Skip to main content

156697

Page 1

Leseprobe

CAROLIN KRÄMER / TOBIAS FAIX

Gemeinsam Gemeinde gestalten Jugendliches Potenzial entdecken und miteinander zukunftsfähig werden

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 3

04.03.20 14:19


Leseprobe

Die Bibeltexte sind folgender Übersetzung entnommen: Gute Nachricht Bibel, revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. © 2020 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn Alle Rechte vorbehalten Umschlaggestaltung: Grafikbüro Sonnhüter, www.sonnhueter.com, unter Verwendung von Bilder © pixelfit (istockphoto.com), Magenta10, Gluiki, Omnart, Alliya2, SurfsUp (shutterstuck.com) Lektorat: Hauke Burgarth Layout und Satz: Magdalene Krumbeck, Wuppertal Grafiken: Magdalene Krumbeck Verwendete Schrift: Apollo MT, Akko Pro Gesamtherstellung: Finidr, s.r.o. Printed in Czech Republic ISBN 978-3-7615-6697-8 www.neukirchener-verlage.de

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 4

04.03.20 14:19


Leseprobe

INHALT

Vorwort Weil sie es wert sind! Über die Liebe zur nächsten Generation...........................................11 Einleitung Reiches Potenzial und wie dieses Buch bei seiner Entdeckung helfen kann................................................................................................. 15 K APITEL 1

Herz und Vision für Gemeinde und die neue Generation ................... 25 Warum wir Gemeinde lieben – Sie ist Gottes Idee und unsere Chance.................................................................................. 26 Gemeinde führt in eine mündige Nachfolge........................................ 30 Gemeinde als Ort des gemeinsamen Glaubens und Zweifelns.................................................................................. 34 Gemeinde als Ort, wo eine Ambiguitätstoleranz des Glaubens eingeübt werden kann.............................................. 39 K APITEL 2

Sundays for Future – Warum es sich lohnt, auf die Jugend zu setzen.................................................................... 45 Die neue Generation Jugendlicher verstehen ...................................... 46 Wie ticken Jugendliche heute? – Höhen und Tiefen im Gedränge des Lebens..................................... 50 Was wirklich zählt – Werte der heutigen Jugend ................................. 54

5

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 5

04.03.20 14:19


Leseprobe I nhalt

Leben in einer Welt voller Optionen – Auswirkungen auf den jungen Glauben.......................................... 56 Die »Generation Lobpreis« – Was glaubt sie? Was ist ihr wichtig? Und warum sie Gemeinde liebt........................ 58 Gemeinsame Resonanzräume erleben................................................ 64 Ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen.................................. 65 K APITEL 3

Jugendliche Lebensmü(n)digkeit – .................................................... 69 Identität als Grundlage für Persönlichkeitsstärkung............................70 Eriksons Modell in seiner Ganzheit........................................................75 Die Bedeutung der Räume, in denen sich Persönlichkeit entwickeln kann...................................................... 77 Resilienz als ein Indikator für eine starke Persönlichkeit.................................................................................. 79 Warum eine Resilienz des Glaubens wichtig ist.................................... 81 Starke Persönlichkeit heißt auch starker Glaube? Wie Glaube und Persönlichkeit zusammenhängen ........................ 84 »Gibt’s im Himmel eigentlich Toiletten?« – Wie Jugendliche ihren Glauben entwickeln.................................... 87 K APITEL 4

Die neue Lust an Gemeinde – Praktische Bausteine für die Gemeindearbeit................................................................................. 91 Der große Bau Gemeinde und die Frage nach der Jugend – Das Problem und wie es zu lösen ist..................................92 Eine Lebensschule, die zur Lebensmündigkeit führt............................ 94 Generationenpotenzial entdecken – Phasen unseres (Gemeinde-)Lebens................................................ 96 Ehrlich kommunizieren – Wertschätzung und Verbindung zwischen den Lebensphasen..................................... 100 Der Generationenpfeil – Wie »Macher« zu »Anleitern« werden .......................................... 102 Kleine Ideenbörse zum Miteinander von Alt und Jung in der Gemeinde.................................................................... 106

6

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 6

04.03.20 14:19


Leseprobe

Gibt es eine VerKREISung der Gemeinde? Vom würdevollen Sterben und der Chance zum Neuanfang......... 108 K APITEL 5

