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Die Bibelzitate sind der überarbeiteten Elberfelder-Übersetzung (Edition CSV Hückeswagen) entnommen.

Bilder:

© Zaitsava Olga, Yolya Ilyasova, Jan Faukner, Tupungato / Shutterstock.com

Karte:

© Stefan Drüeke

Verantwortlich für den Inhalt: Marcel Graf / Matthias Billeter

© Beröa-Verlag Zürich 2021

Druck: BasseDruck, Hagen 403

ISBN 978-3-03811-103-0

Auf der Reise durch die Wüste gab Gott dem Volk Israel das Manna zur Nahrung. Jeden Morgen lag es am Boden. Die Israeliten mussten es nur einsammeln.

In gleicher Weise sorgt Gott heute für seine Kinder, damit ihr Glaube durch sein Wort genährt und gestärkt wird. Jeden Tag möchte Er durch die Bibel zu ihnen reden und ihnen geistliche Nahrung schenken.

Nun geht es vielen Christen beim Bibellesen wie dem äthiopischen Staatsmann. Als ihn der Evangelist Philippus fragte: «Verstehst du auch, was du liest?», musste er antworten: «Wie könnte ich denn, wenn mich nicht jemand anleitet?» (Apostelgeschichte 8,30.31).

Hier möchte das «tägliche Manna» helfen. Es gibt jeden Tag einen Abschnitt aus der Bibel an und erklärt ihn kurz. Im Lauf des Jahres wechselt es zwischen Büchern aus dem Alten und dem Neuen Testament ab.

So führt das «tägliche Manna» nach und nach durch alle Bücher der Bibel. Die früheren Jahrgänge dieser Bibellesehilfe sind unter www.beroea.ch erhältlich. . .

Jesaja 40 – 66

Der Prophet Jesaja 40 – 66

Der Brief an Philemon

Zum Buch Esther

Das Buch Esther

Der Evangelist Johannes

Das Evangelium nach Johannes

Drei Gebiete in Israel

Der geliebte Sohn des Vaters

Zum Buch des Predigers

Der Prediger

Der Prophet Sacharja

Überblick über den Epheser-Brief

Der Brief an die Epheser

Zum zweiten Buch Samuel

Das zweite Buch Samuel

Das vierte Buch der Psalmen

Die Psalmen 90 – 106

Zum Hebräer-Brief

Der Brief an die Hebräer

Der zweite Hauptteil dieses Bibelbuchs behandelt die innere Geschichte Israels. Es geht um die Beziehung des Volkes zu seinem Gott und zu Christus. Der Prophet stellt den Menschen aus Israel zwei grosse Sünden vor, die in Ordnung kommen müssen: der Götzendienst und die Verwerfung des Messias. Über dieses Unrecht wird in der Zukunft ein Überrest aus Israel Buße tun. Darauf wird er die göttliche Vergebung erfahren und in den Segen des Reichs eingehen.

Der zweite Teil des Propheten Jesaja hat 27 Kapitel, die sich thematisch in drei Abschnitte von je neun Kapiteln aufteilen:

Kapitel 40 – 48

In diesem Abschnitt überführt Gott sein Volk von der Sünde des Götzendiensts. Er macht klar: «Ich bin der Herr, und sonst ist keiner, ausser mir ist kein Gott» (Kapitel 45,5).

Kapitel 49 – 57

Hier wird der Messias vorgestellt, wie Er als Knecht Gottes zu seinem Volk kommt und abgelehnt wird. Kapitel 53 beschreibt eindrücklich, wie Christus für die Sünden seines Volkes leidet und stirbt.

Kapitel 58 – 66

Dieser Teil zeigt, dass Gott in der Zukunft die bußfertigen Menschen aus Israel segnen wird. Weil Christus für ihre Sünden gestorben ist, werden sie am Tausendjährigen Reich teilnehmen. . .

Der Prophet beschreibt am Anfang das Ziel der Wege Gottes mit Israel. Die Mühsal dieses Volkes wird zu Ende sein, wenn ein Überrest durch die göttliche Erziehung zur Einsicht seiner Sünden kommt und glaubt, dass Jesus Christus diese Schuld am Kreuz getragen hat. Dann wird Gott seinem Volk vergeben und es in den Segen des Reichs einführen.

