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Stanley Howard Frodsham Smith Wigglesworth Apostel des Glaubens


Stanley Howard Frodsham

Smith Wigglesworth Apostel des Glaubens


Übersetzt aus dem Englischen von Gerhard Krüger und Arthur Piesterick 14., überarbeitete Auflage 2018 (2. Auflage im Asaph-Verlag) © 1951 by James Salter – mit freundlicher Genehmigung Umschlaggestaltung: joussenkarliczek, D-Schorndorf Satz/DTP: Jens Wirth Druck: Finidr, CZ Printed in the EU ISBN 978-3-940188-31-1 Best.-Nr. 147431 Für kostenlose Informationen über unser umfangreiches Lieferprogramm an christlicher Literatur, Musik und vielem mehr wenden Sie sich bitte an: Fontis Media GmbH, Postfach 2889, D-58478 Lüdenscheid fontis@fontis-media.de – www.fontis-shop.de


Inhalt Vorwort zur ersten deutschen Auflage.................................................7 Zuerst der Halm....................................................................................9 „Ich will ihm eine Gehilfin machen“.................................................17 Dann die Ähre.....................................................................................25 Angetan mit Kraft aus der Höhe........................................................37 Nach Empfang der Geistestaufe.........................................................43 Der Dienst der Heilung......................................................................55 Viel Arbeit...........................................................................................71 Wunder in Australien und Neuseeland..............................................81 Besuche in der Schweiz und in Schweden........................................93 Sein Geheimnis geistlicher Kraft.................................................... 103 Der Herausforderer.......................................................................... 109 Frei von Habsucht............................................................................119 Ein Leben der Freude...................................................................... 125 Ein großer Glaubenskampf............................................................. 129 Auszüge aus seinen Predigten...................................................... 137 Betreffs der geistlichen Gaben................................................... 139 Das Wort der Erkenntnis und des Glaubens.............................. 151 Gaben der Heilungen und Wunder............................................ 159 Die Geisterunterscheidung......................................................... 165 Die Gabe der Weissagung.......................................................... 169 Die Gabe der Zungen................................................................. 175 Was heißt es, voll Heiligen Geistes zu sein?............................. 185 Die Kraft des Namens Jesu........................................................ 191 Das Leben im Geist.................................................................... 199 Gerechtigkeit.............................................................................. 207 Worte des Lebens....................................................................... 213 Tätiger Glaube............................................................................ 219


Vorwort zur ersten deutschen Auflage Gleich John Bunyan, dem Blechschmied von Bedford und Verfasser der „Pilgerreise“, war Smith Wigglesworth, der Klempner von Bradford, eine einzigartige und originelle Persönlichkeit. Er predigte in allen Teilen der Welt, und sein Dienst war wirklich von apostolischen Merkmalen geprägt. Man kann von ihm sagen, dass der Herr mit ihm wirkte und das Wort durch die mitfolgenden Zeichen bekräftigte. Er führte kein Tagebuch – aber in den Herzen derer, welchen er ein Segen sein durfte, sind viele kostbare Erinnerungen. Dieses Buch enthält nur einen kleinen Teil davon. Niemand vermag dieses Buch zu lesen, ohne im Glauben entzündet zu werden, denn es berichtet tatsächlich von einer einzigartigen Persönlichkeit, und dennoch – wenn Wigglesworth diese Lebensbeschreibung gesehen hätte, hätte er ausgerufen: „Nicht uns, sondern dir allein, o Gott, gebührt alle Ehre und Herrlichkeit!“ Wie viele der ersten Apostel besaß er keine Schulbildung – aber er kannte Christus und das Wort Gottes. Er war dem Wort gehorsam und wagte den Verheißungen zu glauben. Der Lebensbericht und die anschließenden Betrachtungen sind von seinen Freunden und Zuhörern während seines Predigtdienstes und aus seinen Erzählungen aufgenommen worden. Er selbst hat kein Buch geschrieben. Durch das freundliche Entgegenkommen seines Schwiegersohnes, James Salter, erscheint es nun auch in deutscher Sprache. Bei der Übersetzung ist versucht worden, die Eigentümlichkeiten seiner Ausdrucksweise beizubehalten. – Der treue Herr wolle mit seinem Segen diese Ausgabe begleiten. Der Verlag 7


Zuerst der Halm Das Jahr 1859 ist als das Jahr der großen irischen Erweckung bekannt. Zwei Jahre vorher gab es in Amerika ein mächtiges Erwachen. In jeder großen Stadt hielt man Gebetsversammlungen ab, die von Tausenden besucht wurden, und weil die Menschen den Herrn wieder anriefen, wirkte der Geist so mächtig, dass nach Schätzungen jeden Monat 50.000 Seelen vom Tode zum Leben durchdrangen. Die frohe Kunde von den beiden Erweckungen in Irland und Amerika veranlasste auch die Gläubigen in England, den Herrn im Gebet zu suchen. Bald darauf begannen auch in diesem Lande die Erweckungsfeuer zu brennen. Spurgeon predigte in London zu großen Menschenmengen, und in jeder Versammlung nahmen viele Jesus Christus als ihren Herrn und Heiland an. Im Süden der Insel, in Wales, wurde Christmas Evans ein wunderbarer evangelistischer Dienst geschenkt. Die Bekehrten waren so überglücklich, dass sie in seinen Versammlungen vor Freude tanzten. Das war der Anlass dafür, dass Scharen von Sündern Christus suchten, um in den Besitz derselben unaussprechlichen Freude zu gelangen. Zur selben Zeit wurden die Herzen vieler Leute, die die Methodistenkirche besuchten, auf eine seltsame Art und Weise erwärmt. Einer ihrer Evangelisten, William Booth, wurde besonders von Gott gebraucht. Im Jahre 1859 brach er mit dieser Kirche, um sich ganz der evangelistischen Arbeit zu widmen. Er wurde von Gott geleitet, die Elendsviertel im östlichen Teil von London zum ersten Platz seiner Wirksamkeit zu wählen. Die ärgsten Sünder wurden in Heilige umgewandelt und zogen dann durch das Land und predigten das Evangelium. Booth gründete später die Heilsarmee. Es geschah in diesem Erweckungsjahr 1859, dass in dem unbedeutenden Ort namens Menston in der Grafschaft Yorkshire in England 9


