Pete Greig Dirty Glory
© Copyright der deutschen Ausgabe 2017 by Asaph-Verlag, mit Erlaubnis der NavPress. Alle Rechte vorbehalten. 1. Auflage 2017 Titel der englischen Originalausgabe: Dirty Glory, in den USA erschienen bei Tyndale House Publishers, Inc.© Copyright 2016 by Pete Greig. Alle Rechte vorbehalten. Aus dem Englischen übersetzt von Sabine Njock. Bibelzitate wurden im Allgemeinen der Übersetzung Hoffnung für alle entnommen (© 2015 by Biblica, Inc.®), ansonsten den folgendermaßen gekennzeichneten: S Bibeltext der Schlachter Übersetzung, Copyright © Genfer Bibelgesellschaft, CH-1204 Genf; ZB Die Zürcher Bibel (Ausgabe 2007) auf: bibleserver.com. Verwendet mit freundlicher Genehmigung des Verlags der Zürcher Bibel beim Theologischen Verlag Zürich, bei dem auch das Copyright für diese Bibelübersetzung liegt; NL Neues Leben. Die Bibel © 2006 SCM R. Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten; GN Gute Nachricht Bibel, revidierte Fassung, durchgesehene Ausgabe, © 2000 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart; NGÜ Bibeltext der Neuen Genfer Übersetzung – Neues Testament und Psalmen Copyright © 2011 Genfer Bibelgesellschaft; EB Revidierte Elberfelder Bibel (Rev. 26) © 2008 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten. Umschlaggestaltung: Betende Hände © Prixel Creative/Lightstock, All rights reserved. Foto des Autors by Jim NcNeish © 2016. Illustrationen: by Ben Connolly © Pete Greig. All rights reserved. Satz/DTP: Fontis Media, Jens Wirth Druck: Finidr, CZ Printed in the EU ISBN 978-3-95459-022-3 Bestellnummer 148022 Für kostenlose Informationen über unser umfangreiches Lieferprogramm an christlicher Literatur, Musik und vielem mehr wenden Sie sich bitte an: Fontis Media GmbH, Postfach 2889, D-58478 Lüdenscheid fontis@fontis-media.de – www.fontis-shop.de
Empfehlungen für dieses Buch Ich bin von der zentralen Bedeutung des 24/7-Gebets für Gottes Werk überzeugter denn je. Es passt zum Geist dieser Zeit. Dies ist Gottes Moment, alle Götzen sind gefallen und es gilt, Menschen vor das Angesicht Jesu zu bringen. 24/7-Gebet tut das für viele. – Justin Welby, Erzbischof von Canterbury 24/7 Prayer gehört heute zu den begeisterndsten und dynamischsten christlichen Organisationen der Welt. – Nicky Gumbel , Alpha und Holy Trinity Brompton Church, London Pete Greig ist eine ganz besondere Stimme in der Kirche und dies ist ein ganz besonderes Buch. Seine Worte durchtrennen jede unnötige Religiosität, bleiben dabei aber immer respektvoll. Pete erläutert, dass die dringendste Notwendigkeit heute nicht ein größerer geistlicher Aktivismus, sondern eine größere geistliche Vollmacht ist. Und der Schlüssel dafür ist das Gebet. Nichts in diesem Buch ist keimfrei sauber, denn es ist ein Ruf, sich die Hände im Dienst für Gott auf herrliche Weise schmutzig zu machen und im Gebet eindringlich für diese Welt einzutreten, die er so sehr liebt. – Matt Redman, Songwriter Ich hatte das Vorrecht, einige Jahre lang eng mit Pete Greig zusammenzuarbeiten. Wir leiteten Events auf der ganzen Welt, in Kirchen, Palästen und auf offenem Feld. Zeit mit Pete zu verbringen ist immer ein riesiger Spaß, auf brillante Weise inspirierend und absolut tiefgehend. Dirty Glory ist da keine Ausnahme. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Es war, als hätte man mir einen Schuss Adrenalin gegeben. Dieses Buch wird dich herausfordern, größer zu denken, mehr zu riskieren und „ohne Rücksicht auf Verluste“ zu lieben. Es erinnert uns daran, dass wir eingeladen wurden, das Abenteuer unseres Lebens zu erleben: Gott zu kennen und ihn bekannt zu machen. – Tim Hughes, Songwriter und Pionier von Worship Central, Birmingham Frisch, kompromisslos und belebend. Es macht Spaß, dieses brillant geschriebene Buch zu lesen. Die hier zusammengestellten persönlichen Geschichten machen deutlich, warum Gebet das gefährlichste Unternehmen überhaupt sein könnte. Es könnte dich an ungeahnte Orte führen. Komm heraus aus deiner Komfortzone und erlebe, was Gott heute wirkt. Oder, wie Pete sagen würde: Auf geht’s! – Johannes Hartl, Gebetshaus Augsburg
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit … (Johannes 1,14 S)
Gehe, wohin dich deine besten Gebete tragen. Öffne die geballten Fäuste deines Geistes und entspann dich. Atme tief ein, genieße die frische Luft und lass jeden Tag auf dich zukommen. Du darfst wissen, dass du wertvoll bist. (Frederick Buechner)
Ich werde oft gefragt, was bei 24/7 Prayer in letzter Zeit so läuft und ob dieser verrückten Rund-um-die-Uhr-Gebetsaktion nicht so langsam die Luft ausgeht. Nun, wir haben die ersten Jahre ständig angenommen, dass die Bewegung irgendwann abflauen würde, und manchmal sogar insgeheim gehofft, dass sie ganz eingeht, damit wir uns wieder den Dingen zuwenden könnten, die wir taten, ehe das Ganze ins Rollen kam. Doch durch diesen ersten unscheinbaren Gebetsraum wurde wie von selbst im Leben von über 2 Millionen Menschen ein Same gesät, und das an über 12.000 Orten, in den meisten christlichen Denominationen und in über der Hälfte aller Länder der Welt. Dabei staune ich immer wieder darüber, wie Gemeinden Erneuerung erlebten, neue Dienste entstanden und radikale junge Pioniere aus den Gebetsräumen herauskatapultiert wurden, um gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen. Journalisten (von der US-Zeitschrift Rolling Stone bis hin zum Reader’s Digest) haben darüber berichtet, und unzählige Menschen sind Jesus begegnet, viele davon zum ersten Mal. Das alles geschah wie durch Zufall. Das alles geschah, weil wir beteten. Wir hatten nur deshalb angefangen zu beten, weil wir nichts anderes mehr tun konnten. Doch als wir das taten, stolperten wir irgendwie in eine Geschichte hinein, die es wert war erzählt zu werden. In Red Moon Rising habe ich über unsere Abenteuer berichtet, doch wie sich herausstellte, war das erst der Anfang unserer Reise. Denn all das geschah noch vor einem furchtbar erschreckenden Treffen, das mich letztendlich viertausend Meilen von zu Hause entfernt auf den vergessenen Friedhof eines Ortes verfrachtete, der Blue Camp 20 genannt wird. Hier ist also das nächste Kapitel unserer Geschichte …
Für Gill Greig-Allen, die mich gelehrt hat, wie man betet, und die betet, während ich lehre.
