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Die Strandspürnasen | Vorsicht Trickbetrüger!

Leseprobe

Die Strandspürnasen

Band 5

Vorsicht Trickbetrüger!

Neuigkeiten zu den Strandspürnasen auf Instagram: www.instagram.com/die_strandspuernasen

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© 2021 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn Alle Rechte vorbehalten

Umschlaggestaltung: Grafikbüro Sonnhüter, www.grafikbuero-sonnhueter.de, unter Verwendung einer Illustration von Joy Katzmarzik Illustrationen: Joy Katzmarzik, www.leap4joy.de

Lektorat: Anja Lerz, Moers DTP: Magdalene Krumbeck, Wuppertal Verwendete Schriften: Dante MT, Supernett Gesamtherstellung: GGP Media GmbH, Pößneck

Printed in Germany

ISBN 978-3-7615-6782-1 (Buch)

ISBN 978-3-7615-6783-8 (Hörbuch) www.neukirchener-verlage.de/hoerbuchstrandspuernasen

www.neukirchener-verlage.de

Für alle echten Esthers auf der Welt. Und für alle, die sich einsetzen für andere.

Danke, dass ihr euren Mut strahlen lasst!

Nick Winter

Ältestes der Winter-Kinder, sportlicher Ermittler mit einer Vorliebe fürs Kochen. Hat einen feinen Spürsinn und ist sehr geschickt in der rasanten Verfolgung von Verdächtigen.

Leni Winter

Nicks jüngere Schwester, tierlieber Wirbelwind.

Kann Menschen meist leicht durchschauen und sorgt mit ihren Verteidigungskünsten für die Sicherheit bei Einsätzen.

Albert »Einstein« Steinmeister

Lenis und Nicks neuer Freund, der »kluge Kopf« der Strandspürnasen. Verfügt über einen blitzschnellen Durchblick, hat immer eine clevere Idee parat und stattet seine Kollegen mit der passenden technischen Ausrüstung aus.

Charlie Schlappohr

Felliger Freund und jüngstes Mitglied der Strandspürnasen. Der Beagle mit der tierisch guten Spürnase ist zwar eine ausgezeichnete Wache bei Einsätzen, leider aber auch allzu leicht mit Leckerlis zu bestechen.

Leseprobe

Tote Hose in Strandvoort

» Hach, was geht’s uns gut!« Leni räkelt sich wohlig auf ihrer Strandmatte. Lächelnd blickt sie von ihrem Buch auf und blinzelt in die grelle Mittagssonne. »Strand, Sonne und Sommerferien – was will man mehr?!«

»Ein neuer Fall wäre nicht schlecht«, brummt ihr Bruder Nick. Er lässt sich neben Leni in den Sand plumpsen. »So toll die Ferien auch sind, allmählich wird mir langweilig. Immer nur am Strand zu chillen, ist auf die Dauer echt öde.

So langsam könnte ich wirklich mal etwas mehr Action gebrauchen.«

»Action?« Auf Lenis Gesicht erscheint ein schelmisches Grinsen. »Du kannst zusammen mit Papa die Gästezimmer putzen. Der würde sich sicher über ein bisschen Hilfe freuen und du hättest außerdem jede Menge Action.«

»Tolle Idee, Schwesterchen.« Nick verdreht die Augen. »Als ob ich in der Zeevilla einen auf Putzhilfe machen würde. Lies du mal lieber weiter in deinem komischen Buch.« Spöttisch deutet er auf Lenis Lektüre, auf deren Einband eine hübsche junge Frau in prachtvollen Gewändern abge-

bildet ist. »Esther – Strahlender Mut«, liest er laut vor. »Scheint ja ein ziemlicher Kitschroman zu sein.«

Als Reaktion kassiert Nick einen Boxhieb auf den Oberarm. »Von wegen! Das ist eine großartige Geschichte über eine großartige Frau, die sich für andere Leute eingesetzt hat. Und die total mutig war. Im Gegensatz zu dir.« Leni pustet sich eine blonde Haarsträhne aus der Stirn. »Und jetzt schlage ich vor, du lässt mich tatsächlich weiterlesen und spielst mit Albert eine Runde Fußball.«

»Wie? Was? Habe ich soeben das Wort Fußball vernommen?« Albert Steinmeister, der es sich unter einem Sonnenschirm bequem gemacht hat und die ganze Zeit konzentriert mit seinem neuen iPad beschäftigt war, macht einen erschreckten Gesichtsausdruck. Sport gehört nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen und er versucht, möglichst jegliche Begegnung mit einem Fußball zu vermeiden. »Danke, aber nein danke. Ich habe in der Tat Besseres zu tun. Das Theaterstück ist beinahe fertig, ich muss ihm lediglich noch den letzten Schliff verleihen. Und dafür benötige ich bitte absolute Ruhe.« Er beugt sich wieder über sein Tablet und tippt eifrig auf dem Display herum.

