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Michael Kienapfel Gesunde Familien


Michael Kienapfel

Gesunde Familien durch biblische Wahrheiten Als KĂŚnige und Priester in der Familie leben Vorwort: Christoph HĂĽselbarth

Verlag Gottfried Bernard Solingen

Josua-Dienst Strittmatt


4. Auflage: Oktober 2013 ° 2004 JOSUA-Dienst e.V. Dieses Buch ist eine Koproduktion von: Verlag Gottfried Bernard Heidstraûe 2a 42719 Solingen und JOSUA-Dienst e.V. Strittmatt 49 79733 Gærwihl Satz: Satz & Medien Wieser, Stolberg (Rheinl.) Grafik: Thomas Sommerer, type + print, Nçrnberg Druck: Mçller Fotosatz & Druck GmbH, 95152 Selbitz ISBN 978-3-934771-56-7 Best.-Nr. 175756 Wenn nicht anders angegeben, sind die Bibeltexte der revidierten Elberfelder Bibelçbersetzung entnommen.


Inhalt Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Gott erschuf die Familie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Kænigsherrschaft in der Familie . . . . . . . . . . . . . . . . . I. Ein Kænig hat die Aufgabe zu regieren . . . . . . . . . Regieren bedeutet: aus Gnade und Gerechtigkeit leben . . . . . . . . . . . . Regieren bedeutet: lieben und dienen . . . . . . . . . . Regieren bedeutet: aktiv leben . . . . . . . . . . . . . . . II. Ein Kænig hat die Aufgabe zu wachen und zu verteidigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wie greift der Widersacher unsere Familien an? . Wie kænnen wir als Kænige auf diese Angriffe reagieren? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . III. Ein Kænig hat die Aufgabe zu erobern . . . . . . . . . Habe eine Vision fçr deine Familie und deine Kinder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Investiere in deine Familie und deine Kinder . . . . Kåmpfe fçr deine Familie und deine Kinder . . . . Priesterschaft in der Familie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Priester brachten fçr das Volk Opfer dar . . . . . . . Die Priester segneten das Volk . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Priester sorgten dafçr, dass das Feuer des Leuchters brannte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Priester bliesen die Trompete, um das Volk zu versammeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Priester sprachen Recht und Ordnung . . . . . . . . . Die Priester unterwiesen das Volk im Gesetz Gottes .

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Die Priester ermutigten das Volk zum Vertrauen auf Gott . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 Anhang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 Vom Kind zum Erwachsenen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57


Vorwort Gott hat Rettungsplåne fçr unser Land, der Teufel Zerstærungsplåne. Da Gott ¹himmelhochª çberlegen ist, glauben wir, dass seine Rettungs- und Transformationsplåne zum Durchbruch kommen werden. Die Rettungsplåne Gottes werden auf vielen Ebenen positive Verånderungen bewirken. Neben der Errettung vieler Menschen, die dem Reich Gottes zugefçhrt werden, werden in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen die Ordnungen Gottes mehr und mehr wieder hergestellt werden. Man kænnte fragen, was mich veranlasst, solche Behauptungen aufzustellen. Gott sagt in Offenbarung 21 und 22, dass er am Ende der Zeit ± und wir meinen, jetzt in dieser endzeitlichen Phase zu leben ± seinem Sohn eine herrliche Braut zubereiten wird. Gott ist dabei, Menschen in geistliche Erneuerung hineinzufçhren. Diese Erneuerung erfolgt auch in der kleinsten gesellschaftlichen Zelle, der Familie. Wenn Eltern ihre Kinder nach gættlichen Maûståben erziehen, wird Gott Segen und Gelingen geben, und er wird mit seiner Gegenwart in den Familien anwesend sein. Das heiût, es kommt ein Stçck Himmel in unsere Håuser und Familien hinein. Michael Kienapfel ist mit seiner Familie ein Mitglied unseres Teams. Wir kænnen bezeugen, dass er nicht nur çber ein Familienleben im Willen Gottes zu schreiben weiû, sondern dass sie als Familie das auch leben. Michael und seine Frau Gabriela haben gelernt, was es heiût, mit Jesus der Familie als Kænige und Priester vorzustehen. Das Booklet ist voll von Anregungen fçr ein gesundes und geisterfçlltes Familienleben, und wie Kinder als zukçnftige Reich-Gottes-Mitarbeiter zugerçstet werden kænnen. Wenn man das Booklet liest und praktisch umsetzt, wird man erfreut und erstaunt sagen kænnen: ¹Es funktioniert! Gott wohnt in unserer Mitte als ein Gott, der heilt und wieder7


herstellt.ª Nebenbei kann man viele Aussagen auch auf die geistliche Vater- und Mutterschaft çbertragen. Ich mæchte Ihnen als Leserin und Leser empfehlen, das Booklet zu lesen, einen ¹Familienratª einzuberufen und das Gelesene praktisch umzusetzen. Es wird Freude im Himmel und Segen in Ihrem Hause auslæsen. August 2004 Christoph Håselbarth

