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Inhaltsverzeichnis Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Warum dieses Buch? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Formales . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Einige allgemeine Fakten zum Einstieg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Die 5 Bücher Mose . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Das 1. Buch Mose (Genesis = „Ursprung“) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Das 2. Buch Mose (Exodus = „Auszug“) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Das 3. Buch Mose (Levitikus = „die Leviten betreffend“) . . . . . . . . . . . . . . . 15 Das 4. Buch Mose (Numeri = „Zahlen“) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Das 5. Buch Mose (Deuteronomium = „zweites Gesetz“) . . . . . . . . . . . . . . . 18 Die geschichtlichen Bücher (Josua bis Ester) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Das Buch Josua . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Das Buch der Richter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Das Buch Rut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 Das 1. und 2. Buch Samuel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Das 1. und 2. Buch der Könige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 Das 1. und 2. Buch der Chronik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Das Buch Esra . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Das Buch Nehemia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Das Buch Ester . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Die poetischen Bücher (Hiob bis Hoheslied) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Das Buch Hiob . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 Die Psalmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Die Sprüche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 Prediger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Das Hohelied . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Die Propheten (Jesaja bis Maleachi) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Der Prophet Jesaja . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48 Der Prophet Jeremia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 Die Klagelieder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 Der Prophet Hesekiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Der Prophet Daniel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 3
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Inhaltsverzeichnis
Der Prophet Hosea . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Der Prophet Joel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 Der Prophet Amos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 Der Prophet Obadja . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Der Prophet Jona . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 Der Prophet Micha . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Der Prophet Nahum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Der Prophet Habakuk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Der Prophet Zefanja . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Der Prophet Haggai . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Der Prophet Sacharja . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Der Prophet Maleachi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 In einem Jahr durch das Alte Testament . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
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Die Propheten - Jeremia
Der Prophet Jeremia Jeremia, ein Priester aus Anatot in Benjamin, ist der zweite der großen Schriftpropheten. Sein Vater hieß Hilkija, er wirkte ca. von 630 (Zeit Josias) bis 580 v. Chr. (Jer 1,1-3). Nach jüdischer Tradition soll er ca. 580 gesteinigt worden sein. Somit ist seine Zeit geprägt von Erweckung unter Josia, gefolgt von Gottlosigkeit unter dessen Nachfolgern bis hin zur Zerstörung Jerusalems und des Tempels. Schwerpunkt des Buches ist weniger die Zeit Josias als das Ende des Südreiches Juda. Jeremia prophezeit und wirkt zum Großteil in Jerusalem, aber auch in Ägypten, nachdem er dorthin verschleppt worden war. Er erlebte die ersten beiden Deportationen (605 bzw. 597 v. Chr.), die Zerstörung Jerusalems und das anschließende Exil (wobei er selbst in Jerusalem blieb, bis er nach Ägypten kam). Seine Tätigkeit war vor allem Bußpredigt in Jerusalem und im Tempel. Die Zeit der wirtschaftlichen Blüte unter Manasse und der Erweckung unter Josia ist vorbei. Juda mit seinen häufig wechselnden Königen steht zwischen der neuen Weltmacht Babylon mit Nebukadnezar und den Ägyptern (Pharao Hofra). Auf welche Seite sollen sie sich schlagen? Jeremias Hauptgegner sind falsche Propheten, die Juda Sieg und eine große Zukunft voraussagen; im Gegensatz hierzu verkündet Jeremia, man solle sich den Babyloniern ergeben, was ihm Feindschaft, Verfolgung und Gefängnis einbringt. Jeremia ist als Warnung geschrieben vor dem, was kommt: Wegen Judas Rebellion wird Jerusalem zerstört und das Volk ins Exil geführt werden. Es ist eine letzte Warnung vor dem Untergang, wenn das Volk nicht seinen Gott sucht, und eine Aufforderung, sich dem Gericht und dem Zorn Gottes zu beugen. Aufbau 1. Gericht über Juda und Jeremias Probleme 2. Gerichtsworte über Könige Judas und falsche Propheten 3. Verheißungen: Befreiung und Neuer Bund 4. Gericht durch Babel und Gefangenschaft Jeremias 5. Nach der Eroberung Jerusalems, Verschleppung nach Ägypten 6. Gericht über Nachbarvölker 7. Untergang Babels und Erlösung Israels 8. Der Untergang Jerusalems
