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Copyright Brunnen Verlag GieĂ&#x;en 2011


Brunnen Verlag Gießen

Rob Bell

Heilung erfahren nach geistlichem Missbrauch 176 Seiten, Paperback, 13,8 x 20,8 cm Erscheinungsdatum: 29.07.2011 ISBN: 978-3-7655-1485-2, Bestell-Nr.: 111485 EUR 12,99 (D) / SFr *20,70 / 13,30 (A) Titel der amerikanischen Originalausgabe: Love wins. A Book About Heaven, Hell and the Fate of Every Person Who Ever Lived. Copyright © 2011 by Rob H. Bell, Jr. Trust. Veröffentlicht bei HarperOne, New York. Die deutsche Veröffentlichung erfolgt aufgrund einer Vereinbarung mit HarperOne, einem Imprint von HarperCollins Publishers, 10 East 53rd Street, New York, NY 10022. Übersetzung aus dem Englischen: Frank Grundmüller Abbildung auf S. 33: Leider konnten die Rechte an diesem Bild nicht ermittelt werden. Der Verlag ist für Hinweise dankbar. Alle Ansprüche bleiben gewahrt. Bibelzitate folgen i. d. R. der Übersetzung Hoffnung für alle®, © 1983, 1996, 2002 by Biblica Inc.TM. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlags. Alle weiteren Rechte weltweit vorbehalten. Weitere verwendete Übersetzungen sind wie folgt gekennzeichnet: EÜ – Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. © 1980 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. GN – Die Gute Nachricht. Die Bibel in heutigem Deutsch. © 1982 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. S – Schlachter Übersetzung. © Genfer Bibelgesellschaft, CH-1204 Genf. L – Lutherbibel in der revidierten Fassung von 1984. © 1985 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. RE – Revidierte Elberfelder Bibel. © 1986 R. Brockhaus Verlag, Wuppertal. NGÜ – Neue Genfer Übersetzung. © Genfer Bibelgesellschaft, CH-1204 Genf. © der deutschen Ausgabe: 2011 Brunnen Verlag Gießen www.brunnen-verlag.de Umschlagdesign: Sabine Schweda Satz: DTP Brunnen Druck: CPI – Ebner und Spiegel, Ulm

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I NHALT

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Inhalt

Vorwort (Peter Aschoff)

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Zum Einstieg – Millionen von uns

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Kapitel 1 – Und was ist bei einer Reifenpanne?

15

Kapitel 2 – Hier ist das neue Dort

33

Kapitel 3 – Hölle

74

Kapitel 4 – Bekommt Gott, was Gott will?

103

Kapitel 5 – Sterben, um zu leben

126

Kapitel 6 – Felsen überall

142

Kapitel 7 – Die gute Nachricht ist besser

163

Kapitel 8 – Das Ende ist da

191

Danksagung

197

Zum Weiterlesen

199

Anmerkungen

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V ORWORT

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Vorwort Dies ist erstens ein inspirierendes Buch: Rob Bell macht sich Gedanken über Gott, den Himmel, die Hölle und Menschen wie Sie und mich. Nicht nur seine Bilder und Begriffe, auch seine Art zu denken und die Bibel zu lesen, sind dabei erfrischend anders. Wo andere Prediger Grenzen und Gräben ziehen, da entdeckt er Möglichkeiten und Verbindendes – weil er glaubt, dass Gottes Liebe, die niemanden ausschließt, am Ende gewinnt. Vor einer Weile las ich bei einem anderen Autor, dass ihm viele Versuche, Gott angesichts des herzzerreißenden Leids, das viele Menschen erfahren, zu rechtfertigen, vorkommen wie ein Komplott hinter dem Rücken der Opfer. Der Gott, von dem Rob Bell schreibt – der Gott Jesu Christi –, erscheint unendlich weitherziger, leidenschaftlicher und zugänglicher. Er hat es gar nicht nötig, dass Menschen ihn in Schutz nehmen und ihn dabei, unwillkürlich vielleicht, vor den Karren der eigenen Organisation oder Dogmatik spannen. Das Resultat ist ein Glaube, der voller Hoffnung ist für unsere Welt. Ein Bild von Gott, das rundherum gewaltfrei ist. In einer Zeit, in der viele Menschen fürchten, dass Religion unweigerlich gewalttätige Tendenzen mit sich bringt, und deshalb auf Sicherheitsabstand gehen zu jeder Art von Glauben, lässt das aufhorchen.

