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Ihr Blut Schreit immer noch zum Himmel Land und Leben von den Folgen des Antisemitismus reinigen


KEN HEPWORTH

Ihr Blut Schreit immer noch zum Himmel Land und Leben von den Folgen des Antisemitismus reinigen

Azar GbR, Schwarzauer Str. 56, 83308 Trostberg www.azarnet.de


Alle Bibelzitate stammen aus der Übersetzung von Franz Eugen Schlachter 2000, es sei denn, sie sind anderweitig gekennzeichnet (EÜ = Einheitsübersetzung; GNB = Gute Nachricht Bibel ; Elb = Elberfelder Bibel; NGÜ = Neue Genfer Übersetzung). Die Rechtschreibung wurde den neuen Regeln angepasst. Hervorhebungen in den Bibelzitaten stammen vom Autor. Ihr Blut schreit immer noch zum Himmel Land und Leben von den Folgen des Antisemitismus reinigen Ken Hepworth Original: Their Blood Still Cries Out © 2013 Ken Hepworth All rights reserved German translation published by permission © 2015 Azar GbR Schwarzauer Str. 56, 83308 Trostberg, Germany www.azarnet.de Eine Co-Produktion zwischen AZAR GbR und Ebenezer Operation Exodus www.ebenezerinternational.de Alle Rechte vorbehalten 1. Auflage Januar 2015 ISBN 978-3-944603-02-5 Übersetzung: Gabriele Pässler Layout: Azar GbR Trostberg Umschlag: Ewald Sutter, Azar GbR Trostberg Druck: CPI books GmbH, 25917 Leck


Inhalt Vorwort

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Einführung

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Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

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Kapitel 2: Die Bedeutung Israels und der christliche Antisemitismus

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Kapitel 3: Der Fluch des Antisemitismus und seine Folgen

87

Kapitel 4: Das Land von Blutschuld reinigen

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Kapitel 5: Autorität und Macht in der Fürbitte

161

Schlusswort

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Quellenangaben

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Über den Autor

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Vorwort Es war nicht leicht, dieses Buch zu schreiben. Es wurde geschrieben in Liebe zum jüdischen Volk und im Mitgefühl mit seiner langen Leidensgeschichte. 1993 sagte Yitzhak Rabin: „Wir kommen aus einem bedrängten und trauernden Land ... ein Volk, das kein einziges Jahr, ja keinen einzigen Monat kennt, in dem Mütter nicht um ihre Söhne getrauert hätten.“(1) Der Tag wird kommen, an dem der lebendige Gott unter den Nationen verherrlicht wird wegen all dessen, was er für Israel zu tun verheißen hat (Hesekiel 36,23). Ich schrieb dieses Buch auch, weil mir der Leib Christi am Herzen liegt. Ihm ist weithin nicht bewusst, dass Israel für Gott immer noch wichtig ist, dass Israel immer noch sein geliebtes Volk ist, und er scheint vergessen zu haben, dass vor der Wiederkunft des Messias Jesus noch so manches geschehen muss – einiges davon können wir mit unseren eigenen Augen sehen (Jeremia 31,10). Über Jesus heißt es in Apostelgeschichte 3,21, „… den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat.“ Man braucht nur die Bibel zu lesen; sie sagt uns deutlich, dass Israel als Nation bei der „Wiederherstellung alles dessen“ eine wichtige Rolle spielt. Die Propheten kündigten an, dass Israels Exil irgendwann zu Ende gehen würde und es wieder als Volk im Land wohnen und auch geistlich wieder zum Leben kommen würde (Jeremia 16,14 –15). Allerdings ist die Kirche, die Gemeinde Jesu, durch eine rein geistliche Auslegung biblischer Prophetie und durch den Antisemitismus da7


Ihr Blut schreit immer noch zum Himmel

für fast blind geworden. Antisemitismus findet sich an vielen Orten, auch in der Kirche; aus zweierlei Gründen möchte ich in diesem Buch unseren Blick darauf lenken. Erstens soll Gottes Sichtweise dazu deutlich werden, wie wir sie in der Bibel sehen. Zweitens möchte ich biblische Prinzipien zur Reinigung des Landes und des Lebens von den ernsten Folgen des Antisemitismus darlegen. Über Israel und den Nahen Osten etwas zu schreiben ist gar nicht so einfach, unter anderem deshalb, weil sich die Ereignisse fast überstürzen. Jemand hat gesagt, wir lebten „in den plötzlichen Tagen“. Ohne Zweifel sieht sich Israel heute seiner schwersten Existenzbedrohung gegenüber, seit es vor etwa dreieinhalbtausend Jahren zum Volk geworden ist. Der Iran steht kurz davor, Nuklearwaffen zu besitzen. Es wird viel diskutiert, ob der Iran solch eine Waffe gegen Israel einsetzen würde. Aber wenn Worte noch irgendeine Bedeutung haben, dann ist Irans Absichtserklärung, Israel auszulöschen, keine leere Drohung.(2) Die Welt mag weiterhin auf eine diplomatische Lösung hoffen. Israel aber kann es sich nicht leisten, sich in Sicherheitsfragen – und es geht um das Leben seiner Einwohner – auf eine so ungewisse Hoffnung zu verlassen. Das war in den 1930er-Jahren, als Adolf Hitler seine Reden hielt, der Fehler der Juden in der Diaspora: Als sie Europa noch verlassen konnten, blieben die meisten von ihnen, wo sie waren, und fielen dann einer der dunkelsten und schlimmsten Zeiten der jüdischen und der Menschheitsgeschichte zum Opfer. 2009 hatte ich zusammen mit zwei anderen EbenezerMitarbeitern das Vorrecht, einen Aliyah-Flug nach Israel zu begleiten. An Bord war eine prächtige Dame namens Lena. Die 92-Jährige war die Letzte in der Familie, die Aliyah mach8


Vorwort

te. Mehr noch: Lena und ihre Mutter hatten zu den letzten Juden gehört, die aus Österreich fliehen konnten, bevor sich die Türen endgültig schlossen und Juden die Auswanderung nicht mehr erlaubt wurde. Die Zurückgebliebenen wurden in den Krematorien der Vernichtungslager verbrannt. Was hatte Lena und ihre Mutter damals dazu gebracht, Österreich zu verlassen? Ihr jüdischer Arbeitgeber wurde verhaftet und misshandelt. Er wurde gewaltsam aus seiner Schuhfabrik geholt und ward nie wieder gesehen. Nun begriffen auch Lena und ihre Mutter, dass es in Österreich, wo sie zur Welt gekommen und aufgewachsen waren, für sie nicht mehr sicher war. Ich danke meiner Frau Jean, dass sie mich immer wieder ermutigt hat, weiterzuforschen und weiterzuschreiben. Mein Dank geht an Lissa Smith für ihre sehr hilfreichen Vorschläge und auch für ihre Geduld und Beharrlichkeit im Lektorat. Auch Paul Stanier von Zaccmedia bin ich sehr dankbar für seine Hilfe beim Veröffentlichen dieses Buches. Ken Hepworth Herbst 2013

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Einführung In dem diesem Buch vorangehenden Werk Enteigne den Feind(3) (Reclaiming the Ground) geht es vor allem um das Thema, wie Länder und Gebäude durch die Sünde des Menschen verunreinigt werden, und wie dadurch unreine Geistern Zugang bekommen. Zunächst wollen wir uns mit einem bestimmten Land – Israel – und einem bestimmten Volk – den Juden – befassen. Später werde ich auch darlegen, wie man den Fluch aufhebt, aber zunächst sehen wir uns die Flüche an, die der lebendige Gott auf diejenigen legt, die seinem Bundesvolk Israel und den Juden übelwollen. Wir betrachten die Folgen des Antisemitismus und fragen, wie unser Land und unser Leben von dem Fluch gereinigt werden können, die das Vergießen jüdischen Blutes nach sich zieht. Bei manchen Gläubigen ruft schon die bloße Erwähnung des Wortes „Israel“ eine negative Reaktion hervor – oder, vielleicht noch schlimmer, es erfolgt überhaupt keine Reaktion. Gleichgültigkeit und Schweigen angesichts des Leidens des jüdischen Volkes sind bei Weitem die häufigste Reaktion vieler Christen, und leider war das schon immer so. Doch wer angesichts des Unrechts schweigt, macht sich mitschuldig. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber vielen Pastoren ist nur zu bewusst, dass es ihre Gemeinden polarisieren würde, wenn sie über die Sammlung Israels und seine kommende geistliche Wiedergeburt lehrten. Mögen die Pastoren unter meinen Lesern beginnen, der verkehrten Hermeneutik hinter der Ersatztheologie furchtlos entgegenzutreten. Viele Christen glauben bewusst (einige auch unbewusst), 10


