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CHR IST I A N HOL F EL D

WALDLÄUFER, KLUFT UND KNOTEN KNÜPFEN Pfadfinder-Ideen für alle Altersgruppen


Born-Verlag ist ein Imprint der SCM Verlagsgruppe, die zur Stiftung Christliche Medien gehört, einer gemeinnützigen Stiftung, die sich für die Förderung und Verbreitung christlicher Bücher, Zeitschriften, Filme und Musik einsetzt.

Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG (»Text und Data Mining«) zu gewinnen, ist untersagt.

© 2025 Born-Verlag in der SCM Verlagsgruppe GmbH Max-Eyth-Straße 41 · 71088 Holzgerlingen Internet: www.bornverlag.de · E-Mail: info@scm-verlagsgruppe.de Die Bibelverse sind folgender Ausgabe entnommen: Neues Leben. Die Bibel, © der deutschen Ausgabe 2002 und 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen. Umschlaggestaltung: SONNHÜTER, www.sonnhueter.com Satz: typoscript GmbH, Walddorfhäslach Druck und Bindung: GGP Media GmbH, Pößneck Gedruckt in Deutschland ISBN 9-783-8709-2652-6 Bestell-Nr. 182.652


Inhalt Vorwort

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Pfadfinder-Gruppenstunden

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1. Feuermachen bei Regen mit dem Feuerstahl

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2. Feuer entzünden – selbstständig und sicher

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3. Kienspan – das Gold des Waldes

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4. Kobelbau – von Schutz und Sicherheit

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5. Eine Schaukel bauen – Vertrauenssache

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6. Seilverbindungen – was uns Halt gibt

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7. Lagermöbel – wie Lagerkunst Platz schafft

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8. Das beste Werkzeug – alles hat seinen Sinn

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9. Die Rettungsdecke – glitzernder Helfer

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10. Rettungsgriffe – wie wir getragen werden können

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11. 1, 2 oder 3 – Vogelstimmen-Kimspiel

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12. Internationaler Pfadfinder-Müllsammeltag – haltet Gottes Schöpfung sauber

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13. Dunkelheit – sich mutig zurechtfinden

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14. Tierspuren entdecken – trainiert eure Aufmerksamkeit

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15. Kochduell – was, das kann man essen?

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16. Waldläuferzeichen – Spuren meines Lebens

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17. Runen – die geheimnisvolle Schrift

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18. Hilfe, wie komme ich nach Hause? – Keine Panik auf der Titanic!

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19. Wolfslauf – Der Höhepunkt im Wölflingsjahr

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20. Wanderstöcke – gemeinsam unterwegs sein

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21. Herausforderungen annehmen

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22. Geistliche Waffen­rüstung – rundherum geschützt

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23. Der Start einer Gemeinschaft – was Sippe und Kirche gemeinsam erleben

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24. Pfadfinder sind hilfsbereit – Ehrensache!

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Vorwort Liebe Pfadfinderinnen und Pfadfinder, ich freue mich sehr, euch dieses Gruppenstundenbuch an die Hand geben zu dürfen. Die Idee zu diesem Buch entstand aus der Überzeugung heraus, dass gut vorbereitete und abwechslungsreiche Gruppenstunden einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung junger Menschen leisten können. Als langjähriger Pfadfinder und Mitarbeiter weiß ich aus eigener Erfahrung, wie wichtig gute Materialien, Ideen und Anleitungen sind. Die Entstehung dieses Buches war ein spannender und gemeinsamer Prozess. Neben meinen eigenen Erfahrungen und Ideen konnte ich auf die wertvollen Beiträge vieler engagierter Pfadfinderleiter aus verschiedenen christlichen Bünden zurückgreifen. Ein Großteil der Artikel stammt von Stammesleitern der PEC (Pfadfinder »Entschieden für Christus«) und PfC (Pfadfinder für Christus). Das sind die beiden Pfadfinderbünde, die es im Kontext des EC-Verbandes gibt. Hinzu kamen Beiträge des REGP (Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder), der Royal Rangers, der FeG Pfadfinder und der Bündischen Jugendarbeit des CVJM. Diese Zusammenarbeit hat das Buch bereichert und soll ein breites Spektrum an Anregungen bieten. Dieses Buch ist eine wertvolle Hilfe sowohl für junge als auch für erfahrene Pfadfindermitarbeitende. Es enthält eine Fülle von Stundenentwürfen, Spielen, Vertiefungen und praktischen Tipps, die sich leicht in die Praxis umsetzen lassen. Zu jeder Einheit gehört eine Andachtsidee mit einer passenden Bibelstelle. Dies soll helfen, pfadfinderische Themen mit christlichen Gedanken zu verbinden. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die zur Entstehung dieses Buches beigetragen haben. Mein besonderer Dank gilt den vielen Autoren und Autorinnen, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen eingebracht

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haben, und dem Deutschen EC-Verband, der es ermöglicht hat, dieses Buch zu veröffentlichen. Gut Pfad! Christian Holfeld , Gemeindeentwickler und Coach bei Churchmove (www.churchmove.de)

Feedback zum Buch gerne an christian.holfeld@jugend-move.de senden.