Mentoring – Wenn Jugendliche ihr Potenzial entdecken und dadurch Gemeinde vderändern................................................. 111 Individuell begleiten – Mentoring fürs Leben im Rahmen der Gemeindefamilie...................................................... 112 Mentoring als förderungsorientierter Ansatz..................................... 116 Die Kraft der Nachahmung ................................................................. 121 Gemeinsam stark werden – Das Lernen durch Erleben in der Gruppe durch Erlebnispädagogik........................... 123 Mögliche Ergänzungen zum Mentoringprojekt ................................. 128 K APITEL 6

Die Umsetzung eines Mentoringkonzepts ....................................... 131 Was gehört zu einem Mentoringkonzept?.......................................... 132 Erste Phase: Gute Vorbereitung ist die halbe Miete............................ 142 Zweite Phase: Die Zusammenführung der Tandems.......................... 150 Dritte Phase: Das Herzstück – Gemeinde in Aktion............................. 153 Vierte Phase: Wie geht’s weiter?........................................................ 159 K APITEL 7

Wichtige Rahmenbedingungen....................................................... 163 Netzwerke und Kooperationen nutzen.............................................. 164 Alles hat seine Zeit und seinen Ort...................................................... 164 Und wer bezahlt das alles? ................................................................. 165 Die eigene Veränderung – Hindernisse auf dem Weg.............................................................. 169 Wie ein guter Start gelingen kann.......................................................171 Anhang Empfehlungen für weiterführende Literatur oder Schulungen..........175

7

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 7

04.03.20 14:19


Leseprobe

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 8

04.03.20 14:19


Leseprobe

»Der Stolz der Jungen ist ihre Kraft, der Schmuck der Alten das graue Haar.« Sprüche 20,29

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 9

04.03.20 14:19


Leseprobe

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 10

04.03.20 14:19


Leseprobe

VO RWORT

Weil sie es wert sind! Über die Liebe zur nächsten Generation

Die gute alte Zeit

Damals war die Welt noch in Ordnung. Man saß mit einigen Jugendlichen und einer Gitarre um das Lagerfeuer und schmetterte fröhlich und hingebungsvoll geistliche Lieder. Es war die Zeit von Flanelltafeln im Kindergottesdienst und Hagebuttentee nach der Jugendstunde. Damaris Joy und Arno und Andreas waren allen christlichen Jugendlichen ein Begriff und Twix hieß noch Raider. Ja, die Welt war noch so, wie sie heute sein sollte. Diejenigen, die sich zu jener Zeit mit den jeweiligen geistigen und geistlichen Strömungen auseinandergesetzt haben, revolutionierende Erkenntnisse gewannen und sich mit diesen in langen Diskussionen das Unverständnis der »älteren Geschwister« zugezogen haben, sind heute in ihren Gemeinden selbst am Ruder, haben das Sagen, beeinflussen das geistliche Leben der Gemeinde und viele von ihnen machen eine gute Arbeit. Unbestritten. Aber bekanntlich sind wir alle ja nur Menschen. Und Menschen lieben ein gewisses Maß an Sicherheit. So war es und so ist es. Wahrscheinlich wird es auch immer so sein. Diese Sicherheit, so scheint es mir, wird zurzeit verstärkt in einem »Neodogmatismus« gesucht. Das »Damals«, 11

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 11

04.03.20 14:19


Leseprobe V orwort

die wilden Jahre als junger denkender und suchender Mensch, wird ausgeblendet und man ergießt sich in immer wieder neue alte Lehrsätze. Je sicherer diese Meinungen und Lehrsätze ausgesprochen werden, je öfter diese in einschlägig bekannten christlichen Veröffentlichungen wiederholt werden, desto wahrer sind sie, so »glaubt« man zumindest. Das Ende des Denkens ist erreicht. So ist es. So ist Gott. Das bedeutet Christ sein. Punkt. Wer anders lebt, wer anders denkt, wer anders glaubt ist »nicht mehr auf dem Weg«. Er oder sie ist keiner mehr »von uns«. Jesus sagt: »Ich bin der Weg« – und nicht: »Ich bin der Standpunkt«