Einführung

Gott habe mit Israel als Volk Schluss gemacht und Israel habe keinerlei Bedeutung mehr, weil die Kirche jetzt das „neue Israel“ sei. Als wäre es für den lebendigen Gott zu schwierig geworden, alle seine Verheißungen zu erfüllen, die er Abraham gegeben hat! Das zu glauben, ist ein folgenschwerer Irrtum, was ich aus der Bibel aufzuzeigen hoffe. Es ist eine Schande für die Menschheit, dass knapp siebzig Jahre nach dem Holocaust – Juden sprechen von der Schoah, „Verwüstung“ – das Wort „Jude“ immer noch als Schimpfwort verwendet wird. Wenn wir das Übel des Antisemitismus, und noch wichtiger: wie Gott ihn sieht, richtig einschätzen wollen, sollten wir zunächst verstehen, was Israel für den lebendigen Gott bedeutet. Oft wird übersehen, dass Gott seinen heiligen Namen für immer mit den Erzvätern des Volkes Israel, mit Abraham, Isaak und Jakob verbunden hat (2. Mose 3,6). Und weiter sprach Gott zu Mose: „So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name ewiglich, ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt von Geschlecht zu Geschlecht. (2. Mose 3,15) Auch das Neue Testament spricht von Gott auf diese Weise (Matthäus 22,32). Bis heute und in alle Ewigkeit bleibt Gott derselbe; für immer wird er der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs sein.(4) Ja, die Namen der zwölf Stämme Israels werden auf den zwölf Toren des himmlischen Jerusalems geschrieben stehen (Offenbarung 21,12). In Kapitel 1 und 2 betrachten wir die Auserwählung Isra11


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els durch Gott, seine Beziehung zu diesem Volk sowie die Bedeutung Israels für Gottes Plan in der Heilsgeschichte und die kommende Herrschaft seines Sohnes Jeschua ha-Maschiach, des Messias Jesus, auf Erden. Im ersten Kapitel werfen wir auch einen kurzen Blick darauf, was die Welt über Israel denkt, und auf die Beziehung zwischen Israel und der palästinensischen arabisch-muslimischen Welt sowie deren Forderung nach dem Land Israel mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen palästinensischen Staates. Dieses Buch wurde hauptsächlich für Menschen geschrieben, die sich zur Fürbitte für Israel gerufen wissen; aber ich wünsche mir, dass es auch denen weiterhilft, die Gottes Offenbarung über Israel als Volk noch nicht angenommen haben und die die Endzeitverheißungen Gottes zur Wiederherstellung des natürlichen Israels und seine noch ausstehende geistliche Geburt (Hesekiel 36–37) nicht im Blick haben. Wer mehr lesen möchte über die Bedeutung Israels als Volk, kann viele gute Bücher finden, in denen die Stellung Israels in Gottes Plan anhand der Bibel beleuchtet wird; darüber haben Lance Lambert, Derek Prince, Murray Dixon, Ken Burnett, Rev. Willem Glashouwer und viele andere geschrieben. Als Einstiegslektüre kann ich das Buch von Steve Malz(5) empfehlen. Das vorliegende Buch soll die Konsequenzen des Antisemitismus aufzeigen sowie biblische Prinzipien zur Reinigung des Landes und unseres Lebens, welche unter den Fluch geraten sind, weil wir jüdisches Blut vergossen haben. Die ganze Menschheit hat nur einen einzigen Retter. „Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir 12


Einführung

gerettet werden sollen“ (Apostelgeschichte 4,12; siehe auch Johannes 14,6). Ich glaube nicht, dass es für Juden und Nichtjuden unterschiedliche Wege der Errettung gibt. Zurzeit erkennt Israel als Volk Jesus Christus – Jeschua ha-Maschiach – nicht als seinen von dem lebendigen Gott gesandten Retter an, den die biblischen Propheten angekündigt haben. In Römer 9, 10 und 11 macht der Apostel Paulus aber klar, dass Gott sein Volk nicht verstoßen hat; er hat ihnen allerdings einen Geist der Betäubung gegeben und Augen, die nicht sehen können – so lange, bis die Vollzahl der Nichtjuden eingegangen ist; dann wird aus Zion der Erlöser kommen und so wird ganz Israel gerettet werden (Römer 11,25–27). Wenn Gott Israel wegen seiner Sünde endgültig verwerfen würde, dann könnten wir Christen keine Heilsgewissheit haben. Götzendienst und geistliche Hurerei, die Sünden, wegen derer Israel verurteilt wurde, gab es immer auch in der Kirche – bis heute. Gott hält seinen Bund. Sowohl Juden als auch Nichtjuden stehen gemeinsam unter dem Kreuz, beide brauchen Gottes Vergebung (Römer 1–3). Gemäß dem Propheten Sacharja kommt der Tag, an dem Israel die Augen geöffnet werden und der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Vater unseres Herrn Jesus, den Geist der Gnade und des Flehens über sie ausgießen wird (Sacharja 12,10–14). Ich glaube, als nichtjüdische Gläubige ist es unsere Hauptverantwortung, unseren jüdischen Brüdern durch unser Leben und unsere Liebe zu ihnen zu vermitteln, dass Jesus der Messias Israels ist. Wir sollen sie zur Eifersucht reizen (Römer 11,11.14). Das können wir aber nur, wenn wir sie vorbehaltlos lieben und wenn wir für sie beten. Allerdings muss uns klar sein: Wenn wir darin Erfolg haben wollen, müssen wir unter anderem eingestehen, dass wir Christen die Juden über 13


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viele Jahrhunderte verfolgt haben. Die meisten Christen wissen nicht, wie übel die offizielle Kirche die Juden im Laufe der Jahrhunderte behandelt hat. Zur Geschichte der Verfolgung der Juden durch Christen empfehle ich das Buch von Edward H. Flannery The Anguish of the Jews: Twenty-three Centuries of Antisemitism (Stimulus Books, 1985) und Father, Forgive Us: A Christian Response to the Church‘s Heritage of Jewish Persecution von Fred Wright (Monarch Books, 2002). In diesem Buch habe ich versucht, weithin unbekannte historische und biblische Tatsachen zu präsentieren. Dabei ist mein Ziel, die weiterhin bestehende Bundesbeziehung Gottes zu seinem Volk durch einschlägige Bibelstellen aus der gesamten Schrift zu untermauern. Ich glaube, dass die Erlösung, die Jesus Christus uns durch sein Blut erkauft hat, mehr als ausreichend ist, um die Sünden der ganzen Menschheit zu sühnen – auch wenn dies nur für die wirksam wird, die es annehmen und die die Bedingung dafür erfüllen: von ihrer Sünde umzukehren und an das sühnende Opfer Jesu am Kreuz zu glauben. Das gilt auch für alle, die in den vielen Religionen der Welt gefangen sind, und auch für die palästinensischen Araber, die eindeutig die Juden nicht lieben; aber Gott liebt auch sie nicht mehr und nicht weniger, als er Sie und mich liebt. Allerdings werden auch Muslime, wollen sie vor den Folgen der Sünde gerettet werden, einen jüdischen Messias akzeptieren müssen. Ich glaube, dass die Bibel Gottes Wort ist und nicht nur Gottes Wort enthält. Die letzten Worte des Königs David bezeugen: „Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge“ (2. Samuel 23,2). Petrus und Paulus bekräftigen: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger 14


Einführung

Deutung ist. Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet“ (2. Petrus 1,20–21). „Alle Schrift ist von Gott eingegeben“ (2. Timotheus 3,16). „Von Gott eingegeben“ ist die Übersetzung des griechischen Worts theopneustos – „von Gott eingehaucht“. Biblische Prophetie stammt also nicht von Menschen; Gott selbst hat sie gegeben, und die Bibel ist Gottes Wort. Im Gegensatz zur allegorischen Methode der Bibelauslegung glaube ich, dass die Bibel am besten dem Wortsinn, der Grammatik und der Entstehungszeit entsprechend zu verstehen ist. Das bedeutet ganz einfach: Wenn die Aussage so, wie sie dasteht, einen Sinn ergibt, sollte man nicht nach einem anderen Sinn suchen.(6) Mein eigenes Bibelverständnis nimmt ständig zu und mir ist bewusst, dass es immer noch viel zu lernen gibt. In der Studienhilfe der New King James Bible (die in der englischen Ausgabe dieses Buches durchweg verwendet wurde) heißt es: „... meaning is singular, not plural ...“ – „Bedeutung steht im Singular und nicht im Plural“, und weiter: „Die Auslegung, die Interpretation hilft zu erkennen, was der Schreiber mit den verwendeten Worten sagen wollte.“(7) Es mag mehrere Anwendungen geben, das heißt, eine Aussage kann in mehrere Richtungen gehen oder auf mehrere Bedeutungsebenen zutreffen, aber sie hat immer nur eine einzige Bedeutung. Der Schlüssel, um das Wort Gottes zu verstehen, ist der Heilige Geist; er muss es uns erklären. Mir ist sehr wohl bewusst, dass Christen mit derselben Ansicht zur Inspiration der Bibel trotzdem eine andere Position zu Israel einnehmen 15


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können. Es war eine Kombination aus Antisemitismus und der allegorischen Methode der Bibelauslegung, die die frühen Kirchenväter lehren ließ, Gott hätte die Juden verworfen und sie durch die Kirche ersetzt – für sie war die Kirche das „neue Israel“. So ist die Ersatztheologie bis heute in der kirchlichen Lehre weit verbreitet. Die Bibel sagt deutlich, dass keiner von uns wahren Gläubigen gegen Verführung gefeit ist (Matthäus 24,44; 2. Korinther 11,3). Ich habe versucht, so gut wie möglich die biblische Wahrheit aufzuzeigen, und bitte darum, dass der Leser mit Gottes Hilfe die Schrift für sich selbst sprechen lässt.