Mein ganz besonderer Dank gilt Brian und Tracy Heasley, Jon und Mindy Petersen, Kelly und Zach Tietsort.
Ihr, die ihr mich richten wollt, richtet nicht allein das eine oder andere Buch, sondern kommt an jenen heiligen Ort, wo die Portraits meiner Freunde hängen, und schaut sie euch an: Dort, in ihren Gesichtern, seht die Geschichte Irlands. Bedenkt, wo eines Menschen Ehre zumeist beginnt und endet, und sagt dann, dass meine Ehre darin lag, solche Freunde gehabt zu haben. (William Butler Yeats)
Inhaltsverzeichnis Vorwort zur deutschen Ausgabe von Johannes Hartl .......................15 Vorwort von Bear Grylls ...................................................................17 Einleitung...........................................................................................19 1. Punk Messiah ...........................................................................29 Gegenwart – Begegnung mit Gott .................................................35 2. Die beste Zeit unseres Lebens ................................................37 3. Begegnungskultur .................................................................. 53 4. Das Paradigma der Gegenwart ...............................................75 Gebet – Gottes Gegenwart in der Kraft .................................... 103 5. Die gesamte Hölle ................................................................ 105 6. Super Bowl ........................................................................... 129 7. Blue Camp 20........................................................................ 153 Mission – Gottes Gegenwart in der Kultur ............................... 175 8. Seltsame Engel ..................................................................... 177 9. Porky der Pirat ...................................................................... 197 10. Das Wort auf der Straße ..................................................... 221 Gerechtigkeit – Gottes Gegenwart unter den Armen .............. 249 11. Boy’s Town ......................................................................... 251 12. The Foundery ..................................................................... 277 13. Dirty Dancing ..................................................................... 301 Freude – Gottes Gegenwart in uns ............................................. 323 14. Lasst uns anfangen ............................................................. 325 Leitfaden für Kleingruppen und zur Vertiefung ...................... 351
Tipps für Gesprächsgruppenleiter................................................... 353 Tipps zu Kapitel 1: Punk Messiah............................................. 354 Tipps zu Kapitel 2: Die Zeit unseres Lebens............................. 356 Tipps zu Kapitel 3: Begegnungskultur....................................... 358 Tipps zu Kapitel 4: Das Paradigma der Gegenwart................. 360 Tipps zu Kapitel 5: Die gesamte Hölle...................................... 362 Tipps zu Kapitel 6: Super Bowl................................................. 364 Tipps zu Kapitel 7: Blue Camp 20............................................. 366 Tipps zu Kapitel 8: Seltsame Engel .......................................... 368 Tipps zu Kapitel 9: Porky der Pirat........................................... 370 Tipps zu Kapitel 10: Das Wort auf der Straße........................... 372 Tipps zu Kapitel 11: Boy’s Town................................................ 374 Tipps zu Kapitel 12: The Foundery........................................... 376 Tipps zu Kapitel 13: Dirty Dancing........................................... 378 Tipps zu Kapitel 14: Lasst uns anfangen................................... 380 Was Wunder betrifft ....................................................................... 383 Endnoten . ....................................................................................... 385 Über den Autor ............................................................................... 391 Dank ............................................................................................... 393
Vorwort zur deutschen Ausgabe Johannes Hartl Es gibt diese Typen, die die Kategorien sprengen. Deren Sprache schon ganz anders klingt. Nicht nur Petes Sprache klingt anders. Irgendwie ist alles an ihm unkonventionell und provokativ. Doch sein Herz ist nicht das Herz eines Rebellen, sondern das eines Pilgers. Pete ist ein Abenteurer, ein Querdenker und – ein Beter. Mit seinen zerzausten Haaren und im ausgeleierten Wollpulli steht er auf der Bühne und gibt die tiefgründigsten Einsichten über Gott weiter, die man sich vorstellen kann. Pete ist wirklich anders. Seine Bücher, sein Vorbild und die Begegnung mit ihm haben meinen eigenen Weg nachhaltig geprägt. Er inspiriert mich, „out of the box“ zu denken und zu leben. Jesus auf radikal andere Weise nachzufolgen. Und nie im gemütlichen Kompromiss stecken zu bleiben. Pete und seine Freunde von 24/7 sind wilder als die meisten europäischen Christen. Du siehst einen Haufen fertig aussehender Punks und meinst, sie kämen gerade von einer wilden Partynacht heim? Nein, das ist das Gebetsteam von 24/7 Prayer, so könnte man es etwas spaßig formulieren. Heilige Grenzgänger, die keinerlei Berührungsängste mit der Welt kennen. Blickst du in ihre Augen, siehst du dort eine Leidenschaft brennen, die nur entsteht, wenn man lange in die feurigen Augen des Mannes der höchsten Leidenschaft geblickt hat: Jesus. The Vision is Jesus, würde Pete sagen. Augen, die sich nicht verschließen, den Dreck und das Leid dieser Welt zu sehen. Die nicht zu fromm sind, um schockierend ehrlich zu sein. Ja, sie haben die Herrlichkeit gesehen. Und sie sehnen sich danach, dass die Herrlichkeit hereinbricht. Doch nicht nur in Ge-
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danken und nicht nur im Kirchengetto. Sondern hier in dieser herrlich wunderschönen, unendlich traurigen, zutiefst gebrochenen Welt. Mitten im Dreck. Dirty Glory eben. Eine Gebetsbewegung steht auf. Rund um den Globus. Sie ist neu, sie ist frisch. Überall sieht sie anders aus. Pete Greig ist einer ihrer innovativsten Köpfe. Schnall dich an und lies weiter, auf welche Reise ihn seine mutigsten Gebete führten.
