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Christina Herr Die Strandspürnasen | Dicht auf den Fersen der Meisterdiebe
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Christina Herr
Die Strandspürnasen
Band 2
Dicht auf den Fersen der Meisterdiebe
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Die Bibelstellen sind der Übersetzung Hoffnung für alle® entnommen, Copyright © 1983, 1996, 2002 by Biblica Inc.®. Verwendet mit freundlicher Genehmigung von ’fontis - Brunnen Basel. Alle weiteren Rechte weltweit vorbehalten. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abruf bar. © 2020 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn Alle Rechte vorbehalten Umschlaggestaltung: Grafikbüro Sonnhüter, www.grafikbuero-sonnhueter.de, unter Verwendung einer Illustration von Joy Katzmarzik Illustrationen: Joy Katzmarzik, www.leap4joy.de Lektorat: Anja Lerz, Duisburg DTP: Magdalene Krumbeck, Wuppertal Verwendete Schriften: Dante MT, Supernett Gesamtherstellung: GGP Media GmbH, Pößneck Printed in Germany ISBN 978-3-7615-6675-6 (Buch) ISBN 978-3-7615-6676-3 (Hörbuch) www.neukirchener-verlage.de/hoerbuchstrandspuernasen www.neukirchener-verlage.de
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Für Emil und Linus Weil ihr kleine Meisterdiebe seid und mein Herz gestohlen habt. … und Charlies Herz sowieso.
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Nick Winter
Ältestes der W inter-Kinder, sp ortlicher Ermittler mit ei ner Vorliebe fü rs Kochen. Hat einen feinen Spürsinn und is t sehr geschickt in der rasanten Verfolgung von Verdächtigen.
Leni Winter
ter, tierlieber Nicks jüngere Schwes Wirbelwind. leicht durchschauen Kann Menschen meist rteidigungskünsten und sorgt mit ihren Ve i Einsätzen. für die Sicherheit be
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meister Albert »Einstein« Stein
und, der Lenis und Nicks neuer Fre dspürnasen. »kluge Kopf« der Stran chnellen Verfügt über einen blitzs vere Idee cle e ein Durchblick, hat immer n mit der ge lle Ko parat und stattet seine Ausrüstung aus. passenden technischen
Charlie Schlappohr Felliger Freund und jüngstes Mitglied der Strandspürnasen. Der Beagle mit der tierisch guten Spürnase ist zwar eine ausgezeichnete Wache bei Einsätzen, leider aber auch allzu leicht mit Leckerlis zu bestechen.
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Ein ganz normaler Ferientag?
»
Mach Platz, Charlie.« Leni deutet mit der flachen Hand auf den Boden – als Zeichen, dass Beagle Charlie sich hinlegen soll. Brav befolgt er ihren Befehl. Zur Belohnung gibt Leni ihm ein Leckerli, das er mit einem Bissen verspeist. »Fein hast du das gemacht!« Sie krault ihren Hund hinter den langen Schlappohren und lässt sich neben ihm auf die Wiese plumpsen. »Jetzt machen wir erst mal eine Pause, okay?! Immerhin haben wir Ferien.« Seit einer Stunde trainiert Leni schon mit Charlie im Garten der Zeevilla. Gehorsamstraining – wie das in ihrem Ratgeber für Beaglebesitzer heißt. Und sie ist ziemlich stolz auf ihren Erfolg. Als der Beagle vor einigen Wochen als neues – oder besser gesagt, felliges – Mitglied in die Familie Winter kam, hörte er noch kein bisschen auf Befehle wie »Sitz«, Platz« oder »Hier«. Dies hat sich nun geändert. Dank Lenis Ausdauer und ihrem riesigen Herz für Tiere. »Worauf hast du Lust, Charlie? Wollen wir mit den Jungs Fußball spielen?« Aber der kleine Hund widmet sich lieber Lenis nackten Füßen, die er hingebungsvoll abschleckt. 9