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Kapitel 1 Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde. (1. Mose 12,3) Gottes Verheißung an die Juden gilt immer noch. Einige Einzelpersonen und Völker wurden gesegnet, weil sie Israel gesegnet haben; andere kamen unter den Fluch. Ich will mich freuen und frohlocken in dir, ich will deinem Namen lobsingen, du Höchster! Als meine Feinde zurückwichen, da strauchelten sie un kamen um vor deinem Angesicht. Denn du hast mein Recht und meine Sache geführt, du sitzt auf dem Thron als eine gerechter Richter! Du hast die Heidenvölker gescholten, den Gesetzlosen umgebracht, ihren Namen ausgelöscht auf immer und ewig! (Psalm 9,3-6) Dieses Buch zeigt die schrecklichen Folgen des Antisemitismus und der Blutschuld an Juden auf. Gott vergisst es nicht, wenn auch nur der geringste der Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs hingemetzelt wird. Um den Ernst dieser Tatsache erfassen zu können, lassen Sie uns zunächst bedenken, was das Volk Israel und die Juden für den Herrn bedeuten; dies ist in der Schrift eindeutig offenbart. Wenn Gottes auserwähltes Volk hingemetzelt wird, nur weil sie Juden sind, nimmt der Herr das sehr persönlich, denn Israel ist sein erstge17


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borener Sohn, und wer Israel antastet, der tastet Gottes Augapfel an (2. Mose 4,22; Sacharja 2,12). Wenn wir erst einmal Gottes Herz für Israel sehen können, werden wir seinen Charakter und seine Ziele viel klarer verstehen. Das wiederum hilft uns, die Wahrheit des Wortes Gottes höher zu achten und vor den Konsequenzen dieser Wahrheit Respekt zu haben. Doch werden wir nicht nur die Auswirkungen des Fluches kennenlernen, den die auf sich ziehen, die den Juden fluchen, sondern auch das Heilmittel dafür – wie man den Herrn bittet, den Fluch wegzunehmen und das Land zu heilen. Das kann helfen, der Aliyah, der von Gott verheißenen Rückkehr der Juden nach Israel, die Tür zu öffnen. Hört das Wort des Herrn, ihr Heidenvölker, und verkündigt es auf den fernen Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde. Denn der Herr hat Jakob losgekauft und ihn aus der Hand dessen erlöst, der mächtiger war als er. (Jeremia 31,10–11)

Israel und die Weltmeinung Israel genießt in den Nachrichtensendungen eine ständige Aufmerksamkeit. Die Medien wollen uns weismachen, Israel sei ein Schurkenstaat. In der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York im September 2011 warb der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde um die Anerkennung Palästinas als Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Direkte Verhandlungen mit Israel gab es nicht; die palästinensische Führung hatte sich aus den Friedensverhandlungen zurückgezogen. Bei 18


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

der Abstimmung am 29. November 2012 unterstützten etwa 140 von 173 Nationen diesen Vorschlag und Palästina wurde der Beobachter-Status eingeräumt. Es gibt mehr UN-Resolutionen, die Israel verurteilen, als solche gegen irgendein anderes Land.(8) Vor nicht allzu langer Zeit bestätigte der Generalsekretär der Vereinten Nationen einem jüdischen Studenten die Voreingenommenheit der UN gegen Israel und seine Regierung; dies nannte er „eine unglückliche Situation“.(9)

Die Nationen und ihre Lösung Zurzeit fordern die Palästinenser, Israel solle sich auf die Grenzen von vor 1967 zurückziehen. Diese „Grüne Linie“ ist in Wirklichkeit die Waffenstillstandslinie von 1949; in Israel gilt sie als im Verteidigungsfall nicht haltbar. Auch US-Präsident Obama drängt auf diese Lösung, und unter den Nationen scheint darüber weitgehend Einigkeit zu herrschen.(10) Auch die Europäische Union bildet hier derzeit keine Ausnahme.(11) Es scheint so, dass die Nationen der Welt entschlossen sind, das Land Israel zu teilen und zuzustimmen, dass Ost-Jerusalem die Hauptstadt eines palästinensischen Staates wird. Dort sollen dann keine Juden leben dürfen, ja, sie sollen nicht einmal Zutritt haben. Dies wurde klar gesagt, und es würde bedeuten, dass kein Jude mehr an der Westmauer des Tempelbergs beten dürfte. Die Westmauer, auch als Klagemauer bekannt, ist eine der heiligsten jüdischen Stätten! Am 30. Juli 1980 hat die Knesset – das israelische Parlament – Jerusalem zur „ewigen und ungeteilten Hauptstadt Israels“ erklärt. Es scheint, dass seitdem der Antisemitismus weltweit zugenommen hat. Aktuelle Zahlen finden sich in 19


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den Jahresberichten des CST („Community Service Trust“) (12) und „Anti-Semitism Worldwide – 2008/9“ (2010, S. 318), herausgegeben vom „Stephen Roth Institute for the Study of Contemporary Anti-Semitism and Racism“(13) (Stephen-RothInstitut für die Erforschung des zeitgenössischen Antisemitismus und Rassismus). Neuer Antisemitismus im alten Gewand Der Begriff „Antisemitismus“ wurde 1897 durch den deutschen Antisemiten Wilhelm Marr allgemein bekannt. Er ist ein Euphemismus, eine Beschönigung; tatsächlich verbirgt sich dahinter nichts anderes als Judenhass.(14) Es gibt Grund zur Annahme, dass dieser Begriff schon vorher gebraucht wurde; in Kapitel 3 wird er näher erklärt.

Delegitimisierung Israel sieht sich einer unüberwindbar scheinenden Mauer der Feindschaft gegenüber. Vor allem im Internet und durch verschiedene Protestgruppen wird der Hass auf Israel geschürt. Ihre Hauptwaffe sind falsche, auf unbegründeten Tatsachen beruhende Anklagen. Delegitimisierung bedeutet in diesem Fall zu behaupten, Israel habe kein Recht auf einen eigenen Staat oder darauf, als Nation zu existieren. Im einundzwanzigsten Jahrhundert kommt Antisemitismus weithin durch Bewegungen zum Ausdruck, die Israel feindlich gesinnt sind, zum Beispiel die „Palestine Solidarity Campaign“. Diese Organisation hat ihren Sitz in Edinburgh und Niederlassungen in ganz Großbritannien; sie tut sich mit energischen Aufrufen zu Aktionen gegen Israel hervor. Auf ihrer Website ist zu lesen: „Israel baut weiterhin illegale Siedlungen und die Mauer, Israel kontrolliert Gaza, enthält pa20


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

lästinensischen Flüchtlingen das Recht zur Rückkehr vor und betreibt auf gestohlenem palästinensischem Land nicht nur Landwirtschaft, sondern errichtet dort auch Industriegebiete. Nur internationaler Druck kann den Palästinensern gerechten Frieden bringen.“(15) Dieses Zitat enthält unkorrekte Ausdrücke: „illegale Siedlungen“ und „gestohlenes palästinensisches Land“. Der durchschnittliche Leser wird das wahrscheinlich schlucken und denkt, Israel täte Unrecht. Wie viele prüfen nach, ob diese Aussagen auch wahr sind? Die PSC wirbt auch für den Boykott israelischer Produkte aus den fälschlicherweise sogenannten „besetzten Gebieten“ – korrekter wäre es, sie „umstrittene Gebiete“ („disputed territories“) zu nennen. Die BDS-Kampagne Gemäß der BDS-Website (BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“ – Boykott, Kapitalabzug und Sanktionen; die „Palestine Solidarity Campaign“ beteiligt sich an der BDS-Kampagne) versucht die Bewegung, israelische Akademiker und israelische Kultur-Events zu boykottieren sowie alle, die bei solchen Veranstaltungen auftreten, also Musiker und Schauspieler,(16) ganz gleich ob die Veranstaltungen in Israel oder im Ausland stattfinden. Ein Beispiel: Erst kürzlich erhielt der bekannte Sänger Tom Jones vom PSC-Büro in Cardiff ein Schreiben, in dem er unter Druck gesetzt wurde, sein für 27. August 2013 in Tel Aviv geplantes Konzert abzusagen. Der „Daily Telegraph“ schrieb: „Bleibt zu hoffen, dass Tom Jones es sich anders überlegt, wenn er erfährt, wie dieser Auftritt benutzt wird, um die ständigen Gräueltaten Israels gegen das palästinensischer Volk schönzureden.“(17) (Wenn man die Fakten nicht kennt, kann ein Wort wie „Gräueltaten“ einen wirklich erschrecken.) Diese „Bitten“ wurden verstärkt durch 21


