Christoph Häselbarth Heilung – Wie wir um Heilung beten können
Christoph Häselbarth
Heilung – Wie wir um Heilung beten können
Verlag Gottfried Bernard Solingen
Josua-Dienst Strittmatt
9. Auflage: Oktober 2013
© JOSUA-Dienst e.V.
Dieses Buch ist eine Koproduktion von: Verlag Gottfried Bernard Heidstraße 2a 42719 Solingen und JOSUA-Dienst e.V. Strittmatt 49 79733 Görwihl
Satz: Satz & Medien Wieser, Stolberg Grafik: image design, A. Fietz, Landsberg Druck: Müller Fotosatz & Druck GmbH, 95152 Selbitz ISBN 978-3-925968-96-0 Best.-Nr. 175886 Die Bibelstellen sind in der Regel aus der revidierten Elberfelder Bibel, nur wenn mit (L) gekennzeichnet, sind sie der Lutherbibel von 1984 entnommen.
Heilung – Wie wir um Heilung beten können Du kannst mit Heilung rechnen und um Heilung anderer bitten, wenn Du glaubst, daß Jesus Herr ist und unter uns lebt und sich verherrlicht. Wenn über Heilung durch Gebet gesprochen und um Heilung gebetet wird, wird ein Teil der Christen diesen Auftrag mit Freuden annehmen und bemüht sein, in diesem Bereich zu lernen. Ein anderer Teil wird Heilungsgebet ablehnen, ja sogar bekämpfen. So erging es schon den Aposteln. Siehe Apg. 4,18: „Die Pharisäer riefen die Apostel und geboten ihnen, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu“, nachdem diese den Lahmen durch Gebet geheilt hatten. Manchen Menschen fällt es schwer, göttliche Heilung zu akzeptieren, weil sie mit dem Verstand nicht einzuordnen ist und weil Erfahrungen und „nicht erhörte Gebete“ dagegen sprechen können. Aber wir sind gerufen, nicht nach unserem Verstand und nicht nach unseren Erfahrungen, sondern nach den Aussagen der Bibel zu leben. Jesus gibt seinen Jüngern, d. h. uns, in drei Evangelien den Auftrag: „Predigt das Evangelium, treibt Dämonen aus und heilt die Kranken“. Paulus sagt in 1. Kor. 2,4: „... und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten menschlicher Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft“. Das Reich Gottes wächst weltweit wie nie zuvor, dort wo gelehrt, evangelisiert, um Heilung, um Befreiung und um Wunder gebetet wird. 5
Wenn wir um Heilung beten und auch Heilung erleben, besteht die Gefahr, stolz und überheblich zu werden. Wir dürfen nie vergessen, daß es allein Jesus ist, der aus Gnade heilt. Ja, es ist Jesus, der heilt, aber wir, d. h. jeder Christ, jede Gemeinde, jeder Hauskreis, jede Ältestenschaft ist gerufen, diesen vollen Jüngerauftrag Jesu anzunehmen. Jetzt ist Lernund Zubereitungszeit. Wie viele Propheten unserer Zeit, bin auch ich der Überzeugung, daß Gott die Christen und Gemeinden in einen gewaltigen Dienst der Evangelisation, der Heilung und der Befreiung hineinführen wird. Die Armee Gottes (das sind wir!) aus Joel 2 wird in einem machtvollen Endzeitdienst die Nationen erreichen. Jetzt werden wir auf diesen großen Dienst vorbereitet, wenn wir dafür offen sind. In Luk. 10,17-20 wird berichtet, daß die Jünger sich freuten, daß ihnen böse Geister untertan waren. Jesus sagte darauf: (20) „Doch darüber freut euch nicht, daß euch die bösen Geister untertan sind. Freut euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind“. Heilung und Befreiung sind nicht das Wichtigste, sondern daß wir Jesus folgen, daß unsere Namen im Himmel geschrieben stehen (durch unsere persönliche Lebensübergabe an Jesus) und daß das Reich Gottes gebaut wird. Aber Heilung ist ein Zeichen des anbrechenden Reiches Gottes und wir sind bereit, unserem Meister zu folgen und zu handeln, wie ER uns aufgetragen hat. Wir können nicht Teile der Bibel annehmen, z. B. daß Jesus heute noch erlöst, rettet und Sünden vergibt und andere Teile, z. B. daß er heute noch heilt und befreit, ausklammern. 6
Wir nehmen alle Verheißungen der Bibel ernst und leben täglich danach. So sind wir dabei zu lernen, was es heißt, daß Erlösung auch Heilung einschließt und daß wir einen Auftrag haben, um Heilung zu beten.
Heilt Gott noch heute?
Es ist von entscheidender Bedeutung, daß wir völlig davon überzeugt sind, daß es Gottes Wille ist, uns zu heilen. Solange ich noch denke, Krankheit sei für mich der Wille Gottes und daß das Ertragen von Krankheit ein Segen sei, kann ich kaum Heilung bekommen. Mit diesem falschen Verständnis des Willen Gottes müßte ich bemüht sein, Krankheit zu behalten und sie zu pflegen. Ich müßte sie dankbar begrüßen und sollte auch nicht zum Arzt gehen, um die Krankheit loszuwerden. Doch das Wort Gottes sagt etwas anderes. Derek Prince betont, der Heilungswille wird in dreifacher Weise offenbar durch: 1. Das Wesen Gottes und seine Aussagen in seinem Wort Siehe 2. Mo. 15,26: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe, denn ich bin der HERR, dein Arzt. D. h.: höre nicht mit einem Ohr auf Gott und mit einem Ohr auf den Teufel, der sagt, Krankheit sei ein Segen. In Jak. 1,17 wird das noch einmal bekräftigt: „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben 7
herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“. Gott will immer dein Arzt sein. 2. Den Dienst Jesu Christi Dieser wird deutlich bekundet in Apg. 10,38: „wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit heiligem Geist und Kraft; der ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit ihm“. Heilung ist von Gott, Krankheit und Zerstörung sind im weitesten Sinn vom Teufel. Jesus hat nie einen Menschen abgewiesen, der um Heilung bat. Jesus sagte nie, die Krankheit ist dein Los, das du tragen mußt als eine Last, die Gott dir auferlegt hat. Keine noch so schwere Krankheit hat Jesus für unheilbar erklärt. Im Heilungsdienst arbeiten Gott, der Vater, Jesus, der Sohn, und der Heilige Geist zusammen, um den vollkommenen Willen Gottes zu demonstrieren. 3. Das Sühneopfer Jesus als Ausdruck des göttlichen Heilungswillens Er ist in Jesaja 53,4+5 beschrieben: „Fürwahr, er (Jesus) trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen ... Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt“. Jesus trug unser ganzes Unheilsein an Leib, Seele und Geist. Wir dürfen die göttliche Heilungskraft in allen Bereichen in Anspruch nehmen, wo wir körperlich, seelisch und geistig krank geworden sind. Diese Aussage darf sogar umfassend auf uns, unsere Gemeinde, unsere Stadt und unser Land gesehen werden. (Siehe dazu 2. Chronik 7,14.) 8