Iris Muhl
ENGELSPOST Die Geschichte eines Betrügers
Iris Muhl Engelspost
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Für Dich, kleiner Levi (2019–2019) Wir hçren Dein Lachen, wenn Du die Schneeflocken fängst. In den Wolken. Wie schçn es klingt. So nah.
Iris Muhl
E Engelspost e Die Geschichte eines Betrügers
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar. Der Fontis-Verlag wird von 2021 bis 2024 vom Schweizer Bundesamt für Kultur unterstützt.
2021 by Fontis-Verlag Basel Gedichtauszug S. 7: Ausländer, Rose: Gesammelte Werke, Bd. 2: «Und preise die kühlende Liebe der Luft. Gedichte 1983–1987» 1988 by S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des S. Fischer Verlags Umschlag: Spoon Design, Olaf Johannson, Langgçns Fotos Umschlag: Radio U4: Shutterstock.com – patpitchaya / Bahnhofszene U1: Shutterstock.com – Serjio74 / Mann und Mädchen U1: Shutterstock.com – Everett Collection Fotos Klappen: Autorenfoto by Iris Muhl / Briefmarke: Shutterstock.com – Rodan Satz: InnoSet AG, Justin Messmer, Basel Druck: Finidr Gedruckt in der Tschechischen Republik ISBN 978-3-03848-218-5
Inhalt Kapitel 1: On Air . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
9
Kapitel 2: Nichts als Schwindeleien. . . . . . . . . . . . . .
15
Kapitel 3: Die unvorhergesehene Reise. . . . . . . . . . .
26
Kapitel 4: Ein sonderbares Kind . . . . . . . . . . . . . . . .
30
Kapitel 5: Die Brosche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
42
Kapitel 6: Das Herz eines Diebes . . . . . . . . . . . . . . .
47
Kapitel 7: Lebendware . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
53
Kapitel 8: Besser kein Gewissen als ein schlechtes . .
62
Kapitel 9: Gaunergeschäfte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
72
Kapitel 10: «Ich spiele nur mit Profis» . . . . . . . . . . . .
74
Kapitel 11: Sanfte Riesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
80
Kapitel 12: Geflüster. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
87
Kapitel 13: Tanz und Politik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
94
Kapitel 14: Der einsame Indianer . . . . . . . . . . . . . . .
97
Kapitel 15: In flagranti . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
106
Kapitel 16: Der Coup . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
120
Kapitel 17: Flashback . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
124
Kapitel 18: Licht! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
141
Kapitel 19: Innere Kämpfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
145
Kapitel 20: Abbitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
150
Kapitel 21: Jakob, der Betrüger . . . . . . . . . . . . . . . . .
152
Kapitel 22: Auftakt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
157
Kapitel 23: Santa Fe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kapitel 24: Apa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
163 166
Kapitel 25: Dem Leben zugewandt . . . . . . . . . . . . . .
170
Danksagung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Unsichtbare Brücken spannen von dir zu Menschen und Dingen von der Luft zu deinem Atem Rose Ausländer
E Kapitel 1 e
On Air
çchten Sie das wirklich hçren?» Eliott White sieht den Rundfunkmoderator von Radio Eighteen mit wässrigen Augen an. «Was reden Sie da? Aber selbstverständlich, Mister White! Was war ich dankbar, dass Ihre Sekretärin mich zurückgerufen hat. Man sagt, niemand habe jemals ein Radiointerview gemacht mit Ihnen. Und Sie rufen mich zurück!» Eliott White starrt ihn skeptisch an. «Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ob es wirklich richtig ist, was ich hier tue.» Der Moderator Phileas Walker winkt ab. «Sir, mein Boss hat Rheuma, aber als er gehçrt hat, dass uns der große Eliott White im Studio besuchen wird, ging er auf die schmerzenden Knie, um dem Herrn dafür zu danken.» White blickt ungläubig drein und fährt sich über den gepflegten schneeweißen Bart. Er mag Komplimente, kennt aber auch den kläglichen Wert solch oberflächlicher Schmeicheleien. Seit langer Zeit bedeuten sie ihm nichts mehr. Tiefe Falten legen sich um seinen Mund, ziehen die schmale Nase in die Länge, prangen wie Narben auf seiner Stirn. Seine Schultern schmerzen, der Nacken ist steif. Er dreht den Kopf zweimal hin und her, das feine Knacken in den Halswirbeln E 9 e