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Drohungen von Anti-Israel-Aktivisten, die Jones per E-Mail erhielt. Vergleichbarer Druck hat dazu geführt, dass britische Universitäten ihre Einladungen an israelische Akademiker, Gastvorlesungen zu halten, wieder zurückzogen. (Das ist nichts Neues, das gab es bereits im Hitlerdeutschland der 1930erJahre.) Der Boykott soll Supermärkte und Ladengeschäfte treffen, die israelische Produkte aus den umstrittenen Gebieten im Sortiment haben. Zum Kapitalabzug ist auf der BDS-Website zu lesen: Kapitalabzug bedeutet den Abzug von Aktien und Geldern aus Körperschaften, die sich am Bruch des Völkerrechts und dem Unrecht an Palästinensern beteiligen, und stellt sicher, dass Investmentfonds und Portfolios nicht dazu verwendet werden, um von solchen Gesellschaften Produkte oder Dienstleistungen zu finanzieren oder zu kaufen. Diese Aktionen können sich freiwilliger und obligatorischer Vereinbarungen zur Förderung der sozialen Verantwortung von Unternehmen bedienen.(18) Die Sanktionen sollen Israels militärische, wirtschaftliche und sogar diplomatische Beziehungen treffen. Es gibt drei Gebiete, auf die Sanktionen angewendet werden können: erstens militärische Verbindungen einschließlich Partnerschaften, Vereinbarungen und gemeinsame Einsätze, zweitens wirtschaftliche Verbindungen einschließlich Handel, Zusammenarbeit, Foren, Vereinbarungen und gemeinsame Forschungsprojekte, und drittens diplomatische Verbindungen einschließ22


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

lich Beziehungen auf offiziellem Niveau, Beteiligung an internationalen Einrichtungen, Außenforen und Netzwerken sowie Begegnungen von Staatsvertretern.(19) Der Leser möge selbst entscheiden, ob Aktionen dieser Art, die von Antisemitismus befeuert werden, friedlichen Lösungen dienlich sind. Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten, und diesen Staat wie einen Paria zu behandeln, ist ungerecht und unfair. Im Unterschied zu arabischen Ländern werden in Israel Frauen und arabische Bürger gleichbehandelt. Israel ist ein souveräner Staat; anders als Großbritannien oder die USA setzt Israel seine Verteidigungsarmee (IDF) aber nur zum Schutz der eigenen Bevölkerung ein; zudem ist die IDF der Knesset rechenschaftspflichtig. Oberst Richard Kemp, ehemaliger britischer Armeekommandant in Afghanistan, hat nachweislich gesagt, er habe die IDF als die moralisch einwandfreiste Armee der Welt kennengelernt.(20)

Palästinensische Heimstätte? 1947 legte Großbritannien sein Palästina-Mandat nieder. Großbritannien war 1921 infolge der Balfour-Erklärung von der Friedenskonferenz von San Remo und dem Völkerbund beauftragt worden, den Juden in Israel eine Heimstätte zu errichten; etwa 77 Prozent von dem Land, das Israel zugedacht war (den Teil jenseits des Jordans – „Transjordanien“), gaben sie aber den palästinensischen Arabern – so entstand das Königreich Jordanien. Man könnte also sagen: Es gibt bereits einen palästinensischen Staat, er heißt Jordanien. 1947 schlug die Peel-Kommission vor, den Rest des Landes zu teilen und einen arabischen und einen jüdischen Staat zu 23


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schaffen. Die Juden sagten Ja, die Araber sagten Nein. Als 1948 der Staat Israel gegründet wurde, weigerten sich alle arabischen und islamischen Staaten, seine Rechtmäßigkeit anzuerkennen. Bis heute haben 32 UN-Mitgliedsstaaten den Staat Israel nicht anerkannt. Von den 22 Mitgliedsländern der Arabischen Liga weigern sich 18, den Staat Israel anzuerkennen.(21) Den palästinensischen Arabern (Flüchtlingen des Unabhängigkeitskriegs 1948–1949) wurde weiterhin Land angeboten. Im Jahr 2000 bot der israelische Premierminister Ehud Barak den Palästinensern 95 Prozent des Westjordanlandes (Judäa und Samaria) an; das war bei den Verhandlungen mit dem PLO-Anführer Jassir Arafat. Aber Arafat lehnte ab. Der volle Wortlaut der Gespräche wurde nie offiziell bekannt, aber Medienberichten zufolge scheiterten die Gespräche an der Frage des Status von Jerusalem. Bezeichnenderweise brachte Jassir Arafat kein Gegenangebot mit, als er nach Camp David kam, und er war auch nicht fähig, Zugeständnisse zu machen. Offensichtlich verärgerte diese erbärmliche Reaktion den einladenden US-Präsidenten Clinton. Im Dezember desselben Jahres trafen sich die drei Politiker auf Bitte Jassir Arafats nochmals, dieses Mal im Weißen Haus. Präsident Clinton schlug eine endgültige Lösung vor, und der israelische Premierminister Barak stimmte zu – aber Arafat wies auch dieses Angebot zurück. Es wurde nie schriftlich fixiert, aber es hätte „den Palästinensern 97 Prozent des Westjordanlandes (96 Prozent des Westjordanlands plus 1 Prozent israelischen Staatsgebiets oder aber 94 Prozent des Westjordanlands plus 3 Prozent israelischen Staatsgebiets) ... und die 24


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

volle Kontrolle über den Gazastreifen gewährt.“(22) Dass Israel so viel anbot, ist schwer zu glauben, aber es ist noch unglaublicher, dass die Palästinenser all diese Angebote ausschlugen! Daraus könnte man schließen, dass es in diesem Konflikt nicht wirklich um Land geht, sondern dass jegliche Koexistenz mit dem Staat Israel abgelehnt wird.

Israel: Von Anfang an ein Überlebenskampf Am 14. Mai 1948 zogen die Briten aus Palästina ab und Israel erklärte sich zum unabhängigen Staat – nach einem fast zweitausend Jahre dauernden Exil. Keine vierundzwanzig Stunden später griffen fünf arabische Armeen, die von Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon und dem Irak, das winzige Israel an; sie waren entschlossen, den jüdischen Staat zu vernichten und mit ihm alle Juden. Diese trainierten Armeen waren den nicht ausgebildeten jüdischen Zivilisten nicht nur zahlenmäßig weit überlegen; sie waren auch weitaus besser bewaffnet als die Israelis. Der Krieg dauerte fünfzehn Monate und die erst kürzlich formierte IDF schaffte es, die arabischen Armeen zu besiegen; dabei verloren sechstausend Israelis ihr Leben, ein Prozent der Gesamtbevölkerung. Seit diesem Unabhängigkeitskrieg musste Israel fünf Verteidigungskriege führen und erlitt mindestens fünf schwere Terroranschläge. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Dass der Staat Israel überlebt hat, ist ein Wunder. Und Israel hat bis heute überlebt. Wussten Sie, dass Israel die einzige Nation der Erde mit Zukunftsgarantie ist? Denn ich bin mit dir, spricht der Herr, um dich zu erretten; denn ich will allen Heidenvölkern, unter die ich 25


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dich zerstreut habe, ein Ende machen; nur dir will ich nicht ein Ende machen, sondern dich nach dem Recht züchtigen; doch ganz ungestraft kann ich dich nicht lassen. (Jeremia 30,11) So spricht der Herr, der die Sonne als Licht bei Tag gegeben hat, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zur Leuchte bei Nacht; der das Meer erregt, dass seine Wellen brausen, Herr der Heerscharen ist sein Name: Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht beseitigt werden können, spricht der Herr, dann soll auch der Same Israels aufhören, allezeit ein Volk vor meinem Angesicht zu sein! So spricht der Herr: Wenn man den Himmel droben messen kann und die Grundfesten der Erde drunten zu erforschen vermag, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen all dessen, was sie getan haben, spricht der Herr.‘ (Jeremia 31,35–37)

Wer genau sind die Palästinenser? Zwischen 1882 und 1939 kehrten ungefähr 417 000 Juden aus europäischen Ländern in ihr Heimatland Israel zurück.(23) Der Verfolgung in Europa entkommen, gaben sie nun alles, um das Land wieder in Besitz zu nehmen und den Boden fruchtbar zu machen. Dadurch wurde es auch für die umliegenden Araber interessant, aus wirtschaftlichen Gründen nach Palästina – so hieß das Land damals offiziell – zu kommen und an dem zunehmenden Wohlstand teilzuhaben. Deshalb sind die palästinensischen Araber eine heterogene Gruppe, die überwiegend aus Arabern aus verschiedenen arabischen Ländern besteht. Bevor die Briten das Palästina-Mandat niederlegten, flohen 26