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1. Feuermachen bei Regen mit dem Feuerstahl Pfadfinder-Oberthema:

Feuer

Geeignet für die Altersstufe: Jungpfadfinder, welche bereits die Feuerprüfung bestanden haben (9-16  Jahre) 9-12

Dauer: Material:

Vorbereitung: Inhaltliche Idee: Bezug zur Bibel:

13-16

2  Stunden – Feuerstähle für jeden Pfadfinder – Eimer Wasser zum Löschen – für den Feuer-Start-Wettbewerb zusätzlich: Zunder, Stoppuhren oder Timer – für das Funken-Zielschießen: Zielscheiben aus Papier oder Karton in verschiedenen Größen (können einfache Kreise oder auch lustige Formen sein), Ständer oder Halterungen für die Zielscheiben, Marker oder Stifte (zum Markieren der Treffer), Schutzbrillen (optional, für zusätzliche Sicherheit) geeignete Feuerstellen vorbereiten unter widrigen Umständen ein Feuer entzünden lernen – ohne Feuerzeug Licht für die Welt. Matthäus 5,14-16


Start Eine der ersten technischen Errungenschaften des Menschen war das Feuermachen. Zur gleichen Zeit lernte der Mensch auch, damit umzugehen, das Feuer mehr oder weniger zu beherrschen. Auch als Pfadfinder lernen wir das Feuermachen und den verantwortungsvollen Umgang mit diesen schönen, nützlichen, aber auch gefährlichen Flammen. Ziel dieser Einheit ist es, mit dem Feuerstahl auch bei schlechten Bedingungen Feuer zu machen.

Durchführung Feuermachen bei schlechten Bedingungen ist eine Herausforderung. Schlechte Bedingungen können beispielsweise Regen, Sturm und Schnee sein. Aber gerade da sind ein wärmendes Feuer oder eine warme Mahlzeit wichtig. Um unter diesen Bedingungen ein Feuer zu machen, sind eine gute Vorbereitung der Feuerstelle und des Brennmaterials entscheidend. Zu Beginn sollte man sich mit dem Feuerstahl vertraut machen. Ein Feuerstahl, auch Eisenkeramikstab genannt, besteht aus einer Legierung, die Funken erzeugt, wenn sie schnell und stark mit einem harten Gegenstand (meist einem Schaber oder Messer) gerieben wird. Durch die Reibung entstehen sehr heiße Funken (ca. 3 000 °C), die Zunder oder leicht brennbare Materialien entzünden können. Man hält den Feuerstahl in einer Hand und schabt mit dem Schaber oder Messer in einem steilen Winkel entlang des Stabes, sodass die Funken auf den Zunder fallen und diesen entzünden.

Spielerischer Einstieg Startet spielerisch mit der Aktion »Zielschießen mit Funken«. Denkt hierbei an alle Sicherheitsregeln und genügend Abstand zwischen euren Teilneh-

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menden und zu brennbaren Gegenständen. Niemals auf trockenen Wiesen oder anderen brandgefährdeten Flächen spielen. Die Pfadfinder sollen ihre Genauigkeit und Präzision im Umgang mit dem Feuerstahl verbessern, indem sie versuchen, Funken gezielt auf ein Ziel zu schlagen. Das wird gebraucht: Ȗ Zielscheiben aus Papier oder Karton in verschiedenen Größen (können einfache Kreise oder auch lustige Formen sein) Ȗ Ständer oder Halterungen für die Zielscheiben Ȗ Marker oder Stifte (zum Markieren der Treffer) Ȗ Schutzbrillen (optional, für zusätzliche Sicherheit) Stellt die Zielscheiben auf, in sicherem Abstand zu den anderen Pfadis. Legt eine Linie oder einen Punkt fest, von dem aus die Kinder die Funken auf die Zielscheiben schlagen sollen. Die Kinder treten nacheinander an die Startlinie und versuchen, Funken auf die Zielscheiben zu schlagen. Jedes Kind hat mehrere Versuche (z. B. 5-10 Schläge), um so viele Treffer wie möglich zu erzielen. Markiert die Treffer auf den Zielscheiben mit einem Marker. Zählt die Treffer und belohnt die Kinder mit den meisten Treffern oder den präzisesten Schüssen. Varianten: Verändert die Distanz zu den Zielscheiben, um die Herausforderung zu steigern, oder verwendet unterschiedlich große Zielscheiben für verschiedene Schwierigkeitsgrade.