verschafft ihm Erleichterung. Versunken in Gedanken überlegt er: Weshalb bringt Milli mich nur in diese Lage? Es gibt keinen Grund, hier zu sein. Seine Sekretärin Milli Edvards, die erst seit zehn Tagen bei ihm arbeitet, hat ihm diesen Studiotermin eingebrockt. Von seiner abgrundtiefen Abneigung, was Rundfunk, Fernsehen und Zeitungen betrifft, hat sie noch keine Kenntnis. Wie sollte sie auch? Beschämt wird ihm klar: Ich hatte kaum Zeit, mit ihr zu sprechen. Was wollen diese anstrengenden und launischen Menschen einem alten Mann, der zwei Weltkriege erlebt hat, noch vormachen? Doch das allein ist es nicht, was Eliott White bedrückt. Der Journalist wird die ganze Wahrheit über mein Leben erfahren wollen, sagt er sich. Genau in diesen Minuten wird ihm das klar. Jetzt aber ist es zu spät, um zu verschwinden. Er sitzt bereits auf diesem vermaledeiten Interviewstuhl. Mit seinen 73 Jahren ist er zu alt und zu schwach, um einfach schnell aufzuspringen und abzuhauen. White lässt seinen getrübten Blick durch den Raum gleiten. Mit der rechten Hand holt er seine Hornbrille aus der Jacketttasche und setzt sie sich auf die Nase. Im Studio ist es recht dunkel, nur eine winzige Lampe wirft einen zarten Lichtkegel auf den Tisch. Außerhalb des Hochhauses, in dem sie sich befinden, auf den Straßen von New York City, herrscht immer noch reges Treiben. Suchende Scheinwerfer huschen in unregelmäßigen Abständen über die Wände des Erdgeschoss-Studios. E 10 e
Das Mikrofon hängt Eliott White direkt ins Gesicht wie ein schwarzer Maiskolben. Unsicher tastet er den Kolben ab, in seinem schweren Kopfhçrer erklingt ein dumpfes Klopfen, das in seinem Gehçrgang widerhallt. Das rechte Ohr ist beinahe taub. «Muss ich hier reinsprechen?», fragt er. Ein Techniker mit einer dicken Brille in Schmetterlingsform und einem rostroten Pullover, der in der Dunkelheit braun schimmert, çffnet die mit Leder gepolsterte Tür und eilt zu Mister White. Mit langen Fingern schraubt er am Mikrofon herum, bis es im richtigen Winkel zu Whites Gesicht steht, und schlüpft dann wieder aus der Tür. «Noch zwei Minuten, Phili!», sagt der Aufnahmeleiter, der hinter der Glaswand sitzt und an seiner Zigarette zieht. Der Moderator hebt den Daumen, bedeutet ihm, dass er bereit ist. «Wie heißen Sie, Sir?», fragt Mister White den Moderator, der sich jetzt die Wangen knetet, um sich auf sein nächtliches Interview vorzubereiten. «Phileas Walker, Sir.» «Nun, Mister Walker, Sie werden hçren, dass es einen Grund gibt, weshalb ich in der Öffentlichkeit nie über mein Leben gesprochen habe. Ich muss Sie allerdings warnen …» Walker nickt dem alten Mann aufmunternd zu, obwohl er eigentlich keine Zeit hat, noch lange mit seinem Gast zu sprechen. Direkt bevor sie live gehen, ist er immer nervçs. Er nestelt in seinen Unterlagen – insgesamt 28 Fragen, die ein Mitarbeiter vorbereitet hat. «Wenn Sie in ein paar Stunden müde werden, Sir, dann bringt Monk Ihnen Kaffee», sagt er und zeigt mit dem Finger E 11 e
