Martin Schott, Tobi Liebmann, Denis Werth
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Filme, die bewegen Wie aus Filmen Andachten werden
BORN-VERLAG 1
Die Autoren
Martin Schott Tobi Liebmann Denis Werth
wurde 1982 veröffentlicht, arbeitet als Gemeindediakon in der Kirchengemeinde Buchenau/Elmshausen mit Kindern, Teens und Jugendlichen. Er wohnt mit seiner Frau Jule in Buchenau (nahe Marburg) und liebt Filme mit schrägem Humor, mehreren Handlungssträngen und/oder die am Ende überraschen. wurde 1980 veröffentlicht, arbeitet als EC-Jugendreferent im Kreisverband Ostfriesland mit Jugendlichen und Jungen Erwachsenen. Er wohnt mit seiner Frau Sanne und seinem Sohn Joscha in Hesel und liebt Filme mit schrägem Humor, die ihn zum Mitdenken herausfordern und immer wieder überraschen. wurde 1982 veröffentlicht, arbeitet als Jugendevangelist und Sportbeauftragter beim CVJM-Westbund. Er wohnt mit seiner Frau Steffi und seinen beiden Töchtern Amélie und Mia in Linden und liebt Filme mit schwarzem Humor, gern ohne Happy End und von Quentin Tarantino.
Impressum © 2013 BORN-VERLAG, Kassel im Auftrag des Deutschen Jugendverbandes „Entschieden für Christus“ (EC) e.V.
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Printed in Germany. All rights reserved. Umschlaggestaltung: b3plus, Alheim-Heinebach Fotos Umschlag: JiSIGN; Mammut Vision (fotolia.com)
mit Leseproben zu allen Titeln
Lektorat: BORN-VERLAG / Birgit Götz, Marburg Satz: BORN-VERLAG / Claudia Siebert, Kassel
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Druck- und Gesamtherstellung: AALEXX Buchproduktion GmbH, Großburgwedel Gedruckt auf FSC-zertifiziertem Papier. ISBN 978-3-87092-544-4 | Bestellnr. 182.544
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3. Ein kleines Handbuch Nachdem jetzt (endlich) alle Grundlagen abgearbeitet sind, geht’s nun ans Eingemachte: die Arbeit mit Filmen. In diesem Kapitel wollen wir dir erklären, wie das Buch aufgebaut ist und was du damit alles anstellen kannst. Zuerst geht es um die Methoden. Im Anschluss stellen wir dir einige Filme mit konkreten Arbeitsschritten vor. Abschließend widmen wir uns noch kurz der technischen Seite, wie man Filme präsentieren kann und was dabei zu beachten ist.
3.1 Die Methoden Viele haben schon mal irgendwie im Gemeindezusammenhang einen Film gezeigt und vielleicht sogar schon darüber geredet. Wir stellen hier einige Methoden vor, wie man mit Filmen noch arbeiten kann. Wir werden relativ genau beschreiben, wie diese Methoden funktionieren, ohne sie schon auf einen konkreten Film anzuwenden. Wir hoffen, dass wir dadurch deine eigene Kreativität und Lust wecken können, selbst aktiv zu werden. Dann kannst du deine Lieblingsfilme verwenden und mithilfe der Themen anderen Menschen etwas von Gott erzählen. Und wenn du das Buch in 10 Jahren noch einmal in die Hand nimmst, werden manche Filme vielleicht veraltet sein, aber die Methoden bleiben aktuell und passen für jeden Film. Denn auch wenn wir bei der Auswahl der Filme darauf bedacht waren, möglichst zeitlose Filme auszusuchen, sie werden auch nicht ewig aktuell und das Maß der Dinge bleiben. Bei den Filmen, die wir vorstellen, werden wir die Methode nicht noch einmal genauer beschreiben, sondern hauptsächlich die Methode nennen und dann ziemlich konkret werden, passend zum Film. In der Regel werden wir pro Film eine Methode so vorstellen, dass du sie problemlos sofort anwenden kannst. Allerdings ist es häufig so, dass zu einem Film nicht nur DIE eine Methode passt, sondern dass auch noch eine oder zwei andere Methoden zu diesem Film passen würden. Diese weiteren möglichen Methoden werden wir dir auf der Filmmaske (siehe nächsten Abschnitt) kurz nennen. Nicht jede Methode ist für alle Gruppen geeignet. So macht es häufig wenig Sinn, nach einem 3-stündigen Film im Teenkreis noch ein 1-stündiges Gespräch ins Rollen zu bringen. Diesem Umstand tragen wir Rechnung, indem wir das optimale Setting für die entsprechenden Methoden kurz anreißen.
