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Winfried Bauer

Zurück in unsere Zukunft Den Fünffältigen Dienst richtig verstehen


Winfried Bauer

Zurück in unsere Zukunft Den Fünffältigen Dienst richtig verstehen

Verlag Gottfried Bernard Solingen


© 2017 Verlag Gottfried Bernard Verlag Gottfried Bernard Heidstraße 2a 42719 Solingen E-Mail: info@gbernard.de Internet: www.gbernard.de ISBN 978-3-941714-48-9 Best. Nr. 175548 Bibelzitate sind, falls nicht anders gekennzeichnet, der Elberfelder Bibel (Revidierte Fassung von 1993) entnommen.

Grafikdesign: Daniel Bernard, Magdala/Th. Satz: Stefanie Riewe - Mediengestaltung, Magdala/Th. Druck: CPI – Clausen & Bosse, Leck Printed in Germany


Danksagung Herzlichen Dank an alle, die mich ermutigt haben, dieses Buch auch auf Deutsch zu veröffentlichen. Eigentlich war es nur für englischsprachige Länder gedacht, dort scheint die Zeit für diese Thematik reifer zu sein als bei uns. Besonderen Dank an die Lektorin Gabriele Pässler, die auch hilfreiche Gedanken beigetragen hat. Mehr als nur ein Dank gilt meiner Frau Lydia, die mich über all die Jahre immer wieder ermutigt hat trotz aller Schwierigkeiten an dem festzuhalten, was wir empfangen haben. Zuletzt möchte ich unserem HERRN danken, der uns in schwierigen Jahren nicht verlassen hat und mit viel Geduld meinen Blick auf das gerichtet hat, was ich auf den folgenden Seiten wiedergebe.


Inhalt Vorwort..........................................................................................7 Einleitung ......................................................................................9 Gottes Idee – nicht unsere! ..........................................................11 Die Salbung .................................................................................14 Menschen als Geschenk ..............................................................16 Fünf Gaben – fünf Salbungen – fünf Dienste .............................18 Der Zeitgeist der Welt und das Königreich Gottes .....................32 Pastoren, die keine sind ...............................................................36 Wer soll dann eine Ortsgemeinde leiten?.................................... 40 Autoritätsstrukturen im Reich Gottes .........................................46 Und wo bleiben die Pastoren und Evangelisten? .........................50 Interessenskonflikte .....................................................................54 Was geschieht, wenn ... ................................................................56 In früherer Zeit ...........................................................................60 Wie kam es zu dem heutigen pastoralen Leiterschaftsverständnis? ............................................66 Eifere nach den größeren Gaben .................................................70 Größere Gaben – kleinere Gaben? ..............................................72 Je größer die Dienstgabe, desto mehr Verantwortung für den gesamten Leib Christi ............................74 Der „Dienstfluss“ .........................................................................76 Die Wiederherstellung ................................................................78 Das Königreich Gottes besteht aus Beziehungen ........................80 Die Notwendigkeit des Wachstums ............................................82 Ansichtssache ..............................................................................84 Kenne dein „Metron“ ..................................................................88 Variierende Dienstgaben .............................................................90 Fazit .............................................................................................92 Nachwort .....................................................................................94 Über den Autor ...........................................................................98


Vorwort Die meisten christlichen Gemeinden weltweit werden von Pastoren beziehungsweise Pfarrern geleitet, betreut und verwaltet. Das ist für einen Pastor eine sehr herausfordernde, umfangreiche Aufgabe, denn es wird erwartet, dass er viele Bereiche abdecken kann. So sollte der Pastor ein guter Gesamtleiter sein, ein guter Prediger und Lehrer, ein möglichst einfühlsamer Seelsorger und Hirte, die Gemeinde zu frischen Wassern führen und natürlich eine Vision für die Zukunft entwickeln. Er sollte möglichst auch evangelistisch begabt sein, damit die Gemeinde wächst. Und außerdem hat er täglich viele organisatorische, Leitungs- und Personalfragen zu bewältigen. Natürlich stehen ihm meist Älteste, Diakone und Bereichsmitarbeiter zur Seite.   Aber die Gedanken Gottes zum Bau seines Reiches, die uns in seinem Wort genannt werden, sind eigentlich anders. Gott hat Menschen mit speziellen Gaben beschenkt, die im so genannten Fünfältigen Dienst zusammen arbeiten sollten, um in gegenseitiger Ergänzung Gemeinde und damit auch Reich Gottes zu bauen. Deshalb nennt Paulus in Epheser 4,11-16 die fünf Gaben (oder Ämter), die als Glieder eines Leibes in einer Gemeinde zusammen wirken, wobei Christus das Haupt ist. In jeder Gemeinde gibt es Personen mit apostolischen oder prophetischen Gaben. Auch evangelistische-, hirtliche- und Lehrgaben sind meist in irgend einer Weise, oft noch verborgen, in jeder Gemeinde anzutrefen. Es geht nun darum, möglichst in jeder Gemeinde neben dem Dienst des Pastors alle Personen mit diesen Gaben zu entdecken, sie zu fördern und dann in ihre speziellen Berufungen einzusetzen. So wird wunderbare Ergänzung, Vielfalt und Wachstum in den Gemeinden zu Stande kommen. Aus dieser Vielfalt heraus wird die Gemeinde stark genug sein, die Königsherrschaft Jesu nach außen zu tragen und damit das 7