Es muss doch in einer christlichen Gemeinschaft erlaubt sein, laut und offen nachzudenken. Wir alle haben eine Entwicklung hinter uns. Wir alle streben nach der Wahrheit und haben Gründe, die oft in unserer Biografie liegen, warum wir das eine glauben und das andere eben nicht. Wir alle haben Überzeugungen verloren und gewonnen oder wiedergewonnen, haben einen Weg hinter uns. Warum haben viele Gemeinden Angst, sich den Fragen und neuen Herausforderungen durch die junge Generation zu stellen? Vielleicht weil sie Angst haben, durch gute Argumentation ihre Dogmen und damit ihre Sicherheit zu verlieren? Flüchten sich Menschen deshalb ab und an in fundamentalistische Strukturen, weil sie Angst davor haben, dass all die Antworten, die man sich auf die Komplexität des Lebens gegeben hat, nicht tragen? Wie dem auch sei, es erscheint mir wichtig, eine Kultur des sachlichen Austauschs, eine neue Toleranz für »Andersgläubige« und das Kennzeichen jedes Christen, die Liebe nämlich, als bindende Substanzen für den Umgang miteinander wieder neu zu entdecken und zu fördern. Warum schreibe ich das alles? Es treibt mich die Frage an, warum sich viele junge Menschen nicht mehr für Glauben, Kirche und Gemeinde interessieren. Warum finden sich immer weniger Jugendliche in den »normalen« Gottesdiensten ein? Vielleicht deshalb, weil sie sich dort nicht wiederfinden? Eines der schwierigsten Dinge im Leben ist es, sich in die Situation eines anderen Menschen hineinzuversetzen. Denn dazu braucht man 12

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 12

04.03.20 14:19


Leseprobe Weil sie es wer t sind! Über die Liebe zur nächs ten Generation

die Koordinaten des eigenen Standortes sowie ein fundiertes Wissen über die Erlebniswelt des- oder derjenigen, in die man sich hineinversetzen will. Beides ist thematisch in diesem Buch von Carolin Krämer und Tobias Faix zu finden. Mit einem reichhaltigen Angebot an konkreten Vorgehensweisen und der dazugehörigen kontextbezogenen Aufarbeitung relevanter Themenfelder stellt »Gemeinsam Gemeinde gestalten« ein kleines Kompendium moderner Jugendarbeit dar. Die gemeindliche bzw. kirchliche Jugendarbeit steckt in einer Entwicklungskrise. Das liegt an fehlenden nachhaltigen Konzepten und vor allem an dem fehlenden Mut, sich neuen Wegen zu öffnen. Viele wollen, viele versuchen, viele sind wirklich bemüht, gemeinsam mit den jungen Menschen in der Gemeinde eben diese zu formen und zu gestalten. Oft scheitern diese Bemühungen aber, weil wir Menschen generell nicht gerne unsere Komfortzonen verlassen und lieber auf den bereits angelegten Datenautobahnen unserer Synapsen unterwegs sind. Christen sind hier leider keine Ausnahme. Denn diese »Autobahnen« (und Glaubenssätze) kennen wir. So haben wir die längste Zeit unseres Lebens gedacht und diese Denkweisen vermitteln uns Sicherheit und Geborgenheit. Unbequem kann es werden, wenn wir uns wirklich die Mühe machen, andere zu verstehen, und unsere gewohnten Wege verlassen. Das gilt für andere Menschen, Kulturen und auch und vor allem für andere Generationen. Die Erlebniswelt der jungen Generation hat sich maßgeblich verändert. Viele, ich selbst eingeschlossen, »verstehen nur noch Bahnhof« (an dieser Formulierung kann man bereits ablesen, dass ich schon älter bin), wenn es darum geht, die Kommunikationsweise, den Umgang, die Bedürfnisse und die Ausdrucksformen junger Menschen zu verstehen und zu interpretieren. Manchmal stelle ich mir vor, dass meine Eltern wahrscheinlich ähnlich überfordert waren mit meiner Wirklichkeit von damals. Doch wenn sich auch Formen und Methoden mit jeder neuen Generation verändern, so bleiben die Grundbedürfnisse des Menschen doch universal gleich. Und genau deshalb ist es wichtig, nicht die Formen oder Methoden zu verurteilen oder gar gänzlich abzulehnen, sondern auf dem Weg der Liebe – mit, durch und wegen der Liebe – den jungen Menschen zumindest verstehen zu wollen und anzuerkennen, dass »ihre Welt« nicht »unsere Welt« ist. Wir, die Älteren, haben die 13

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 13

04.03.20 14:19


Leseprobe V orwort

Verantwortung, uns auf den Weg hin zu den jungen Menschen in unserer Gemeinde zu machen. Nicht andersherum. Und genau dazu bietet dieses Buch ein nicht verzichtbares Wissen über das »Wie«. Gut verständlich, praktisch und vor allem zukunftsorientiert weist es einen möglichen Weg in die Zukunft unserer Gemeinden. Zusammen – alt und jung: Das ist Gemeinde. Zusammen – alt und jung: Das kann die Gegenwart werden. Zusammen sind wir. Punkt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Und wenn, dann steht es in diesem Buch! Viel Spaß, Freude und neue gute Gedanken beim Lesen! Torsten Hebel Gründer und Leiter der blu:boks BERLIN