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Gott erschuf die Familie Es ist wohl unbestreitbar, dass eines der zentralsten Beziehungsfelder jedes Menschen die Familie ist. Der Mensch kommt als eine hilflose, kleine Person auf die Welt, die existenziell davon abhångig ist, dass andere Menschen, vorrangig die Eltern, sich um sie kçmmern. Die Erfahrung zeigt, dass da, wo einem jungen Menschen ein funktionierendes familiåres Umfeld verwehrt bleibt, eine gesunde Entwicklung beeintråchtigt wird. Es entspricht dem Plan Gottes, dass Vermehrung, Wachstum und Entwicklung eines Menschen durch die Einbindung in eine Familie geschieht. Familie soll ein Ort der Geborgenheit, der Annahme, der Færderung und der wohlwollenden Korrektur sein. In der Familie soll ein Mensch erleben und lernen, was es heiût, in Beziehung zu anderen Menschen zu leben, sich ein- und unterzuordnen, fçreinander da zu sein und sich zu lieben. Aber der Bereich Familie ist in unserer heutigen Zeit zu einem Problemfeld geworden. Viele Eltern haben keine klaren Vorstellungen davon, wie Familienleben und Erziehung gestaltet werden kænnen. Auch in christlichen Familien ist dort oftmals Unsicherheit zu erkennen. Familie ist ein Schæpfungsgedanke Gottes. Gott hat Familie bewusst und willentlich geschaffen. Daher lohnt es, sich mit der Frage zu beschåftigen, wie Gott sich Familie, Erziehung und Elternschaft vorstellt. In den folgenden Kapiteln wollen wir uns diesem Thema widmen im Hinblick auf einen interessanten Vers im Wort Gottes: Ihm, der uns liebt und uns erlæst hat von unsern Sçnden mit seinem Blut und uns zu Kænigen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater.1 (Offenbarung 1,5+6) 1

Luther-Ûbersetzung

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In diesem Vers wird zum Ausdruck gebracht, dass wir, die wir durch Jesus Christus von unseren Sçnden erlæst sind, in den Stand der ¹Kænige und Priester vor Gottª hineinversetzt worden sind. Wir sind mit Christus Kænige und Priester. Die gleiche Aussage finden wir auch in 1. Petrus 2,9 und in Offenbarung 5,10. Jesus ist der wahre Kænig und Hohepriester und wir sind seine Stellvertreter auf Erden. In seinem Auftrag sollen wir Kænigtum und Priesterschaft im Sinne Gottes auf Erden ausçben. Ich glaube, dieses Amt, Kænig und Priester zu sein, låsst sich auch auf den Bereich unserer Familien anwenden. Paulus selbst betont, wie wichtig es sei, der eigenen Familie in rechter Weise vorzustehen (als Kænige und Priester, kænnte man ergånzen). Er macht das Leitungsamt in der Gemeinde davon abhångig: Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nçchtern, besonnen, sittsam, gastfrei, lehrfåhig, kein Trinker, kein Schlåger, sondern milde, nicht streitsçchtig, nicht geldliebend, der dem eigenen Haus gut vorsteht und die Kinder mit aller Ehrbarkeit in Unterordnung hålt ± wenn aber jemand dem eigenen Haus nicht vorzustehen weiû, wie wird er fçr die Gemeinde Gottes sorgen? (1. Timotheus 3,2-5)

Um zu erfassen, was es heiût, als Eltern Kænige und Priester in der Familie zu sein, wollen wir uns ansehen, was die Aufgaben von Kænigen und Priestern im natçrlichen Sinne sind. Von dem Verhalten und den Aufgaben der ¹natçrlichenª Kænige und Priester wollen wir ableiten, was das fçr unser Familienleben bedeuten kænnte. Es ist meiner Meinung nach sehr wichtig, diesen gættlichen Stand in unseren Familien einzunehmen. Der Teufel hat ein groûes Interesse daran, das Familienleben zu stæren 10


und zu vergiften. Denn mehr als alles andere spiegelt eine intakte Familie das Wesen Gottes wider. Jesus selbst spricht von seiner Vater ± Sohnbeziehung (siehe Johannes 5,17f) und Paulus bezeichnet die Beziehung zwischen Mann und Frau als ein Bild fçr die Beziehung zwischen Jesus und der Gemeinde (siehe Epheser 5,25f). Der Teufel hasst Familie. Deshalb ist er so stark darauf ausgerichtet, den gættlichen Plan fçr die Familie in der Gesellschaft und im persænlichen Familienleben zu unterwandern und zu zerstæren. Aber wir kænnen dagegen aufstehen und den zerstærerischen Absichten des Teufels widerstehen, indem wir ein Leben als Kænige und Priester fçhren. Ich glaube, dass an diesem Punkt vor allem die Våter gefragt sind. Sie haben von Gott her die Aufgabe, der Ehefrau und der Familie vorzustehen ± in Liebe und mit Dienstbereitschaft, aber auch in Klarheit und konsequentem Handeln. Daher mæchte ich besonders die Månner ermutigen, ganz bewusst ihren Stand als Kænige und Priester in der Familie einzunehmen. In Familien, in denen es keine Våter gibt (sprich allein erziehende Mçtter), kænnen die Mçtter diesen Stand aber ebenso umfassend einnehmen. Vieles, was an praktischen Tipps zum Umgang mit den Kindern in diesem Booklet weitergegeben wird, ist vor allem fçr Kinder bis zum Alter von 12 oder 13 Jahren relevant. Ab diesem Alter (Teenager-Zeit) wird ein Kind immer mehr die eigene Verantwortung fçr sein Leben çbernehmen wollen und auch mçssen. Das heiût nun keineswegs, dass ab diesem Zeitpunkt das Familienleben an Kraft und Wichtigkeit verlære, ganz im Gegenteil. Ich glaube, dass es ein sehr freundschaftliches und geistlich dynamisches Zusammenleben mit Kindern im Teenageralter geben kann, wenn in den Jahren bis zur Pubertåt ein gutes geistliches Fundament gelegt worden ist. 11


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