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anke!

Thema Danken und loben Bibeltext Lukas 17,11-16a Ziel Danken fällt schwer, nicht nur Kindern. Aber was ist eigentlich Loben? In diesem Gottesdienst geht es um diese zwei schweren Dinge. Jeder soll wissen, dass beides - Danken und Loben - zu unserer Beziehung zu Gott gehört. Aufbau Neun Kegel sind als Blickfang vorn aufgebaut. Sie stehen für die Männer, die sich nicht bei Jesus bedankt haben. Zu den Kegeln gehören neun Ausreden. Das Umfallen der Kegel wird ins Sprichwörtliche übertragen und es werden Situationen geschildert, in denen es schwer war aufrecht stehen zu bleiben. Die Freude, die man erlebt, wenn man sich doch bedankt, wird dabei ebenfalls thematisiert. Alle Teilnehmer bekommen bei der Begrüßung „Lepraflecke“ mit weißer Kreide auf Gesicht und Hände gemalt. Zum Bibeltext Diese Geschichte wird nur im Lukasevangelium berichtet. Die Ausleger sind sich über die genauen Umstände wie Ort und Zeitpunkt nicht einig. Klar ist, dass Jesus diese Männer am Rand eines Ortes, irgendwo im Grenzgebiet zwischen Samarien und Galiläa, traf, weil Aussätzige außerhalb leben mussten. In ihrer isolierten Situation hielten sie immer Ausschau nach barmherzigen Gaben. Sie waren auf Hilfe angewiesen. Der Name Jesus war ihnen vermutlich ein Begriff. Sie konnten ihn damit ansprechen. Ihre Hoffnung war: Wer sogar Tote auferweckt, muss auch den Aussatz heilen können. Sie waren nicht nur krank, sondern auch fern der Zivilisation. Dazu hatten sie noch den sicheren Tod vor Augen. Jesus heilt hier aus der Ferne und er hält sich dabei an die Regeln. Er schickt sie zum Priester. Sie wurden aber erst gesund, als sie den ersten Schritt taten. Nur einer kehrt um, lobt schon unterwegs Gott und dankt Jesus. Das war ausgerechnet ein Fremder, ein Samaritaner. 12


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Interessant ist der letzte Vers. Jesus sagt zu ihm: „Steh auf (weil er sich vor ihm niedergeworfen hatte) und geh hin! Dein Glaube hat dich gerettet.“ Er macht damit einen Unterschied zwischen „rein“ und „gerettet“. Rein waren die anderen neun auch, aber nur der eine war gerettet. Der Mann aus Samarien gehorcht Jesus und geht zu den Priestern. So wie die anderen auch. Er kehrt aber um, lobt Gott und dankt Jesus. Das ist der Unterschied. Dekoration Wie auf einer Kegelbahn werden neun Kegel, jeder mit einem Zettel versehen, vorn aufgestellt. Einladung Die Einladung wird in Form eines Kegels gestaltet und es wird auch zum Kegelnachmittag eingeladen.

Ablauf des Gottesdienstes Lied Schön, dass du da bist, herzlich willkommen (aus: Meine Lieder Deine Lieder, Nr. 220) Andacht 1 Das Kegeln ist so eine Sache. Meist rollt die Kugel daneben, rechts oder links. Darauf kann ich mich verlassen. Deshalb lasse ich heute kegeln. Ich brauche neun Freiwillige, die alle lesen können müssen. Wenn ich schon selbst nicht richtig kegeln kann, so weiß ich doch, worauf es ankommt. Ich weiß, wer beim Kegeln der Beste ist: Wer alle Neune umwirft! Alle Neune mit einem Versuch. Sonst ist es ja keine Kunst. Also: das Wichtigste beim Kegeln ist das Umfallen. Nicht nur Kegel fallen um, manchmal auch Menschen. In meiner Kindheit bin ich ganz oft umgefallen, also hingefallen. Meine Knie waren immer aufgeschlagen. Umfallen ist nicht immer nur wörtlich gemeint. Es gibt auch ein Sprichwort: Da hat sich jemand etwas vorgenommen oder hat einem anderen etwas versprochen. Wenn er sich dann nicht daran hält, sagt man: „Er ist umgefallen!“ Manchmal hält man eine Situation auch nicht aus. Zum Beispiel, wenn man mit Freunden zusammen etwas angestellt hat, verspricht man sich: „Wir hal13