14

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 14

04.03.20 14:19


Leseprobe

EINLEITUN G

Reiches Potenzial und wie dieses Buch bei seiner Entdeckung helfen kann

»Wenn die letzte Zeit anbricht, sagt Gott, dann gieße ich über alle Menschen meinen Geist aus. Männer und Frauen in Israel werden dann zu Propheten. Junge Leute haben Visionen und die Alten prophetische Träume.« Apostelgeschichte 2,16; Joel 3,1 »Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.« Pearl S. Buck (amerikanische Schriftstellerin)

15

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 15

04.03.20 14:19


Leseprobe E inleitung

»Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung bringen, das ist unsere Bestimmung.« So hat der Schriftsteller Oscar Wilde einmal beschrieben, dass Selbstverwirklichung, also das eigene Ich hervorzubringen, elementar fürs Leben ist. Die eigenen Fähigkeiten aufzuspüren, sei unsere Berufung. Unser Potenzial will genutzt werden! Denn es ist etwas Großartiges. Den meisten Menschen ist jedoch nicht klar, dass viel mehr Potenzial in sie hineingelegt wurde, als ihnen bewusst ist. Doch um das eigene Potenzial zu entdecken und zu entfalten, braucht es eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich und ein Umfeld, das einem dabei hilft. Das von Gott in uns hineingelegte Potenzial entdecken und als Gemeinschaft wachsen, sind wichtige Ziele der christlichen Gemeindearbeit. Leider geschieht dies in der gemeindlichen Praxis nicht immer. Gerade in der Jugendarbeit scheint es oft der Fall zu sein, dass eine Mitarbeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewollt und gebraucht ist, sie selbst aber wenig gefördert werden. Der Grund dafür liegt oft in mangelnden zeitlichen, personellen oder finanziellen Ressourcen oder einfach darin, dass das jugendliche Potenzial nicht gesehen wird. Das Resultat ist häufig eine sehr begrenzte Jugendarbeit mit frustrierten Mitarbeiter*innen und einer Leitung, auf deren Schultern der Großteil der Arbeit lastet. Aber so muss es nicht sein. Jede*r kann den Stein ins Rollen bringen und Veränderung in dieser Situation bewirken: Jugendliche, junge Erwachsene, »alte Hasen« – alle sind verantwortungstragende Teile der Gemeinschaft. Gemeinde kann mit einfachsten Mitteln aktiv werden und das bereits vorhandene jugendliche Potenzial entdecken und zum Einsatz bringen. Das Gehen dieses Wegs und das Entdecken des damit verbundenen Potenzials zahlt sich so für beide Seiten aus. Gemeinde ist dazu berufen, gemeinsam gestaltet zu werden. In der Praxis sehen wir oft, dass dies nur funktioniert, wenn sie das Herzensprojekt aller Beteiligten ist. Gerade weil es ein Ort ist, an dem alle gemeinsam vor Gott kommen – als eine Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft schreit danach, gestaltet zu werden, mit all dem Potenzial, das darin schlummert, um dann gemeinsam in die Zukunft zu gehen und zu einer Heimat zu werden für alle, die daran mitwirken. So wird sie etwas Persönliches und doch etwas, das man gerne und stolz teilt. 16

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 16

04.03.20 14:19


Leseprobe Reiches Potenzial und wie dieses Buch bei seiner Entdeckung helfen kann