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Leni blickt zum anderen Ende des weitläufigen Gartens, wo Nick und Albert mit einem Ball beschäftigt sind. Nick Winter, ihr großer Bruder, schüttelt gerade energisch den Kopf und wirft die Arme in die Luft. Irgendetwas scheint ihn zur Verweiflung zu bringen. Doch nicht etwa Albert? Obwohl – Albert ist alles andere als sportlich und Nick setzt zur Zeit alles daran, ihm die Kunst des Fußballspielens beizubringen. Was anscheinend nicht ganz gelingen will … Nun beobachtet Leni, wie Nick den Ball ablegt und Albert schwungvoll darauf zurennt, um ihn ins Tor zu befördern. Aha, die beiden üben Torschüsse. Zum Glück ist der Garten der Zeevilla groß genug. So war es für Nick auch kein Problem, sein eigenes Tor dort aufzustellen, das er aus Deutschland mitgebracht hat. Leni will ihren Freund gerade anfeuern, als dieser zu einem kraftvollen Schuss ansetzt, den Ball jedoch um Haaresbreite verfehlt, stolpert und der Länge nach im Gras landet. »Aaalbert!«, schreit sie und läuft auf ihn zu. »Hast du dir wehgetan?« »Wuff!«, macht Charlie beleidigt und trottet hinter der barfüßigen Leni her. Er hätte es vorgezogen, weiter an ihren Käsefüßen zu lecken. »Oh, Mann!«, ruft Nick und rauft sich die raspelkurzen Haare. »Du bist so talentfrei.« Leni sieht ihren Bruder grimmig an. »Ni-ick! Sei freundlich zu Albert! Sonst …« Sie täuscht einen Faustschlag an. 10
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Ächzend richtet sich Albert auf. »Alles gut. Mir geht’s gut, Leni.« Er schaut an sich hinunter und inspiziert seine hellbraunen Shorts. »Bis auf einige Grasflecken bin ich unversehrt, danke der Nachfrage.« An Nick gerichtet sagt er kleinlaut: »Über ein Talent zum Fußballspielen werde ich wohl nie verfügen. Und ich glaube, aus mir wird auch niemals ein Lionel Messi.« »Und ein Marco Reus erst recht nicht!«, bestätigt Nick grinsend. »Sorry, dass ich dich eben angepflaumt habe.« »Ich verzeihe dir.« Albert zwinkert ihm zu. »Mittlerweile kenne ich dich ein wenig und weiß, dass du es nicht böse gemeint hast.« Zu Beginn der Sommerferien haben die Winter-Kinder Albert kennengelernt und sich im Nu mit ihm ange11
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freundet. Besonders Nick hat sich über den neuen Freund gefreut. Als Familie Winter vor kurzem in den niederländischen Badeort Strandvoort gezogen ist, um die Pension Zeevilla der verstorbenen Tante Wilma Winter zu übernehmen, kannte Nick niemanden hier. Und es war ihm nicht leicht gefallen, die alte Heimat Frankfurt und seine Freunde hinter sich zu lassen. Doch inzwischen sind Albert, Nick und Leni ein eingespieltes Team und haben als Strandspürnasen sogar schon einen spannenden Fall gelöst. Beagle Charlie gehört ebenfalls zu dem kleinen Detektivclub, den die Kinder gegründet haben, als es in der Zeevilla zu rätselhaften Vorfällen kam. Allerdings interessiert sich Charlie mehr für Leckerlis als für Verbrecher. Jetzt läuft er zielstrebig auf den Fußball zu, der verloren auf der Wiese liegt. Vergeblich versucht er, den Ball mit seinen Zähnen zu packen, stupst ihn stattdessen mit der Schnauze an und … »Tor!«, ruft Leni. »Charlie hat ein Tor geschossen!« Sie klatscht begeistert in die Hände. Tatsächlich, der Ball befindet sich mitten im Tor! Charlie schaut die Kinder erstaunt an. »Nun ja, geschossen ist wahrlich etwas übertrieben ausgedrückt«, meint Albert. Plötzlich verändert sich die Körperhaltung des kleinen Hundes. Er stellt Schwanz und Nackenfell auf, legt die Oh12
