Anita Herzsprung
Kindergottesdienst fĂźr Winzlinge von zwei bis vier Jahren
Anleitungen fĂźr jeden Sonntag des Jahres mit themenbezogenen Bastelarbeiten
1
Gewidmet meinen Enkelkindern: Noemi in Australien, Daniel, Paul und Ani in Amerika
Copyright © 2007 by Asaph Verlag, D-Lüdenscheid 1. Auflage 2007 Umschlaggestaltung: Image Grafik Design/Johannes Heitzer, D-Landsberg Umschlagfoto: photocase.com Satz/DTP: Jens Wirth/ASAPH, D-Lüdenscheid Druck: Schönbach-Druck, D-Erzhausen Printed in the EC ISBN 978-3-935703-76-5 Bestellnummer 147376 Für kostenlose Informationen über unser umfangreiches Lieferprogramm an christlicher Literatur, Musik und vielem mehr wenden Sie sich bitte an: ASAPH – D-58478 Lüdenscheid E-Mail: asaph@asaph.net – www.asaph.net
2
Inhalt A. Vorwort ...................................................................................................................................... 5 B. Konzept..................................................................................................................................... 6 I. Ablauf des Kindergottesdienstes ............................................................................................ 6 II. Aufgabe der Eltern, Elternbrief, Bemerkung zu den Liedzetteln .................................... 7 III. Hilfsmittel .................................................................................................................................... 9 IV. Hinweis für den Leiter, Themenbearbeitung .................................................................... 10
C. Jahresübersicht ................................................................................................................. 12 D. Themenausarbeitung ...................................................................................................... 15 I. Freude über Jesu Geburt......................................................................................................... 16 1. Erster Advent – Ankündigung von Jesu Geburt ............................................................................. 16 2. Zweiter Advent – Der Weihnachtsbaum ....................................................................................... 22 3. Dritter Advent – Unterwegs nach Bethlehem ................................................................................ 25 4. Vierter Advent – Jesu Geburt ........................................................................................................ 30 4a. Weihnachten der Winzlinge ......................................................................................................... 34 5. Die Hirten kommen zu Jesus ........................................................................................................ 37 6. Die Weisen kommen zu Jesus ...................................................................................................... 40 7. Gott lässt es Winter werden .......................................................................................................... 44
II. Jesus, unser Freund ................................................................................................................ 48 8. Jesus segnet die Kinder ................................................................................................................ 48 9. Jesus, der gute Hirte ..................................................................................................................... 51 10. Der verlorene Sohn ..................................................................................................................... 55 11. Jesus heilt den Gelähmten .......................................................................................................... 58 12. Jesus heilt den Gehörlosen ......................................................................................................... 63 13. Jesus heilt den blinden Bartimäus ............................................................................................... 66 14. Der barmherzige Samariter ......................................................................................................... 71 15. Jesus stillt den Sturm .................................................................................................................. 75 16. Jesus speist die Fünftausend ...................................................................................................... 80 17. Der wunderbare Fischfang .......................................................................................................... 83 18. Die Hochzeit in Kana ................................................................................................................... 87 19. Zachäus ....................................................................................................................................... 91 20. Ostern – Jesus erweckt Jairus’ Tochter ....................................................................................... 94
III. Gott liebt mich.......................................................................................................................... 99 21. Gott lässt es Frühling werden ...................................................................................................... 99 22. Gott gibt mir Kleidung ................................................................................................................ 102 23. Gott gibt mir Essen – Manna in der Wüste ................................................................................ 105 3
24. Gott gibt mir Trinken – Mose schlägt auf den Felsen .................................................................110 25. Gott beschützt mich mit seiner Hand .........................................................................................114 26. Muttertag – Gott liebt mich immer ..............................................................................................118
IV. Gott, der Schöpfer................................................................................................................. 121 27. Gott schuf das Licht ................................................................................................................... 121 28. Gott schuf den Himmel und die Wolken .................................................................................... 125 29. Gott schuf das Wasser .............................................................................................................. 129 30. Gott schuf die Erde .................................................................................................................... 132 31. Gott schuf das Gras und die anderen grünen Pflanzen ............................................................ 136 32. Gott schuf die Blumen ............................................................................................................... 140 33. Gott schuf die Obstbäume ......................................................................................................... 144 34. Gott schuf Sonne, Mond und Sterne ......................................................................................... 148 35. Gott lässt es Herbst werden ...................................................................................................... 152 36. Gott schuf die Fische ................................................................................................................. 155 37. Gott schuf die Vögel .................................................................................................................. 159 38. Gott schuf die Insekten .............................................................................................................. 163 39. Gott schuf die Mäuse (und die Spinnen) ................................................................................... 168 40. Gott schuf die Tiere vom Bauernhof .......................................................................................... 173 41. Gott schuf die Tiere vom Zoo .................................................................................................... 178 42. Alles, was Gott geschaffen hat, gehört zusammen ................................................................... 183 43. Gott schuf den Menschen ......................................................................................................... 187 44. Gott schuf mich ......................................................................................................................... 191 45. Gott schuf Mama und Papa ....................................................................................................... 194 46. Warum schuf Gott keine Autos? ................................................................................................ 198 47. Erntedank .................................................................................................................................. 202