Unsere Hoffnung: Gemeinde prägt das Leben

Es ist uns ein Anliegen, Gemeinden auf diesem Weg zu helfen und dabei den Jugendlichen auf ihrem Weg Begleitung anzubieten. Gerade hierin liegt großes Potenzial. Das Ziel der Jugendarbeit ist es, junge Menschen zu unterstützen, ihnen zu helfen, ihre individuellen Gaben zu entfalten, sie im Glauben zu begleiten und somit auch (im besten Fall) neue Mitarbeiter*innen und Leiter*innen für die Gemeinde zu gewinnen. Aber dadurch auch die Weisheit und Erfahrung der Älteren zu nutzen, sie dadurch zu ehren und sie in ihrer Verantwortung zu stärken, die nächste Generation zu fördern. Genau dazu möchte dieses Buch praxisnah einen Weg aufzeigen, wie eine Gemeinde ihre Jugendlichen neu wahrnehmen, begleiten, einbeziehen und nachhaltig prägen kann, damit diese in Glauben und Persönlichkeit eine Mündigkeit erlangen. Unser Basiskonzept ist für alle Gemeinden gedacht, die eine neue Richtung einschlagen wollen. Die Richtung geht weg von Frustration und einem Berg voller Arbeit hin zu den Jugendlichen und jungen Erwachsenen – und zu einem mündigen Leben mit einem starken und individuellen Glauben und einer souveränen Persönlichkeit. Dazu ist es wichtig zu verstehen, was die Jugend heute bewegt, und mit welchen aktuellen Fragen die neue Generation zu kämpfen hat. Der Schlüssel dazu ist, diese Erkenntnisse sowohl mit relevanten Fakten für eine individuelle Begleitung zusammenzubringen als auch mit einer Einführung in die Praxis der Persönlichkeitsund Glaubensstärkung. Das Resultat ist eine praxisnahe Konzeption für ein mögliches Gemeindeprojekt im Baukastenprinzip, das eine individuelle und auf Hintergrundwissen fundierte Begleitung unter anderem durch ein Mentoringkonzept ermöglicht. Mentoring bietet dabei eine der Grundlagen. Es orientiert sich in den Methoden an den Bedürfnissen der Jugend und ihrer Glaubensund Persönlichkeitsentwicklung. Und es lässt sich an die individuellen Möglichkeiten einer Gemeinde anpassen. Dabei geht es uns beim Thema Mentoring nicht nur um eine Methode, sondern vor allem um eine Haltung, wie Gemeinde generationenübergreifend gelebt werden kann. Was wird gebraucht, um das umzusetzen? Wie kann solch ein Rahmen mit den bereits vorhandenen Ressourcen geboten werden? Und 17

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 17

04.03.20 14:19


Leseprobe E inleitung

wie passt das zusammen mit der Sicht Jugendlicher auf die Welt und auf Gott und mit dem, was sie brauchen? Ein Einblick in die Lebenswelt und deren Auswirkungen auf das Glaubensleben der aktuellen jungen Generation zeigt einige mögliche Antworten. Dabei ist es wichtig, die Rolle der christlichen Gemeinschaften zu reflektieren und ihre Verbindung zu Glaube und Persönlichkeitsentwicklung zu berücksichtigen. Unser Traum: Gemeinde spielt eine neue Rolle für Jugendliche

Wir verbringen – je nach Typ – mehr oder weniger Zeit in der Gemeinde. Dies variiert von dem wöchentlichen Gottesdienstbesuch bis hin zur Teilnahme an Gebetskreisen, Bibelstunden etc. mehrmals die Woche. Was dabei feststeht – egal, wie oft wir dort sind –, ist das regelmäßige Nachdenken über einen wichtigen und prägenden Teil unseres Selbst: unseren Glauben. Dieser wichtige Aspekt führt dazu, dass Gemeinde oft familiäre Gefühle erzeugt. Gerade hier – im gemeindlichen Rahmen – liegt wissenschaftlich belegt und aus der Erfahrung heraus einer der prägendsten Orte für junge Menschen. Gleichzeitig liegen hier sämtliche Schätze verborgen, die für eine Begleitung dorthin benötigt werden: die oftmals vermissten Richtungsweiser und Orientierungshilfen. Potenzial ist einzigartig. Potenzial ist vielfältig und Potenzial eröffnet neue Wege. Jugendliches Potenzial entdecken, fördern und zur vollen Wirkung bringen, ist uns schon lange ein Herzensanliegen. Wir haben selbst jahrelang von Gemeinden profitiert und auch, wenn nicht immer alles nur gut und toll war, sehen wir doch, dass Gottes Idee von Gemeinde und Gemeinschaft ein wichtiger Bestandteil von dem war, was uns geprägt hat und woran wir auch in Zukunft mitarbeiten wollen. Deshalb wollen wir einen kleinen Einblick in unsere »Gemeindeerfahrung« geben. Carolin Krämer: Geprägt wurde ich durch Jahre ehrenamtlicher Gemeindearbeit, den Aufbau einer CVJM-Jugendarbeit, das Coaching junger Menschen in verschiedenen Gebieten und die Gründung eines jungen Vereins, der Jugendliche in gesellschaftlichen Themen mündig machen will. All dies 18