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ren an und wendet den Kopf mit wachem Blick in Richtung des Nachbarhauses. Ein Knurren entfährt seiner Kehle. »Was ist los, Herr Schlappohr?« Leni folgt seinem Blick. Im nächsten Moment biegt ein Umzugswagen in die Hofeinfahrt der Nachbarvilla, dicht gefolgt von einem quietschgrünen Fiat 500. Vor der Doppelgarage kommen beide Fahrzeuge zum Stehen. Charlie stimmt ein lautstarkes Gebell an. Ein rundlicher Mann wuchtet seinen Bauch mühsam aus dem Umzugswagen und reckt seine Arme. Aus dem Fiat windet sich eine zierliche Frau, deren Bewegungen deutlich graziler wirken als die des Mannes. »Leute, ich glaube, wir bekommen neue Nachbarn«, stellt Nick fest. »Sieht ganz so aus«, sagt Leni und pustet sich eine lange blonde Haarsträhne aus dem Gesicht. Dann bemerkt sie, dass die Frau ein weißes Fellknäuel aus dem Auto befördert. »Wie cool ist das denn? Die haben einen Hund! Ein neuer Freund für dich, Charlie!« »Wer hat einen neuen Freund? Ich will gefälligst auch einen!« Tim Winter, Nicks und Lenis kleiner Bruder, hat sich unauffällig genähert. Er zieht einen Schmollmund. »Das ist gemein! Immer kriegt ihr neue Freunde und ich hab gar keine!« »Das entspricht nicht der Wahrheit«, mischt sich Albert ein. »Erstens haben Nick und Leni nur einen neuen Freund, 13
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nämlich meine Wenigkeit, und zweitens hast du ebenfalls zwei Freunde: August, dein Stofftierkrokodil, und Charlie, euren Familienhund.« »Und sicher triffst du nach den Ferien ein paar nette Kinder in der Vorschule«, meint Leni und tätschelt Tims Kopf. Sein Gesicht hellt sich ein wenig auf. »Übrigens: Ich soll euch von Grietje sagen, dass ihr gefälligst … äh … bitte gefälligst zum Supermarkt gehen sollt.« Tim ist sehr stolz darauf, den Auftrag der Haushälterin übermitteln zu dürfen. »Wir brauchen Spaghetti«, fügt er in gewichtigem Ton hinzu. Nicks Augen beginnen zu leuchten. »Spaghetti?! Super, dann gibt es heute zum Mittagessen Spaghetti Bolognese!« Er liebt dieses Gericht. Und Grietje, die Haushälterin der Familie Winter, kann wirklich ausgezeichnet kochen. Fast so gut wie er. »Na, dann nichts wie los«, sagt Leni. »Ich habe Hunger!« »Beim Gedanken an Grietjes Kochkunst läuft mir das Wasser im Mund zusammen«, sagt Albert. Aus seinem Bauch ertönt ein verdächtiges Knurren. Lachend machen sich die Kinder auf den Weg. Im Strandvoorter Supermarkt, der mehr einem Tante-Emma-Laden gleicht als einem Supermarkt, herrscht ausnahmsweise großer Andrang. An den meisten Tagen wird 14
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das Geschäft nur von wenigen Kunden besucht. Doch heute hat sich vor der Kasse eine lange Schlange gebildet und Herr Vermeulen, der Besitzer, hat alle Hände voll zu tun. Schweißperlen laufen ihm über die Stirn. Sein Gesicht ist zu einer griesgrämigen Maske verzogen. »Puh, ist das heiß hier drinnen!«, beschwert sich Nick, der ebenfalls gewaltig schwitzt. Die drei Kinder haben sich an das Ende der Schlange gestellt und warten ungeduldig darauf, an die Reihe zu kommen. »Kein Wunder – bei den hohen Außentemperaturen«, meint Albert. »Ist zumindest besser als Regen«, sagt Leni und fächert sich mit zwei Spaghetti-Packungen Luft zu. Die Jungen folgen ihrem Beispiel. »Ihr macht ja einen ganz schönen Wind!« Die junge Frau vor ihnen hat sich umgedreht und lächelt sie freundlich an. »Fast wie ein Ventilator.« Bei dem Stichwort »Wind« wenden sich zwei weitere Kunden um, ein älteres Paar in roten Shorts und mit noch röteren Wangen. »Bei uns hat es gestern auch viel Wind gegeben«, sagt die ältere Dame zu der jungen Kundin. »Vor unserem Feriendomizil hier in Strandvoort.« Ihre Stimme zittert vor Aufregung. »Aber gestern war es in der gesamten Ortschaft doch äußerst windstill«, wirft Albert ein. Die Dame ignoriert ihn. »Ich meine das natürlich im 15