V. Themen des Alten Testaments ............................................................................................ 207 48. Noah baut die Arche .................................................................................................................. 207 49. Sintflut und Regenbogen ........................................................................................................... 210 50. Der Turmbau in Babel ............................................................................................................... 214 51. David besiegt Goliath ................................................................................................................ 219 52. Daniel in der Höhle der Löwen .................................................................................................. 223 53. Jona und der Walfisch ............................................................................................................... 226
E. Anhang .................................................................................................................................. 230 I. Herstellungsanleitungen für Salzteig, Knete und Stempelkissen ............................... 230 II. Bastelschablonen bzw. -vorlagen ...................................................................................... 231 III. Liederanhang ......................................................................................................................... 269 IV. Literatur ................................................................................................................................... 294
4
A. Vorwort Dieses Buch ist für jeden gedacht, der Kindern von Anfang an die Liebe Gottes nahebringen möchte. Dazu braucht man nicht Erzieher zu sein, wichtigste Voraussetzung ist eine besondere Liebe zu Kindern. Es ist als Handbuch gedacht, bietet detaillierte, leicht verständliche Anleitungen für Kindergottesdienste insbesondere für 2- bis 4-Jährige. Es ist hauptsächlich für Kindergruppen geschrieben, findet aber durchaus auch im häuslichen Rahmen seine Anwendung. Wie kam es zur Entwicklung dieses Programms für Kleinkinder? Kleinkinder werden seit jeher zum Gottesdienst mitgebracht. Ihr Interesse daran ist natürlich nicht mit dem der Erwachsenen in Einklang zu bringen. Deshalb werden sie oftmals in einem anderen Raum betreut. Aber reicht denn Betreuung im Sinne von „Verwahrung“ aus? Kinder lernen in den ersten Lebensjahren so viel wie nie mehr später im gleichen Zeitraum. Sie „erarbeiten“ sich ihre Umwelt und entwickeln ein grundlegendes Denkschema, in das alle Erfahrungen eingeordnet werden. In seinen ersten Jahren wird der Mensch geprägt. Gerade während dieser Prägephase ist es wichtig, mit dem Kind eine Beziehung zu Gott aufzubauen und diese zu fördern. Was verstehen denn die Kleinen schon von Gott? Sie fangen doch gerade erst an, ihre allernächste Umgebung zu untersuchen und auf ihre Weise zu erfassen! Darauf möchte ich mit einer Gegenfrage antworten: Ab wann sind Kinder alt genug, um Gott kennenzulernen? Die Kinder erfahren, wer die Mutter ist, wer der Vater ist, und das von Anfang an. Sie erleben auch gleich am Anfang Familie, Liebe und Geborgenheit, alles auf ihre Weise. Und wie ist das mit Gott? Ist er jetzt schon wichtig? Eine Mutter unserer Gemeinde formulierte die Antwort folgendermaßen: Kinder sind wie Gefäße. Es ist wichtig, womit sie als Erstes gefüllt werden, denn das bestimmt die weitere Nutzung des Gefäßes. Die Verantwortung für diese erste Füllung liegt bei uns. Aus eigener Erfahrung und der meiner Kinder weiß ich, wie gut es ist, mit Geschichten der Bibel vertraut zu sein. Durch sein Wort können wir Gott kennenlernen. Deshalb fangen wir schon jetzt an, den Kleinkindern biblische Geschichten zu erzählen und Gottes Liebe zu besingen. Allerdings wird nicht nur der Inhalt vermittelt, das Kind übernimmt auch andere Werte: In der Art, wie wir mit den Kindern umgehen und wie wir sie anleiten, können wir sie Gottes Liebe spüren lassen. Als ich das erste Mal die Kinderbetreuung übernahm, erlebte ich, wie wissbegierig diese Kleinen waren. Ich erkannte das Riesenpotenzial ihrer Aufnahmebereitschaft und spürte die Verantwortung, ihnen Gottes Liebe weiterzugeben. Trotzdem war ich zunächst nicht sicher, ob das wirklich meine Aufgabe werden sollte, denn ich hatte bisher lieber mit etwas größeren Kindern gearbeitet. Tatsächlich aber hatte Gott mich für diese Aufgabe gut vorbereitet: Mein Diplom bescheinigt mir die Lehrbefähigung für Kinder von 2 bis 8 Jahren. Die Voraussetzungen waren also gegeben. Die nächsten Grundüberlegungen waren: Wo fange ich an? Was hat Priorität, und wie vermittle ich es? Mein Grundkonzept ist verankert in dem Buch „Gott kennenlernen von Anfang an“. Es gibt konkrete Anleitungen für Kindergottesdienste mit den Allerkleinsten. In Anlehnung daran hatte Gudrun Hoffmann ein Buch veröffentlicht: „Gott liebt Babys. Eine Konzeption für die Arbeit mit 0- bis 2-jährigen Kindern“. „Gott kennenlernen von Anfang an“ bedeutete für mich mehr als eine Starthilfe; es wurde mein Auftrag. Es war Anlass, diese gute Arbeit fortzusetzen. Das vorliegende Buch ist deswegen in gewisser Weise der „Nachfolgeband“. Bedanken möchte ich mich bei Gudrun Hoffmann, die mir den Anstoß für eine Fortsetzung gegeben hat, und bei meiner ehemaligen Tutorin Helen Newton von der Universität Sydney für ihr Interesse an meiner Arbeit. Für die ständige Ermutigung danke ich meinen Freunden Dr. Geoff und Cathy Huard, Sydney, und meinem Schulfreund Prof. Dr. Günter Köhler, Berlin. Mein Dank gilt den Eltern der LukasGemeinde, Berlin, die mit Ideen und Kritik mein Programm verbessert und mich durch Gebete unterstützt haben. Schließlich möchte ich noch dem ASAPH-Verlag und insbesondere Frau Dorothea Appel für die sorgfältige Überarbeitung dieses Buches mit viel Einfühlungsvermögen und Sachverstand danken. Das vorliegende Konzept für den Kindergottesdienst ist ein Jahresprogramm, das jedes Jahr wiederholt wird. Für die Kinder bedeutet die Wiederholung eine Ergänzung oder Vergrößerung der „Puzzleteile“ ihres Weltbildes. Irgendwann ergibt sich aus den Mosaiksteinchen ein komplettes Bild.
5
Das Jahresprogramm enthält einige Orientierungspunkte wie z. B. Weihnachten, Ostern, Muttertag, Erntedankfest. Als Einstieg empfehle ich den Themenkreis „Gott liebt dich“. Er bietet viel Grundlegendes und vielleicht auch Bekanntes. Für den ersten Durchgang, sozusagen im ersten Jahr, sollte das Programm so umgestellt werden, dass dann mit der Weihnachtsgeschichte am 1. Advent begonnen werden kann. Die Themenzusammenstellung und -ausarbeitung sind als Grundlage zu verstehen, die den Bedürfnissen entsprechend verändert werden können. Dieses Jahresprogramm entstand während der fünf Jahre, in denen ich jeden Sonntag den Kindergottesdienst gehalten habe.
