Jörg Bartoß, Daniel Sowa
Kinder für Jesus begeistern 100%ig auf dem Weg zu 80 %
BORN-VERLAG
Die 100%igen Autoren des Buches Jörg und Daniel sind verrückt. Verrückt danach, im deutschsprachigen Raum mit Kindern zusammen zu sein, die Jesus nicht kennen. Verrückt danach zu sehen, dass die nächste Generation in Deutschland mit dem größten Weltveränderer Jesus Christus in Berührung kommt. Jörg ist verheiratet mit Kathrin. Daniel ist verheiratet mit Katrin und hat drei lebensfrohe, freche Kinder, die ihr Zuhause zu einem 24-Stunden-Abenteuer machen. Jörg und Daniel wohnen in Bad Liebenzell und sind angestellt in der Kinderzentrale der Liebenzeller Mission. Die Liebenzeller Mission ist ein Missionswerk, das angetrieben wird von dem Willen Gottes, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Tim 2,4). Eine Kooperation mit
Impressum © 2013 BORN-VERLAG, Kassel im Auftrag des Deutschen Jugendverbandes „Entschieden für Christus“ (EC) e. V. Printed in Germany. All rights reserved. Umschlaggestaltung: Dieter Betz Design-
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Kommunikation, Friolzheim Fotos Umschlag und Seite 1: skynesher/iStockphoto; Cristopher Jones/Fotolia Fotos Inhalt: Daniel Kallauch; Liebenzeller Mission;
mit Leseproben zu allen Titeln
Michael Götz Lektorat: BORN-VERLAG / Birgit Götz, Marburg
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Satz: BORN-VERLAG / Claudia Siebert, Kassel Druck- und Gesamtherstellung: AALEXX Buchproduktion GmbH, Großburgwedel Gedruckt auf FSC-zertifiziertem Papier. ISBN 978-3-87092-541-3 | Bestellnr. 182.541
Kinder für Jesus begeistern - ein Vorwort von Daniel Kallauch Ich bin immer wieder ganz begeistert, wenn ich kleine Kinder beobachte. Sie sind so unmittelbar in ihren Reaktionen und verstellen sich nicht. Wenn es wehtut, wird geschrien, wenn es lustig ist, gelacht. Wenn sie traurig sind, weinen sie. Sie tragen ihr Herz ganz offen und ehrlich vor sich her – in ihren Augen, in ihrem Gesicht kann man es lesen. Schade, dass diese Zeit so schnell vorübergeht. Sind wir dann endlich erwachsen und können ganz viel, müssen wir wieder lernen, wie Kinder zu vertrauen. Jesus selbst nimmt die Kleinen zum Vorbild. Umso wichtiger ist es, Kinder für Jesus zu begeistern. Gelingt es uns, eine Saat von Vertrauen, Glauben und Hoffnung in ihre weit geöffneten Herzen zu pflanzen, dann legen wir damit einen Schatz in sie hinein, aus dem sie ihr Leben lang schöpfen können. Dabei steht für mich die Annahme und Barmherzigkeit des himmlischen Vaters im Vordergrund. Er vergibt gern und schnell. Er liebt, wie das nur ein guter Vater tun kann. Er ist nicht nachtragend oder berechnend. Neulich hörte ich von einer Studentin, die vor Prüfungen immer mit enormen Ängsten zu kämpfen hat. Sie erzählte Folgendes: Als Kind fiel ihr der neue Schulranzen versehentlich in eine schlammige Pfütze. Daraufhin musste sie ein Jahr lang ihr Taschengeld für einen neuen Ranzen sparen. So setzte sich bei ihr die Angst vor Versagen bis ins Erwachsenenalter fort. Es ist ein Privileg, Kindern die Liebe Gottes nahebringen zu dürfen. Sie sind diejenigen, die noch geprägt werden können, da ihre Seelen noch weich und formbar sind. Die Verantwortung, die wir dabei ihnen gegenüber haben, ist hoch. Die Chance, ihr Leben entscheidend und mit der Liebe des Vaters zu durchdringen, dürfen wir uns nicht entgehen lassen. Ich hoffe, dass sich viele Leser von der Begeisterung der beiden Autoren für Kinder anstecken lassen. Daniel Kallauch, Januar 2013 Daniel Kallauch ist Kindermusiker, Vogelhalter und Frohlocker mit Spaß und Herz. Infos über ihn gibt es unter www.DanielKallauch.de
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Kinder für Jesus begeistern - mit 100 % zu 80 % Kinder (in diesem Buch soll es um Kinder im Alter von 4 bis 11 Jahren gehen) für Jesus zu begeistern, begeistert uns unglaublich. Als wir uns überlegt haben, was der Inhalt dieser wertvollen Seiten sein sollte, war uns klar, dass es nicht reichen würde, nur Informationen und organisatorische Details weiterzugeben! Es sollte ein Buch werden, das den, der es liest, verändert, entzündet, in Bewegung setzt und hoffentlich begeistert. Es sollte ein Buch sein, das inspiriert, eine Leidenschaft weckt und dazu führt, dass so viele Kinder wie möglich in Deutschland Jesus kennenlernen. Egal, ob es ein kleiner Kreis mit drei Kindern ist oder aber große Kinderund Jugendarbeiten, die aus allen Nähten platzen: Unser Wunsch und Gebet ist, dass etwas von der Liebe zu den Kindern, die uns antreibt, auf jeden überspringt, der dieses Buch liest.