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 18

04.03.20 14:19


Leseprobe Reiches Potenzial und wie dieses Buch bei seiner Entdeckung helfen kann

rückte mir das Bedürfnis, Jugendliche konkret zu fördern, immer mehr ins Bewusstsein. Mit diesen Erlebnissen verbinde ich sowohl die eigene persönliche Erfahrung als auch die Erfahrungen Dritter mit dem theoretischen wissenschaftlichen Hintergrund durch mein eigenes Studium. Die konkrete Richtung kam dann durch das Berliner Projekt blu:boks Berlin e.V., das neue Wege der Wertschätzung junger Menschen (und ihres Potenzials) aufzeigt und lebt. Meine Erkenntnisse wurden durch die eigene Erfahrung in einer internationalen, ökumenischen Gemeinschaft in Nordengland (Scargill Movement) gefestigt. Durch die offene und ehrliche Lebensweise dieser Menschen begegnete mir Gott. Es ist immens, was Gott bewirken kann, wenn Menschen es wagen, ihr Leben zu teilen und als Gemeinschaft zu leben, die sich wahrhaftig umeinander kümmert mit einer Liebe, die wirklich am anderen interessiert ist und verändernd wirkt. Ich bin über die Rolle der Jugendlichen, die selbst Begleitung und Wertschätzung erfuhr, über Leitungs- und Coachingsituationen hin zu einer stets lernenden jungen Person geworden, die eine Vision hat: Ich will Jugendlichen helfen zu sehen, was Gott in sie hineingelegt hat, und ihnen deswegen so viel Wertschätzung und Stärke mitgeben, wie nur eben möglich. Jeder braucht es, gesehen zu werden! Glücklicherweise liebt Gott uns dabei so, wie wir sind, aber gleichzeitig zu sehr, um uns an dem Punkt stehen zu lassen, wo wir sind – wie es die amerikanische Schriftstellerin Anne Lamott sinngemäß ausdrückte. Tobias Faix: Ich bin als Jugendlicher durch die Badische Landeskirche in einem kleinen Dorf geprägt worden und hatte die Möglichkeit, schon früh ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen. So habe ich Jungschar geleitet und in der Jugendarbeit mitgearbeitet. Das war eine tolle Chance, mich im Glauben und in meiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln, und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen. Aber wenn ich heute auf diese Zeit zurückblicke, dann gab es wenig Verbindung zur Gemeinde, wir haben eher »unser Ding« gemacht. Das war sicherlich auch wichtig, notwendig und macht auch einen Teil von Jugendarbeit aus. Und trotzdem glaube ich, dass wir viel Potenzial verschenkt haben, weil es eher ein Jung gegen Alt war. Später habe ich dann in Deutschland, den USA 19

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 19

04.03.20 14:19


Leseprobe E inleitung

und Südafrika Theologie studiert und lernte an vielen unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Denominationen Gemeinden kennen, was meinen Horizont sehr erweitert hat. Dann war ich selbst acht Jahre Jugendpastor und Pastor einer Gemeinde und versuchte, diese Erfahrungen umzusetzen. Dort habe ich auch das erste Mal systematisch mit Mentoring gearbeitet. Das heißt, dass wir allen Teeangern und Jugendlichen die Möglichkeit boten, eine Mentorin oder einen Mentor zu bekommen. Weil die Jugendarbeit sehr stark gewachsen war, gab es kein klassisches Eins-zu-eins-Mentoring, sondern ein Gruppenmentoring. Immer vier Jugendliche bekamen eine Mentorin oder einen Mentor und trafen sich entweder wöchentlich oder alle zwei Wochen. So hatten wir ca. 20 solcher Mentorengruppen, die die geistliche Grundlage nicht nur der Jugendarbeit waren, sondern Stück für Stück auch die gesamte Gemeinde trugen. Für die Mentorinnen und Mentoren gab es einmal im Monat eine Schulung, die immer aus drei Teilen bestand: Zunächst gab es ein gemeinsames Essen, zu dem auch ein Austausch gehörte, dann einen Schulungspart und am Ende gab es noch in Gruppen die Möglichkeit, verschiedene Herausforderungen zu besprechen und Materialien auszutauschen. Diese Ebene der Stärkung und Begleitung der Mentoren war sehr wichtig, da es ihnen wieder Handlungssicherheit für ihre Mentees gab. Seit fast 15 Jahren bin ich jetzt ehrenamtlich in der Gemeindeleitung einer Gemeinde in Marburg und auch dort gibt es ein Mentoringnetzwerk, mit dem wir versuchen, Generationenverantwortung ganz praktisch zu leben. Was Gemeinde für uns bedeutet Auch aufgrund unserer eigenen Erfahrung träumen wir von Gemeinde als einem Ort des Lernens. Die »Schule fürs Leben« stellt in diesem Zusammenhang ein Sinnbild dar für die Bedeutung des lebenslangen Lernens und die Rolle, die Gemeinde darin einnimmt: Sie ist ein Ort, der jungen Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten, und sie befähigt, ein mündiges Leben als Christ*innen zu leben – in- und außerhalb der Gemeinde. Der Begriff der »Gemeinde« selbst stellt hier konkrete christliche Glaubensgemeinschaften vor Ort dar und spiegelt weder Konfession noch Denomination wider. Die Bezeichnung der »Jugendarbeit« im 20