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ten dicht!“ Wenn man dann aber von den Erwachsenen in die Zange genommen wird, dann wird es oft schwierig, man fällt um. Mal sehen, wie es unseren Kegeln geht. Jetzt wollen wir so lange kegeln, bis alle Kegel umgefallen sind. Jeder nimmt sich danach einen Zettel. Alle werden der Reihe nach vorgelesen. Neun Männer hatten keine Lust zum Dankesagen. Nur einer sagte: „Danke!“ Texte, die auf den Zetteln stehen: Der Erste saß in der Küche und trank Kaffee im Kreis seiner Familie. Er sagte sich: „Dazu hat Jesus mich ja geheilt, dass ich wieder zu meiner Familie kann. Bei ihm bedanken kann ich mich später.“ Das hat er später leider vergessen. Der Zweite saß vor dem Fernseher. „Seit Jahren keine Information, was in der Weltpolitik und bei RTL läuft. Erst mal gucken. Bedanken kommt später.“ Das hat er später nur vergessen. Der Dritte saß wieder auf dem hohen Ross: „Gebet erhören und heilen, dazu ist der liebe Gott ja schließlich da. Der ist ja dazu verpflichtet, unsereinem zu helfen, das ist doch selbstverständlich. Für Selbstverständlichkeiten braucht man sich doch nicht zu bedanken.“ Der Vierte wollte gerade losgehen, um sich bei Jesus zu bedanken, da sagte seine Frau zu ihm: „Kannst du dich nicht mal heute um die Kinder kümmern?“ Da ging er, um mit seiner Frau keinen Zoff zu bekommen, mit seinen Kindern in den Zoo. Der Fünfte war schon mit einer großen Tafel Schokolade zu Jesus unterwegs, als ihn seine Kumpels erwischten und johlten. „Sag bloß, du bist jetzt fromm geworden!“ Da bekam er einen roten Kopf, ging mit ihnen in die Kneipe und zahlte eine Runde. Der Sechste sagte sich: „Jesus sieht das Herz an, da braucht man nicht viele Worte zu machen.“ Er machte sein Geschäft wieder auf, eine Tankstelle, verdiente Geld und hatte keine Zeit mehr, an Gott zu denken. Für ihn gab es nur noch ein einziges Thema, das hieß Tanken. Das Thema Danken hatte er vergessen.

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Der Siebte sagte sich: „Wenn ich mir es genau überlege: Jesus hat doch überhaupt nichts gemacht. Dass ich gerade an dem Tag gesund geworden bin, als ich mal zu ihm ein Stoßgebet losgelassen habe, war reiner Zufall.“ Der Achte hatte einen Vater, der war ein hoher Beamter. Er sprach: „Mein Sohn, ich will nur dein Bestes. Deshalb gebe ich dir einen guten Rat. Damit du dir deine Karriere nicht verbaust: Keine öffentlichen Dankesbezeugungen gegenüber diesem Mann.“ Wo war Nummer neun? Im Bett. Er war fest entschlossen, sich gleich am nächsten Morgen bei Jesus zu bedanken. Er hatte nur vergessen, den Wecker zu stellen. Er hat es verschlafen und seitdem nie wieder gewusst, was die Stunde geschlagen hat. Lied Zehn Mal lebenslänglich einsam (aus: Jesu Name nie verklinget, Band 4, Nr. 1043) Die biblische Geschichte Lukas 17,11-16a wird erzählt, ohne dabei zu erwähnen, dass der Dankbare Gott gelobt hat. Andacht 2 Es ist ein interessanter Anblick von hier vorn: lauter weißgepunktete Menschen. So ging diese Geschichte ja los. Hoffnungsvoll rufen diese Männer Jesus an: „Jesus, Meister, hab doch Erbarmen!“ Alle wollten Hilfe, doch am Ende musste Jesus die traurige Frage stellen: „Wo sind die anderen neun?“ Nur einer dankt, nur einer kommt ans Ziel. Danken fällt schwer. Warum eigentlich? Mancher ist maulfaul und bekommt die Zähne nicht auseinander, manchem gefällt der Schenkende nicht, manchem ist das Geschenk zu klein ... Gründe gibt es viele. Dank und Undank verändert die Menschen. Undank bedeutet: man verachtet das Geschenk, verachtet den Geber, schaut auf andere herab, wird neidisch, weil sie ein größeres Geschenk haben und das unverdient ... Dankbarkeit bedeutet: man freut sich über das Geschenk, weiß, der Geber hat mich gern, er hat sich etwas für mich ausgedacht, ich bin ihm wichtig ... Der Unterschied ist deutlich: Danken macht reich. 15


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Interessant ist nur, dass Jesus in dieser Geschichte nicht böse auf die neun ist, er macht sie nicht wieder krank. Er hat Geduld mit ihnen. Er wartet vielleicht länger und gibt die Hoffnung nicht auf. Auf alle Fälle hat es einer besser gemacht. Danken bringt Freude und Zufriedenheit ins Leben. Dazu gibt es ein schönes Lied: Vergiss nicht zu danken. Auch wir haben viele Gründe uns zu bedanken, bei Menschen und bei Gott. 10 Gründe zum Danken Wir sammeln in der Gemeinde zehn Gründe zum Danken. Es werden Blätter vorbereitet, auf denen diese Gründe aufgeschrieben werden. Die Blätter werden für alle gut sichtbar aufgehängt. Lied Vergiss nicht zu danken (aus: Jesus unsere Freude, Nr. 258) Andacht 3 Die Geschichte wird noch einmal gelesen, weil ein wichtiger Satz in der Erzählung unterschlagen wurde: „Und er lobte Gott!“ Wie benutzen wir das Wort loben? Wir reden von Lob und Tadel in der Schule. Ein Laudator lobt einen Preisträger. Die Mutter lobt ihr Kind, wenn es sein Zimmer aufgeräumt hat. Unser Lob ist immer Antwort auf eine Tat oder eine Leistung. Das Lob Gottes ist davon unabhängig. Es geht nur um ihn, seine Herrlichkeit, seine Größe und die Schönheit der Schöpfung. Es gibt Berichte über Menschen, die Gott sogar gelobt haben, als sie in großen Schwierigkeiten steckten, zum Beispiel Paulus und Silas, als sie im Gefängnis waren. Loben hält das Herz frei für Gott. Lied Lobe den Herrn, meine Seele (aus: Feiert Jesus 1, Nr. 6)

Weitere Ideen zur Gestaltung Anstatt die zehn Gründe zum Danken nur zu nennen, können die Beispiele auch von unterschiedlichen Personen erzählt werden.

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