Vorwort Bear Grylls Ich weiß noch, dass ich ungefähr sechzehn Jahre alt war, als ich eines meiner ersten echten Gebete sprach. Ich bin als Kind nicht zur Kirche gegangen, doch ich habe immer an Gott geglaubt. Dann starb mein Patenonkel, der für mich wie ein zweiter Vater gewesen war, und ich war völlig am Boden zerstört. Ich erinnere mich, dass ich auf einen Baum kletterte und ein ganz einfaches Gebet sprach: „Wenn es dich gibt, dann steh mir bitte zur Seite. Sei mein Freund.“ Damit begann etwas, das nach und nach zum Rückgrat meines Lebens geworden ist. Sechs Jahre später, als mein Fallschirm riss und ich aus einer Höhe von mehreren Hundert Metern auf die Erde fiel, kannst du sicher sein, dass ich zu Gott geschrien habe. In einer solchen Situation gibt es nicht sehr viele Atheisten! Und vielleicht wurde mein Gebet erhört, denn der Chirurg sagte mir später, dass ich „um ein Haarbreit“ vollständig gelähmt gewesen wäre. Achtzehn Monate danach, als ich auf dem Mount Everest stand und vom Gipfel des höchsten Bergs der Erde aus völlig fasziniert auf die atemberaubende Erdkrümmung blickte, war es ganz natürlich zu denken: „Wow, Gott, das hast du alles geschaffen?“ Ich nehme an, das ist Anbetung. Und was für ein Vorrecht, gemeinsam mit dem Einen, der sie geschaffen hat, Berge zu besteigen! Mein christlicher Glaube ist für unser Leben als Familie und für meine Arbeit so oft ein verborgenes Rückgrat gewesen. Als ich Präsident Obama für eine Folge der Fernsehserie „Stars am Limit “ in die Wildnis von Alaska mitnahm, gab es diesen ganz besonderen Moment, als wir das Abenteuer mit einem gemeinsamen Gebet beende-
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ten. Dort draußen in der Wildnis findet man ziemlich schnell heraus, dass sogar die berühmtesten, beeindruckendsten Menschen sich die gleichen Fragen stellen und im Leben nach den gleichen Dingen suchen wie wir alle. Ein anderer US-Präsident, Abraham Lincoln, hat einmal bekannt: „Viele Male hat mich die überwältigende Überzeugung auf die Knie gezwungen, dass ich nirgendwo anders hingehen konnte.“ Ein kluger und demütiger Mann. Ich gehe wahrscheinlich nicht so oft zum Gottesdienst, wie ich sollte, doch ich beginne jeden Tag betend auf den Knien vor meinem Bett und bitte Gott um Kraft und Weisheit für den vor mir liegenden Tag. Das ist das Fundament meines Tages. Im Christentum geht es nicht um Religion. Es geht um eine authentische Beziehung mit Gott, darum, gehalten zu werden, Vergebung zu erfahren, Freude und ein Zuhause zu finden. Und im Herzen dieser Beziehung steht dieses Gespräch, das wir Gebet nennen. Wir bitten Gott um Hilfe, wenn das Leben hart ist, danken ihm für die guten Dinge und versuchen, die stille, sanfte Stimme seiner Führung zu hören. Obwohl ich weiß, dass Gebet sehr wichtig ist, finde ich es nicht besonders leicht. Ich bin ziemlich ungeduldig und habe Mühe, lange stillzusitzen. Das ist einer der Gründe, warum ich dieses Buch mag. Mein Freund Pete Greig hat es geschrieben, um ganz normale, „dreckige“ Menschen wie mich zu inspirieren und ihnen zu helfen, ein Stück mehr von Gottes Herrlichkeit zu entdecken. Dirty Glory ist die mächtige, persönliche und ehrliche Geschichte über das wichtigste Abenteuer unseres Lebens. Sie fließt aus dem Herzen und aus der Hand eines Gebetskämpfers, den ich schätze und bewundere.
Einleitung Ich will bekennen, wie der Herr uns seine Gnade erwiesen hat; immer wieder erzähle ich von seinen ruhmvollen Taten – wie er mit Liebe und Güte das Volk Israel umsorgte und es mit Wohltaten überschüttete. Jesaja 63,7
Ich hatte die Gelegenheit, in der Woche vor seiner Einsetzung als 105. Erzbischof von Canterbury mit Justin Welby durch England zu reisen. In jeder Stadt, die er auf dieser Reise besuchte, kamen riesige Menschenmengen zu einem Gebetstag in der jeweiligen Kathedrale zusammen. Und ganz zufällig besuchte er am letzten Tag seiner Reise Chichester, jene malerische, romanische Stadt, wo über ein Jahrzehnt zuvor die 24/7-Bewegung begonnen hatte. Es sollte ein besonders bewegender Tag werden. Die örtliche Polizei hatte offensichtlich nur mit ein paar älteren Damen mit kuriosen Hüten gerechnet, doch an jenem Tag war die Menschenmenge vor der Kathedrale von Chichester so groß, dass sogar der Verkehr zum Erliegen kam. Auch wir staunten nicht schlecht. Neben einem mit einer langen, schwarzen Robe bekleideten Mann auf dem kalten Steinfußboden einer gotischen Baracke zu knien, ist eigentlich keine sehr ansprechende Aussicht. Und doch waren Tausende ganz normal aussehende Menschen, von denen nur ganz wenige kuriose Hüte trugen, gekommen, genau wie in all den anderen Städten, einfach nur um zu beten. Niemand hätte zehn Jahre zuvor etwas Derartiges voraussehen können, als wir unsere „Expedition“ nur ein paar Straßen davon ent-
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fernt begonnen hatten: in einem improvisierten Gebetsraum in einem unscheinbaren Lagerhaus am Ende einer Sackgasse am Stadtrand. Damals hatten die Verantwortlichen der Kathedrale uns misstrauisch beäugt und als verrückte Außenseiter betrachtet, als Feuer spuckende Eiferer, radikalisierte Jugendliche, die das alles viel zu ernst nahmen. Doch ein Jahrzehnt ununterbrochenen Gebets in mehr als der Hälfte aller Länder der Welt hatte uns nun zwei Kilometer weitergebracht, in einen anderen Teil der Stadt. Aus dem von plumpen Graffiti umgebenen Gebetsraum am Stadtrand waren wir jetzt in dieses fächerförmig gewölbte, vor eintausend Jahren erbaute Gotteshaus im geografischen und seelischen Zentrum der Stadt gelangt. Als er sich seinen Weg durch die Menschenmenge vor der Kathedrale bahnte, blieb Justin Welby kurz neben einem Costa-CoffeeLieferwagen stehen. Der Fahrer saß im Führerhaus und war den Wogen der Pilger vollkommen ausgeliefert. „Wir erlösen die Nation von schlechtem Kaffee“, versprach der Slogan, der nun direkt über dem Kopf des Erzbischofs prangte. An allen Orten auf unserer Gebetstour hatten wir den Tag immer mit einem herzhaften Frühstück im Beisein des örtlichen Bischofs begonnen. Während er sein Porridge löffelte, hatte Justin Welby dann jedes Mal sehr beeindruckend über die drei für ihn wesentlichsten Prioritäten gesprochen. Das wichtigste Ziel, sagte er immer, sei die Wiederbelebung des Gebets und des religiösen Lebens, wobei er darauf aufmerksam machte, dass es, soweit er wisse, noch nie eine Erweckung in der Kirchengeschichte gegeben habe, die nicht mit einer Wiederbelebung des Gebets begonnen hätte. Seine zweite Priorität, so fuhr er dann fort, sei die Versöhnung, denn kaputte Beziehungen gebe es auf jeder Ebene der Gesellschaft: innerhalb von Familien, zwischen den verschiedenen Ländern und sogar innerhalb der Kirche. Alle anderen nickten dann natürlich zustimmend: der Bischof, der Superintendent, die Stiftsherren und auch ich. Als Nächstes ging der Erzbischof zu seiner dritten Priorität über: die Evangelisation, denn das Land brauche die gute Nachricht von Jesus. „Wir sind nicht nur eine Art Rotary Club mit einem spitzen Dach“, sagte er immer, wobei er munter auf seinem Toast kaute und die örtliche Hierarchie mit wachen Augen musterte. „Deshalb ist das Gebet das Allerwichtigste. Ohne Gebet wird es keine Erneuerung der Kirche geben, und ohne eine Erneuerung der Kirche gibt es sehr wenig Hoffnung für die Welt.“
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Ohne Gebet wird es keine Erneuerung der Kirche geben, und ohne eine Erneuerung der Kirche gibt es sehr wenig Hoffnung für die Welt. (Justin Welby) Das war sehr beeindruckend damals. Zehn Jahre lang waren Anhänger der 24/7-Bewegung in Hinterhof-Nachtclubs, unabhängigen Coffee Shops und Universitätsgeländen unterwegs gewesen, um für „Gebet, Mission und Gerechtigkeit“ die Trommel zu rühren. Paläste und Päpste sind wir nicht gewöhnt. In unserer Welt waren die Männer in langen Kleidern eher Transvestiten in den Nachtclubs von Ibiza, nicht ehrenwerte Mitglieder des Klerus, die uralten kirchlichen Institutionen vorstehen. Und doch saß ich jetzt direkt neben dem Leiter der drittgrößten Denomination der Welt, während er deklarierte, dass Gebet, Mission und Gerechtigkeit seine drei Hauptprioritäten waren. Es war absolut irre. Ich hätte beinahe gerufen: „Amen, Bruder! Halleluja!“ Aber so etwas tut man ja nicht, wenn man in einem Bischofspalast mit einem Mann frühstückt, der kurze Zeit später als Oberhaupt von 80 Millionen Menschen eingesetzt wird.
