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Katja Habicht

Gott will helfen Geschichten zum Vorlesen und Selberlesen

mit Illustrationen von Heike Schweinberger

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Umschlag- und Innenillustrationen: Heike Schweinberger Umschlaggestaltung und Satz: dtp-medien.de, Andre Dietermann, Haiger Druck und Verarbeitung: Basse-Druck, Hagen Printed in Hungary ISBN 978-3-942258-13-5 Art.-Nr. 176.813 Copyright Š 2014 BOAS-Verlag, Inh. Friedhelm von der Mark, Burbach Alle Rechte vorbehalten www.boas-verlag.de

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Inhaltsverzeichnis Niklas geht zum Arzt

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Der dicke Hausmeister

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Ein Geburtstagsgeschenk fĂźr Papa

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Ein verdorbener Ausflug

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Glaubt mir denn niemand?

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Das ist ja logisch!

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Jesus lebt!

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Hast du schon vom Heiland gehĂśrt?

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Das ist ja logisch!

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Altersempfehlung Lächelnd schaut Jana sich noch einmal die bunt verzierte Karte an, die auf ihrem Nachtschränkchen steht. Ihre beste Freundin Steffi hat sie zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Sie muss nur noch dreimal schlafen, hat Mama gesagt, dann ist Steffis Geburtstag. Jana will ihrer Freundin ein schönes Pferdebild malen und dazu einen bunten Rahmen basteln. Außerdem hat sie von ihrem Taschengeld eine CD mit biblischen Geschichten gekauft. Jana weiß genau – darüber wird Steffi sich freuen! „Danke, Herr Jesus, für meine Freundin“, betet Jana und schläft kurz darauf ein. Am nächsten Morgen ist Schule und Jana muss eigentlich früh aufstehen. Sonst steht sie auch immer sofort auf, wenn ihr grüner Frosch-Wecker klingelt. Doch heute ist es irgendwie anders. Ihr Kopf 63

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brummt, der Hals tut weh und als sie endlich aufstehen will, sind ihre Beine wie Wackelpudding. Jana ist krank! Mama kommt, legt ihre kühle Hand auf Janas heiße Stirn und sagt: „Du hast

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Fieber. Ich rufe deine Lehrerin an, dass du nicht zur Schule kommen kannst, und dann fahren wir zum Arzt.“ Wenig später bei Doktor Behrmann muss Jana den Mund weit aufmachen und „Aahh“ sagen. Der Doktor nimmt ein Holzstäbchen und steckt es Jana so weit in den Hals, dass sie würgen muss. „Ist schon vorbei“, sagt er beruhigend. „Dein Hals ist entzündet, du hast dir einen heftigen Virus eingefangen. Ich schreibe dir einen Saft auf.“ Er reicht Mama das Rezept. „Dankeschön. Auf Wiedersehen“, sagt Mama. Jana geht nachdenklich hinter ihr her. Zu Hause legt sie sich freiwillig wieder ins Bett, denn sie fühlt sich ganz elend. Dann gibt Mama ihr einen Löffel voll roter Medizin. „Pfui“, sagt Jana und schüttelt sich. 65

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Mama streicht Jana über das heiße Gesicht und legt ihr ein kühles Tuch auf die Stirn. „Du, Mama“, sagt Jana. „Doktor Behrmann hat gesagt, dass ich einen Virus gefangen habe. Das stimmt aber nicht! Ich habe ja noch nicht einmal einen Virus gesehen!“ Mama lächelt. „Einen Virus kannst du auch gar nicht sehen, und trotzdem ist er da.

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Du merkst nur, dass du ihn hast, weil du krank geworden bist. Wahrscheinlich hat ein anderes Kind in der Schule den Virus in sich gehabt und du hast dich bei ihm angesteckt.“ Jana überlegt. „Ja, Christian ist auch krank. Er hat gestern die ganze Zeit nur gehustet und musste sogar von seiner Mama früher abgeholt werden.“ „Na, siehst du“, sagt Mama. „Da hast du dir den Virus wohl von Christian eingefangen.“ Beide müssen lachen. „Jetzt trink noch etwas Tee“, sagt Mama und reicht Jana die Tasse. Bei jedem Schluck tut Jana der Hals weh. Erschöpft legt sie sich aufs Kissen und hofft, dass es ihr morgen besser geht. Schließlich ist übermorgen schon Steffis Geburtstag. Doch am nächsten Tag geht es Jana überhaupt nicht besser. „Morgen kannst du unmöglich zu Steffis 67

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Geburtstagsfeier gehen“, sagt Mama, als das Fieberthermometer immer noch 39,5 Grad anzeigt.