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bildlichen Sinne.« Sie beugt sich vor und wispert der Frau ins Ohr: »So etwas verstehen die Kinder heutzutage nicht.« Albert, Leni und Nick verdrehen unbemerkt die Augen. »Jetzt komm mal zum Punkt, Else. Wir sind gleich dran.« Der ältere Herr deutet auf Herrn Vermeulen und die Verkaufstheke. »Ja, ja, Wilfried!«, entgegnet sie unwirsch. Sie richtet ihren Blick wieder auf ihr Gegenüber und fährt mit bedeutungsschwerer Stimme fort: »Was ich sagen wollte … Jemand hat für ordentlich Wind bei uns gesorgt.« Sofort muss Nick an Charlie und die Winde denken, die regelmäßig seinem Hundepopo entweichen und für ordentlich Gestank sorgen. Nick kichert. Else lässt sich nicht beirren. »Stellen Sie sich vor: Wir haben die Räder gerade neu erworben und sie selbstverständlich ordnungsgemäß abgeschlossen! Mit zwei Sicherheitsschlössern!« Sie hält kurz inne. »Und dann vor unserem Haus! Sozusagen vor unseren Augen! Eine Unverschämtheit ist das!« Die junge Frau hebt fragend die Augenbrauen. »Welche Unverschämtheit genau denn …?« »Die Fahrräder!«, unterbricht Else sie schrill. »Die wurden uns entwendet! Vor unseren Augen! Auf unserem Grundstück sind die Diebe gewesen und haben die Räder mir nichts, dir nichts mitgenommen! Einfach gestohlen! Ich sag ja – eine Unverschämtheit, eine bodenlose Frechheit …« 16
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Bevor sie ihre Schimpftirade fortsetzen kann, ertönt eine unfreundliche Stimme von der Theke. »De volgende, alstublieft! Der Nächste bitte!« Herr Vermeulen winkt die aufgebrachte Else und ihren Wilfried zu sich. »Wat kann ik voor u doen?« »Was Sie für uns tun können?« Else schnalzt mit der Zunge. »Also, unsere Fahrräder können Sie uns sicher nicht wiederbringen, nicht wahr?! Oder wissen Sie etwa, wer so dreist ist und sich am Eigentum deutscher Touristen vergreift?« Sie sieht den Supermarktbesitzer aus zusammengekniffenen Augen an. »Nun lass gut sein, Else«, meint ihr Mann beschwichtigend. »Wir haben doch die Polizei eingeschaltet. Es ist nicht Herrn Vermeulens Aufgabe, sich um einen Diebstahl zu kümmern.« Er seufzt. »Wir hätten gern ein Pfund Tomaten, zwei Pfund Kartoffeln und ein Bund Petersilie.« Nicks, Lenis und Alberts Augen treffen sich. Die gleichen Gedanken schießen ihnen durch den Kopf. Entwendete Fahrräder. Dreiste Diebe. Polizei eingeschaltet. Klingt hochinteressant. Zu dumm nur, dass Else und Wilfried im nächsten Moment mit ihren Einkäufen durch die Ladentür verschwinden. Zu gern hätten die Strandspürnasen ihnen noch ein paar Fragen gestellt.
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Drei Hunde und eine böse Überraschung
»
Jedes Tierlein hat sein Essen, jedes Blümlein trinkt von dir …« Die bunte Runde, die um den großen Küchentisch sitzt, hält sich an den Händen und singt aus vollem Hals. »Hast auch unser nicht vergessen, lieber Gott, wir danken dir!« Freudig ruft Tim: »Amen!« Wie immer hat er sehr begeistert und sehr schief mitgesungen. Dieses Tischgebetlied zur Melodie des bekannten Jim-Knopf-Liedes mag er sowieso viel lieber als einen normalen Tischsegen. Alberts Begeisterung hält sich in Grenzen. Er findet das Gebet mit dem kindlichen Text seltsam, irgendwie fragwürdig. Die Aussage, dass jedes Tier genügend Nahrung hat, hält er für schlichtweg falsch. Allerdings traut er sich nicht, seine Meinung zu äußern und stimmt stattdessen mit den anderen in das »Amen!« ein. Von zu Hause kennt Albert es nicht, Gott vor einer Mahlzeit danke zu sagen. Warum auch? Schließlich haben entweder der Vater oder die Mutter das Essen gekocht und auf den Tisch gestellt. 18