B. Konzept I. Ablauf des Kindergottesdienstes Feste Strukturen vermitteln dem Kleinkind Sicherheit. Zu Hause gehören dazu beispielsweise der Tagesrhythmus und das Abendritual. Das Kind erwartet die Wiederholung bestimmter Handlungen zu festgesetzten Zeiten. Es fühlt sich sicher, wenn seine Erwartungen erfüllt werden. Deswegen sollte auch beim Kindergottesdienst nach Möglichkeit immer ein bestimmter Rahmen eingehalten werden. Als Erstes ist die Raumaufteilung zu bedenken. Das ist der erste Eindruck, der sich bei den Kindern einprägt. Auch wenn mehrere Mitarbeiter für den Kindergottesdienst verantwortlich sind, sollte man zu einer einheitlichen Anordnung der Stühle, Tische etc. kommen. Es ist zu empfehlen, den Raum – sofern die Größe es erlaubt – in drei Bereiche einzuteilen: Stuhlkreis, Bastel- und Spielbereich. Ein Kind in diesem Alter hat nur eine Konzentrationsspanne von 10 bis höchstens 15 Minuten. Nach jeder konzentrierten Tätigkeit braucht es einen Ortswechsel. Bei angeleiteten Aktivitäten sollte das Kind immer die Möglichkeit haben, auf ein freies Spiel auszuweichen. Deswegen müssen gleichzeitig verschiedene Angebote verfügbar sein. Sobald die Kinder in den Raum kommen, setzen sie sich in den Stuhlkreis. Bei der kreisförmigen Anordnung der Stühle kann jedes Kind in der ersten Reihe sitzen. Nur dadurch erhält man seine Aufmerksamkeit und kann als Leiter auch schnell Hilfestellung geben. In der Mitte des Kreises auf dem Boden ist eine runde Tischdecke ausgebreitet; darauf liegen einige Dinge entsprechend dem Thema. Die Mitte sollte immer kreativ gestaltet sein, denn ein interessanter Mittelpunkt erhöht die Spannung, fördert die Konzentration und nebenbei auch die Geschicklichkeit. Die Kleinen lernen, diese gestaltete Mitte zu respektieren und zu ihrem Stuhl zu gehen, ohne auf die Mitteldecke zu treten. In diesem Kreis werden alle Kinder namentlich mit einem Lied begrüßt (Begrüßungslied). Es ist für sie kein Problem, wenn jeden Sonntag dasselbe Lied gesungen wird. Im Gegenteil: Das erhöht ihre Sicherheit. Das Lied wird ihnen bald vertraut, und sie können es mitsingen. Anschließend spricht der Leiter/die Leiterin ein kurzes Gebet von höchstens drei Sätzen. Wichtig ist es, die Kinder vorher darauf hinzuweisen, dass beim Gebet alle ganz still werden und dass man die Hände falten kann, wenn man möchte. Bei der folgenden Kollekte kann gespendet werden. Nach dieser besinnlichen Zeit ist es angebracht, ein Lied mit viel Bewegung zu singen (Einführungslied). Danach können sich die meisten Kinder auf die Geschichte konzentrieren. Es spricht die Kleinen an, wenn man mit einer Hand- oder Stockpuppe arbeitet. Die Puppe agiert dabei als ein Kind, und man hat die Möglichkeit, von der normalen Alltagssituation des Kindes auszugehen (vom Bekannten) und zur biblischen Geschichte hinzuführen (zum Neuen). Zur Gestaltung der Geschichte sollten möglichst viele Hilfsmittel eingesetzt werden (siehe „Hilfsmittel“). Dadurch wird die Erzählung anschaulich und verständlich. Und Sie werden bald feststellen, dass Sie bezüglich der Hilfsmittel von Jahr zu Jahr besser ausgestattet werden, Ihr Sortiment wächst mit der Zeit. Am Ende der Geschichte wird jedes Mal das gleiche Danklied mit entsprechendem, dem Thema angepasstem, Text gesungen. Beim „Halleluja“ kommen die Instrumente („Shaker“, Rasseln) zum
6
B. KONZEPT Einsatz. Das sind leere, beklebte Cremedosen o. Ä., gefüllt mit Reis, Mais oder Linsen. Am besten die Deckel ankleben, z. B. mit farbigem Isolierband. Anschließend wird die Bastelarbeit erklärt und vorgeführt. Dann ist auch die Konzentrationsspanne der Kinder voll ausgeschöpft. Deswegen muss ein Wechsel des Ortes und der Aktivität erfolgen. Jetzt ist Bewegung angesagt: Die Kinder tragen ihre Stühle zu den Tischen. Die Kindertische sind bereits für die Bastelarbeit vorbereitet. So können die Kleinen gleich loslegen. Wenn die Vorbereitung oder das Umsetzen zu lange dauert, werden sie unsicher und vermissen ihre Mamas. Außerdem verfliegt ihre Vorfreude auf die Bastelarbeit. An jeden Basteltisch sollte sich zur Unterstützung der Kinder ein Erwachsener setzen. – Die fertige Bastelarbeit kann den nicht anwesenden Eltern Aufschluss über das behandelte Thema geben. Dafür ist auch der Text auf der Bastelarbeit gedacht. – Allerdings werden Sie feststellen, dass sich manche Kinder nicht mehr auf das Basteln konzentrieren können. Diese brauchen dann eine freie Beschäftigung, etwa mit Bilderbüchern oder Duplosteinen. Sind die Kinder mit dem Basteln fertig, werden die Tische abgeräumt und zu einer langen Tafel zusammengestellt. (Ganz Eifrige dürfen an einem Extratisch noch weiterarbeiten. Solange sie Spaß daran haben, können sie sich auch konzentrieren.) Für die meisten Kinder ist es Zeit, eine Pause einzulegen. Dazu werden alle aufgefordert, sich zum Essen an die Tafel zu setzen. Als Imbiss haben sich Apfelstückchen, Apfelsaft und Wasser bewährt. Auf Süßigkeiten kann verzichtet werden. Während dieser kleinen Pause können auch die Geburtstagskinder mit einem Geburtstagslied, Kerzen und eventuell einem kleinen Geschenk gefeiert werden. Das sollte allerdings mit den Eltern abgesprochen sein. Die Pause gehört zur Struktur des Kindergottesdienstes. Sie ist wichtig, aber nicht unbedingt wegen des Essens. Nach dieser Entspannung sind manche Kinder wieder bereit für Konzentrationsaufgaben. Da sind Puzzlespiele gefragt, am besten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Es ist erstaunlich, welche Fähigkeiten Kinder dieser Altersstufe bereits entwickeln. Diese Puzzle-Arbeit sollte von Eltern begleitet werden. Durch ihre verbale Unterstützung und Ermutigung werden die Kinder natürlich gefördert, und dabei werden ihnen gleichzeitig Annahme und Liebe vermittelt. Zum Abschluss wird immer dasselbe Abschiedslied gesungen. Das gehört zu dem stabilen Rahmen des Kindergottesdienstes. Das Singen kann mit Klatschen begleitet werden. Optimal für Kinder dieses Alters ist es, wenn immer dieselben Personen den Kindergottesdienst leiten. Diese werden zu Bezugspersonen für die Kleinen und geben ihnen eine gewisse Sicherheit. Das erleichtert die vorübergehende Trennung von den Eltern.