Aufbau des Feuers Die erste Aufgabe besteht darin, Zunder und trockenes Reisig zu finden. Als Zunder eignet sich frische oder ältere Birkenrinde. Bei der Birkenrinde nehmen wir nur die äußerste, weiße, papierdünne Schicht von einem abgefallenen Ast bzw. toten Baum. Mit dem Messer machen wir einen ca.

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1 mm tiefen Schnitt in die weiße Birkenrinde. In dem Schnitt lösen wir mit dem Messer die Rinde ab, indem wir mit dem Messer unter die Rinde schneiden. Um ein Feuer anzumachen, reichen uns ein bis zwei ca. 5 x 10 cm große Rindenstücke.

Bild: Dr. Karsten Stief Als Nächstes brauchen wir Reisig. Trockenes Reisig finden wir auch nach mehreren Tagen Regen oder im verschneiten Wald unter jungen Fichten. Haltet nach Fichtenschonungen Ausschau, die dicht stehen. Die abgestorbenen Ästchen unten am Stamm sind fast immer trocken. Hiervon brauchen wir ein Bündelchen, so dick wie eine Getränkedose. Wenn ihr hier gleich noch ein zweites Bündel mit fingerdicken Ästchen sammelt, habt ihr schon das meiste zusammen.

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Zum Anzünden braucht ihr eine windgeschützte Stelle. Wenn der Boden nass ist, legt ein Brett oder ein großes Stück Rinde unter. Als Wind- und Regenschutz eignet sich eine alte Kohtenplane. Jacken enthalten häufig Synthetik, was schnell brennt, schmilzt oder Löcher bekommt. Kohtenplane aus Baumwolle ist unempfindlich. Ein einfaches Dreibein als »Feuerzelt« reicht meist aus. Zieht die Birkenrinde fein ab und zerbröselt sie. Man kann auch mit der Messerklinge feine Flocken abschaben. Mit dem Feuerstahl werft ihr nun mehrfach eine ordentliche Ladung Funken auf die Birkenrinde. Sobald sie brennt, legt ihr etwas Birkenrinde nach und haltet dann das Bündelchen Fichtenreisig locker über die Flammen.

Vertiefung »Feuer-Start-Wettbewerb« Die Pfadis sollen lernen, schnell und effizient ein Feuer zu entfachen und dabei ihre Technik im Umgang mit dem Feuerstahl zu verbessern. Richtet für jeden Teilnehmenden bzw. jedes Team eine eigene kleine Feuerstelle ein, in sicherem Abstand zueinander. Erklärt den Pfadfindern die Regeln des Wettbewerbs. Besprecht die Sicherheitsmaßnahmen. Auf ein Signal hin beginnen alle Teilnehmenden gleichzeitig, mit ihrem Feuerstahl Funken zu schlagen und zu versuchen, den Zunder zu entzünden. Die Zeit wird gestoppt, sobald ein Teilnehmender bzw. ein Team erfolgreich ein Feuer entfacht hat. Der Pfadfinder bzw. das Team, das am schnellsten ein Feuer entfacht hat, gewinnt. Alternativ könnt ihr auch mehrere Runden spielen und die Gesamtzeit oder die Anzahl der entzündeten Feuer werten.

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Andachtsidee Lest den Bibeltext aus Matthäus 5,14-16 aus der Bibel vor. Dieser Text spricht über das Licht der Welt und kann mit dem Thema Feuer als ein Licht gut in Verbindung gebracht werden. Erklärt, was es bedeutet, wenn Jesus uns in diesem Text sagt, dass wir das Licht der Welt sind. So, wie das Feuer hell leuchtet, was jeder Einzelne bzw. die Teams heute hoffentlich gut sehen konnten, sollen auch wir in der Welt leuchten und Gutes tun – auch wenn die Bedingungen dafür manchmal ebenso schlecht sind und das manchmal ganz schön schwerfallen kann. Verbindet das Entzünden des Feuers mit der Metapher des Lichts: Das Feuer, das wir heute entzündet haben, ist ein Symbol für die guten Taten und die Liebe, die wir anderen Menschen zeigen sollen. Diese Taten sollen sichtbar sein, so wie das Feuer, das wir entzündet haben und das alle sehen konnten.

Abschluss Ermutigt eure Pfadis, das heute Gelernte umzusetzen und ihr Licht in die Welt zu tragen.

Ein Beitrag von thorn (Dr. Karsten Stief), Stammleiter im PEC-Stamm 05-05 (Hellenstein Falken)

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