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Gott hat damit nichts zu tun. Doch hier in der Winter-Familie wird ganz schön viel gebetet. Mit Gott gesprochen, wie alle das nennen. Und da Albert seit drei Wochen bei den Winters in der Zeevilla wohnt, hat er sich ihren Gewohnheiten angeschlossen. Ein bisschen aus Höflichkeit und ein bisschen aus Dankbarkeit, dass er seine Sommerferien bei ihnen verbringen darf. Jetzt langt er kräftig zu und lässt sich Grietjes Spaghetti Bolognese schmecken. Auch auf Nicks Teller türmt sich ein gewaltiger Berg Spaghetti, der erstaunlich schnell kleiner wird. Leni, die zwischen den Jungen sitzt, schmatzt und schlürft genüsslich und verteilt dabei unzählige Spritzer roter Soße auf Gesicht und T-Shirt. Papa Clemens schüttelt lachend den Kopf. »Man könnte meinen, ihr wärt völlig ausgehungert. So wie ihr reinhaut.« Er fängt den ängstlichen Blick seines Jüngsten auf. »Keine Sorge, Timmy, hier wird keiner gehauen. Die Großen langen nur beim Essen kräftig zu.«
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Tim seufzt sichtbar erleichtert auf. »Hauen ist doof«, sagt er mit vollem Mund. »Das hat die Elvira immer gesagt.« Elvira war die Leiterin von Tims früherer Kindergartengruppe und sein großes Vorbild. »Aber reinhauen beim Essen ist okay, würde ich sagen«, meint Onkel Jo. »Achtet nur darauf, dass ihr eurer Mama etwas übriglasst. Sie wird sicher Hunger haben, wenn sie heute Abend von der Arbeit kommt.« »Wenn’s unbedingt sein muss, kleiner Onkel«, erwidert Nick und grinst Jonathan Winter frech an. »Ja, großer Neffe«, gibt dieser zurück, »sonst musst du dich später noch mal an den Herd stellen.« »Kein Problem. Kochen ist meine leichteste Übung«, sagt Nick lässig. Selbst wenn Nick – zum Leidwesen seiner Schwester – hin und wieder zum Angeben neigt, kann er tatsächlich sehr gut kochen. »Heute Nachmittag dürfte es dir am Herd allerdings ziemlich heiß werden«, gibt Papa Clemens zu bedenken. »Bei dem schönen Wetter solltet ihr besser an den Strand gehen. Was meint ihr? Ich gebe Jonathan den Nachmittag frei und er begleitet euch.« Die Kinder nicken munter. Onkel Jo, Clemens Winters jüngsten Bruder, mögen sie sehr. Alle sind froh, dass er den Sommer über in der Zeevilla wohnt und Papa beim Renovieren der Gästezimmer hilft. »Hurra, dann kann ich endlich schwimmen lernen!«, ju20
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belt Tim. »Du bringst es mir doch bitte gefälligst bei, Onkel Jo, oder?!« Jonathan streicht seinem Neffen über das strubbelige Haar. »Ich werde mir die größte Mühe geben.« Kurz darauf sind alle Teller geleert. Zum Nachtisch gibt es für jeden drei knusprige Pinda-koekjes – Erdnusskekse, die Grietje nach einem Geheimrezept ihrer Mutter gebacken hat. »Puh, ich platze gleich!«, meint Leni stöhnend. Sie hält Nick ihren letzten Keks vor die Nase. »Hier, kannste haben, den schaff ich nicht mehr.« Nick schiebt sich die Leckerei sofort zwischen die Zähne. »Mhm, die schmecken so was von gut!« »Dieses Backwerk ist in der Tat ein Gedicht«, stimmt Albert nuschelnd zu, den Mund voller Kekskrümel. »Wer hat die Gicht?«, will Tim mit großen Augen wissen. Wie so oft hat er nur die Hälfte mitbekommen. »Die Elvira hat gesagt, das ist eine fiese Krankheit. Der Papa von der Elvira hatte nämlich die Gicht und das war gar nicht schön für den. Mit dem wollt ihr nicht tauschen, hat die Elvira immer zu uns gesagt. Und wer hat jetzt die Gicht?« Tim ist ein wenig außer Atem, seine Wangen haben sich gerötet. »Niemand, mein Schatz«, sagt Papa. »Obwohl mir mein Rücken zur Zeit wirklich zu schaffen macht. Aber das ist nicht die Gicht, sondern das endlose Renovieren.« »Dass du immer alles falsch verstehen musst!« Leni sieht 21