Blitze aufhalten
Natürlich hatte der Erzbischof recht. Die Bibel lehrt, dass das Gebet die mächtigste Veränderung bewirkende Kraft im Leben von Einzelnen, von Gemeinden und sogar von ganzen Völkern ist. Überall dort und jedes Mal, wenn Gottes Volk seine wahre Bestimmung, seine Besonderheit und seine Kraft wirklich wieder neu entdeckt, geschieht das durch Gebet. Und das Resultat einer solchen Erneuerung, wenn es sich wirklich um eine vom Heiligen Geist bewirkte Erneuerung handelt, ist zuerst, dass die Gemeinde wiederbelebt wird, und dann, dass die vorherrschende Kultur zur Ehre Gottes umgestaltet wird. Es gibt nicht ein einziges Beispiel für transformierende christliche Erneuerung, die nicht mit Gebet begonnen hat. Es mag wohl sein, dass die Zahl der Kirchgänger in den meisten westlichen Ländern sinkt, aber die Zahl der Menschen in der Bevölkerung, die beten, bleibt beständig hoch.1 75 bis 97 Prozent aller Amerikaner geben an, dass sie mindestens einmal pro Woche beten, und 57 Prozent beten sogar täglich.2 In Großbritannien hat eine von der Regierung durchgeführte Studie enthüllt, dass ein Viertel aller Menschen, die sich
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selbst als „nicht religiös“ bezeichnen, trotzdem „jeden Monat an einer geistlichen Aktivität teilnehmen, typischerweise Gebet“.3 Wir staunen oft, wie viele Nicht-Christen, die sich keine Predigten anhören würden, dennoch gerne möchten, dass man für sie betet. Das Gebet ist scheinbar größer als die Kirche. Es ist ein weit offenes Feld für einen missionarischen Kontakt mit einer post-christlichen Kultur, die aber immer noch für alles Geistliche erstaunlich offen ist. Aber dieses Phänomen ist nicht neu. Für die ersten Apostel Christi hatte das Gebet den Vorrang vor allen anderen Leitungsaufgaben, selbst angesichts der vielen Anforderungen eines spektakulären Gemeindewachstums (Apostelgeschichte 6,4). Sie hatten verstanden, dass sie als erneuertes Volk Gottes berufen waren, ein „Gebetshaus für alle Völker“ zu sein, eine Thematik, die wir im Verlauf dieses Buches behandeln werden. Auch heute sind sich Christen, die über so viele wichtige Dinge streiten, trotzdem meistens über die absolute Priorität der Berufung Christi einig, nämlich ein Volk zu sein, dass sich von ganzem Herzen dem Gebet widmet.
Das Gebet ist scheinbar größer als die Kirche. Es ist ein weit offenes Feld für einen missionarischen Kontakt mit einer post-christlichen Kultur, die aber immer noch für alles Geistliche erstaunlich offen ist. Im vierten Jahrhundert schrieb Johannes Chrysostomus ein leidenschaftliches Loblied, in dem das Gebet als „die Wurzel, die Quelle, die Mutter von tausend Segnungen“ beschrieben wird: Die Macht des Gebets hat die Stärke des Feuers bezwungen, sie hat die Wut der Löwen gezähmt, … Kriege beendet, die Elemente beruhigt, Dämonen ausgetrieben, die Ketten des Todes gesprengt, … Städte vor der Vernichtung bewahrt, die Sonne in ihrem Lauf gestoppt und Blitze aufgehalten.4
Die Versuchung ist groß, diese Formulierungen von Chrysosthomus abzuschwächen. Unsere eigenen Erfahrungen mit dem Gebet sind wahrscheinlich nicht ganz so dramatisch wie „Kriege beenden“ oder „Blitze aufhalten“. Und doch stammt jedes dieser Beispiele direkt aus der Bibel. Schadrach, Meschach und Abed-Nego haben „die Stärke des Feuers bezwungen“. Daniel „zähmte die Wut der Löwen“. Mose, Josua, Joschafat und Hiskia bedienten sich des Gebets, um „Kriege zu beenden“. Und so weiter, und so fort.
Einleitung
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Gebet, Mission und Gerechtigkeit
Natürlich kann die Arbeit durch Gebet allein nicht getan werden. Die meisten großen Kriegshelden der Bibel bewiesen eine ganz pragmatische Bodenständigkeit. Daniel betete gewissenhaft drei Mal am Tag, aber er traf auch sehr intelligente politische Entscheidungen. Mose hielt seine Hände in einem sehr lange andauernden Gebet gegen die Armee der Amalekiter erhoben, doch zur gleichen Zeit schwang Josua im Tal darunter sein Schwert. Der bekannte Gegner der Sklaverei William Wilberforce warnte dringend davor, „Gott im stillen Ort des Gebets zu vernachlässigen“, aber tatsächlich verbrachte er die meiste Zeit seines Lebens damit, Briefe zu schreiben, Reden vor dem Parlament zu halten und Meinungsbildung gegen die Sklaverei zu betreiben. Es gibt ein sehr schönes russisches Sprichwort: „Bete zu Gott, aber rudere weiter auf das Ufer zu.“ Gebet muss in eine Aktion münden, und deshalb geht es in diesem Buch auch um mehr als nur Gebet und Gegenwart Gottes. Es geht auch um Mission und Gerechtigkeit. Sicher, es geht darum, Gebete zu sprechen, aber auch darum, auf viele praktische Weisen zum Gebet zu werden.
