Jesus Maßstab in allem Band 1 Eigentümerhinweis Impressum Jesus - Maßstab in allem Band 1 Bibelzitate sind der Zürcher Bibel entnommen. ISBN 978-3-95459-519-8 Best,-Nr. 148519 © 2013 by Asaph AG, CH-8280 Kreuzlingen Umschlaggestaltung: bix-grafik Gesamtherstellung: Asaph AG, Schweiz
Vorwort Kapitel 1: Jesus ist einzigartig Kapitel 2: Jesus - Name Ăźber alle Namen Kapitel 3: Jesus und SĂźnde Kapitel 4: Jesus und Busse Kapitel 5: Jesus und die Wiedergeburt Kapitel 6: Jesus und die Gemeinde Kapitel 7: Jesus und die Taufe Kapitel 8: Jesus und Gehorsam Kapitel 9: Jesus und Wachstum Kapitel 10: Jesus und das Abendmahl
Vorwort Denn die er zum voraus ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, gleich gestaltet zu sein dem Bilde seines Sohnes, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. Römer 8,29 (Keiner) wie Er! So wie Albert Einstein all die kosmischen Gesetze in einer knappen Weltformel auf einen Nenner brachte, so hat Gott alles in einer Person konzentriert: in der Person Jesus Christus. Wer ihn sieht, sieht den Vater. Sieht den Sohn. Sieht den Menschen, so wie Gott ihn sich vorgestellt hat. Er ist der Erstling (1. Kor. 15,23). Er ist das Vorbild (1. Petr. 2,21). Er ist der Vorläufer (Hebr. 6,20). Das Ziel der ganzen Erlösung ist, zu werden WIE ER. Ein Künstler malt ein Jesusbild. Frisch kommt er voran. Erst, wie er das Antlitz malen will, stockt sein Fluss. Ein Entwurf nach dem andern landet im Papierkorb. Eine weitere Nacht arbeitet er fieberhaft. Endlich, im Morgengrauen, ist das Kunstwerk vollendet. Da plötzlich erschrickt der Meister: Er hat Jesus sein eigenes Gesicht gegeben. - Genau das Gegenteil wollen die vorliegenden Bibelarbeiten. Nicht wir wollen Jesus unsere Gedanken und Vorstellungen, unser Gesicht ü-
berstülpen. Wir möchten werden WIE ER. Leichtfertig wollen wir das nicht sagen. Jesu ist der Einzige. Hier erreichen wir seine volle Statur nie. Keiner wie ER. Eins aber wollen und müssen wir: Ihm ähnlich werden. In diesem Sinne noch drei Bemerkungen zu den vorliegenden Kapiteln: - Es sind Bibelarbeiten. Die vielen Bibelstellen sind gewollt. Im Sinne des Wortes Jesu: Durchforschet die Schriften, denn diese sind es, die von mir zeugen. - Und es sind Bibelarbeiten. Es geht um ein gewaltiges Thema. Ihm ähnlich werden ist kein Kinderspiel. Dazu braucht es die ganze Kraft der Erlösung - und unseren ganzen Einsatz der Heiligung. Die vorliegenden Kapitel wollen nicht gelesen sein wie leichte Literatur. - Schliesslich, wie könnte es anders sein: Jesus in der Mitte. Dennoch halten sich die Ausführungen nicht allein an Lehre, Leben und Werk Jesu, sondern verbinden auch »die Apostel und Propheten« (Eph. 2,20). Über allem ein herrliches Thema! Jesus ist Vorbild - wir eifern ihm nach. Er ist der Vorläufer - wir jagen ihm nach. Er ist der Erstling - wir folgen ihm nach. Zwar werden wir ihn hier nicht „einholen" - KEINER WIE ER. Aber wir werden ihm hier schon ähnlich - und
einstmals werden wir ihm gleich sein (1. Joh. 3,2): WIE ER. Jakob Zopfi
Kapitel 1: Jesus ist einzigartig Inmitten des buntscheckigen religiösen Panoramas, dem Kunterbunt an Religionen, Kirchen, Sekten, Heilsbringern, Propheten, Sehern, Grüblern und Enthusiasten bezeugt die Bibel und bezeugen wir: Jesus ist einzigartig, er der Gottessohn. Und die vielen anderen? Dies ist natürlich eine sehr ernste Frage. Es soll nicht auf den Buddhismus eingegangen werden, der die Gottesfrage kaum stellt. Dort werden vor allem die guten und bösen Taten in einem ewigen Gesetz registriert und die Verkörperung geschieht je nach Kontostand. Oder auf den Hinduismus wo Shiva, der höchste Gott, ein Gott der Zerstörung ist, der 33 Oberherren befehligt, dem jedem wieder 10 Millionen Götter zugeordnet sind. Heilig sind Affen, Ratten, Nashörner und natürlich die Kuh. So hat Ghandi gesagt: »Das eigentliche Wesen des Hinduismus liegt in der Beschützung der Kuh.« Kein Wunder, ist in der Sterbestunde eines Hinduisten ein Kuhschwanz von grosser Bedeutung.