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

etwa 30 000 wohlhabende Araber in arabische Nachbarländer. Andere folgten dem Aufruf des Arabischen Hochkomitees und flohen aus Jaffa, Haifa und Jerusalem. Der Rest verließ das Land bald nach der Staatsgründung. Insgesamt verließen etwa 472 000 bis 750 000 palästinensische Araber das Land (diese Zahlen sind in der Fachwelt umstritten).(24) Wenn die heutigen Palästinenser einen eigenen Staat verlangen, sollte man in Erinnerung behalten, dass sie nicht etwa einen Staat verloren haben, der wieder errichtet werden müsste. Einen unabhängigen palästinensischen Staat hat es nie gegeben, in keinem Teil Palästinas. Die Großeltern oder Urgroßeltern der Araber in den Flüchtlingslagern flohen vor einem Konflikt, den die fünf oben erwähnten arabischen Staaten 1948 vom Zaun gebrochen hatten, um dem jungen Staat Israel den Garaus zu machen. Nachdem Israel die arabischen Armeen besiegt hatte, nahmen etwa 160 000 Araber, die innerhalb der Grenzen Israels wohnten, Israels Friedensangebot und die israelische Staatsbürgerschaft an. Noch mehr: In der ersten Knesset saßen drei arabische Abgeordnete. Heute gibt es schätzungsweise fünf Millionen palästinensische Flüchtlinge.(25) Den Löwenanteil davon bilden die Nachkommen der ursprünglichen arabisch-palästinensischen Flüchtlinge. Wie viele waren es ursprünglich? Die Zahl ist umstritten; ich zitiere eine israelische Quelle: „Die arabischen Flüchtlinge verließen Israel aus verschiedenen Gründen. • Die meisten flohen vor den Kämpfen, die Israel weder begonnen hatte noch haben wollte.

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• Die Wohlhabenderen flohen, um sich den sich abzeichnenden Krieg zu ersparen. Damit fehlte aber die Führungsschicht; der Zusammenhalt war nicht mehr gegeben, deshalb machten sich noch mehr auf die Flucht. • Viele verließen ihre Häuser, weil die Araber ihnen nahelegten, den vorrückenden arabischen Armeen den Weg freizumachen. Sie versprachen einen schnellen Sieg und baldige Rückkehr. • Oder sie flohen in Panik, weil die arabische Propaganda Gräuelmärchen über die Israelis verbreitete – dieser Schuss ging eindeutig nach hinten los! • In einigen Fällen – an Orten, die für das Überleben des jungen Staates strategisch wichtig waren – zwangen israelische Truppen arabische Familien, ihre Häuser zu verlassen.“(26) Erkennen arabische Leiter diese Tatsachen an? Hier sind zwei interessante Zitate aus arabischer Sicht: „Die arabischen Armeen kamen nach Palästina, um die Palästinenser … zu schützen, aber stattdessen ließen sie sie im Stich und zwangen sie, auszuwandern und wegzugehen“ (Mahmoud Abbas, jetzt Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, 1976). „Wir zerschlagen das Land. Die Araber sollten ihre Frauen und Kinder in Sicherheit bringen, bis die Kämpfe nachlassen“ (Nuri Said, Iraks Ministerpräsident, 1948). Die Forderung der inzwischen fünf Millionen Flüchtlinge ist nur eine Taktik, um Israel auszulöschen. „Wenn die Araber nach Israel zurückkommen, ist Schluss mit der Existenz Israels“ (Gamal Abdel Nasser, Präsident von Ägypten, 1961). „Die Forderung nach der Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge … bedeutet die Vernichtung Israels“ (As‘ad Abd 28


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

Al Rahman, Minister der Palästinensischen Autonomiebehörde für Flüchtlingsfragen, 1999).(27) Werden die Palästinenser schlecht behandelt? Ja, sie wurden schlecht behandelt, und das werden sie immer noch, aber von wem? Von ihren arabischen Brüdern, die durch ihre Petrodollars reich geworden sind, und deren Land im Vergleich zu Israel riesig ist – mehr als groß genug, um sie alle aufzunehmen, einschließlich aller ihrer Nachkommen. Und doch haben sie sich alle standhaft geweigert, diese Flüchtlinge in ihr Land zu lassen, ihnen die Staatsbürgerschaft zu gewähren und ihnen Arbeit und Auskommen zu geben. Seit 1949 werden die palästinensischen Flüchtlinge als politische Waffe gegen Israel benutzt – sehr zum Nachteil der Palästinenser. Erwähnenswert wäre noch, dass zwischen 1948 und 1954 etwa 850 000 Juden aus arabischen und muslimischen Ländern flohen oder vertrieben wurden. Obwohl es wahrlich nicht leicht war, nahm Israel nach dem Unabhängigkeitskrieg ungefähr 600 000 jüdische Flüchtlinge auf. Heute heißt Israel Juden aus jedem Land der Welt willkommen. In unseren Tagen ruft Gott Juden aus all den Ländern, wohin er sie zerstreut hat, nach Israel zurück. Sie kommen aus dem Exil in die Heimat; dies ist ein sehr bedeutendes prophetisches Zeichen.(28)

Undemokratische Behandlung Es ist noch nicht allzu lange her, da liefen Minister der israelischen Regierung, die Großbritannien besuchen wollten, Gefahr, als mutmaßliche „Kriegsverbrecher“ verhaftet zu werden. (Auf Bitten Israels nahm Großbritannien am 15. September 2011 eine Gesetzesänderung vor; nun können Privatpersonen israelische Regierungsvertreter, die Großbritannien besuchen, nicht mehr wegen Kriegsverbrechen anzeigen.(29)) 29


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Leider waren auch Christen unter den aktiven Unterstützern dieser bösartigen Kampagne. Ich habe in London an mehreren jüdischen Veranstaltungen teilgenommen und dabei immer gegen Israel gerichtete Feindseligkeit gesehen; deshalb bin ich davon überzeugt, dass der Treibstoff der BDS-Kampagne Antisemitismus ist. Schade, dass diesen Leuten nicht die Wahrheit gesagt wird. Denn wenn Araber die israelische Staatsbürgerschaft haben und Abgeordnete in der Knesset sein können und wenn israelische Araber an den israelischen Wahlen teilnehmen können, dann kann die oft geäußerte Anklage, Israel sei ein Apartheidstaat, wohl kaum der Wahrheit entsprechen. Sollten allerdings die Palästinenser Ost-Jerusalem als Hauptstadt bekommen, werden sie sich der Rassentrennung schuldig machen, denn sie haben es deutlich gesagt, dass sie dann keinem Juden mehr Zutritt gewähren werden, von Wohnen ganz zu schweigen. Dies ist die öffentlich erklärte Absicht des PLO-Führers und jetzigen PA-Präsidenten Mahmoud Abbas.(30) Einige behaupten, der Bau des Sicherheitszauns („Mauer“) durch Israel sei ein Mittel zur Rassentrennung. Wer das behauptet, dem ist das Leben israelischer Staatsbürger wohl nicht viel wert. Israel war gezwungen, diesen Zaun zu bauen, um seine Bürger vor Selbstmordanschlägen zu schützen. Ein großer Teil des Zauns, ungefähr 96 Prozent, besteht aus Stacheldraht mit Bewegungsmeldern. Der Rest, ungefähr 4 Prozent, besteht aus Beton. Vor dem Bau des Sicherheitszauns wurden wahllos Männer, Frauen und Kinder getötet, darunter auch Araber. Immer noch werden Raketen über den Zaun gefeuert; Tatsache ist 30


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

aber, dass seit dem Bau des Zaunes viele Hunderte Menschenleben erhalten werden konnten. Die Grenzkontrollen, denen die Palästinenser sich unterziehen müssen, haben sie der Hamas und anderen Terroristengruppen zu verdanken, die auf Mord aus sind und, würde man sie nicht daran hindern, die Sicherheitsvorkehrungen umgehen würden, um dann unschuldigen Menschen schweren Schaden zuzufügen.