auf den bebrillten Techniker, der mit verschränkten Armen draußen hinter der Studioscheibe steht und den alten Mann im Aufnahmeraum interessiert beobachtet. «Es gibt auch Sandwiches, Kekse. Monk kann im Lokal nebenan Kuchen für Sie holen, wenn Sie wollen. Die schließen nie vor vier Uhr morgens.» White nickt, er winkt ihm mit seiner kleinen Hand dankend zu. Schon gut, schon gut. Der Aufnahmeleiter warnt: «Noch zwanzig Sekunden, dann sind wir auf Sendung.» Eliott White hçrt noch mal in sich hinein. Keine Lügen mehr, Eliott. Keine. Nun springt das rote Licht über der Tür an und beleuchtet den sonst so dunklen Raum: «On Air». Die Stimme des Moderators dringt in den ¾ther hinaus. Sie klingt frçhlich, ja beinahe ausgelassen: «Willkommen, liebe Zuhçrer! Es ist 23 Uhr. Sie hçren den nächtlichen Talk ‹The Eye› von Radio Eighteen vom 11. November 1951. Heute mit unserem besonderen Gast, Mister Eliott White, dem berühmten Eiscremeproduzenten! Er gehçrt zurzeit zu den erfolgreichsten hundert Unternehmern Amerikas. Nur aufgrund seiner Eiscreme-Lieferungen an die Front haben wir Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewonnen, oder etwa nicht, Leute? Was manche gar nicht wissen: Eliott White ist auch ein begnadeter Zeichner und ein großer Wohltäter, der sich stark für die Rechte von Kindern einsetzt. Wir freuen uns darauf, etwas aus Ihrem spannenden Leben zu erfahren, Mister White!» Eliott White beginnt zçgerlich, räuspert sich erst, trinkt E 12 e
dann einen Schluck Wasser aus dem dickbauchigen Wasserglas, das direkt vor seiner rechten Hand steht. Dann beginnt er vorsichtig zu sprechen: «Guten Abend … Wissen Sie, es ist für mich nicht leicht, über meine Geschichte zu sprechen. Das hat einen Grund.» Der Moderator nickt ihm zu. Weiter, bitte weiter. White holt tief Luft, seine Stimme klingt brüchig, doch er fährt fort: «Ich wünschte, ich wäre früher ein anderer gewesen. Aber ich kann diese Zeit nicht rückgängig machen. Es ist nicht immer ein Vorteil, in vielen Lebenslagen bevorzugt zu werden, ja es ist sogar eine Gefahr, wenn einem alles zufällt. Und man erschrickt ganz furchtbar, wenn man erkennt, wie gewissenlos man anderen Menschen Schaden zugefügt hat.» «Sie haben also krumme Dinge abgezogen, Mister White?», gibt Walker aufgeregt zurück. White zuckt zusammen. Das Sprechen fällt ihm schwer, doch er will offen sein. Seine Hand zittert. «Dazu kann ich nur sagen: Ja. Als ich jung war, war ich ein gewissenloser Betrüger, ein Dieb und Lügner. Und ich hab mir nicht viel dabei gedacht. Das Leben war halt so. In dieser Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg schien alles mçglich zu sein in Amerika. Vor allem in New York, wo ich lebte, wimmelte es von Betrügern. Aber es liegt kein Glanz auf dieser Zeit, Mister Walker … Und als mein Kartenhaus aus Betrug und Lügen zusammenbrach, forderte das Leben seinen Tribut, das kann ich Ihnen versichern.» Der Moderator kommt in Fahrt. «Sie sind der grçßte Eiscremehändler in New York, Mister White. Hat Ihr Unternehmen damals Schaden genommen, als alles zusammenbrach?» E 13 e
Jetzt erst begreift White, dass der Moderator keine Ahnung hat von seinem Leben, dass der junge Mann im Dunkeln stochert, und dass er, Eliott White, weit ausholen muss, um seine Geschichte zu erzählen. Deshalb sagt er geduldig: «Sie verstehen nicht, mein Sohn. Das, wovon ich Ihnen heute Nacht erzählen werde, geschah vor meiner großen Karriere. Und meinen geschäftlichen Erfolg mit dem Eiscremeunternehmen verdanke ich allein einer Tatsache.» «Welcher, Sir? Welcher Tatsache?» Obwohl es stockfinstere Nacht ist und die meisten Menschen in New York bereits ihre Lichter gelçscht haben, nestelt der Moderator aufgeregt an seinem Kopfhçrerkabel. «Ich verdanke es der Tatsache … also der Tatsache …» White klingt betrübt und unsicher. «Nun denn, Mister White, lassen Sie hçren! Wir haben bis vier Uhr morgens Zeit. Sie hçren Radio Eighteen, liebe Zuhçrer, mit der Nachtsendung ‹The Eye›! Bleiben Sie dran, die Geschichte von Eliott White wird Sie in Erstaunen versetzen.»
