«Deine Worte waren vorhanden, und ich habe sie gegessen, und deine Worte waren mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens» (Jeremia 15,16).
Wie Jeremia möchten wir beim Bibellesen im Glauben gestärkt werden und eine tiefe Freude erleben. Der Schlüssel dazu liegt in unserer inneren Einstellung zum Wort Gottes. Um einen Segen zu bekommen, ist es wichtig, wie wir die Bibel lesen:
• Wenn wir das Wort Gottes lieben und über alles schätzen, vertiefen wir uns gern in die Bibel.
• Echte Demut macht uns bereitwillig, alles anzunehmen, was Gott uns durch die Bibel sagt.
• Der aufrichtige Wunsch, Gottes Wort zu befolgen, lässt uns die Bibel immer besser verstehen.
Das tägliche Manna unterstützt das regelmässige Bibellesen. Es gibt jeden Tag einen Abschnitt an und erklärt ihn kurz. Die früheren Jahrgänge dieser Bibellesehilfe sind unter www.beroea.ch erhältlich.
Kolosser DER BRIEF AN DIE
IN 15 TAGEN
1. Januar bis 15. Januar
Den Bibeltext in der BeröaLeselounge lesen: leselounge.bereoa.ch
Einführung
«Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit» (Kolosser 1,27).
Diese Kernaussage des Briefs enthält zwei Gedanken:
Wenn in der Gnadenzeit Menschen den Herrn Jesus im Glauben als ihren Retter annehmen, werden sie von neuem geboren. Durch das ewige Leben, das sie nun besitzen, ist Christus in ihnen.
Für die gläubigen Christen ist der Herr Jesus nicht nur ihr Lebensinhalt, sondern auch die Hoffnung der Herrlichkeit. Weil Christus jetzt im Himmel ist, werden auch sie einmal dort sein.
Mittwoch | 1. Januar
KOLOSSER 1,1-8
Die Christen in Kolossä standen in Gefahr, durch die Philosophie und religiösen Traditionen der Menschen vom Herrn abgezogen zu werden. Gott benutzte den Apostel Paulus, um ihnen durch diesen inspirierten Brief den Herrn Jesus Christus in seiner Herrlichkeit und die Vollkommenheit seines Erlösungswerks vor die Blicke zu stellen. Zusammen mit Timotheus wünschte Paulus ihnen Gnade von Gott für das tägliche Glaubensleben und Frieden fürs Herz, das so leicht in Unruhe kommt. Paulus und Timotheus beteten viel für die Kolosser. Dabei konnten sie Gott danken, denn sie hatten gehört, dass die Gläubigen in Kolossä eine lebendige Glaubensbeziehung zum verherrlichten Herrn pflegten und als Folge davon alle Erlösten liebten. Wir können wirklich alle Gläubigen lieben, weil wir mit der Hoffnung leben, dass wir bald einmal alle zusammen in der Herrlichkeit beim Herrn sein werden.
«Das Wort der Wahrheit des Evangeliums» ist die Botschaft des Neuen Testaments, die sich an alle Menschen richtet. Sie zeigt ihnen den einzigen Weg zu Gott. Wo diese Botschaft angenommen wird, sieht man ihre Wirkung: Menschen tun Buße und bekehren sich zum Herrn Jesus. Das ist die erste Frucht für Gott. Dann soll das neu entstandene Glaubensleben wachsen.
Epaphras war ein treuer Diener des Christus. Immer hatte er den verherrlichten Herrn vor sich. Dadurch war er in der Lage, die Kolosser in der rechten Weise zu belehren und ihnen im Glauben behilflich zu sein. Er konnte sie auch vor den Gefahren warnen, die ihnen drohten.
Donnerstag | 2. Januar
KOLOSSER 1,9-14
Zuerst haben Paulus und Timotheus Gott für die Kolosser gedankt (Verse 3.4). Jetzt bitten sie, dass die Gläubigen mit dem Willen Gottes erfüllt sein mögen. Das Mittel, um diesen Willen zu erfahren, ist die Bibel. Der Eigenwille muss jedoch verurteilt werden. Weiter braucht es Weisheit, um Gottes Willen aus seinem Wort zu erkennen, und Einsicht, um das Erkannte richtig anzuwenden. Schliesslich gilt es, das zu tun, was Gott von uns will, und uns so zu verhalten, wie es unserem Herrn gefällt.