Mit 100 % zu 80 % Das ist unser Wunsch, dass wir 100 % geben, um 80 % zu erreichen! 80 % der Christen starteten damit im Kindesalter. Dafür wollen wir zu 100 % unser Leben einsetzen. „Gott ruft uns in völlige Abhängigkeit von ihm hinein, in einer Zeit, in der wir keine Antworten haben: Er will, dass wir uns seine Gedanken über diese Generation anhören, dass wir ihn fragen, wo wir hingehen sollen, und das Unerwartete erwarten.“ (Den Kindern eine Chance! Wie Kinder das Evangelium erfahren können, S. 14)
Unser Traum • Was wäre, wenn Kinder erleben würden: Jesus ist mit mir und wird mich nie ver lassen, selbst wenn mein eigenes Leben von schmerzvollen Erfahrungen geprägt ist? • Was wäre, wenn Kinder beginnen würden, leidenschaftlich voller Freude und Be geisterung mit Jesus zu leben? • Was wäre, wenn Kinder die biblische Botschaft so kreativ und begeistert erzählt bekämen, dass sie zum Glauben an Jesus fänden? • Was wäre, wenn Kinder unter Christen ein Zuhause fänden, einen Ort, an dem sie bleiben wollten und Menschen fänden, denen sie vertrauen könnten?
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• Was wäre, wenn wir durch die Zeit, die wir mit ihnen verbringen, die nächste Generation so prägen würden, dass die Menschen in unserem Land wieder zu Gott zurückfänden? • Was wäre, wenn ganze Familien von der Liebe Gottes verändert werden würden? • Was wäre, wenn Kinder größere Werke tun würden als wir und als Jesus (vgl. Joh 14,12-14)? • Was wäre, wenn Kinder ermutigt würden, einander Hoffnung, Heilung, Trost und Jesus selbst weiterzugeben? • Was wäre, wenn ... Was wäre, wenn du anfangen würdest, selbst so zu leben? Dann könnte die kommende Generation voller Wunder, voller Liebe für die Menschen sein. Das würde unser ganzes Land verändern! Auf geht’s! Lasst uns Kinder für Jesus begeistern! Wenn du etwas willst, dann findest du einen Weg! Wenn du etwas nicht willst, findest du immer Gründe dagegen! Willst du mit uns die Herausforderung angehen, Kinder für Jesus zu begeistern? Ob es in Zukunft noch Kindergottesdienst, Jungschar oder Kinderkreise gibt, hängt nicht davon ob, ob die Kinder kommen, sondern ob die Erwachsenen sich noch für die Kinder einsetzen und ihnen von Jesus erzählen möchten. Es wird dich 100 % kosten! Deine Freizeit, deine Zeitplanung, deine Hobbys, dein Urlaub müssen erst einmal zurückstehen, damit du dich zu 100 % auf die Kinder konzentrieren und ihnen 100 % deiner Aufmerksamkeit schenken kannst. Denn deine 100 % haben das Potenzial, die Welt zu verändern. Aber es wird dir 100 %ig zurückgegeben durch die Freude, die man empfindet, wenn man leuchtende Kinderaugen sieht, und wenn man beobachten kann, wie Kinder Schritte im Glauben gehen. Und durch die Auseinandersetzung mit Glaubensinhalten wächst auch dein eigener Glaube. 100 % Gewinn auf beiden Seiten! Dabei geht es immer um jedes einzelne Kind, für das wir unser Leben einsetzen wollen. Hier eine kurze Geschichte, die bei mir immer eine Gänsehaut auslöst und die gut beschreibt, was passieren kann, wenn wir ein Kind für Jesus gewinnen: Edward Kimball war Schuhverkäufer und Kindergottesdienstmitarbeiter in Chicago. Er hatte ein Herz für Jungen und verbrachte viele Stunden seiner Freizeit damit, die Straßenkinder im Stadtzentrum von Chicago zu besuchen und sie für 7
