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Leseprobe

Axel Kühner Froh zu sein, bedarf es wenig


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Axel Kühner Froh zu sein, bedarf es wenig

55 heitere Gedanken für fröhliche Christen


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Suche die kleinen Dinge, die dem Leben Freude geben. Konfuzius


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Inhalt Der Dreiklang des Lebens

11

Er las, lachte und zahlte

12

Ich freue mich

13

Alles muss seine Ordnung haben

16

Was kann warten?

18

Zufrieden

20

Gutes tun

21

Goldene Äpfel auf silbernen Schalen

23

Vertrauen wird belohnt

25

Carpe diem – pflücke den Tag!

27

Lebenskunst

29

Gott zieht

31

Schätzchenjäger

33

Sprung in der Schüssel

35

Der zweite Frühling mit den dritten Zähnen 37 Glaube, Hoffnung, Liebe

39

Der Banküberfall

40

Wie lahme Christen wieder auf die Füße kommen

42


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Was heißt verlieren?

44

Segen sei mit dir

45

Platzwechsel

47

Höhepunkt

49

„Gut, Vater!“

51

Genug!

53

Gehen und Bleiben

54

Den laden wir auch mal ein!

57

Mütterlicher Instinkt

59

Vierfache Freude

61

Sonnengesang

63

Vorwärts leben!

66

Vergiss die Freude nicht!

68

Reich, ohne es zu wissen

69

Noch nie da gewesen

71

Der alte Jim

72

Das alles liebe auch ich

74

Glück

76

Wenn das Leben nur Gerede ist

78


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Man muss nur miteinander reden

80

Die Wunschliste

82

Vor mir ein Tisch

84

Nun danket alle Gott

86

Der große Bruder

88

Drei Wünsche

90

Der ganz besondere Hund

91

Der beste Weg

93

Sind wir verloren?

95

Die Grundlage des Lebens

97

Arbeit und Vergnügen

99

Du durchdringst alles

100

Blinde Wächter

101

Manchmal ein Vorteil

103

Freude soll nimmer schweigen

105

Wann werden wir klug?

106

Lachen und Weinen

108

Segenswunsch

110


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Der Dreiklang des Lebens Immer wieder Misstöne, die das Leben stören. Ich wage einen Dreiklang, der das Leben fröhlich klingen lässt: nehmen – danken – geben! Ich nehme alle Gaben des Lebens bewusst wahr, an und ernst: Leib und Gesundheit, Sinne und Verstand, Raum und Zeit, Arbeit und Ertrag, Geld und Gut, Beziehung und Bildung. Ich setze sie mit Gott in Beziehung und danke ihm dafür. Und ich setze sie mit anderen in Beziehung und teile sie im Geben und Mitteilen. So klingt das Leben wie eine wunderbare Melodie.

K Er nahm die sieben Brote und dankte Gott dafür. Dann teilte er sie und gab sie den Jüngern, die sie an die Leute weiterreichten. Markus 8,6

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Er las, lachte und zahlte Auf einem Basar, der 1863 für notleidende Polenkinder veranstaltet wurde, hielt sich an einem Stand die bekannte Schriftstellerin George Sand auf. Als der reiche Baron James von Rothschild vorüberging, sagte Frau Sand zu ihm: „Nun, Baron, möchten Sie bei mir etwas kaufen?“ – „Ich sehe nichts, was mir gefiele“, antwortete von Rothschild. „Aber verkaufen Sie mir doch Ihr Autogramm!“ Die Schriftstellerin nahm ein Blatt und schrieb darauf: „Von Herrn Baron von Rothschild tausend Franken für die notleidenden Polenkinder erhalten!“ Darunter schrieb sie ihren Namen als Autogramm und gab das Blatt dem Baron. Er las, lachte und zahlte.

K Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb! 2. Korinther 9,7

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Ich freue mich Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel. Die Nacht ist verflattert, und ich freue mich am Licht. Deine Sonne hat den Tau weggebrannt vom Gras und von unseren Herzen. Was da aus uns kommt, was da in uns ist an diesem Morgen, das ist Dank. Herr, ich bin fröhlich heute am Morgen. Die Vögel und Engel jubilieren, und ich singe auch. Das All und unsere Herzen sind offen für deine Gnade. Ich fühle meinen Körper und danke.

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Die Sonne brennt meine Haut, ich danke. Das Meer rollt gegen den Strand, ich danke. Die Gischt klatscht gegen unser Haus, ich danke. Herr, ich freue mich an der Schöpfung und dass du dahinter bist und daneben und davor und darüber und in uns. Ich freue mich, Herr, ich freue mich und freue mich. Die Psalmen singen von deiner Liebe, die Propheten verkündigen sie.