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3.2 Die Filme Nachdem die Methoden vorgestellt wurden, wird’s spannend. Die Filme kommen ins Spiel. Jedem Film widmen wir zwei bis vier Seiten. Auf der ersten Seite gibt es die sogenannte Filmmaske mit den wichtigsten Infos zum Film und der Arbeit damit. Auf der zweiten (und dritten) Seite wird eine Methode möglichst genau vorgestellt, sodass man sie ohne großen Aufwand in einem Jugendgottesdienst, auf einer Freizeit oder in einem Hauskreis umsetzen kann. Denk aber daran, dass es wichtig ist, den Film, den du verwendest, vorher auf jeden Fall einmal ganz anzuschauen, um sicherzustellen, dass der Film für deine Zielgruppe geeignet ist.
Erklärungen zur Filmmaske
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Unschwer zu erkennen gibt es zuerst die wichtigsten Infos zum Film: Titel, Genre, Regisseur, die (wichtigsten) Schauspieler, die Länge, die FSK-Freigabe und ein QR-Code. Diesen kannst du mit einem Smartphone einscannen und du wirst auf die Filmseite bei „imdb“ (Internet Movie Database) geleitet. Dort gibt es alle wichtigen Infos zum Film und du kannst dort auch einfach nach einem Trailer suchen.
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Da in der CVL-Lizenz die meisten und v. a. auch die größten Filmstudios enthalten sind und die Lizenz von immer mehr Gemeinden genutzt wird, geben wir hier direkt die Information, ob das Recht zur öffentlichen Aufführung bei diesem Film mit der CVL-Lizenz gegeben ist. Dieser Stand gilt für Oktober 2012, die CCLI ist aber ständig in Gesprächen mit weiteren Filmstudios, sodass sich das ändern kann, v. a. bei Firmen, die noch nicht Mitglied bei CVL sind. Falls die Produktionsfirma noch nicht Mitglied der CVL-Liste ist, kann man bei den Medienstellen der Landeskirchen nachfragen (siehe Punkte 2.1.2, Seite 17).
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Hier gibt es eine kleine Inhaltsangabe und evtl. kurze Beschreibung der Themen, die in diesem Film behandelt werden. Wir verraten nicht zu viel vom Film und wollen „Appetit“ auf den Film machen.
Ähnlich wie bei Internetvideos sind hier Schlagworte (sog. Tags) zu finden, die einen Film bzw. dessen Themen und Fragestellungen beschreiben. So kann man das Buch schnell durchblättern und z. B. nach einem Film mit dem Thema „Liebe“ suchen. Hier stehen meistens mehr Themen als nur das eine spezielle. Zu dem kursiv Gedruckten wurde die folgende Methode von uns ausgearbeitet.
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Hier geht es um die Zielrichtung der Einheit zu diesem Film. Wir haben verschiedene Filme ausgewählt, die sich nicht nur im Genre unterscheiden, sondern auch durch die Inhalte und die Zielgruppe. Auch die Teilnehmer, die schon einige Jahre Christen sind, wollen in ihrem Glauben gefordert werden und brauchen vielleicht sogar neue Anstöße. Wir teilen die Filme darum in drei Kategorien ein:
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einladend Wenn du Menschen mit Jesus in Kontakt bringen willst, bist du bei dieser Einheit an der richtigen Stelle. Hier werden grundlegende Themen des christlichen Glaubens 23
aus Filmen herausgearbeitet, mit deren Hilfe du einfache Brücken vom Film über die christliche Botschaft in das Leben der Teilnehmer schlagen kannst. vertiefend Wenn du Menschen vor dir hast, die bereits mit Jesus leben, aber immer noch Neues im Glauben entdecken können, fährst du mit dieser Einheit am besten. Hier geht es um umfassende Glaubensthemen, die durch die Filme verdeutlicht und konkretisiert werden. herausfordernd Menschen, die seit langer Zeit mit Jesus leben, müssen manchmal neu herausgefordert werden! Durch die unangenehmen und sogar teils blasphemischen Aussagen dieser Filme müssen die Teilnehmer Stellung beziehen und werden in ihrem Glaubensleben aufgerüttelt. Durch die lebensnahen Provokationen der Filme lernen sie sprachfähig für das zu werden, was sie glauben. Für weniger gefestigte Christen oder gar Suchende sind diese Einheiten nicht geeignet.