Kap. 1-20 Kap. 21-28 Kap. 29-33 Kap. 34-39 Kap. 40-45 Kap. 46-49 Kap. 50-51 Kap. 52
Achte besonders auf die vielen Bilder und Vergleiche, z.B. in Jeremia 1,11.13; 1,14-16; 3,1-20; 53
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Die Propheten - Jeremia
die symbolischen Handlungen, mit denen Jeremia etwas verdeutlichen soll (z.B. Jer 13, der verdorbene Gürtel; Jer 16, seine Ehelosigkeit; Jer 18, seine Töpferarbeit); die Berufung des Propheten in Jeremia 1,5 ff., der sich für zu jung hält, und die Zusage, dass Gottes Worte in seinen Mund gelegt sind; die Erwählung Jeremias bereits vor seiner Geburt – Jeremia 1,5: Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker; die beiden Schritte des Abfalls von Gott: Mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben (Jer 2,13); den Propheten der Hoffnung – Jeremia 3,16-18; 12,14 f.; 23,3-8; Jeremia 30-33; Jeremia 51 f.; die Geduld Gottes und seine Barmherzigkeit, doch noch einmal gnädig zu sein, wenn das Volk zu ihm umkehrt – siehe z.B. Jeremia 7,3: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort (andere Übersetzung: … dann will ich euch wohnen lassen an diesem Ort); den Propheten, der weint – Jeremia 8,23: Ach dass ich Wasser genug hätte in meinem Haupte und meine Augen Tränenquellen wären, dass ich Tag und Nacht beweinen könnte die Erschlagenen meines Volks!; das „rechte Rühmen“ in Jeremia 9,22 f.; die Gegenüberstellung lebendiger Gott – tote Götzen (Jer 10); das Gleichnis vom Töpfer in Jeremia 18 (vgl. Röm 9); die ab Kap. 20 immer stärker werdenden Anfeindungen und Misshandlungen des Propheten; die Messiasverheißung in Jeremia 23,5 f.: Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: „Der Herr unsere Gerechtigkeit“; die Kraft von Gottes Wort: Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? (Jer 23,29); die Vorhersage von 70 Jahren babylonisches Exil – Jeremia 25,12; 29,10, siehe Daniel 9,2 und die Erläuterungen bei Esra; den Propheten als Hochverräter – Jeremia 26; den Brief an die Exilanten in Babel mit der Aufforderung, sich um das Wohl Babels zu bemühen (Jer 29, 4-7), dem Trost (Jer 29,11) und der Möglichkeit zur Umkehr (Jer 29,13 f.); 54
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Die Propheten - Jeremia/Klagelieder
die Zusicherung der immerwährenden Liebe Gottes (Jer 31,3); den Neuen Bund, Jeremia 31,31-34 – vgl. Hebr 8,8-12; den Ackerkauf des Propheten (Jer 32): als Sinnbild für Gottes Handeln an Israel; in Jeremia 33 die Verbindung des Neuen Bundes mit dem Messias – In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen gerechten Spross aufgehen lassen; der soll Recht und Gerechtigkeit schaffen im Lande. Zu derselben Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen, und man wird es nennen „Der Herr unsere Gerechtigkeit“ (Jer 33,15 f.); die Zerstörung der Erstschrift des Schreibers Baruch durch König Jojakim und die Wiederholung der ganzen Arbeit des Diktierens und Schreibens (Jer 36) im Jahr 605 v. Chr. (wobei laut V. 32 noch viel ergänzt wurde); Jeremias Gefangenschaft in einer Zisterne, aus der er an Stricken herausgezogen werden muss (Jer 37 f.); die Eroberung Jerusalems durch Nebukadnezar (Jer 52); die traurigen Zustände bei denen, die in Jerusalem bleiben durften (Jer 40 f.); die Warnung Jeremias vor der Auswanderung nach Ägypten und seine Verschleppung dorthin (Jer 42-44); die vollständige Vergebung Gottes: Zur selben Zeit und in jenen Tagen wird man die Missetat Israels suchen, spricht der Herr, aber es wird keine da sein, und die Sünden Judas, aber es wird keine gefunden werden; denn ich will sie vergeben denen, die ich übrig bleiben lasse (Jer 50,20); den Stil von Jeremia 52, der sehr stark an die Königsbücher erinnert (siehe die Einleitung Jer 52,1 f.); die Begnadigung Jojachins 562 v. Chr. als letztes Ereignis, über das in Jeremia berichtet wird.
Die Klagelieder Israel ist im babylonischen Exil, der Tiefpunkt scheint erreicht, da der Tempel als Wohnort Gottes zerstört ist und der Wiederaufbau der wunderschönen Stadt Jerusalem unendlich fern scheint; als Schlüsselwort kann „Verwüstung“ gelten. Kein Tempelkult als Herz der jüdischen Religion findet mehr statt, keine Versöhnung mit Gott wird mehr erreicht. Im Gericht über Jerusalem treffen sich die göttliche Strafe und die menschliche Klage. Neben den vielen Klagen und Tränen scheint aber in Kap. 3 auch ein erster Hoffnungsschimmer auf. 55