Die grösste religiöse Herausforderung, vor allem für die Christen, ist aber der Islam, dem heute 1 Milliarde Menschen zugehören. Es ist noch nicht so Tange her, seit das 25-Millionenvolk der Perser vor unseren Augen nach dem Sturz des Pfauenthrons unter die grüne Fahne eines militanten Islams geriet. Es ist nicht verwunderlich, dass die weltliche Presse von einer „Erweckung" spricht, wenn von Indonesien bis Marokko die Kolonnen Mohammeds auf dem Vormarsch sind. Das trifft auch für Afrika zu: in Mali, Niger und Tschad sind es heute 60 - 85%; in Nigeria, mit 70 Millionen Einwohnern Schwarzafrikas volksreichster Staat, sind etwa die Hälfte Muslims - man könnte fortfahren. In den Schulen dieser Staaten darf Jesus nicht als Gottes Sohn erwähnt werden, sondern nur als einer von 124 000 Propheten. Eines der erklärten Hauptziele des Islam ist die Besetzung Jerusalems. Das alles erstaunt die Mohammedaner selbst - denn Mohammed und sein Koran kennen keinen universalen Missionsauftrag. Zwar führte Mohammed das Schwert, und der Koran befiehlt den "heiligen Krieg" (Dschihad): »Bekämpft sie ... Erschlagt sie ...«. 1 Das richtet sich gegen Heiden, Juden und Christen. Was uns betrifft, heisst dies im Klartext: »Und sprechen die Nazarener: Der Messias ist 1
Die Zitate sind einem Spiegel-Artikel entnommen.
Allahs Sohn. Allah schlag sie tot!« Es gibt wohl keine schwierigeren Missionsfelder auf der ganzen Welt als die Länder unter mohammedanischer Diktatur. Ihr „Missionsauftrag" bezieht sich aber auf die arabischen Länder, auch wenn mit grosser Zuversicht ertönt: »Die Moslems können die Welt regieren!« Weshalb macht der Islam Schlagzeilen? Verbunden mit diesem sensationellen Vormarsch ist die Reaktivierung der „Scharia", des vor etwa 1200 Jahren entwickelten islamischen Rechts. In Pakistan, Kuwait, Libyen und Saudi-Arabien z.B. wird ausgepeitscht, werden Hände, Füsse und Köpfe abgehackt - alles öffentlich und unter den Gebeten der Zuschauer, nach koranischem Recht. Beim Umsturz im Iran kommentierte ein Ayatollah die Hinrichtungswelle, der Tausende zum Opfer fielen, so: »Jene, die auf Erden mit Gott oder seinem Propheten gestritten oder Korruption auf Erden verbreitet haben, müssen getötet und nach ihrer Hinrichtung öffentlich aufgehängt werden, um sie dem Volke vorzuführen!« Dazu kommt eine puritanische Seite, die sich krass vom Sittenzerfall des Westens abhebt. Zwar stehen jedem Muslim, wenn er es finanziell vermag, vier Frauen zu, den Kalifen und Sultanen als Nachfolger Mohammeds gar neun -Mohammed soll neun bis vierzehn Frauen gehabt haben -und
noch das Paradies soll mit dunkeläugigen Mädchen bevölkert sein. Aber die neu aktivierten koranischen Forderungen müssen dem aufgeweichten christlichen Wesen geradezu asketisch erscheinen: Küssen und Tanzen sind in der Öffentlichkeit verboten, ebenso Alkoholgenuss und Glücksspiel. Wo sich die Einzigartigkeit Jesu vom Leben und der Lehre Mohammeds abhebt, zeigt folgender kurzer Überblick: Mohammed - sein Leben im Telegrammstil Zwischen 570 und 580 n.Chr. geboren; Vollwaise; Schafhirt; Karawanenhändler; Handelsvertreter; wird durch Heirat mit einer 15 Jahre älteren Witwe vermögend. Dem 40-jährigen erscheint der Engel Gabriel, um ihn zum Propheten Allahs zu ernennen. Raubzüge gegen Karawanen bringen reiche Beute ein. 603 n.Chr. nimmt er mit 10 000 Reitern Mekka ein. Er stirbt 63-jährig an einem heftigen Fieber. Die „Offenbarungen" werden zum Koran gesammelt. Die Lehre Mohammeds spiegelt sich in fünf Hauptpflichten der Mohammedaner: - Das Glaubensbekenntnis ist täglich auszusprechen. Es wird auch mehrmals täglich von den Türmen, den Minaretts, gerufen. Allah wirkt alles: Reichtum, Armut, Freude, Leid - alles. Er ist ein Despotengott, dem sich jeder zu ergeben hat, Islam heisst sich ergeben.