Die FSK-Freigabe ist häufig eine Orientierung, für welche Altersgruppe dieser Film gedacht ist. Aber trotzdem hätten wir bei manchen Filmen Probleme, sie schon der eigentlich rechtlich zugelassenen Altersstufe zu zeigen. Das kann damit zusammenhängen, dass die FSK doch nicht die gleichen Anforderungen an einen Film stellt wie wir. Oder die Themen des Films sind einfach noch nichts für 12-Jährige, weil sie damit gar nichts anfangen können. Wir schlagen dir eine Altersklasse vor, ab der man den Film unserer Meinung nach einsetzen kann. Das kann und will auch gar nicht verbindend sein. Du kennst deine Teilnehmer am besten und kannst genauer einschätzen, ob dieser Film etwas für sie ist.
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Hier schreiben wir, wie wir uns das ideale Setting für das Anschauen und Arbeiten mit dem Film vorstellen:
• Gruppenstunde (Jugendkreis, Teenkreis, Jungschar, Hauskreis, Konfir mandenstunde ...) • Freizeit/Festival (Veranstaltung mit mehreren Möglichkeiten der Umsetzung, wie z. B. Gottesdienste, Seminare, Workshops ...) • Jugendgottesdienst / einzelner Gottesdienst • Filmvorführung (komplette Filmvorführung im Gemeindekontext oder in besonde rem Umfeld mit Inhalt aufgreifendem Programm)
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Eine ungefähre Zeitangabe für die Durchführung der Einheit inkl. Film(ausschnitten). Diese kann natürlich variieren und soll eine kleine Hilfestellung und Orientierung sein.
Zu guter Letzt werden wir hier noch die Methoden aufgreifen, die du unserer Meinung nach auch noch auf diesen Film anwenden kannst. Dabei ist dann deine Kreativität gefragt. Zusammen mit den Themen unter Punkt 4 kann man sich verhältnismäßig schnell, wenn man den Film schon gesehen hat, eine neue eigene Andacht o. Ä erarbeiten.
3.3 Die liebe Technik Der Film ist ausgesucht, die Aussage und das Ziel der thematischen Einheit dazu auch, methodisch bist du gut vorbereitet und die DVD liegt bereit. Fehlt nur noch die Technik. Um einen Film anzuschauen, ist sicherlich die Kombination aus TV-Gerät und DVD-Player am einfachsten. Wer das Bild größer will, nutzt statt des TV-Geräts einen Beamer. Dessen Lautsprecher sind allerdings lautstärkemäßig schnell an ihren Grenzen und klingen obendrein auch meist nicht besonders gut. Also braucht man dann noch zusätzliche Lautsprecher. Was auch möglich ist, ist die Kombination aus PC/Laptop und TV/Beamer mit separaten Lautsprechern. Die meisten Computer haben einen Player installiert, mit dem man DVDs zeigen kann. Welche Abspielmöglichkeiten man nutzt, hängt davon ab, wie das (Gemeinde)-Haus, in dem man sich befindet, ausgestattet ist, und davon, was man selbst technisch umsetzen kann. Auch wenn man selbst nicht der größte Techniker ist, so findet man bestimmt einen hilfsbereiten Menschen aus der Gemeinde, der gern hilft. Auf jeden Fall gilt: Vorher unbedingt ausprobieren, ob alles funktioniert! Bei manchen Einheiten werden wir den „timecode“ einer Szene angeben, und zwar in folgendem Format: h:mm:ss. Dieser „timecode“ bezieht sich auf die Angabe bei einem DVD-Player oder einem Software-DVD-Player auf dem Computer wie z. B. „Intervideo WinDVD“ oder dem „Windows Media Player“. Der timecode bei dem beliebten „VLC media player“ ist aus technischen Gründen ein anderer. Das gilt es zu beachten, wenn man die DVD mit diesem Player abspielt. Es ist empfehlenswert, bei mehreren Szenen mit sog. Markern zu arbeiten. Dabei kann man (egal ob bei einem DVD-Player oder mit der Abspielsoftware eines Computers) vor der Durchführung der Einheit mit einem Knopfdruck die Anfänge der gezeigten Szenen markieren und dann bei der Durchführung einfach von Marke zu Marke springen, ohne lange zu suchen und hin- und herzuspulen. Wie genau das funktioniert, steht in den Bedienungsanleitungen der jeweiligen Geräte oder Programme. 25