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E Kapitel 2 e
Nichts als Schwindeleien
enn es okay ist, fange ich einfach ganz von vorne an», sagt White. Und Walker nickt ihm aufmunternd zu. «Ich wurde 1878 im Metropolitan Hospital, hier in New York, geboren. Soweit mir bekannt ist, war ich ein Säugling, der viel weinte und nie richtig zu Kräften kam. Als ich sechs Jahre alt wurde, kaufte mir meine liebenswürdige Mutter einen Anzug und schulte mich ein. – Ich hätte mir keine bessere Mutter wünschen kçnnen, sie liebte mich mit Überschwang, was ich ihr niemals vergessen werde. Allerdings verwçhnte sie mich auch … Ich war ein auf Rosen gebetteter Dreikäsehoch.» Phileas lächelt. Schwer vorzustellen, dass der reiche alte Mann, der hier vor ihm sitzt, einmal ein kleiner Bengel gewesen sein soll. «Erst viel später habe ich erkannt, dass die Erziehung meiner Mutter, die aus sehr viel verhätschelnder Liebe bestand, mehr Schwierigkeiten als Vorteile mit sich brachte … Meine Mutter schenkte mir alles, wozu sie in der Lage war, obwohl wir vergleichsweise wenig Geld hatten.» «Sie stammen also nicht aus reichem Elternhaus, Mister White?» E 15 e
«Nein, gar nicht. Meine Mutter hatte zwar eine kleine, feine Pension in der 33. Straße, die sie sehr sauber und ordentlich geführt hat. Aber es waren nur fünf Zimmer. Es hat uns ein Auskommen verschafft, aber eben gerade so. Das hätte alles nicht so gut funktioniert, wenn meine Mutter nicht so fleißig gewesen wäre.» White nimmt einen kräftigen Schluck aus seinem Wasserglas und setzt es geräuschvoll ab. «Die Spitzentücher, die auf den Sesseln und den Sofas der Zimmer lagen, hatte sie alle selber gehäkelt. Sie putzte jeden Tag die Zimmer, und obwohl sie auch eine Hilfe beschäftigte, kochte sie selbst und wusch die Bettwäsche wçchentlich – ja, damals gab es noch keine vollautomatischen Waschmaschinen wie heute. Sie kochte die Bettwäsche noch im Trog und mit Seife in unserem kleinen Hof hinter dem Haus. Ich rieche heute noch den Duft der Seife, der in mein Zimmer drang. Dort, im Hof, wo sie auch Blumen pflanzte und zwei kleine Kiefern goss – sie fand, niemand soll allein sein, auch Bäume nicht –, fütterte sie auch die streunenden Katzen.» «Das klingt idyllisch!» «Aber das war es leider nicht nur. Wir hatten ein schwarzes Mädchen namens Maggie, die mich oftmals betreute, weil meine Mutter viel zu viel Arbeit hatte. Heute schäme ich mich dafür, aber damals war ich ein ziemlich frecher Junge. Ich hatte nur Heimtückisches und Schwindeleien im Kopf, verrückte Ideen und, das kann ich heute mit gutem Gewissen sagen, dumme, unausgegorene Gedanken. Meine Mutter hatte Besseres verdient. Aber sie setzte mir auch keine GrenE 16 e
zen. Egal, was ich tat, ich konnte mir ihres Verständnisses sicher sein. Ich liebe sie bis heute von ganzem Herzen, aber im Nachhinein erkenne ich, dass es nicht gut ist, als Kind verhätschelt zu werden.» Nachdenklich blicken Whites alte Augen in die Ferne. «Meine Mutter war für mich die wichtigste Person in meinem Leben, ich hab sie gegen jeden verteidigt, der sich über sie lustig machen wollte. Allerdings konnte ich mich auch darauf verlassen, dass sie mich jedes Mal freisprach, wenn ich etwas ausgefressen hatte. Das war ein einfacher Weg für ein Kind, der in meinem Herzen zwangsläufig zur Überzeugung führte, dass Mutwilligkeit einen voranbringt, einem Macht und Kontrolle verschafft.» Phileas Walker blickt nachdenklich. – Worauf läuft die Erzählung des alten Magnaten hinaus? Die vorbereiteten Fragen in seiner Hand fallen ihm wieder ein und räuspernd schiebt er ein: «¾hm, unsere Hçrer interessiert Ihre Kindheit natürlich sehr, Mister White. Würden Sie sagen, hier wurden schon die Weichen gestellt für Ihre spätere Karriere?» «Vielleicht schon!» Eliott White lacht leise. «Weil ich später immer bemüht war, die Folgen meiner Erziehung wieder auszubügeln! Eine solche Erziehung ist leider ein Schuss in den Ofen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Leben damals noch ganz anders war als heute. Alles war einfacher, unkomplizierter, man machte sich nicht so viele Gedanken um die Kinder. Wir verbrachten viel Zeit unbetreut auf der Straße, waren in Gangs unterwegs. Die Polizei war de facto eine abwesende Organisation, oftmals selbst in Geldhandel und Korruption verwickelt.» E 17 e