Der militante Monotheismus hat notgedrungen eine radikale Ablehnung Jesu als Sohn Gottes zur Folge. - Das Gebet ist f체nfmal t채glich zu halten. Bei Sonnenaufgang, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und eine Stunde nach Sonnenuntergang hat der Muslim nach einem bestimmten Ritual, nach Mekka gerichtet, zu beten. Da stoppt die Arbeit in den Fabriken, der Einkauf auf den Marktpl채tzen, da wird das Tennisspiel unterbrochen, da kniet der Steward im Flugzeug nieder und da wird sogar der Gebetsteppich am Rande der Autobahn entrollt. - Fasten; vor allein im Monat Ramadan jeden Tag von der Morgend채mmerung an bis zum Sonnenuntergang. - Almosen geben. - Eine Pilgerfahrt nach Mekka, dem ersten Heiligtum der Mohammedaner zu machen. Jesus ist einzigartig! Gerade auf dem Hintergrund eines so bedeutenden Beispiels wie des Islam ist Jesu Einzigartigkeit sehr deutlich zu erkennen. Dies zeigen folgende Tatsachen: 1. Jesu Kommen Alle Religionsstifter - Mohammed, aber auch Buddha, Konfuzius und all die andern - wurden
als Menschen geboren. Wie ganz anders bei Jesus: »Als aber die Erfüllung der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn ...« (Gal. 4,4). Während auf all die Religionsstifter keine einzige Weissagung hinwies, werden in einem Zeitraum von 4000 Jahren über 300 Einzelheiten des Lebens Jesu vorausgesagt. Dies beginnt schon auf den ersten Seiten der Bibel, in 1. Mose 3,15 ist der Hinweis auf die Jungfrauengeburt. Wir finden Bethlehem als Geburtsort in Micha 5,18, die Kreuzigung in Jesaja 53, in den Leidenspsalmen und in Sacharja 12. Das Alte Testament ist voller Bilder und Symbole auf Christus: Adam, Aaron, Melchisedek, Josua, Moses, Joseph, Isaak, David; die Arche, das Passa, die Schlange in der Wüste, die Felsen, die Stiftshütte, die Opfer, die Feste; das Propheten-, Priester- und Königsamt usw. KEINER WIE ER! 2. Jesu Leben Alle Religionsstifter waren Menschen - sie sündigten wie Menschen: »Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner, der verständig ist; es ist keiner, der Gott mit Ernst sucht; alle sind abgewichen, sie sind alle zusammen unnütz geworden; es ist keiner, der Gutes tut, es ist auch nicht einer.« (Röm. 3,10+11).