Jana wird traurig. Sie hat sich so darauf gefreut. Denn Steffi hat ihr schon verraten, dass sie mit allen Geburtstagsgästen ein Picknick im Wald machen wird. Es soll Kuchen, Würstchen, Kartoffelsalat und Limonade geben. Außerdem sind lustige Spiele geplant. Jana vergräbt sich unter ihrer Bettdecke und weint. Doch dabei tut ihr der Hals nur noch mehr weh. Leise betet sie: „Herr Jesus, du weißt, dass ich so gerne zu Steffis Geburtstag gehen möchte. Bitte mache mich doch schnell wieder gesund. Amen.“ Nun wird es Jana etwas leichter ums Herz. Sie vertreibt sich 68

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die Langeweile mit Malen und Lesen. Doch beides ist furchtbar anstrengend, wenn man Fieber hat. Als Jana am nächsten Morgen wach wird, denkt sie sofort: „Steffis Geburtstag!“ Sie will aus dem Bett hüpfen. Doch daraus wird nichts. Ihre Beine sind immer noch wie Wackelpudding. Enttäuscht legt sie sich wieder hin. Mama bringt ihr das Telefon ans Bett und Jana wählt Steffis Nummer. Schließlich will sie ihr wenigstens gratulieren. „Steffi Wagner“, meldet sich ihre Freundin. „Hallo, hier ist Jana. Ich möchte dir zum Geburtstag gratulieren und Gottes Segen wünschen.“ „Dankeschön“, sagt Steffi. „Du bist immer noch krank, stimmt‘s?“ „Ja.“ Jana seufzt. „Ich kann heute nicht kommen.“ 69

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„Das weiß ich schon. Deine Mama hat uns gestern Bescheid gesagt“, berichtet Steffi. „Und weißt du was? Weil Christian auch noch krank ist, hat meine Mama vorgeschlagen, die Geburtstagsfeier zu verschieben. Lisa, Debora und Lukas finden die Idee gut. Schließlich wollen wir alle, dass ihr beide auch kommen könnt.“ Jana kann kaum glauben, was sie da hört. „Danke!“, ruft sie froh ins Telefon. „Das ist ja super!“

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Gleich nachdem sie aufgelegt hat, dankt Jana dem Herrn Jesus, dass er Frau Wagner diese Idee geschenkt hat. Wieder einmal merkt sie: Gott kann helfen! Eine Woche später ist Jana wieder gesund und macht sich, ganz ohne Wackelpudding-Beine, mit ihrem Geschenk auf den Weg zu ihrer Freundin. „Oh, danke!“, sagt Steffi und schaut sich strahlend das schöne Pferdebild und die CD an. Mit den übrigen Geburtstagsgästen gehen sie zum nahen Wald. Christian und Lukas ziehen den Bollerwagen mit Decken, Essen und einer großen Flasche Limonade. Lisa, Debora, Jana und Steffi hüpfen hinterher. Im Wald spielen sie Verstecken. Das macht Spaß, denn wenn man sich ganz dicht hinter einen dicken Baum stellt, ist man kaum noch zu sehen. Danach sind alle hungrig und freuen sich auf das Essen. Lukas und Christian breiten die Decken auf 71

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dem Waldboden aus. Debora, Jana, Lisa und Steffi verteilen die Teller und das Besteck. Vor dem Essen betet Steffi: „Herr Jesus, wir danken dir für den schönen Geburtstag und die guten Gaben. Amen.“ Christian sagt auch „Amen“, doch dann fragt er: „Warum betet ihr eigentlich immer zu diesem Jesus?“ „Weil wir mit ihm reden und ihm Danke sagen wollen“, antwortet Steffi. Christian guckt erstaunt. „Ihr könnt ihn doch gar nicht sehen“, sagt er. „Und was ich nicht sehe, gibt es auch nicht.“ Da fällt Jana etwas ein: „Du hattest letzte Woche doch auch einen Virus, stimmt‘s? Hast du den etwa gesehen?“ Christian schüttelt den Kopf. „Siehst du“, sagt sie. „Trotzdem weißt du, dass

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er da war, weil du krank geworden bist. Es gibt viele Sachen, die man nicht sehen kann, die aber trotzdem da sind.“ „Ja“, ruft Debora. „Den Wind zum Beispiel. Den kann man auch nicht sehen. Man merkt nur, dass er da ist, wenn sich die Bäume bewegen.“ Christian schaut zu den Bäumen auf, deren Spitzen leicht hin- und herschaukeln. „Ach so“, sagt er dann. „Das ist ja logisch!“ Alle müssen lachen und Jana denkt glücklich: „Danke, Herr Jesus! Auch wenn ich dich nicht sehe, du bist immer da!“ 73

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