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V ORWORT

Dies ist zweitens auch ein gefährliches Buch: Rob Bell bringt durch sein hartnäckiges Fragen starre Gottesbilder ins Wanken und sprengt kleinkarierte Denkmuster. Es kann eine Weile dauern, bis man sich an diese neue Perspektive gewöhnt. Und während dieser Eingewöhnungszeit kann es passieren, dass man, wie mit einer neuen Brille, ab und zu stolpert und aus dem Tritt kommt. Doch die verbesserte Sicht ist gelegentliche Schrecksekunden wert, vielleicht sogar den einen oder anderen blauen Fleck, den man sich unterdessen einhandelt. Rob Bell lädt uns ein, uns von angstbesetzten, zwanghaften, krankhaft einseitigen Karikaturen des biblischen Gottes zu befreien. Und aus der nervigen Tretmühle auszusteigen, einen unberechenbaren Gott, der seine Größe hin und wieder durch Härte unter Beweis stellen muss, bei Laune halten zu müssen. Es ist zum Schluss aber auch ein versöhnliches Buch: Rob Bell hilft uns, das Gute zu erkennen und zu würdigen, das uns auch in manch schrägen Versionen des Evangeliums widerfahren ist, einschließlich der guten Absicht ihrer Überbringer. Und dieser Schatz ist in allererster Linie der lebendige Gott selbst, der uns im auferstandenen Jesus von Nazareth so unmittelbar begegnet wie nirgends sonst. Er zeigt das Absurde an manchen Theorien auf, aber er klagt die nicht an, die von ihnen (oft in Ermangelung überzeugender Alternativen) überzeugt sind. Stattdessen macht er seinen Lesern Mut, über das Vertraute hinauszugehen, und dabei das Gute zu behalten – sich also nicht enttäuscht und verbittert von allem loszusagen, was man bisher geglaubt hat. Von Jesus heißt es in Lukas 24,32, dass er seinen Jüngern die Schrift „öffnete“. Ihre Vorstellung von Gottes Wirken in der Welt und in ihrem

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V ORWORT

eigenen Leben wurde größer, weiter, tiefer, bunter und reicher. Rob Bell hat diese „Gabe des Öffnens“, er tut es auf seine Weise und für Menschen in unserer Zeit, deren Welt ständig in Bewegung und deren Leben manchmal unglaublich komplex ist. Ich wünsche Ihnen, dass Sie bei der Lektüre der folgenden Seiten dem wirklichen Jesus neu auf die Spur kommen. Peter Aschoff

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Zum Einstieg –

Millionen von uns

Zuerst einige Worte zu diesem Buch. Zunächst einmal glaube ich, dass es bei Jesus und seiner Geschichte zuerst und vor allem um die Liebe Gottes geht, um seine Liebe zu jedem Einzelnen von uns. Es ist eine atemberaubende, wunderbare und umfassende Liebe und sie gilt jedem einzelnen Menschen, überall. Das ist die Geschichte. „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt …“ Deshalb kam Jesus. Das ist seine Botschaft. Dort ist das Leben zu finden. Unter uns wächst die Zahl derjenigen, denen mehr und mehr bewusst ist, dass die Geschichte über Jesus von einer ganzen Reihe anderer Geschichten sozusagen gekidnappt wurde – Geschichten, die Jesus nicht erzählen will, weil sie nichts mit dem zu tun haben, weswegen er kam. Der rote Faden der Geschichte ist verloren gegangen und es wird Zeit, dass er wieder betont wird.