*** Seitdem der erste Gebetsraum in Chichester sich wie ein Virus ausgebreitet hat, sind wir so wie Forrest Gump durch die ganze Welt gerannt, haben die Attentate vom 11. September, den Finanz-Crash, den Krieg gegen den Terrorismus, die Präsidentschaftswahlen und den Aufstieg von Taylor Swift im Gebet getragen. Da wir nie beabsichtigt hatten, eine Bewegung ins Leben zu rufen, fühlen wir uns auch nicht dafür verantwortlich, sie am Leben zu erhalten. Bis heute machen wir keine Werbung dafür und versuchen auch nicht, irgendjemand davon zu überzeugen, Gebetsräume oder Boiler Rooms5 zu starten. Die Leute scheinen es einfach tun zu wollen, und so versuchen wir, ihnen dabei zu helfen. Wir sind über die Jahre ein wenig besser organisiert und effizienter geworden, aber wir haben immer noch keinen wie auch immer gearteten Plan für Marketing oder eine globale Vorherrschaft. Seit über 15 Jahren sind wir ziemlich konstant in einem Zustand des Staunens darüber, wo Gott uns hinführt und wie die Bewegung auf überraschende Weise immer neue Formen annimmt. Beim Schreiben dieses Buches ist mir deshalb völlig klar, dass mein Anteil an 24/7 lediglich eine Perspektive unter vielen, ein kleiner Teil
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des Ganzen ist. Erst gestern Abend hat mir eine Verlegerin erzählt, dass die Idee, ihren neuen Verlag zu starten, durch einen göttlichen Auftrag ausgelöst wurde, den sie in einem Gebetsraum empfangen hatte. Ein landesweit bekannter Professor der Psychologie hat mir vor Kurzem berichtet, dass sich viele seiner lehrreichsten Erfahrungen in Gebetsräumen abgespielt haben. Einer meiner besten Freunde bekannte, dass er erst nach einer Reihe von Gebetswachen den Mut gefunden hatte, seine hübsche Freundin zu heiraten. Er hatte mit Gott gerungen, ehe er seine Angst vor einer festen Beziehung endlich überwinden konnte. Gott webt eine Million persönlicher Erfahrungen zu einem Ganzen zusammen und erschafft damit eine Geschichte, die uns alle weit überragt. Deshalb kann dieses Buch unmöglich die Geschichte von 24/7 Prayer sein. Es ist lediglich mein persönlicher Bericht des Ganzen, vermischt mit den Erfahrungen von drei speziellen Freunden: von Brian Heasley, dem irischen Ex-Sträfling, der unsere Arbeit auf der Mittelmeerinsel Ibiza startete, Kelly Tietsort, die aus der Enge des amerikanischen Bible Belts wegzog, um in einer ummauerten, von der mexikanischen Mafia kontrollierten Stadt mit Prostituierten zu arbeiten, und Jon Petersen, der in Japan aufwuchs, seine Familie im Rotlichtviertel von Amsterdam aufzog und heute in Denver lebt, am Fuß der Rocky Mountains im Bundesstaat Colorado. Ich bin ihnen zu Dank verpflichtet, weil sie mir erlaubt haben, nicht nur meine, sondern auch ihre fantastischen Erlebnisse mitzuteilen. *** Dirty Glory ist eine Fortsetzung meines ersten Buches Red Moon Rising, aber ich habe versucht, es auch für neue Leser zu schreiben. Es geht darin um vier übergreifende Themen: 1. Inkarnation. Wie der Titel schon suggeriert, ist Dirty Glory („dreckige Herrlichkeit“) eine Zelebration der Fleischwerdung: „Das Wort wurde Fleisch.“ Aus diesem Grund gibt es so viele Geschichten von der Herrlichkeit Gottes, die sich an ganz unwahrscheinlichen Orten und durch ganz gewöhnliche, schmutzige Menschen wie dich und mich manifestiert. Es ist, so hoffe ich, eine Botschaft der Gnade an uns alle. 2. Das Paradigma der Gegenwart. Das Paradigma der Gegenwart, das in diesem Buch erläutert wird, ist eine interessante
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Weise, die Botschaft der Bibel und den Sinn des Lebens an sich aus Gottes Sicht zu betrachten, denn er möchte in erster Linie Freundschaft, Familie und Partnerschaft. Das wiederum prägt die Art, wie wir beten, die Art, wie wir das Evangelium predigen, und die Art, wie wir die Armen zu lieben versuchen. 3. Das Gebetshaus. Dieses Buch geht auch darauf ein, was es wirklich bedeutet, ein „Gebetshaus für alle Völker“ zu sein (s. Jesaja 56,7), wahrscheinlich einer der wichtigsten und am häufigsten falsch angewendeten Sätze der Bibel. Warum ist das Gebetshaus so überaus wichtig für Jesaja, für Jesus und auch für uns heute? Du wirst feststellen, dass in jedem Teil von Dirty Glory eine unterschiedliche Facette dieser Thematik erläutert wird. 4. Das Gebetsleben. Es ist wahrscheinlich unvermeidlich, dass der wichtigste Punkt, der in diesem Buch behandelt wird, das Gebet selbst ist. Anhand der Lektionen, die wir im Laufe der 15 Jahre ununterbrochener Fürbitte gelernt haben, haben wir diese Geschichten zusammengestellt in der Hoffnung, dich für das Gebet zuzurüsten und zu inspirieren. Es ist entmutigend festzustellen, wie selten man gründlich über Gebet lehrt, obwohl es auf die eine oder andere Weise auf fast jeder Seite der Bibel auftaucht und obwohl es der einzige Bereich war, in dem die Jünger Jesus ausdrücklich um Unterweisung gebeten hatten. Du erinnerst dich wahrscheinlich an die peinliche Begebenheit, als die Jünger für einen Jungen beteten, der unter schlimmen epileptischen Anfällen litt, dies aber keinerlei Wirkung zeigte. Man kann annehmen, dass er, während sie beteten, vor ihren Augen einen Anfall hatte, denn wie hätten sie sonst wissen können, dass er nicht geheilt wurde? Es war sicherlich ein demütigender Vorfall für die Jünger und eine schmerzliche Erfahrung für den Jungen und seinen Vater. Doch dann kehrte Jesus vom Berg der Verklärung zurück und heilte ihn auf der Stelle. Dabei erklärte er seinen beschämten Anhängern, dass diese Art „nur durch Gebet ausgetrieben werden“ kann (Markus 9,29). Man kann sich gut vorstellen, dass sie darüber empört waren. Was dachte er denn, was sie getan hatten? Hatten sie nicht ebenfalls gebetet? Zählten ihre Gebete denn nicht?