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ein Leben mit Christus zu gewinnen. Durch sein Engagement fand 1858 ein Junge namens D. L. Moody zu Jesus. Als Moody erwachsen war, wurde er Prediger. 1879 wurde durch seine Predigt ein junger Mann mit Namen F. B. Meyer Christ. Auch er wurde Prediger. Meyer war ein leidenschaftlicher Verfechter persönlicher Besuche. Durch seine Begegnungen mit den Menschen wurde ein junger Mann mit Namen J. W. Chapman ebenfalls Christ. Auch Chapman wurde Prediger und verkündete u. a. dem Baseballspieler Billy Sunday das Evangelium. Sunday war von da an Sportler und Evangelist. Er organisierte in Charlotte, North Carolina, eine Evangelisation, die so gut besucht war, dass man einen weiteren Evangelisten (Mordecai Hamm) einlud, ebenfalls dort zu predigen. Während Hamm predigte, gab ein Teenager namens Billy Graham Jesus sein Leben. Billy Graham konnte Christ werden, weil ein Kind für Jesus gewonnen wurde. Wir sind keine berühmten Evangelisten und werden nicht häufig auf großen Bühnen in großen Hallen mit vielen Zuhörern stehen, wie das bei Billy Graham und seinen Glaubensvätern der Fall war. Aber jeder von uns kann von Gott gebraucht werden, damit im Leben eines anderen Kindes, das vielleicht einmal ein großer Prediger, Bürgermeister, Firmenchef, Bundeskanzler werden wird, der Prozess des Glaubens beginnt. Was für eine Perspektive! Die Zeit, die wir mit Kindern verbringen, unsere Kraft, unsere Kreativität, unser Geld und jede Sekunde unseres Lebens hat das Potenzial, die Welt zu verändern. Dabei geht es nicht immer darum, große Reden zu schwingen. Oft ist es auch schon Verkündigung, wenn wir unseren Glauben mit den Kindern teilen. Das zeigt folgendes Beispiel: Ich (Jörg) kenne mehrere Familien, die keine eigenen Kinder oder nur ein Kind haben, jedoch sehr viele Pflegekinder, die über das Jugendamt zu ihnen kommen. Oft sind diese Kinder sehr verschlossen, haben meist kein Vertrauen mehr zu Menschen und erleben plötzlich einen Ort, an dem sie Liebe erfahren und anerkannt sind. Von einem Mädchen (9 Jahre) möchte ich euch erzählen. Ihre Mutter hat Drogen genommen und konnte sich nicht um die Kleine kümmern. Damals war sie erst vier Jahre alt. Sie kam daraufhin in diese Pflegefamilie. Dort erlebte sie, wie es ganz normal war, dass der Glaube im Haus gelebt wird. Sie erlebte, dass am Tisch gebetet wird, dass die Eltern in der Bibel lesen und sonntags in die Kirche gehen. Sie erlebte in dieser Familie Jesus nur durch Vorleben. Eines Tages kam sie zu ihrer Pflegemutter und fragte sie, warum Jesus hier im Haus lebt. Sie fühle sich hier so super wohl und es sei hier so anders als in anderen Familien. 8
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Die Mutter erklärte ihr, dass Jesus der Freund ist, der sie ganz doll lieb hat, und sich über jeden freut, der sein Freund ist. Sie wollte noch mehr über Jesus hören, erleben und beginnen, wie die Eltern Bibel zu lesen. Ein paar Tage später kam sie nochmals zu ihrer Pflegemutter und fragte sie, ob sie mit ihr beten würde, weil sie Jesus als Freund haben möchte. Ihr Leben verändert sich. Dabei haben die Eltern dem Mädchen Jesus nur vorgelebt und nicht gepredigt. Das hat ihr Leben verändert. Um sich die Auswirkungen noch einmal deutlich zu machen, welche Folgen es haben kann, wenn „Erwachsene“ sich um Kinder kümmern, von ihrem Glauben erzählen und mit Kindern den Glauben gemeinsam einüben, kann es hilfreich sein, die eigene Kindheit zu beleuchten. Nimm dir die Zeit, um darüber nachzudenken! Wer war mein „erwachsenes“ Vorbild und warum?
Welche „erwachsene“ Person hat mich als Kind mit ihrem Glauben beeindruckt und warum?
Wer hat mir von Jesus so eindrücklich erzählt, dass ich mich noch heute daran erinnern kann?
Warum (oder warum nicht) war ich in der Kinderstunde / Jungschar / im Kindergottesdienst? Was hat mich dort am meisten beeindruckt?
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Menschen, die sich für uns eingesetzt haben, sind Menschen gewesen, die vielleicht, ohne zu ahnen, was aus uns mal werden wird, von Jesus weitererzählt haben. Wenn sie das nicht getan hätten, dann wäre unser Leben vielleicht ganz anders verlaufen. Ich wünsche jedem diese Perspektive: Die Arbeit, die du tust, ist nicht vergeblich (vgl. 1. Kor 15,58) und ist unglaublich wertvoll!
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