Die Kraft für ein Leben, in dem es gute Werke, Frucht für Gott und geistliches Wachstum gibt, finden wir nicht in uns selbst. Sie kommt vom verherrlichten Herrn im Himmel. Auf Ihn müssen wir blicken. Er wird uns auch das nötige Ausharren und die Geduld schenken, wenn es schwierig wird.
Auf dem Glaubensweg, den wir zur Freude unseres Herrn gehen möchten, wollen wir das Danken nicht vergessen. Als Kinder Gottes dürfen wir unserem himmlischen Vater von Herzen dafür danken, dass Er uns zum «Anteil am Los der Heiligen in dem Licht» passend gemacht hat. Das bedeutet für uns nichts anderes, als einen Platz im ewigen Haus des Vaters zu haben.
Vor unserer Bekehrung befanden wir uns in der Gewalt der Finsternis, d. h. im Machtbereich Satans. Daraus sind wir errettet und in den Herrschaftsbereich des Herrn Jesus versetzt worden. Er wird hier als Sohn der Liebe des Vaters bezeichnet. Diese herrliche Person hat das Werk zu unserer Erlösung vollbracht und so die Grundlage zur Vergebung unserer Sünden gelegt.
Rückblick
Wie kann Jesus Christus im Alltag der Mittelpunkt unseres Lebens sein?
Sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
Kolosser 3,1
Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen.
Kolosser 3,16
Alles, was immer ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus.
Kolosser 3,17
Könige DAS ZWEITE BUCH DER
IN 74 TAGEN
16. Januar bis 30. März
Den Bibeltext in der BeröaLeselounge lesen: leselounge.bereoa.ch
Einführung
Der geistliche Zustand in Israel verschlechterte sich immer mehr.
Doch Gott gab sein Volk nicht auf.
Nachdem Elia in den Himmel aufgefahren war, wirkte der Prophet Elisa . Er begegnete einzelnen Menschen in göttlicher Gnade. Dadurch wurden die Gläubigen in Israel ermutigt.
Der Götzenkult nahm so überhand, dass der H err die Menschen aus dem Nordreich nach Assyrien wegführen liess. Der moralische Verfall im Südreich hatte auch traurige Folgen: Jerusalem wurde erobert und der Tempel zerstört. Die Bewohner kamen nach Babel ins Exil.
Donnerstag | 16. Januar
2. KÖNIGE 1,1-8
Ahasja war genauso ein gottloser König wie sein Vater Ahab. Er tat, was in den Augen des Herrn böse war, und diente dem Götzen Baal (1. Könige 22,5254).
Gott liess Ahasja die Folgen seiner verkehrten Lebensführung spüren. Als Erstes widersetzten sich die Moabiter dem Volk Israel. Sie machten sich frei und zahlten keinen Tribut mehr.
Als Zweites hatte der König einen Unfall und wurde anschliessend krank. Dadurch wollte Gott ihn zur Umkehr bewegen. Doch Ahasja kam nicht zur Einsicht, dass sein Götzenkult verkehrt war. Im Gegenteil! Er hielt daran fest. Anstatt sich an den lebendigen Gott zu wenden, suchte er Hilfe beim Götzen BaalSebub. – Heute handeln manche ungläubige Menschen wie Ahasja. Wenn es ihnen schlecht geht, fragen sie nicht nach Gott, sondern wenden sich dem Aberglauben zu.
Nun bekam Elia einen Auftrag vom Herrn. Er sollte Ahasja das göttliche Gericht ankündigen. Kühn ging der Prophet den Boten entgegen und teilte ihnen mit, dass der König sterben würde. Einst war Elia im Glauben eingeknickt und mutlos geworden. Doch er hatte die Lektion des Herrn am Berg Horeb gelernt und war wiederhergestellt worden (1. Könige 19). So konnte Gott ihn hier noch einmal als mutigen Zeugen benutzen. – Im Neuen Testament gibt uns Markus ein schönes Beispiel, wie der Herr einen Diener zurechtbringen und aufs Neue gebrauchen kann (Apostelgeschichte 15,37.38; 2. Timotheus 4,11).
Als die Boten den Propheten beschrieben, erkannte der König, dass es Elia war, der ihm eine Mitteilung von Gott ausrichten liess.