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In dieser dramatischen Begegnung sehen wir, dass die Gebete einiger Menschen manchmal wirkungsvoller sind als die anderer. Nicht jedes Gebet wiegt gleich schwer. Vielleicht schrecken wir vor einer solchen anscheinenden Abstufung der Fürbitte zurück, aber gleichzeitig wissen wir aus eigener Erfahrung, dass es diese Unterschiede gibt. Wer hat es denn noch nicht erlebt, dass sein Glaubenslevel nach einer Zeit geistlicher Zurüstung oder nach einer besonderen Segnung höher war als sonst? Wer kennt denn nicht mindestens einen treuen, alten Christen, dessen Gebete Dinge bewegen können, die ein ganzes Stadion voller junger Zeloten nicht einmal peripher berühren könnten? Wir leben heute in einer besonderen Zeit großer, weltumspannender Mobilisierung im Bereich der Fürbitte. In den westlichen Ländern und besonders in den Entwicklungsländern schießen Gebetsinitiativen wie Pilze aus dem Boden. Viele Menschen sammeln sich in riesigen Veranstaltungssälen oder auch online, einfach nur um zu beten. In einer solchen Zeit ist es wichtig sich zu erinnern, dass Gottes Hand nicht durch das Erreichen einer bestimmten „kritischen Masse“ bezwungen wird. Die Erweckung wartet nicht auf ein weiteres Mega-Meeting oder auf eine weitere Million abgeleisteter Fürbitte-Stunden, ja, ich wage sogar zu sagen: noch nicht einmal auf einen weiteren 24/7-Gebetsraum. Was in einer Zeit wie unserer, in der so viele Menschen so viel beten, am dringendsten benötigt wird, ist nicht noch mehr Aktivismus, sondern mehr geistliche Autorität. Es ist absolut wichtig und dringend, dass wir lernen, mit Gott im Gebet zusammenzuarbeiten, und doch sind unsere Kanzeln und Rednerpulte meistens stumm, wenn es darum geht, wie und warum wir beten sollen. Genau wie damals kommen Suchende deshalb auch heute immer noch zu Jesus mit der alten Bitte: „Herr, lehre uns beten“ (Lukas 11,1 S). Wenn unser Auftrag in dieser Gesellschaft also mehr sein soll als eine Marketingkampagne, wenn unsere Taten christlicher Barmherzigkeit mehr sein sollen als gut gemeinte Sozialhilfe, wenn unsere Gemeinden etwas anderes sein sollen als religiöse Vereine, wenn unsere Stimme mit der Autorität der prophetischen Dissonanz in unserer heutigen Gesellschaft hörbar sein soll, wenn es mehr und mehr Wunder geben soll, wenn das Evangelium gepredigt werden soll „mit
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den mitfolgenden Zeichen“ (Markus 16,20 L), wenn das Reich Gottes wirklich „nicht in Worten, sondern in Kraft“ bestehen soll (1. Korinther 4,20 S), wenn unser Glaube eine reale, innige, dialogorientierte Beziehung mit dem lebendigen Gott sein soll, dann müssen wir herausfinden, wie wir beten sollen. Ein anderer Grund, warum ich diese Geschichten erzähle, ist, um dich zu inspirieren, Gott mit einer neuen Leidenschaft zu suchen. Zu wissen wie wir beten können, ist nicht so wichtig wie beten zu wollen. Meine Absicht ist deshalb, unsere Erfahrungen auf eine Weise weiterzugeben, die dich darin erinnern soll, dass Gebet funktioniert und dass es sich am Ende immer gelohnt haben wird. Deshalb hatte ich in Red Moon Rising aufgeschrieben, was wir in den ersten fünf Jahren von 24/7 Prayer erlebt haben, und das Buch hatte einen völlig unerwarteten Impakt. Doch unser Denken hat sich seit dem Schreiben des ersten Buches natürlich weiterentwickelt und die neuen Berichte über erhörtes Gebet sind sogar noch erstaunlicher als jene, die wir in den ersten fünf Jahren aufgezeichnet haben. Ganz oft haben wir einfach nur staunend mit dem Kopf geschüttelt, auf welche wunderbaren Weisen Gott Gebete erhört. Auch wenn es eine Herrlichkeitsgeschichte ist, ist es doch eine besondere Art der Herrlichkeit, die meistens an kaputten Orten und verwirrten Menschen sichtbar wird, die sich selten so geistlich fühlen, wie die Berichte sie erscheinen lassen. Ich habe deshalb versucht, ganz aufrichtig zu sein, sowohl über das Wunderbare dieser Reise des ununterbrochenen Gebets seit dem Beginn dieses Jahrtausends als auch über die Kämpfe und die realen, unschönen Fragen, mit denen wir oft unausweichlich konfrontiert wurden. Jetzt bin ich also hier. Ich ziehe mir einen Stuhl heran und sage grinsend: „Du wirst nicht glauben, was da los war.“ Und dann habe ich vor, dir eine Geschichte nach der anderen zu erzählen, dich mit Ideen zu bombardieren, und das so lange, bis du mich schließlich anflehen wirst aufzuhören. So lange, bis du die Hände in die Luft wirfst und ausrufst: „Okay, okay! Ich hab’s begriffen. Ich verstehe, was du meinst, Pete. Hör jetzt auf darüber zu reden und lass uns endlich anfangen. Lass uns direkt zur Sache kommen. Lass uns beten!“
Gott, mein Vater, du liebst uns zu sehr, als dass du uns so lässt, wie wir sind. Jesus, mein Herr, du lebst, um für uns Fürbitte zu tun. Heiliger Geist, du betest in diesem Moment für uns mit Seufzern, die über Worte hinausgehen, deshalb führe uns hinaus an die wilden Grenzen des Glaubens. Möge dieses Buch ein wenig Übermut in unser Leben säen. Mögen diese einfachen Geschichten uns aufwecken. Mögen sie Salz auf unsere Lippen reiben und wie ein Defibrillator auf unsere Herzen wirken. Möge ein heftiges Verlangen nach deiner Gegenwart in uns aufsteigen, das größer ist als die Vorliebe für unsere aktuellen Umstände. Möge uns der Rahmen der Normalität immer weniger tolerierbar erscheinen. Dränge uns wieder zu staunen; inspiriere uns, innovativ zu sein; provoziere uns, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen. Pete Greig, Guildford, Pfingsten 2016
1 Punk Messiah Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit … (Johannes 1,14 S)
