
Sara Schmidt
MACH MlT METHODEN


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Sara Schmidt





InunserenVeröffentlichungenbemühenwiruns,dieInhaltesozuformulieren,dass sieallenMenschengerechtwerden,dasssichalleGeschlechterangesprochen fühlen,woallegemeintsind,oderdasseinGeschlechtspezifischgenanntwird.Nicht immergelingtdiesaufeineWeise,dassderTextgutlesbarundleichtverständlich bleibt.IndiesenFällengebenwirderLesbarkeitundVerständlichkeitdesTextesden Vorrang.DiesistausdrücklichkeineBenachteiligungeinzelnerGeschlechter.
BenennungderBibeltexteaufGrundlageder Ü berschrifteninderGuteNachricht Bibel,durchgeseheneNeuau fl age,©2018DeutscheBibelgesellschaft,Stuttgart. VerwendungmitfreundlicherGenehmigung.
DieserTitelistentstandeninZusammenarbeitmitdemBibellesebundSchweiz, www.bibellesebund.ch,undderDeutschenBibelgesellschaft,www.die-bibel.de.


©1.Au fl age2023
buch+musikejw-servicegmbh,Stuttgart2023 PrintedinGermany.Allrightsreserved.
buch+musikejw-servicegmbh,Stuttgart;www.ejw-buch.de
ISBNBuch978 3 86687 338 4
ISBNE-Book978 3 86687 339 1
DeutscheBibelgesellschaft,Stuttgart;www.die-bibel.de
ISBNBuch978 3 438 03994 1
ISBNE-Book978 3 438 07269 6
Lektorat:buch+musik – MarlenBleiholder,Stuttgart Umschlaggestaltung,SatzDownloads:buch+musik – DanielaBuess,Stuttgart Satzprogrammierung:X1-Publishing,Stuttgart BildrechteUmschlag,Inhalt,Downloads:iStock:VitaliiDumma, Icon_Craft_Studio;Unsplash:MarjanBlan BildrechteFotos:SaraSchmidt,Ste ffi sburg BildrechteIllustrationen:BiancaStegmaier,Ditzingen BildrechteFotosvonAutorinundIllustratorin:beiAutorin/Illustratorin DruckundGesamtherstellung:KR Ü GERDruck+VerlagGmbH&Co.KG,Merzig

Sara Schmidt





DieMethodenindiesemBandeignensichfü rdasRe fl ektierenin derGruppe,meistimAnschlussaneinebiblischeGeschichte.MithilfederMethodenk ö nnenKinderbiblischeGeschichteninverschiedeneZusammenh ä ngeeinordnenundsieaufdieseWeise deuten.Siek ö nnenInhaltevergleichen,Aussagenunterscheiden lernen,Ereignisseverstehenundbewerten.Undzunehmenddie eigenePositionbegr ü nden,mitanderenvergleichenundderen Perspektiveeinbeziehen.
Esistwichtig,sichimmerwiederinErinnerungzurufen:Kinder sindkompetenteGespr ä chspartner.
• Siek ö nnensichBilderundVergleichef ü rGottausdenken, Verbindungenzwischenunterschiedlichenbiblischen Erz ä hlungenherstellen.
• Siek ö nneneineLehreauseinembiblischenTextziehen, Inhalte ü bertragenodereinenBezugzumAlltagherstellen.
• SiebringendaszurSprache,wassieexistenziellangeht undihrenGlaubenherausfordert.
Nat ü rlichwachsendieseFä higkeitenmitzunehmendemAlterund geistigemEntwicklungsstandunddasRe fl ektierengeschiehtimmerimHorizontihreskindlichenVerstehens.Abergrunds ä tzlich sindKinderdazunichtnurinderLage,sondernesistauchein wichtigerBausteinihrerEntwicklung.SiewollensichalsvollwertigesundgleichberechtigtesGegen ü bererfahren,sichmit
biblischenGeschichtenganzheitlichundeigenst ändigauseinandersetzenundihreGedankenmitanderenteilen.Darink ö nnen wirsiefö rdern,indemwirbeispielsweise
• dieKinderinihrentheologischenFragenundAntwortfi ndungenunterst ü tzen,z.B.durcho ff engehalteneFragen.
• unsereeigenenDeutungeneinerGeschichtezur ü ckstellen undstattdessendenBeitr ä genderKinderRaumgeben.
• aufdasBewertenderAussagenvonKindernverzichten.
SoerlebendieKinder,dassihreBeitr ä geernstgenommenwerden,ihreFrageneinenPlatzhabenundihreDeutungenundErfahrungenwichtigsind.