Smith Wigglesworth – Apostel des Glaubens

Smith Wigglesworth geboren wurde. – Eines Tages, als er in Riverside, Kalifornien, eine Versammlung hielt, baten wir ihn, uns seine Lebensgeschichte zu erzählen. Er berichtete uns Folgendes: Mein Vater war sehr arm und arbeitete viele Stunden am Tag gegen niedrige Bezahlung, um Mutter, drei Jungen und ein Mädchen zu ernähren. Ich kann mich an einen kalten, frostigen Tag erinnern, an dem mein Vater für einen sehr geringen Lohn einen Graben auszuheben und wieder zuzufüllen hatte, ungefähr sechseinhalb Meter lang und einen Meter tief. Meine Mutter sagte, wenn er nur etwas warte, könnte es vielleicht tauen und seine Arbeit wäre leichter. Aber er brauchte das Geld für Nahrung, denn es gab nichts mehr zu essen im Haus. So setzte er seine Arbeit mit der Spitzhacke fort. Der Frost war tief in die Erde eingedrungen, aber unter dem harten Grund gab es weiche, feuchte Erde. Als er etwas von dieser Erde aufwarf, kam plötzlich ein Rotkehlchen geflogen, pickte nach einem Wurm, fraß ihn und setzte sich hoch oben auf den Zweig eines nahen Baumes, um von dort ein Lied zu schmettern wie einen Lobgesang. Bis jetzt war Vater sehr verzagt gewesen, doch nun freute er sich so über das wundervolle Danklied des Rotkehlchens, dass er neuen Mut schöpfte und mit frischer Energie zu graben begann und sich selbst sagte: „Wenn dieses Rotkehlchen für einen Wurm so schön singen kann, gewiss kann ich dann als Familienvater für meine gute Frau und für meine vier lieben Kinder arbeiten!“ Als ich sechs Jahre alt war, bekam ich Arbeit auf dem Feld. Ich musste Rüben ziehen und ich kann mich gut erinnern, wie wund die Hände wurden von dieser anstrengenden, vom Morgen bis zum Abend währenden Arbeit. Mit sieben Jahren gingen mein älterer Bruder und ich zur Arbeit in eine Wollspinnerei. Mein Vater wurde in derselben Spinnerei als Weber angenommen. Von da an wurden die Dinge in unserem Hause leichter und es gab mehr zu essen. Mein Vater war ein großer Vogelliebhaber. Einmal hatte er 16 Singvögel im Haus. Wie mein Vater hatte auch ich eine große Liebe zu den Vögeln. Bei jeder Gelegenheit war ich draußen und schaute nach ihren Nestern. Von achtzig bis neunzig solcher Nester wusste ich im-

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Zuerst der Halm mer, wo sie waren. Einmal fand ich ein Nest voller junger Vöglein, und weil ich dachte, sie seien verlassen, nahm ich mich ihrer an, indem ich ihnen in meinem Schlafzimmer einen Platz herrichtete. Irgendwie wurden sie von den Alten entdeckt und diese flogen durch das offene Fenster und fütterten die Jungen in meinem Zimmer. Meine Brüder und ich fingen Singvögel mit Vogelleim und verkauften sie später auf dem Markt. Meine Mutter war sehr fleißig mit der Nadel und fertigte unsere Kleidung selbst an, hauptsächlich aus alten Kleidern, die man ihr gegeben hatte. Ich trug gewöhnlich einen Mantel mit viel zu langen Ärmeln, was bei kaltem Wetter sehr angenehm war. Ich kann diese langen Winternächte nicht vergessen, wenn ich um fünf Uhr morgens aus dem Bett musste, schnell eine Mahlzeit zu mir nahm und drei Kilometer ging, um dann um sechs Uhr auf der Arbeitsstelle zu sein. Wir arbeiteten jeden Tag zwölf Stunden. Oft sagte ich zu meinem Vater: „Es ist eine lange Zeit in der Spinnerei, von sechs morgens bis sechs abends.“ Ich erinnere mich der Tränen in seinen Augen, als er antwortete: „Es wird immer sechs Uhr werden.“ Manchmal schien es wie ein ganzer Monat, bis es sechs Uhr wurde. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, wo ich nicht ein Verlangen nach Gott hatte. Obwohl weder Vater noch Mutter Gott kannten, war ich immer auf der Suche nach ihm. Oft kniete ich auf dem Feld nieder und bat ihn, mir zu helfen. Im Besonderen bat ich ihn, mich Vogelnester finden zu lassen, und nachdem ich gebetet hatte, schien ich instinktiv zu wissen, wo sie waren. Einmal geriet ich auf dem Weg zur Arbeit in ein schweres Gewitter. Es schien, als ob ich für eine halbe Stunde in Feuer eingehüllt wäre, so krachten die Donner und flammten die Blitze. Jung, wie ich war, schrie ich zu Gott um Bewahrung, und er hüllte mich in seine gnädige Gegenwart. Obgleich ich auf dem ganzen Weg von Blitzen umgeben und bis auf die Haut durchnässt war, wusste ich nichts von Furcht – ich fühlte nur, dass mich die Macht Gottes bedeckte. Meine Großmutter gehörte zu den Methodisten. Sie nahm mich mit in die Versammlungen. Als ich acht Jahre alt war, hielt man in ihrer Gemeinde Erweckungsversammlungen. Ich kann mich an einen

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Smith Wigglesworth – Apostel des Glaubens Sonntagmorgen besinnen, gegen sieben Uhr, als all diese einfältigen Menschen um den großen Ofen in der Mitte der Kirche herumtanzten, in die Hände klatschten und sangen:

Oh, das Lamm, das blutende Lamm, das Lamm von Golgatha! Es wurde geschlachtet – doch lebet für immer und verwendet sich für mich. Als ich in die Hände klatschte und mit ihnen sang, kam ein klares Verständnis der Wiedergeburt in meine Seele. Ich schaute empor zu dem Lamm von Golgatha. Ich glaubte, dass er mich liebte und für mich gestorben war. Leben kam in mich, ewiges Leben. Ich wusste, dass ich ein neues Leben empfangen hatte, das von Gott gekommen war. Ich war von Neuem geboren. Ich sah, dass Gott uns haben will, so wie wir sind, dass er die Bedingung so einfach gemacht hat, wie es nur möglich war. Es gilt einfach: „Glaube nur!“ Dieses Erlebnis war echt, und ich habe seit dem Tage niemals an meiner Errettung gezweifelt. Aber ich konnte nicht sprechen. Je länger ich lebte, umso mehr dachte ich, aber ich hatte nur einen kleinen Wortschatz, um meine Gedanken auszudrücken. In dieser Beziehung glich ich meiner Mutter. Wenn sie eine Geschichte erzählen wollte, war das, was sie sagte, so unverständlich, dass Vater sie unterbrechen und sagen musste: „Nein, Mutter, du wirst wohl von vorne beginnen müssen.“ Sie konnte sich eben nicht ausdrücken. Mit mir war es dasselbe. Doch ich hatte große Freude, die Versammlungen zu besuchen, besonders solche, in denen jeder Zeugnis gab. Ich stand dann auch auf, aber mir fehlte die Sprache, um mitzuteilen, was ich in der Tiefe meiner Seele fühlte. Immer wieder brach ich dann in Tränen aus. Eines denkwürdigen Tages kamen drei alte, mir sehr vertraute Männer zu mir herüber, wo ich weinte, weil ich unfähig war zu reden. Sie legten mir die Hände auf. Der Geist des Herrn kam auf mich, und ich war sogleich befreit von dieser Knechtschaft. Ich glaubte nicht nur – sondern ich konnte auch sprechen. Von der Zeit meiner Bekehrung an wurde ich ein Seelengewinner. Die erste Person, die ich für Christus gewann, war meine eigene liebe Mutter.