Buddha war ein verwöhnter Playboy - bis zur Stunde seiner "Erleuchtung", Mohammeds Leben wurde schon dargestellt. 2 über Jesus aber kann Petrus, der jahrelang engstens mit ihm zusammenlebte, sagen: »Er hat keine Sünde getan, noch ist Trug in seinem Munde gefunden worden.« (1. Petr. 2,22). Seine Feinde, die ihn mit Argusaugen bewachten, ob sie eine Ungeradheit in seinem Leben finden könnten, fordert Jesus öffentlich heraus: »Wer unter euch überführt mich einer Sünde?« (Joh. 8,46). Sie schwiegen, weil er sündlos war. Da war keine Habgier, keine Unwahrheit, keine Unreinheit, keine Lieblosigkeit, kein ungezügeltes Wort. ER war sündlos. Da ist KEINER WIE ER! 3. Jesu Dienst Wie seine Geburt ist seine Taufe einzigartig: »... die Himmel taten sich auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabschweben und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme aus den Himmeln sprach: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.« (Matth. 3,16+17). empfehlenswerte Literatur zum Thema: Gerhard Bergmann, Jesus Christus oder Buddha, Mohammed, Hinduismus? 2
Seine Lehre war anders, neu. »... denn er lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.« (Matth. 7,29). Man denke an die Bergpredigt oder die Endzeitreden! Seine Wunder konnte niemand zählen. 35 sind uns in den Evangelien berichtet: 3 Totenauferweckungen, 9 Naturwunder, 23 Krankenheilungen; auch Berichte über Massenheilungen sind ja nur Zusammenfassungen seines Wirkens. Allein Matthäus berichtet zwölfmal von solchen. Und der Apostel Johannes sagt: »Es gibt aber noch viel andres, was Jesus getan hat; und wenn eins nach dem andern aufgeschrieben würde, glaube ich, sogar die Welt könnte die Bücher nicht fassen, die geschrieben würden.« (Joh. 21,25). »Und alles Volk suchte ihn anzurühren, denn eine Kraft ging von ihm aus und heilte alle.« (Luk. 6,19). - Es gibt immer wieder bedeutende Lehrer, auch vollmächtige Wundertäter - aber da ist KEINER WIE ER! 4. Jesu Sterben Nichts in der Bibel ist so in Einzelheiten vorausgesagt wie das Leiden und Sterben Jesu: geschmäht und gegeisselt, unter Übeltäter gezählt, ans Kreuz genagelt, mit Essig und Galle getränkt, seine Kleider verlost; kein Bein gebrochen, mit dem Speer durchbohrt. Es war der einzigartige Heilstod: »Und er war
doch durchbohrt um unsrer Sünden, zerschlagen um unsrer Verschuldungen willen; die Strafe lag auf ihm zu unsrem Heil ...« (Jes. 53,5). »Ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid von eurem nichtigen Wandel, ... sondern mit dem kostbaren Blute Christi als eines untadeligen und unbefleckten Lammes, welcher vor Grundlegung der Welt zum voraus ersehen war ...« (1. Petr. 1,18-20). Es sterben Milliarden von Menschen - aber KEINER WIE ER! 5. Jesu Auferstehung Alle Religionsstifter sind tot, ihre Gebeine in Gräbern vermodert. Jesus aber lebt! So lautet die Engelsbotschaft: »Er ist nicht hier; denn er ist auferweckt worden, wie er gesagt hat. Kommet her, sehet den Ort, wo er gelegen hat; und gehet eilends hin und saget seinen Jüngern, dass er von den Toten auferweckt worden ist!« (Matth. 28,6+7). Das Grab ist leer, die Grabwache ohnmächtig, der Stein weggerollt -und elfmal erscheint Jesus seinen Nachfolgern als Auferstandener, bis zu 500 Jüngern in Galiläa (1. Kor. 15,5-8). Welch ein gewaltiger Unterschied zwischen allen Religionsstiftern und Menschen zu ihm: da ist KEINER WIE ER! 5. Jesu Himmelfahrt
Ein einzigartiges Ereignis krönt den Erdenweg Jesu: seine Himmelfahrt. »... wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, sodass er ihren Blicken entschwand.« (Apg. 1,9). Zwar wurde Henoch »hinweggenommen« (1. Mose 5,24), zwar fuhr Elia im feurigen Wagen gen Himmel (2. Kön. 2,11) - Jesus aber wurde »... in den Himmel emporgehoben und setzte sich zur Rechten Gottes.« (Mark. 16,19). Diese Himmelfahrt wertet Paulus so: »Daher hat ihn auch Gott über die Massen erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich beuge jedes Knie . ..« (Phil. 2,9+10). KEINER WIE ER! Wie sieht die Zukunftsperspektive aus? Folgendermassen: 7. Jesu Wiederkunft und seine Herrschaft Dass Jesus wiederkommt, gehört mit zum Kern seiner Botschaft: Joh. 14,3: »Und wenn ich hingegangen bin und euch eine Stätte bereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.« Und so schliesst die Bibel: »Es sagt der, welcher dies bezeugt: Ja, ich komme bald. Amen. Komm, Herr Jesus!« (Offb. 22,20). Er wird das universale Regiment antreten: »Und der siebente Engel posaunte; da erschollen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Die Herrschaft