Theologischer Antisemitismus Doch Antisemitismus äußert sich nicht nur unter den Völkern dieser Welt. Man sollte es nicht für möglich halten, aber es gibt auch christliche Leiter, die theologisch gesehen Antizionisten und gegen Israel eingestellt sind. Dabei ist Zion in der Bibel ein zentrales und wiederkehrendes Thema (Psalm 2,6; 9,12; 132,13; 135,21; 1. Petrus 2,6; Offenbarung 14,1). Ein Paradebeispiel für christlichen Antisemitismus ist die Ersatztheologie („Replacement Theology“), die 1967 neuen Auftrieb bekam, als Israel Ost-Jerusalem, das Westjordanland und den Gazastreifen zurückeroberte. Dahinter steckt die Lehre, Israel habe sein Recht auf das Land Israel verwirkt und es sei als Volk für das Reich Gottes sowieso nicht mehr wichtig. Vor langer Zeit erklärte der lebendige Gott, wer Abraham und seinen Nachkommen fluche, würde damit Gottes Fluch auf sich ziehen (1. Mose 12,1–3; 4. Mose 24,9). Jeder, ob Christ, Atheist oder Humanist, der versucht, das jüdische Volk seines Landes zu berauben oder seine Hauptstadt zu teilen, wird am Ende dieses Zeitalters gerichtet werden, wenn Gott die Völker richtet (Joel 4,1–3; Matthäus 25,31–46). Dieser Fluch, von dem in 1. Mose 12 die Rede ist, 31


Ihr Blut schreit immer noch zum Himmel

wird in diesem Buch näher untersucht. Um seine Auswirkungen zu verstehen, müssen wir bedenken, was Gott über Israel gesagt hat – über das Land und über das Volk. Beginnen wir mit einer Frage, die der Apostel Paulus im Römerbrief stellt. Die nichtjüdischen Gläubigen in Rom stellten Paulus eine sehr wichtige Frage: „Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen?“ Und er antwortete: „Das sei ferne!“ (Römer 11,1.) Jahwe, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, nennt Israel „mein erstgeborener Sohn“ (2. Mose 4,22). Die Liebe des Herrn zu Israel ist eine immerwährende (Jeremia 31,3). Wenn wir uns einer Sache sicher sein können, dann der Treue unseres Gottes. Er hält seinen Bund, und er wird die Juden nie ganz verlassen (Jesaja 49,14–16). Es gereicht uns zur Schande, dass wir jemals meinen konnten, Gott würde seinen erstgeborenen Sohn verwerfen – und doch hat diese Lehre die Kirche durchdrungen: dass nun die Gemeinde Jesu sich der Liebe und Zuneigung Gottes erfreue, die bisher Israel gegolten habe. In der Bibel entdecken wir hingegen, dass Gott in diesem Zeitalter zwei Bundesvölker hat, Israel und die Gemeinde, und dass er beide liebt.

Wir leben in den Tagen, von denen die Propheten geweissagt haben Gott ist am Werk. Trotz der Jahrhunderte der Verfolgung und der Genozid-Versuche seitens ihrer vielen Feinde haben die Juden überlebt und sind eine eigenständige Volksgruppe geblieben, und wieder einmal ist Israel in sein Land zurückgekehrt. In unseren Tagen kommen die Juden aus all den Ländern, in die sie zerstreut wurden, wieder in das Land der Verheißung

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zurück, nach Israel, in das Land ihrer Väter, in ihr Erbland. Um Gottes Absichten und Ziele mit unserer Welt zu verstehen, brauchen wir ein Verständnis der Aliyah, der Rückkehr der Juden in das Land Israel, zu ihrer uralten Hauptstadt Jerusalem – und dass es sich bei all dem um die Erfüllung biblischer Prophetie handelt. Dies ist weder ein Unfall der Geschichte und noch eine Angelegenheit, die man genauso gut auch ignorieren könnte. Hier zeigt sich nichts weniger als die Zuverlässigkeit der Bibel und die Treue Gottes – um seines großen Namens willen. Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heidenvölkern entheiligt worden ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt! Und die Heidenvölker sollen erkennen, dass ich der Herr bin, spricht Gott, der Herr, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde. Denn ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen. Und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von aller eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut. Und ihr sollt in dem Land wohnen, das ich euren Vä-

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tern gegeben habe, und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein. (Hesekiel 36,23–28)

Das verheißene Land Das Land Israel ist nicht größer als Wales und etwa so groß wie New Jersey in den USA oder das deutsche Bundesland Hessen. Aber es wurde Abraham und seinen Nachkommen, den Juden, gegeben durch einen immerwährenden und unverbrüchlichen Bund (Psalm 105,8–11), um darin zu wohnen. Das Land Israel ist auch das Land, in dem Gott seinen Erlösungsplan Wirklichkeit werden ließ. Dabei war es sein Wunsch, sowohl Juden als auch Nichtjuden zu segnen und die ganze Welt zu erlösen (1. Mose 12,1–3). Offenbarung und Berufung Ich danke dem Herrn, dass er mich zu Ebenezer Operation Exodus berufen hat.(31) Es ist mir ein Vorrecht, dass ich von 2008 bis 2013 in diesem für die Endzeit so wichtigen Dienst mitarbeiten durfte. Es ist eine Freude, dabei zu sein, wenn Gottes Bundesvolk in das Land seiner Väter zurückkehrt, in seine angestammte Heimat. Wir leben in aufregenden Tagen und können mit eigenen Augen sehen, wie biblische Prophetie in Erfüllung geht. Während meiner Lebenszeit haben wir nach fast zweitausend Jahren des Exils die Wiedergeburt des modernen Staates Israel gesehen. Seit 1948 sind über drei Millionen Juden aus mehr als hundert Ländern der Erde nach Hause, nach Israel zurückgekommen. Sie kamen von den vier Enden der Erde, sogar aus Indien und China. 34


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Heute bewohnen die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs wieder ihre uralte Hauptstadt Jerusalem. Mehr noch: Sie sprechen so viele Fremdsprachen, aber das alte Hebräisch wurde wieder zum Leben erweckt und ist jetzt eine moderne Sprache – dank der Vision Eliezer Ben-Jehudas. Ben-Jehuda kam 1881 nach Palästina und begann, seine Pläne zur Wiederbelebung der uralten, toten Sprache in die Tat umzusetzen. Bis dahin war Hebräisch praktisch nur noch eine geschriebene Sprache, die nur in religiösen Texten Verwendung fand, im Alltag aber keine Bedeutung mehr hatte. Ben-Jehudas Ziel war ein dreifaches: „Hebräisch in der Familie“, „Hebräisch in der Schule“ und „Wörter, Wörter, Wörter“.(32) Ihm zu Ehren trägt heute eine Straße in Jerusalem seinen Namen, die Ben-Yehuda-Street. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Dass man heute wieder auf der Straße, in der Schule und zu Hause Hebräisch spricht, und das, nachdem diese Sprache seit 135 n. Chr. im Dornröschenschlaf gelegen hatte, das gibt es nur einmal. Das kann man von keiner anderen der verloren gegangenen und toten Sprachen des Altertums sagen. Gut vierzig Jahre später, am 29. November 1922, erklärte die britische Mandatsmacht Hebräisch zur offiziellen Sprache Palästinas.(33) Ich bin fest davon überzeugt, dass das ein Wunder ist, ein klares Zeichen, dass hier der allmächtige Gott, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs seine Hand im Spiel hatte. Die meiste Zeit meines Christseins habe ich Nichtjuden gelehrt und ihnen gedient. Als ich um Weisung betete, ob ich die Einladung in den Vorstand von Ebenezer Emergency Fund Großbritannien annehmen sollte, sagte der Herr zu mir: „Ich will, dass du meinem Volk hilfst.“ Mir war sofort klar, dass er sein jüdisches Volk meinte, und antwortete: „Ja, Herr.“ 35


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Seitdem hat der Herr mir gezeigt, wie sehr er die Nachkommen Abrahams liebt: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade“ (Jeremia 31,3). In Sacharja 2,12 werden die Nachkommen Jakobs „Gottes Augapfel“ genannt. Die Bibel lehrt uns, dass Gottes Liebe nicht sentimental ist; sie beruht immer auf seiner Gerechtigkeit, und das bedeutet, dass Gott die, die er liebt, manchmal auch zurechtweist, züchtigt, richtet (Hebräer 12,4–7); und seine Liebe kann nicht ausgelöscht werden, sie währt für immer und ewig. Wie bei den meisten nichtjüdischen Gläubigen war auch mein Verständnis, ohne dass ich es wusste, getrübt durch den Einfluss der allegorischen Bibelauslegung nach Art der frühen Kirchenväter wie Augustinus, Origenes von Alexandria und Justinian der Märtyrer. Diese Sicht auf die Bibel hat die Kirche viele Jahrhunderte lang beeinflusst und sie ist inzwischen so tief verwurzelt, dass man sie kaum noch wahrnimmt. Die allegorische Auslegung der Bibel ignoriert die offensichtliche Bedeutung der Wörter, die sie in dem jeweiligen Kontext haben, und sucht sie „geistlich“ zu verstehen. Dieses Vergeistlichen der Heiligen Schrift hat zu einer Reihe von Verzerrungen geführt, unter anderem auch zu der Irrlehre der Ersatztheologie, manchmal auch „Supercessionismus“ genannt. Wenn eine Bibelstelle offensichtlich einen Sinn ergibt, dann sollten wir keinen anderen Sinn darin suchen! Ein Beispiel: Wenn man eine Bibelstelle liest, in der ausdrücklich von Israel und vom Haus Jakob die Rede ist, gibt es eine weitverbreitete Tendenz, darunter „Kirche“ oder „Gemeinde“ zu verstehen oder es gar nicht zu beachten. Nehmen wir als Beispiel die Ankündigung der Geburt Jesu

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in Lukas 1,26–38. Gläubige, die an der Inspiration der Heiligen Schrift festhalten, haben die klare Bedeutung erfasst: Der Engel Gabriel sagt Maria, sie würde übernatürlich empfangen und einen Sohn gebären, dessen Name Jesus sein würde. Aber da fehlt noch ein wesentlicher Teil der Botschaft Gabriels. Ich meine das: Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben; und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. (Lukas 1,32–33) Wo stand der Thron Davids? Stand er im Himmel oder stand er auf der Erde? Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass Davids Thron auf der Erde stand, und in der besten Zeit seines Königtums stand er in Jerusalem. König Davids Thron stand nie im Himmel! Ja, es ist wahr, Jesus stieg zum Himmel auf, aber er sitzt nicht auf dem Thron seines Vaters David. Diese Prophetie ist bis jetzt noch nicht erfüllt. Um auf dem Thron seines Vaters David zu regieren, muss Jesus auf diese Erde zurückkommen. Gabriels Information war klar und eindeutig: Er wird über das Haus Jakobs regieren, und zwar vom Thron seines Vaters David aus. In unserer Zeit und in unserem Zeitalter sitzt Jesus jedoch auf dem Thron seines himmlischen Vaters, der im Himmel steht und nicht auf der Erde (Offenbarung 3,21). Zudem sind mit „Haus Jakobs“ immer die Juden gemeint und nie die Nichtjuden. Wenn diese Botschaft des Engels Gabriel erfüllt werden soll, dann müssen die Nachkommen Jakobs im Land Israel leben – mit Jerusalem als Hauptstadt.