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Zuerst der Halm Als ich dann neun Jahre alt war, wurde ich für groß gerechnet, sodass ich von da an als ein Vollbeschäftigter in der Spinnerei arbeitete. Schulbesuch war in jenen Tagen kein Zwang, und so wurde ich der Schulbildung beraubt. Mein Vater wollte, dass wir alle die englische Hochkirche besuchen sollten. Er selbst hatte kein Verlangen hinzugehen, aber er mochte den Pfarrer, weil sie sich im selben Wirtshaus trafen und miteinander Bier tranken. Mein Bruder und ich waren im Chor derselben Gemeinde, und obwohl ich nicht lesen konnte, lernte ich schnell Melodie und Text der Gesänge. Als die meisten der Chorknaben zwölf Jahre alt wurden, konfirmierte sie der Bischof. Ich war noch nicht zwölf Jahre, sondern zwischen neun und zehn, als der Bischof mir die Hände auflegte. Ich kann mich erinnern, dass ich, als er mir die Hände auflegte, ein ähnliches Erlebnis hatte wie das, welches ich vierzig Jahre später erfuhr, als ich mit dem Heiligen Geist getauft wurde. Mein ganzer Körper war mit dem Bewusstsein göttlicher Gegenwart erfüllt, einem Bewusstsein, das mir für viele Tage verblieb. Nach dem Konfirmationsgottesdienst sah man die anderen Knaben fluchend und zankend und ich fragte mich, was den Unterschied zwischen ihnen und mir bewirkt hatte. Als ich dreizehn Jahre alt war, siedelten wir nach Bradford über. Dort ging ich zu den Methodisten und begann in ein tieferes geistliches Leben einzudringen. Ich war sehr begierig nach Gott. Diese Gemeinde hatte besondere Missionsversammlungen. Sie wählten sieben Knaben zum Sprechen. Ich war einer der sieben Ausersehenen. Es standen mir drei Wochen zur Verfügung, um für eine viertelstündige Ansprache bereit zu sein. Drei Wochen lang lebte ich im Gebet. Ich erinnere mich der lauten Amens und Hallelujas der Zuhörer, als ich begann. Ich weiß nicht mehr, was ich sagte, aber ich weiß, ich war von einem mächtigen Eifer gepackt und eine brennende Sehnsucht erfüllte mich, Menschen zur Erkenntnis meines Heilands zu bringen. Zu jener Zeit suchte ich immer wieder junge Menschen auf und erzählte ihnen von der herrlichen Erlösung. Sehr oft wurde ich abgewiesen. Nichtsdestoweniger wollte ich die große Freude, die ich besaß, mit anderen teilen. Aber so viele schienen kein besonderes Interesse

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Smith Wigglesworth – Apostel des Glaubens daran zu haben. Das war für mich ein großes Rätsel. Ich nehme an, ich war nicht genügend taktvoll. Immer trug ich ein Neues Testament mit mir herum, obwohl ich nur schlecht lesen konnte. Ich war sechzehn Jahre alt, als die Heilsarmee in Bradford eine Arbeit eröffnete. Ich freute mich, unter diesen ernsten Menschen zu sein. In jenen Tagen wurde es mir ans Herz gelegt, um Seelen zu fasten und zu beten. Jede Woche sahen wir dann, wie Scharen von Sündern ihre Herzen Christus übergaben. In der Spinnerei, in der ich arbeitete, war ein gottesfürchtiger Mann, von Beruf Klempner. Ich wurde ihm als Gehilfe beigegeben, und er lehrte mich die Klempnerarbeit. Dieser Mann erzählte mir auch von der Wassertaufe und wies mich auf ihre Bedeutung hin. Ich kann mich noch erinnern, wie er zu mir sagte: „Wenn du dem Herrn darin folgst, kannst du jetzt nicht wissen, was er alles mit dir vorhat.“ Voller Freude gehorchte ich dem Wort des Herrn, mit ihm begraben zu sein durch die Taufe in den Tod und aus diesem Wassergrab herauszukommen, um in einem neuen Leben zu wandeln. Zu der Zeit war ich über siebzehn. Dieser treue Mann war es auch, der mir zuerst von der Wiederkunft des Herrn erzählte. Wieder und wieder, wenn ich empfand, Gott gegenüber gefehlt zu haben, wurde ich von dem Gedanken beunruhigt, der Herr würde kommen und ich wäre nicht bereit, ihm zu begegnen. In gewissen Zeiten war es eine Erleichterung für mich, auf der Arbeitsstelle diesen Mann zu haben, denn wenn ich ihn sah, wusste ich, der Herr ist letzte Nacht nicht gekommen und hat mich nicht zurückgelassen. Ich blieb bei der Heilsarmee, weil es mir schien, als habe sie mehr Kraft zum Dienst als irgendeine andere Gemeinschaft. Wir pflegten ganze Nächte im Gebet zu verbringen. Viele wurden durch die Kraft des Geistes auf den Boden gelegt, manchmal für 24 Stunden. Wir nannten das in jenen Tagen die Geistestaufe. Diese ersten Heilsarmee-Soldaten hatten große Vollmacht, die sich in ihrem Zeugnis und im alltäglichen Leben offenbarte. Wir kamen überein und forderten jede Woche im Glauben fünfzig oder hundert Seelen und wussten, wir bekommen sie. Ach, wie anders ist es heute, wo sich viele gar nicht danach ausstrecken, Seelen für Jesus zu gewinnen, sondern nach fleischlichen Offenbarungen streben.