Reich Gottes voran zu bringen. Dies entspricht dem Plan Gottes von Gemeindebau und Gemeindewachstum. Dieses Buch von Winfried Bauer ist eine gute Anleitung und eine Ermutigung, den fünffältigen Dienst in der lokalen Gemeinde zu entdecken und zu fördern. Winfried selbst ist in Europa, USA und Asien unterwegs um u.a. dieses Thema den Gemeinden nahezubringen und lokalen Leitern zu helfen, ihre von Gott gegebene Bestimmung zu finden. Beginnen Sie mutig das umzusetzen, was Gott uns in seinem Wort angewiesen hat. Jetzt ist die Zeit, das neuer Wein in neue Schläuche gefüllt wird. Dr. Christoph Häselbarth

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Einleitung Schon viel wurde zum Thema des Fünffältigen Dienstes geschrieben und gesagt, aber leider wurde nur sehr wenig davon wirklich verstanden. Dieses Buch soll uns einige ganz praktische Aspekte vor Augen führen. Denn nur auf der Grundlage dieser fünf Dienste können unsere Gemeinden die großen Herausforderungen bewältigen, vor denen wir stehen. In diesem Buch geht es um den Fünffältigen Dienst nach Epheser 4,11, um jeden einzelnen dieser Dienste und um ihr Zusammenspiel in der Gemeinde Jesu. Dabei geht es nicht um fünf einzelne Schubladen. Wir sprechen über den Leib Christi, einen gottgegebenen Organismus, nicht über eine Struktur! Wahrscheinlich ist das der häufigste Fehler, das weitverbreitetste Missverständnis in Bezug auf den Fünffältigen Dienst. Wir brauchen ein klares Verständnis darüber, wie diese Dienste arbeiten und was wir von ihnen erwarten können und was nicht, wir brauchen Einsicht statt oberflächlicher Zuordnungsversuche. Wie in unserem menschlichen Körper findet auch hier ein komplexes und faszinierendes Zusammenspiel statt, wie man es wohl kaum vermuten würde. Der Fünffältige Dienst ist so einfach – und gleichzeitig so komplex und vielschichtig. Simpel und einfach, weil Gott ihn erfunden und uns gegeben hat, um der Gemeinde perfekte Lösungen und Hilfestellungen zu bringen. Komplex und vielschichtig, weil wir Menschen sind und keine Maschinen. Jeder Mensch unterscheidet sich vom anderen; deshalb ist es nicht immer einfach, die jeweiligen Dienstgaben genau zu erkennen, weil sie in unzähligen Variationen auftreten. Und leider stehen uns oft die Geschichte und unsere Traditionen im Weg. Unsere Zeit ist so anders als die der ersten Gemeinden. Aber 9


wir haben immer noch denselben Auftrag und wir dienen immer noch genau demselben Herrn und Gott – und Er hat immer noch dieselben Hilfen für uns bereit! Bei meinen Ausführungen zum Fünffältigen Dienst gebrauche ich den Begriff Dienstgaben, weil diese Bezeichnung dem eigentlichen Sinn am nächsten kommt. Erstens geht es hier um dienen und zweitens um eine Gabe, d. h. ein Geschenk Gottes, das wir uns nicht erarbeiten können, sondern geschenkt bekommen. Gratis! Allerdings können wir darauf keinen Einfluss nehmen; der Herr selbst teilt diese Gaben aus, wie es Ihm gefällt. Für den Fünffältigen Dienst habe ich bewusst die einem Eigennamen zustehende Großschreibung gewählt, da er einzigartig und für den Leib Christi unverzichtbar ist. Jetzt wollen wir die Ärmel hochkrempeln und an die Arbeit gehen!