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ihren kleinen Bruder genervt an. »Hier geht’s nicht um eine fiese Krankheit, hier geht’s um ein Gedicht.« Nick fängt an zu kichern. »Aber keins, das man auswendig lernen muss.« In Tims Gesicht stehen Fragezeichen. Albert lächelt ihn an. »Ich habe Grietjes Erdnusskekse als Gedicht bezeichnet, weil sie so köstlich schmecken. Verstehst du?« »Geht so.« Tim nickt zögernd. »Also, ein Gedicht hat die Elvira uns auch manchmal vorgele…« Bevor er seinen Satz beenden kann, ertönt die Türklingel. Gleich dreimal hintereinander! Tim springt auf und hüpft aus der Küche. »Ich mach auf!« Zwei Minuten später steckt er seinen Kopf wieder durch die Küchentür und verkündet: »Da sind drei Hunde. Die haben gefragt, ob die mal reinkommen dürfen.« Erwartungsvoll blickt er Papa Clemens an. Dieser runzelt die Stirn. »Seit wann können Hunde an der Tür klingeln?« »Und seit wann können sie sprechen?«, meint Onkel Jo lachend. Tim zuckt die Achseln, sagt nur: »Ich hole sie mal«, und verschwindet wie ein kleines Wiesel. »Einen wunderschönen guten Tag allerseits.« Diesmal ist es eine zierliche Frau, die ihren Kopf durch die Küchentür steckt. Direkt hinter ihr ragt das runde Gesicht eines 22
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Mannes auf. »Wir wollten uns kurz vorstellen«, sagt der Mann. »Sind heute hier in Strandvoort angekommen. Ziehen im Strandlooper ein.« Er räuspert sich. »In Ihr Nachbarhaus, wissen Sie?!«, fügt er mit Blick auf Papa hinzu. Das war in der Tat eine kurze Vorstellung, denkt Albert. Noch nicht einmal ihre Namen haben sie verraten. Papa Clemens und Onkel Jo erheben sich von ihren Stühlen. »Bitte, treten Sie ein«, sagt Papa höflich. Und wo sind die Hunde?, wundert sich Leni. Hey, das sind die neuen Nachbarn! Nick erkennt die beiden Neuankömmlinge von heute Vormittag wieder. Papa streckt dem Paar seine Hand entgegen. »Schön, Sie kennenzulernen. Ich bin Clemens Winter. Und das«, er macht eine ausladende Handbewegung, »ist meine Familie und unser Freund Albert.« »Angenehm«, sagt der Mann und sein mächtiger Bauch wackelt, als er Papas Händedruck erwidert. »Hundt!« »Wie bitte?« Papas Gesichtszüge entgleisen. Hat der Mann ihn etwa gerade als Hund bezeichnet? »Hundt!«, wiederholt dieser. »Mein Name ist Hubert Hundt.« »Ah … Ach so. Sehr schön.« Papa ist sichtlich erleichtert. »Dann sind Sie wohl …?« Er wendet sich an die kleine Frau. »Frau Hundt!«, beendet sie fröhlich seine Frage. »Henriette Hundt.« Sie wirft ein strahlendes Lächeln in die Runde. »Ihr dürft mich gerne Henny nennen. Das habe ich 23
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auch schon eurem Timmy gesagt. Ach, ist das wunderbar, euch kennenzulernen!« Brav reichen die Kinder ihre Hände zum Gruß und stellen sich artig mit Namen vor. Leni ist enttäuscht, dass es sich bei den Hundts nicht um echte Hunde handelt. Aber Moment mal – hat Tim nicht von drei Hunden gesprochen? Leni erinnert sich an die kleine Fellkugel, die Frau Hundt heute Vormittag aus dem Auto gehoben hat. Und apropos Hund: Wo steckt eigentlich Charlie? Im nächsten Moment ertönt ein aufgeregtes Bellen von draußen. Ein Blick aus dem Küchenfenster verrät Leni, dass Charlie im Garten steckt. Das heißt, er steckt nicht, er stürmt vielmehr, und zwar hinter der weißen Fellkugel her. »Das ist unsere Hilde«, sagt Henny stolz. Sie deutet aus dem Fenster auf die weiße Zwergpudel-Dame, die einen Haken schlägt und Charlie geschickt ausweicht. »Die beiden Schätzchen scheinen sich ja bereits angefreundet zu haben.« Dann erzählen die Hundts, dass sie in Duisburg wohnen, sich aus Liebe zu Holland in Strandvoort ein Ferienhaus gekauft haben und von nun an alle ihre Ferien hier verbringen werden. Die Villa Zandloper sei jetzt sozusagen ihr Zweitwohnsitz und sie, die Hundts, seien somit die neuen Nachbarn der Winters.