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Zuerst der Halm Ich schaute auf den Herrn, und gewiss war er es, der mir in allen Dingen half. Mit achtzehn Jahren bat ich bei einem Klempner um Anstellung. Ich putzte meine Schuhe auf Hochglanz, legte einen neuen Kragen um und ging in das Haus jenes Mannes. Doch er sagte mir, er brauche keinen. Ich entgegnete: „Danke bestens, mein Herr, es tut mir leid.“ Der Mann ließ mich bis zum Tor hinuntergehen, dann rief er mich zurück und sagte: „Du unterscheidest dich irgendwie von den anderen. Ich kann dich nicht wegschicken.“ Daraufhin gab er mir den Auftrag, in einer Reihe von Häusern Wasserleitungen zu legen. Ich beendigte die Arbeit in einer Woche. Nun war der Meister so erstaunt, dass er sagte: „Das kann unmöglich geschafft sein!“ Aber als er nachsah, fand er die Arbeit zu seiner besten Zufriedenheit erledigt. Doch er meinte, einen solchen Schnellarbeiter nicht beschäftigen zu können. Als ich zwanzig Jahre alt war, zog ich nach Liverpool. Die Kraft Gottes ruhte mächtig auf mir. Ich hatte ein großes Verlangen, der Jugend zu helfen. Jede Woche sammelte ich Scharen von barfüßigen, zerlumpten und hungrigen Jungen und Mädchen um mich. Ich verdiente schönes Geld, aber ich setzte alles in Nahrung für diese Kinder um. Sie kamen in den Schuppen der Werftanlagen zusammen. Oh, welche gesegneten Versammlungen hatten wir! Hunderte von ihnen wurden errettet. Mit einem meiner Freunde widmete ich mich der Aufgabe, Krankenhäuser und Schiffe zu besuchen. Gott gab mir ein weites Herz für die Armen. Ich arbeitete schwer und gab alles, was ich verdiente, den Armen – für mich hielt ich nichts zurück. Jeden Sonntag fastete ich den ganzen Tag und betete, und ich kann mich nicht erinnern, dass einmal weniger als fünfzig Seelen durch die Kraft Gottes in den Krankenhäusern, auf den Schiffen, in den Kinderversammlungen und in der Heilsarmee errettet wurden. Es waren Tage großer Seelenerweckung. In den Versammlungen der Heilsarmee forderte mich der leitende Offizier (Prediger) beständig zum Sprechen auf. Ich weiß nicht, warum er mich bat, denn meine Rede war immer gebrochen. Weinend stand ich vor den Menschen. Ich konnte die Tränen nicht zurückhalten. Ich hätte eine Welt für bessere Beredsamkeit hingegeben, aber ich war

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Smith Wigglesworth – Apostel des Glaubens ähnlich wie Jeremia, ein Mann mit einer Quelle von Tränen. Doch wenn ich vor den Leuten weinte, so führte das dazu, dass ich eine Aufforderung an sie ergehen ließ, sich dem Herrn zu weihen, der sie auch Folge leisteten, indem sie nach vorne kamen. Ich danke Gott für diese Tage, weil der Herr mich in einem zerbrochenen, zerknirschten Geist hielt. Die Erinnerung an jene Tage in Liverpool ist mir sehr kostbar. Als ich im 24. Lebensjahr stand, wurde ich innerlich geleitet, nach Bradford zurückzugehen. Ich trug mich mit dem Gedanken, ein eigenes Klempnergeschäft zu eröffnen. Mit meiner übrigen Zeit wollte ich der Heilsarmee helfen. Hier geschah es, dass ich das beste Mädchen kennenlernte, welches meine Frau werden sollte.

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AuszĂźge aus seinen Predigten


Betreffs der geistlichen Gaben In 1. Korinther 12,1 lesen wir: „Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen.“ Die Gemeinde Christi ist von großer Schwachheit betroffen, weil betreffs des Geistes Gottes und der Gaben, die zu bringen er gekommen ist, solche furchtbare Unwissenheit herrscht. Aufgrund der geoffenbarten Erkenntnis seines Willens – in Bezug auf die Kraft und Kundgebung seines Geistes – möchte Gott uns mächtig und in jeder Beziehung gewappnet zur Verfügung haben und allezeit hungrig sehen, mehr und mehr von seinem Geist zu empfangen. In den vergangenen Jahren hielt ich viele Konferenzen ab, und ich habe gefunden, es ist besser, einen nicht geistgetauften Mann, der aber nach allem, was Gott für ihn hat, hungrig ist, sprechen zu lassen, als einen, der die Taufe im Geiste einmal empfangen hat und nun selbstzufrieden, satt und steif dasitzt. Allerdings würde ich den vorziehen, welcher geistgetauft ist und dazu Hunger nach mehr von Gott hat. Wer keinen Hunger hat, mehr von Gott zu empfangen, ist auf jeder Konferenz aus der Spur. Es ist unmöglich, die Wichtigkeit des Erfülltseins mit dem Heiligen Geist zu überschätzen. Wir können den Nöten des Tages nicht siegreich begegnen, wir können nicht wandeln, wie er im Lichte ist, nicht Königreiche unterwerfen, keine Gerechtigkeiten wirken oder die Macht des Satans binden, wenn wir nicht beständig mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. Wir lesen, in der ersten Gemeinde blieben sie fest in der Apostellehre, in der Gemeinschaft, im Brotbrechen und in den Gebeten. Gleicherweise ist es für uns von großer Wichtigkeit, in diesen Dingen 139


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fest zu bleiben. Etliche Jahre hindurch hatte ich nähere Gemeinschaft mit den sogenannten Plymouth-Brüdern. Sie halten sich fest zum Wort, stehen gesund, was die Wassertaufe betrifft, und vernachlässigen nicht das Brotbrechen, das jeden Sonntag bei ihnen gehandhabt wird. Diese Leute scheinen alles zu haben außer dem Zündholz. Sie besitzen wohl das Holz, doch fehlt ihnen das Feuer. Hätten sie es, wie würden sie aufflammen! Da ihnen nun das Feuer des Heiligen Geistes fehlt, ist in ihren Versammlungen kein Leben. Ein junger Mann, der ihre Versammlungen besuchte, hatte die Geistestaufe mit dem Zeichen der Zungen – wie der Geist auszusprechen gibt – empfangen. Darüber waren diese lieben Brüder ganz außer sich. Sie liefen zu seinem Vater und sagten: „Du musst deinen Sohn zur Seite nehmen und ihm sagen, dass er damit aufhöre.“ Sie wollten eben keine Störung ihres altgewohnten Verlaufs der Versammlung. Der Vater wandte sich zum Sohn und sprach: „Mein Sohn, schon zwanzig Jahre besuche ich diese Gemeinde, und nie habe ich so etwas gehört. Wir sind in der Wahrheit gegründet und fest geworden, wir wünschen nichts Neues, wir wollen es nicht.“ Der Sohn antwortete: „Wenn es so Gottes Wille und Plan ist, will ich gern gehorsam sein, aber irgendwie meine ich, dass es sich nicht so verhält.“ Als sie darauf nach Hause fuhren, stand das Pferd plötzlich still und konnte nicht weiter; die Räder waren tief in der Spur festgefahren. Der Vater zog die Zügel an, aber das Pferd bewegte sich nicht von der Stelle. Jetzt fragte er: „Was meinst du, was passiert ist?“ Der Sohn antwortete: „Wir sind festgefahren.“ Gott behüte uns, dass wir nicht festfahren. Gott will, wir sollen von den geistlichen Gaben volles Verständnis haben, wir sollen sie ernstlich erstreben und gleichzeitig bemüht sein, den weit vortrefflicheren Weg der Geistesfrucht zu betreten. Wir müssen Gott um diese Gaben bitten. Es ist eine ernste Sache, die Geistestaufe zu haben und dennoch festgefahren zu sein. Es ist eine Tragödie, es ist traurig, wenn jemand sich nur zwei Tage auf geistlicher, seliger Ebene bewegen kann. Wir müssen willig sein, alles dranzugeben, um die Offenbarung der Wahrheit Gottes und die Fülle des Geistes zu empfangen. Nur das wird Gott befriedigen und sollte auch uns nicht minder befriedigen. Ein junger Russe empfing den Heiligen Geist und 140