SamStag 1. Januar

Um dieses Ziel zu erreichen, spricht Gott durch Propheten zu seinem Volk. Der Letzte vor dem ersten Kommen des Messias war Johannes der Täufer. Er rief das Volk zur Umkehr auf. Die Menschen sollten in ihrem Leben das Unebene gerade machen, um für Christus bereit zu sein. Leider lehnten sie sowohl den Vorläufer als auch den König ab. So konnte damals das Reich Gottes nicht in Herrlichkeit beginnen. Erst in der Zukunft, wenn ein gläubiger Überrest durch äussere Drangsal innerlich für den Messias zubereitet wird, wird sich die Herrlichkeit des HerrN offenbaren.

Der natürliche Mensch ist wie Gras, das wächst und bald verdorrt. Er kann vor Gott nicht bestehen. Das gilt auch für das Volk Israel. Es steht vor Gott nicht anders da als die übrigen Menschen. Nur das ewige Wort Gottes kann Menschen durch die Neugeburt für Gott passend machen (Johannes 3,5; 1. Petrus 1,23-25).

Die Verse 9-11 beschreiben das Kommen des Herrn Jesus in Herrlichkeit. Zweimal wird sein Arm erwähnt:

• Mit seinem Arm wird Er Gericht und Herrschaft ausüben, um eine göttliche Gerechtigkeit einzuführen.

• Auf seinem Arm wird Er die Lämmer tragen. Es sind junge Gläubige, denen Er seine Fürsorge erweisen wird. . .

JOHANNES 1, 1-13

Das grosse Thema der Verse 1-3 ist die Herrlichkeit des Herrn Jesus als das ewige Wort. Unsere Gedanken werden zurück in die Ewigkeit gelenkt, um Ihn als göttliche Person kennen zu lernen. Der Sohn ist das Wort, das ewig besteht und das der Ausdruck von Gott selbst ist. Wenn es um Raum und Zeit geht, wird Er uns als Schöpfer vorgestellt. Alles, was geworden ist, ist durch Ihn entstanden.

DonnerStag

3. märz

Im Sohn ist göttliches, ewiges Leben. Mit seiner Menschwerdung begann dieses Leben als Licht auf der Erde zu scheinen. Aber die Menschen, die durch die Sünde im Dunkeln lebten, lehnten dieses Licht ab.

Nach den grundsätzlichen Aussagen in den Versen 1-5 folgt ab Vers 6 eine Beschreibung, wie Gott den Menschen das Licht in der Welt vorstellte. Zuerst sandte Er Johannes als Vorläufer, um die Menschen auf das Licht aufmerksam zu machen. Dann kam sein Sohn als Mensch auf die Erde. Er war das wahrhaftige Licht, das jeden Menschen erleuchtet und ihm dadurch zeigt, wer er ist: ein verlorener Sünder vor Gott.

Der Sohn Gottes lebte in der Welt als demütiger Mensch, doch die meisten erkannten nicht, wer Er wirklich war (Vers 10). Die Menschen aus Israel, die Ihn hätten erkennen können, lehnten Ihn ab (Vers 11). Wer sich jedoch dem göttlichen Licht nicht verschliesst und an den Herrn Jesus glaubt, wird ein Kind Gottes. Er bekommt von Gott selbst das Recht, diese ausgezeichnete Stellung und Beziehung einzunehmen, denn er erlebt bei seiner Bekehrung die Neugeburt, die Gott durch sein Wort und seinen Geist bewirkt. . .

JOHANNES 1, 14-18

In Vers 14 wird das Wunder der Menschwerdung des Sohnes Gottes beschrieben: Das ewige Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Der Herr Jesus lebte als wirklicher, aber sündloser Mensch mitten unter den Menschen. Dabei hörte Er nicht auf, Gott zu sein. Die Apostel erkannten in Ihm den eingeborenen Sohn des Vaters. Er kam voller Gnade und Wahrheit in eine sündige Welt, um den Menschen den Weg der Errettung zu zeigen:

1) Als Sünder waren wir auf Gnade angewiesen. Deshalb kam Er als Geber, um den göttlichen Segen zu schenken.