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Am Nachmittag begeben sich die Kinder in Begleitung von Jonathan an den Strand. Im Gepäck haben sie Sonnenmilch, ein paar Wasserflaschen, die restlichen Erdnusskekse, ein Buch (Leni), einen Fußball (Nick), und ein Handy. Das wollte Albert unbedingt mitnehmen, da er sich später für ein Telefonat mit seiner Mutter verabredet hat. In den letzten Tagen hat er seine Eltern vermisst und sehnt sich nun danach, wenigstens die Stimme seiner Mutter zu hören. »Schade, dass wir unseren Herrn Schlappohr nicht mitnehmen können«, meint Leni, als die kleine Gruppe mühsam die hohe Sanddüne hinaufstapft, die sich direkt hinter der Zeevilla auftürmt. Die Sonne meint es heute besonders gut. Sie scheint und brennt von ihrem Platz am Himmel herab, was das Zeug hält. Wind und Wolken haben dagegen Feierabend. Der Augusthimmel schimmert in einem leuchtenden Blau, das von keinem Wölkchen getrübt wird. Die langen schmalen Gräser auf den Dünen werden nicht wie sonst vom Wind hin- und hergeschaukelt, sondern stehen still und stumm wie Zinnsoldaten in der Dünenlandschaft. So, als würden sie den Strand bewachen. »Charlie würde glatt erschwitzen«, erwidert Nick und wischt sich den Schweiß von der Stirn. »Ich finde diese Hitze ja schon grenzwertig, dabei bin ich wirklich durchtrainiert.« Fünf Minuten später haben sich alle am Strand niedergelassen. 25
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»Jetzt wird gechillt!«, sagt Leni und greift zu ihrer Lektüre. »Nei-ein. Jetzt wird geschwommen!«, sagt Tim und piekst seinen Onkel in die Seite. »Oder trainiert!«, sagt Nick und schlägt Albert schwungvoll auf den Rücken. Albert stöhnt. »Nicht schon wieder.« Verzweifelt sieht er auf den Fußball, den sein Freund auffordernd in die Höhe hält. »Wie wäre es, wenn du dir eine andere Freizeitbeschäftigung suchst? Eine, die nicht mit so viel Aktivität verbunden ist! Schach spielen beispielsweise. Oder Angeln.« »Als ob«, grinst Nick und zieht Albert am Arm mit sich fort. Die Tatsache, dass er mit seiner Mutter zum Telefonieren verabredet ist, beruhigt Albert. So hat er wenigstens einen triftigen Grund, das »Training« mit Nick bald abzubrechen. Doch bis dahin muss er wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und kicken … Nach einer Stunde, die Albert wie eine Ewigkeit vorkommt, beenden die Jungen ihr Fußballspiel. Sie winken Jonathan und Tim zu, die fleißig mit Schwimmübungen beschäftigt sind und von weitem wie bunte Punkte in den Wellen wirken. Leni liegt auf ihrer Strandmatte und ist in ihr Buch vertieft. So bemerkt sie nicht, wie die Jungs näherkommen, und schreit auf, als Nick ihr einen Schwall Wasser aus seiner Trinkflasche über die Beine gießt. 26
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»Na, du faule Leseratte«, neckt ihr Bruder sie, »genug gechillt?« »Wenn hier einer eine Ratte ist, bist du das, du Blödian!«, faucht Leni. »Du spinnst wohl, mich so zu erschrecken.« Mit der Handkante versetzt sie Nick einen festen Schlag auf den Oberarm. »Dürfte ich vielleicht um Ruhe bitten?« Albert räuspert sich. »Ich möchte in zwei Minuten ein Telefonat mit meiner Mutter führen und dabei würde mich eure Diskussion ein wenig stören.« Er hebt fragend die Augenbrauen. »Mensch, Einstein! Klar darfst du um Ruhe bitten«, feixt Nick. Während sein Freund im Rucksack nach dem Mobiltelefon kramt, fügt Nick hinzu: »Ich hab mich immer noch nicht an deine feine Ausdrucksweise gewöhnt. Ist wirklich krass, wie du manchmal redest!« Alberts Gesicht wird mit einem Mal blass. Seine Augen weiten sich. »Albert? Alles in Ordnung?«, fragt Leni besorgt. »Nick, du sollst nicht so gemein zu Albert sein!« Sie funkelt ihren Bruder wütend an. »Nein«, sagt Albert mit schwacher Stimme. »Nein, das ist es nicht. Nick kann nichts dafür. Es ist mein Handy. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich es in das vordere Fach des Rucksacks gepackt habe. Und nun …«, er stockt und schließt kurz die Augen. »… ist es verschwunden.«
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Ein neuer Fall für die Strandspürnasen?