EineersteStufedesRe fl ektierenskanndieFragesein: „Wiestehe ichzueinerAussage,einerPersonoderdemInhalteinerGeschichte?Findeichdasgutoderschlecht?Binichneutral? “ Indem Kinderdar ü bernachdenkenundmiteinfachem „ Handwerkszeug “ ihrenStandpunktsichtbarmachenkö nnen, ü bensiebereitsspielerischdieDiskussionundRe fl exionein.DeshalbbeinhalteneinigeMethodendiesesBandesdenEinsatzvonTools,mitdenenein StandpunktaufeinerSkalavisualisiertwerdenkann,z.B.das „ Stimmungsthermometer “ oderdie „ Zielscheibe “ Einen ä chsteStufeergibtsich,wennKinderihrePositionennicht nurnennenundbegr ü nden,sondernauchmitanderenvergleichenundhinterfragen,zumBeispielbeidenMethoden „Triangel “ und „ Zielscheibe “.AucheineAufstellungimRaum,wiez.B.beim „ Meinungsstrahl“ kanndenKindernhelfen,sich ü berihreneigenen Standpunktklarzuwerden,ihnggf.auchineineDiskussioneinzubringenundzu ä ndern.
EineandereArtdesRe fl ektierensistgefordert,wennesdarum geht,bestimmteAspekteineinergeh ö rtenGeschichtezubenennen,z.B.SpannungenoderWiderspr ü chezu fi ndenoderkonkreteAnfragenandieGeschichte(oderauchanPersonenausder Geschichteoder – beibiblischenGeschichten – anGott)zustellen.Dabeik ö nnenMethodenwiedie „ Redest ä be “ oder „GanzOhr sein“ helfen.
Ebensoistesaberauchm ö glich,dasH ö renderGeschichteselbst intensiverundganzheitlicherzugestalten,indemdieGeschichte (z.B.beim „ Emotiometer “ )aneinembestimmtenPunktunterbrochenwirdunddieKinderdieEmotionenderhandelndenPersoneneinsch ä tzen.
DieMethoden,dieindiesemBuchvorgestelltwerden,k ö nnenauf unterschiedlicheWeiseeingesetztundangewendetwerden:Man kannentwederzumEinstiegineinThemadieMeinungderKinder abfragenodernachdemH ö reneinerGeschichtedar ü berinsGespr ä chkommen,wiediePersonenderGeschichte,ihrVerhalten usw.bewertetwerden.Auchweiterf ü hrendeThemenoderBeispieleausdemAlltagk ö nnenanhandderMethodenre fl ektiert undeingeordnetwerden.Oftistdassogarmiteinundderselben Methodem ö glich,z.B.beider „ Pro-Kontra-Debatte “ oderden „VierEcken“
AuchwenndieMethodenindiesemBandvorwiegendaufdieRefl exionbiblischerGeschichtenzielen, fi ndensichbeieinzelnen MethodenHinweise,wiediesezurSelbsteinschä tzung,ThemenwahloderalsFeedbackinstrumentgenutztwerdenk ö nnen.
AnhandderIconsunterdemjeweiligenMethodennamenisteine Einsch ä tzung,f ü rwelcheAltersgruppedieMethodesicheignet, leichtm ö glich.DiemeistenMethodensindindiesemBandab achtJahrenangegeben.Dashei ß tabernicht,dassj ü ngereKinder nichtinderLagesind,Inhaltezubewerten,Gegens ä tzlicheszu unterscheidenoderihreeigeneMeinungzuformulieren.MethodenundFragensolltenabereinfachgehaltensein.
Die „ Machmit-Methoden “ bef ä higendieKinder,Geschichtenund TexteausderBibelm ö glichstselbstst ä ndigundgemeinsammit anderenzuentdecken.DieReihem ö chteinspirierenundermutigen,beiderWahlderMethodendieKinderst ärkerindenBlickzu nehmen.IhreLustamEntdeckenundSpielen,ihreGestaltungsfreude,ihreFragenundAntworten,ihreM ö glichkeitendesVerstehens,ihreDeutungenundGottesvorstellungensollenimMittelpunktstehen.
BeiderAuswahlderMethodendrehtsichallesumdasEntdecken biblischerGeschichtenundumdieVertiefungderBesch ä ftigung mitbiblischenTexten.Dieausgew ähltenMethodensinddarauf ausgerichtet,dassdieKinderzwarangeleitet,aberdannselbstaktivwerden.JederBandder „ Machmit-Methoden “ -Reiheb ü ndelt verschiedeneMethodenzueinembestimmtenThema.
