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Axel Kühner Vier Kerzen auf dem Weg
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Axel Kühner
Vier Kerzen auf dem Weg Geschichten für die Advents- und Weihnachtszeit
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Die Weisen zeigen auf das göttliche Licht, die Toren sehen nur den menschlichen Finger! Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht. Wer kann es sehen? Ein Herz, das Augen hat und wacht!
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Inhalt 1. Dezember: Wenn der Advent kommt
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2. Dezember: Schätze
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3. Dezember: Der Winter
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4. Dezember: Hoffnung
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5. Dezember: Ein langes oder ein ganzes Leben
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6. Dezember: Mal was anderes
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7. Dezember: Geheimnis des Glaubens
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8. Dezember: Menschen aus Fleisch und Blut
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9. Dezember: Treffpunkt
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10. Dezember: Leben aus Leben
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11. Dezember: Kennzeichen des Lebens
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12. Dezember: Wer die Sehnsucht nicht kennt
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13. Dezember: Das Geheimnis des Lichtes
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14. Dezember: So wird das Leben eine saubere Sache
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15. Dezember: Das Wichtigste
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16. Dezember: Liebe öffnet die Tür zum Leben
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17. Dezember: Ein Weihnachtsleben
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18. Dezember: Eine Lampe im Haus
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19. Dezember: Auf Händen getragen
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20. Dezember: Vier Dinge braucht der Mensch
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21. Dezember: Ungeduld des Herzens
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22. Dezember: Weihnachtsgeld
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23. Dezember: Segen
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24. Dezember: Feste feiern
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25. Dezember: Weltnacht und Weihnacht
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26. Dezember: Mitten in der Nacht
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27. Dezember: Gott kommt zu uns
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28. Dezember: Geschätzt
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29. Dezember: Weihnachten erst recht
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30. Dezember: Jede Nacht, jeder Tag
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31. Dezember: Gute Nachsätze
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1. Januar: Neujahrsrezept
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2. Januar: Licht
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3. Januar: Gelobt sei der Herr
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4. Januar: Gemeinsam teilen
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5. Januar: Immer noch schenkend
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6. Januar: Die Rose im Schnee
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1. Dezember: Wenn der Advent kommt Wenn der Advent kommt und Gottes Liebe sich an die Welt verschenkt, dann nimm dir Zeit für seinen Besuch. Atme die Unruhe deiner Seele aus und schicke deine Sorgen und alles, was dir Angst macht, ihm entgegen. Seine Liebe streicht dir die Schatten aus der Seele und besänftigt deine Wünsche, die dich verrückt machen. Atme seine Treue ein und fülle dich Atemzug um Atemzug mit Jesu heilender Kraft, bis deine Seele Frieden gefunden hat.
Habt keine Angst! Der Herr, euer Gott, kämpft für euch! 5. Mose 3,22
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2. Dezember: Schätze Die wirklichen Schätze liegen nicht auf der Straße. Die wesentlichen Reichtümer sind nicht in den Schaufenstern ausgestellt. Die Werte, die das Leben lebenswert, den Menschen menschenwürdig und die Geschichte sinnvoll machen, sind nicht auf den Gemeinplätzen zu finden. Die Schätze, die ein Herz ausfüllen und ein Leben reich machen, muss man suchen, oft abseits der Wege, fern der Menge und jenseits des Gewohnten. Denn das ist das Besondere an den Schätzen, dass sie verborgen sind. Oft zeigen sich die wahren Schätze hinter ihrem Gegenteil verborgen. Manche Berge von Schwierigkeiten wurden die Orte besonderer Gotteserfahrungen. Manche Wüsten der Einsamkeit wurden die Weiten besonderer Einsichten. Und manche Nächte der Schwermut und Trauer wurden zu den hellsten Lichtern der Tröstung und Heilung.
In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Kolosser 2,3 12
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3. Dezember: Der Winter Im Winter nimmt sich das Leben zurück. Es stirbt in den dunklen Schoß der Erde hinein. Die Natur hält ihren langen Schlaf. Im gänzlichen Sich-Zurücknehmen der Natur zur Zeit des Winters bereitet sich ihre Auferstehung vor. Der Winter ist die Zeit der großen Ruhe und Sammlung. Die Erde, die sich verausgabt hat, ruht sich aus für den schöpferischen Aufbruch im Frühling. Winter. Es ist eine Zeit der Hoffnung, eine Zeit des Glaubens: Manches Samenkorn wird schon im Herbst in die Erde gesät und stirbt. Unserer Augen nehmen nicht teil an der geheimnisvollen Wandlung vom Tod zum Leben. Der Winter ist die Zeit des Glaubens. Er verhüllt die Geburtsstunde des Lebens. Der Winter ist die Zeit der Armut. Er ist die Zeit des Wartens. Eine Zeit der Bereitung auf das Licht, auf neues Leben. Die Sonne wird zur Verheißung für eine Zeit erneuter Fülle und Fruchtbarkeit.
Solange die Erde besteht, soll es immer Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht geben. 1. Mose 8,22 13
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4. Dezember: Hoffnung Wenn die bunten Sommerblumen verwelken, die reifen Herbstfrüchte gesammelt und die singenden Vögel abgeflogen sind, kommt der Winter mit seiner rauen Kälte und schweren Last. Die weiße Pracht von Schnee und Eis lässt vieles erstarren. Geduldig harren die Bäume unter den Schneemassen aus. Manchmal scheinen sie darunter zu zerbrechen. Hin und wieder bricht wohl auch ein morscher Ast unter der Belastung ab. Aber der Schnee kann den Baum nicht zu Boden zwingen. So schwer und so lange die Last auch drücken mag: Irgendwann wird die Frühlingssonne die Schneelast schmelzen. Und die Sonne wird mit ihrer Wärme die Last in Wohltat verwandeln. Das Schmelzwasser muss nun den Baum nähren und zum Wachsen bringen. Gottes Liebe wird die Winterlasten unseres Lebens verwandeln in Frühlingshoffnung auf neues Leben und Reifen. Wenn Gottes Liebe aufleuchtet, muss selbst die Belastung eines Lebens noch zur Reifung führen.