Gottes Geschichte beschreibt von Anfang bis Ende, wie Herrlichkeit dreckig und Dreck gesegnet wird. Der Schöpfer erschuf die Menschheit aus dem Staub der Erde, und falls wir an dem Tag ein wenig Dreck in den Furchen seiner Hände hinterlassen haben, dann war das bestimmt ein Hinweis auf das, was danach passieren würde. Als Gott uns neu erschuf, ging er zuerst zu einem Mädchen im Teenageralter, dann zu ungewaschenen Schafhirten und später zu heidnischen Sterndeutern. Gott sprach das Evangelium wie ein schmutziges Wort in eine religiöse Gesellschaft hinein. „Das Wort“, sagt uns Johannes zu Beginn seines Evangeliums, „wurde Fleisch“. Das lateinische Wort, das hier verwendet wird, ist caro, von dem wir „karnivor“ (fleischfressend), „Inkarnation“, „Karneval“ und im Englischen sogar „carnal“ (sinnlich) ableiten.1 Gott wurde ein Klumpen Fleisch, ein Faschingsumzug, ein Mensch wie jeder andere. Johannes spielt hier mit unseren Gedanken. Er wusste ganz genau, dass diese erste Wortsalve eine schockierende, vielleicht sogar gotteslästerliche Weise war, sein Evangelium zu beginnen. So wie Malcolm McLaren, Alexander McQueen oder Quentin Tarantino versucht er Aufmerksamkeit zu erregen, drängt sich seinen Lesern auf und fordert eine Reaktion. „Am Anfang“, sagt er, womit er den Eröffnungssatz der Bibel aufgreift und uns alle in eine falsche religiöse Sicherheit einlullt. Ich stelle mir vor, wie Johannes an dieser Stelle verschmitzt pausiert, gerade lang genug, dass jeder Sohn Abrahams den Satz unrichtig ver-
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vollständigen kann. „Am Anfang“, und nun fährt er fort, „war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Es ist die bekannte Schöpfungsgeschichte, aber ganz frech neu aufgemacht. Die Hauptrolle spielt ein mysteriöser neuer Aspekt Gottes, dessen Name an eine Art Superheld aus einem Marvel-Comic denken lässt: das Wort. Und doch war für die griechischen Leser des Johannesevangeliums, also die überwiegende Mehrheit aller Christen, die es zur Zeit seiner Entstehung gab,2 das Wort im Grunde kein neues Konzept. Für sie war es das bekannte Logos der ihnen vertrauten Philosophie, das göttliche, Leben spendende Prinzip, das den Kosmos durchdringt. Was für sie befremdlich klingen musste, war, dass Johannes so ausdrücklich diesen heidnisch-griechischen Gottesbegriff mit dem Schöpfergott des jüdischen Monotheismus in Verbindung brachte. „Das Wort“, sagte er unmissverständlich, „war Gott.“ Mit den ersten dreißig Worten seines Evangeliums hat Johannes somit in der Tat seine gesamte Zuhörerschaft sowohl bestätigt als auch entfremdet – Griechen wie Juden. Und während wir alle noch von diesem ersten theologischen Hieb benommen sind, versetzt uns Johannes wie ein Preisboxer im Ring gleich den nächsten Schlag: „Das Wort“, sagt er, „wurde Fleisch.“ Dieser Satz raubt uns den Atem. Er schockiert die Juden, die einen ausführlichen Katalog mit 613 Regeln zur Trennung von „heilig“ und „weltlich“ hatten, aber auch die Griechen, die das Fleisch mit seinen übelriechenden Vereiterungen und peinlichen Grundinstinkten zutiefst verachteten. „Das Wort wurde Fleisch.“ Stellen wir uns einmal vor, wie alle fassungslos nach Luft schnappen. Die zusammengezogenen Augenbrauen. Frauen, die ihre Männer ansehen mit der stummen Frage: „Hat er das gerade wirklich gesagt; habe ich richtig gehört?“ Und die Männer, die zu den Ältesten schauen und fragen: „Ist das okay?“ Es ist eine Punk-Rocker-Theologie. Ein laut herausgeschrienes „Hallo!“ „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir haben seine Herrlichkeit gesehen.“ Ein Bibellehrer kommentiert, dass dies „möglicherweise der bemerkenswerteste Vers des Neuen Testaments ist und mit Sicherheit der Satz, der Johannes motivierte, sein Evangelium zu schreiben.“3 Gottes unendliche Herrlichkeit ist, wie Eugene Peterson es in seiner modernen englischen Bibelübersetzung The Message ausdrückt, „ganz in unserer Nähe eingezogen“ (Johannes 1,14). Er hat unsere Menschlichkeit voll und ganz bejaht. Er hat
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sich vollkommen mit uns identifiziert, sowohl mit unserer Freude als auch mit unserem Leid. „Gott machte ihn, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde“, erklärt der Apostel Paulus. Das Wort hat nicht nur vorgespielt, Fleisch zu werden. Er hat sich nicht lediglich von einer moralisch höheren Ebene aus mit der Menschheit verbunden. Jesus wurde für uns Sünde, „damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden“ (2. Korinther 5,21 ZB). Das ist die absolut unfassbare Botschaft der Inkarnation Christi: Gottes Herrlichkeit wurde Dreck, damit wir, der Abschaum der Erde, genau diese Herrlichkeit Gottes werden könnten. Somit ist das unser Glaubensbekenntnis. Wir glauben an die gotteslästerliche Herrlichkeit von Emmanuel: „Unendlichkeit dahingeschwunden zur Kindheit“, wie einst ein Dichter schrieb.4 Wir glauben an Allmacht, die sich der Zügellosigkeit ausliefert. An den Namen über allen Namen, der als illegitim verlästert wird. Wir glauben, dass Gottes ewiges Wort einst wie ein Säugling geschrien hat, dass er, als er sprechen lernte, mit einem regionalen Akzent sprach. Der Schöpfer des gesamten Alls baute Tische, und sehr wahrscheinlich hat er es anfangs nicht so gut hinbekommen. Der Heilige Israels hatte Dreck in den Furchen seiner Hände. Hier ist unser Gott – der souveräne Herrscher, der „sich entleerte und die Natur eines Menschen annahm“, wie eine beliebte Hymne aus dem ersten Jahrhundert es ausdrückte (vergleiche Philipper 2,7). Die Allwissenheit, die „Gehorsam lernte“, wie uns der Hebräerbrief lehrt (Kapitel 5, Vers 8). Der König, der in einem Stall zur Welt kommt. Der Christus, dessen erstes öffentliches Wunder bei einer Party stattfand und mehr als hundert Gallonen Wasser in richtig guten Wein verwandelte. Und heute, zweitausend Jahre später, versuchen manche religiösen Leute immer noch, ihn wieder in Wasser zu verwandeln. Und natürlich waren es genau solche Leute, die ihn damals beschuldigten, zu viel feiern. Gerüchte waren jeden Tag seines Lebens sein ständiger Begleiter, und er unternahm nur sehr wenig, um sie zum Schweigen zu bringen.
Perfekter Dreck
Du erinnerst dich wahrscheinlich an die Geschichte über Jesus, bei der er eine Samariterin mit zweifelhaftem Ruf um einen Becher Wasser bat (als ob er nicht wüsste, wie das für andere aussehen musste).