Bemerkung zu den Liedzetteln
Lieder mit „VAA“-Kennzeichnung sind dem Band „Gott kennenlernen von Anfang an“ von Doris Braun, Jutta Greve-Steckler und Ulrike Heitzer entnommen. Die Autorinnen haben freundlicherweise dem ausdrücklichen Verweis auf die VAA-Lieder zugestimmt. Der Besitz des genannten Bandes ist von Vorteil, zumal dem Buch eine CD beiliegt, auf der man die Lieder hören kann, jedoch sind die Lieder i. d. R. so einfach gehalten, dass den Texten auch eine eigene oder bekannte Melodie unterlegt werden kann („Alle meine Entchen“, „Frère Jacques“ o. ä.) Die anderen Lieder stehen in alphabetischer Reihenfolge im Liederanhang. Einige wenige allerdings werden als bekannt vorausgesetzt. Wer diese dennoch nicht kennt, kann den Text auch als Reim sprechen. – Jeder Liedzettel ist in zwei Spalten geschrieben, so dass er in der Mitte gefaltet werden kann. Unter dem ersten Advent („Die Ankündigung von Jesu Geburt“) findet sich ein Vorschlag für die komplette Gestaltung der Vor- und Rückseite dieses Zettels. Alle weiteren Liedzettel zeigen nur die Innenseite. – Liedzettel werden an das jeweilige Gottesdienstteam, d. h. an die teilnehmenden Eltern verteilt. Deswegen kann der Liedzettel auch für Mitteilungen an die Eltern benutzt werden.
II. Aufgabe der Eltern Die Elternmitarbeit ist in dieser Kleinkindgruppe grundsätzlich erforderlich. Das ist eigentlich selten ein Problem, denn in diesem Alter können sich einige Kinder und Eltern sowieso noch nicht voneinander trennen. Es ist wichtig, den Eltern mitzuteilen, welchen Anspruch man an sie stellt. Das könnte in einer Vorbesprechung oder einem Elternbrief wie folgt ausgedrückt werden:
7
B. KONZEPT
Liebe „neue“ Eltern, willkommen im Team des Kindergottesdienstes! Dieser Gottesdienst für die ganz Kleinen entstand, weil Eltern für ihre Kinder mehr wollten als nur Aufbewahrung. Es ist uns wichtig, den Kleinen von Anfang an die Liebe Gottes nahezubringen. Als Grundlage dient ein Programm, das sich jedes Jahr wiederholt. Eine Jahresübersicht findet ihr (z. B. an der Tür). Daraus könnt ihr entnehmen, welches Thema wann behandelt wird. Vielleicht könnt ihr die Themen zu Hause mit den Kindern noch vertiefen. Ich habe zwar die Leitung des Kindergottesdienstes übernommen, aber es geht nicht ohne Team. Ihr Eltern seid die Mitgestalter und Hauptträger dieses Kindergottesdienstes. Die Kassette mit der Aufnahme der versäumten Predigt können wir kostenlos ausleihen und später anhören. Die ersten Male werdet ihr wahrscheinlich sowieso bei eurem Kind bleiben, bis ihm alles vertraut ist. Später ist euer Dienst nur ungefähr (so und so oft) erforderlich. Am besten, ihr tragt euch in unseren Dienstplan ein. Am wichtigsten ist die linke Spalte: Hier steht, wer außer dem praktischen Einsatz noch die Versorgung mit Äpfeln übernimmt. Für unsere Pause brauchen wir geschälte und klein geschnittene Äpfel (pro Kind etwa einen halben, d. h. etwa … Stück). Das lässt sich auch gut vorbereiten: Schüsselchen am vorigen Sonntag mit nach Hause nehmen, Äpfel am Vorabend waschen, schälen und schneiden. Was erwartet euch nun? Welche weiteren Aufgaben sind euch zugedacht? – Jeder anwesende Erwachsene ist automatisch im Einsatz und mitverantwortlich für alle Kinder. Für private Unterhaltung ist der Kindergottesdienst nicht der richtige Ort. Es ist unsere Aufgabe, die Kinder bei ihren Tätigkeiten zu begleiten und zu fördern. Am Anfang sitzen wir alle im Kreis zum Singen und für die Geschichte. Anschließend ist Gelegenheit zum Basteln. Dazu tragen die Kinder ihre Stühle zu den Tischen. Kinder, die nicht basteln möchten, können sich Bücher ansehen oder etwas spielen. Basteln • Die Langseite der Tische ist für die Kinder vorbereitet; die Erwachsenen setzen sich am besten an die Schmalseite (ein Erwachsener pro Tisch). • Namen (siehe Fotowand) auf die Bastelarbeiten schreiben, • fertige Bastelarbeiten an die Leine hängen bzw. auf einen Tisch legen, • anschließend Tischdecken säubern und wegräumen, • Tische für die Apfelpause zu einer langen Tafel zusammenstellen, • falls Waschwasser benutzt wurde, die Wanne leeren und wegräumen. Wer mit der Bastelarbeit fertig ist (oder wer gar nicht mitbasteln möchte), kann auf dem Teppich z. B. mit Duplosteinen spielen. Die Spielkisten werden von den Eltern hervorgeholt. Die Kisten sollten nicht ausgeschüttet werden. Das ist nicht nur laut, sondern ein Haufen Duplosteine nimmt auch viel Platz weg. Während unserer Pause gibt es Apfelstückchen, Apfelsaft und/oder Wasser zu trinken. Falls ihr einen Imbiss für euer Kind vorbereitet habt, verabreicht ihn bitte erst nach dem Gottesdienst. Das gilt auch für das Fläschchen und die kleine Süßigkeit zwischendurch. Wir feiern die Geburtstage der Kinder, und dazu könnt ihr ggf. etwas mitbringen, allerdings bevorzugen wir klein geschnittenes Obst oder Gemüse.