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Wenn wir das verstanden haben, dann wird uns klar, dass die Rückkehr der Juden nach Israel kein Zufall, sondern das Handeln des lebendigen Gottes ist. Wenn wir das begriffen haben, erkennen wir auch, wie wichtig es ist, dass die Juden in das Land Israel zurückkehren. Es kommt der Tag, an dem Israel als ganzes Volk erkennt, dass Jesus sein Messias ist, und dann regiert er über sie in Jerusalem (Hesekiel 36; Sacharja 14; Römer 11,26–27). In den letzten Jahren kam eine neue Spielart der Ersatztheologie auf, die sogenannte Erfüllungstheologie.(34) Die Ersatztheologie lehrt, die Kirche sei an die Stelle Israels getreten, sie habe Israel ersetzt. Die Erfüllungstheologie sagt, Jesus habe alles über Israel Gesagte erfüllt, er habe Israel ersetzt. Die Bezeichnung hat sich geändert, das Ergebnis ist dasselbe: Israel sei verworfen, folglich müsse Gott seinen Bund mit Abraham gebrochen haben. Diese falsche und irreführende Bibelauslegung lehrt, Gott habe die Juden verworfen; sie hätten darin versagt, Jesus von Nazareth als den Messias Israels zu erkennen und anzuerkennen, und sich des Todes Christi mitschuldig gemacht. Also könne es überhaupt nicht sein, dass die Bibel tatsächlich das alte Israel meinen könnte, wenn sie davon spricht, dass Israel wieder zum Volk und dass das Königtum in Israel wieder aufgerichtet wird (Apostelgeschichte 1,6). Hier könne doch nur das „neue Israel“, die Kirche, gemeint sein – so die Ersatztheologie. In ihren Predigten verfluchten die Kirchenväter die Juden und klagten sie an, „Gottesmörder“(35) zu sein, die zur Strafe jetzt auf der Erde umherirren müssten, für immer verloren und von Gott verflucht. So sei nun, folgt man der Ersatztheologie, die Kirche das „neue Israel“, und alle noch nicht erfüllten Verheißungen samt 38


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dem ursprünglich Israel zugedachten Segen seien jetzt auf die Gemeinde Jesu übertragen worden. Wie viele andere Gläubige hatte auch ich mich nicht bewusst entschieden, diese Lehre zu glauben, aber ihr verbreiteter Einfluss auf die Bibelauslegung erzeugte in mir eine Unfähigkeit, die Hauptbedeutung und -anwendung der Bibelstellen über Israel zu erkennen: Ich hörte oder las „Israel“ und verstand „die Kirche“, wenn ich mich mit Gottes Verheißungen beschäftigte, um meinen Glauben zu stärken. Mir war kaum bewusst, mit welch sonderbarer Brille ich meine Bibel las. Es war, als hätte die Kirche, die Gemeinde Jesu, den ganzen Segen Israels geerbt, und für Israel blieben nur die Flüche, die in der Bibel detailliert aufgeführt sind (5. Mose 28,15–68). Verführung im Leib Christi Diese falsche Lehre ist eines der größten Hindernisse der Gemeinde für ein biblisches Verständnis von Israel. Sie behindert die, die für die Aliyah beten und unter ihren Glaubensgenossen nach Mitstreitern suchen. In unseren Tagen ist diese alte Irrlehre mit neuer Kraft aufgetreten, befeuert durch einige führende christliche Akademiker wie Colin Chapman, den Autor von Wem gehört das Heilige Land? Juden und Araber zum Streit um Israel. (36) Colin Chapman lehrt Islamwissenschaften an der „Near East School of Theology“ in Beirut. Stephen Sizer ist Pfarrer in Christchurch in Virginia Water (Großbritannien) und Autor von Christian Zionism, Road Map to Armageddon?, einem Versuch, den biblischen Zionismus zu widerlegen.(37) Diese Ansicht wird unterstützt von dem einflussreichen Reverend John Stott, der auch das Vorwort zu Sizers Buch 39


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schrieb.(38) Die Vertreter seiner Lehre verwahren sich gegen den Vorwurf, sie würden die Ersatztheologie fördern, aber ihre Lehre führt zu demselben Schluss: Der Bund, den der ewige Gott mit Abraham, Isaak und ihren Nachkommen geschlossen und mit einem Eid besiegelt habe, sei modifiziert worden und müsse nun auf die Gemeinde übertragen werden, da diese Verheißungen in Jesus vollkommen erfüllt seien. Das Ergebnis dieser falschen Theologie: Israel, so sagen sie, sei nun ein Volk wie alle anderen und könne die ewig gültigen Bundesverheißungen nicht mehr für sich beanspruchen, zum Beispiel das Recht, das Land Israel zu erben und auf ewig darin zu wohnen. Nach ihrer Auffassung ist Israel nicht mehr das auserwählte Volk und für Gottes Pläne nicht mehr von Bedeutung. Israel sei beauftragt gewesen, der Welt die Errettung zu bringen; dieser Auftrag sei vollständig ausgeführt, mithin abgeschlossen. Ein weiteres Ergebnis dieser Lehre ist, dass sie die Aliyah überflüssig macht! Damit wird sie zu einem der größten Hindernisse für die Kirche, die Rolle Israels in den Plänen Gottes zu verstehen. Eine gesunde biblische Analyse und Widerlegung von Sizers Position und der Position all derer, die an der Ersatztheologie und der ihr verwandten Erfüllungstheologie festhalten, findet sich in dem Buch von Barry E. Horner Future Israel(39) (Das künftige Israel). Siehe auch die Broschüre von Eliyahu Ben-Haim Setting the Record Straight (Korrektur der Aufzeichnungen), die die Verzerrungen in dem bekannten Dokumentarfilm „With God on Our Side“ (Mit Gott an unserer Seite) richtigstellt. Bis heute glauben viele Gemeindeleiter, dass, wenn ein Jude 40


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Jesus als seinen Messias annehme, er kein Jude mehr sei und alles Jüdische ablegen müsse. Diese Forderung ist völlig unbiblisch sowie äußerst beleidigend und verletzend (Römer 11,1). Und kühn festzustellen, Israel habe keine Zukunft mehr, ist ein direkter Widerspruch gegen Gottes Bestätigung in Jeremia 31, dass Israel für immer ein Volk vor seinem Angesicht sein wird. So spricht der Herr, der die Sonne als Licht bei Tag gegeben hat, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zur Leuchte bei Nacht; der das Meer erregt, dass seine Wellen brausen, Herr der Heerscharen ist sein Name: Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht beseitigt werden können, spricht der Herr, dann soll auch der Same Israels aufhören, allezeit ein Volk vor meinem Angesicht zu sein! (Jeremia 31,35–36)

Eine Gebetsreise Der Anstoß zu diesem Buch kam 2008 auf einer EbenezerGebetsreise nach Smolensk, die ich mitleitete. Die Stadt, fünf Autostunden westlich von Moskau gelegen, war arm und trübselig. Eingeladen hatten uns russische Pastoren, die den Mangel an Einheit unter den Christen ihrer Stadt nicht mehr länger hinnehmen wollten und das Gefühl hatten, gegen eine Art Fluch zu kämpfen. Sie fragten, was die Ursache dieser geistlichen Not sein könnte, und ihnen wurde klar, dass es hier viel gewalttätigen Antisemitismus gegeben hatte: In den russischen Pogromen sowie durch die deutsche Wehrmacht auf ihrem Vormarsch nach Moskau im Zweiten Weltkrieg waren auf russischer Erde viele Juden brutal ermordet worden. Es wird oft übersehen, dass die Nazis allein in der Ukraine 1941–1944 eineinhalb Millionen jüdische Menschen ermordeten;(40) insgesamt 41