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Gehört also jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen. 2. Korinther 5,17
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5. Dezember: Ein langes oder ein ganzes Leben Ein reicher Mann hat sich eine wunderbare Villa bauen lassen. Er bezieht sein Traumhaus mit all den herrlichen Räumen und Schätzen. Doch da mischt sich in seine Freude die Wehmut über die Vergänglichkeit des Lebens, und er denkt: „Wenn ich jetzt noch dreihundert Jahre leben könnte!“ Ob wir das überhaupt aushalten könnten, noch dreihundert Jahre zu leben? Und wäre das andererseits selbst dann nicht zu wenig für uns Menschen mit einer unstillbaren Lebenssehnsucht? Verbirgt sich hinter diesem törichten Wunsch nicht der Trugschluss, dass sich ein Leben durch die Länge und Dauer erfüllt? – Gott hat sich das menschliche Leben anders gedacht. Er hat es in drei Stufen geordnet. Sie alle drei zusammen bilden ein ganzes, volles und richtiges Leben. Die erste Stufe ist das irdische Leben. Aus einer Mutter werden wir als Menschenkinder geboren. Das ist ein Wunder, ein Geschenk. Aber das irdische Leben als Menschenkind ist von der Sünde gebrochen und bedarf der Erneuerung und Verwandlung. Die zweite Stufe ist das geistliche Leben. In einer
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Wiedergeburt werden wir von einem Menschenkind zu einem Gotteskind. Das ist auch ein Wunder und ein Geschenk. Das geistliche Leben, das Leben im Glauben zielt auf die dritte Stufe, das ewige Leben. In einer Auferstehung mit einem neuen Leib in einer neuen Welt vollendet sich das Leben. Alle drei Stufen gehören zusammen. Jede ist wichtig, und alle drei Stufen bilden das ganze, volle Leben. Irdisches Leben in einer natürlichen Geburt als Menschenkind, geistliches Leben in einer Wiedergeburt als Gotteskind und ewiges Leben in einer Auferstehung für eine neue Welt, das ist ein ganzes Leben. Gehen wir alle drei Stufen aus. Gott wartet mit seiner ganzen Liebe auf uns, um uns – nicht unbedingt ein langes – ein ganzes Leben zu schenken.
Ewiges Leben wird er denen geben, die mit Ausdauer Gutes tun und alles daransetzen, an Gottes unvergänglicher Herrlichkeit und Ehre teilzuhaben. Römer 2,7
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6. Dezember: Mal was anderes Mal wieder nah- statt fernsehen: einem geliebten Menschen in die Augen sehen. Mal wieder ankommen statt wegfahren: Freunde besuchen und sich einander mitteilen. Mal wieder in den Kopf reinsehen statt nur heraus: sein Inneres wahrnehmen, auf sein Herz hören, seinen Träumen nachsinnen. Mal wieder sammeln statt zerstreuen: die Schöpfung begreifen, gute Bücher lesen, Stille suchen. Mal wieder Zuflucht statt Flucht vor der Wahrheit: sich Gott stellen und sich seiner Liebe öffnen. Mal wieder auftauchen statt untergehen: in der Gemeinde erscheinen und mit anderen Gottesdienst feiern. Mal wieder Sinnlichkeit statt Sachlichkeit: mit allen fünf Sinnen das Leben wahrnehmen, die bunte Vielfalt sehen, die leisen Töne wieder hören,
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ein Butterbrot schmecken, die Schönheit riechen und die Zartheit betasten. Mal wieder Lust statt Frust: die Freude am Alltag, an der Arbeit, den kleinen Dingen, den nächsten Menschen wiederfinden. Mal wieder Loblieder statt Klagelieder: das ewige Bejammern aufgeben und für das Ewige loben und danken. Mal was anderes!
Darum will ich dich loben, Herr. Alle Völker sollen es hören! Deinen Namen will ich preisen mit meinem Lied. 2. Samuel 22,50
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7. Dezember: Geheimnis des Glaubens Maria ist guter Hoffnung. In ihr wächst Jesus heran. Durch sie will Gott zur Welt kommen. Maria ist in ihrer Erwartung ein Urbild für das Geheimnis des Glaubens. Im Glaubenden wächst ein Leben von Gott heran. Es ruht ganz tief innen, aber es will zur Welt kommen. Es beginnt ganz klein und unsichtbar, aber es wächst und wird erkennbar. Der Glaubende trägt ein Geheimnis der Liebe in sich. Er lebt alltäglich normal nach außen in Arbeit und Begegnung, im Tun und Lassen. Zugleich lebt der Glaubende – wie eine schwangere Frau – auch nach innen, spürt und achtet auf das kostbare Leben in sich. Der Glaubende lebt einerseits wie alle Menschen in den irdischen Gegebenheiten. Und doch ist sein Tun und Lassen von dem inneren Leben bestimmt. Er wird nichts tun oder unterlassen, was dem wachsenden Leben schaden oder es gefährden könnte. So ist der Glaubende welt- und alltagsorientiert und zugleich auf Gott und sein Reich ausgerichtet. Er ist natürlich und heilig, Mensch mit Menschen und Mensch mit Gott in einem. So will Gott durch Glaubende zur Welt kommen.
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