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Ich habe dieses Buch für alle diejenigen geschrieben, die irgendeine Version der Jesusgeschichte gehört haben, bei der ihr Blutdruck stieg, der Magen sich umdrehte und ihr Herz ganz entschieden die Worte formte: „Lasst mich bloß in Ruhe mit dieser Geschichte!“ Du bist nicht allein. Es gibt Millionen von uns. Diese Liebe zwingt uns, einige der verbreiteten Geschichten, die als Jesusgeschichte ausgegeben werden, infrage zu stellen. Eine dieser Geschichten enthält das Kapitel, dass ein paar wenige die Ewigkeit an einem Ort des Friedens und der Freude, Himmel genannt, verbringen werden, während der Rest der Menschheit für ewig Qual und Bestrafung in der Hölle erleiden wird, ohne die geringste Chance, diesem Zustand je zu entkommen. Vielen wurde deutlich vermittelt, dass diese Überzeugung eine Kernwahrheit des christlichen Glaubens sei und sie abzulehnen bedeute, Jesus abzulehnen. Diese Sicht ist nicht zwingend. Sie ist schädlich und sie untergräbt letztlich die ansteckende Verbreitung der begeisternden Botschaft von Liebe, Frieden, Vergebung und Freude, die Jesus brachte und die unsere Welt so dringend braucht. Daher also dieses Buch. Zweitens habe ich dieses Buch geschrieben, weil die Art von Glauben, zu dem uns Jesus einlädt, sich nicht um die großen Fragen zu den großen Themen wie Gott, Jesus, Heil, Gericht, Himmel und Hölle herumdrückt, sondern uns mitten ins Zentrum dieser Fragen hineinführt.

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Viele haben diese Fragen. Christen, Leute, die keine Christen sind, Leute, die Christen waren, es aber nicht mehr sein können, weil sie zu viele Fragen zu genau diesen Themen haben, Leute, die Christen für verrückt und zutiefst fehlgeleitet halten, Pfarrer, Gemeindeleiter, Prediger – diese Fragen sind allgegenwärtig. Manche Gemeinschaften dulden keine offene, ehrliche Nachfrage zu den Dingen, die am wichtigsten sind. Erschreckend viele Leute haben Bedenken, Zweifel oder Fragen geäußert, nur um dann von ihrer Familie, Gemeinde oder ihren Freunden zu hören: „Darüber diskutieren wir hier nicht.“ Ich glaube, dass das Gespräch an sich etwas Göttliches ist. Abraham strengt sich an, um mit Gott zu verhandeln, der größte Teil des Hiobbuches handelt davon, wie Hiob mit seinen Freunden über die tiefsten Fragen des Leids streitet, in den Klageliedern Jeremias wird Gott praktisch angeklagt und Jesus antwortet auf beinahe jede Frage, die man ihm stellte, mit … einer Gegenfrage. „Was denkst du? Was liest du dort?“, fragte er immer und immer wieder. Die Weisen im Altertum sagten, die Worte der heiligen Texte seien schwarze Buchstaben auf weißen Seiten. Da gibt es all diesen leeren weißen Platz, der nur darauf wartet, dass wir ihn beschreiben – mit unseren Antworten und Gesprächen und Debatten und Meinungen und Sehnsüchten und Wünschen und Weisheiten und Einsichten. Wir lesen diese Worte und treten dann in eine Diskussion ein, die

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schon Jahrtausende andauert – über die Grenzen von Kulturen und Kontinenten hinweg. Ich hoffe, dass das eine befreiende Nachricht für dich ist. Es gibt keine Frage, mit der Jesus nicht umgehen kann, keine Diskussion, die zu zeitbedingt wäre, kein Thema, das zu heikel ist. Zugleich gilt: Manche Themen sind unwichtig. Viel Blut wurde vergossen in Spaltungen der Kirche, in Ketzerprozessen und wütenden Debatten zu Themen, die letztlich reine Spekulation sind. Manchmal sind wir Zeugen gigantischer Anstrengungen, am Thema vorbeizureden. Jesus befreit uns dazu, die Dinge beim Namen zu nennen. Und zum Schluss möchte ich betonen, dass ich auf den folgenden Seiten nichts Neues sage. Es gibt nichts in diesem Buch, das nicht schon viele andere vor mir gesagt, vermutet oder bejubelt haben. Ich trage hier nicht irgendwelche radikal neuen Lehren vor; alles wurde schon unzählige Male gesagt. Das macht die Schönheit des geschichtlichen orthodoxen christlichen Glaubens aus: Er ist ein tiefer, breiter und vielarmiger Strom, der mit einer atemberaubenden Vielfalt an Stimmen, Perspektiven und Erfahrungen seit Jahrtausenden dahinfließt. Wenn dieses Buch wenigstens das erreicht, in die uralte, immer noch andauernde Diskussion um den auferstandenen Jesus in all ihrer lebendigen, vielgestaltigen, verworrenen, vielstimmigen Vielschichtigkeit einzuführen – nun, dann wäre ich begeistert.

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