8
B. KONZEPT
Nach der Apfelpause: • Tische abwischen, • Tassen abspülen und wegräumen, • die Kinder mit Puzzlespielen versorgen (verschiedene Schwierigkeitsgrade beachten) und betreuen, • vorlesen, • mit den Kindern spielen. Falls ein Kind zu seinen Eltern möchte, bringt ein Erwachsener es ohne viel Aufhebens zu ihnen. Ebenso werden die Kinder bei Bedarf zur Toilette begleitet. Am Ende des Gottesdienstes brauchen wir die Hilfe aller Eltern: • Puzzlespiele zusammensetzen und in die Kiste legen, • Spielsachen in die Kisten räumen, • Stühle und Tische zusammenstellen, • alle Kisten ins Regal stellen. Vergesst nicht, die Bastelarbeit eures Kindes mitzunehmen! Die meisten Kinder, auch wenn sie noch so klein sind, beteiligen sich am Basteln. Vor allen Dingen: Sprecht mit euren Kindern über ihre Arbeit. Auf gute Zusammenarbeit! (Unterschrift des Leiters)
III. Hilfsmittel Bei der Altersgruppe von zwei bis vier Jahren kommt man ohne Hilfsmittel nicht aus. Jede Geschichte muss abwechslungsreich erzählt und auch dargestellt werden. Man sollte dabei bedenken, dass Kinder sich einprägen, was sie sehen und was sie selbst tun. Deswegen sollten sie aktiv mit einbezogen werden, wann immer es möglich ist, z. B. darf jedes Kind einen Stern an die Tafel heften oder einen Fisch schwimmen lassen. Zur Grundausstattung des Kindergottesdienstes gehört eine Handpuppe. Sie repräsentiert ein Kind dieser Altersgruppe, verhält sich entsprechend und kann von ihren Erlebnissen erzählen. Die Puppe wird zur Person, wenn sie einen Namen hat. Unsere heißt Sarah. Die Unterhaltung mit Sarah kann in der Einleitung ab und zu zur Verhaltenskorrektur benutzt werden. Für die Weihnachtsgeschichte kann man durchaus die Figuren seiner eigenen Weihnachtskrippe benutzen. Später habe ich kompakte Standpuppen selbst hergestellt, mit denen auch gespielt werden durfte. Diese Figuren können durch Veränderung der Kleidung später auch bei anderen biblischen Geschichten eingesetzt werden. Darum lohnt sich ganz bestimmt der Aufwand, diese Puppen zu basteln. Beim Einsatz der Hilfsmittel kommt es auf Abwechslung an, denn auch die schönsten Standpuppen verlieren ihre Wirkung, wenn sie ständig benutzt werden. Bei kleinen Gruppen habe ich gute Erfahrungen mit einer Filztafel und Filzfiguren gemacht. Die Filztafel besteht aus einer Weichfaserplatte, die mit Filz bespannt ist. Ich habe dazu grünen Filz gewählt, der einen guten Hintergrund bildet. Die einzelnen Figuren für eine Geschichte lassen sich leicht aus farbigem Filz ausschneiden. Das Material ist einfach in der Handhabung, denn Filz haftet auf Filz. Allerdings sollte die Tafel leicht schräg stehen. Ein weiterer Satz Figuren kann aus Pappe hergestellt werden. Kleinere Figuren (Bastelschablone Nr. 1 im Anhang) stehen fest, wenn sie in halbierte, aufgeschlitzte Korken gesteckt werden. Oder man benutzt Zahnstocher als „Stelzen“, mit denen man die Figuren in Hartschaum oder in eine Sandkiste steckt. Größere Pappfiguren können stehen, wenn man hinten ein Pappdreieck anklebt (Grundfläche des Dreiecks = Standfläche). 9
B. KONZEPT Für die Schöpfungsgeschichte verwende ich ein grünes Laken, auf das ich einen See gemalt habe. Dieses Laken hänge ich zum ersten Mal auf, wenn es darum geht, dass Gott die Erde grün werden lässt. Dann wird jeden Sonntag entsprechend unserer Geschichte etwas hinzugefügt. Die Kinder können auf diese Weise Gottes wunderbare Schöpfung direkt miterleben. Vieles kann improvisiert werden, und Ideen kommen beim Erzählen. Es ist einfach wunderbar, wie viel Vorstellungskraft kleine Kinder haben. Erstaunlicherweise haben sie ohne Weiteres einen Löwen erkannt, den ich für total misslungen hielt. Dieses Verständnis trägt durchaus zur Vertiefung der persönlichen Beziehung zu den Kindern bei. Also, nur Mut! – Die Malkittelchen sind ebenfalls improvisiert. Es sind alte T-Shirts der Eltern.
IV. Hinweis für den Leiter „Von Anfang an Gott kennenlernen“, gemäß dem genannten Buchtitel, das ist unser Auftrag. Es gehört zur Aufgabe des Leiters, für die Kinder Ziele – auch langfristige – ins Auge zu fassen und dafür zu beten. Tipp für den Verantwortlichen: Tragen Sie Ihr nächstes Thema mit sich herum, gehen Sie in Gedanken „schwanger“! Lassen Sie Ihre Gedanken um das Thema kreisen und sammeln Sie immer wieder neue Ideen! Die Vorbereitung soll Ihnen Freude machen, sonst wählen Sie lieber eine andere Geschichte. Die Bastelarbeiten immer vorher ausprobieren, dann kann man sie besser erklären. Damit Gott wirken kann, gehört zur Vorbereitung ein Gebet um Vergebung unserer Schuld. Im Gebet können wir Gott bitten, uns bei der Planung zu helfen. Er weiß, welche Kinder am nächsten Sonntag kommen, und was für sie wichtig ist. Was immer wir erzählen, es muss stimmen, denn das Kind glaubt uns grundsätzlich jedes Wort. Wir wollen sein Vertrauen nicht missbrauchen.