Freitag | 17. Januar
2. KÖNIGE 1,9-18
Ahasja lehnte sich gegen die Mitteilung des Herrn auf. Darum gab er einem Obersten den Auftrag, den Propheten mit militärischer Gewalt herbeizuführen. Der Offizier hatte genauso wenig Respekt vor Gott wie der König. Arrogant befahl er Elia: «Komm herab!» Er musste seine Überheblichkeit mit dem Leben bezahlen.
Der König liess sich vom Eingreifen Gottes nicht beeindrucken. Er schickte einen zweiten Offizier mit 50 Soldaten zu Elia. Seine Botschaft war noch deutlicher: «Komm schnell herab!» Auch darauf antwortete der Herr durch seinen Propheten mit Gericht.
Der dritte Offizier war gottesfürchtig und wusste, dass hinter Elia der lebendige Gott stand. Darum nahm er eine demütige Haltung ein und bat um Gnade. So blieb er mit seinen Soldaten am Leben. Der Prophet ging mit ihm zum König und wiederholte nur, was er ihm schon durch die Boten mitgeteilt hatte. Weil Ahasja sein Herz verhärtete und nicht zur Buße bereit war, bekam er keine neue Mitteilung. Er starb unversöhnt mit Gott.
Wir sehen hier zwei verschiedene Einstellungen gegenüber Gott mit den entsprechenden Folgen:
a) Ahasja fragte nicht nach Gott. Als er es dennoch mit Ihm zu tun bekam, rebellierte er gegen Ihn. Obwohl der Herr mehrere Male ernst zu ihm redete, kehrte er nicht um. So erfuhr er das göttliche Gericht.
b) Der dritte Oberste beugte sich vor Gott und rief Ihn um Gnade an. Deshalb musste er nicht sterben. Jeder Mensch, der in dieser Haltung zu Gott kommt, wird nicht gerichtet, sondern erfährt seine Gnade zur Errettung.
Samstag | 18. Januar
2. KÖNIGE 2,1-8
Dieses Kapitel berichtet uns, wie Elia im Sturmwind zum Himmel auffuhr. Einst hatte er gebeten, «dass er sterben dürfe» (1. Könige 19,4). Doch Gott führte ihn einen anderen Weg. Er entrückte ihn in den Himmel.
Bevor es so weit war, ging Elia mit Elisa eine Strecke zu Fuss. Wir sehen darin ein Bild von unserer Nachfolge hinter dem Herrn Jesus her. Das Erste, was wir hier lernen, ist die Entschiedenheit eines Jüngers. Elia forderte seinen Nachfolger dreimal auf: «Bleib doch hier.» Doch Elisa antwortete jedes Mal: «Ich will dich nicht verlassen.»
Der Herr prüft auch uns, ob es uns mit der Jüngerschaft ernst ist. Wenn Er unser Herz erfüllt, folgen wir Ihm unmittelbar nach.
Als Zweites haben uns die einzelnen Orte, die in unserem Abschnitt vorkommen, etwas zu sagen:
• In Gilgal wurden die Israeliten beschnitten (Josua 5,29). Das spricht davon, dass wir die sündigen Regungen unserer alten Natur verurteilen müssen. Nur so können wir dem Herrn Jesus konsequent nachfolgen.
• In Bethel erfuhr Jakob, dass Gott treu und gnädig ist (1. Mose 28,15). So dürfen wir als Jünger des Herrn täglich mit seiner Treue und seiner Gnade rechnen. Er hält seine Zusagen und bringt uns ans Ziel.
• In Jericho erlebte Israel die Macht Gottes. Die Stadt fiel, nachdem das Volk sie umzogen hatte (Josua 6). Genauso kann der Herr ein Hindernis auf dem Glaubensweg ausräumen, wenn wir Ihm gehorchen und vertrauen.
• Der Jordan ist ein Sinnbild des Todes. Als Gläubige sind wir mit Christus gestorben und auferweckt worden, um getrennt von der Welt als Himmelsbürger zu leben.
Rückblick
«Zion» kommt in diesem Bibelbuch sieben Mal vor. Daraus wird deutlich, dass die Gnade Gottes über das Versagen seines Volkes triumphieren wird.
Wir werden im Himmel auch einmal über die Gnade unseres Gottes staunen, die uns errettet hat und sicher ans Ziel gebracht haben wird.