Freitag

4. märz

2) Durch sein Kommen offenbarte Er die volle Wahrheit über Gott, über den Menschen und über die Erlösung. In Vers 15 bezeugt Johannes der Täufer, wie erhaben Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist: Er trat zeitlich nach Johannes auf, steht aber rangmässig über ihm und existierte schon, als sein Vorläufer geboren wurde. Menschen, die den Sohn Gottes aufnehmen und an Ihn glauben (Vers 12), bekommen für jede Situation und jeden Schritt auf dem Lebensweg die Gnade, die sie nötig haben (Vers 16), denn in Jesus Christus ist die Gnade und die Wahrheit Wirklichkeit geworden. Die Gnade bringt dem Menschen den Segen, wie er es nötig hat, während die Wahrheit alle gerechten Ansprüche Gottes aufrechterhält.

Zur Zeit des Alten Testaments offenbarte sich Gott in seinem Charakter als der Allmächtige und als der Unveränderliche. Doch sein Herz der Liebe konnte Gott erst durch das Kommen seines Sohnes zeigen, der immer im Schoss des Vaters ist (Vers 18). . .

ZUM BUCH DES PREDIGERS

Schreiber

Obwohl sein Name im Prediger nicht erwähnt wird, gibt es mehrere Hinweise darauf, dass Salomo der Verfasser ist. Er nennt sich «Sohn Davids» und «König über Israel in Jerusalem» (Pred 1,1.12). Er spricht auch von seiner grossen Weisheit und von den vielen Sprüchen, die er verfasst hat (Pred 1,16; 12,9). Alle diese Tatsachen sprechen klar dafür, dass Salomo dieses Bibelbuch unter der Leitung des Heiligen Geistes geschrieben hat.

Inhalt

Die Kernfrage, die dem Buch des Predigers zugrunde liegt, könnte man wie folgt formulieren: Wie verbringt der Mensch sein Leben am besten? Aufgrund seiner Weisheit, seiner Macht und seines Reichtums war Salomo bestens in der Lage, diese Frage durch eigene Erfahrung und Überlegung zu erforschen. Er antwortet meistens aus der Sicht des Menschen, der nicht über die Erde hinausschaut. Daher vermittelt er mehrmals den Eindruck, als ob er von der göttlichen Wahrheit weit entfernt wäre.

Alles, was er unter dieser Perspektive tut, ist Eitelkeit und ein Haschen nach Wind. So ergibt sich am Ende des Buches ein klares Ergebnis: Das Leben des Menschen auf der Erde bringt nur echte Erfüllung, wenn er eine Glaubensbeziehung zu seinem Schöpfer pflegt.

Menschen, die den Herrn Jesus als ihren Erlöser angenommen haben, finden in seiner Nachfolge den wahren Sinn des Lebens. Zudem geht ihre feste Hoffnung über den Tod hinaus. Deshalb haben sie auf die Fragen, die der Prediger stellt, oft bessere Antworten. . .

PREDIGER 1, 1-11

Der Prediger steigt sofort in das Thema dieses Bibelbuches ein: «Eitelkeit der Eitelkeiten!» Damit drückt er die

Enttäuschung über das menschliche Leben aus, das ohne Gott auf der Erde geführt wird. Es ist nichtig und vergeblich. Der Mensch kann noch so grosse Taten vollbringen, er gewinnt nichts, was über die üblichen Abläufe auf der Erde hinausgeht.

DonnerStag 9. Juni

• Eine Generation geht, und eine Generation kommt: Jeder muss einmal von der Bühne des Lebens abtreten.

• Die Sonne geht auf, und die Sonne geht unter: Niemand kann den Lauf der Zeit aufhalten.

• Der Wind geht nach Süden und wendet sich nach Norden: Der Mensch vermag das Wetter nicht zu steuern.

• Alle Flüsse laufen ins Meer, und das Meer wird nicht voll: Auch das ist ein endloser Kreislauf.

Wie mühevoll ist es für den menschlichen Geist, ständig dem unaufhörlichen Vorgang zu folgen – mit den Augen zu sehen und den Ohren zu hören. Dieser Lauf des Lebens ist tatsächlich sinnlos, wenn der Mensch nicht in glücklicher Beziehung zu Gott lebt.