„Aufbereitung“ des Bibeltextes: 1. Überlegungen • Bibeltext lesen • Warum ist es mir wichtig, dieses Thema den Kindern nahezubringen (Ziel)? • Welche ähnlichen Erfahrungen sind für die Kinder vorstellbar? • Könnte sich ein Kind mit einer der Personen identifizieren? 2. Vorgeschichte (Bezugnahme) • Überleitung vom bekannten Alltagsgeschehen zur Bibelgeschichte 3. Empfehlungen zum Erzählen der Geschichte • Aufbau überlegen: Anstieg, Höhepunkt, Abstieg; klarer Fluss zum Ziel • nur einen Aspekt verfolgen • langsam sprechen • Pausen sind wichtig zum Mitdenken • lebendig erzählen durch Mimik, verschiedene Stimmlagen, Blickkontakt, Körpersprache, aber nicht zu viel Bewegung (vielleicht vor dem Spiegel üben) • kurze Hauptsätze, einfaches Vokabular, bildhafte Vergleiche („so groß wie ...“) • den ersten Satz gut überlegen (klarer Direkteinstieg) • direkte Rede: Selbstgespräche oder direkte Anrede, z. B. „Das finde ich ja ganz schrecklich“, „Wisst ihr, wie das ist?“, „Ist euch das schon mal passiert?“ • Wiederholungen (Wörter, Phrasen) sind einprägsam • im Präsens formulieren • „da“ für einen Höhepunkt einsetzen: „Und da passierte es.“ • schriftliche Ausarbeitung zum Ausfeilen (aber nicht vorlesen, nur Hilfe); kann das nächste Mal als Grundlage benutzt werden 4. Bezug auf den Alltag des Kindes • kurzer Abschlusssatz als Zusammenfassung für die Kinder 5. Lieder und Bewegung für die Kinder einbauen (Abwechslung erhöht die Konzentration)
10
B. KONZEPT Die erwähnten Lieder sind entweder „Gott kennenlernen von Anfang an“ entnommen (im Text gekennzeichnet VAA), oder sie stehen im Liederanhang in alphabetischer Reihenfolge. Alle Lieder haben grundlegend eine einfache Melodie. Die Texte werden immer wieder verändert. Das ursprüngliche Lied ist dann auf dem Liedzettel in Klammern vermerkt. Einige wenige Lieder werden als bekannt vorausgesetzt – wer sie dennoch nicht kennt, kann sie als Reim lesen. Es ist empfehlenswert, die Geschichte vorher mit den entsprechenden Hilfsmitteln durchzuspielen. Dann weiß man, wie man alle Figuren am besten verteilt. Die Geschichte verliert an Spannung, wenn man beim Erzählen umgruppieren muss. Während der Gruppenarbeit am Sonntag kommt es selten zu persönlichen Gesprächen mit den Kindern. Um sie besser kennenzulernen, habe ich einen Besuchsdienst angeboten. Wenn sich die persönliche Beziehung vertieft, fällt es dem Kind leichter, sich im Gottesdienst von den Eltern zu trennen. Außerdem kann man als Leiter dann detaillierter für das Kind beten. Das Gebet für die Kinder ist sowieso entscheidend dafür, wie der Kindergottesdienst verläuft. Aber auch wenn die Kinder der Gruppe entwachsen sind, gibt es genug Gründe, weiter für sie zu beten. Dazu habe ich die „alten“ Fotos unserer Fotowand in ein Album geklebt. Wenn ich dann die Seiten durchgehe, kann ich alle Kinder betend bedenken. Dabei folge ich dem Beispiel der Kindergottesdienstleiterin meiner Kinder, die auch jetzt noch für alle ihre Ehemaligen betet, obwohl sie die meisten aus den Augen verloren hat. Vor einigen Jahren hatte ich Gelegenheit, viele dieser ehemaligen Kinder aufzusuchen, und war erstaunt über deren starken Glauben bzw. missionarischen Einsatz. Wir alle sind der ehemaligen Kindergottesdienstleiterin, Ms. Kath White (Australien), dankbar für ihre Beharrlichkeit im Gebet.
Kindertisch, vorbereitet für die Bastelzeit
11
C. Jahresübersicht I. Freude über Jesu Geburt Nr.
Thema
Bibelstelle
Bastelarbeiten
1
1. Advent: Die Ankündigung von Jesu Geburt
Lukas 1,26–38
Willkommenskranz für Jesus kleben
2
2. Advent: Der Weihnachtsbaum
Weihnachtsanhänger aus Salzteig
3
3. Advent: Unterwegs nach Bethlehem Lukas 2,1–6a
Fenster von Bethlehem kleben
4
4. Advent: Jesu Geburt
Lukas 2,6b–7
Krippe bemalen
4a
Weihnachten der Winzlinge
5
Die Hirten kommen zu Jesus
Lukas 2,8–20
Stern von Bethlehem mit Glitzer bekleben
6
Die Weisen kommen zu Jesus
Matthäus 2,1–12
Fernrohr bekleben
7
Gott lässt es Winter werden
1. Mose 1,14; Psalm 147,15–18
Schneemann im Schneegestöber kleben
II. Jesus, unser Freund Nr.
Thema
Bibelstelle
Bastelarbeiten
8
Jesus segnet die Kinder
Markus 10,13–15; Matthäus 19,13–15
Kinder kleben
9
Jesus, der gute Hirte
Lukas 15,4–7
Schafherde aufkleben
10
Der verlorene Sohn
Lukas 15,11–32
schöne Kleider kleben
11
Jesus heilt den Gelähmten
Matthäus 9,1–7; Markus 2,1–12; Lukas 5,17–25
Hand aus Salzteig
12
Jesus heilt den Gehörlosen
Markus 7,31–37
Shaker betuschen
13
Jesus heilt den blinden Bartimäus
Markus 10,46–52
Blindenbuch zum Fühlen kleben
14
Der barmherzige Samariter
Lukas 10,25–37
Verletztem helfen (kleben)
15
Jesus stillt den Sturm
Matthäus 8,23–27
Boot bemalen
16
Jesus speist die Fünftausend
Matthäus 14,13–21
Brote aus Salzteig
17
Der wunderbare Fischfang
Johannes 21,3–33
Fische fangen (stempeln)