Klick Genre: Komödie/Drama Regisseur: Frank Coraci Schauspieler: Adam Sandler, Kate Beckinsale Filmlänge: ca. 107 Minuten FSK: 6 CVL-Lizenz: ja
Filminhalt/-beschreibung: Workaholic Michael (Adam Sandler) vernachlässigt seine Familie. Da spendiert ihm der geheimnisvolle Morty (Christopher Walken) als Lösung aller Probleme die Fernbedienung fürs Leben. Mit der kann Michael das Leben vorspulen, wenn es langweilig wird, die PauseTaste drücken, wenn der Chef eine Abreibung braucht, oder den Ton dämpfen, wenn das Gezänk der Frau nervt. Doch entpuppt sich, was zunächst als Glücksfall erscheint, als heimtückische Falle, wenn Michael sein Leben zu verpassen droht.
Themen des Filmes/Tags: Prioritäten setzen, bewusst leben, Familie Zielrichtung der Einheit: vertiefend Alterszielgruppe der Einheit: 12+ Geeignetes Setting der Einheit: Gruppenstunde, Freizeit Dauer der Einheit: 2 Stunden Weitere Methoden zu diesem Film: Input (4.3)
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Methode „Schnitt“ (4.4) und „Kugellager“ (4.2.2) Der Film wird an zwei entscheidenden Stellen unterbrochen: 1. Schnitt nach dem zweiten Besuch bei Morty, bei dem Michael die Funktionen der Fernbedienung grundlegend erklärt bekommen hat und die Visitenkarte erhält (ca. 0:30:00 Laufzeit). Jetzt begibt sich die Gruppe in ein Kugellager (siehe Seite 28). Am besten wird das Kugellager zuvor im Nebenraum aufgebaut, damit der Wechsel schnell vonstattengeht, oder die Methode wird im Stehen durchgeführt. Die Fragen für das Kugellager sind: Wenn du so eine Fernbedienung bekommen würdest, wann in deinem Leben würdest du gern ... • vorspringen (überspringen, auslassen ...)? • vorspulen (im Autopilot erleben, aber schon mitmachen, z. B. Fitnessstudio)? • langsam abspielen (Momente genießen, mehr Zeit haben ...)? • Pause drücken (alles anhalten und Zeit haben)? • stumm schalten? • gern einmal zurückspringen (welche Momente noch einmal erleben)? • wiederholen (etwas besser machen)? 2. Schnitt genau in dem Moment, in der Michael auf der regennassen Straße zusammengebrochen ist und das Bild weiß wird (ca. 1:31:00 Laufzeit). An dieser Stelle bleibt das Licht im Raum aus, man sieht lediglich die weiße Leinwand. Eine Stimme aus dem Off (am besten über Mikrofon) stellt ein paar der folgenden Fragen. Wähle selbst aus, welche und wie viele passend sind. Wichtig ist, dass du zwischen den Fragen genug Zeit lässt, um nachdenken und für sich selbst Antworten finden zu können (ca. jeweils eine Minute). • Was lebst du nur so ab, solltest du aber besser sein lassen? • Welche Momente hast du verpasst, die du gern anders verbracht hättest? • Was ist dein „Baumhaus“? Etwas, das du lange machen willst, es aber nicht schaffst? • Was ist dein Topf Gold, den du jagst, der aber in Wirklichkeit nur aus Cornflakes besteht? • Wann lebst du im Autopilot? Welche Momente möchtest du in Zukunft bewusster erleben? • Wo müsstest du dir selbst zurufen: „Sieh gefälligst mal hin!“ • Welche schlechten Zeiten in deinem Leben siehst du nur als verlorene Zeit? Wel chen Gewinn könnten solche Zeiten für dich haben? 43