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Gottes Idee – nicht unsere! Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer. Epheser 4,11

Wer hat gegeben? Er hat es getan! Wer ist dieser Er ? Jesus, wie aus dem Kontext deutlich wird! Es ist wichtig, dies von vornherein klarzustellen. Es war Jesu Idee; aber warum greift die Gemeinde sie dann nicht begeistert auf? Weil wir nicht wissen, wie wir sie umsetzen können. Unser Gemeindeleben heute ist so verschieden von dem, was wir in der Bibel sehen. Schauen wir uns den Kontext doch etwas näher an: Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi. Epheser 4,11-12

Wozu sind diese Dienstgaben gut? Sie rüsten die Heiligen zu! Das ist ja schön, mag man jetzt denken; aber reicht denn die Mittwochabend-Bibelstunde nicht aus? Wenn es nun fünf verschiedene Leute sind, die uns lehren und zurüsten sollen, dann sitzen wir am Ende jeden Abend in der Gemeinde! Und überhaupt: zurüsten – wozu eigentlich? Für das „Werk des Dienstes!“ Und was ist das bitteschön? Nun, es ist der Dienst, den Jesus tat und mit dem Er auch seine Jünger beauftragte: „Macht zu Jüngern, heilt die Kranken und treibt Dämonen aus!“ Was, ich?! Ich arbeite die ganze Woche, um meine Familie zu ernähren! Außerdem ist das doch die Aufgabe meines Pastors, dafür wird er schließlich von der Gemeinde, also auch von mir, bezahlt! 11


Genau das ist unser Problem. Schon so lange unterscheiden wir zwischen denen, die im sogenannten „vollzeitlichen Dienst“ stehen und denjenigen, die einer säkularen Tätigkeit nachgehen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Diejenigen mit einer „Berufung“ gehen gewöhnlich auf eine theologische Fakultät oder zur Bibelschule und machen eine theologische Ausbildung. Wir denken immer noch in den Kategorien von Laien und Gelehrten. Aber wenn wir den Fünffältigen Dienst wirklich verstehen wollen, müssen wir uns von diesem Denken lösen. Wenn du von Neuem geboren bist, wie die Schrift es sagt, dann ist es deine Aufgabe, Menschen zu Jüngern zu machen, die Kranken zu heilen und Dämonen auszutreiben! Der Fünffältige Dienst wird dir zeigen, wie das geht, aber du hast den Auftrag, dieses Werk des Dienstes zu tun. Diese Zurüstung findet auf zwei Ebenen statt. Da ist zunächst die Predigt, die Lehre von der Kanzel, die wir schon gut kennen; das andere Standbein ist das persönliche Training, das Mentoring. Mentoring ist die persönliche Unterstützung und Schulung derer, die in dem Werk des Dienstes wachsen und erfolgreich sein möchten. Dieses Mentoring kann unterschiedlich intensiv sein; es kann sich auf reine Anleitung beschränken oder sich auch zur Vaterschaft1 entwickeln. Solch eine Vater-Sohn-Beziehung ist natürlich noch viel persönlicher. Hier geht es nicht mehr nur um Unterweisung – man teilt sein Leben miteinander. Ein biblisches Vorbild für eine solche Vater-Sohn-Beziehung waren Paulus und Timotheus. Wenn ich hier von Vätern und Söhnen spreche, gilt das natürlich auch für Mütter und Töchter.

1 Die Begriffe Vaterschaft und Sohnschaft entstammen in der Bibel dem hebräischen Denkund Sprachgebrauch, der geschlechtsneutral ist. Das heißt, wir können gleichzeitig auch von Mutterschaft bzw. Tochterschaft sprechen.

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Zurück zu unserer Ausgangsfrage: Warum brauchen wir den Fünffältigen Dienst so dringend? Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Vollmaß des Wuchses der Fülle Christi. Denn wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum. Lasst uns aber die Wahrheit reden in Liebe und in allem hinwachsen zu ihm, der das Haupt ist, Christus. Aus ihm wird der ganze Leib zusammengefügt und verbunden durch jedes der Unterstützung dienende Gelenk, entsprechend der Wirksamkeit nach dem Maß jedes einzelnen Teils; und so wirkt er das Wachstum des Leibes zu seiner Selbstauferbauung in Liebe. Epheser 4,11-16 Eines steht fest: Wir Christen als Ganzes sind von dieser „Einheit des Glaubens“ weit entfernt (was auch immer wir uns darunter vorstellen mögen). Auch sind wir nicht allzureif im Umgang miteinander noch erleben wir die „Fülle Christi“. Warum? Einer der Hauptgründe hierfür ist, dass der Fünffältige Dienst in unserem Gemeindeleben kaum eine Rolle spielt. Aber ich habe etwas Erfreuliches dazu zu sagen: Er ist im Kommen!