18
Die Hochzeit in Kana
Johannes 2,1–12
Hochzeitskarte kleben
19
Zachäus
Lukas 19,1–10
fröhliches Gesicht kleben
20
Ostern Jesus erweckt Jairus’ Tochter
Markus 5,21–24; 35–43; Osterei dekorieren (Kekse, „m&m“s) Lukas 8,40–42; 49-56
III. Gott liebt mich Nr.
Thema
Bibelstelle
Bastelarbeiten
21
Gott lässt es Frühling werden
1. Mose 1,14; Psalm 147,15–18
Blüten auftupfen
22
Gott gibt mir Kleidung
Matthäus 6,25–32
Kleidung aufkleben
23
Gott gibt mir Essen – Manna i. d. Wüste 2. Mose 16,1–36
Teller mit Essen bedrucken
24
Gott gibt Trinken: Mose schlägt auf den Felsen
1. Mose 17,1–6; 4. Mose 20,1–11
Becher mit Getränken füllen (tuschen)
25
Gott beschützt mich mit seiner Hand
2. Mose 33,22; 1. Petrus 5,6
„Duplosteine“ auf die Hand legen (kleben)
26
Muttertag – Gott liebt mich immer
Johannes 16,27; Jesaja 66,13; 1. Thess. 2,7; Lukas 11,13; 1. Jh. 3,1
Herz aus Salzteig dekorieren
12
C. JAHRESÜBERSICHT
IV. Gott, der Schöpfer Nr. Thema
Bibelstelle
Bastelarbeiten
27
Gott schuf das Licht (hell/dunkel)
1. Mose 1,2–5
große Blume kleben
28
Gott schuf den Himmel und die Wolken 1. Mose 1,6–8
„Wolkenkucker“ kleben
29
Gott schuf das Wasser
1. Mose 1,9–10
Mobile mit Fischen bemalen
30
Gott schuf die Erde
1. Mose 1,9–10
Wasser und Land kleben
31
Gott schuf das Gras und die Pflanzen
1. Mose 1,11–13
Grünes Buch kleben
32
Gott schuf die Blumen
Matthäus 6,28–29
Blumenkette auffädeln
33
Gott schuf die Obstbäume
1. Mose 1,12; Psalm 104,14
Äpfel an Bäume stempeln
34
Gott schuf Sonne, Mond und Sterne
1. Mose 1,16+19
Fensterbild (Sterne) kleben
35
Gott lässt es Herbst werden
1. Mose 1,14; Psalm 147,15–18
Windmühle bemalen
36
Gott schuf die Fische
1. Mose 1,20–23
Fisch besticken
37
Gott schuf die Vögel
1. Mose 1,20–23
„Federn“ aufkleben
38
Gott schuf die Insekten
1. Mose 1,24–25
Biene bemalen
39
Gott schuf die Mäuse
1. Mose 1,24–25
Maus bekleben
40
Gott schuf die Tiere vom Bauernhof
1. Mose 1,24–25; 1. Mose 2,19
Pferd: Mähne sticken
41
Gott schuf die Tiere vom Zoo
1. Mose 1,25
Mähne des Löwen kleben
42
Alles, was Gott geschaffen hat, gehört zusammen
1. Mose 6,20
Bild von der Schöpfung stempeln oder kleben
43
Gott schuf den Menschen
1. Mose 1,26–31
Gesicht aus Knete
44
Gott schuf mich
Psalm 139,13–14
Füße ausmalen
45
Gott schuf Mama und Papa
1. Mose 9,7
Familie ausmalen
46
Warum schuf Gott keine Autos?
Epheser 3,14+15; Lukas 12,30b; Matthäus 6,9–13
Bus (Fensterbild) bekleben
47
Erntedankfest
Epheser 5,20
Erntedankkuchen aus Salzteig dekorieren
V. Themen des Alten Testamentes Nr. Thema
Bibelstelle
Bastelarbeiten
48
Noah baut die Arche
1. Mose 6,5–7,9
Noahs Arche bauen (bekleben)
49
Sintflut und Regenbogen
1. Mose 7,10–9,17
Taube bemalen
50
Der Turmbau in Babel
1. Mose 11,1–9
Turm kleben
51
David und Goliath
1. Samuel 17,1–51
Schaf von David bekleben
52
Daniel in der Höhle der Löwen
Daniel 6,1–25
Löwen in den Käfig sperren (stempeln)
53
Jona und der Walfisch
Jona 1,1–3,3
Fisch verschluckt Jona (bemalen)
13
14
D. Themenausarbeitung
schriftliche Ausarbeitung der Geschichte • Vorbereitung • Vorgeschichte • Hauptteil • Kreativteil Liedzettel Vorlagen für Arbeitsbogen und Etiketten, Rezepte im Anhang: • Herstellungsanleitungen Salzteig, Knete und Stempelkissen • Bastelschablonen und -vorlagen (auch als PDF aus dem Internet abrufbar: www.asaphshop.net/L3000) • Lieder
15
I. FREUDE ÜBER JESU GEBURT
1. Erster Advent – Die Ankündigung von Jesu Geburt Lukas 1,26-38
VORBEREITUNG • • • • • • •
Handpuppe Sarah gelbe Tischdecke, „Teppich“ für Maria und Josef (brauner Filz) Sterne aus Alufolie (rot und gold) ringsherum gelegt Adventskranz, Kerzen, Streichhölzer Maria und Josef Puppentisch (Pappkarton) mit Tischdecke, Puppengeschirr, Torte aus Salzteig (siehe Anhang) Engel, Teelichte (Alu-Sterne als Untersatz)
VORGESCHICHTE Puppe flüstert mir etwas ins Ohr (Haare zurückschieben). Ich: Hör auf zu flüstern, Sarah! Komm, sag es laut! Sarah: Das geht doch nicht. Das ist ein Geheimnis. Ich: Vielleicht möchtest du es ja doch verraten? Sarah: Na gut. – Machen wir heute eine Kerze an? Ich: Ja, natürlich, denn heute ist der 1. Advent. Deswegen habe ich einen ganz speziellen Kranz mitgebracht (auspacken). Dazu habe ich auch die Kerzen: 1 – 2 – 3 – 4. Eine Kerze werden wir heute anzünden.
1. Themenlied: Vier Kerzen auf dem grünen Kranz (VAA 45) Das ist die Kerze für den 1. Advent. Jeden Sonntag zünden wir eine Kerze mehr an. Und wenn alle Kerzen brennen, dann ist Weihnachten. Wir feiern Weihnachten, weil Jesus da geboren wurde. Wisst ihr, wie das damals war? – Das will ich euch jetzt erzählen.
HAUPTTEIL Das hier ist Maria. Maria wohnt in Nazareth. Hier ist ihr Wohnzimmer („Teppich“ ausbreiten).
Marias Lied: Josef kommt zu mir nach Haus, wir beide trinken Tee (Liederanhang) Maria:
Ich freue mich ja so, dass Josef mich besuchen kommt. Gleich wird er da sein. (singt:) Josef kommt zu mir nach Haus, wir beide trinken Tee. Jetzt muss ich nur noch den Tisch decken. Hier ist meine schönste Tischdecke. So, und jetzt noch die Teller und die Tassen. Ach, ich freu mich ja so! (singt:) Josef kommt zu mir nach … Huch, was ist denn nun los?
Plötzlich wird es sehr, sehr hell im ganzen Raum (Kerze anzünden). Es wird noch viel heller als diese Kerze, viel heller als zehn Kerzen, noch viel heller als 100 Kerzen, heller als die Sonne. Maria: Engel: Maria: Engel: Maria: Engel:
Auweia, was ist denn passiert? Es ist ja viel zu hell, ich kann ja gar nicht mehr kucken. Guten Tag, Maria! Hab keine Angst! Gott schickt mich zu dir. Er hat dich ganz doll lieb. Deswegen schickt dich Gott zu mir? Wie kommt denn das? Gott hat etwas ganz Wunderbares mit dir vor. Doch nicht mit mir?! Geh doch lieber zu Josef! Der ist so gut, und Josef weiß immer alles. Josef muss gleich kommen. Nein, Maria, dich hat Gott ausgewählt. Du sollst Mutter werden. Gottes Kind sollst du unter deinem Herzen tragen. Dieses Kind soll Jesus heißen.