EineVermittlung,dieKinderneineaktiveRollezugesteht,stelltandereAnforderungenanKinderundErwachsene.NebendeminhaltlichenVerst ä ndniseinerGeschichtegehtesbeispielsweisedarum,selbstEntdeckteszubeschreiben,eigeneSichtweisenzu erkl ä ren,Inhaltezudeutenoderetwaskreativdarzustellen.Die AngabenunterjederMethodezeigenauf,welcheKompetenzen durcheineMethodeerworbenundentwickeltwerdenkö nnen.Es handeltsichumsogenannteprozessbezogeneKompetenzen,die miteinanderverkn ü pftsind:
• Wahrnehmen: DieKinderstaunen ü berGeschichtenund beschreiben,wassieimInnernbewegt.Sienehmenreligiö se Ph ä nomene,SymboleundErfahrungenalssolchewahrund ordnensieein.Siesammeln ä sthetischeErfahrungen.Sie ä u ß ernFragennachUrsprung,SinnundZieldesLebens.
• Verstehen: DieKindereignensichWissenundBibelverst ä ndnis an.Siefragennach,beobachten,erforschen,kombinieren.Sie lernenwichtigeGrundbegri ff eundreligi ö seSymbolekennen undverstehen.SienutzendabeiverschiedeneMedien, MaterialienundWerkzeuge.
• Sprechen: DieKindertauschensichmitanderenaus.Sie vergleichenihreBeobachtungenundGedanken.Sievertreten ihreMeinung,h ö renaberauchanderenzuundf ü hlenmit. SiewendenMimik,Gestikund(religi ö se)Sprachean.
• Handeln: DieKindergestalten,stellendar,werdensch ö pferischt ä tig.Sieagierenplan-undfantasievoll,wendenTechnikenundMethodenan.SieprobierenchristlichePraxisaus.
• Re fl ektieren: DieKindervergleichen,unterscheiden,deuten eineGeschichte,ordnensieeinundbewertensie.Sie fi nden selbsteinePositionundbeziehendiePerspektiveandererein.
InderArbeitk ö nnendieKompetenzenhelfen,dieMethodenan sichbessereinzuordnen:WelcheKompetenzenerm ö glichteine Methode?Wof ü reignetsiesich?Waskannsieleistenundwas nicht?DashilftbeiderAuswahleinerMethodeundbewahrtauch davor,eineMethodezu ü berfrachten.
Symbole:
Gesch ä tzteZeitf ü rdieDurchf ü hrung:kurz,mitteloderlang
Altersangaben:von6Jahrenanaufw ä rts
Sozialform:Einzel-,Partner-oderGruppenarbeit
Aufwand:niedrig,mitteloderhoch
Schwarz: DiepraktischeUmsetzungderMethode.DieBeschreibungenth ä ltallesben ö tigteMaterial,ggf.inKlammerneinenHinweisaufVorlagenzumDownload,dieallgemeineBeschreibung derMethodemitdeneinzelnenSchrittenundeinenPraxisbezug. WoaufBastelvorlagenzumDownloadverwiesenwird,istdasben ö tigteBastelmaterialimentsprechendenDownloadaufgelistet.
InderMateriallistezurMethodeselbststehtdannnurderHinweis aufdenDownloadund „ entsprechendesMaterial “.WirdinderBeschreibungaufandereMethode nverwiesen,istdasimmerdurch Anf ü hrungszeichengekennzeichnet.
Grau: Zus ä tzlicheInformationen.Dazugeh ö rendieKompetenzen,dieeineMethodefö rdertundfordert,undderQuerverweis ( •• )aufeinigeausgew ä hltebiblischeGeschichten,diesichf ü rdieseMethodeeignen.

ZudenMethodenstehenunterdownload.ejw-verlag.de zus ä tzlicheMaterialienindigitalerFormzumDownload zurVerf ü gung.DiemeistenVorlagenk ö nnenaufgeeignetemPapierausgedrucktwerden.F ü reinenwiederholtenEinsatzundeinebessereHaltbarkeitbietetessich an,dieVorlagenvordemAusschneidenzulaminieren.
DerKaufberechtigtzumDownloaden,Ausdrucken,Kopierenund VerwendenderDaten,sofernsiezurVorbereitungundDurchf ü hrungderInhaltediesesBuchesverwendetwerden.EineVervielfä ltigung,VerwendungoderWeitergabedar ü berhinausistohneErlaubnisausdr ü cklichnichtgestattet.
EinenStandpunktzuThemenundFrageneinnehmen,eigenePositionenbegr ü nden.
