegen die Existenz (eines guten) Gottes herangezogen. Gläubige Menschen verweisen u. a. auf den freien Willen des Menschen, den Sündenfall, den Zustand der gefallenen Schöpfung und natürlich auf Jesus Christus, der am Kreuz gezeigt hat, das unsere menschlichen Maßstäbe (z. B. von Allmacht und Ohnmacht, von Gerechtigkeit und Unrecht) bei Gott nicht aufgehen. Vermutlich gehört die Theodizee-Frage zu den Dingen, auf die jeder Mensch nur seine eigene Antwort (oder vielleicht auch gar keine Antwort) finden kann. Letztlich ist die Art unserer Antwort wohl auch davon abhängig, ob und wie wir Gott ganz persönlich erleben, ob wir in enger Beziehung zu ihm leben oder ob wir ihn nur „vom Hörensagen“ kennen.

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