Lukas DAS EVANGELIUM NACH
IN 104 TAGEN
29. April
bis 10. August
Den Bibeltext in der BeröaLeselounge lesen:
leselounge.bereoa.ch
Einführung
Kapitel 1 – 16
Gott streckt den Menschen in Jesus Christus seine Hand zur Versöhnung entgegen. In seinem Sohn bietet Er ihnen seine Gnade zur Errettung an.
Kapitel 17 – 24
Die Menschen lehnen die göttliche Gnade ab. Die grosse Masse will den Retter nicht. Die Kreuzigung des Herrn Jesus bildet den Höhepunkt der Ablehnung.
In seinem Tod legt Christus die Grundlage zur Rettung verlorener Sünder. Darum hält Gott sein Angebot der Gnade aufrecht: Im Namen seines Sohnes soll allen Menschen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden.
Dienstag | 29. April
LUKAS 1,1-4
Jedes Evangelium stellt Jesus Christus unter einem besonderen Gesichtspunkt vor. Lukas, der geliebte Arzt, zeigt vor allem das Menschsein des Herrn Jesus. Ausführlich berichtet er, wie der Heiland geboren wurde. Er schreibt auch darüber, wie das Kind Jesus zum Mann heranwuchs. Lukas, der kein Jude war, betont die Gnade Gottes, die durch das Kommen des Heilands erschienen ist und allen Menschen in gleicher Weise gilt. Die Kernaussage seines Evangeliums finden wir in Kapitel 19,10: «Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist.»
In den gelesenen Versen erfahren wir den Zweck, den Lukas beim Schreiben seines Evangeliums verfolgte. Er wollte Theophilus von der Zuverlässigkeit der christlichen Botschaft überzeugen. Es gab Augenzeugen, die über das Leben, den Tod und die Auferstehung des Herrn Jesus berichten konnten. Von ihnen erfuhr Lukas bis ins Detail, was sich in dieser Zeit alles zugetragen hatte. So konnte er von Anfang an genau berichten, wie Jesus geboren worden war, wie Er in Israel gelebt hatte, wie Er am Kreuz gestorben war und wie Er nach seiner Auferstehung in den Himmel aufgefahren ist.
Zugleich geschah seine Berichterstattung durch die Inspiration des Heiligen Geistes, der Lukas wörtlich eingab, was er niederschreiben sollte. Der Ausdruck «der Reihe nach» in Vers 3 bedeutet nicht, dass Lukas immer die genaue zeitliche Abfolge einhält. Seine Erzählung weist eher eine göttliche Ordnung auf, die zu unserer Unterweisung dient.
Mittwoch | 30. April
LUKAS 1,5-17
Es gab damals in Israel Gläubige, die gottesfürchtig lebten und den Messias erwarteten (Maleachi 3,16). Sie bildeten den treuen Überrest in einem Volk, das sich weit von Gott entfernt hatte. Zu ihnen gehörten Zacharias und Elisabeth. Sie lebten gerecht und hatten den Wunsch, das Wort Gottes zu befolgen. Zu jeder Zeit ehren die Gläubigen den Herrn durch ein gottesfürchtiges Leben.
Das Ehepaar hatte keine Kinder. Das war schwer für sie, denn Gott hatte versprochen, dass Er denen, die das Gesetz halten, Nachkommen schenken wollte (5. Mose 7,1214). Zacharias und Elisabeth brachten diese Not im Gebet vor Gott. Während sie auf seine Antwort warteten, verging die Zeit und sie wurden älter.
Als Priester hatte Zacharias den Auftrag, an bestimmten Zeiten den Dienst im Tempel zu verrichten. Während er eines Tages am Räuchern war, erschien ihm ein Engel, der eine gute Botschaft für ihn hatte: Das Gebet um einen Nachkommen sollte erhört werden. Seine Frau Elisabeth würde einen Sohn zur Welt bringen, der Johannes heissen sollte. – Es fallen vier Punkte auf, die der Engel über Johannes sagt:
1) Viele werden sich über ihn freuen, weil seine Geburt ein Zeichen der Macht und Gnade Gottes ist (Vers 14).
2) Johannes wird ein Nasir Gottes sein und deshalb weder Wein noch starkes Getränk trinken (Vers 15; 4. Mo 6,24).
3) Er wird die Menschen in Israel zur Buße aufrufen und ihnen den Weg zu Gott aufzeigen (Vers 16).