Betreffs der geistlichen Gaben

wurde mächtig mit Kraft aus der Höhe ausgerüstet. Einige Schwestern wollten nun gern wissen, welches das Geheimnis seiner Kraft sei. Das Geheimnis seiner Kraft war das beständige Warten auf Gott. Als der Heilige Geist ihn erfüllte, schien bei ihm jeder Atemzug ein Gebet zu sein. Sein ganzer Dienst nahm fortan in jeder Hinsicht zu – es ging aufwärts. Ich kenne einen Mann, der voll des Heiligen Geistes war und der nur dann predigte, wenn er wusste, dass er mächtig gesalbt war mit der Kraft Gottes. Er wurde gebeten, in einer Methodistenversammlung zu sprechen. Beim Prediger war er zur Herberge. Als die Versammlung eröffnet werden sollte, sagte er zu diesem: „Gehe voran in die Kirche, ich werde nachkommen.“ Der Raum war gepackt voll, und der erwartete Gast kam nicht herein. Der Methodistenprediger wurde darüber unruhig und schickte sein Töchterlein, zu sehen, warum er nicht erscheine. Als sie an seine Zimmertür kam, hörte sie ihn dreimal ausrufen: „Ich will nicht gehen!“ Sie ging zum Vater zurück und sagte ihm, sie habe den Gast dreimal sagen hören, dass er nicht kommen wolle. Doch alsbald kam er, und als er an jenem Abend predigte, offenbarte sich die Kraft Gottes in außergewöhnlicher Weise. Später fragte ihn der Prediger: „Warum sagtest du zu meiner Tochter, du wolltest nicht kommen?“ Er antwortete: „Ich weiß, wann ich erfüllt bin. Ich bin ein einfacher Mann und sagte zum Herrn: ,Ich wage nicht eher zu gehen, bis du mir eine frische Füllung des Geistes gegeben hast.‘ Als seine Herrlichkeit mich dann erfüllte, als sie überfloss, kam ich zur Versammlung.“ O ja – es gibt Kraft, Segen, Sicherheit und Ruhe in der Gegenwart des Heiligen Geistes. Du kannst seine Gegenwart wahrnehmen und wissen, er ist mit dir. Du brauchst keine Stunde vergehen zu lassen, ohne das innere Bewusstsein seiner heiligen Gegenwart zu verspüren. Wenn seine Kraft auf dir ruht, gibt es kein Misslingen noch Versagen. Du stehst allezeit über allen Dingen. „Ihr wisst: Als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen.“ Jetzt ist die Gnadenzeit der Heiden. Als die Juden die Segnungen Gottes verachteten, zerstreute er sie – und nun pfropfte er die Heiden in den Ölbaum ein, wo die Juden ausgebrochen sind. Niemals zuvor hat Gott ein Volk, das „nicht ein Volk war“, so begünstigt. 141


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Er hat die Heiden eingepfropft, um seine Absicht auszuführen, damit das Evangelium allen Völkern gepredigt und die Kraft des Heiligen Geistes empfangen werde, um diese Aufgabe zu vollenden. Gottes Barmherzigkeit ist es, dass er sich den Heiden zugewandt und uns zu Teilnehmern aller Seligkeiten und Segnungen gemacht hat, die den Juden gehörten. Und unter diesem Himmelszelt der Herrlichkeiten erhalten wir alle den Segen des gläubigen und treuen Abraham, weil auch wir nun glauben. – Halleluja! „Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Verflucht sei Jesus. Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist.“ Es sind viele böse, betrügerische Geister in diesen letzten Tagen ausgegangen, um dem Herrn Jesus seine Herrschaft und seinen rechten Platz zu rauben. Viele öffnen diesen letzten Dämonen Haus und Tür, wie der modernen Theologie, der Theosophie, der christlichen Wissenschaft usw. Diese bösen Kulte verleugnen die Grundwahrheiten des Wortes Gottes. Sie alle leugnen die ewige Pein und Strafe sowie die Gottheit Jesu Christi. Du wirst nie sehen, dass jemand, welcher diesen Irrtümern verfallen ist, die Taufe im Heiligen Geist empfangen wird. Auch kein überzeugter römischer Katholik kann sie erhalten. Sie haben die Maria an die Stelle des Heiligen Geistes gesetzt. Zeige mir doch einen Katholiken, der wirklich weiß, dass er errettet ist. Niemand kann wissen, ob er errettet ist, wenn er sich auf Werke verlässt. Sprich ihn, den Katholiken, und du wirst sehen, dass er nicht weiß, was Wiedergeburt ist. Er kann es auch nicht wissen. Weiter: Du wirst keinen Bibelforscher, keinen sogenannten Zeugen Jehovas finden, der getauft ist mit dem Heiligen Geist, denn Christus ist bei ihnen als persönlicher Heiland nicht bekannt. Wisse, kein Kult, keine Gemeinschaft kann erwarten, mit dem Heiligen Geist getauft zu werden, wenn sie nicht Jesus Christus über alles setzt, wenn nicht er Mittelpunkt ist. Das Wichtigste aller Dinge ist, Jesus als den Herrn zu bekennen. Wir können abirren, einseitig werden, wenn wir nur göttliche Heilung betonen oder stets über Wassertaufe predigen. Aber nie werden wir irregehen, wenn wir den Herrn Jesus Christus verherrlichen, indem wir ihm den ersten Platz geben und ihn als beides, als Herrn und Christus, ja, als wahren Gott, erhöhen. 142


