Skip to main content

182605

Page 1

Carola L‘hoest Thomas Kretzschmar (Hrsg.)

MINI

Maxi

33 Gottesdienste für kleine und große Leute

BORN-Verlag


DOWNLOADS ZUM BUCH Ergänzend zu den Familiengottesdiensten in diesem Buch findest du die Grafiken, Anspiele und Vorlagen auch im Downloadbereich des BORNVerlages unter www.bornverlag.de/downloads, wenn du auf das entsprechende Cover von „Mini MAXI“ klickst. Außerdem finden sich dort auch 6 der 33 im Buch angekündigten Familiengottesdienste in voller Länge. – Reinschauen lohnt sich also! Der Kauf dieses Buches berechtigt zum Download, Ausdrucken und Kopieren der Vorlagen, wenn sie zum Zweck der Vorbereitung und Durchführung der verschiedenen Gottesdienste verwendet werden. Eine Verwendung, Vervielfältigung oder Weitergabe in jeglicher Form darüber hinaus ist nicht gestattet.

Wenn nicht anders vermerkt, wurden die Bibelzitate folgender Ausgabe entnommen: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart Weiter wurde verwendet: Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart (GNB) Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers © 2020 BORN-Verlag, Kassel Im Auftrag des Deutschen Jugendverbandes „Entschieden für Christus“ (EC) e. V. Printed in Germany – All rights reserved. Umschlaggestaltung und Satz: be · Dieter Betz Design-Kommunikation, Friolzheim Coverillustration: denis_pc/Adobe Stock Lektorat: Steffi Pfalzer Druck und Gesamtherstellung: WirmachenDruck.de Bestellnummer 182.605


Vorwort Mini und MAXI sind zwei verschiedene Begriffe und trotzdem stehen sie gemeinsam. Sie stehen deswegen gemeinsam, weil die beiden Gruppen, die mit dem minimalen und die mit dem maximalen Alter, gemeinsam Gott erleben können. Das geschieht in Familiengottesdiensten. Familiengottesdienste sind eine hervorragende Möglichkeit, alle Generationen einer Gemeinde zusammenzubringen. Manche Gottesdienstteilnehmende werden vielleicht minimale Abstriche an ihren eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen machen müssen, wir hoffen aber, dass die Ergebnisse zu maximaler Freude an Gott und dem gemeinsamen Feiern der Gottesdienste beitragen. Minimaler Aufwand reicht oft nicht aus, um Familiengottesdienste zu feiern. Methodisch vielfältige Elemente müssen miteinander verbunden werden. Alle Teilnehmenden sollen vorkommen. Unterschiedliche Lieder werden benötigt. Verschiedene Mitarbeitende müssen unter einen Hut gebracht werden. Das ist nicht immer einfach, aber notwendig. Das Buch „Mini MAXI“ will dazu beitragen, dass mehr Familiengottesdienste in den Gemeinden durchgeführt werden. 27 der 33 Gottesdienste sind dabei in diesem Buch zu finden. 6 Gottesdienste (alle zu einem Thema, was auch im Buch schon einmal mit anderem Inhalt vorkommt) stehen komplett zum Herunterladen als pdf-Datei im Downloadbereich zum Buch zur Verfügung. Alle 33 Gottesdienste sind: • Gottesdienste, die sich in der Praxis bewährt haben. • Gottesdienste, die von unterschiedlichen Methoden geprägt sind. • Gottesdienste, die von ganz verschiedenen Mitarbeitenden aus ganz Deutschland ausgearbeitet wurden. Vielen Dank an alle Mitschreiber und Mitschreiberinnen, die ihre Kreativität und Erfahrungen mit eingebracht haben. Wir hoffen, dass „Mini Maxi“ dazu beträgt, dass Gemeinden familienfreundlicher werden, und dass alle Generationen gemeinsam Gott feiern können. Carola L’hoest und Thomas Kretzschmar