über die Welt ist unsrem Herrn und seinem Gesalbten zuteil geworden, und er wird herrschen in alle Ewigkeit.« (Offb. 11,15). Natürlich gehört dies der Zukunft an und kann nicht als Beweis seiner Einzigartigkeit bezeichnet werden. Und doch ist in diesem Zusammenhang heute schon zu erkennen, wie wuchtig alle Endzeitzeichen, die Jesus in Verbindung mit seiner Wiederkunft nannte, vor unseren Augen in Erfüllung gehen. 8. Die Erfüllung seiner Weissagungen Kein Religionsstifter hätte es gewagt, Weissagungen zu geben, wie sie Jesus gab. Sie waren ja Menschen. Er aber hat nicht nur verheissen, dass er wiederkommt »... in der Herrlichkeit des Vaters ...«, er hat seinen Jüngern und uns verheissen: »Und siehe, ich sende die Verheissung meines Vaters auf euch ...« (Luk. 24,49). Das geschah denn auch wirklich, als die Jünger Pfingsten erfuhren (Apg. 2,1-4). Und heute wird die Erfüllung dieser Verheissung millionenfach erlebt von Menschen aller Nationen, Rassen und Kulturen. Jesus ist einzigartig!
Kapitel 2: Jesus - Name über alle Namen
Nomen est omen - Namen haben Bedeutung. Das trifft für Jesus zu. Eines der stärksten Argumente für seine Einzigartigkeit und Göttlichkeit ist, dass er Titel und Namen Gottes für sich beanspruchte was übrigens seine Gegner am meisten gegen ihn aufbrachte. Er beanspruchte sie nicht nur, sie wurden ihm auch von Gott Vater, von den Juden, den Jüngern, den Engeln und Dämonen gegeben. Herr, Christus, Messias, Retter, König, Richter, Erlöser, Schöpfer, Heiler u.a. Aber weitaus am häufigsten, 949mal, finden wir im NT den Namen JESUS. Wer den Vater sehen will, muss Jesus sehen. Wer wissen will, wie sich Gott den Menschen vorstellt, muss Jesus sehen. Darum schreibt Paulus so zentral von Ihm: »Und er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborne der ganzen Schöpfung; denn in ihm ist alles, was in den Himmeln und auf Erden ist, erschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Hoheiten oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen; und er ist vor allem, und alles hat in ihm seinen Bestand. Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Kirche, er, der der Anfang ist, der Erstgeborne von den Toten, damit in allem er den Vorrang hat.« (Kol. 1,15-18). Also jede Blume, jede Schneeflocke, jeder Gebirgs-
zug -jeder Mensch ist durch Ihn und zu seiner Verherrlichung geschaffen. Name über alle Namen Jesus! Der Name Jesus - von Gott angeordnet Wenn Paulus schreibt: »... daher hat ihn auch Gott über die Massen erhöht und ihm den Namen geschenkt, der über jeden Namen ist ...« (Phil. 2,9), bezieht er sich auf die Tatsache, dass Gott selbst diesen Namen anordnete: »Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.« (Matth. 1,21). »Und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Jesus geben.« (Engel Gabriel zu Maria, Luk. 1,31). Der Name Jesus - was er heisst Der Name Jesus ist die griechische Wiedergabe des hebräischen Jehoschua und heisst: Jahwe, der Herr ist (unsere) Rettung. Der Name Jesu sagt drei entscheidende Tatsachen aus: 1. Es geht im Kommen Jesu im letzten und eigentlichen um Rettung. 2. Dies ist Menschen unmöglich, es ist eine Tat Gottes: Jahwe rettet. 3. Und zu dieser Rettung musste Jesus Mensch werden. Jesus ist sein Rufname auf Erden; es hiessen damals manche Männer so. Paulus fasst dies in 1. Tim. 2,5+6 zusammen:
»Denn es ist e i n Gott, es ist auch e i n Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat ...«. Der Name Jesus - was er bedeutet für die Gemeinde Jesu Das „Anrufen des Herrn Jesus" geschah in der Urgemeinde so oft und mit solcher Intensität, dass dies zu einer generellen Bezeichnung der Christen überhaupt geworden ist. Saulus kommt nach Damaskus, um »... alle, die deinen Namen anrufen, zu fesseln.« (Apg. 9,14). Und so spricht er später in den Briefen die Gemeinden an: »... samt allen denen, die allerorten den Namen unsres Herrn Jesus Christus anrufen ...« (z.B. 1. Kor. 1,2). Bei der Taufe wurde der Name Jesu angerufen. So Ananias zu Paulus: »Steh auf, lass' dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!« (Apg. 22,16). Oder Jak. 2,7: »Lästern nicht sie den schönen Namen, der über euch ausgesprochen worden ist? (nämlich bei der Taufe).« In seinem Namen werden Dämonen ausgetrieben, in neuen Zungen geredet, mit Kranken gebetet etc. (Mark 16,17+18). Im Namen Jesu betet die Jüngerschaft zum Vater (Joh. 14,13; Joh. 16,23, 26+27), im Namen
Jesu empfängt sie den Missionsbefehl: »... und dass auf seinen Namen hin Busse zur Vergebung der Sünden gepredigt werden solle unter allen Völkern ...« (Luk. 24,47). Petrus sagt es zusammenfassend bei seiner Verteidigung vor dem Hohen Rat in Jerusalem so: »Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein andrer Name unter dem Himmel für die Menschen gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.« (Apg. 4,12). Kein Wunder, wollten die Oberen den Aposteln verbieten, »... durchaus nichts mehr verlauten zu lassen noch zu lehren auf Grund des Namens Jesu.« (V. 18). für die Hölle In Apg. 19,15 sagt ein böser Geist: »Jesus kenne ich ...«. Dämonen rufen aus: »Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, peinige mich nicht!« (Mark. 5,7). Im Namen Jesu sind Tod und Totenreich die Macht g enommen (1. Kor. 15,55). für den Himmel Nach Offb. 22,4 tragen die Erlösten seinen Namen auf ihren Stirnen. Im himmlischen Jerusalem ist Jesus der Mittler des neuen Bundes (Hebr. 12,24). Und der Abschluss der Offenbarung bringt die lebendige Hoffnung der Ge-
meinde aller Zeiten zum Ausdruck: »Amen. Komm, Herr Jesus!« (Offb. 22,20). Bekommt Jesus nach Offb. 19,12 im Himmel auch noch einen neuen Namen, bleibt Jesus doch der Name über alle Namen, »... damit in dem Namen Jesu sich beuge jedes Knie derer, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind ...« (Phil. 2,10). Und unser Name? Ist Jesu Name auch absolut einzigartig, so darf unsere Freude doch sein, dass »... unsere Namen in den Himmeln aufgeschrieben sind!« (Luk. 10,20). Nomen est omen - auch für uns, denn aus Abram wurde Abraham, aus Sarai Sara, aus Jakob Israel, aus Saulus Paulus, aus Joseph Barnabas, Sohn des Zuspruchs. Auch uns gilt die Verheissung: »Wer überwindet, dem will ich ... und will ihm einen weissen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt, als wer ihn empfängt.« (Offb. 2,17). Jesu Name aber bleibt der Name über alle Namen. Dr. Werner de Boor sagt dazu: »Darum haben wir keinen Grund, denen zu folgen, die in der Kirche den Jesusnamen gering achten und von Jesus lieber mit liturgischen oder theologischen Titeln reden zu sollen meinen. Der Name, den Gott selbst zum Namen über jeden Namen gemacht hat,
darf auch uns der grösste, höchste und schönste Name sein. Die Gemeinde erfährt es ja auch immer aufs neue: Gerade da, wo alles darauf ankommt, wo sie Menschen mit Vollmacht von Schuld lösen oder in Krankheit aufrichten darf, da, wo sie die schwerste Schlacht zu schlagen, wo sie Finsternismächten entgegenzutreten und Menschen aus teuflischen Banden zu retten hat, da fallen alle liturgischen Ausdrücke und dogmatischen Titel hin, da ist es der einfache Jesus - Name selber, in dem allein alle Vollmacht und der Sieg gegeben ist.« Und Paulus ermahnt Timotheus: »Behalte im Gedächtnis Jesus Christus, der von den Toten auferweckt worden ist ...« (2. Tim. 2,8) und die Kolosser: »Und alles, was ihr tut das tut alles im Namen des Herrn Jesus ...« (Kol. 3,17).