Willkommen bei den Sch´tis Genre: Komödie Regisseur: Dany Boon Schauspieler: Kad Merad, Dany Boon Filmlänge: ca. 102 Minuten FSK: 0 CVL-Lizenz: nein
Filminhalt/-beschreibung: Der Postbeamte Philippe Abrams möchte gern in den Süden Frankreichs an die Küste versetzt werden. Als aber sein Schwindel auffliegt, wird er in den Norden versetzt, in das Land der Sch’tis, wie die Bewohner des nördlichsten Departements Frankreichs auch aufgrund ihres Dialekts genannt werden. Angeblich soll es dort schrecklich sein, so die Vorurteile fast aller anderen Franzosen und auch von Philippe: Das Wetter ist schlecht, es sollen Minusgrade herrschen, die Menschen sind unfreundlich und sprechen unverständliches Kauderwelsch. Aber Philippe erlebt es dann ganz anders und fühlt sich schnell im Norden wohl. Seine Familie, die noch im Süden wohnt und zu der er am Wochenende immer fährt, umsorgt ihn wunderbar und so genießt er sein neues Leben, bis sich seine Frau entschließt, mit ihm zu kommen.
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Themen des Filmes/Tags: Vorurteile, Frankreich, Umzug, Überraschungen Zielrichtung der Einheit: einladend/vertiefend Alterszielgruppe der Einheit: 12+ Geeignetes Setting der Einheit: Gruppenstunde, Freizeit Dauer der Einheit: ca. 2 Stunden Weitere Methoden zu diesem Film: Gespräch (4.2)
Methode „Trailerinput“ (4.3.1) und Film schauen Schaut euch gemeinsam den Trailer an, halte dann den Input und zeige anschließend den ganzen Film. Philippe will gar nicht in den Norden Frankreichs, eigentlich will kein Franzose in den Norden. Aber Philippe muss trotzdem hin. Er und seine ganze Umwelt haben viele Vorurteile darüber, wie es im Norden ist und wie die Menschen dort sind. Man hat es im Trailer schon gesehen, der Film ist eine Komödie und nimmt viele Klischees aufs Korn. Man wird während des Films viel lachen können und das ist auch gut so. Aber vielleicht wäre es manchmal gut, wenn uns das Lachen im Halse stecken bliebe. Warum? Möglicherweise, weil wir uns selbst erkennen: als Menschen, die ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen mit Vorurteilen begegnen. Es ist nur schwer möglich, Menschen, denen wir zum ersten Mal begegnen, ohne Vorurteile kennenzulernen: entweder weil wir vorher schon von anderen etwas über diese Person erfahren haben oder weil uns beim ersten Anblick etwas Auffälliges an der Person ins Auge sticht und wir uns daraus sofort eine Meinung über diese Person bilden. Wir nehmen uns dadurch selbst die Riesenchance, die Person erst mal kennenzulernen, so wie sie wirklich ist. Wir werden damit unserem Gegenüber nicht gerecht. Wir stecken den anderen in eine Schublade. Der andere ist keine eigenständige Person mehr, sondern eine Ansammlung von Bildern, Vorstellungen und Vermutungen unsererseits. Selbst Samuel, der größte Richter des Volkes Israels und ein enger Vertrauter Gottes, ließ sich von Äußerlichkeiten verführen und stellte viel zu schnelle Urteile über mögliche Königskandidaten. Gott machte ihm klar: Der Mensch sieht nur aufs Äußere, aber Gott sieht ins Herz und weiß, was den Menschen wirklich ausmacht (vgl. 1. Sam 16,7). Gott möchte uns dabei helfen, unseren Mitmenschen möglichst ohne Vorurteile zu begegnen, sie mit Gottes Augen zu sehen und zu entdecken: Dieser Mensch ist von Gott geliebt. So viel sei verraten: Philippe überwindet seine Vorurteile. Folgende Fragen sollen euch den Film über begleiten: Wem begegne ich mit Vorurteilen? Wie schaffe ich es, diese zu überwinden? Was kann ich von Philippe lernen?
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