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Die Salbung Bevor wir uns näher und detailliert mit dem Fünffältigen Dienst beschäftigen, möchte ich noch einen sehr zentralen Begriff ansprechen – Salbung. Um eine Dienstgabe erkennen zu können, müssen wir zuerst die Salbung erkennen, die auf einer Person liegt. Aber was ist das überhaupt, Salbung? Das Wort Salbung bedeutet, mit Öl bedeckt oder mit parfümiertem Öl bestrichen zu sein. Die Salbung war ein offizielles Ritual, so wurden zum Beispiel Könige oder andere Autoritätsträger in ihr Amt eingesetzt. Wenn Gott jemanden salbt, dann bewirkt das Veränderung des Herzens und des Status. Aber die Salbung führt nicht automatisch zu einer plötzlichen Veränderung der Lebenssituation! Nachdem David von Samuel zum König über Israel gesalbt worden war, ging er wieder zurück zu den Schafen seines Vaters. Über ein Jahrzehnt später wurde er zunächst König über Juda, bevor er schließlich König über ganz Israel wurde.

Wie war das bei Saul? Und Samuel nahm den Krug mit Öl und goss es auf sein Haupt, und er küsste ihn und sagte: So hat der HERR dich nun zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt! 1. Samuel 10,1 So salbte Samuel also den Saul zum König. In den nächsten Versen prophezeit Samuel die Zeichen, die Sauls Berufung bestätigen sollten. Dann fährt er fort: 14


Und der Geist des HERRN wird über dich kommen, und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen Menschen umgewandelt werden. Und es soll geschehen, wenn bei dir diese Zeichen eintreffen, so tu, was deine Hand finden wird! Denn Gott ist mit dir. Und geh vor mir nach Gilgal hinab! Und siehe, ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu opfern und Heilsopfer zu schlachten. Sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme und dir zu erkennen gebe, was du tun sollst. Und es geschah, als er sich umwandte, um von Samuel wegzugehen, da gab ihm Gott ein anderes Herz Und alle diese Zeichen trafen an demselben Tag ein. 1. Samuel 10,6-9

Wir wissen, dass Saul kein perfekter König war. Unter großem Druck wurde er später ungehorsam. Dennoch: Gott hatte ihn gesalbt; und diese Salbung befähigte ihn, als König über Israel zu herrschen. An jenem Tag wird es geschehen, da weicht seine Last von deiner Schulter, und sein Joch wird von deinem Hals weggerissen, und vernichtet wird das Joch vor dem Fett 2. Jesaja 10,27

In einer englischen Übersetzung heißt es: „Das Joch wird zerbrochen wegen der Salbung.“3

Wozu auch immer der Herr dich beauftragen wird, dafür wird Er dich auch salben. Mit der Salbung kommt eine spezielle Autorität und (wenn nötig) auch die Veränderung deiner Lebensumstände. Durch diese Autorität wird das Leben der Menschen verändert, denen du dienen wirst. Denn die Salbung zerbricht das Joch! 2 Griech. shemen = Öl, öliges, Fett, Salbung 3 Aus KJV frei übersetzt

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Menschen als Geschenk Es mag vielleicht ungewöhnlich klingen, aber es geht nicht einfach um die Gabe, die ein Apostel, Prophet, Lehrer, Hirte und Evangelist mitbringt und mit der sie dienen, sondern sie selbst sind die Gabe an die Gemeinde - d.h. der ganze Mensch! Ein Prophet z.B. denkt, handelt und lebt ganz anders als ein Mensch, der die prophetische Gabe praktiziert (mehr dazu später). Menschen, die Teil des Fünffältigen Dienstes sind, drücken mit ihrem ganzen Sein diese Dienstgabe aus und nicht nur zwischendurch oder in entsprechenden Situationen. Eine Gemeindebewegung in den USA mit der ich eng verbunden bin drückt das immer wie folgt aus, wenn jemand mit einer dieser Dienstgaben kommt um zu dienen. „Wir begrüßen (Soundso) in unserer Mitte und empfangen ihn/sie als die Gabe vom Herrn, die er/sie ist.“ Durch die Salbung der Dienstgabe wird der gesamte Mensch zu einem Geschenk von Gott. Das ist ein hoher Anspruch, aber diejenigen, die Teil des Fünffältigen Dienstes sind, zahlen auch einen hohen Preis dafür, dass sie so sind wie sie sind. Das Leben dieser Menschen (Gaben) ist oft außergewöhnlich bzw. andersartig und das nicht nur zwischendurch. Außergewöhnlichkeit zieht andere an, gleichzeitig stößt es aber auch oft auf Unverständnis. Damit muss man lernen zu leben und das ist oft nicht einfach - vor allem nicht für die Familie.

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