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 20

04.03.20 14:19


Leseprobe Reiches Potenzial und wie dieses Buch bei seiner Entdeckung helfen kann

Kontext dieses Konzeptes greift dabei einen speziellen Tätigkeitsbereich innerhalb einer christlichen Gemeinde auf. Die Zielgruppe dieses Ansatzes stellen dabei nicht nur junge Mitarbeiter*innen der Gemeinde dar, sondern grundsätzlich Jugendliche oder junge Erwachsene, die sich einer Gemeinde zugehörig fühlen und ein Interesse an individueller Begleitung auf freiwilliger Basis haben. Die Gemeinde als eine Lebensschule zeigt hierbei eine Möglichkeit zur Persönlichkeits- und Glaubensprägung auf und regt an, Jugendlichen zur Mündigkeit zu helfen. Diese Herangehensweise soll helfen, einen Weg zu gehen, an dessen Ende eine Gemeinde steht, die ihr Potenzial nutzt und in der sich junge Menschen befinden, die wissen, wer sie sind, was sie glauben, die diese Einsichten in das Gemeindeleben mit einbringen können und die über ihre Mitarbeit hinaus als gestärkte Persönlichkeiten mit einem festen und mündigen Glauben in die Welt gehen. Wo Potenzial gesehen, gefördert und genutzt wird, kann Großes entstehen. Unser Plan: Gemeinde hebt ihr innovatives Potenzial

Wir wollen in diesem Buch bewusst auf Jugend im Kontext von Gemeinde setzen und dort im Schwerpunkt aufs Miteinander zwischen Jung und Alt. Uns ist klar, dass dies nicht die einzige Art von Gemeinde ist, und wir freuen uns über verschiedene vielfältige Gemeindeformen, tolle Jugendkirchen, milieuorientierte Gemeinden, neue Formen wie Fresh X oder Erprobungsräume. Wir wissen um sehr gute Jugendprogramme, die Jugendliche auf tolle Art und Weise fördern und die wir absolut empfehlen, wie zum Beispiel das »Trainee-Programm« oder das »JüngerProgramm«. Wir wollen ergänzend dazu einen Impuls geben, damit Jugendliche und junge Erwachsene in Gemeinden gefördert werden und Verantwortung bekommen. Und dies nicht, weil sie die Gemeinde der Zukunft sind, sondern weil sie heute schon ein wichtiger Teil von Gemeinde sind. Wir wünschen uns, dass Junge und Ältere gemeinsam ihr Bestes geben, um Gemeinde zu einem Ort werden zu lassen, an dem Gott geehrt wird, und Menschen sich in seiner Gegenwart entwickeln können. Das Ganze wollen wir durch einen konzeptionellen Ansatz möglich machen, in dem die abgeleiteten Bedürfnisse junger Menschen mit hilf21

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 21

04.03.20 14:19


Leseprobe E inleitung

reichen Methoden kombiniert und strukturell in einem übersichtlichen und knappen Baukastensystem zusammengefasst werden. Dazu gibt es vier Phasen des Hauptkonzepts.

 

Jede besteht aus einem Basispaket mit den wichtigsten Inhalten, das beschreibt, was in der jeweiligen Phase passiert und wozu dieser Schritt dient. Außerdem finden sich hier die dazugehörigen notwendigen organisatorischen oder methodischen Ideen, die zeigen, wie die konkrete Phase aussehen kann, und vor allem, was dazu nötig ist. Daneben gibt es Zusatzpakete mit möglichen Ergänzungen und sozialpädagogischen Zusätzen, sodass jede Gemeinde das Konzept individuell anpassen kann. Hier finden sich zahlreiche Ideen, um das Projekt je nach Wunsch zu gestalten. Zu beiden Paketen gibt es sogenannte Praxistools, die bei der praktischen Ausführung Hilfestellung geben und so den Anfang erleichtern können.