Betreffs der geistlichen Gaben

Gottes Befehl an uns ist, gefüllt zu sein mit seinem Geist. Es genügt nicht, wenn wir einen vollen Becher haben, wir müssen allezeit einen überfließenden Becher haben. Es ist traurig um dich bestellt, wenn du nicht in der überfließenden Fülle lebst. Sieh zu, dass du nie unter „gestrichen voll“ lebst; nach der Schrift sollst du nämlich darüber leben. Gelobt sei der Herr! „Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist.“ Jede Kundgebung des Geistes ist uns zum Nutzen gegeben. Wenn der Heilige Geist in einer Versammlung am Wirken ist und seine Gaben sich betätigen, so wird jeder davon Nutzen haben. Ich habe manche gesehen, die furchtbar gegeißelt worden sind. Sie glaubten an die Gaben, an die Weissagungen – aber sie gebrauchten diese Gaben ohne die Kraft des Heiligen Geistes. Wir müssen auf den Heiligen Geist achten, damit er uns zeige, wie und wann die Gaben zu betätigen sind, auf dass wir sie nie ohne die Kraft des Heiligen Geistes gebrauchen. Ich weiß nicht, was heutzutage in den Gemeinden wohl schlimmer ist, als wenn Menschen sich erdreisten, die Gaben ohne die Kraft des Geistes zu betätigen. Tue es nie! Gott behüte uns vor solch einem Tun. Ist man erfüllt mit dem Heiligen Geist, so können sich durch uns Geistesgaben kundtun, ohne dass man sich ihrer überhaupt bewusst ist. Ich bin an vielen Orten gewesen, um zu helfen, und habe gefunden, dass unter der Salbung des Heiligen Geistes viele wunderbare Dinge in der Mitte der Gläubigen geschahen, wenn die Herrlichkeit Gottes sich herabgelassen hatte. Jeder, der mit Gott und seinem Geist erfüllt ist, kann jeden Augenblick gewärtig sein, dass irgendeine der neun Gaben sich durch ihn manifestieren, kundgeben kann, ohne zu wissen, dass er eine Gabe hat. Manchmal habe ich überlegt, was wohl besser wäre: allezeit erfüllt sein mit dem Heiligen Geist und Zeichen und Wunder sehen, ohne das Bewusstsein zu haben, eine Gabe zu besitzen, oder wissen, man hat eine Gabe. Hast du nun Gaben des Geistes empfangen und sind sie gesegnet, so wisse, dass du sie nie – unter keinen Umständen – betätigst, ohne die Kraft Gottes über dir zu haben, welche die Gabe zum „Durchstoß“ bringt. Manche haben die Weissagung ohne die Berührung des Heiligen Geistes gebraucht, mit ihr operiert, und sie sind darin fleischlich ausgeartet, haben Zerstörung und Unordnung 143


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gebracht, Herzen zerbrochen und geschlagen und Gemeinden verwirrt. Suche nicht die Geistesgaben, solange du nicht entschlossen bist, im Heiligen Geist zu bleiben. Sie dürfen sich nur in der Kraft des Heiligen Geistes kundgeben. Der Herr wird dir gestatten, in seiner Gegenwart sehr betrunken, aber unter den Leuten besonnen zu sein. Ich sehe gern Leute so erfüllt mit dem Geist wie jene 120 am Tage der Pfingsten, aber ich sehe ungern Leute am falschen Platz „betrunken“. Es bereitet uns nicht geringe Schwierigkeiten, wenn jemand in der Versammlung „betrunken“ ist und Leute hereinkommen, die nichts vom Worte wissen. Wenn du in solchem Fall betrunken bist oder es dir erlaubst, betrunken zu sein, dann jagst du dadurch die Leute weg; sie schauen dann nicht auf Gott, sondern auf dich. Sie verdammen dann alles, weil du nicht zur rechten Zeit besonnen warst. Der Apostel Paulus schreibt: „Denn wenn wir außer uns waren, so war es für Gott; sind wir aber besonnen, so sind wir’s für euch“ (2. Korinther 5,13). Du kannst wohl außer dir sein, du kannst sogar ein wenig weiter gehen als betrunken zu sein – du kannst hüpfen, aber es geschehe zur rechten Zeit. Viele Dinge sind angebracht und gern gesehen und schön, wenn alle im Geiste sind. Viele Dinge erscheinen aber töricht und sind töricht, wenn Leute dich umgeben, die nicht im Geiste sind. Wir müssen achtgeben, dass wir nicht eine „herrliche Stunde, gute Zeit, ein Schwimmen“ auf Kosten eines anderen haben, der unkundig ist. Willst du solch „schöne Stunden“ haben, dann sieh zu, dass die geistliche Atmosphäre dazu geeignet ist und dass alle Leute denselben Ton anschlagen – dann wird es ein wahrer Segen sein. Während es gut ist, ernstlich nach den besten Gaben des Geistes zu streben, müssen wir anerkennen, dass es am wichtigsten ist, mit der Kraft des Heiligen Geistes selbst erfüllt zu sein. Du wirst nie Schwierigkeiten mit Leuten haben, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, aber du wirst Schwierigkeiten bekommen mit Leuten, die vorgeben, Gaben zu besitzen, und keine Kraft haben. Der Herr will nicht, dass wir Mangel an irgendwelcher Gabe haben, doch er möchte uns zu gleicher Zeit so erfüllt mit dem Heiligen Geist sehen, dass der Heilige Geist selbst es ist, der sich durch die Gaben kundgibt. Wo man die Herrlichkeit Gottes allein im Ziele hat, können wir nach jeder berechtigten Gabe Ausschau 144


Betreffs der geistlichen Gaben

halten, damit sie sich offenbare. Gott zu verherrlichen ist mehr als Gaben zu vergöttern. Wir brauchen den Geist Gottes bei jeder Gabe, ja vielmehr, wir können Ausschau nach der ganzen Dreieinigkeit halten: verschiedene Gaben – derselbe Geist, verschiedene Dienste – derselbe Herr und verschiedene Wirkungen – derselbe Gott. Kannst du begreifen, was das bedeutet, wenn der dreieinige Gott sich selbst in der ganzen Fülle in unseren Versammlungen offenbart? Betrachte den großen Kessel der Lokomotive, wenn er mit Dampf gefüllt ist. Wenn die Lok steht und ein wenig Dampf herausgelassen wird, dann sieht es aus, als ob alles zerbersten wolle. So sind auch manchmal die lieben Heiligen. Sie beginnen zu schreien, aber nicht zur Erbauung. Wenn sich aber die Lok in Bewegung setzt, dann dient sie dem Zweck, zu welchem sie gebaut worden ist, indem sie viele Wagen fortbewegt. Es ist wunderbar, erfüllt zu sein mit der Kraft des Heiligen Geistes und ihm zu dienen, indem er durch uns seine Absichten und Ziele ausführt. Von unseren Lippen können göttliche Aussprüche fließen, unsere Herzen sind erfreut und unsere Zunge ist fröhlich. Es ist die durch den Heiligen Geist in uns wohnende Kraft, die sich nach außen hin offenbart. Jesus Christus wird verherrlicht. Und wenn dein Glaube in ihm erquickt worden ist, dann werden aus deinem Innern Ströme des lebendigen Wassers fließen. Der Heilige Geist wird sich durch dich, gleich einem großen Strom, ergießen und Tausende werden gesegnet sein, weil du ein hingegebener Kanal bist, durch den der Heilige Geist fließen kann. Das Wichtigste, das Eine, was zählt, das, was wertvoll ist in unserem Leben und worauf wir achten müssen, ist, dass wir ständig zum Überfließen mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. Nichts missfällt dem Herrn so, als wenn wir hierin nachlässig sind. Gott hat uns befohlen, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein – und das musst du wissen: In dem Maße, wie es uns daran mangelt, geraten wir auch aus dem Plan Gottes für uns. Der Herr will uns vorwärtsgehen sehen, von Glauben zu Glauben, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, von Fülle zum Überfließen. Es ist nicht gut für uns, wenn wir uns mit unseren Gedanken fortwährend in der Vergangenheit bewegen. Vorwärts müssen wir eilen, hin zum höheren Grund, wo wir uns erkühnen, Gott zu glauben. Er hat erklärt, dass wir 145