MINI

Maxi Familiengottesdienste zu kirchlichen Festen


Familiengottesdienste zu kirchlichen Festen Das Wort „siehe“ zeigt an, dass nun etwas Überraschendes geschieht. „Jungfrau“ ist eine unverheiratete junge Frau, die aber bereit ist, ein Kind zu empfangen, auszutragen und zu gebären. Gleichzeitig sagt aber der Begriff, dass dieses Kind nicht durch den normalen Zeugungsakt empfangen wird. „Immanuel“ wird mit „der Herr ist mit uns“ übersetzt. Jesaja spricht hier ein Gerichtswort an Ahas. Durch den Namen wird deutlich, dass Gott sich auch im Gericht nicht von seinem Volk löst. In Jesus trifft beides zusammen: An ihm wird das endgültige Gericht vollzogen und gleichzeitig ist Gott in ihm bei uns. Micha 5,1 Der Prophet Micha ist zeitgleich mit dem Propheten Jesaja aktiv. Nach einer deutlichen Gerichtsankündigung strahlt dieser Satz hindurch: „Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“ Der Ort Bethlehem ist klar mit dem Namen des Königs David verbunden. Es ist sein Geburtsort. David war ein ewiges Königtum verheißen, dass sich in Jesus bewahrheitet hat. Sacharja 9,9 Sacharja stellt dem Volk mit seinem Prophetenspruch den verheißenen Messias vor: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“ Er ist ein Gerechter. Das bedeutet: Er kann vor Gott bestehen. Dieser Gerechte wird dem Gottesvolk helfen. Wird er helfen, dass sie selbst gerecht werden und vor Gott bestehen können? Dass der König auf einem Esel reitet, ist wirklich nicht königlich. Aber es zeigt die Nähe zu den Menschen, die selbst nicht reich sind.

Situation der Gottesdienstbesucher

Die Adventszeit ist häufig das pure Gegenteil von dem, was sie sein will. Anstatt Besinnlichkeit gibt es einen „Dauerlauf“ durch etliche Veranstaltungen, Geschäfte, Termine. Was Advent heißt, wissen wahrscheinlich die meisten Gottesdienstbesucher. Aber wahrscheinlich kommen sie kaum dazu zu überlegen, was es für sie selbst bedeutet.

9


Familiengottesdienste zu kirchlichen Festen Dieser Adventsgottesdienst sieht erst einmal gar nicht nach Advent aus und fühlt sich auch nicht so an. Und doch geht es darum: An Weihnachten hält Gott sein Versprechen, das er schon viele Jahre vorher gegeben hat. Gut ist es, wenn sich alle Teilnehmenden „nebenbei“ überlegen, wie sie es mit Versprechen halten, die sie gegeben haben.

ABLAUF DES GOTTESDIENSTES Begrüßung

„Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen!“ Willkommen zu diesem Familiengottesdienst. Ich verspreche euch: Gott ist mitten unter uns. Es wird ein Gottesdienst, in dem wir etwas lernen, etwas verstehen, etwas erleben und miteinander lachen. Ihr lieben Erwachsenen, ist es euch auch schon mal so gegangen, dass ihr euren Kindern etwas versprochen und es dann nicht gehalten habt? Das ist für das Vertrauen nicht besonders förderlich ... Ihr lieben Kinder, habt ihr schon einmal etwas versprochen und nicht gehalten? Ich denke schon. Das passiert, auch wenn es nicht schön ist. Bei manchen Versprechen muss man ganz schön lange warten, bis sie erfüllt werden. In der Wartezeit kann man schon mal denken: Das ist bestimmt vergessen worden! Es gibt einen, der vergisst nie, was er verspricht.

Anspiel – Teil 1

Das Anspiel wird entweder von drei Handpuppen gespielt oder drei Jugendliche spielen die Rollen der drei Kinder. Gesprächspartner ist der Verkündiger. Zu finden sind die Teile des Anspiels alle auch im Downloadbereich zum Buch unter www.bornverlag.de/downlads. Kalle (Kal) Junge Pommel (Pom) Junge oder Mädchen Rosinchen (Ros) Mädchen Verkündiger (Ver)

10


Familiengottesdienste zu kirchlichen Festen Kalle, Pommel und Rosinchen kommen. Sie haben verrückte Sachen dabei: Schwimmflügel, Schwimmbrille, Taucherflossen ... Ver: Kal: Pom: Ros: Ver: Ros:

Kal: Ros: Pom: Ver: Kal: Ros: Pom: Ros: Kal: Pom: Kal: Ros: Pom:

Hi, ihr drei! Schön, dass ihr kommt. Ich habe schon auf euch gewartet. Ist doch logo, dass wir kommen. Das haben wir doch versprochen. Und was man verspricht, muss man auch halten. Ihr seht heute echt interessant aus. Macht ihr eine Modenschau? Rosinchen redet mit etwas affektierter Stimme weiter: Und hier sehen Sie Modell „Froschmann“. Es ist Kalle wie auf den Leib geschnitten. Dagegen ist unser Modell „Entenfuß“ bei Pommel nur etwas für den exklusiven Herrn. Kalle macht weiter: Und die feine Dame nimmt zum Strand ihre Schwimmflügel mit und bildet sich ein, sie könne damit fliegen. Rosinchen redet wieder normal: Pöh, Kalle, Frechheit! Aber ich muss ja zugeben, dass es etwas ungewöhnlich ist, mit Schwimmflügeln in die Gemeinde zu gehen. O weh, wenn mich meine anderen Freunde so sehen, lachen sie sich halb schlapp. Na, hier dürft ihr aber nicht schwimmen. Wir können aus dem weihnachtlich geschmückten Gemeinderaum ja keinen Swimmingpool machen. Nee, nee, keine Angst, unser Seepferdchen machen wir lieber im richtigen Schwimmbad. Mein Papa hat versprochen, heute mit uns schwimmen zu gehen. Jedenfalls hatte er es letzte Woche gesagt. Wie, hat er denn seitdem nicht mehr davon geredet? Nein, er ist schon die ganze Woche auf Dienstreise, ich habe ihn seitdem gar nicht mehr gesehen. Dann hat er es bestimmt vergessen. Meinst du, Kalle? Klar, das kenne ich doch. Wenn einer etwas vor langer Zeit versprochen hat und nicht mehr davon redet, hat er es meistens vergessen. Aber mein Papa macht so etwas nicht. Vielleicht solltest du deinen Papa noch einmal daran erinnern.

11


Familiengottesdienste zu kirchlichen Festen Ros: Kal: Pom: Ros: Ver:

Das geht nicht, er ist doch auf Dienstreise. Ach, und ich hatte mich sooo gefreut! Ich wollte euch so gerne mal richtig nass spritzen. Ich habe einen neuen Badeanzug, den ich endlich anziehen wollte. Na hört mal, was seid ihr denn so traurig? Ihr wisst doch noch gar nicht, ob Rosinchens Papa sein Versprechen wirklich vergessen hat. Ros: Eigentlich hält mein Papa immer seine Versprechen. Kal: Wenn meine Eltern etwas versprechen und nicht einhalten, sagen sie einfach: „Man kann sich ja mal versprechen.“ Pom: Schade, das ist schon eine dumme Situation. Jetzt wissen wir gar nicht, worauf wir uns einstellen sollen. Ver: Passt mal auf, ich kenne da ... Kal, Pom, Ros: ... eine Geschichte aus der Bibel! Ver: Woher wisst ihr das? Ros: Weil du doch immer Geschichten aus der Bibel erzählst. Kalle, Pommel und Rosinchen verschwinden. Die Geschichte wird erzählt.

Verkündigung

Die Verkündigung ist eine One-Man-Show. Dazu werden drei Stühle mit Abstand nebeneinander auf die Bühne gestellt. Auf jedem Stuhl liegt eine andere Kopfbedeckung: Die Kopfbedeckungen gehören den drei Propheten: • Micha – Basecap mit dem Namen Micha • Jesaja – Hut mit Namen Jesaja • Sacharja – Kopftuch mit Namen Sacharja Der Verkündiger setzt immer die entsprechende Kopfbedeckung auf, wenn er in die Rolle des jeweiligen Propheten schlüpft. Verkündiger: Schon lange, sehr lange bevor Jesus geboren wurde, hatten die Menschen die Hoffnung und die Ahnung, dass Gott einen Retter schicken wird. – Und das kam so: Micha:

12

Hallo, ich bin Micha. Ich bin ein Prophet, ein Mann Gottes. Ich lebe im Südreich Israel. Ich kann euch sagen: Hier geht es drunter und drüber. Die Menschen in Israel vergessen Gott immer mehr. Mir gefällt es gar nicht, aber ich soll im Auftrag Gottes den Menschen sagen, dass Gott nicht mag, wie sie sich verhalten.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
182605 by Fontis-Shop - Issuu