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wurden während des Zweiten Weltkriegs über sechs Millionen Juden umgebracht. Der Schrei des vergossenen Blutes So planten wir eine Gebetsreise, auf der wir auch an einigen der Stätten beten konnten, an denen solche Gräueltaten stattgefunden hatten. Wir erkundigten uns nach der genauen Lage dieser Stätten; an jeder gab es irgendwelche Gedenktafeln oder Denkmäler, die an die Verbrechen erinnerten, die dort verübt worden waren. Hier hatten Juden gelitten und hier waren sie grausam ermordet worden; ihr Blut war auf die Erde vergossen worden. Die meisten Leser werden die Worte Gottes nach dem Mord an Abel kennen: Er aber sprach: Was hast du getan? Horch! Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden! Und nun sollst du verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen! (1. Mose 4,10–11) Es kommt die Zeit, da die Erde kundtun wird, wessen Blut auf sie vergossen wurde – das Blut von Nichtjuden genauso wie das von Juden. Denn siehe, der Herr wird von seinem Ort ausgehen, um die Bosheit der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen; und die Erde wird das auf ihr vergossene Blut offenbaren und die auf ihr Erschlagenen nicht länger verbergen. (Jesaja 26,21) Wie viel mehr wird der Herr Rechenschaft fordern für das Blut seiner erstgeborenen Söhne und Töchter (2. Mose 4,23; Sacharja 2,12)? Bei der Vorbereitung dieser Gebetsaktion in 42


Kapitel 1: Gottes aktuelle und zukünftige Beziehung zu Israel und seinem Land

Smolensk konnte ich auf die Prinzipien in Enteigne den Feind! zurückgreifen, besonders im Hinblick auf das Gebet wegen des Vergießens unschuldigen Blutes. Die Reise begann mit einem Seminar für Pastoren und das Gebets-Team. Die Lehre, wie man den Boden von dem Fluch reinigt, der durch Blutschuld an Juden auf das Land kommt, gibt auch allen, die für Aliyah beten, hilfreiche Einsichten. Denn der Herr ruft uns, die geistlichen Hindernisse, die Steine, wegzuräumen: Geht hin, geht hin durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg; macht Bahn, macht Bahn! Räumt die Steine weg! Hebt das Banner hoch empor über die Völker! (Jesaja 62,10) Diese Lehre ist auch hilfreich für die Vorbereitung auf Gebetsreisen. Viele christliche Gemeinden haben keine oder nur sehr wenig Lehre über Israel, deshalb ist es gut, sich zunächst mit dem Volk und dem Land Israel zu befassen und mit seiner Rolle in Gottes Plänen und Absichten. Dann können wir auch die geistlichen Folgen des Antisemitismus besser verstehen und wie man Gottes Angesicht zur Aufhebung des Fluches sucht, der an das Vergießen jüdischen Blutes, diese böse Frucht des Antisemitismus, geknüpft ist.

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Über den Autor Ken Hepworth hat über vierzig Jahre als Evangelist, Pastor und Lehrer in örtlichen Gemeinden gedient. Er hat ein Herz für Gottes Volk – sowohl für den Leib Christi als auch für das Volk der Juden. Er sehnt sich danach, dass die Gemeinde Jesu weltweit und in den örtlichen Gemeinden zur vollen Reife in Christus gelangt. Diese Leidenschaft führte ihn in den Heilungs- und Befreiungsdienst, wo er mit Ellel Ministries viele Jahre lang als Bibellehrer und in der Seelsorge gedient hat. Kens Buch Enteigne den Feind! ist eines der informativsten Bücher über geistliche Kampfführung auf dem Markt. Die Lektüre der Bibel gab Ken ein Verständnis dafür, wie wichtig das jüdische Volk für Gottes Willen und seine Pläne ist. Er ist überzeugt, dass Gott sein erstes Bundesvolk weder verlassen noch verworfen hat. Er hat eine Leidenschaft dafür, Antisemitismus aufzuzeigen und mit Irrlehren wie der Ersatztheologie aufzuräumen. Er hat einen BA (Honours) in German Studies von der Lancaster University. Der Leib Christi in Deutschland liegt Ken sehr am Herzen, und er hat in Deutschland in den Bereichen Jüngerschaft, Heilung und Befreiung gelehrt und gedient. Von 2008 bis 2013 hatte er das Vorrecht, Vorstandsvorsitzender von Ebenezer Operation Exodus in Großbritannien zu sein. Ken war auch im Vorstand von Ebenezer Emergency Fund International (Deutschland) e.V. Das ermöglichte ihm, die Grundlagen und Auswirkungen des Antisemitismus weltweit zu erforschen

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Über den Autor

und im Gebet anzugehen. Dieses Buch gibt denen praktische Anleitung, die zur Fürbitte für Israel berufen sind, und setzt sich für die Rückkehr der Juden nach Israel ein, wie sie in der Bibel prophezeit und verheißen wurde. Es zeigt auf, wie man Land und Leben von den Folgen der Blutschuld an Juden reinigen kann. Ken ist seit 1965 glücklich verheiratet mit Jean; sie haben drei Söhne und fünf Enkel. Über kenhepworth@icloud.com können Sie mit dem Autor Kontakt aufnehmen.

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Würden Sie in Ihrer Gemeinde gerne mehr über den Dienst von Ebenezer International erfahren? Seit Januar 1991 durften wir mehr als 145 000 Juden helfen, in ihre Heimat zurückzukehren. Ken Hepworth und andere Sprecher von Ebenezer besuchen Sie gerne, um über diese Arbeit unter jüdischen Menschen zu berichten. Wir führen auch Israelreisen durch und veranstalten Konferenzen zum Thema Israel und der Sammlung des jüdischen Volkes. Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie mehr Informationen erhalten möchten oder aktiv mitarbeiten wollen.

Deutschland Ebenezer Emergency Fund International (Deutschland) e.V. Postfach 200 204 Telefon 02325 647 7270 44632 Herne E-Mail: info@ebenezer-international.de

Österreich Ebenezer Emergency Fund Postfach 65 Telefon / Fax 05223 57729 A-6020 Innsbruck E-Mail: ebenezer.austria@gmail.com

Schweiz Ebenezer Hilfsfonds Schweiz Postfach 38 Tel 024 441 69 60 / Fax 024 441 69 61 CH-1373 Chavornay E-Mail: office@ebenezer.ch

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Geheimnisse eines Gebetskämpfers Zuversicht und Autorität kommen nicht aus Gebetsformeln, sondern aus dem Glauben. Der Glaube aber hat sein Fundament in der Erkenntnis dessen, was Gott in Seinem Wort verspricht. Und genau das vermittelt Derek Prince in diesem Buch. Durch die gewonnenen Erkenntnisse werden auch Sie als „Krieger(in) Gottes“ mehr Erfolg im Gebet erleben! Paberback, 260 Seiten ISBN: 978-3-932341-80-5 199


Ken Hepworth hat über vierzig Jahre als Evangelist, Pastor und Lehrer in örtlichen Gemeinden gedient. Viele Jahre lang war er als Bibellehrer mit Ellel Ministries tätig. Aus dieser Erfahrung entstand sein Buch Enteigne den Feind!, welches eines der informativsten Bücher über geistliche Kampfführung auf dem Markt ist. Von 2008 bis 2013 hatte er das Vorrecht, Vorstandsvorsitzender von Ebenezer Operation Exodus in Großbritannien zu sein, einer Organisation, die sich der Rückkehr des jüdischen Volkes nach Israel widmet.

Ihr Blut schreit immer noch zum Himmel Ken hat in seinem Leben als Christ viel Zeit darauf verwendet, die Auswirkungen von Flüchen auf Menschen und Nationen zu erforschen und wie wir von diesen frei werden können. Die Auswirkungen dieser Flüche können die Arbeit der Gemeinde stark behindern, wenn die geistlichen Wurzeln des Problems nicht behandelt werden. In diesem Buch erklärt Ken, wie der Antisemitismus im Besonderen negative geistliche Konsequenzen für die heutige christliche Gemeinde nach sich gezogen hat und wie unsere Reaktion darauf aussehen sollte, wenn wir die Fülle des Segens Gottes erfahren wollen. „Kens Buch ist ein wichtiges Werk und bietet Einsichten, Hintergrundinformationen und praktische Anweisungen für Fürbitter, die sich in den Plan Gottes für die Wiederherstellung Israels einbringen wollen. Es ist ein wichtiges Werkzeug zu einem tieferen Verständnis dieses äußerst wichtigen Themas und enthüllt unsere Autorität und Grenzen bezüglich des Fürbittegebets.“ Markus Ernst Vorsitzender von Ebenezer Emergency Fund International „Ken Hepworth hat ein großartiges Buch darüber geschrieben, wie das Blut von Millionen von Juden, die in christlichen Ländern ermordet worden sind, immer noch zum Himmel schreit und wie wir Buße tun und das Land reinwaschen können. Möge der Herr dieses Buch segnen, damit es die Augen und Gesinnung vieler Menschen öffnen möge.“ Rev. Willem J. J. Glashouwer Vorsitzender von Christians for Israel International

AZAR GbR Schwarzauerstr. 56 | 83308 Trostberg Tel.: 08621 6498754 E-mail: info@azarnet.de www.azarnet.de

ISBN 978-3-944603-02-5


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