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Kraft haben werden, nachdem der Heilige Geist über uns gekommen sein wird. Ich glaube, es gibt eine Lawine, eine Flut der Kraft Gottes, die wir erlangen könnten, wenn wir nur den Blick dafür hätten. Paulus schrieb einmal: „Ich will auf Erscheinungen und Offenbarungen kommen.“ Gott hat uns in eine Stellung gebracht, in der er von uns erwartet, dass wir seiner letzten Offenbarung teilhaftig werden, nämlich der Offenbarung jener glorreichen Tatsache: Christus in uns, und ihrer wahren Bedeutung. Wir können Christi nur dann völlig teilhaftig werden, wenn wir überfließend mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. Nur das Erfülltsein mit dem Geiste Gottes, das Hingenommenwerden zu neuen Offenbarungen auf höherem Grund, kann uns Schutz bieten, dass wir nicht in unseren alten natürlichen Sinn, von dem wir ja nichts erhalten können, zurückfallen. Die Ursache, warum ich mit solchem Nachdruck auf die Wichtigkeit des Erfülltseins mit dem Heiligen Geist hinweise, ist die: Ich möchte dich all den menschlichen Plänen und Gedanken entreißen und in die volle Offenbarung des Herrn Jesus Christus hineinbringen. Willst du Ruhe? Sie ist in Jesus. Willst du bewahrt bleiben vor alledem, was der Teufel in diesen letzten Tagen zutage fördert, um die Gotteskinder zu verwirren und zu verführen? Empfange und bleibe stets in der Fülle des Heiligen Geistes, und er wird dir offenbaren, dass alles, was du je brauchst, in Christus, unserem Herrn, ist. Mit Nachdruck möchte ich betonen, wie wichtig der Dienst des Geistes und die Offenbarungen des Geistes sind, die jedem zum Nutzen gegeben werden. Sofern du dich dem Geist des Herrn übergibst, hat er Macht über deinen Verstand, dein Herz und deine Stimme. Der Heilige Geist hat Macht, Christus zu enthüllen, dir ein Bild von ihm zu geben, dann deine Zunge zu gebrauchen, um ihn zu verherrlichen, und zwar auf eine Weise, wie du es nie ohne die Kraft des Geistes tun könntest. Sage niemals, wenn du mit dem Heiligen Geist erfüllt bist, du musst dies oder jenes tun, du seist dazu verpflichtet. Wenn Leute sagen, sie „müssen“ dies oder jenes tun, weiß ich, es ist nicht der Geist Gottes, sondern ihr eigener Geist, der sie antreibt, nutzlose und unbedeutende Dinge zu tun. Viele stören die Versammlungen, indem sie schreien. Wenn du nun unbedingt schreien „musst“, dann suche dir einen Kel146


Betreffs der geistlichen Gaben

ler. Schreien fördert die Erbauung nicht. Ich glaube, wenn der Heilige Geist über dir ist und dich bewegt zu sprechen, wie er auszusprechen gibt, dann wird es immer zur Erbauung geschehen. Aber bring die Versammlung nicht um den Segen, verdirb sie nicht, indem du, statt aufzuhören, in deinem eigenen Geist fortfährst. Wer verdirbt die Gebetsversammlung? Derjenige, welcher im Geist beginnt und im Fleische endet. Nichts ist so schön wie Gebet, aber eine Gebetsversammlung kann kaputt gemacht werden, wenn du in deinem eigenen Geist fortfährst, nachdem der Geist Gottes aufgehört hat, dich zu inspirieren. Wir sagen manchmal, wenn wir von einer Versammlung heimgehen: „Das war doch eine herrliche Predigt! Wenn er nur eine halbe Stunde eher aufgehört hätte.“ Lerne, sofort aufzuhören, wenn die Salbung des Geistes aufgehört hat. Der Heilige Geist eifert um dich. Dein Leib ist der Tempel des Heiligen Geistes, und er erfüllt den Tempel nicht zur Verherrlichung des Menschen, sondern nur zur Verherrlichung Gottes. Du hast keine Lizenz, keine Berechtigung, über das „So spricht der Herr“ hinauszugehen und mit deinem Eigenen weiterzumachen. Auch eine andere Seite wollen wir noch beachten. Gott will die Versammlung so frei wie nur möglich haben, und du sollst deine Hand nicht an das Wirken des Geistes legen, denn es könnte dir manche Schwierigkeiten bringen. Du musst bereit sein, jung geistgetaufte Seelen ein wenig über die Stränge schlagen zu lassen. Erinnerst du dich nicht, dass du gleichfalls nicht wenig über die Stränge geschlagen hast, als du in die Fülle des Geisteslebens hineinkamst? Nun aber bist du allzu „nüchtern“ und besonnen geworden. Es ist traurig, dass manche so allzu nüchtern geworden sind, weil sie nämlich heute nicht mehr so stehen, wie sie einst in der Fülle gestanden hatten. Wir müssen Weisheit von Gott erbitten, damit wir nicht dazwischentreten und den Geist oder die Kraft Gottes dämpfen, wenn er sich in unseren Versammlungen kundgibt. Willst du eine Gemeinde haben, die voll Leben ist, dann musst du eine Gemeinde voll der Offenbarungen des Geistes haben. Niemand wird hinzukommen, wenn keine Offenbarungen Gottes vorhanden sind. Wir müssen Gott um besondere Gnade anflehen, damit wir nicht zurückgehen, indem wir geistliche Dinge vom natürlichen Standpunkt aus zu betrachten beginnen. 147


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Prediger, welche die Salbung verloren haben, müssen ernstlich Buße tun, mit Gott ins Reine kommen und die Salbung von Neuem empfangen. Wir sind nicht zu gebrauchen, wenn wir die Salbung des Geistes verloren haben. Wenn du mit der Gnade des Herrn erfüllt bist, wirst du nicht gleich jeden in der Gemeinde beurteilen oder richten, sondern du wirst jedem vertrauen, was auch geschehen sein mag; du wirst ein Herz haben, das alles glaubt; auch wenn da manche „Ausschreitungen“ vorgekommen sind, wirst du glauben: Der Heilige Geist hat die Aufsicht über alle Dinge und achtet darauf, dass nur Jesus verherrlicht und geehrt und hungrigen Seelen offenbart wird, die ein Verlangen haben, ihn kennenzulernen. Der Herr will uns weise im Guten, furchtlos gegenüber dem Bösen, frei von Misstrauen und Argwohn sehen; in die Jesusähnlichkeit sollen wir eintreten und wagen zu glauben, dass Gott, der Allmächtige, über alles wacht. – Halleluja! Der Heilige Geist ist der Eine, welcher den Herrn Jesus Christus erhebt, der Eine, der ihn verklärt und seinen Glanz und seine Herrlichkeit hervortut. Wenn man mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, ist es unmöglich, die Zunge still zu halten. Kannst du von einer stummen, geistgetauften Seele erzählen? Du findest sie weder in der Schrift noch außerhalb. Wir sind erfüllt mit dem Heiligen Geist, um den Herrn zu verherrlichen, ihn zu preisen – und es sollte keine Versammlung geben, in welcher die Heiligen den Herrn nicht im Geist und in der Wahrheit loben, preisen, rühmen und anbeten. Gleichwohl möchte ich zu einer gewissen Vorsicht mahnen, denn sehr oft kommen Fehlschläge und Mängel dadurch, dass wir die Tatsache nicht wahrnehmen, dass wir noch immer im Leibe sind. Wir brauchen unseren Körper, solange wir leben. Aber er muss vom Heiligen Geist gebraucht und beaufsichtigt werden. Wir sollen unsere Leiber hingeben als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, welches unser vernünftiger Gottesdienst sei. Jedes Glied unseres Leibes muss durchheiligt sein, um in Harmonie mit dem Geist Gottes zu wirken. Unser Auge muss geheiligt sein. Von dem Tage an, als ich in den Sprüchen las, was Gott über das Zwinkern mit den Augen sagt (Sprüche 6,13; 10,10), habe ich nie mehr gezwinkert. Ich wünsche meine Augen so geheiligt, dass sie allezeit vom Herrn gebraucht wer148