Material
Fragen/Behauptungenzueinem(biblischen)TextoderThema, 2BlattPapierinverschiedenenFarben
DieMethodeistgeeignetf ü rGruppenabachtPersonen,nach obenhino ff en.NebendenaktivBeteiligtenk ö nnenzus ätzliche BeobachterinnenundBeobachtereingesetztwerden. ZweiverschiedenfarbigeBlattPapierwerdenandenbeidengegen ü berliegendenEndendesRaumesausgelegt.SoentstehtzwischendenPapierbl ätterneineunsichtbareLinie,aufdersichdie Kinderpositionierenkö nnen.DieModerationstellteineFrage odereineBehauptungindenRaumundgibtbekannt,f ü rwelche Antwortdiebeiden „ Pole “ jeweilsstehen,z.B.: „ Ichstimmezu./ Ichstimmenichtzu.“,Note1undNote6, „ Ichsch ä tze...oder...“ , „ Das fi ndeichgut./Das fi ndeichnichtgut “.InderMittezwischen denPapierbl ä tternk ö nnensichdieUnentschiedenenoderdiejenigenaufstellen,diebewusstei neneutralePositioneinnehmen wollen.ImAnschlussdieM ö glichkeitgeben,dasseinigeKinder ihreWahlbegr ü nden,z.B.eingeleitetdurchdieFrage: „ Eingro ß er Teilvoneuchstehtbei ‚ nichteinverstanden ‘.Warumhabtihreuch daaufgestellt? “
SindBeobachterinnenundBeobachterdabei,kö nnenauchdiese aufeinzelneKinderzugehenundnachderenBegr ü ndungf ü rihre Positionierungfragen.KommteszueinerDiskussion,solltees m ö glichsein,dieMeinungzu ä ndernundsichumzustellen.
DieMethodeistvariabeleinsetzbar.VoreinerbiblischenGeschichte,umeinMeinungsbildzueinemThemaeinzuholen,als Re fl exionsinstrumentzuInhalteneinerGeschichteoderumsich nachderGeschichtezuFragendesAlltagszupositionieren.Auch j ü ngereKinderkö nnensichhierpositionieren,abernochkeine beobachtendePositioneinnehmen.
DieKinderk ö nnenzueinerFrageoderBehauptungPositionbeziehenunddiesebegr ü nden.Siekö nnenihrenStandpunktre fl ektierenundggf.ver ä ndern.
•• Daniel6,11 29:Gottsch ü tztDanielinderLö wengrube/Lukas 10,25 37:DaswichtigsteGebot.DasBeispieldesbarmherzigen Samariters/Lukas10,38 42:JesusbeiMariaundMarta/Lukas 14,15 24:DasGleichnisvomgro ß enFestessen
InstrittigenFragenStellungbeziehen,Sachverhaltebewerten.
Material
Bastelvorlage(s.Downloads)undentsprechendesMaterial;strittigeAussagenzurGeschichte
Beschreibung
KanninGruppen(mitjeeinerAmpel)oderalsEinzelarbeiteingesetztwerden.DieGruppenoderdieeinzelnenKindererhaltenje eineAmpelundlegensievorsichhin.Gr ü nbedeutetZustimmung,RotAblehnungundGelbUnentschlossenheit.DannwerdenstrittigeFragengenannt.DieGruppenoderdieeinzelnenKinderstellenihreAmpelnein.DieModerationerfragtundhinterfragt diePositionen.
Praxisbezug
Geeignetf ü rKon fl iktgeschichten.DasAntwortenmitderAmpelin derGesamtgruppeistrechtanonym,sodassauchschü chterne Kindersichgerndaraufeinlassen.
Tippsf ü reinenEinsatzmiteinfachemMaterial:Ampelkartenin dreiFarbenausteilenoderWC-Rollensobiegen,dassdarausPrismenentstehen.AufjedeSeiteeinenAmpelkreisanbringen.
ZurWiederholungvonInhaltenFragenmitdreiL ö sungsm ö glichkeitenstellen(a=Rot,b=Gelb,c=Gr ü n).AllestellenihreAmpeln einundzeigensiegleichzeitig.OderalsSignalinstrumentbei Gruppenaufgaben(Gr ü n=Aufgabeistleichtzul ö sen,Gelb=es gibtUnsicherheiten,Rot=wirkommennichtklar).
DieKinderk ö nnenpositiveEinschä tzungen,Bef ü rchtungenund Widerst ä ndeformulieren.Siekö nnensowohleigenealsauch fremdePositionenre fl ektieren.
•• 1.Mose27,1 29:RebekkasList.JakobwirdanstelleseinesBrudersgesegnet/2.Mose32,1 8:DerselbstgemachteGott:das GoldeneKalb/Daniel3,1 30:DanielsFreundeverratenihren Glaubennicht/Lukas4,1 13:JesuswirdaufdieProbegestellt