Nick schüttelt genervt den Kopf. Obwohl es in den gesamten Sommerferien sehr ruhig zuging – viel zu ruhig für Nicks Geschmack –, hat sich Albert nie über Langeweile beklagt. Stattdessen hat er sich stets eine Beschäftigung gesucht, die ihn und seine grauen Zellen auf Trab gehal-

ten haben. So hat er die freie Zeit beispielsweise genutzt, um mithilfe einer App Niederländisch zu lernen. Außerdem hat er sich vorgenommen, alle Fälle, die die Strandspürnasen bislang gelöst haben, als Theaterstücke aufzuschreiben. Tja, und wie Albert nun mal so ist – clever, diszipliniert und gewissenhaft –, gelingt ihm dies natürlich problemlos. Schließlich wird er von seinen Freunden nicht umsonst Einstein genannt. Hinzu kommt, dass er diesmal nicht mit seiner Mutter nach Strandvoort gereist ist, sondern die Sommerferien mit seinem Vater hier verbringt. Und der überhäuft seinen Sohn nicht mit Haushaltsaufgaben oder anderen Tätigkeiten, wie Frau Steinmeister dies tut. Vielmehr kümmert sich Herr Steinmeister nur um sich selbst und seine Arbeit und lässt Albert alle möglichen Freiheiten. Also hat der alle Zeit der Welt, um Theaterstücke zu schreiben und Niederländisch zu lernen.

Während Nick seinen Freund versonnen und ein klein wenig neidisch anschaut, ertönt auf einmal ein lautes Knurren.

»Huch, was war denn das?« Leni lässt ihr Buch sinken und blickt sich suchend um. »Charlie haben wir doch gar nicht mit an den Strand genommen.«

Auf Alberts Wangen bilden sich rote Flecken. »Ähm … nun ja … Es ist mir überaus peinlich, aber das war ich. Oder besser gesagt, mein Magen. Der verspürt nämlich gerade ein deutliches Hungergefühl.«

»Und das wollte er uns gerade alle wissen lassen«, kichert Leni und wendet sich an ihren Bruder. »Wie wär’s, wenn du Einsteins Magen mit was Leckerem versorgst und schnell mal deine berühmten Poffertjes backst?! Dir ist doch eh so langweilig.«

Nick seufzt. Es stimmt: Er ist ein Meister im Poffertjes-Backen, und die kleinen Pfannküchlein schmecken wirklich wunderbar. Trotzdem würde er lieber in einem spannenden neuen Fall ermitteln, als sich an diesem sonnigen Augusttag in die Villa-Küche an den Herd zu stellen. »Wenn’s unbedingt sein muss«, ächzt Nick und erhebt sich. »Super!« Leni klatscht in die Hände und strahlt Albert an, der ihr Lächeln dankbar erwidert. »Wir kommen dann in einer halben Stunde nach. Und wer weiß«, fährt sie augenzwinkernd fort, »vielleicht stolpern wir auf dem Weg zur Zeevilla ja über ein neues Abenteuer.«

Die Zeevilla ist eine hübsche Ferienpension, die im niederländischen Badeort Strandvoort direkt am Meer liegt. Vor einiger Zeit haben Lenis und Nicks Eltern, Viktoria und Clemens Winter, die Villa von der verstorbenen Großtante Wilma geerbt und führen seitdem den Pensionsbetrieb weiter. Genau genommen ist es Papa Clemens, der sich sowohl um die Pension als auch um die Gäste kümmert. Was ihm mit seinen zwei linken Händen und seiner fehlenden Kochkunst mehr schlecht als recht gelingt. Da brennen schon

mal die Bratkartoffeln in der Pfanne und die Brötchen im Ofen an oder Papa verbrennt sich selbst beim Kochen, Putzen und Bügeln die Finger. Glücklicherweise gibt es noch Grietje van der Vaart, die sehr freundliche und sehr fleißige Haushälterin. Die steht Clemens Winter mit Rat und – vor allem – Tat zur Seite und hilft, wo sie nur kann. Und weil sie außerdem den weltbesten Apfelkuchen und die köstlichste Zitronenlimonade zubereitet, hat sie auch die Herzen der Winterkinder im Sturm erobert.

Gerade wirbelt sie durch die Küche und sucht alle möglichen Zutaten und Kochutensilien zusammen. »Wie gut, dass du kommst.« Grietje lächelt Nick zu und deutet auf eine große Schüssel mit Hackfleisch. »Du kannst mir helfen, die Frikandeln zu rollen. Die möchte ich heute Abend mit Kartoffelsalat servieren, als Kombination aus einer holländischen und einer deutschen Spezialität sozusagen.«

»Das hört sich zwar super lecker an«, Nick zieht bedauernd die Schultern in die Höhe, »aber ich bin nur hier, um schnell ein paar Poffertjes für meine Kollegen zu machen. Habe also keine Zeit zum Helfen, sorry.«

»Deine Kollegen, hm?!« Schmunzelnd beginnt Grietje, aus der Hackfleischmasse längliche Frikandeln zu formen.

»Ihr jungen Detektive steckt doch etwa nicht schon wieder in einem gefährlichen Fall, oder?! Bitte denkt an meine Nerven!«

»Ach, Grietje, du brauchst dir um deine Nerven keine

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