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Und auch daran, dass er Zeloten, Dirnen, Fischer, verachtete Steuereintreiber und Donnersöhne anwarb. Und wie er bei einer vornehmen Dinner-Party eine parfümierte Fußmassage genoss. In einem Kommentar sagt ein Bibellehrer über die Frau in dieser Situation: „Was sie hier tat, wird (zumindest von Männern) als erotisch empfunden worden sein. Vor einer solchen Gesellschaft mit offenem Haar zu erscheinen, wird einem Auftritt ‚oben ohne‘ entsprochen haben. Kein Wunder, dass der Gastgeber Simon ernste Zweifel an dem Status von Jesus als heiliger Mann anmeldete.“5 Jesus machte sich selbst immer wieder unrein, indem er Unberührbare berührte: Leprakranke, Frauen während ihrer Menstruation und sogar Leichen. Er ließ sich auf die Knie nieder und wusch die Zehen von Männern, die in Sandalen neben Eseln auf staubigen Straßen gewandert waren. Und mit Dreck in den Furchen seiner Hände klagte er jene an, deren Hände rein von Sünde waren. Hast du gehört, was er über die weißgetünchten Gräber sagte (Matthäus 23,27)? Oder über den pflichtschuldigen Sohn, der den verlorenen Bruder verachtete, der ohne einen Pfennig Geld in der Tasche wieder nach Hause getaumelt kam und nach Schwein stank (Lukas 15,30)? Oder etwa die Geschichte von dem schmutzigen, schäbigen Steuereintreiber, dessen schluchzende Entschuldigung von Gott erhört wurde, während die wohlformulierten Gebete eines gerechten Pharisäers von der Decke abprallten (Lukas 18,9–14)? Das Wort erzählte dreckige Geschichten, und diese Geschichten erzählten das Wort. Gekränkt wuschen sie sich vor ihm die Hände in Unschuld: Pontius Pilatus, der Hohepriester und sogar Simon Petrus. Und sie hängten ihn da draußen auf und ließen ihn sterben. Ein verfluchter Leichnam, ein Zimmermann, der an ein grobes Stück Zimmermannswerk genagelt war, während die Sonne im Mittleren Osten unterging. Am Ende war alles erloschen, die Sonne und auch der Sohn. Asche zu Asche, Staub zu Staub. Die Herrlichkeit hatte den Weg allen Fleisches genommen.
Wir glauben an das fleischgewordene Wort, das unter uns wohnte wie eine Art Gebet und uns aussendet, um in jeden dunklen Winkel seiner Schöpfung dazu das ‚Amen‘ zu sprechen.
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Doch der Dreck konnte ihn nicht lange festhalten. Drei Tage danach ging die Sonne wieder auf und der Sohn stand wieder auf. Nun, da er alles tun und überall hingehen konnte, was würde er tun und wo würde er hingehen? Aus der gesamten Schöpfung, aus der gesamten menschlichen Bevölkerung wählte Jesus als Erstes eine Frau aus, der er erschien. Eine Frau in einer Macho-Gesellschaft, in der man sich weigerte, Frauen die Torah zu lehren, und ihre Aussage vor Gericht nicht gelten ließ. Maria Magdalena war eine Frau mit vielen Schattierungen, eine Frau mit einem zweifelhaften Ruf, von der sieben Dämonen ausgetrieben worden waren. Es war der größte Augenblick ihres Lebens. Und doch, wie peinlich, hielt sie im ersten Moment den auferstandenen Jesus für einen gewöhnlichen Gärtner, für einen Mann, der am Anfang eines neuen Arbeitstages noch Dreck in den Furchen seiner Hände hatte. Und trotzdem hatte er sie ganz absichtlich als seinen ersten Apostel ausgewählt: eine andere Maria für eine andere Geburt, eine andere Eva in einem anderen Garten.6 Auch das ist für manche bis heute ein Anstoß. Ja, wir glauben an das fleischgewordene Wort, das unter uns wohnte wie eine Art Gebet und uns aussendet, um in jeden dunklen Winkel seiner Schöpfung dazu das ‚Amen‘ zu sprechen. Gott sucht sich absichtlich dümmliche Leute wie uns aus: „Das Törichte dieser Welt …, um die Weisen zu beschämen“ (1. Korinther 1,27 ZB). Perplex über diese Gnade, gehen wir überall hin, wohin er uns sendet, essen das, was uns vorgesetzt wird, knien in der Gosse nieder und machen aus den unwahrscheinlichsten Plätzen Orte des Gebets. Wir integrieren uns eifrig in eine moralisch fragwürdige Welt und tragen die Erkenntnis seiner Herrlichkeit „in irdenen Gefäßen, um zu zeigen, dass diese alles überragende Kraft von Gott ist und nicht von uns“ (s. 2. Korinther 4,7). Zusammen mit allen Engeln, Erzengeln und jener großen Gemeinschaft von knorrigen, alten Heiligen glauben wir, dass diese ganze dreckige Welt dann bald irgendwann erfüllt sein wird von der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes. Er wird noch einmal seinen Atem auf den Staub der Erde hauchen. Und an jenem Tag wird sich jedes Knie beugen. Jede gotteslästerliche Zunge wird ausrufen: „Oh mein Gott!“ Jede Hand wird sich in völliger Ergebung heben. Und er wird jene auswählen, die Dreck in den Furchen ihrer Hände haben, genau wie er es auch immer hatte. Das Fleisch wird zum Wort werden und für alle Ewigkeit mit ihm in der Herrlichkeit wohnen.
Selah
Obwohl das Wort selah vierundsiebzig Mal in der hebräischen Bibel auftaucht, weiß niemand wirklich, was es genau bedeutet. Es kommt am häufigsten in den Psalmen vor und könnte deshalb eine Anmerkung an den Chorleiter gewesen sein, die eine Änderung des Versmaßes, des Rhythmus oder der Melodie markierte. Selah bedeutete wahrscheinlich „Pause“. Doch nicht nur das: Die hebräische Wurzel des Wortes scheint das Wort calah zu sein, welches „hängen“ oder „wiegen“ bedeutet. Selah könnte also auch eine Erinnerung an die Gottesdienstbesucher sein, die Worte, die sie gerade gesungen oder gebetet hatten, noch einmal genau abzuwägen. In diesem Buch wirst du am Ende jedes Kapitels die Einladung zu einem selah finden, also zu einer Pause, in der du über die Worte, die du gerade gelesen hast, noch einmal nachdenkst. Es ist die Gelegenheit, nicht schnell zum nächsten Kapitel weiterzuhasten, sondern anzuhalten und zu reflektieren. Es ist eine Erinnerung, in die Stille zu gehen, damit dieses Buch über Gebet für dich zu einem persönlichen, lebendigen Gespräch mit Gott werden kann.
Gegenwart Begegnung mit Gott Meines Vaters Haus … (Johannes 2,16 L)
Wenn du nicht selbst mitgehst, so führe uns nicht von hier hinauf! Denn woran soll denn erkannt werden, dass ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, ich und dein Volk, als daran, dass du mit uns gehst, sodass ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor jedem Volk, das auf dem Erdboden ist? (2. Mose 33,15–16 S)