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Und wir erfahren sie: Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Himmelfahrt ist jeder Tag in deiner Gnade. Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel. Ein neuer Tag, der glitzert und knistert, knallt und jubiliert von deiner Liebe. Jeden Tag machst du. Halleluja, Herr! (Gebet aus Westafrika)

K Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch! Philipper 4,4

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Alles muss seine Ordnung haben Regeln sind gut, wenn sie uns dienen und unser Leben schützen und bewahren. Aber sie verlieren ihren Sinn, wenn sie uns knechten und wir ihre Sklaven werden. Eine alte Klosterlegende erzählt von der Tischregel, nach der es den Mönchen nicht erlaubt war zu reden. Wenn es an etwas fehlte, durfte nicht der Mönch selber bitten, sondern jeweils der Nachbar sollte das tun. Diese Regel wollte sinnvoll die eigene Bescheidenheit und die achtsame Fürsorge für den Nachbarn fördern. Nun sah eines Abends beim Abendbrot ein Mönch zu seinem Entsetzen in seiner Suppe eine tote Maus schwimmen … Was konnte er tun? Beschweren durfte er sich nicht. So saß er ratlos vor seiner Suppe. Schließlich winkte er den Bruder vom Tischdienst herbei und flüsterte ihm ins Ohr: „Mein Nachbarbruder hat noch keine Maus in der Suppe!“

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K Jeder freut sich, wenn er treffend zu antworten weiß – wie gut ist das richtige Wort zur rechten Zeit! Sprüche 15,23

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Was kann warten? „Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du einem Kind einen Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist!” (Aus China) Welche Arbeit kann heute warten, damit ich eine besondere Gelegenheit nicht versäume: einem Kind die bunten Farben des Regenbogens zeigen, einen geliebten Menschen umarmen, die altgewordenen Eltern anrufen, mit den kleinen Enkelkindern spielen, einen Kranken besuchen, mit Gott über mein Leben sprechen? Die Arbeit läuft uns nicht weg, aber zu schnell sind die Momente des Glücks und der Liebe, der Freude und der Nähe, des Zuspruchs und des Trostes, der Nähe und des Gebetes dahin. Wenn Gott uns in seinem Bogen der Treue zulächelt, sollten wir es nicht versäumen, innezuhalten, Zeit zu haben und das Staunen wieder zu lernen.

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K Alles hat seine bestimmte Stunde, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit: … Ich habe das mühselige Geschäft gesehen, das Gott den Menschenkindern gegeben hat, damit sie sich damit abplagen. Ich habe erkannt, dass es nichts Besseres unter ihnen gibt, als sich zu freuen und Gutes zu genießen in seinem Leben; Prediger 3,1.10.12

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Zufrieden Der weise Philosoph Diogenes hatte im Flusswasser ausgiebig gebadet und ruhte nun auf einem Felsen in der Sonne. Ihre Wärme tat dem Mann gut, und er genoss die kostenlose Wohltat. Da ritt Alexander von Mazedonien mit einem großen Gefolge und herrlicher Pracht vorbei. Als er den armen Philosophen sah, dauerte der ihn, und er sagte: „Ach, du armseliger Mensch, bitte mich, und ich werde dir geben, was du auch möchtest!” Diogenes antwortete höflich: „Ich bitte dich herzlich: Geh mir aus der Sonne!”

K Mit Leib und Seele juble ich dir zu, du lebendiger Gott! Denn Gott, der HERR, ist die Sonne, die uns Licht und Leben gibt, schützend steht er vor uns wie ein Schild. Psalm 84,3.12

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Gutes tun „Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele wieder Lust hat, darin zu wohnen!“ (Teresa von Ávila) Was kann ich meinem Leib heute Gutes tun? Einen großen Spaziergang machen, die Sonne auf einer Parkbank genießen, mir im Café eine Pause mit einem Cappuccino gönnen, ein herrliches Essen in Ruhe verzehren, ein wohliges Entspannungsbad nehmen, meinen Augen herrliche Bilder und meinen Ohren traumhafte Musik bieten, mit den Händen etwas malen, modellieren oder pflanzen, eine Schüssel herrlich duftender Erdbeeren genießen, aber bitte mit Sahne! Ist es falsch, wenn ich meinem Bruder, der jeden Tag so viele Lasten für mich trägt, mal etwas Gutes tue? Nein, mein Bruder Leib wird es mir danken und umso fröhlicher weitergehen. Und meine Schwester Seele wird wieder umso lieber mit ihrem Bruder zusammen sein.

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K So geh nun hin, iss mit Freuden dein Brot und trinke deinen Wein mit fröhlichem Herzen, denn Gott hat dein Tun längst gebilligt! Lass deine Kleider allezeit weiß sein, und lass das Öl nicht fehlen auf deinem Haupt! Prediger 9,7f

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Goldene Äpfel auf silbernen Schalen Ein Arzt, der in seinem Beruf über Jahrzehnte Erfolg hatte, setzte sich eines Tages hin und schrieb einen Dankesbrief an seine ehemalige Lehrerin, die ihn damals so sehr ermutigt hatte, als er in ihrer Klasse war. Eine Woche darauf erhielt er eine mit zittriger Hand geschriebene Antwort. Der Brief lautete: ‚Mein lieber Willi, ich möchte, dass Du weißt, was mir Dein Brief bedeutet hat. Ich bin eine alte Frau in den Achtzigern, lebe allein in einem kleinen Zimmer, koche mir meine Mahlzeiten selbst, bin einsam und komme mir vor wie das letzte Blatt an einem Baum. Vielleicht interessiert es Dich, Willi, dass ich 50 Jahre lang Lehrerin war, und in der ganzen Zeit ist Dein Brief der erste Dank, den ich je erhalten habe. Er kam an einem kalten, blauen Morgen und hat mein einsames, altes Herz erfreut, wie mich in vielen Jahren nichts erfreut hat!”

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K Wie goldene Äpfel auf einer silbernen Schale, so ist ein rechtes Wort zur rechten Zeit. Sprüche 25,11

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