Auf der Erde gibt es gar nichts Neues. Der technologische Fortschritt ist zwar so schnell, dass wir ihm kaum folgen können. Aber die elementaren Grundsätze des Lebens verändern sich nicht: Ein Mensch kommt zur Welt, lebt eine gewisse Zeit auf der Erde und stirbt schliesslich. Auch die Motive, die den Menschen antreiben, sind immer die gleichen: der Wunsch nach Macht, Reichtum und Ansehen. Obwohl er nach seinem Tod gern eine bleibende Erinnerung hinterlassen würde, gerät er nach und nach in Vergessenheit. . .

EPHESER 1, 1-8

Gott stattete Paulus mit apostolischer Vollmacht aus, damit er im Epheser-Brief den ewigen Plan Gottes bekannt machen konnte. Gläubige Menschen, die in ihrer Stellung heilig und in ihrem Wandel treu sind, besitzen die Voraussetzungen, um diese Mitteilung zu erfassen.

mittwoch 27. Juli

Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus hat vor ewigen Zeiten in seinem Herzen einen Vorsatz gefasst: Er wollte den Gläubigen der Gnadenzeit einen geistlichen Segen in den himmlischen Örtern schenken. Es handelt sich dabei um die christliche Berufung, die uns in eine vollkommene Stellung vor Gott gebracht und uns reich beschenkt hat:

• Als Kinder Gottes haben wir eine Natur, die zu Gott passt. Wir sind heilig und untadelig vor Ihm in Liebe.

• Als Söhne Gottes stehen wir in einem glücklichen Verhältnis zum Vater und verstehen seine Gedanken. Wir besitzen diesen Segen nur in Christus: Gott hat uns in Ihm dazu auserwählt, in Ihm gesegnet und in Ihm begnadigt. So stehen wir in der Vortrefflichkeit des Herrn Jesus vor Gott. In der Tatsache, dass wir in die christliche Stellung gebracht worden sind und dadurch den himmlischen Segen geniessen, wird die Herrlichkeit der Gnade Gottes sichtbar.

Weil die Sünde in die Welt gekommen ist und wir gesündigt haben, musste uns der Weg zum christlichen Segen geöffnet werden. Jesus Christus hat am Kreuz das Erlösungswerk vollbracht, damit wir durch den Glauben an Ihn von unserem bösen Zustand erlöst und von unserer Schuld befreit werden konnten. In diesem Werk der Errettung erstrahlt der Reichtum der Gnade Gottes. . .

EPHESER 1, 9-14

Nachdem uns Gott in eine innige Beziehung zu sich gebracht hat (Verse 4.5), teilt Er uns seinen Plan über die zukünftige Herrlichkeit des Herrn Jesus mit:

• Im Tausendjährigen Reich wird Christus als Mensch über Himmel und Erde regieren (Vers 10).

• Wir, die Gläubigen der Gnadenzeit, bekommen mit Ihm ein Erbteil in der Verwaltung des Universums (Vers 11).

DonnerStag 28. Juli

Dieser Vorsatz mit der Schöpfung wird in Erfüllung gehen, denn alles, was Gott sich vornimmt, führt Er auch aus. Die vollkommene Regierung und Verwaltung des Herrn, die Er mit uns teilen wird, wird zur Freude Gottes ausschlagen, denn alles, was Christus tut, ist zum Wohlgefallen seines Vaters. Ab Vers 12 in der Mitte wird kurz beschrieben, wie wir in eine vollkommene Stellung vor Gott gebracht worden sind und die Sicherheit des zukünftigen Erbteils besitzen. Zuerst werden zwei Gruppen unterschieden: Menschen, die «zuvor auf den Christus gehofft haben», sind glaubende Christen aus den Juden, die ihr Vertrauen auf den Herrn Jesus setzen. Der Ausdruck «auch ihr» bezeichnet Menschen aus den Nationen, die das Evangelium der Gnade annehmen.

Die Errettung hat zwei Seiten: Einerseits ist der Mensch verantwortlich, die Wahrheit anzuerkennen und an das Evangelium zu glauben. Anderseits wirkt Gott in Gnade, indem Er jedem, der an seinen Sohn glaubt, neues Leben gibt und ihn mit dem Heiligen Geist versiegelt. Damit bekommt der Erlöste die Garantie für den Antritt seines Erbes. Zuvor wird Christus die Schöpfung von den Folgen der Sünde erlösen (Römer 8,19-21). . .