4) Als Vorläufer des Messias wird er das Volk auf das Kommen des Königs vorbereiten (Vers 17).
Donnerstag | 1. Mai
LUKAS 1,18-25
Zacharias reagierte ungläubig auf die göttliche Ankündigung durch den Engel, obwohl er ein Gläubiger war. Er konnte es nicht für wahr halten, dass Gott seine Gebete erhört hatte und ihm im fortgeschrittenen Alter einen Sohn schenken wollte. Warum zweifelte Zacharias? Weil er auf die menschlichen Möglichkeiten blickte und Gottes Allmacht ausser Acht liess. Auf seine Einwände erwiderte der Engel zweierlei:
1) «Ich bin Gabriel, der vor Gott steht.» Die Botschaft war absolut glaubwürdig, denn sie kam von Gott.
2) «Du wirst stumm sein.» Das war die Folge davon, dass Zacharias Gott nicht beim Wort genommen hatte.
Der Verlust seiner Sprache war ein passendes Zeichen. Der Psalmdichter sagte einst: «Ich glaubte, darum redete ich» (Psalm 116,10). Zacharias hingegen glaubte nicht, darum konnte er nicht sprechen. Bis zur Geburt seines Sohnes stand er unter dieser göttlichen Erziehungsmassnahme. Doch dann öffnete er den Mund, um Gott zu loben (Verse 6879).
Die Menschen warteten draussen auf den Priester. Als er länger als gewöhnlich im Tempel blieb und danach nicht reden konnte, merkten sie, dass er eine Vision von Gott gehabt hatte. Nachdem Zacharias seinen Dienst erfüllt hatte, ging er nach Hause.
Was der Engel angekündigt hatte, traf ein. Elisabeth wurde schwanger. Als gottesfürchtige Frau anerkannte sie einerseits die Güte, die Gott ihr erwies. Anderseits vergass sie die Schmach nicht, die eine kinderlose Ehefrau in Israel tragen musste. Das Bewusstsein der erfahrenen Gnade machte sie demütig.
Freitag | 2. Mai
LUKAS 1,26-38
Gott schickte den Engel Gabriel zur Jungfrau Maria nach Nazareth. Er wollte seinen Plan der Gnade mit dieser gottesfürchtigen Frau ausführen, die zu den Leuten in Israel gehörte, die nichts galten. Gott erwartete nichts mehr von den Menschen, sondern gab ihnen einen Retter.
In den Versen 2830 finden wir zwei Ausdrücke der Gnade, die eine unterschiedliche Bedeutung haben:
• «Sei gegrüsst, Begnadete!» Dieses Grusswort drückt aus, dass Gott der jungen Maria die besondere Gnade zuteilwerden liess, die Mutter des Heilands zu werden.
• «Du hast Gnade bei Gott gefunden.» Maria war eine Sünderin, die wie alle Menschen gegen Gott gesündigt hatte. Darum brauchte sie die Gnade zur Errettung.
In den Versen 3133 kündigt der Engel an, dass Maria einen Sohn zur Welt bringen wird, der Jesus heissen soll. Wir sehen hier, dass der Sohn Gottes wirklicher Mensch geworden ist, um als Erlöser zu uns zu kommen. Er ist der verheissene Messias, der einmal als König auf dem Thron Davids sitzen und über das Volk Israel herrschen wird.
Die Frage von Maria entspringt nicht einem Mangel an Glauben wie bei Zacharias. Sie will einfach wissen, wie sie als Jungfrau einen Sohn gebären kann. Gabriel erklärt ihr, dass der Heilige Geist das Kind zeugen wird. Darum ist Jesus sowohl sündloser Mensch als auch Sohn Gottes (1. Johannes 3,5; Psalm 2,7).
Wie schön ist die Reaktion von Maria! Demütig stellt sie sich unter das Wort Gottes, das der Engel ihr mitgeteilt hat. Sie ist bereit, den Willen Gottes für ihr Leben anzunehmen.
Rückblick
Die Menschwerdung und die Himmelfahrt des Herrn Jesus sind ein Grund zu grosser Freude. Ich verkündige euch grosse Freude, die für das ganze Volk sein wird; denn euch ist heute in der Stadt Davids ein Erretter geboren, welcher ist Christus, der Herr.
Lukas 2,10.11
Sie warfen sich vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit grosser Freude; und sie waren allezeit im Tempel und lobten und priesen Gott.