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In der Küche konnte ich es auch nicht finden.« Leni betritt schwer atmend Nicks Zimmer und lässt sich neben Albert auf das Bett plumpsen. »Wir haben jetzt überall gesucht. Es tut mir total leid, Albert, aber dein Handy scheint verschwunden zu sein. Spurlos!« Nick deutet auf das Mobiltelefon in seiner Hand. »Und hiermit kann ich dich auch nicht erreichen. Hab mehrmals deine Nummer angerufen und dabei hat sich jedes Mal nur die Mailbox gemeldet. Echt komisch …« »Ich danke euch«, sagt Albert matt, »doch ich bin mir absolut sicher, das Gerät im Rucksack verstaut zu haben. Irgendjemand muss es herausgenommen haben. Und aller Wahrscheinlichkeit nach hat dieser Jemand es mitgehen lassen.« Er stößt einen tiefen Seufzer aus. »Am besten, wir treffen uns nach dem Abendessen in unserer Strandhütte – da können wir alles in Ruhe besprechen«, schlägt Nick vor. Er befürchtet, sein kleiner Bruder könne jederzeit ins Zimmer platzen und sie stören. 28
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Leni legt beruhigend den Arm um Alberts Schultern. »Hier, du kannst mein Handy benutzen. Du wolltest deine Mama anrufen, oder?« Dankbar nimmt Albert Lenis Angebot an. Im Grunde genommen gehören die beiden Mobiltelefone gar nicht Leni und Nick. Albert hat sie ihnen nur zur Verfügung gestellt, da sein Vater über eine ganze Sammlung an Handys verfügt und die Winter-Kinder bis vor kurzem kein Exemplar besaßen. Trotzdem freut er sich über die Hilfsbereitschaft seiner Freunde. »In Ordnung, ich werde jetzt mit Mutter telefonieren«, sagt Albert und erhebt sich. Obwohl er an die Abwesenheit eines Elternteils gewöhnt ist – seit ihrer Trennung wohnt Albert abwechselnd bei seinem Vater und seiner Mutter –, vermisst er beide momentan sehr. Fast drei Wochen ist es her, dass er Georg Steinmeister zuletzt gesehen hat. Seit dem Abschied von Meike Steinmeister sind bereits vier Wochen vergangen. Anmerken lassen möchte sich Albert das Heimweh nicht. Schließlich ist er ein vernünftiger Junge, der mit Trennungen umgehen kann. Der viel zu intelligent ist, um sich über eine Nichtigkeit wie Heimweh den Kopf zu zerbrechen. Immer wieder sagt er sich, dass er seine Eltern in wenigen Wochen wiedersehen und diese Zeit wie im Flug vergehen wird. Er müsste also keineswegs traurig sein. Tja, das Herz scheint allerdings anderer Meinung zu sein. Das fühlt sich im Moment ein 29
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wenig zerbrochen an. So, als würde ein Stück von Albert fehlen. Wieder seufzt er und betätigt das Display von Lenis Telefon. Kurz darauf ertönt ein Freizeichen. Albert macht Anstalten, den Raum zu verlassen. »Bleib ruhig hier«, meint Nick. »Wir lassen dich mal schön telefonieren und helfen Papa beim Tischdecken.« Am Abend treffen sich die Strandspürnasen wie geplant in ihrer kleinen Hütte am Strand. Wobei winzig eine treffendere Bezeichnung für das Häuschen wäre, das lediglich eine Fläche von vier Quadratmetern hat und an eine Abstellkammer erinnert. Als solche wurde es ursprünglich auch genutzt – genau wie viele der anderen pastellfarbenen Holzbuden, die Seite an Seite die Strände der nordholländischen Küste schmücken. Vor einigen Wochen haben die Spürnasen das Strandhäuschen, das zur Zeevilla gehört, in Beschlag genommen. Albert und Leni haben eine gründliche Reinigungsaktion durchgeführt und den schmalen Raum mit ein paar Deko-Artikeln und frischen Blumen aufgehübscht. Nun dient das Häuschen den jungen Detektiven als Besprechungszentrale, zu der niemand außer Charlie Zutritt hat. Obwohl die Sonne noch nicht untergegangen ist, herrscht im Inneren der Strandhütte gedämpfte Dunkelheit. Das winzige Fenster an der Hinterwand lässt nur we30
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