Am besten lässt sich das Ganze wahrscheinlich am Beispiel eines Hausbaues erklären. Wenn ein Projekt gestartet wird, dann fängt man immer zuerst mit dem Planen an. Der Bauplan ist hierbei das Basispaket, also das Konzept, das Fundament, die Struktur und der Rahmen – alles, was nötig ist, damit jeder genau weiß, wo es langgeht und was passieren wird. Der nächste Schritt ist dann das Gerüst, das Ausmauern, die Heizung, die Elektronik. Das Haus selbst ist gebaut und ist auch als solches zu erkennen. Der letzte Schritt – das Zusatzpaket – ist dann der Innenausbau, die Dekoration, die Möbel. Das eigentliche Haus steht und kann ganz nach Belieben und Bedürfnissen gefüllt werden. Nun ist es auch ohne Dekoration ein Haus, aber eben nur ein Gebäude, statt ein Zuhause. Wenn man eher wenig Zeit und Geld zur Verfügung hat, tut es das auch und erfüllt seinen Zweck, aber oft macht die Innendekoration das Ganze erst vollkommen – doch wie diese nachher aussieht, kommt sehr auf den Architekten an. Die Praxistools sind dabei Wege, wie man das Haus »füllen« kann – also Möglichkeiten der Dekoration. Wie bei allem anderen auch, ist dies oft Geschmackssache. Wir schlagen hier nur ein paar wenige Wege vor, wie die Inneneinrichtung des (Gemeinde-)Hau22

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 22

04.03.20 14:19


Leseprobe Reiches Potenzial und wie dieses Buch bei seiner Entdeckung helfen kann

ses nachher aussehen kann, denn letzten Endes liegt das ganz bei den Bewohnern. So kann Gemeinde einfach und schrittweise gemeinsam gestaltet werden. Ganz nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. Es geschieht ganz nach eigenem Ermessen. Dieses Paketsystem fasst das nötige Hintergrundwissen zusammen und vereint es in vier Projektphasen mit einzelnen Bausteinen, die beliebig und je nach Ressourcen verwendet werden können. In den einzelnen Phasen der Begleitung finden sich jeweils kurze Erklärungen und weiterführende Bausteine, die in der Praxis direkt umsetzbar sind. Hinzu kommen die erweiternden Bausteine, die das Konzept je nach Bedarf ausbauen. So wird gewährleistet, dass solch ein Mentoringprojekt situationsgerecht anwendbar bleibt. Um eine Antwort auf die Bedürfnisse der heutigen Jugend zu geben, und damit das Fundament für eine Stärkung von Persönlichkeit und Glaube zu liefern, verbindet diese Konzeption innovativ mehrere pädagogische Methoden und stellt diese auf einem verständlichen und anwendbaren Weg dar. Dies geschieht inhaltlich sowie strukturell in einer ganzheitlichen und praktischen Kombination aus Begleitung und darüber hinausgehender expliziter Stärkung der beiden Säulen Persönlichkeit und Glaube. Daher findet sich das Baukastenprinzip ebenfalls in der ersten großen Hälfte des Buches, sodass Leser*innen zwischen notwendigem Wissen und erweiterten Informationen individuell entscheiden können. Genau darin liegt auch der Unterschied zu bereits vorhandenen Konzepten, die die Persönlichkeitsstärkung junger Menschen im Fokus haben. Diese Grundlage zur Gestaltung eines gemeindlichen Mentoring-Projekts kann sowohl Ansätze für die Bildung eines Rahmens geben als auch Werkzeuge, wie dieser Rahmen gefüllt werden kann. Inhaltliche Fragen, die in der Begleitung selbst aufkommen, müssen jedoch individuell betrachtet werden. Ebenso ist es wichtig, über Hindernisse zu sprechen, die auf dem Weg auftauchen können. Wir hoffen, dass wir hier ein niedrigschwelliges Konzept anbieten, das den Weg ein wenig erleichtern kann und dabei den Fokus der Jugendarbeit neu setzt: junge Persönlichkeiten befähigen und sie auf dem Weg begleiten, einen mündigen Glauben zu erlangen. Wir wollen darüber hinaus dazu beitragen, dass Jugendliche mit gesunden Vorbil23

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 23

04.03.20 14:19


Leseprobe E inleitung

dern aufwachsen. Dadurch wird eine stärkende positive Prägung als Grundstein der Entwicklung gelegt, mit der das Leben gemeistert werden kann. Gemeinden bekommen dabei die Chance, ihr Selbstbild zu reflektieren und ihre Möglichkeiten zu erweitern, um eine himmlische Familie Gottes auf Erden zu sein.

24

001-200_Gemeinsam-Gemeinde-gestalten-NEU.indd 24

04.03.20 14:19


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
156697 by Fontis-Shop - Issuu