2. Themenlied: Maria! Maria! (VAA 46) Engel:
Du wirst Gottes Sohn, den Jesus, bekommen. Jesus wird der König von der ganzen Welt sein.
16
I. FREUDE ÜBER JESU GEBURT Maria:
Aber das geht doch gar nicht! Ich bin doch keine Königin. Und ich bin noch nicht mal verheiratet. Engel: Das ist alles in Ordnung. Gott wird sich um alles kümmern. Maria: Ich möchte alles tun, was Gott will. Dann wird es wieder dunkel im Zimmer (Kerze ausblasen). Der Engel ist wieder weg. Maria: Habe ich das geträumt? Ist das wahr? Gottes Sohn soll in meinem Bauch wachsen? Das ist ja ganz, ganz wunderbar! Lieber Gott, ich danke dir. Das muss ich meinem Josef erzählen. – Ach, da kommt er ja. Komm herein, mein Liebster! Ich habe vielleicht etwas erlebt! Ich bin noch ganz durcheinander. Josef: Erzähl mal! Was ist denn passiert? Maria: Du wirst es nicht glauben: Eben war ein Engel hier in diesem Zimmer. Genau dort hat der Engel gestanden. Und weißt du, was er gesagt hat? Wir werden ein Baby bekommen. Es wird Gottes Sohn sein. Jesus soll er heißen.
2. Themenlied: Maria! Maria! (VAA 46) Josef:
Was, ein Engel hat mit dir gesprochen? Das ist ja etwas ganz Wunderbares! Das ist ja eine Freude! Maria, wir werden ganz schnell heiraten. Dann kann ich mich besser um dich und um Jesus kümmern. Wir werden bald mit dem kleinen Gotteskind eine richtige Familie sein.
3. Themenlied: Ein Baby ist geboren (VAA 47) Auf diesen Geburtstag von Jesus freuen wir uns alle. Gott hat Jesus für uns auf die Erde geschickt. Für Gott ist nichts unmöglich, denn er ist mächtig.
4. Themenlied: Mein Gott ist so groß (VAA 42) Wir wollen Gott danken, dass er Jesus zu uns geschickt hat.
Danklied (VAA 57)
KREATIVTEIL Willkommenskranz für Jesus
VORBEREITUNG: Pappring ausschneiden (außen 22, innen 12,5 cm) (Innenkreis später für Thema Nr. 4 als Unterlage für Kerzenhalter oder für Nr. 47 als Unterlage für Erntedankkuchen verwenden) • Etiketten kopieren, ausschneiden und aufkleben • Wasser und Handtuch bereithalten •
BASTELTISCHE: • • • • •
Pappringe Weihnachtspapier-Stückchen (ca. 4 x 3 cm) Kleister, Pinsel, Unterlage Kräuselbändchen mit Schlaufe (ca. 90 cm) Scheren zum Kräuseln
FERTIGSTELLUNG: •
Pappringe durch Aufkleben der Weihnachtspapierstückchen verzieren und mit Kräuselband zum Aufhängen versehen
ALTERNATIVE: Engel (aus Papprolle vom Toilettenpapier)
17
18
19
(Name der Gemeinde) (Adresse) (Telefon)
Telefon:
E-Mail:
Kontakt
Lukas 1,26–38
Freude über Jesu Geburt 1. Advent Die Ankündigung von Jesu Geburt
(jüngere bzw. ältere Kinder nur nach Absprache)
von 2 bis 4 Jahren
Ein spezielles Programm für Kinder
Kindergottesdienst für Winzlinge
Name:
Verantwortlich
(Name)
Ich wünsche Dir und Deiner Familie eine gesegnete Woche
Denke bitte daran, Dich im Dienstplan einzutragen!
1. Advent – (Datum)
I. FREUDE ÜBER JESU GEBURT
20
|: Ein Baby wird geboren :| (3 x) |: und Jesus ist sein Name. :|
3. Themenlied (VAA 47)
„Maria! Maria!“ Ein Engel sprach: „Maria, |: Gott schenkt dir ein Baby, das Jesus heißen soll.“ :|
2. Themenlied (VAA 46)
Vier Kerzen auf dem schönen Kranz: Es ist Advent. Die erste Kerze auf dem Kranz, seht, wie sie brennt!
1. Themenlied (VAA 45)
|: Gottes Liebe ist so wunderbar, :| (3 x) so wunderbar groß. So hoch, was kann höher sein, so tief, was kann tiefer sein, so weit, was kann weiter sein, so wunderbar groß!
Einführungslied (VAA 17)
Kollekte
Gebet
Ja, grüß dich, liebe (Name), guten Tag, lieber (Name). Ich freu mich, dass ihr da seid, und ich weiß, dass Gott euch liebt.
Begrüßungslied (VAA 4)
Die Ankündigung von Jesu Geburt
1. LIEDZETTEL
Auf Wiedersehn! Auf Wiedersehn! Wir gehn jetzt alle heim. Doch gehn wir ja nicht ganz allein, denn Gott wird bei uns sein.
Abschiedslied (VAA 67)
Puzzles / Duplos / Vorlesen
Alles Gute für (Name), alles Gute und Gottes Segen! Zum Geburtstag alles Gute und Gottes Segen für dich.
Geburtstagslied (Liederanhang)
Pause mit Apfelstückchen und Saft
Basteln / Vorlesen
1. Jesus liebt die Kinder, halleluja! 2. Maria kriegt ein Baby, halleluja! 3. Gott schenkt uns Jesus, halleluja!
Danklied (VAA 57)
|: Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig. Unmöglich ist nichts meinem Gott. :| Die Berge sind sein, die Flüsse sind sein, die Sterne schuf alle der Herr. Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig. Unmöglich ist nichts meinem Gott.
4. Themenlied (VAA 42)
I. FREUDE ÜBER JESU GEBURT
Das Standardwerk zur Arbeit mit den Allerkleinsten
Jutta Greve-Steckler/Doris Braun/Ulrike Heitzer
Gott kennenlernen – von Anfang an …
… den Alltag von Babys und Kleinkindern mit Gott in Verbindung bringen 256 Seiten; Spiralbindung; mit Lieder-Lern-CD Bestellnummer 147315
In Ihrer Buchhandlung oder direkt beim Verlag
296