HEBRÄER 1, 1-4

Die meisten Briefe des Neuen Testaments beginnen mit einem Grusswort des Schreibers. Der Hebräer-Brief fängt mit Gott an, den die jüdischen Briefempfänger aus der Geschichte ihres Volkes kannten. Er hatte in der Vergangenheit oft durch Propheten zu ihren Vorfahren geredet. Diese Männer waren Kanäle Gottes, durch die Er seinem irdischen Volk Mitteilungen machte.

HEBRÄER 1, 5-14

Im gelesenen Abschnitt wird der Sohn Gottes mit den Engeln verglichen. Alle diese Zitate aus dem Alten Testament belegen, dass Er weit über den Engeln steht. Zudem erkennen wir in den angeführten Bibelstellen weitere Herrlichkeiten des Herrn Jesus.

Freitag 25. november

Am Ende dieser Tage sandte Gott seinen Sohn als Mensch, um in seiner Person zum Volk Israel und zu uns zu reden. Jesus Christus ist Gott und wahrer Mensch. In seiner Person, d. h. in seinem Verhalten und in seinen Worten, ist Er Gottes Botschaft an uns.

DonnerStag 24. november

In den Versen 2-4 wird uns eine siebenfache Herrlichkeit des Sohnes Gottes vorgestellt:

• Nach Gottes Vorsatz ist Christus als Mensch der Erbe von allem (Epheser 1,9-11).

• Die Ausstrahlung der Herrlichkeit Gottes und der Abdruck seines Wesens ist der Herr Jesus als Sohn Gottes und als Mensch. Zu jeder Zeit ist Er das Bild des unsichtbaren Gottes (Kolosser 1,15).

• Als Schöpfer und Erhalter trägt Er durch sein mächtiges Wort die ganze Schöpfung, auch jeden von uns.

• Aber die Reinigung von den Sünden konnte Er nur als Mensch durch seinen Opfertod bewirken.

• Nun hat Er sich aufgrund der Vollkommenheit seiner Person auf den Ehrenplatz zur Rechten Gottes gesetzt.

Unser Erlöser steht als Sohn Gottes weit über den Engeln. Als Mensch, gezeugt vom Heiligen Geist, hat Er einen vorzüglicheren Namen als sie ererbt. Nur zu Ihm hat Gott gesagt: «Du bist mein Sohn» (Vers 5). . .

Wenn in der Bibel vom Erstgeborenen die Rede ist, wird damit häufig die Vorrangstellung einer Person betont. Christus ist der Erstgeborene aller Schöpfung (Kol 1,15). Er trat als Mensch in seine Schöpfung ein. Doch Er nahm darin den vornehmsten Platz ein und wurde von den Engeln angebetet (Lk 2,13.14; Mk 1,13). Das wird auch im zukünftigen Reich zutreffen.

Engel sind Geschöpfe, die zu etwas gemacht werden können. Der Herr Jesus aber ist Gott. Im Gegensatz zu den menschlichen Thronen ist sein Thron beständig und seine Regierung von Geradheit geprägt.

Vers 9 zeigt uns seine moralische Vollkommenheit als Mensch. Er hat das geliebt, was vor Gott recht ist, und alles Böse abgelehnt. Seine Genossen sind die glaubenden Menschen, die Er mit sich verbunden hat. Doch Er steht über ihnen. Als Erstgeborener vieler Brüder bleibt Er der Vorzüglichste (Röm 8,29).

Die erste Schöpfung, die Er ins Dasein gerufen hat, wird ihr Ende finden (2. Pet 3,10; Mk 13,31). Er aber bleibt ewig der Gleiche.

Engel sind Diener. Sie sitzen nicht. Doch der Herr Jesus nimmt als Sieger von Golgatha den Ehrenplatz zur Rechten Gottes ein. Dort sitzt der Auferstandene als Herrscher und wartet auf den Augenblick, an dem Er die Regierung über das ganze Universum antreten wird. . .

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