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den können. Der Geist des Herrn wird in unser Inneres ein Mitleid für Seelen hineinlegen, welches in den Augen zu sehen sein wird. Gott hat nie den Gang der Dinge geändert – nämlich dass zuerst das Natürliche und dann das Geistliche hervortritt. Wenn du z. B. zu beten beginnst, kann das erste Wort noch im Verstand und im natürlichen Bereich sein, das zweite aber vielleicht bereits in der Kraft des Geistes. Du beginnst, und Gott wird enden. Ähnlich verhält es sich, wenn man ein Wort des Geistes auszusprechen hat. Du spürst in dir den Ansporn, die Bewegung des Geistes. Daraufhin beginnst du zu sprechen und der Geist gibt die Aussage, also das, was er mitteilen will. Tausende haben sich um die wunderbarsten Segnungen gebracht, konnten ihrer nicht teilhaftig werden, weil sie nicht Glauben hatten, „hervorzukommen“ und im Natürlichen, im Verstand zu beginnen, im Vertrauen auf den Herrn, dass er sie in den Bereich des Übernatürlichen bringen könnte. Wenn du den Heiligen Geist empfängst, empfängst du Gottes Gabe, in welcher alle Gaben des Geistes sind. Paulus ermahnt Timotheus, die Gabe, die in ihm ist, anzufachen. Und so facht man die innerlich vorhandene Gabe an: Man beginnt im Glauben, und er, der Herr, der Geist, gibt, was für den gegebenen Fall notwendig ist. Sei gewiss, du wirst nicht beginnen, bevor du Gott nicht hingegeben und mit ihm erfüllt bist. Wenn wir uns von Furcht bewegen lassen, uns ihr hingeben, dann liefern wir uns dem Satan aus. Satan flüstert: „Das ist alles dein Eigenes.“ Er ist ein Lügner. Ich habe Folgendes gelernt: Wenn der Geist Gottes mich anfacht, dann bin ich nicht mehr unschlüssig, in Zungen zu reden; ich rede, und der Geist Gottes gibt mir die Aussage sowie die Auslegung. Ich erlebe, dass ich jedes Mal, wenn ich mich dem Herrn hierzu hingebe, von ihm angerührt werde, einen Leitgedanken vom Heiligen Geist erhalte und die Versammlung bewegt wird – bewegt durch den Glauben. Angenommen, du besuchst eine Versammlung im Glauben und glaubst, Gott werde dir dort begegnen. Aber vielleicht ist nun gerade der Evangelist nicht in rechter Harmonie und Verbindung mit Gott. Die Leute in der Versammlung bekommen nicht das, was Gott ihnen geben möchte. Der Herr weiß es. Er weiß, seine Kinder sind hungrig. Was geschieht nun? Er wird wahrscheinlich die kleinsten Gefäße nehmen und seine Kraft hineinlegen. Wenn sie sich dem Geist hingeben, werden sie 149


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in Zungen ausbrechen – der Herr wird Aussage und Auslegung geben. Die Gemeinde des Herrn muss geweidet werden, und der Herr wird diese Mittel anwenden, um zu seinen Kindern zu sprechen. Pfingstleute können nicht mit einer natürlichen Botschaft befriedigt werden. Sie sind mit himmlischen Dingen in Berührung gekommen und können nicht mit geringeren Dingen gestillt werden. Sie empfinden, wenn etwas in der Versammlung mangelt, und sie blicken auf zu Gott und er versieht sie mit dem, was fehlt. Wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, haben wir keinen Begriff davon, wie viel wir haben. Wir sind in unserem Verständnis so begrenzt, dass wir es nicht begreifen können. Nur so erkennen wir die Kraft, die uns gegeben wurde: wenn wir sie betätigen, wenn sich der Dienst und die Kundgebungen des Geistes Gottes durch uns offenbaren. Meinst du, Petrus und Johannes wussten, wie viel sie hatten, als sie zum Tempel hinaufgingen, um zu beten? Sie waren in ihrem Verständnis und im Hervorbringen des Empfangenen begrenzt. Je näher wir zu Gott kommen, umso mehr sind wir uns unserer Armut, der Armut des Menschen, bewusst, und wir rufen mit Jesaja: „Ich bin unwürdig, ich bin unrein!“ Aber der Herr wird sein teures Blut, seine flammenden Kohlen über uns bringen, und wir werden gereinigt, geläutert und dann von ihm ausgesandt werden, um für ihn zu arbeiten – angetan mit der Kraft seines Geistes. Gott hat diese Ausgießung des Geistes gesandt, damit wir alle in die Offenbarung unserer Sohnschaft hineingebracht werden, das bedeutet: Wir sind Söhne Gottes, Männer der Kraft, wir sollen ihm, dem Herrn Jesus, ähnlich sein, die Kraft der Sohnschaft besitzen, die Kraft, die das Schwache zu erquicken weiß. Die Taufe mit dem Geist macht uns zu Söhnen Gottes, die in der Kraft dastehen, ausgerüstet mit den Gaben, die der Geistestaufe folgen. Preis sei ihm! Wir sollen uns unserer menschlichen Unzulänglichkeit, unserer Begrenztheit bewusst sein, aber wir dürfen nicht den Heiligen Geist begrenzen, der gekommen ist, in uns zu wohnen. Wir müssen glauben, dass wir, seitdem der Heilige Geist über uns gekommen ist, in Wahrheit Söhne Gottes sind, ausgerüstet mit göttlicher Kraft. Sage nie, du kannst es nicht sein. Alle Dinge sind möglich dem, der glaubt. Tauche ein in die Tiefe des Geistes und glaube, Gott hat alles für dich, und du kannst alles tun – durch ihn, der dich stärkt. 150


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